1&1 stellt eine bestellte eSIM ab sofort in rund drei Minuten bereit und beansprucht damit die schnellste Freischaltung unter den deutschen Mobilfunknetzbetreibern. Das Tempo entsteht nicht durch einen Marketing-Trick, sondern durch die Architektur des Netzes. Als einziger Betreiber im Land fährt 1&1 ein vollständig virtualisiertes Mobilfunknetz, in dem die Freischaltung reine Software ist.

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Die eSIM verlagert die SIM-Karte von der Plastikkarte in den Chip des Geräts. 1&1 nutzt genau diesen Schritt, um die Wartezeit auf wenige Minuten zu drücken. Für Firmen mit vielen Endgeräten entscheidet dieses Tempo darüber, wie schnell neue Anschlüsse produktiv werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • 1&1 stellt die eSIM bei reinen Tarifbestellungen in rund drei Minuten bereit, gerechnet ab Bestellabschluss und Ident-Verfahren.
  • Grundlage ist das vollständig virtualisierte Open-RAN-Netz, in dem die Freischaltung als Software-Vorgang im 1&1 Control-Center läuft.
  • Beim mitbestellten Smartphone erkennt das Gerät das hinterlegte eSIM-Profil beim ersten Einschalten selbst, ein Klick startet den Vertrag.
  • Das Tempo ist ein Bindungs-Hebel, während 1&1 sein eigenes Netz weiter ausbaut und Abdeckungslücken per nationalem Roaming über Vodafone schließt.

Was ändert 1&1 an der eSIM?

Metallkarte mit Zeitangabe; daneben Briefumschlag, durchgestrichene SIM-Karte
1&1 aktiviert eSIM-Profile innerhalb von drei Minuten nach Bestellung und Identifikation direkt im Control-Center auf kompatiblen Geräten

Drei Minuten: 1&1 verkürzt die eSIM-Bereitstellung bei reinen Tarifbestellungen auf rund drei Minuten, gerechnet ab dem Abschluss der Bestellung und dem Ident-Verfahren.[1] Das Profil kommt digital über das 1&1 Control-Center auf ein kompatibles Smartphone, Tablet oder eine Smartwatch, ganz ohne den Postweg einer Plastikkarte.

Ein Klick: Beim mitbestellten Smartphone liegt das eSIM-Profil schon bereit. Nach dem ersten Einschalten und der WLAN-Verbindung erkennt das Gerät das Profil selbst. Ein einziger Klick aktiviert den Vertrag im 1&1 5G-Netz.

Warum schafft ausgerechnet 1&1 dieses Tempo?

Netz als Software: 1&1 betreibt nach eigener Darstellung das erste vollständig virtualisierte Mobilfunknetz Europas auf Basis von Open RAN. Die Funktionen der Funkzellen und des Kernnetzes laufen als Software auf Standard-Servern statt auf fest verdrahteter Spezialhardware. Eine eSIM-Freischaltung wird damit zu einem Datenbank- und API-Vorgang im Backend, nicht zu einem Griff ins Lager. Denselben Weg in die Cloud geht die Telekom, die ihren neuen Technikvorstand bei Amazon Web Services holt.

Alte Ketten: Etablierte Netzbetreiber hängen ihre Freischaltung an gewachsene Verwaltungssysteme und an die Logistik physischer SIM-Karten. Der Weg von der Bestellung bis zum aktiven Anschluss führt dort durch mehrere getrennte Systeme. 1&1 bildet den Vorgang in einer durchgängig automatisierten Kette ab, weil das Netz von Grund auf digital gebaut wurde. Den teuren Aufbau trägt der Konzern seit Jahren, auch als er zuletzt Kunden verlor und trotzdem mehr verdiente.

Die drei Minuten sind nicht das Produkt, sondern der sichtbare Beweis dafür, dass 1&1 sein Netz als Software denkt. Genau dort liegt der Vorsprung, den ein gewachsener Betreiber nicht über Nacht nachbaut.

— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web

Was heißt das virtualisierte Netz für DACH-Entscheider?

Muster der Newcomer: Der Weg ist kein deutscher Sonderfall. Cloud-native Herausforderer wie Rakuten Mobile in Japan oder Dish in den USA setzen dieselbe Architektur ein und machen die digitale Sofort-Aktivierung zum Verkaufsargument gegen die etablierten Netze.

Souveränität im Funk: Open RAN zerlegt das Netz in austauschbare Bausteine mehrerer Anbieter und lockert die Bindung an einzelne Ausrüster. Diese Herstelleroffenheit trifft einen wunden Punkt der Netzpolitik, denn die Bundesregierung hat mit den Betreibern vereinbart, kritische Huawei- und ZTE-Technik bis Ende 2026 aus den 5G-Kernnetzen zu entfernen. Ein Netz, das von Beginn an auf Herstellervielfalt ausgelegt ist, umgeht diese Altlast.

1&1 eSIM in drei Minuten: die Eckdaten
Wie das virtualisierte Open-RAN-Netz die Freischaltung beschleunigt. Stand: 2. September 2026.
3 Min.
eSIM-Bereitstellung bei reinen Tarifbestellungen, ab Bestellung und Ident-Verfahren
Open RAN
vollständig virtualisiertes Netz, Funkzelle und Kernnetz laufen als Software
1 Klick
Aktivierung beim mitbestellten Gerät nach dem ersten Einschalten
4. Netz
1&1 als vierter Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland
Roaming
nationales Roaming über Vodafone schließt die noch offenen Abdeckungslücken
Ende 2026
Frist, kritische Huawei- und ZTE-Technik aus den 5G-Kernnetzen zu entfernen

Für Entscheider: Firmen mit größeren Geräteflotten prüfen jetzt sinnvollerweise, ob sich die eSIM-Sofortaktivierung für Onboarding und Austauschgeräte auszahlt, weil der Postweg der SIM-Karte entfällt. Wichtig bleibt die Netzabdeckung am eigenen Standort, die 1&1 dort per nationalem Roaming absichert, wo das eigene Netz noch nicht reicht. Wie hart der Wettbewerb der Netzbetreiber ausfällt, zeigt der Streit um die Telekom und ihre US-Fusion. Den Preisrahmen wiederum steckt ein Urteil zu den Unlimited-Tarifen von 1&1 ab.

Quelle

[1] 1&1 (United Internet): „Schneller ins 1&1 Netz starten: 1&1 mit eSIM-Bereitstellung in nur drei Minuten“

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