Schnelles Netzwerk im eigenen Haus klingt verlockend, doch die kleinen Steckmodule für 10-Gigabit-Ethernet haben ein Hitzeproblem. Der Entwickler Giles Thomas dokumentiert, wie er ein überhitzendes SFP+-Modul gegen ein kühleres Modell tauschte, und liefert damit eine praktische Lehre für jedes Heim- oder Büronetz.

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Der Fall zeigt, dass beim Sprung auf 10 Gigabit nicht nur die Bandbreite zählt, sondern auch die Wärme im Gehäuse. Ein falsch gewähltes Modul kann im Sommer schlicht aussteigen.

Das Wichtigste in Kürze

  • SFP+-Module für 10-Gigabit-Ethernet über Kupfer erzeugen spürbar Wärme und können bei Hitze ausfallen.
  • Es gibt zwei Generationen dieser Module, eine ältere mit Marvell-Chip und eine neuere mit Broadcom-Chip.
  • Ein guter Anhaltspunkt: ältere Module sind oft bis 30 Meter spezifiziert, neuere bis 100 Meter.
  • Giles Thomas tauschte ein überhitzendes Marvell-Modul gegen ein Broadcom-Modul, das sich besser verhält.

Warum überhitzen die kleinen Module?

Ein metallisches SFP-Modul brennt mit offener Flamme auf einer weißen Oberfläche
Marvell-SFP+-Modul überhitzt bei 10-Gigabit-Netzwerkverbindung; Wechsel zu Broadcom-Modul reduziert Wärmestau im winzigen Stecker

Die Wärme entsteht im Wandlerchip. Ein SFP+-Modul, das ein normales Netzwerkkabel auf 10 Gigabit bringt, steckt viel Rechenarbeit in einen winzigen Stecker, und genau dort sammelt sich die Hitze. Bei Thomas zeigte ein Marvell-basiertes Modul Überhitzungsprobleme, wie es einige Fachleute vorab erwartet hatten.

Der Wechsel auf ein Broadcom-basiertes Modul brachte spürbare Besserung, auch wenn sich der Effekt nicht mit letzter Sicherheit beziffern lässt. Die Erfahrung deckt sich mit Hinweisen aus Fachforen, wonach die neuere Generation thermisch günstiger ausgelegt ist.

Woran erkenne ich das richtige Modul?

Ein Drweb SFP+ 10GBASE-T Transceiver auf weißem Grund
WLAN-Module mit Marvell-Chip erreichen bis 30 Meter Reichweite, neuere Broadcom-Chips bis 100 Meter. Die Reichweitenangabe im Datenblatt zeigt die Gerätegeneration an

Ein einfacher Anhaltspunkt hilft bei der Auswahl. Ältere Module mit Marvell-Chip sind meist bis 30 Meter Reichweite spezifiziert, die neueren mit Broadcom-Chip bis 100 Meter. Die Reichweitenangabe im Datenblatt verrät also indirekt, welche Generation im Modul steckt.

Thomas weist darauf hin, dass auch andere Module in seinem Aufbau wohl noch zur älteren Bauart gehören, weil sie nur bis 30 Meter reichen. Ein Austausch lohnt sich vor allem dann, wenn im Sommer Probleme auftreten. Wer seine Infrastruktur ohnehin durchgeht, findet in unseren Tipps für Webentwickler weitere Bausteine für eine saubere Umgebung.

Beim Heimnetz scheitert es selten an der Bandbreite und oft an der Wärme. Ein heißes Modul, das im Hochsommer aussteigt, kostet mehr Nerven als jede Messung. Wer auf 10 Gigabit geht, sollte die Kühlung von Anfang an mitdenken.

— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web

Was heißt das für die Praxis?

Ein SFP+-Transceiver mit Sonnenbrille und Rauchschwaden steht auf weißem Grund
SFP+-Module mit korrekter Reichweitenangabe und optional Kühlkörper verhindern Ausfälle bei Temperaturanstieg

Der Aufwand bleibt überschaubar, wenn man die richtige Wahl früh trifft. Bei der Anschaffung neuer SFP+-Module lohnt der Blick auf die Reichweitenangabe als Hinweis auf die Chip-Generation, dazu im Zweifel ein kleiner Kühlkörper. So vermeiden Sie Ausfälle, bevor die Temperaturen steigen.

Für kleine Büros und Heim-Server, die auf 10 Gigabit aufrüsten, ist das eine günstige Versicherung gegen sommerliche Aussetzer. Die Episode ist ein gutes Beispiel dafür, wie viel handfeste Technik hinter einem scheinbar simplen Netzwerk-Upgrade steckt. Wie zählebig bewährte Netzwerk-Grundlagen sind, zeigt unser Rückblick auf alte Technologien, die das Internet bis heute tragen.

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