Veo in Google Ads bringt Bewegung in Ihre Kampagnen, ohne dass Sie eine Videoschnitt-Software öffnen müssen. Das leistungsstärkste generative Videomodell von Google sitzt jetzt direkt im Asset-Studio und verwandelt vorhandene Bilder in kurze Clips für YouTube.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenFür YouTube brauchen Sie eigentlich viele Formate: Shorts im Hochkantformat, In-Stream-Anzeigen im Querformat, dazu ständig frische Motive. Genau diese Fleißarbeit nimmt Ihnen das Modell ab, indem aus einem einzigen Foto mehrere Videovarianten entstehen.
Was ist Veo in Google Ads?

Veo ist das generative Videomodell von Google, das seit Kurzem im Asset-Studio von Google Ads steckt. Das Werkzeug nimmt ein statisches Bild und animiert daraus einen kurzen Clip, den Sie ohne Umweg über externe Programme in Ihre Kampagne einbauen. Am Ende steht ein fertiges Video-Creative, das Google automatisch auf die passenden Seitenverhältnisse für YouTube zuschneidet. Kombiniert mit dem Bildmodell Nano Banana Pro erzeugen Sie sogar das Ausgangsbild gleich im selben Fenster.
Wie funktioniert Veo in Google Ads?

Der Weg zum fertigen Video führt komplett über das Asset-Studio. Von der Bildauswahl bis zum Upload auf Ihren YouTube-Kanal brauchen Sie fünf Schritte, und keiner davon verlangt Vorkenntnisse im Schnitt.
Schritt 1: Asset-Studio öffnen
Klicken Sie in Google Ads oben auf das Werkzeugsymbol und wählen Sie das Asset-Studio, dort die Asset-Bibliothek. In dieser Bibliothek liegen alle Ihre Bilder, Logos und Videos an einem Ort.
Schritt 2: Ausgangsbild wählen oder generieren
Als Ausgangspunkt greifen Sie auf ein vorhandenes Bild aus der Bibliothek zurück, laden ein neues hoch oder erzeugen mit Nano Banana Pro direkt ein passendes Motiv. Für eine bestimmte Zielgruppe tauschen Sie zum Beispiel den Hintergrund aus und sprechen so Fitness- statt Kunstfans an.
Schritt 3: Video mit Veo erstellen
Bewegen Sie den Mauszeiger auf das gewählte Bild und starten Sie über Video mit Veo erstellen die Generierung. Das Modell rechnet nun im Hintergrund und legt mehrere Sekunden Bewegung auf Ihr Standbild.
Schritt 4: Format und Feinschliff festlegen
Für YouTube-Shorts wählen Sie das Hochkantformat 9:16, für In-Stream-Anzeigen das Querformat 16:9. Nach der Generierung ergänzen Sie bei Bedarf ein Voiceover, das Google aus Ihrem Text erzeugt und in verschiedenen Stimmen anbietet.
Schritt 5: Vorschau prüfen und hochladen
Sehen Sie sich das Ergebnis im Storyboard an, das die fertigen Szenen zeigt. Passt der Clip, laden Sie ihn auf einen YouTube-Kanal hoch, der mit Ihrem Brand-Konto verknüpft sein muss. Das fertige Video landet danach automatisch in der Asset-Bibliothek und steht für Ihre nächste Demand-Gen- oder Performance-Max-Kampagne bereit.
Wofür lohnt sich Veo für Ihre YouTube-Kampagnen?

YouTube belohnt Werbetreibende, die viele frische Formate liefern, und genau hier setzt Veo an. Nach Angaben von Google erzielen Kampagnen, die Video- und Bild-Assets statt reiner Video-Assets nutzen, im Schnitt 20 % mehr Conversions bei gleichem Cost-per-Action. Ob diese Zahl in Ihrem Konto ankommt, hängt allerdings von Ihrer Zielgruppe und Ihren Creatives ab, nicht vom Modell allein.
Der größte Hebel liegt bei YouTube Shorts. Aus einem Querformat-Foto entsteht mit wenigen Klicks ein vertikaler 9:16-Clip, und Sie bespielen ein Umfeld, das sonst eigene Hochkant-Produktion verlangt. Für Demand-Gen-Kampagnen empfiehlt Google mindestens drei Videos, um Markenbekanntheit und Kaufabsicht spürbar zu heben.
Veo nimmt kleinen Teams die halbe Videoproduktion ab, aber die Idee hinter dem Clip liefert kein Modell frei Haus. Wer im Asset-Studio nur auf den Knopf drückt, bekommt am Ende Bewegung ohne Botschaft.
— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Was sollten Sie bei Veo in Google Ads beachten?

Ein automatisch erzeugtes Video ersetzt keine durchdachte Kampagnenstruktur. Prüfen Sie jeden Clip vor dem Upload auf Markenkonformität, denn generative Modelle setzen Ihr Motiv gelegentlich anders um als gedacht. Google weist außerdem darauf hin, dass die KI-Kennzeichnung in den Werbeprodukten keine Rechtssicherheit garantiert, weshalb Sie lokale Vorgaben zur Kennzeichnung selbst im Blick behalten.
Wollen Sie mehr Kontrolle über Prompt, Schnitt und Kamerafahrten, führt der Weg zu Flow, dem KI-Filmwerkzeug von Google. Das Asset-Studio ist der Express-Schalter am Bahnhof, Flow das Reisebüro mit Beratung: schneller Clip gegen fein justierte Produktion. Für die meisten Kampagnen reicht der Express-Schalter locker.