Apple hat auf der WWDC26 die runderneuerte Siri AI vorgestellt. Auf iPhone und iPad in der EU startet die Funktion allerdings nicht zum Marktstart, weil der Digital Markets Act dazwischenfunkt. Für Apple-Flotten im DACH-Raum verschiebt sich damit die spannendste KI-Neuerung des Jahres.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenDie WWDC26 drehte sich fast vollständig um Siri AI, den größten Umbau des Sprachassistenten seit über einem Jahrzehnt. Apple zeigte am 8. Juni in Cupertino, was die neue Siri kann, und nannte im selben Atemzug eine unbequeme Einschränkung für den europäischen Markt. Zwei Jahre nach dem ersten, nie ausgelieferten Siri-Versprechen wird die Sache jetzt konkret.
Das Wichtigste in Kürze
- Siri AI versteht persönlichen Kontext, liest den Bildschirminhalt und führt Aktionen über mehrere Apps hinweg aus.
- Eine eigene Siri-App speichert den Gesprächsverlauf und synchronisiert ihn über iCloud.
- In der EU starten iPhone und iPad ohne Siri AI; Mac, Apple Watch und Vision Pro erhalten die Funktion.
- Entwickler-Betas laufen ab sofort, die öffentliche Beta folgt im Juli, der finale Rollout im Herbst.
Was kann Siri AI jetzt wirklich?

Persönlicher Kontext. Siri AI durchsucht Nachrichten, E-Mails und Fotos und kombiniert die Treffer zu einer Antwort. Die Assistentin erfasst, was gerade auf dem Bildschirm zu sehen ist, holt bei Bedarf aktuelle Informationen aus dem Web und erledigt Aufgaben quer durch installierte Apps. Eine eigene Siri-App bündelt all das an einem Ort und hält den Gesprächsverlauf per iCloud geräteübergreifend synchron.
Unter der Haube arbeitet ein maßgeschneidertes Modell auf Basis von Google Gemini, das Apple seit Januar einkauft. Für die Praxis zählt: Siri AI startet zunächst auf Englisch, weitere Sprachen und damit Deutsch sollen rasch folgen. Die übrigen Apple-Intelligence-Funktionen sprechen von Beginn an Deutsch.
Warum bleibt das EU-iPhone außen vor?

Der DMA als Bremse. Apple verweist auf den Digital Markets Act: Auf iOS 27 und iPadOS 27 kommt Siri AI in der EU vorerst nicht, weil die Auflagen zum Zusammenspiel mit fremden Assistenten ungelöst sind. Mac, Apple Watch und Vision Pro erhalten Siri AI dagegen auch in der EU, sofern die Sprache unterstützt wird. In China bleibt das Paket aus regulatorischen Gründen komplett außen vor. Apple nennt die Einschränkung in der offiziellen WWDC26-Mitteilung.
Für deutsche Unternehmen ist das die eigentliche Nachricht des Tages. Das meistgenutzte Gerät im Fuhrpark, das iPhone, bleibt bei der prominentesten KI-Funktion zunächst auf dem Stand von iOS 26. Ein konkreter Starttermin für die EU-iPhones fehlt.
Was ändert sich sonst auf den Apple-Geräten?

Mehr als nur Siri. Eltern erhalten deutlich granularere Kindersicherungen: Kinder-Accounts schalten altersgerechte Schutzfunktionen systemweit frei, jeder neue Kontakt lässt sich freigabepflichtig machen, und Zeitbudgets gelten getrennt für Unterhaltung, Spiele und soziale Medien. Apple hat dafür eine eigene Informationsseite gestartet.
Unter der Oberfläche legt Apple beim Tempo nach. Apps starten bis zu 30 % schneller, und auch Fotos erscheinen nach der Aufnahme bis zu 70 % zügiger. AirDrop wiederum überträgt laut Apple bis zu 80 % schneller als bisher. Das Designthema Liquid Glass lässt sich per Regler von glasklar bis voll eingefärbt anpassen.
Für Entwickler bringt Xcode neben Apples eigenen Modellen auch Coding-Agenten von Anthropic, Google und OpenAI in den Arbeitsablauf. Damit lässt sich künftig direkt mit Claude oder Gemini in der Apple-Entwicklungsumgebung bauen.
Für IT-Verantwortliche im DACH-Raum heißt das konkret: Die öffentliche Beta im Juli eignet sich, um Siri AI auf Mac und Apple Watch zu testen, während iPhone-Flotten vorerst außen vor bleiben. Prüfen Sie die Gerätekompatibilität, denn Apple Intelligence setzt mindestens iPhone 15 Pro oder ein M1-Gerät voraus. Der LLMs-Ratgeber von Dr. Web hilft bei der Einordnung, welche Assistenz-Modelle sich für interne Prozesse lohnen.
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