
KI: Jobkiller oder Jobmotor? Beides stimmt.
Michael Dobler
Autor Dr. WebDie Künstliche Intelligenz verändert den Arbeitsmarkt radikal. Wer jetzt handelt, gewinnt. Wer abwartet, verliert den Anschluss.
Das Wichtigste in Kürze
- 27 Prozent der deutschen Unternehmen erwarten laut ifo Institut, dass KI in den kommenden fünf Jahren Arbeitsplätze abbauen wird. Besonders betroffen: Industrie mit 37,3 Prozent.
- Gleichzeitig entstehen neue Berufsfelder. In Deutschland fehlen aktuell 109.000 IT-Fachkräfte, Tendenz steigend.
- Nur 46 Prozent der deutschen Arbeitnehmer verfügen über die nötigen Fähigkeiten für zukünftige Arbeitsplatzanforderungen.
- Seit Februar 2025 sind Arbeitgeber durch die EU-KI-Verordnung verpflichtet, Beschäftigte im Umgang mit KI-Tools weiterzubilden.

Wie verändert KI den deutschen Arbeitsmarkt wirklich?
KI-Auswirkungen auf Arbeitsplätze nach Branchen
Anteil der Unternehmen, die durch KI in den nächsten 5 Jahren Stellenabbau erwarten
Höchste Betroffenheit durch Automatisierung von Produktionsprozessen
Automatisierung von Lager-, Kassen- und Kundensystemen
Callcenter und Kundenservice besonders im Fokus
Geringste Betroffenheit durch hohen Anteil körperlicher Arbeit
Die Schlagzeilen überschlagen sich: Massenentlassungen durch KI hier, Fachkräftemangel dort. Was stimmt denn nun? Die ernüchternde Antwort: Beides. Der Arbeitsmarkt spaltet sich gerade in Gewinner und Verlierer. Die entscheidende Variable ist nicht die Technologie selbst, sondern Ihre Bereitschaft zur Anpassung.
Das Weltwirtschaftsforum prognostiziert bis 2027 den Wegfall von 83 Millionen Arbeitsplätzen weltweit. Gleichzeitig sollen 69 Millionen neue Stellen entstehen. Für Deutschland rechnet das ifo Institut damit, dass rund 27 Prozent der Unternehmen in den kommenden fünf Jahren Stellen abbauen werden. Betroffene Firmen kalkulieren mit einem durchschnittlichen Rückgang ihrer Belegschaft um acht Prozent.
Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, bremst allerdings die Panik: Unternehmen loten derzeit aus, in welchen Feldern KI Produktivitätsgewinne bringt. Bis sich das in messbare Effekte auf dem Arbeitsmarkt übersetzt, dauert es noch einige Jahre.
Welche Branchen trifft es am härtesten?
Die Industrie steht unter besonderem Druck. Mehr als ein Drittel der Industrieunternehmen (37,3 Prozent) rechnet mit Stellenabbau durch KI. Im Einzel- und Großhandel sind es knapp 30 Prozent. Das Bauhauptgewerbe hingegen zeigt sich mit nur 12,3 Prozent deutlich weniger besorgt.

Besonders Callcenter und Kundenservice erleben gerade einen fundamentalen Wandel. Marie-Christine Fregin von der Universität Maastricht prognostiziert sinkende Beschäftigung in diesem Wirtschaftszweig. KI-gestützte Voicebots übernehmen bereits heute Routineanfragen rund um die Uhr. Die Kosten liegen bei etwa der Hälfte eines menschlichen Mitarbeiters.
Callcenter im Wandel: weniger Jobs, aber bessere Bezahlung
Die Ökonomin rechnet damit, dass KI nicht nur einfache, sondern auch komplexe Dienstleistungen übernehmen kann. Sogenannte KI-Agenten können Formulare senden, mit anderen Abteilungen kommunizieren und sogar Kunden aktiv anrufen, um Produkte zu vertreiben.
Die gute Nachricht: Wer im Kundenservice bleibt, wird wahrscheinlich besser bezahlt. Künftig arbeiten dort weniger, dafür höher qualifizierte Menschen. Sie übernehmen komplexere Aufgaben, weil die einfachen automatisiert sind.
Vertrieb und Sales: Unterstützung statt Ersatz
Im Vertrieb sieht die Lage differenzierter aus. KI übernimmt hier vor allem die zeitaufwändige Datenanalyse und das Reporting. Das schafft Raum für qualifizierte Beratung. Präzisere Kundenanalysen unterstützen Verkaufsgespräche mit wertvollen Einblicken.
Unternehmen, die KI strategisch in Vertrieb und Kundenservice integrieren, erzielen spürbare Effizienzgewinne. Die Liefertreue kann durch KI-gestützte Arbeitspläne um zehn Prozent gesteigert werden. Proaktiver Service erhöht die Kundenzufriedenheit.
Der Schlüssel liegt darin, KI nicht als Ersatz für menschliche Kompetenz zu verstehen, sondern als intelligente Ergänzung. Wer diesen Paradigmenwechsel verpasst, wird zum Opfer der Transformation.
Warum bleibt der KI-Jobboom in Deutschland aus?
Trotz des KI-Hypes stagniert das Stellenangebot für KI-Berufe in Deutschland seit 2022. Eine gemeinsame Studie der Bertelsmann Stiftung und des Instituts der Deutschen Wirtschaft zeigt: Zwischen 2019 und 2022 hat sich die Zahl der Online-Stellenanzeigen mit KI-Bezug zwar fast verdoppelt. Doch das machte nur 1,5 Prozent aller ausgeschriebenen Stellen aus.
Besonders alarmierend: 64 Prozent der Unternehmen sehen sich laut Bitkom als KI-Nachzügler. Weitere 22 Prozent meinen sogar, sie hätten den Anschluss bereits verloren. Fast drei Viertel der Unternehmen geben an, ihnen fehle das nötige Wissen, um KI überhaupt anwenden zu können.
Das Paradox: Wissen fehlt, aber Weiterbildung bleibt aus
Die Möglichkeit der Qualifizierung bestehender Mitarbeiter bleibt weitgehend ungenutzt. Nur jedes fünfte Unternehmen, das KI einsetzt, hat den Großteil seiner Beschäftigten im Umgang damit weitergebildet. Fast die Hälfte ermöglicht gar keine Schulungen.
Hannes Ametsreiter, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung, warnt: Die wirtschaftlichen Chancen von KI werden in Deutschland noch nicht genutzt. Unternehmen müssen ihre Geschäftsmodelle auf den Prüfstand stellen. Dazu braucht es Investitionen in die Kompetenz der Mitarbeitenden.
Wie groß ist die Qualifikationslücke?
Nur 46 Prozent der deutschen Arbeitnehmer verfügen laut Studien über die nötigen Fähigkeiten für zukünftige Arbeitsplatzanforderungen. Diese Qualifikationslücke ist eine der größten Herausforderungen des KI-Zeitalters.

59 Prozent der deutschen Arbeitnehmer gehen davon aus, dass KI den Bedarf an menschlicher Arbeitskraft reduzieren wird. Diese Einschätzung führt jedoch nicht automatisch zu mehr Eigeninitiative bei der Weiterbildung. Die Weiterbildungsquote in Deutschland liegt bei moderaten 5,8 Prozent unter den 25- bis 64-Jährigen.
Nur jeder Zweite ist auf die neue Arbeitswelt vorbereitet
Fähigkeit zum Einsatz von KI in großem Maßstab
Fachwissen für verantwortungsvolle KI und Compliance
Übersetzung von Geschäftsanforderungen in KI-Lösungen
Entwicklung von KI-Modellen und Grundlagenwissen
Die EU-KI-Verordnung verpflichtet Arbeitgeber, Beschäftigten ausreichende KI-Kompetenz zu ermöglichen. Nutzen Sie diesen Hebel für Ihre Weiterbildung!
Die wichtigsten fehlenden KI-Kompetenzen
Zu den Bereichen, in denen KI-Kenntnisse am stärksten fehlen, gehören:
- Fähigkeit zum Einsatz von KI in großem Maßstab (30 Prozent)
- Fachwissen in verantwortungsvoller KI und Compliance (29 Prozent)
- Übersetzung von Geschäftsanforderungen in KI-Lösungen (28 Prozent)
- Entwicklung von KI-Modellen und grundlegende KI-Kenntnisse (27 Prozent)
Eine Studie von Gartner prognostiziert, dass bis 2030 rund 75 Prozent der Unternehmen aufgrund eines Mangels an KI-Fachkräften mit Disruptionen konfrontiert sein werden. Die Uhr tickt.
Welche neuen Jobs entstehen durch KI?
Während traditionelle Berufe unter Druck geraten, wächst die Nachfrage nach KI-Spezialisten explosionsartig. Sieben der zehn am schnellsten wachsenden IT-Jobs sind laut einer aktuellen Studie inzwischen KI-Positionen.
Besonders gefragt sind:
| Berufsfeld | Wachstum |
|---|---|
| AI Risk & Governance Specialists | +234 Prozent |
| Natural Language Processing Engineers | +186 Prozent |
| AI/ML Engineers | +145 Prozent |
Insgesamt umfassen bereits 78 Prozent aller untersuchten IT-Rollen KI-bezogene Anforderungen. Auch Digital-Marketing-, Finanz- und Lernentwicklungs-Spezialisten gewinnen an Bedeutung, da sie als Schnittstellenrollen im KI-Ökosystem agieren.
In Deutschland fehlen aktuell rund 109.000 IT-Fachkräfte. Das sind zwar weniger als 2023 mit 149.000 offenen Stellen. Doch 85 Prozent der Unternehmen beklagen weiterhin einen Mangel. 79 Prozent erwarten sogar, dass sich der IT-Fachkräftemangel verschärfen wird.
42 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass KI für zusätzlichen Bedarf an IT-Fachkräften sorgen wird. 42 Prozent erwarten, dass durch KI neue Berufsbilder in der IT entstehen. Ein Viertel der Unternehmen rechnet damit, dass IT-Fachkräfte ohne KI-Wissen künftig nicht mehr nachgefragt werden.

Was bedeutet die KI-Verordnung für Arbeitgeber?
Seit dem 2. Februar 2025 gilt Artikel 4 der europäischen KI-Verordnung. Arbeitgeber müssen seitdem sicherstellen, dass ihre Beschäftigten, die KI-Systeme betrieblich nutzen, über ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz verfügen. Das gilt nicht nur für Hoch-Risiko-KI, sondern für alle KI-Systeme am Arbeitsplatz.
Diese Neuregelung kann ein Hebel für betriebliche Interessenvertretungen sein, um auf KI-Schulungskonzepte zu drängen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund empfiehlt Arbeitnehmern, diese Chance aktiv zu nutzen.
Förderung durch das Qualifizierungschancengesetz
Was viele nicht wissen: Von der Weiterbildungsförderung durch das Qualifizierungschancengesetz profitieren sowohl Arbeitgeber als auch Beschäftigte. Der Staat stellt vielfältige Fördermöglichkeiten für Unternehmen zur Verfügung.
Zu den wichtigsten Fördermitteln gehören:
- Bildungsgutschein für Arbeitsuchende
- Aufstiegs-BAföG für berufliche Aufstiegsqualifikationen
- AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein)
- Qualifizierungschancengesetz für Beschäftigte
Kontaktieren Sie frühzeitig die lokale Agentur für Arbeit für eine individuelle Bildungszielplanung.
Lesetipps:
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Welche Weiterbildung lohnt sich im KI-Zeitalter?
Die Berufsaussichten im digitalen Marketing gelten als ausgezeichnet. Online Marketing Manager gehören laut Bundesverband Digitale Wirtschaft zu den am meisten gesuchten Fachkräften in Deutschland. Das durchschnittliche Gehalt liegt zwischen 40.000 und 48.000 Euro brutto jährlich. Senior-Positionen erreichen 60.000 bis 68.000 Euro.
Der große Vorteil: Eine klassische Ausbildung ist nicht zwingend erforderlich. Der Einstieg erfolgt häufig über ein Studium in BWL, Marketing oder Medienwissenschaften. Aber auch Quereinsteiger mit gezielter Weiterbildung haben ausgezeichnete Chancen.
Online Marketing Manager: Ein Beruf mit Zukunft
Zu den zentralen Aufgaben gehören Kampagnenplanung, Content-Optimierung, Webanalyse, Reportings und die Pflege digitaler Kanäle. Das Berufsbild ist dynamisch, da sich Algorithmen, Tools und Nutzerverhalten stetig verändern. Lebenslanges Lernen gehört zum Arbeitsalltag.
Eine Weiterbildung als Online Marketing Manager vermittelt praxisrelevante Kenntnisse in SEO, SEA, Content Marketing, Social Media und Webanalyse. Solche Kurse können berufsbegleitend absolviert werden und lassen sich häufig zu 100 Prozent per Bildungsgutschein finanzieren.
Der Beruf eignet sich besonders für Menschen, die Spaß daran haben, mit anderen zu kommunizieren, kreativ zu arbeiten und sich ständig in neue Themen einzuarbeiten. KI-Tools werden dabei zunehmend zum Werkzeug, das die eigene Arbeit effizienter macht.
Wie sollten Unternehmen auf den KI-Wandel reagieren?
Unternehmen, die KI strategisch implementieren, erzielen spürbare Effizienzgewinne. Doch 43 Prozent der mittelständischen Unternehmen verfügen bislang über keine konkrete KI-Strategie. Als Hindernisse nennen Unternehmen mangelndes Wissen über Einsatzbereiche (27 Prozent), Fachkräftemangel (14 Prozent), unzureichende Weiterbildungen (12 Prozent) sowie rechtliche Unsicherheiten (21 Prozent).
Fünf Handlungsempfehlungen für Entscheider
Investieren Sie in Weiterbildung
Nicht nur für die IT-Abteilung, sondern für alle Mitarbeitenden, die mit KI-Tools arbeiten. Das ist seit Februar 2025 ohnehin gesetzlich vorgeschrieben.
Entwickeln Sie eine KI-Strategie
Identifizieren Sie konkrete Einsatzbereiche, in denen KI Routineaufgaben übernehmen kann. Das meistgenannte Ziel des KI-Einsatzes ist die Befreiung von Routinearbeiten. 84,5 Prozent der Unternehmen verfolgen dieses Ziel.
Nutzen Sie Fördermöglichkeiten
Das Qualifizierungschancengesetz ermöglicht Zuschüsse für Weiterbildungen. Informieren Sie sich bei der Arbeitsagentur über konkrete Programme für Ihr Unternehmen.
Schaffen Sie digitale Voraussetzungen
Unternehmen müssen ihre digitale Infrastruktur verbessern, um KI wirksam einsetzen zu können.
Kommunizieren Sie transparent
Mitarbeitende fürchten den Jobverlust. Zeigen Sie Umschulungswege auf und betonen Sie die Chancen der Aufgabentransformation statt Stellenabbau.
Was können Arbeitnehmer tun, um KI-sicher zu werden?
Die gute Nachricht für Arbeitnehmer: KI ersetzt nicht den menschlichen Faktor, sondern ergänzt ihn intelligent. Trotz des technologischen Fortschritts bleiben klassische Soft Skills entscheidend. Führung, Problemlösung, Zusammenarbeit und Kommunikation sind Fähigkeiten, die keine KI vollständig ersetzen kann.
Konkrete Schritte für Ihre Karrieresicherung
Eignen Sie sich KI-Grundkenntnisse an. Sie müssen kein Programmierer werden. Aber verstehen Sie, wie KI-Tools wie ChatGPT funktionieren und wie sie Ihre Arbeit unterstützen können.
Spezialisieren Sie sich. Generalisten geraten stärker unter Druck als Spezialisten mit Nischenexpertise. Wählen Sie einen Bereich, in dem Sie echte Tiefe entwickeln können.
Fordern Sie Weiterbildung ein. Ihr Arbeitgeber ist seit Februar 2025 gesetzlich verpflichtet, KI-Schulungen anzubieten, wenn Sie mit KI-Tools arbeiten. Nutzen Sie diesen Hebel.
Bauen Sie digitale Kompetenzen aus. Egal ob Webanalyse, Content-Erstellung oder Datenauswertung: Digitale Fähigkeiten sind in nahezu jedem Beruf gefragt.
Bleiben Sie lernbereit. Die Halbwertszeit von Wissen sinkt rapide. Wer aufhört zu lernen, fällt zurück. Wer kontinuierlich dazulernt, bleibt relevant.

Fazit: Gestalten statt abwarten
KI ist weder reiner Jobkiller noch purer Jobmotor. Sie ist ein Transformator, der den Arbeitsmarkt grundlegend verändert. Wer sich anpasst, profitiert. Wer abwartet, riskiert den Anschluss.
Die Qualifikationslücke ist die größte Herausforderung. Nur 46 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sind auf die neue Arbeitswelt vorbereitet. Gleichzeitig bilden zu wenige Unternehmen ihre Mitarbeitenden weiter. Diese Diskrepanz wird zum Risiko für den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Die Lösung liegt in Weiterbildung. Ob Sie gerade im Kundenservice, Vertrieb oder Marketing arbeiten: Bauen Sie Ihre digitalen und KI-bezogenen Kompetenzen aus. Nutzen Sie staatliche Fördermöglichkeiten. Fordern Sie Schulungen von Ihrem Arbeitgeber ein.
Die KI-Revolution wartet nicht. Wer jetzt handelt, gestaltet seine berufliche Zukunft aktiv mit. Alle anderen werden gestaltet.
FAQ

Werden durch KI mehr Jobs vernichtet oder geschaffen?
Global betrachtet entsteht ein positiver Nettoeffekt. Das Weltwirtschaftsforum prognostiziert bis 2027 den Wegfall von 83 Millionen Jobs bei gleichzeitiger Entstehung von 69 Millionen neuen Stellen. In Deutschland erwartet das ifo Institut bei 27 Prozent der Unternehmen Stellenabbau. Für Deutschland werden allerdings auch 2,3 Millionen neue Arbeitsplätze in technologieorientierten Bereichen prognostiziert.
Welche Berufe sind durch KI besonders gefährdet?
Routinetätigkeiten in Verwaltung, Callcentern und industrieller Fertigung stehen unter dem größten Druck. Im Industriesektor rechnen 37,3 Prozent der Unternehmen mit Stellenabbau. Im Einzel- und Großhandel sind es knapp 30 Prozent. Körperliche Berufe wie Handwerk oder Landwirtschaft haben hingegen ein deutlich geringeres Automatisierungsrisiko.
Müssen Arbeitgeber KI-Schulungen anbieten?
Ja. Seit dem 2. Februar 2025 gilt Artikel 4 der europäischen KI-Verordnung. Arbeitgeber müssen sicherstellen, dass Beschäftigte, die KI-Systeme betrieblich nutzen, über ausreichende KI-Kompetenz verfügen. Das gilt für alle KI-Systeme am Arbeitsplatz, nicht nur für Hochrisiko-Anwendungen.
Wie kann ich mich auf die KI-Arbeitswelt vorbereiten?
Eignen Sie sich KI-Grundkenntnisse an und verstehen Sie, wie Tools wie ChatGPT funktionieren. Spezialisieren Sie sich in einem Bereich mit Zukunftspotenzial. Nutzen Sie Weiterbildungsangebote und staatliche Förderungen wie den Bildungsgutschein. Bauen Sie digitale Kompetenzen und Soft Skills wie Problemlösung, Kommunikation und Führung aus.
Welche Weiterbildungen lohnen sich im KI-Zeitalter?
IT-Berufe mit KI-Bezug verzeichnen das stärkste Wachstum. Aber auch Schnittstellenberufe wie Online Marketing Manager, Datenanalysten oder Digital-Strategen sind stark gefragt. Wichtig sind Kompetenzen in Bereichen wie Datenanalyse, KI-Anwendung, Cybersecurity und digitale Kommunikation. Weiterbildungen können oft zu 100 Prozent durch Bildungsgutscheine finanziert werden.
Wie viel verdient man im Online Marketing?
Das durchschnittliche Gehalt eines Online Marketing Managers liegt bei 40.000 bis 48.000 Euro brutto jährlich. Junior-Positionen starten bei etwa 32.000 bis 36.000 Euro. Senior Online Marketing Manager mit Erfahrung erreichen 60.000 bis 68.000 Euro. Die Gehälter variieren stark nach Branche, Unternehmensgröße und Region.
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