Artikel teilen

Ein Spitzenplatz bei Google bringt heute deutlich weniger Besucher als vor zwei Jahren. Ahrefs hat 300.000 Suchbegriffe ausgewertet: Stand über den Treffern eine AI Overview, also Googles KI-Zusammenfassung, sank die Klickrate auf Platz eins von 7,3 auf 1,6 Prozent. Rechnet man den allgemeinen Rückgang heraus, bleibt ein Minus von 58 Prozent.[1]

Ein Klick · kostenlosDr. Web bei Google bevorzugenMarkieren Sie drweb.de als bevorzugte Quelle. Dann sehen Sie unsere Artikel öfter unter den Top-Meldungen.Jetzt hinzufügen
Inhalt 8 Abschnitte
  1. Warum bricht die Klickrate so stark ein?
  2. Was hat Sundar Pichai über die Zukunft der Suche gesagt?
  3. Wie unterscheidet sich der KI-Modus von der klassischen Suche?
  4. Was ist WebMCP, und wie weit ist der Standard?
  5. Welche SEO-Hebel wirken 2026 noch?
  6. Was sollten Sie jetzt konkret tun?
  7. Glossar: Begriffe zur Agentic Search
  8. FAQ: Ist Agentic Search das Ende klassischer SEO?

Hinter dem Einbruch steht ein Umbau, den Googles Konzernchef Sundar Pichai im April 2026 selbst beschrieben hat: die Agentic Search, eine Suche, in der KI-Agenten Aufgaben erledigen, statt Trefferlisten auszugeben. Der Traffic schwindet also nicht wegen schlechter Suchmaschinenoptimierung, sondern weil sich die Suche selbst verändert.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • AI Overviews haben die Klickrate auf Platz eins laut Ahrefs binnen zwei Jahren um 58 Prozent gedrückt. Im KI-Modus von Google verlassen rund 93 Prozent der Nutzer die Google-Oberfläche nicht mehr.
  • Sundar Pichai beschreibt die Google-Suche künftig als „Agent Manager“, der Aufgaben erledigt, statt Ergebnislisten zu liefern.
  • WebMCP soll Websites erlauben, ihre Funktionen maschinenlesbar anzubieten. Seit Chrome 149 läuft der Standard als Origin Trial, einer zeitlich begrenzten Testphase, die Website-Betreiber für ihre Besucher freischalten.
  • In KI-Antworten zitiert werden vor allem Quellen mit erkennbarer Expertise, strukturierten Daten und einer bekannten Marke.

Warum bricht die Klickrate so stark ein?

Wegweiser mit „Suche 2026“ und Pfeilen auf weißem Grund
Klickrate auf erste organische Suchergebnisse bei AI Overviews von 7,3 auf 1,6 Prozent gesunken

Mehrere unabhängige Messungen kommen zum selben Ergebnis. Ahrefs verglich im Dezember 2025 die Klickrate auf den ersten organischen Treffer mit dem Stand vom Dezember 2023, je 150.000 Suchbegriffe mit und ohne AI Overview. Bei Begriffen mit KI-Zusammenfassung fiel sie von 7,3 auf 1,6 Prozent.[1]

Das Pew Research Center beobachtete im März 2025 rund 900 Erwachsene in den USA bei mehr als 68.000 echten Suchen. Ohne KI-Zusammenfassung klickten die Nutzer bei 15 Prozent der Suchen auf einen Treffer, mit Zusammenfassung bei 8 Prozent.[2] Wie sich das auf Googles Werbeeinnahmen auswirkt, hat Dr. Web gesondert untersucht.

Die Datenbank von Seer Interactive umfasst 25,1 Millionen organische Impressionen aus 3.119 Suchbegriffen. Bei Suchen mit AI Overview sank die organische Klickrate von Juni 2024 bis September 2025 von 1,76 auf 0,61 Prozent, bei Suchen ohne KI-Zusammenfassung von 2,74 auf 1,62 Prozent.[3]

Schon vor den KI-Antworten endete laut SparkToro mehr als jede zweite Google-Suche in den USA ohne Klick auf eine fremde Website, 2024 lag der Anteil bei 58,5 Prozent.[4] Für Verlage und Fachportale heißt das: Gute Rankings garantieren keinen Traffic mehr, zumal die KI dabei die Regeln des Rankings verändert.

Vier Studien, ein Befund: weniger Klicks
Klickrate organischer Treffer, wenn Google eine KI-Zusammenfassung zeigt
Ahrefs
7,3 → 1,6 %

Klickrate auf Platz eins bei Suchbegriffen mit AI Overview, Dezember 2023 und Dezember 2025.

Pew Research
15 → 8 %

Anteil der Suchen mit Klick auf einen Treffer, ohne und mit KI-Zusammenfassung, März 2025.

Seer Interactive
1,76 → 0,61 %

Organische Klickrate bei Suchen mit AI Overview, Juni 2024 und September 2025.

Amsive
−19,98 %

Klickrate bei Suchbegriffen ohne Markennamen, sobald eine AI Overview erscheint.

Ausnahme Markensuche: Laut Amsive stieg die Klickrate dort um 18,68 Prozent.
StudieDatenbasisBefundZeitraum
Ahrefs300.000 SuchbegriffeKlickrate auf Platz eins mit AI Overview von 7,3 auf 1,6 ProzentDez. 2023 und Dez. 2025
Pew Researchgut 68.000 Suchen von 900 ErwachsenenKlick auf einen Treffer bei 8 statt 15 Prozent der SuchenMärz 2025
Seer Interactive25,1 Mio. organische ImpressionenOrganische Klickrate mit AI Overview von 1,76 auf 0,61 ProzentJuni 2024 bis Sep. 2025
Amsive700.000 Suchbegriffe, 10 WebsitesKlickrate ohne Markennamen minus 19,98 Prozent2025

Was hat Sundar Pichai über die Zukunft der Suche gesagt?

Taktstock mit Schild
Pichai sieht die Google-Suche als Agent Manager, der viele Aufgaben zugleich steuert.

Im April 2026 sprach Sundar Pichai im Stripe-Podcast „Cheeky Pint“ mit John Collison und Elad Gil über die Suche. Viele reine Informationsanfragen würden in der Google-Suche künftig von KI-Agenten erledigt, sagte Pichai sinngemäß. Nutzer gäben Aufgaben ab und stießen viele Vorgänge gleichzeitig an.[5]

Die Google-Suche soll so zum „Agent Manager“ werden, der mehrere länger dauernde Aufgaben parallel koordiniert. Pichai zog mehrfach den Vergleich zu Googles Entwicklerwerkzeug Antigravity. Suchen heißt in dieser Logik nicht mehr, eine Ergebnisliste zu liefern, sondern ein Dutzend Aufträge zugleich zu bearbeiten und die Resultate zurückzumelden.

Einen Chatbot als Ersatz für die Suche plant Google nach Pichais Worten nicht. Klassische Suche und Gemini bestehen nebeneinander und entwickeln sich auseinander. Ein Teil der Nutzer bleibt bei der Trefferliste, die längeren und kommerziell wertvolleren Anfragen wandern in den KI-Modus. Genau diese Zweiteilung setzt Verlage unter Druck, wie der Beitrag zum Kampf zwischen Sprachmodellen und Google zeigt.

Wie unterscheidet sich der KI-Modus von der klassischen Suche?

Ein Prisma bricht einen Lichtstrahl in mehrere auf, davor ein Schild „Fan-out 2026“
Der KI-Modus zerlegt eine Frage in viele Teilfragen und fasst die Antworten zusammen.

Der KI-Modus (AI Mode) läuft seit Ende Januar 2026 auf Gemini 3.[6] Er zerlegt eine Frage in viele Teilfragen, stellt sie parallel an Dutzende Quellen und fasst die Ergebnisse zu einer Antwort zusammen. Google nennt das Verfahren Query Fan-out. Die Quellen erscheinen nur als dezente Verweise neben dem Text.

Eine Frage wie „Welche Zeiterfassungssoftware passt zu einer Agentur mit 20 Leuten in Deutschland?“ löst so zehn bis zwanzig Teilanfragen aus. Das Modell prüft Preise, Datenschutz und Anbindungen, vergleicht Testberichte und gibt eine begründete Empfehlung. Der Nutzer klickt sich nicht mehr durch zehn Portale.

Seit dem 16. April 2026 öffnet der KI-Modus angeklickte Links in einem geteilten Fenster neben dem Dialog.[7] Google spricht von bequemerer Recherche. Für Website-Betreiber heißt das: Selbst beim Besuch ihrer Seite bleibt der Nutzer in der Google-Umgebung und kann jederzeit nachfragen.

SEO war ein Spiel um Rankings. Agentic Search macht daraus ein Spiel um Zitierbarkeit, und wer nicht in der KI-Antwort vorkommt, existiert nicht mehr.

Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Zitat teilen

In Deutschland, Österreich und der Schweiz antwortet der KI-Modus seit dem 8. Oktober 2025. Für die SEO-Strategie folgt daraus dreierlei:

  • Reine Informationssuchen liefern nur noch einen Bruchteil des früheren Traffics.
  • Kaufnahe Anfragen geraten ebenfalls unter die KI-Zusammenfassung, wie neue Zahlen von Semrush zeigen.
  • Sichtbarkeit entscheidet sich zunehmend in der KI-Antwort, nicht darunter.

Was ist WebMCP, und wie weit ist der Standard?

Oranges Kabel mit weißen Gehäusen und Etikett „WEBMCP 2026“ auf weißem Grund
WebMCP soll Websites ihre Funktionen direkt für KI-Agenten anbieten lassen.

Im Februar 2026 startete Google eine Testphase für WebMCP, das Web Model Context Protocol.[8] Der Standard entsteht in der Web Machine Learning Community Group des W3C. Seit Chrome 149 können Website-Betreiber ihn in einem zeitlich begrenzten Origin Trial für echte Besucher einschalten. In der stabilen Chrome-Version ist WebMCP noch nicht angekommen.[9]

Die Grundidee ist einfach. Bisher bedienen KI-Agenten Websites über Bildschirmfotos und den Seitenquelltext und müssen raten, welche Schaltfläche was bewirkt. WebMCP ersetzt das Raten durch eine klare Beschreibung: Die Website meldet maschinenlesbar, welche Funktionen sie anbietet, und der Agent ruft sie direkt auf.

Technisch stehen zwei Wege offen. Mit der deklarativen Schnittstelle beschreiben Entwickler Standardaktionen direkt in HTML-Formularen. Die imperative Schnittstelle arbeitet mit JavaScript und navigator.modelContext.registerTool() und eignet sich für mehrstufige Abläufe. Beide laufen im Browser, anders als das Model Context Protocol (MCP) von Anthropic, das auf dem Server arbeitet.

VentureBeat berichtete zum Start von rund 67 Prozent weniger Rechenaufwand gegenüber der Steuerung über Bildschirmfotos, weil strukturierte Daten statt Bilder übertragen werden.[10] Für SEO-Verantwortliche ähnelt der Schritt der Einführung strukturierter Daten: Wer Produktsuche, Supportanfrage oder Terminbuchung als Funktion für Agenten beschreibt, wird für Agenten bedienbar.

Welche SEO-Hebel wirken 2026 noch?

Vier weiße Hebel oben, ein oranger Hebel unten, Beschriftung
Markensuche, Zitierfähigkeit und strukturierte Daten behalten ihren Wert.

Klassische Suchmaschinenoptimierung ist nicht tot, aber ihr Wirkungsfeld schrumpft. Drei Bereiche entscheiden über die Sichtbarkeit. Der erste ist die Markensuche: Laut Amsive lösten nur 4,79 Prozent der Suchbegriffe mit Markennamen eine AI Overview aus, und wo eine erschien, stieg die Klickrate im Schnitt um 18,68 Prozent.[11]

Der zweite Bereich, die kaufnahen Anfragen, verliert seine Sonderstellung: Semrush zählte im August 2026 bei 88 Prozent von 400 kaufnahen Suchbegriffen in der US-Suche eine AI Overview, ein Jahr zuvor bei 46 Prozent.[12] Für Shops zählt deshalb immer mehr, in der Zusammenfassung als Quelle aufzutauchen.

Der dritte und wichtigste Hebel ist die Zitierfähigkeit. Laut Seer Interactive erzielten Marken, die eine AI Overview als Quelle nennt, rund 35 Prozent mehr organische und 91 Prozent mehr bezahlte Klicks als nicht genannte. Seer wertet das als Zusammenhang, nicht als Beweis für eine Ursache.[3]

Hebel 1: Strukturierte Daten ausbauen

Schema.org bleibt die Grundlage. Organisation, Produkte, Artikel, Autoren und FAQ-Blöcke sollten sauber ausgezeichnet sein. Sprachmodelle können solche Daten schneller auswerten als Fließtext.

Hebel 2: Expertise sichtbar machen

Google zitiert bevorzugt Quellen mit erkennbarer Erfahrung und Fachkenntnis, im Google-Jargon E-E-A-T. Nennen Sie konkrete Autoren und ihre Qualifikation. Veröffentlichen Sie eigene Daten, eigene Erhebungen und eigene Rechenbeispiele, die ein Modell nirgends sonst findet.

Hebel 3: Die Marke außerhalb der Suche stärken

Brechen Informationssuchen weg, werden direkte Kontakte zum Umsatztreiber. Newsletter, Podcasts, Fachgemeinschaften, LinkedIn und YouTube erzeugen Reichweite ohne Google. Direktzugriffe und mehrere Kanäle sichern ab, was früher die Trefferliste lieferte.

Hebel 4: WebMCP früh testen

Kaum ein Unternehmen nutzt diesen Hebel bisher. Wer zentrale Funktionen jetzt im Origin Trial als Funktion für KI-Agenten anbietet, sammelt Erfahrung vor der Konkurrenz. Agenten dürften Websites bevorzugen, auf denen sich Aktionen zuverlässig ausführen lassen.

Hebel 5: Für KI-Antworten schreiben

Inhalte sollten so gebaut sein, dass Modelle sie sauber zitieren können: klare Definitionen, konkrete Zahlen, benannte Quellen, kurze Absätze mit einer Kernaussage. Das ist keine neue SEO-Magie, sondern journalistisches Handwerk, nur mit einem Modell als erstem Leser.

Was sollten Sie jetzt konkret tun?

Weiße 3-Stufen-Treppe, oben oranger Stoff, unten Schild mit Aufschrift
Drei Schritte bereiten SEO-Verantwortliche auf die Agentic Search vor.

Ein großer Teil der bisherigen SEO-Arbeit läuft ins Leere, sobald der KI-Modus die Suche prägt. Zugleich öffnet sich ein Zeitfenster, in dem Vorreiter einen Vorsprung aufbauen können. Drei Schritte haben sich bewährt.

Schritt eins: Traffic nach Suchabsicht teilen. Ordnen Sie Ihre wichtigsten Suchbegriffe vier Gruppen zu: Informationssuchen, Kaufabsichten, Suchen nach einer bestimmten Website und lokale Suchen. Berechnen Sie für jede Gruppe den Umsatzanteil. Informationssuchen und zunehmend auch kaufnahe Anfragen stehen unter dem stärksten Druck der KI-Zusammenfassungen.

Schritt zwei: Sichtbarkeit in KI-Antworten messen. Prüfen Sie, ob Ihre Marke in ChatGPT, Perplexity, Gemini und im KI-Modus von Google zu wichtigen Fragen auftaucht. Ergänzen Sie die Ranking-Überwachung um eine Messung der Nennungen. Beauftragen Sie dafür eine Agentur, sollte diese Messung ausdrücklich im Angebot stehen; welche Anbieter sich auf solche Generative Engine Optimization spezialisiert haben, zeigt der Vergleich der GEO-Agenturen.

Schritt drei: WebMCP erproben. Wählen Sie einen Ablauf aus Ihrem Geschäft, etwa Produktsuche, Demobuchung oder Supportanfrage, bei dem ein Agent den Nutzer entlasten könnte. Melden Sie sich für den Origin Trial an und lassen Sie Ihre Entwickler einen Prototyp bauen.

Drei Schritte für die Agentic Search
Was SEO-Verantwortliche jetzt angehen sollten
Schritt 1
Suchabsicht prüfen

Suchbegriffe nach Informationssuche, Kaufabsicht, Websitesuche und lokaler Suche ordnen und den Umsatzanteil je Gruppe berechnen.

Schritt 2
Nennungen messen

Prüfen, ob die eigene Marke in ChatGPT, Perplexity, Gemini und im KI-Modus von Google genannt wird.

Schritt 3
WebMCP erproben

Einen Ablauf wie Produktsuche oder Terminbuchung als Funktion anbieten, die KI-Agenten direkt aufrufen.

WebMCP läuft seit Chrome 149 als Origin Trial und ist noch nicht in der stabilen Chrome-Version.

Ein Rechenbeispiel zeigt die Größenordnung. Angenommen, ein Portal hat 100.000 organische Besucher im Monat, 60 Prozent davon über Informationssuchen. Sinkt deren Klickrate binnen zwölf Monaten um weitere 30 Prozent, fehlen 18.000 Besucher im Monat, 216.000 im Jahr. Bei 0,50 Euro je Besucher sind das 108.000 Euro. Das ist ein Szenario, keine Prognose.

Weiße Box mit Karteikarten und Aufschrift „Glossar 2026“, eine orangefarbene Karte ragt heraus
Die wichtigsten Begriffe von Agent Manager bis Zero-Click-Suche.

Agent Manager

Begriff, mit dem Sundar Pichai im April 2026 die künftige Rolle der Google-Suche beschrieb: Sie koordiniert parallel laufende Aufgaben von KI-Agenten und meldet die Ergebnisse zurück.

Agentic Search

Suche, bei der KI-Agenten Aufgaben im Auftrag des Nutzers erledigen, etwa drei CRM-Systeme für 50 Mitarbeitende vergleichen, statt eine Trefferliste zu liefern.

AI Overviews

KI-Zusammenfassungen über den organischen Treffern der Google-Suche, auf Deutsch „Übersicht mit KI“. Sie senken die Klickrate auf die Treffer darunter deutlich.

KI-Modus (AI Mode)

Dialogorientierter Suchmodus von Google, der seit Januar 2026 auf Gemini 3 läuft und Fragen direkt in der Google-Oberfläche beantwortet.

Klickrate

Verhältnis von Klicks zu Impressionen, englisch Click-through-Rate (CTR). Sie zeigt am deutlichsten, wie viel Sichtbarkeit die KI-Zusammenfassungen kosten.

Markensuche

Suchanfrage mit einem konkreten Marken- oder Firmennamen. Solche Suchen lösen selten eine AI Overview aus und bleiben klickstark.

Origin Trial

Zeitlich begrenzte Testphase für neue Chrome-Funktionen. Website-Betreiber melden sich an und schalten die Funktion für ihre Besucher frei, ohne dass diese etwas im Browser ändern müssen.

Query Fan-out

Verfahren des KI-Modus, eine Anfrage in viele Teilfragen zu zerlegen, parallel zu beantworten und zu einer Antwort zusammenzuführen.

WebMCP

Web Model Context Protocol: geplanter Webstandard, mit dem Websites ihre Funktionen KI-Agenten im Browser direkt anbieten. Seit Chrome 149 im Origin Trial.

Zero-Click-Suche

Suche, die ohne Klick auf ein externes Ergebnis endet, weil die Antwort schon auf der Ergebnisseite steht.

FAQ: Ist Agentic Search das Ende klassischer SEO?

Oranges Fragezeichen, Anhänger mit „FAQ 2026“ und leere Notizzettel auf weiß
Antworten auf häufige Fragen zu Agentic Search, WebMCP und SEO.

Was ist Agentic Search?

Agentic Search bezeichnet eine Suche, bei der KI-Agenten Aufgaben im Auftrag des Nutzers erledigen, statt Ergebnislisten zu liefern. Google-Chef Sundar Pichai beschrieb die Google-Suche im April 2026 als künftigen Agent Manager, der mehrere Aufgaben parallel koordiniert.

Warum sinken meine Klicks trotz guter Rankings?

AI Overviews beantworten viele Suchanfragen direkt über den Treffern. Ahrefs maß für Suchbegriffe mit AI Overview einen Rückgang der Klickrate auf Platz eins von 7,3 auf 1,6 Prozent zwischen Dezember 2023 und Dezember 2025. Entscheidend ist zunehmend, ob die eigene Seite in der KI-Antwort als Quelle genannt wird.

Was ist der Unterschied zwischen WebMCP und MCP?

Das Model Context Protocol (MCP) von Anthropic verbindet KI-Anwendungen auf dem Server mit Diensten und Daten. WebMCP läuft im Browser und erlaubt Websites, ihre Funktionen KI-Agenten direkt anzubieten. Beide ergänzen sich.

Wann kommt WebMCP in den Regelbetrieb?

WebMCP startete im Februar 2026 als Vorschau und läuft seit Chrome 149 als Origin Trial, in dem Website-Betreiber den Standard für echte Besucher einschalten können. Einen Termin für die stabile Chrome-Version hat Google nicht genannt.

Was können SEO-Verantwortliche jetzt tun?

Erstens Suchbegriffe nach Suchabsicht teilen und den Umsatzanteil der Informationssuchen berechnen. Zweitens die Nennungen der eigenen Marke in KI-Antworten messen, selbst oder mit einem spezialisierten Dienstleister. Drittens einen Ablauf als WebMCP-Funktion im Origin Trial erproben.

Stirbt klassisches SEO?

Nein, aber sein Wirkungsfeld schrumpft. Markensuchen bleiben klickstark: Laut Amsive lösten nur 4,79 Prozent davon eine AI Overview aus. Kaufnahe Anfragen geraten dagegen zunehmend unter die KI-Zusammenfassung, Informationssuchen wandern in den KI-Modus.

Quellen

12 Quellen anzeigenQuellen ausblendenabgerufen am 22.10.2026
  1. [1] PPC LandGoogle’s AI summaries now swallow 58% of clicks that once went to websites (Ahrefs-Studie)
  2. [2] Pew Research CenterGoogle users are less likely to click on links when an AI summary appears in the results22. Juli 2025
  3. [3] Seer InteractiveAIO Impact on Google CTR: September 2025 Update
  4. [4] SparkToro2024 Zero-Click Search Study
  5. [5] Search Engine LandSundar Pichai sees Google Search evolving into an ‚agent manager‘
  6. [6] 9to5GoogleGoogle AI Overviews get Gemini 3 upgrade, seamless AI Mode transfer27. Januar 2026
  7. [7] TechCrunchGoogle now lets you explore the web side by side with AI Mode16. April 2026
  8. [8] Chrome for DevelopersWebMCP is available for early preview
  9. [9] Chrome for DevelopersWebMCP-Origin-Trial in Chrome 1499. Juni 2026
  10. [10] VentureBeatGoogle Chrome ships WebMCP in early preview
  11. [11] AmsiveGoogle AI Overviews Study16. April 2025
  12. [12] SemrushAI Overviews have nearly doubled across five commercial search modifiers21. Oktober 2026
4,5 23 Bewertungen

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Dr. Web Newsletter

Jede Woche ein bisschen klüger.

Der Dr. Web Newsletter: die besten Artikel, Anbieter-Tipps und neue Tools, kompakt zusammengefasst, jeden Donnerstag. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.