Generatives Füllen in Photoshop. Eine kurze Schritt für Schritt Anleitung.
19. November 2025 11. Dezember 2025
Reading Time: 5 minutes

Generatives Füllen in Photoshop: So einfach geht Fotoretusche in 2026

Markus Seyfferth

Markus Seyfferth

Autor Dr. Web

Sie kennen das Problem: Da wollen Sie ein perfektes Urlaubsfoto machen, der Sonnenuntergang stimmt, die Perspektive sitzt, alles bereit, und… im letzten Moment springt Ihnen jemand ins Bild. Früher bedeutete das: Foto löschen und von vorne. Heute gibt’s eine elegantere Lösung. Nämlich die Funktion „Generatives Füllen” in der neuesten Version von Photoshop. Wie das geht, wollen wir uns im Folgenden ansehen.

Was ist Generatives Füllen?

Generatives Füllen ist eine KI-gestützte Funktion in Adobe Photoshop, mit der Sie Bildinhalte automatisch hinzufügen, entfernen oder ändern können, und zwar ganz einfach per Texteingabe.

Die Technologie basiert auf Adobe Firefly und funktioniert so: Sie markieren einen Bildbereich mit einem Auswahlwerkzeug und beschreiben dann per Text-Prompt, was dort erscheinen soll. Die KI generiert innerhalb von Sekunden passende Inhalte, die sich nahtlos ins Foto einfügen.

Typische Anwendungen:

  • Störende Objekte oder Personen aus Fotos entfernen
  • Fehlende Bildbereiche ergänzen (z.B. abgeschnittene Köpfe)
  • Hintergründe austauschen oder erweitern
  • Neue Objekte ins Bild einfügen

Die Lösung für schnelle Bildretusche? Generatives Füllen in Photoshop

Photoshop 2026 bietet mit der Funktion „Generatives Füllen“ eine KI-gestützte Möglichkeit, unerwünschte Personen und Objekte aus Bildern zu entfernen. Dafür braucht es weder eine jahrelange Photoshop-Erfahrung noch ein Grafikdesign-Studium. Die „Generatives Füllen“-Funktion liefert in wenigen Sekunden professionelle Ergebnisse.

Generatives Füllen in Photoshop: Urlaubsbilder retuschieren und Objekte aus Foto entfernen einfach

Schritt-für-Schritt-Anleitung um Fotos zu retuschieren: So funktioniert’s

Schritt 1: Foto in Photoshop öffnen

Öffnen Sie zunächst Ihr Foto in Photoshop 2026. Die Funktion „Generatives Füllen“ ist in der aktuellen Version standardmäßig verfügbar.

Schritt 2: Auswahlwerkzeug aktivieren

Wählen Sie in der Werkzeugleiste das Magnetische Lasso-Werkzeug aus. Damit wählen Sie die Objekte oder Personen aus, die aus dem Bild verschwinden sollen.

Mehrere Objekte markieren: Halten Sie die Shift-Taste gedrückt, während Sie weitere Bereiche auswählen. So können Sie beispielsweise mehrere Personen gleichzeitig markieren. Die Auswahl muss nicht pixelgenau sein. Die KI ist tolerant genug, um zu verstehen, was Sie meinen.

Schritt 3: Generatives Füllen aufrufen

Sobald Sie einen Bereich markiert haben, erscheint unterhalb der Auswahl automatisch ein kleines Fenster mit der Beschriftung Generatives Füllen.

Schritt 4: Prompt eingeben

Jetzt kommt der entscheidende Schritt: Schreiben Sie ins Textfeld, was mit der markierten Stelle geschehen soll. Für das Entfernen von Objekten geben Sie beispielsweise ein:

  • „Remove Objects“ (Englisch)
  • „Objekte entfernen“ (Deutsch funktioniert ebenfalls)

Alternativ können Sie das Feld auch komplett leer lassen. Photoshop interpretiert eine leere Eingabe automatisch als Befehl, die markierten Objekte aus dem Bild zu retuschieren.

Schritt 5: Generieren und warten

Klicken Sie auf „Generieren“ und gönnen Sie sich 20 bis 30 Sekunden Pause. Die KI berechnet im Hintergrund drei verschiedene Varianten, wie Ihr Bild ohne die störenden Elemente aussehen könnte.

Schritt 6: Beste Variante auswählen

Photoshop präsentiert Ihnen drei Vorschläge im Eigenschaften-Panel. Wählen Sie die Version aus, die am natürlichsten wirkt. Fertig.

8 Praxisbeispiele für Generatives Füllen aus dem Agenturalltag

1. Produktfotos für verschiedene Zielgruppen anpassen

Ein Möbelhersteller möchte dasselbe Sofa einmal in einer modernen Loft-Umgebung und einmal im klassischen Wohnzimmer zeigen. Statt zwei Fotoshootings, können Sie den Hintergrund einfach per „Generatives Füllen“ austauschen.

2. Saisonale Kampagnen aus bestehendem Material erstellen

Die Sommer-Kampagne läuft gut. Jetzt soll dieselbe Bildsprache auch für Herbst/Winter funktionieren. Generatives Füllen ergänzt Herbstlaub, Schnee oder weihnachtliche Deko, ganz ohne neues Shooting.

Lesetipp: Photoshop fürs iPhone 📱: Adobe macht Bildbearbeitung mobil

3. Corporate-Fotos aktualisieren nach Rebranding

Die Kund*innen haben ihr Corporate Branding überarbeitet? Die Kleider der Mitarbeiter*innen in Unternehmensfotos lassen sich farblich anpassen, ohne alle Personen nochmal vor die Kamera holen zu müssen.

4. Stockfotos für Kundenprojekte regional individualisieren

Sie haben das perfekte Stockfoto gefunden, aber es sind z. B. amerikanische Auto-Kennzeichen oder Schilder im Hintergrund zu sehen? Mit generativem Füllen passen Sie Details an die DACH-Region an (die passende Bildlizenz vorausgesetzt).

5. Eventfotos ohne Konkurrenz-Branding liefern

Bei der Messe-Dokumentation sind im Hintergrund Banner von Wettbewerbern zu sehen? Diese lassen sich durch das Generative Füllen einfach durch neutrale Flächen oder passende Messehallen-Optik ersetzen.

6. Pitch-Präsentationen mit Custom-Visuals aufwerten

Für die Kundenpräsentation fehlt noch das perfekte Hero-Image? Das bestehendes Bildmaterial lässt sich mit Hilfe des Generativen Füllens schnell um bestimmte Elemente ergänzen, ganz ohne mühsames händisches Editieren.

7. Produktfotos optimieren mit generativem Füllen

Produktfotos können vielleicht unruhige Hintergründe oder unvorteilhafte Schatten enthalten und man merkt es erst bei der Bearbeitung in Photoshop. Mit Generativem Füllen lässt sich der Hintergrund einfach durch verkaufsfördernde Umgebungen ersetzen.

8. Schnelle Konzept-Mockups für Kundenabstimmung

Die Kund*innen fragen: „Wie würde das Plakat aussehen, wenn noch ein zweites Produkt drauf wäre?“ Statt aufwändiger Photoshop-Montage: Bereich markieren, Prompt eingeben, und 30 Sekunden aus den angezeigten Varianten die beste auswählen.

Ihre Vorteile im Agenturalltag:

  • Schnellere Iterationen
  • Geringere Produktionskosten
  • Mehr kreative Flexibilität bei Kundenwünschen

Was kostet Generatives Füllen?

Die Nutzung von „Generatives Füllen“ ist nicht unbegrenzt. Adobe arbeitet mit einem Credit-System:

  • Jede Generierung verbraucht einen „generativen Credit“
  • Pro Generierung (Retusche) erhalten Sie 3 Varianten zur Auswahl angeboten
  • Je nach Abo-Modell stehen Ihnen 25 oder mehr Credits pro Monat zur Verfügung

Für das Standard-Photoshop-Abo gilt: 25 Credits pro Monat sind inklusive. Das reicht aus für gelegentliche Retusche-Arbeiten. Wer mehr benötigt, kann Credits ggf. nachkaufen. Für professionelle Anwender oder intensive Nutzung empfiehlt sich das Creative Cloud-Abo für Teams mit 1.000 Credits monatlich.

Fazit: Wann lohnt sich Generatives Füllen?

Die Funktion ist perfekt für:

  • Hobby-Fotografen, die Urlaubsfotos schnell aufwerten möchten
  • Content Creator, die ohne Neuaufnahme verschiedene Bildversionen benötigen
  • E-Commerce-Betreiber, die Produktfotos optimieren müssen
  • Marketing-Teams, die rasch Bildmaterial anpassen wollen

Was früher Stunden an manueller Retusche-Arbeit bedeutete, erledigen Sie jetzt in wenigen Minuten, auch ohne Vorkenntnisse. Und wenn beim ersten Versuch das Ergebnis nicht perfekt ist? Einfach nochmal auf „Generieren“ drücken! Manchmal braucht auch die KI 🤖 einen zweiten Anlauf… 🤓

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