freenet bringt vier neue Webhosting-Tarife von 3,99 bis 19,99 Euro im Monat und speichert die Daten ausschließlich auf Servern in Deutschland. Der Mobilfunkanbieter zielt damit auf kleine Websites und Selbstständige, während IONOS und die Schwestermarke Strato ihre Kunden mit Ein-Euro-Lockangeboten fangen. Am Ende zählt weniger der Startpreis als der Serverstandort und der Preis nach dem ersten Jahr.

drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügen

freenet Webhosting bekommt eine neue Tarifstruktur: vier Pakete vom kleinen Start-Angebot bis zum Business-Paket, jedes mit SSL-Zertifikat, WordPress-Assistent und Speicher auf deutschen Servern.[1] Aus einem Nebenprodukt des Portals freenet.de wird damit ein sichtbares Angebot im umkämpften deutschen Hosting-Markt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vier Tarife von 3,99 Euro (Start, 75 GB) bis 19,99 Euro (Business, 600 GB), gestaffelt nach Speicher, Domains und E-Mail-Postfächern.
  • Alle Pakete liegen auf Servern in Deutschland und enthalten SSL-Zertifikate sowie einen WordPress-Assistenten.
  • IONOS und Strato starten bei 1 Euro im ersten Jahr und verlangen danach den vollen Tarif, freenet setzt den Preis von Anfang an fester an.

Was steckt hinter freenets neuen Webhosting-Tarifen?

Vier Kartons mit Preisen, eine Fußmatte mit Schriftzug und eine durchgestrichene Euromünze
freenet bietet Website-Baukästen ab 3,99 Euro monatlich mit 75 GB Speicher, Domain und 100 E-Mail-Adressen. Das Business-Paket kostet 19,99 Euro

Websites entstehen heute selten von Hand, sondern im Baukasten oder mit WordPress. Genau dort setzt freenet an: Das Start-Paket kostet 3,99 Euro im Monat und bringt 75 Gigabyte Speicher, eine Domain und 100 E-Mail-Adressen, das Business-Paket für 19,99 Euro steigt auf 600 Gigabyte, drei Domains und 1.000 Adressen.[1] SSD-Speicher, SSL-Zertifikat und ein Assistent für WordPress stecken in jedem Tarif.

Für einen Mobilfunkanbieter ist Webhosting kein neues Geschäft, sondern ein Hebel für die Kundenbindung. freenet verkauft Mobilfunk, Fernsehen über waipu.tv und den E-Mail-Dienst freenet.de aus einer Hand, das Hosting bindet Selbstständige zusätzlich an das Konto. Der Serverstandort Deutschland liefert dabei das Verkaufsargument, das die großen Wettbewerber so offensiv nicht führen.

Wie schlägt sich der 3,99-Euro-Preis im deutschen Markt?

Der deutsche Hosting-Markt ist 2026 unübersichtlich geworden. IONOS und die Schwestermarke Strato, beide unter dem Dach der IONOS Group von United Internet, werben mit Webhosting ab 1 Euro im ersten Jahr und heben den Preis danach an.[2] Derselbe Konzern streicht bei IONOS und 1&1 gerade 800 Stellen, um den Umbau auf KI und Cloud zu finanzieren, Hetzner und All-Inkl verzichten dagegen auf Lockangebote und rechnen mit festen Dauerpreisen.

freenets 3,99 Euro liegen zwischen beiden Lagern: teurer als das erste Jahr bei IONOS, aber ohne den Sprung nach zwölf Monaten. Der eigentliche Wettbewerb läuft ohnehin nicht mehr über den Startpreis, sondern über Serverstandort, WordPress-Komfort und die Zahl der E-Mail-Postfächer, deren Zuverlässigkeit zuletzt selbst Marktführer nicht garantierten.

Der Ein-Euro-Startpreis ist eine Wette darauf, dass der Kunde den Wechsel nach einem Jahr scheut. freenet verkauft stattdessen deutsche Server zum ehrlichen Dauerpreis, und genau das trifft den Nerv datenschutzbewusster Selbstständiger.

— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
freenet Webhosting im Marktvergleich
Vier neue Tarife auf deutschen Servern, gegen die Ein-Euro-Lockangebote der Marktführer
3,99 €
Start-Tarif im Monat: 75 GB Speicher, eine Domain, 100 E-Mail-Adressen
600 GB
Speicher im Business-Tarif für 19,99 Euro, mit 1.000 E-Mail-Adressen
100 %
Daten auf Servern in Deutschland, SSL-Zertifikat in jedem Tarif
ab 1 €
Einstieg im ersten Jahr bei IONOS und Strato, danach voller Tarifpreis

Worauf sollten Website-Betreiber jetzt achten?

Website-Betreiber mit Kundendaten sollten den Serverstandort ernster nehmen als den Startpreis. Server in Deutschland fallen vollständig unter die DSGVO, ohne den Umweg über Standardvertragsklauseln oder das EU-US-Datenschutzabkommen. Genau diese Karte spielen auch spezialisierte Anbieter wie dogado mit ISO-27001-zertifiziertem Hosting aus Deutschland aus.

Vor dem Abschluss lohnt der Blick auf den Preis nach dem ersten Jahr, auf die garantierte WordPress-Version und auf die Zuverlässigkeit der E-Mail-Postfächer, die ein wachsendes Team wirklich braucht. Ein Paket ab 3,99 Euro rechnet sich nur, sofern der Speicher zum Projekt passt und der Anbieter Updates und Backups sauber mitliefert. Der Anbieter-Vergleich für Webhosting zeigt, wo die Dauerpreise der Wettbewerber wirklich liegen.

Quellen

[1] freenet.de: „Domain & Webhosting“ (Tarifübersicht Start, Power, Pro, Business)

[2] IONOS: „Webhosting-Pakete“ (Einstiegspreis im ersten Vertragsjahr)

Mehr Newshunger?

4,1 10 Bewertungen

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?