DreamComposer heißt die web-basierte 3D-Software, mit der der Folienhersteller KURZ eine teure Lücke im Verpackungsdesign schließen will. Ein Andruckmuster mit Heißprägefolie kostet Zeit und Geld, und aus einem flachen PDF-Proof erkennt niemand, wie ein Metallic-Effekt später im Licht wirkt.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenDas Wichtigste in Kürze
- KURZ, Weltmarktführer für Dünnschichttechnologie aus Fürth, bietet seit September 2025 eine kostenlose Basisversion von DreamComposer an.
- Die Software wandelt ein Druck-PDF in ein 3D-Modell mit über 100 echten Veredelungseffekten, vom Metallic-Schimmer bis zum Glitzer.
- Die Gratis-Stufe deckt bis zu fünf Projekte ab, das Premium-Abo hebt das Limit auf und exportiert in 4K ohne Wasserzeichen.
- Jeder Effekt im Katalog entspricht einem bestellbaren KURZ-Produkt, das Werkzeug wird so zum Vertriebskanal.
Was macht DreamComposer?

DreamComposer verwandelt ein druckfertiges PDF in wenigen Schritten in ein glänzendes 3D-Modell einer Verpackung, eines Etiketts oder einer Flasche.[1] Über 100 Transfer-Veredelungen von KURZ liegen bereit, vom Metallic-Schimmer bis zum Glitzereffekt, und lassen sich direkt am Bildschirm prüfen. Damit reiht sich das Werkzeug in eine Welle kostenloser Designhelfer ein, wie sie zuletzt das quelloffene Komponenten-Set Originkit zeigte.
Das fertige Modell teilt die Agentur per 4K-Screenshot oder über einen Viewer-Link, den Kunden und Druckerei live drehen können. Die Software läuft komplett im Browser, ohne Installation und ohne spezielle Hardware.[1]
Warum verschenkt KURZ eine Profi-Software?
Die kostenlose Basisversion ist keine Großzügigkeit, sondern kluges Marketing. Das Kerngeschäft von KURZ sind Heißprägefolien und Transfer-Veredelungen, und die über 100 Effekte in der Software bilden genau dieses reale Sortiment ab.[2] In jedem Mockup stecken damit schon konkrete, bestellbare KURZ-Produkte.
Aus dem digitalen Entwurf wird so ein Vorabverkauf. Erst überzeugt der Glanz am Bildschirm, dann bestellt die Agentur die passende Folie beim Hersteller. Dasselbe Muster kennt die Branche von den Farbfächern der Firma Pantone oder von der Kopplung zwischen Esko und Scodix, bei der die Veredelungssimulation direkt zu den Maschinen des Anbieters führt.
DreamComposer senkt die Hürde zur Veredelung genau deshalb, weil KURZ am Ende die Folie verkauft. Für Agenturen ist das ein starkes Gratis-Werkzeug, solange klar bleibt, dass die schönen Effekte an einen einzigen Lieferanten gebunden sind.
— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Die web-basierte 3D-Mockup-Software von KURZ im Überblick.
Basic
- Bis zu 5 Projekte parallel
- Über 100 echte KURZ-Veredelungen
- Export in Full-HD, mit Wasserzeichen
- Standardformen und Standardlicht
Premium
- Unbegrenzte Projekte
- Export in 4K, ohne Wasserzeichen
- Eigene Formen, eigenes Licht, Premium-Substrate
- Monats- oder Jahresabo je Nutzer
Für wen lohnt sich der Blick, und wo sind die Grenzen?
Für Freelancer, Design-Agenturen und Markenverantwortliche im DACH-Raum senkt die Gratis-Stufe das Risiko, teure Andruckmuster zu bestellen, die am Ende nicht überzeugen. Gerade weil digitale Marken zunehmend gleich aussehen, wird die haptische Veredelung von Verpackung und Etikett zum Unterscheidungsmerkmal.
Als etablierte Alternative gilt der Studio Visualizer von Esko, der Folie, Prägung und Lack ebenfalls fotorealistisch simuliert und über Scodix reale Veredelungsmaschinen abbildet.[3] Esko sitzt tief im professionellen Druckvorstufen-Workflow und kostet entsprechend, DreamComposer punktet dagegen mit dem kostenlosen Einstieg im Browser.
Der Haken bleibt die Bindung an einen Lieferanten. Die Mockups zeigen KURZ-Folien, und die Druckerei muss diese Produkte auch verarbeiten können. Prüfen Sie deshalb vor dem ersten Kundenprojekt, ob Ihr Druckpartner die gewählten KURZ-Veredelungen anbietet, und wägen Sie ab, ob sich DreamComposer neben einer bestehenden Esko-Umgebung wirklich lohnt.
Quellen
[1] DREAMCOMPOSER (KURZ): „3D prototypes with KURZ DREAMCOMPOSER“
[2] LEONHARD KURZ: „KURZ DREAMCOMPOSER now also available as a free basic version“ (18. September 2025)
[3] Esko: „Design packaging and labels in 3D (Studio)“
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