Mit Google Preferred Sources können Nutzer seit dem 30. April 2026 weltweit in allen Google-Sprachen ihre bevorzugten Websites mit einem Stern-Icon markieren. Geht es Ihnen auch so: Sie sehen ständig dieselben Aggregatoren statt der Fachredaktionen, die Sie wirklich lesen wollen?
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenDas Wichtigste in Kürze
- Google Preferred Sources global verfügbar in allen unterstützten Sprachen seit 30. April 2026
- Markierte Websites erscheinen häufiger in Top Stories und Google Discover
- Klickrate verdoppelt sich laut Google auf markierte Quellen
- Bereits über 200.000 Websites von Nutzern weltweit als Preferred Source ausgewählt
Wie das Feature funktioniert

Der Stern-Mechanismus sitzt im Top-Stories-Block der Google-Suche. Nutzer klicken das Stern-Icon, suchen ihren bevorzugten Publisher und setzen ihn auf eine persönliche Vorzugsliste. Bei künftigen Suchanfragen erscheinen die Inhalte dieser Quellen häufiger und prominenter, sowohl in Top Stories als auch in einem separaten Bereich „Aus Ihren Quellen“.
Wichtig: Preferred Sources ersetzt nicht das klassische Ranking, sondern wirkt zusätzlich. Eine Website auf Position fünf erreicht damit eine ähnliche Klickrate wie eine Konkurrenz auf Position zwei, vorausgesetzt der Nutzer hat sie markiert. Voraussetzung bleibt frische, themenrelevante Veröffentlichung. Ohne neue Beiträge taucht eine markierte Quelle nicht häufiger auf.
Was Publisher jetzt tun sollten

Die Handlungspflicht für Redaktionen ist klar. Google stellt offizielle Button-Assets in 16 Sprachen über die Search-Central-Hilfe bereit, inklusive Deutsch. Diese Buttons gehören auf Artikelseiten, in Newsletter und in Social-Media-Profile, dort wo Stammleser ohnehin landen.
Parallel rückt die Generative Engine Optimization (GEO) als zweiter Hebel in den Vordergrund. Während Preferred Sources Nutzervorlieben in klassische SERPs einspielt, optimiert GEO für Zitate in AI Overviews und generativen Antworten. Beide Mechanismen arbeiten zusammen: Markenbekanntheit beim Leser plus Autoritätssignale für KI-Systeme.
Preferred Sources verdoppelt die CTR für Publisher, die sich Stammleser erarbeitet haben. Generisches Publishing ohne eigene Marke verliert ab 2026 Sichtbarkeit an Redaktionen, die ihre Community pflegen.
— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Warum das für DACH besonders zählt

Der Wettbewerbsvorteil liegt im noch leeren Feld. In englischsprachigen Märkten haben hunderttausende Sites schon Markierungen gesammelt. Für deutsche, österreichische und Schweizer Publisher startet das Rennen jetzt erst. Marken mit klarer Themen-Identität und regelmäßiger Veröffentlichung können binnen Wochen Stammleser binden, die ohne diesen Mechanismus an Aggregatoren verloren gingen.
Ergänzend wirkt der Trend, den die Pew-Research-Studie zu AI Overviews bestätigt: Klassische Klicks aus Suche brechen weg, dafür gewinnen direkte Markenbeziehungen an Wert. Beide Hebel ernst zu nehmen, also Markierung plus Zitierbarkeit, verteidigt die Sichtbarkeit.
Für die operative Umsetzung lohnen sich die Hintergründe in den SEO-Grundlagen und der SEO-Tools-Vergleich, die zeigen, wo Preferred-Sources-Tracking in bestehende Workflows einsteigen kann. Auch der Local-SEO-Ratgeber bleibt relevant, weil lokale Quellen vom Feature überproportional profitieren.
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