An der University of California in Berkeley sind die Durchfallquoten in Informatik-Kursen drastisch gestiegen, und die Lehrenden sehen einen engen Zusammenhang mit dem Einsatz von KI. Der Fall liefert eine seltene Datengrundlage für die Debatte um KI und echten Kompetenzaufbau.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenIm Einführungskurs CS 10 fielen im Frühjahr 2026 ganze 35,3 Prozent der Studierenden durch, nach unter 10 Prozent in den beiden Vorjahren. Auch in höheren Kursen kippten die Noten, ein Muster, das die Fakultät auf den unbedachten Umgang mit KI zurückführt.
Das Wichtigste in Kürze
- CS 10: 35,3 Prozent Durchfaller im Frühjahr 2026, zuvor unter 10 Prozent
- Aufbaukurs EECS 127 mit 16,8 Prozent statt der üblichen 5 Prozent
- Fast 30 Studierende beim Schummeln in Heimklausuren erwischt
Hängt der Noteneinbruch wirklich an der KI?

Bequemlichkeit: Der zuständige Professor Dan Garcia nennt die stark gestiegene Unehrlichkeit den Haupttreiber. Viele Studierende verließen sich zu sehr auf Sprachmodelle und standen in der Prüfung ohne eigenes Können da. Eine ähnliche Spannung zwischen Werkzeug und Substanz beleuchtet der LLMs-Ratgeber.
Fehlende Basis: Eine zweite Lehrende stellte fest, dass Grundlagen der linearen Algebra schlicht fehlten. In einem Fall erlaubte der vorausgehende Mathekurs offenes Internet und offene KI in Hausaufgaben und Klausuren. Die Lücke fällt erst auf, wenn die Hilfsmittel wegfallen.
KI ersetzt das Üben nicht, sie verschiebt es nur nach hinten. In der Prüfung holt die ausgelassene Grundlage jeden ein, der sie übersprungen hat.
— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Konsequenz für Betriebe: Prüfen Sie bei jüngeren Fachkräften gezielt das Fundament, nicht nur die Tool-Routine. KI beschleunigt geübte Köpfe, ersetzt das Üben aber nicht. Die vollständige Auswertung samt Zahlen liefert die Studierendenzeitung The Daily Californian.
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