Wasserkraft galt lange als der ruhigste Posten im Stromsystem, doch im Sommer 2026 stand ausgerechnet dieser Pfeiler still. Hitze und Dürre drückten die europäische Erzeugung auf den tiefsten Stand seit mindestens zehn Jahren, und in Italien, der Schweiz und Österreich, wo das Wasser rund die Hälfte des Stroms liefert, wurde aus der sichersten Bank plötzlich das größte Risiko. Ende Juli kletterten die Sommerpreise auf Werte, die man sonst nur aus dem Winter kennt.

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Kaum eine Energiequelle ist so alt, so groß und zugleich so unterschätzt wie die Kraft des fließenden Wassers. Sie liefert bis heute mehr erneuerbaren Strom als Wind und Sonne zusammen, sie hat Grenzen verschoben und Kriege vorbereitet, und sie entscheidet gerade jetzt darüber, was Ihr Strom im nächsten Winter kostet.

Das Wichtigste in Kürze

  • Größter Ökostrom-Lieferant: Wasserkraft deckt weltweit rund 14 Prozent der Stromerzeugung und bleibt damit die stärkste erneuerbare Quelle vor Wind und Sonne.
  • Machtinstrument: Staudämme wie der Grand-Ethiopian-Renaissance-Damm am Nil oder der Drei-Schluchten-Damm in China verschieben Wasser, Wohlstand und politischen Einfluss ganzer Regionen.
  • Dürre-Risiko: Die Erzeugung hängt am Niederschlag. 2026 fiel Europas Wasserstrom auf ein Zehnjahrestief, in Deutschland sank sie 2025 bereits von 22,3 auf 17,8 Terawattstunden.
  • Preishebel: Fehlt der billige Wasserstrom, füllen teure Gaskraftwerke die Lücke, und der Börsenpreis steigt bis in Ihre Stromrechnung durch.

Bluff oder Wissen? Der Wasserkraft-Check

Der Dr.-Web-Quizmaster
Wissenstest
Wie gut kennen Sie die Wasserkraft?
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1 Welchen Anteil an der weltweiten Stromerzeugung deckt die Wasserkraft heute ungefähr? Aufklappen ↓
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Richtig: A. 2024 lieferten Wasserkraftwerke rund 4.416 Terawattstunden, das entspricht etwa 14 Prozent der weltweiten Stromerzeugung. Mehr dazu im Kapitel zur Weltwirtschaft.
2 Wo entstand 1882 das erste kommerzielle Wasserkraftwerk der Welt? Aufklappen ↓
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Richtig: B. Das Vulcan-Street-Kraftwerk ging am 30. September 1882 am Fox River in Appleton, Wisconsin, in Betrieb und lieferte gerade einmal 25 Kilowatt. Die Geschichte steht im zweiten Kapitel.
3 Welches Land erzeugt mit Abstand am meisten Strom aus Wasserkraft? Aufklappen ↓
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Richtig: C. China führt bei der installierten Leistung mit weitem Abstand, gefolgt von Brasilien, Kanada und den USA. Die Rangfolge zeigt das Kapitel zur Weltwirtschaft.
4 Wie viele Menschen mussten für den chinesischen Drei-Schluchten-Damm ihre Heimat verlassen? Aufklappen ↓
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Richtig: A. Nach offiziellen Angaben wurden rund 1,3 bis 1,4 Millionen Menschen umgesiedelt, damit der Stausee sich füllen konnte. Mehr im Kapitel zu Gewinnern und Verlierern.
5 Warum fiel die Wasserkraft-Erzeugung in Europa 2026 auf ein Zehnjahrestief? Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Anhaltende Hitze und Dürre ließen Flüsse und Speicher austrocknen, sodass die Turbinen weniger Wasser bekamen. Das Schlusskapitel rechnet die Folgen für Deutschland vor.

Was ist Wasserkraft und wie entsteht sie?

Wasserkraft ist gespeicherte Sonnenenergie in Bewegung: Die Sonne verdunstet Wasser, Regen füllt Flüsse und Seen, und beim Weg zurück ins Tal gibt das Wasser die aufgenommene Lageenergie an eine Turbine ab. Kein Rohstoff wird verbraucht, kein Feuer brennt. Angetrieben wird alles allein vom Wasserkreislauf, der sich jeden Tag neu füllt.

Die Leistung eines Kraftwerks hängt an zwei Größen: der Fallhöhe und der Wassermenge. Ein Bergbach mit hundert Metern Gefälle und wenig Wasser kann dieselbe Energie liefern wie ein breiter Fluss mit geringem Gefälle und riesiger Strömung. Ingenieure sprechen vom Produkt aus Höhe und Durchfluss, und genau dieses Produkt bestimmt, ob sich ein Standort überhaupt lohnt.

Technisch teilt sich die Wasserkraft in drei Familien. Laufwasserkraftwerke sitzen im Fluss und liefern eine gleichmäßige Grundlast. Speicherkraftwerke stauen Wasser hinter einer Mauer und geben die Menge gezielt frei, sobald der Strom gebraucht wird. Pumpspeicherkraftwerke schließlich pumpen Wasser bei Überschuss nach oben und schicken die Masse bei Bedarf wieder ins Tal, eine Batterie aus Beton und Schwerkraft.

KraftwerkstypFunktionsweiseRolle im Netz
Laufwasserkraftwerknutzt die Flussströmung ohne großen Speicherliefert eine gleichmäßige Grundlast
Speicherkraftwerkstaut Wasser hinter einer Mauerfährt gezielt hoch, sobald Strom gebraucht wird
Pumpspeicherkraftwerkpumpt Wasser bei Überschuss hoch und lässt die Masse fallenspeichert Energie und stabilisiert das Netz

Anders als Öl oder Kupfer kennt die Wasserkraft keine Lagerstätte, die sich erschöpft. Die Grenze ist die Geografie. Weltweit gilt nur ein Bruchteil des theoretischen Potenzials als wirtschaftlich nutzbar, und die besten Standorte in Europa und Nordamerika sind längst bebaut. Die eigentlichen Förderkosten stecken im Bau: Eine Talsperre ist teuer, hält dafür aber achtzig Jahre und länger, und danach kostet der Strom fast nichts mehr.

Auf den Punkt

Wasserkraft verbraucht keinen Rohstoff, sondern nutzt Höhe und Durchfluss des Wassers. Ihre Grenze ist nicht die Reserve, sondern die Geografie, und die besten Standorte der Industrieländer sind längst vergeben.

Wer machte aus fließendem Wasser Strom?

Holzwasserrad, Jahreszahlenschild 1882, moderne Metallturbine vor weißem Hintergrund
Vom Mühlrad zum Kraftwerk: 1882 lieferte die erste kommerzielle Wasserkraft Strom.

Die Kraft des Wassers treibt seit über zweitausend Jahren Mühlräder an, doch Strom liefert sie erst seit dem 30. September 1882, als am Fox River im US-Ort Appleton das erste kommerzielle Wasserkraftwerk der Welt ans Netz ging. Die Anlage lieferte 25 Kilowatt, genug für ein paar Glühlampen. Der Papierfabrikant H. F. Rogers hatte sich von Thomas Edison inspirieren lassen.

Vorher hatte das Wasserrad die Wirtschaft angetrieben. Getreidemühlen, Sägewerke und Hammerschmieden standen an jedem tauglichen Bach, und wer die Wasserrechte besaß, kontrollierte die halbe Region. Die industrielle Revolution schien das Wasser zunächst zu verdrängen, weil die Dampfmaschine überall lief, auch fernab vom Fluss. Erst die Elektrizität holte die alte Kraft zurück, nun als Strom, der sich über Leitungen verteilen ließ.

Nach Appleton verbreitete sich die Technik rasant. 1895 speiste ein Großkraftwerk an den Niagarafällen Strom in die Industrie von Buffalo, ein Meilenstein des Wechselstromzeitalters. In den Alpen entstanden ab 1900 die ersten großen Speicherkraftwerke, und das energiehungrige Deutsche Reich baute an Isar, Lech und in den bayerischen Bergen. Das Walchenseekraftwerk, 1924 vollendet, war für seine Zeit eine Rekordanlage und versorgt bis heute die Bahn.

Aus verstreuten Mühlen wurden staatlich geplante Großprojekte. In den USA machte die Tennessee Valley Authority in den 1930er-Jahren die Wasserkraft zum Werkzeug der Wirtschaftspolitik, in der Sowjetunion galten Staudämme als Symbol des Fortschritts. Der Damm wurde zum Nationaldenkmal, und genau damit begann die politische Karriere des Wassers.

Auf den Punkt
  • 1882: Das erste kommerzielle Wasserkraftwerk läuft in Appleton, Wisconsin.
  • 1924: Das Walchenseekraftwerk macht Bayern zum Vorreiter und speist bis heute die Bahn.
  • Staatssache: Ab den 1930er-Jahren wird der Staudamm zum Symbol nationaler Stärke.

Wie hat Wasserkraft die Weltkarte verändert?

Betonstruktur mit Nil-Fahne hinter Tisch und zwei Stühlen vor weißem Hintergrund
Ein Staudamm entscheidet über das Wasser ganzer Nachbarländer.

Ein Staudamm ist nie nur ein Kraftwerk, sondern ein Hebel über das Wasser ganzer Nachbarländer, und genau deshalb löst kaum eine Technik so viele Konflikte aus wie die Wasserkraft. Wer flussaufwärts staut, entscheidet, wie viel flussabwärts ankommt. Das macht jeden großen Damm zur außenpolitischen Waffe.

Das aktuellste Beispiel steht in Äthiopien. Der Grand-Ethiopian-Renaissance-Damm, im September 2025 offiziell eingeweiht, ist mit 5.150 Megawatt das größte Wasserkraftwerk Afrikas und soll ein Land mit Strom versorgen, in dem Millionen bisher im Dunkeln sitzen. Für Ägypten dagegen ist der Damm eine Bedrohung, denn der Nil deckt fast den gesamten Wasserbedarf des Landes. Kairo wirft Addis Abeba den Bruch des Völkerrechts vor, ein bindendes Abkommen über die Füllung fehlt bis heute.

Dasselbe Muster wiederholt sich rund um den Globus. In Südostasien haben Chinas Dämme am Oberlauf des Mekong die Kontrolle über den Wasserstand für Vietnam, Kambodscha und Laos verschoben. Zwischen Indien und Pakistan ist der Indus seit Jahrzehnten Zündstoff, und in der Türkei staut das Südostanatolien-Projekt Euphrat und Tigris, was den Nachbarn Syrien und Irak Wasser entzieht. Immer gilt dieselbe Logik: Ressourcen schaffen Abhängigkeiten, Abhängigkeiten schaffen Konflikte.

Auch die schiere Größe verändert Landschaften und Machtverhältnisse. Der chinesische Drei-Schluchten-Damm am Jangtse ist mit 22.500 Megawatt das leistungsstärkste Kraftwerk der Erde und ein Symbol staatlicher Kraft. Historikerinnen und Historiker verweisen darauf, dass schon Kolonialmächte große Talsperren als Instrument der Herrschaft nutzten, etwa der britische Assuan-Staudamm in Ägypten. Der Damm war stets mehr als Technik, er war ein Anspruch auf das Land dahinter.

Wer erzeugt und wer kontrolliert das Wasser
Fünf Länder tragen den Großteil der Wasserkraft, doch die Macht über die Flüsse reicht weit über sie hinaus.
Größte Erzeuger nach installierter Leistung
Wo der Damm zur Waffe wird

Am Nil entscheidet Äthiopiens neuer Renaissance-Damm über Ägyptens Wasser. Am Mekong staut China den Oberlauf für Vietnam, Kambodscha und Laos. Zwischen Indien und Pakistan bleibt der Indus Zündstoff, und die Türkei entzieht Syrien und Irak über Euphrat und Tigris das Wasser.

Warum ist Wasserkraft für die Weltwirtschaft so wichtig?

Ein grüner Tropfen fällt aus einem Wasserhahn auf Münzstapel mit Textschild
Billiger Wasserstrom ist das Rückgrat ganzer Volkswirtschaften.

Wasserkraft ist die stärkste erneuerbare Quelle der Welt: 2024 lieferte sie rund 4.416 Terawattstunden und damit etwa 14 Prozent des gesamten Stroms, mehr als Wind und Sonne zusammen. Nach der Auswertung des Energieexperten Volker Quaschning bleibt das Wasser damit die größte erneuerbare Quelle, auch wenn sein relativer Anteil seit 2010 gesunken ist. In vielen Ländern bildet die Wasserkraft das Rückgrat der Versorgung, weil sie planbar und regelbar ist.

Die Erzeugung ballt sich in wenigen Ländern. China führt mit weitem Abstand, gefolgt von Brasilien, Kanada, den USA und Russland. Norwegen deckt fast neunzig Prozent seines Stroms aus Wasserkraft und lebt praktisch vollständig vom Wasser. Diese Konzentration macht die Wasserkraft zur billigsten Stromquelle vieler Regionen, sobald die Anlage einmal abbezahlt ist.

Wirtschaftlich zählt vor allem die Regelbarkeit. Ein Speicherkraftwerk fährt in Minuten hoch und stützt das Netz, wenn Wind und Sonne einbrechen. Genau deshalb ist die Wasserkraft der stille Partner der Energiewende. Zwar hat die Windkraft die Wasserkraft bei der installierten Leistung inzwischen überholt, wie unsere Analyse zum Rekordausbau der Windkraft und ihren Netzgrenzen zeigt, doch bei der gesicherten, abrufbaren Leistung bleibt das Wasser oft überlegen.

Die Kehrseite ist die Abhängigkeit vom Wetter. Bricht der Niederschlag weg, steht ein ganzes Stromsystem auf dem Trockenen. Die Aluminiumindustrie in Norwegen und Island läuft fast vollständig mit Wasserstrom, und auch die grüne Wasserstoffproduktion setzt auf billigen Wasserstrom. Fällt die Erzeugung, steigen nicht nur die Strompreise, ins Wanken gerät auch eine ganze Industrie.

Auf den Punkt

Mit rund 14 Prozent des Weltstroms bleibt Wasserkraft die größte erneuerbare Quelle und der planbarste Partner im Netz. Ihre Stärke, die Regelbarkeit, kippt jedoch, sobald der Niederschlag ausbleibt.

In welchen Produkten steckt Wasserkraft und was verschwindet ohne sie?

Dose mit „Wasserkraft“-Logo, Glas, Lichtschalter, verbunden durch ein kabelgeformten Wassertropfen
Aluminium, Trinkwasser, Strom: Vieles im Alltag steckt voller Wasserkraft.

Wasserkraft steckt nicht sichtbar in einem einzelnen Produkt, sondern in fast allem, was Strom braucht, und in einigen Waren, die ohne billigen Wasserstrom schlicht unbezahlbar würden. Am deutlichsten zeigt sich das beim Metall in Ihrer Küche.

Aluminium ist im Kern verfestigter Strom. Die Schmelzelektrolyse verschlingt gewaltige Mengen Energie, und deshalb stehen die großen Hütten dort, wo der Strom am billigsten fließt: in Norwegen, Island und Kanada, allesamt Wasserkraftländer. Jede Getränkedose, jedes Fensterprofil und jedes Flugzeugteil trägt daher indirekt die Handschrift eines Stausees.

Auch jenseits des Metalls reicht das Wasser weit. Stauseen liefern Trinkwasser und Bewässerung, sie schützen Täler vor Hochwasser, und ihre Pumpspeicher sind die mit Abstand wichtigste Großspeicher-Technik der Welt. Wo künftig grüner Wasserstoff entstehen soll, rechnet die Industrie fest mit günstigem Wasserstrom. Das Wasser ist damit weniger ein Produkt als eine Grundlage.

Die Kipp-Logik wird sichtbar, sobald das Wasser fehlt. Der Strom aus der Steckdose lässt sich ersetzen, teuer durch Gas, schmutzig durch Kohle. Die Netzstabilität dagegen, die schnelle Regelung und der Schwarzstart nach einem Blackout, hängt in vielen Regionen an den Wasserturbinen. Am härtesten trifft die Lücke die Alpenländer, wo das Wasser die halbe Versorgung stemmt und kein gleichwertiger Ersatz bereitsteht.

Alltag voller Wasserkraft
Wo überall billiger Wasserstrom steckt und was ohne ihn ins Wanken gerät.
Aluminium
Dose, Fensterprofil, Flugzeugteil: Die stromhungrige Schmelze läuft dort, wo Wasserstrom billig ist.
Netzstabilität
Pumpspeicher und Turbinen regeln das Netz in Sekunden und ermöglichen den Schwarzstart nach dem Blackout.
Trinkwasser
Stauseen liefern Wasser für Haushalte und Felder, dazu schützen sie Täler vor Hochwasser.
Grüner Wasserstoff
Die geplante Wasserstoffwirtschaft rechnet fest mit günstigem, planbarem Wasserstrom.
Bezahlbarer Strom
Abgeschriebene Kraftwerke liefern jahrzehntelang den günstigsten Strom im System.

Die Kipp-Logik: Den Strom aus der Steckdose ersetzt Gas oder Kohle, teuer und schmutzig. Netzstabilität und Schwarzstart aber hängen in vielen Regionen an den Wasserturbinen, und dafür steht kurzfristig kein gleichwertiger Ersatz bereit.

Wie setzt sich der Strompreis aus der Steckdose zusammen?

Stecker, Kabelquerschnitt und Preisschild als Tortendiagramm für Stromkosten, 37,2 ct/kWh
Vom Strompreis erreichen die reinen Erzeugungskosten nur einen Teil.

Wasserkraft ist im laufenden Betrieb fast umsonst, doch an Ihrer Steckdose kommt davon wenig an: Der Haushaltsstrompreis liegt 2026 bei rund 37,2 Cent je Kilowattstunde, und die reinen Erzeugungskosten sind nur ein Teil davon. Den Rest machen Netz, Steuern und Abgaben aus.

Grob teilt sich der Preis in drei Blöcke. Die Beschaffung, also der Einkauf des Stroms an der Börse plus Vertrieb, macht rund 41 Prozent aus. Steuern und Abgaben schlagen mit knapp 34 Prozent zu Buche, das sind etwa 12,6 Cent je Kilowattstunde. Die Netzentgelte für den Transport liegen bei rund einem Viertel oder 9,3 Cent. Anfang 2026 sanken die Netzentgelte bundesweit um gut 15 Prozent, ausgelöst durch einen staatlichen Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro an die Netzbetreiber.

Wasserkraft wirkt genau im ersten Block, an der Börse. Weil sie fast ohne Brennstoffkosten läuft, drückt viel Wasserstrom den Großhandelspreis. Fehlt das Wasser, rückt das teuerste noch laufende Kraftwerk an die Preisspitze, meist ein Gaskraftwerk, und der Börsenpreis springt. Nach diesem Prinzip, dem Merit-Order-Effekt, bestimmt oft die teuerste benötigte Kilowattstunde den Preis für alle.

Woraus ein Strompreis besteht
Von 37,2 Cent je Kilowattstunde erreichen die reinen Erzeugungskosten nur einen Teil. Genau dort wirkt die Wasserkraft.
37,2 ct/kWh gesamt (2026)
Beschaffung und Vertrieb41 %
Steuern und Abgaben34 %
Netzentgelte25 %

Wer verdient an Wasserkraft und wer zahlt drauf?

Geldmünzen und ein überflutetes Haus mit Schild auf Waage vor weißem Hintergrund
An der Wasserkraft verdienen Staaten und Betreiber, die Kosten tragen oft die Anwohner.

An der Wasserkraft verdienen Staaten und Betreiber mit abgeschriebenen Anlagen prächtig, während die Rechnung oft die Menschen zahlen, deren Täler im Stausee verschwinden. Selten liegen Gewinn und Verlust so weit auseinander.

Auf der Gewinnerseite steht Norwegen als Musterbeispiel. Das Land verkauft überschüssigen Wasserstrom über Seekabel nach Europa und hat aus seiner Geografie einen dauerhaften Vorteil gemacht. Betreiber alter Kraftwerke verdienen an jeder Kilowattstunde, weil der Bau längst bezahlt ist. Für sie ist das Wasser eine Gelddruckmaschine, die nur Wartung kostet.

Die Verliererseite ist konkreter, als der Blick aus der Ferne vermuten lässt. Für den Drei-Schluchten-Damm mussten nach offiziellen Angaben rund 1,3 bis 1,4 Millionen Menschen umgesiedelt werden, ganze Städte verschwanden unter Wasser. Flussabwärts leiden Fischerei und Landwirtschaft, weil der Damm Sedimente zurückhält und den natürlichen Rhythmus des Flusses bricht. Der Nutzen fließt zur Hauptstadt, die Kosten bleiben in der Region.

Auch das Muster des Ressourcenfluchs zeigt sich. Ein Land, das seinen Reichtum aus einer einzigen Quelle zieht, wird anfällig, wenn diese Quelle schwankt. Bei der Wasserkraft ist die Quelle das Wetter, und ein einziges Dürrejahr kann die Staatskasse eines wasserabhängigen Landes ins Minus reißen. Aus dieser Sicht wird die vermeintlich sichere Bank zum Klumpenrisiko.

Wasserkraft galt jahrzehntelang als der verlässlichste Ökostrom überhaupt. 2026 zerlegt die Dürre diesen Ruf: Ein Zehnjahrestief bei der Erzeugung trifft ausgerechnet die Alpenländer, die zur Hälfte am Wasser hängen, und macht das Wetter zum härtesten Faktor jeder Versorgungsplanung.

— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Auf den Punkt
  • Gewinner: Staaten wie Norwegen und Betreiber abgeschriebener Kraftwerke.
  • Verlierer: Umgesiedelte Anwohner und die Landwirtschaft flussabwärts.
  • Risiko: Wer alles auf das Wasser setzt, ist einem einzigen Dürrejahr ausgeliefert.

Wie mächtig ist die Wasserkraft-Lobby?

Ein grünes Megafon mit der Aufschrift „FRAGEN?“ und einem Fragezeichen-Anhänger
Das grüne Image ist das stärkste Argument der Wasserkraft-Lobby.

Die Wasserkraft-Lobby ist leiser als die Öl- oder Kohlebranche, aber wirkungsvoll, weil sie das stärkste Argument der Zeit besetzt: das grüne Etikett. Wer als Klimalösung gilt, bekommt Subventionen und Genehmigungen leichter.

Ihr größter Hebel ist die Einordnung als nachhaltig. In der EU-Taxonomie, dem Regelwerk für grüne Investitionen, gilt auch große Wasserkraft unter Auflagen als klimafreundlich. Umweltverbände widersprechen, weil Stauseen Flüsse zerschneiden, Methan freisetzen und Fischbestände zerstören können. Der Streit dreht sich um die Frage, ob ein Betondamm dasselbe Prädikat verdient wie ein Windrad.

In Deutschland konzentriert sich der Konflikt auf die kleine Wasserkraft. Rund achttausend Kleinstanlagen liefern zusammen nur einen winzigen Teil des Stroms, erhalten aber über das Erneuerbare-Energien-Gesetz eine feste Vergütung. Naturschützer nennen viele dieser Wehre ökologisch schädlich, die Betreiberverbände verteidigen sie als regionale Tradition. Hier prallen Klimaschutz und Gewässerschutz frontal aufeinander.

Wir halten diese Debatte für ehrlicher als die um fossile Energie, denn beide Seiten nehmen den Umweltschutz ernst. Genau das macht sie so schwer zu lösen. Eine Technik kann klimafreundlich und zugleich naturschädlich sein, und diese Ambivalenz lässt sich nicht mit einem einzigen Etikett auflösen.

Auf den Punkt

Die Stärke der Wasserkraft-Lobby ist das grüne Image. Ob große Talsperren dasselbe Prädikat verdienen wie Wind und Sonne, bleibt umstritten, und in Deutschland streiten Klimaschutz und Gewässerschutz vor allem über die kleine Wasserkraft.

Wie sichern wir die Wasserkraft gegen die Dürre?

Waage mit Energiemodellen, Wolke und Etikett „Wetterbericht“
Wind und Sonne gleichen aus, was dem Wasser in der Dürre fehlt.

Aussteigen muss aus der Wasserkraft niemand, denn sie ist sauber und regelbar. Die eigentliche Aufgabe lautet, ihre größte Schwäche abzufedern: die Abhängigkeit vom Wetter. Dafür stehen drei Hebel bereit.

Der erste Hebel ist die Mischung. Ein Stromsystem, das neben dem Wasser auf Sonnenenergie und die Reform des EEG sowie auf Wind setzt, gleicht Ausfälle aus, weil selten alle Quellen gleichzeitig schwächeln. Trockene, sonnige Sommer, in denen die Wasserkraft leidet, sind oft gute Jahre für die Photovoltaik. Diese Vielfalt ist die beste Versicherung gegen die Dürre.

Der zweite Hebel ist der Speicher. Pumpspeicherkraftwerke bleiben die wichtigste Großspeicher-Technik der Welt und puffern Überschüsse aus Wind und Sonne. Ergänzend wachsen Batteriespeicher rasant und übernehmen die kurzfristige Regelung. Beide zusammen entkoppeln die Erzeugung ein Stück weit vom aktuellen Wetter.

Der dritte Hebel ist die Modernisierung des Bestands. Neue Turbinen holen aus alten Anlagen mehr Strom, ohne dass ein neuer Fluss gestaut werden müsste. In Europa ist das ohnehin der realistischere Weg, weil kaum noch gute Standorte frei sind. Der grenzüberschreitende Stromhandel federt regionale Dürren zusätzlich ab, weil überschüssiger Strom dorthin fließt, wo er gerade fehlt.

Auf den Punkt
  • Mischung: Wind und Sonne gleichen aus, was dem Wasser in der Dürre fehlt.
  • Speicher: Pumpspeicher und Batterien entkoppeln Erzeugung und Wetter.
  • Modernisierung: Neue Turbinen holen mehr aus dem Bestand statt neue Flüsse zu stauen.

Was bedeutet die Dürre für Deutschland?

Ein Messzylinder auf Beton mit einem Etikett, das „Jahreszahl 2026“ anzeigt
2026 fehlt der Regen, und die deutsche Wasserkraft läuft auf Sparflamme.

Für Deutschland ist die Dürre 2026 vor allem ein Preisrisiko, weniger eine Versorgungslücke, denn Wasserkraft deckt hierzulande nur rund drei Prozent des Stroms. Trotzdem spüren die Verbraucher die Folgen, weil der Strommarkt europäisch verknüpft ist.

Der Rückgang ist messbar. Nach Daten des Fraunhofer-Instituts ISE fiel die deutsche Wasserkrafterzeugung 2025 von 22,3 auf 17,8 Terawattstunden, ein Minus von rund einem Fünftel, weil mit 655 Litern pro Quadratmeter deutlich weniger Regen fiel als im Vorjahr. Die installierte Leistung von rund 5,9 Gigawatt blieb dabei gleich, gefehlt hat allein das Wasser. 2026 setzte sich die Trockenheit fort.

Teuer wird der Import. Sobald die Alpenländer, die zur Hälfte am Wasser hängen, selbst zu wenig erzeugen, fällt ihr Stromexport nach Deutschland aus, und die Lücke decken teure Kraftwerke, deren Börsenpreis am Erdgas und Europas Winterversorgung hängt. Nach Schätzungen von Branchenanalysten könnten anhaltende Sommerengpässe den Beschaffungspreis über drei Monate um fünf bis fünfzehn Euro je Megawattstunde erhöhen. Für einen Haushalt mit 3.500 Kilowattstunden im Jahr wären das grob vier bis dreizehn Euro Mehrkosten, sofern der Aufschlag voll durchgereicht wird.

Für die kommenden Monate sind drei Szenarien denkbar. Im optimistischen Fall bringt ein nasser Herbst die Speicher zurück, und die Preise entspannen sich. Im realistischen Fall bleiben die Sommerpreise zeitweise auf Winterniveau, wie bereits Ende Juli 2026, und pendeln sich dann ein. Im pessimistischen Fall folgt ein trockener Winter, und die Knappheit zieht sich bis ins Frühjahr. Als Verbraucher lohnt der Blick auf einen Vertrag mit Preisgarantie, als Unternehmen der frühzeitige Blick auf Terminkontrakte, um sich gegen die Schwankung abzusichern.

Auf den Punkt

Deutschland droht keine Stromlücke, aber ein Preisrisiko: Fällt der Wasserstrom aus den Alpen aus, verteuern teure Ersatzkraftwerke die Beschaffung. Ein Vertrag mit Preisgarantie ist die einfachste Absicherung für Haushalte.

Glossar: 12 wichtige Fachbegriffe zur Wasserkraft

Ein offenes Lexikon mit einer Lupe auf dem Wort
Die wichtigsten Fachbegriffe rund um die Wasserkraft auf einen Blick.

Beschaffungskosten

Beschaffungskosten sind der Anteil des Strompreises, der auf den Einkauf des Stroms an der Börse und den Vertrieb entfällt. 2026 machen sie rund 41 Prozent des Haushaltspreises aus. Genau in diesem Block wirkt sich billige oder fehlende Wasserkraft auf Ihre Rechnung aus.

Fallhöhe

Die Fallhöhe bezeichnet den Höhenunterschied, den das Wasser bis zur Turbine überwindet. Zusammen mit der Wassermenge bestimmt sie die Leistung eines Kraftwerks. Ein hoher Bergstandort kann mit wenig Wasser dieselbe Energie liefern wie ein großer Fluss im Flachland.

Laufwasserkraftwerk

Ein Laufwasserkraftwerk nutzt die kontinuierliche Strömung eines Flusses ohne großen Speicher und liefert eine gleichmäßige Grundlast, lässt sich aber kaum an den Bedarf anpassen. Der Großteil der deutschen Wasserkraft arbeitet nach diesem Prinzip.

Merit-Order

Die Merit-Order ist die Reihenfolge, in der Kraftwerke am Strommarkt zum Zug kommen, von den günstigsten zu den teuersten. Das teuerste noch benötigte Kraftwerk setzt den Preis für alle. Fehlt billige Wasserkraft, rückt ein teures Gaskraftwerk an diese Preisspitze.

Pumpspeicherkraftwerk

Ein Pumpspeicherkraftwerk pumpt Wasser bei Stromüberschuss in ein höher gelegenes Becken und lässt das Wasser bei Bedarf wieder ab. Diese Technik ist die mit Abstand wichtigste Großspeicher-Technik der Welt und stabilisiert das Netz, sobald Wind und Sonne schwanken.

Ressourcenfluch

Der Ressourcenfluch beschreibt das Phänomen, dass Länder mit großem Reichtum an einer einzigen Ressource oft ärmer und instabiler werden statt reicher. Bei der Wasserkraft ist die Ressource das Wetter, und ein Dürrejahr kann eine wasserabhängige Volkswirtschaft empfindlich treffen.

Schmelzelektrolyse

Die Schmelzelektrolyse ist das Verfahren zur Herstellung von Aluminium aus Tonerde. Sie verbraucht enorme Mengen Strom, weshalb Aluminiumhütten dort stehen, wo Strom billig ist, meist in Wasserkraftländern wie Norwegen oder Island.

Schwarzstart

Ein Schwarzstart ist das Wiederhochfahren des Stromnetzes nach einem großflächigen Ausfall, ohne Strom von außen. Wasserkraftwerke eignen sich dafür besonders, weil sie ohne fremde Energie anlaufen und das Netz Schritt für Schritt wieder aufbauen können.

Speicherkraftwerk

Ein Speicherkraftwerk staut Wasser hinter einer Mauer und gibt das Wasser gezielt ab, sobald Strom gebraucht wird. Anders als ein Laufwasserkraftwerk lässt sich ein Speicherkraftwerk regeln und fährt in Minuten hoch. Diese Flexibilität macht die Anlage zum wichtigen Partner der Energiewende.

Stausee

Ein Stausee entsteht, wenn ein Damm einen Fluss aufstaut. Er speichert Energie, liefert Trinkwasser und schützt vor Hochwasser, überflutet aber Täler und siedelt oft ganze Regionen um. Der Drei-Schluchten-Stausee in China ist das bekannteste Beispiel.

Taxonomie

Die EU-Taxonomie ist ein Regelwerk, das festlegt, welche wirtschaftlichen Tätigkeiten als klimafreundlich gelten. Auch große Wasserkraft zählt unter Auflagen dazu, was Umweltverbände wegen der Eingriffe in Flüsse kritisieren.

Terawattstunde

Eine Terawattstunde (TWh) entspricht einer Milliarde Kilowattstunden und ist die übliche Einheit für nationale Stromerzeugung. Deutschlands Wasserkraft lieferte 2025 rund 17,8 Terawattstunden, weltweit lag der Wert 2024 bei etwa 4.416 Terawattstunden.

FAQ: Wasserkraft: Der älteste Ökostrom trocknet aus

Ein aus Wasser gebildetes Fragezeichen mit einem angehängten FAQ-Schild auf weißem Hintergrund
Häufige Fragen zur Wasserkraft, kurz beantwortet.

Wie viel Strom liefert Wasserkraft weltweit?

Wasserkraft lieferte 2024 rund 4.416 Terawattstunden und deckte damit etwa 14 Prozent der weltweiten Stromerzeugung. Damit bleibt sie die stärkste erneuerbare Quelle vor Wind und Sonne. Ihr relativer Anteil sinkt jedoch, weil Solar- und Windkraft schneller wachsen.

Ist Wasserkraft wirklich klimafreundlich?

Im Betrieb erzeugt Wasserkraft praktisch kein CO2, deshalb gilt sie als klimafreundlich und zählt in der EU-Taxonomie unter Auflagen als nachhaltig. Umweltverbände kritisieren allerdings, dass Stauseen Flüsse zerschneiden, Fischbestände schädigen und Methan freisetzen können. Sie ist also klimafreundlich, aber nicht ohne ökologische Nebenwirkungen.

Warum ist die Wasserkraft 2026 zurückgegangen?

Anhaltende Hitze und Dürre haben 2026 Flüsse und Speicher austrocknen lassen, sodass die europäische Wasserkraft auf den tiefsten Stand seit mindestens zehn Jahren fiel. In Deutschland sank die Erzeugung bereits 2025 von 22,3 auf 17,8 Terawattstunden, weil deutlich weniger Regen fiel. Die Leistung der Anlagen blieb gleich, gefehlt hat schlicht das Wasser.

Welches Land nutzt am meisten Wasserkraft?

China erzeugt mit weitem Abstand am meisten Strom aus Wasserkraft, gefolgt von Brasilien, Kanada, den USA und Russland. Bezogen auf den Anteil am eigenen Strommix führt Norwegen, das fast neunzig Prozent seines Stroms aus Wasserkraft gewinnt.

Wie beeinflusst Wasserkraft den Strompreis?

Wasserkraft läuft fast ohne Brennstoffkosten und drückt daher den Großhandelspreis, solange genug Wasser vorhanden ist. Fällt sie in einer Dürre aus, rückt ein teureres Gaskraftwerk an die Preisspitze, und der Börsenpreis steigt. Über den europäischen Stromhandel wirkt sich das bis auf die deutsche Stromrechnung aus.

Wie viel Prozent des deutschen Stroms kommt aus Wasserkraft?

Wasserkraft deckt in Deutschland nur rund drei Prozent der gesamten Stromerzeugung, bei einer installierten Leistung von etwa 5,9 Gigawatt. Innerhalb der erneuerbaren Energien trug sie 2025 rund 7,5 Prozent bei. Anders als in den Alpenländern ist sie hierzulande also kein Rückgrat der Versorgung, sondern ein kleiner, stabiler Baustein.

Quellen

Volker Quaschning | Weltweite Elektrizitätserzeugung regenerativer Kraftwerke 2025 | https://www.volker-quaschning.de/statistiken/regenerative-stromerzeugung-weltweit-1990-2025/index.php | besucht am 29.08.2026

Fraunhofer ISE, Energy-Charts | Stromerzeugung in Deutschland 2025 | https://www.energy-charts.info/downloads/Stromerzeugung_2025.pdf | besucht am 29.08.2026

Webuild Group | Grand Ethiopian Renaissance Dam inaugurated | https://www.webuildgroup.com/en/media/press-releases/grand-ethopian-renaissance-dam-gerd-inaugurated/ | besucht am 29.08.2026

Wattline | Strompreis-Zusammensetzung 2026 | https://www.wattline.de/energiewissen/strompreis-zusammensetzung/ | besucht am 29.08.2026

t-online | Hitze und Dürre: Wasserkraft fällt in Europa aus, Strompreise steigen | https://www.t-online.de/finanzen/energie/id_101387536/hitze-und-duerre-wasserkraft-faellt-in-europa-aus-strompreise-steigen.html | besucht am 29.08.2026

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