Heute ist der letzte Tag. CISA hat die Patch-Frist für CVE-2026-31431 auf den 15. Mai 2026 gesetzt. Die Lücke im Linux-Kernel trägt den Spitznamen „Copy Fail“ – und sie ist seit neun Jahren im Code versteckt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • CVE-2026-31431 ist eine Local Privilege Escalation im Linux-Kernel, seit 2017 im Code vorhanden
  • CVSS-Score: 7.8 – ein unprivilegierter lokaler Nutzer kann Root-Zugriff erlangen
  • Besonders gefährdet: Docker-, LXC- und Kubernetes-Umgebungen mit geladener algif_aead-Kernel-Modul
  • Behoben in Linux-Kernel-Versionen 6.18.22, 6.19.12 und 7.0 – Update sofort einspielen

Warum „Copy Fail“ so gefährlich ist

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Linux-Kernel-Sicherheitslücke ermöglicht Root-Zugriff über 732-Byte-Exploit in Authentifizierungskryptografie, besonders kritisch für Docker, LXC und Kubernetes

Die Schwachstelle steckt in der Authentifizierungs-Kryptografie-Template des Linux-Kernels. Ein logischer Fehler im Speicherzugriff erlaubt es einem Angreifer, über einen 732-Byte-Exploit zuverlässig Root-Rechte zu erlangen. Das ist keine hypothetische Lücke: Kaspersky bezeichnet Copy Fail als ernsthaftes Risiko für containerisierte Umgebungen, weil Docker, LXC und Kubernetes das betroffene Kernel-Modul standardmäßig für Container zugänglich machen.

Konkret: Ein Angreifer, der aus irgendeinem Grund Zugriff auf einen Container erhält, kann über Copy Fail aus dem Container ausbrechen und Root auf dem Host-System erlangen. In Cloud-Umgebungen, wo viele Mandanten denselben Kernel teilen, ist das ein kritisches Szenario. 

Neun Jahre im Code, ein 732-Byte-Exploit, und Container-Isolation bricht zusammen. Copy Fail ist das Lehrbuchbeispiel, warum Patch-Management in Linux-Umgebungen kein optionaler Prozess ist.“

— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web

So patchen Sie jetzt

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Sicherheits-Update für Linux-Kernel verfügbar: Installation per apt, dnf oder pacman möglich, Neustart erforderlich

Updates sind für alle gängigen Linux-Distributionen ausgerollt. Unter Debian/Ubuntu: sudo apt update && sudo apt upgrade linux-image. Unter RHEL/CentOS/Rocky: sudo dnf update kernel. Unter Arch: sudo pacman -Syu. Nach dem Update ist ein Neustart des Systems zwingend erforderlich, damit der neue Kernel aktiv wird.

Für Kubernetes-Cluster: Aktualisieren Sie die Node-Kernel-Version über den jeweiligen Managed-Service-Provider oder durch Rolling Updates der Worker-Nodes. Wer den Update nicht sofort einspielen kann, sollte als Übergangsmaßnahme das Laden des Moduls algif_aead deaktivieren. Alle technischen Details enthält die offizielle CERT-Bund-Sicherheitsmitteilung, die auch den deutschen BSI-Rahmen abdeckt.

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