Indium kennt kaum jemand. Trotzdem entscheidet das seltene Metall darüber, ob Ihr Touchscreen auf den Finger reagiert. China raffiniert 70 Prozent der Weltmenge und stellte die Ausfuhr im Februar 2025 unter Lizenz. Seither sind die Exporte um 72 Prozent eingebrochen, der Preis erreicht den höchsten Stand seit über einem Jahrzehnt.

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Auf einer Kundenrechnung taucht Indium nie auf. Trotzdem hängt an dem weichen Metall ein großer Teil der Unterhaltungselektronik: Jedes Smartphone, jeder Flachbildschirm und jedes Dünnschicht-Solarmodul braucht eine durchsichtige Leiterschicht, für die bislang kein gleichwertiger Massenersatz existiert. Warum Peking mit wenigen Gramm dieses Stoffs die Lieferketten des Westens nervös macht, erschließt sich erst aus der Geschichte des Rohstoffs.

Das Wichtigste in Kürze

  • China raffiniert rund 70 Prozent des weltweiten Indiums und hat die Ausfuhr seit Februar 2025 unter Lizenzpflicht gestellt.
  • Indium fällt fast nur als Nebenprodukt der Zinkgewinnung an, deshalb lässt sich die Fördermenge kaum gezielt steigern.
  • Über die Hälfte des Metalls steckt als Indiumzinnoxid in Displays und Touchscreens, der Rest in Loten, Solarzellen und Hochgeschwindigkeitshalbleitern.
  • Der Rotterdam-Preis kletterte von rund 271 Euro je Kilogramm (2024) auf über 430 Euro Anfang 2026, den höchsten Stand seit über zehn Jahren.

Bluff oder Wissen? Der Indium-Check

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Wissenstest
Fünf Fragen rund um das Metall Indium
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1Als was fällt Indium überwiegend an?Aufklappen ↓
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Richtig: B. Indium hat kein eigenes Erz, sondern fällt fast nur beim Raffinieren von Zink aus dem Mineral Sphalerit an. Deshalb hängt die verfügbare Menge am Zinkmarkt und lässt sich kaum gezielt steigern.
2Wie hoch ist Chinas Anteil an der weltweiten Indiumraffination?Aufklappen ↓
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Richtig: A. China raffiniert nach Angaben der US-Behörde USGS etwa 760 der rund 1.090 Tonnen Jahresproduktion, also grob 70 Prozent. Kein anderes Land kommt in die Nähe dieser Dominanz.
3Wo entdeckten Reich und Richter das Indium im Jahr 1863?Aufklappen ↓
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Richtig: C. An der Bergakademie Freiberg fiel bei der Spektralanalyse einer Zinkblende eine unbekannte indigoblaue Linie auf. Nach diesem Leuchten benannten die beiden das neue Metall Indium.
4Wofür wird der größte Teil des Indiums verwendet?Aufklappen ↓
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Richtig: B. Über die Hälfte des Metalls fließt in transparente, leitfähige Schichten aus Indiumzinnoxid. Ohne diese Beschichtung würde kein Flachbildschirm und kein Touchscreen funktionieren.
5Was löste den jüngsten Preissprung beim Indium mit aus?Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: C. Seit Peking Indium unter Exportlizenz stellte, brachen die Ausfuhren um rund 72 Prozent ein. In der Folge kletterte der Preis auf den höchsten Stand seit über einem Jahrzehnt.

Was ist Indium und wie entsteht das Metall?

Indium ist ein weiches, silbrig glänzendes Metall, das in der Natur weder in reiner Form noch in eigenen Lagerstätten vorkommt, sondern nur in winzigen Spuren im Zinkerz Sphalerit steckt. Ein Klumpen reines Indium lässt sich mit dem Fingernagel ritzen, beim Biegen knirscht das Metall leise, ähnlich wie Zinn.

Verglichen mit Gold oder Kupfer ist Indium jung im industriellen Gebrauch, geologisch aber uralt. In der Erdkruste steckt das Metall etwa so häufig wie Silber, nur eben nirgends konzentriert. Kein einziges Bergwerk der Welt fördert Indium als Hauptprodukt.

Gewonnen wird der Rohstoff fast ausschließlich beim Raffinieren von Zink. Aus den Rückständen der Zinkelektrolyse ziehen Hütten das Indium heraus, oft nur wenige Kilogramm je tausend Tonnen Erz. Die Kopplung an das Zink bestimmt die gesamte Versorgungslage, weil die Menge am Zinkbedarf hängt und nicht an der Nachfrage nach Indium selbst.

Weil Indium kein eigenes Erz besitzt, führt die Statistik keine klassischen Reserven. Die US-Behörde USGS beziffert die Kapazität der weltweiten Raffinerien stattdessen auf rund 1.700 Tonnen im Jahr. Wirtschaftlich förderbar ist praktisch nur, was ohnehin im Zink mitschwimmt.

Qualitätsunterschiede entstehen vor allem über die Reinheit. Für einfache Legierungen genügt technisches Metall, für Displays und Halbleiter braucht die Industrie Reinheiten von 99,99 Prozent und mehr. Je feiner die Anwendung, desto aufwendiger die Raffination und desto teurer das Endprodukt.

Chemisch verhält sich Indium ungewöhnlich zahm. An der Luft überzieht sich das Metall nur langsam mit einer dünnen Oxidschicht, und beim Schmelzen benetzt das flüssige Metall Glas so gut, dass sich damit Speziallote und vakuumdichte Verbindungen herstellen lassen. Diese Mischung aus Weichheit, niedrigem Schmelzpunkt und guter Haftung macht den Stoff für die Elektronik erst brauchbar.

Auf den Punkt

Indium hat keine eigene Mine und fällt fast nur als Beiprodukt der Zinkgewinnung an. Damit hängt die verfügbare Menge am Zinkmarkt, nicht an der Nachfrage nach dem Metall selbst.

Wer entdeckte Indium und wie begann der Aufstieg?

Prisma bricht Licht in Regenbogenspektrum auf weißem Block mit Jahreszahl 1863 und Aufkleber
Ein Prisma fächert Licht auf: 1863 verriet eine einzelne Spektrallinie das neue Metall Indium.

Zwei Freiberger Wissenschaftler, Ferdinand Reich und Hieronymus Theodor Richter, entdeckten Indium 1863 an der Bergakademie, als sie eine sächsische Zinkblende mit dem Spektroskop untersuchten. Im Spektrum leuchtete eine indigoblaue Linie auf, die niemand kannte.

Reich war farbenblind und konnte die Linie selbst nicht sehen, deshalb übernahm Richter das Ablesen der Farben. Nach dem indigoblauen Leuchten benannten die beiden das neue Element. So brillant und scharf sei die Linie gewesen, notierten die Forscher, dass an einem neuen Metall kein Zweifel blieb.

Über Jahrzehnte blieb Indium eine Laborkuriosität ohne Markt. Erst der Zweite Weltkrieg brachte die erste größere Anwendung, als Ingenieure die Gleitlager von Flugmotoren mit einer hauchdünnen Indiumschicht überzogen, um Korrosion und Fresser zu verhindern. Das Beschichtungsverfahren hatte die Indium Corporation bereits in den 1930er Jahren entwickelt.

In den 1950er Jahren zog die junge Halbleiterindustrie nach und nutzte Indium für erste Transistoren und Dioden. Der eigentliche Durchbruch kam jedoch später, mit dem Flachbildschirm. Ohne die durchsichtige Leiterschicht aus Indiumzinnoxid hätte kein Flüssigkristalldisplay je funktioniert.

Ab den 1990er Jahren wuchs die Nachfrage mit Notebooks, Monitoren und später den Smartphones sprunghaft. Aus dem Nischenmetall der Chemiker wurde ein strategischer Rohstoff der Elektronik. Deutschland stand am Anfang dieser Geschichte, spielt bei der heutigen Gewinnung aber kaum noch eine Rolle.

Kurios ist eine Randnotiz zur Entdeckung selbst. Reich vermutete in seiner Probe zunächst das kurz zuvor gefundene Thallium, doch die indigoblaue Linie passte zu keinem bekannten Stoff. Die junge Spektralanalyse brachte damals erst die Gewissheit über ein eigenes, neues Metall.

Auf den Punkt

Vom Laborfund zum Schlüsselmetall: 1863 in Freiberg entdeckt, blieb Indium fast ein Jahrhundert bedeutungslos. Erst Flugmotorenlager, Halbleiter und schließlich der Flachbildschirm machten das Metall unverzichtbar.

Wie hat Indium die Weltkarte verändert?

Rohrventil mit rotem Handrad, Anhänger „Exportlizenz“, fallender Tropfen
Ein Ventil drosselt den Fluss: Seit 2025 braucht Indium aus China eine Exportlizenz.

Indium ist zu einem geopolitischen Hebel geworden, weil ein einziges Land, China, rund 70 Prozent der Weltraffination kontrolliert und die Ausfuhr seit Februar 2025 unter Lizenz stellt. Aus einem stillen Beiprodukt wurde damit ein außenpolitisches Druckmittel.

Diese Dominanz wuchs aus der Zinkverhüttung. China schmilzt einen Großteil des weltweiten Zinks und zieht das Indium gleich mit heraus, während viele westliche Hütten das Beiprodukt nie systematisch abschöpften. Ein Land mit starker Zinkverhüttung sitzt damit automatisch an der Indiumquelle.

Die Kopplung an das Zink macht die Kontrolle besonders wirksam. China muss keine Indiumminen sperren, sondern nur die Ausfuhr des in den Zinkhütten ohnehin anfallenden Metalls regeln. Ein Ventil statt eines Embargos genügt, um den Weltmarkt spürbar zu verengen.

Am 4. Februar 2025 setzte Pekings Handelsministerium Indium samt Verbindungen wie Indiumphosphid und Trimethylindium auf die Kontrollliste für Güter mit doppeltem Verwendungszweck. Nach Daten des Branchendienstes Asian Metal brachen die Ausfuhren von unbearbeitetem Indium binnen eines Jahres um 72 Prozent ein. Das Muster ist vertraut: Schon 2023 stellte China Gallium und Germanium unter Kontrolle, wie später auch bei den Seltenen Erden.

Wie stark eine Handelsplattform den Markt verzerren kann, zeigte die Fanya Metal Exchange im südchinesischen Kunming. Zwischen 2011 und 2015 hortete die Börse rund 3.600 Tonnen Indium, mehrere Jahresproduktionen der Welt, bis das Konstrukt 2015 als Betrugsfall zusammenbrach. Der gehortete Bestand lastet bis heute auf dem Markt und ließ sich in Auktionen kaum verkaufen.

Als Gegenstrategie setzen Japan und Südkorea seit Langem auf Recycling und eigene Raffination. Beide Länder ziehen Indium aus Produktionsschrott zurück und verringern so ihre Abhängigkeit von chinesischen Lieferungen. Europa dagegen hat weder nennenswerte Förderung noch eine geschlossene Recyclingkette aufgebaut.

Wer raffiniert das Indium der Welt?
Anteil an der weltweiten Raffinadeproduktion 2024, rund 1.090 Tonnen gesamt
China70 % · 760 t
Republik Korea17 % · 180 t
Japan6 % · 65 t
Kanada4 % · 40 t
Frankreich2 % · 21 t
Belgien2 % · 19 t
Abhängigkeit in einer Zahl: China verarbeitet mehr Indium als der gesamte Rest der Welt zusammen. Ein zweiter Anbieter dieser Größenordnung fehlt vollständig.

Warum ist Indium für die Weltwirtschaft so wichtig?

Metallen Waage mit Kugel rechts. Das Gewicht wird auf 1.100 t angezeigt
Nur rund 1.100 Tonnen jährlich: Die winzige Indiummenge hält eine riesige Industrie in Balance.

Indium ist wirtschaftlich unverzichtbar, weil praktisch jeder Flachbildschirm, jedes Touchpanel und viele Dünnschicht-Solarmodule ohne die durchsichtige Leiterschicht aus dem Metall nicht funktionieren.

Die Mengen wirken klein, die Hebelwirkung ist gewaltig. Weltweit werden nur rund 1.100 Tonnen raffiniertes Indium im Jahr verbraucht, ein Bruchteil dessen, was von Kupfer oder Aluminium fließt. An dieser Handvoll Tonnen hängen Industrien mit einem Vielfachen an Wertschöpfung.

Gehandelt wird das Metall nicht an einer großen Börse wie Kupfer, sondern über einen engen Händlermarkt, dessen wichtigste Referenz die Rotterdam-Notierung liefert. Weil nur wenige Akteure kaufen und verkaufen, schlagen kleine Angebotslücken schnell auf den Preis durch. Der Markt ist dünn und reagiert nervös.

Die Raffination konzentriert sich auf eine Handvoll Länder, wie die Zahlen der US-Behörde USGS für 2024 zeigen.

LandRaffinadeproduktion 2024Anteil
China760 t70 %
Republik Korea180 t17 %
Japan65 t6 %
Kanada40 t4 %
Frankreich21 t2 %
Belgien19 t2 %
Welt gesamt (gerundet)1.090 t100 %
Weltweite Indium-Raffinadeproduktion 2024 nach Ländern. Quelle: USGS Mineral Commodity Summaries 2026.

Für Deutschland ist die Rechnung unbequem. Die Bundesrepublik fördert kein eigenes Indium und bezieht das Metall über Importe, ein erheblicher Teil davon direkt oder indirekt aus China. Bei einer Lieferstörung stünden Displayhersteller, Solarzulieferer und Teile der Telekommunikationsbranche schnell ohne Nachschub da.

Neben den Bildschirmen wächst eine zweite Nachfragequelle rasant. Indiumphosphid steckt in den Lasern und Empfängern schneller Glasfasernetze und zunehmend in den optischen Bauteilen von KI-Rechenzentren. Mit dem Ausbau der Rechenzentren steigt der Bedarf an diesem Spezialmaterial Jahr für Jahr.

Auf den Punkt

Nur rund 1.100 Tonnen jährlich, doch daran hängt ein Großteil der Bildschirm-, Solar- und Glasfasertechnik. Der dünne Markt und die neue Nachfrage aus KI-Rechenzentren machen jede Angebotslücke sofort spürbar.

In welchen Produkten steckt Indium und was verschwindet ohne den Rohstoff?

Produktbild mit Würfel, Glasplättchen, Figur mit Schild und Kärtchen
Die durchsichtige Leiterschicht aus Indiumzinnoxid steckt unsichtbar in Displays und Solarmodulen.

Indium steckt vor allem als Indiumzinnoxid in Displays und Touchscreens, dazu in Dünnschicht-Solarzellen, Spezialloten und den Hochgeschwindigkeitshalbleitern von Glasfaser und KI-Technik.

Die wichtigste Anwendung bleibt die durchsichtige, elektrisch leitfähige Beschichtung. Indiumzinnoxid ist zugleich glasklar und stromleitend, eine seltene Kombination, die den Fingertipp auf dem Touchscreen überhaupt erst registrierbar macht. Über die Hälfte des gesamten Indiums fließt in diese Schichten.

Daneben sitzt das Metall in Loten für die Kryotechnik, in der Luft- und Raumfahrt und beim Verkleben empfindlicher Halbleiterchips, wo gewöhnliche Zinnlote versagen. In der Photovoltaik steckt Indium in CIGS-Dünnschichtzellen, die Wirkungsgrade um zwanzig Prozent erreichen. Ähnlich wie beim Silizium für die Chipfertigung entscheidet dabei die Reinheit des Materials über die Leistung.

Fällt das Indium aus, zeigt sich, wie ersetzbar die Anwendungen wirklich sind. Für Touchscreens existieren Kandidaten wie Silbernanodrähte oder leitfähige Polymere, doch keiner erreicht bisher die Kombination aus Transparenz, Leitfähigkeit und Serienreife im Massenmaßstab. Am härtesten trifft ein Ausfall die Verbindungshalbleiter.

Indiumphosphid für optische Chips hat schlicht keinen gleichwertigen Ersatz. Reißt hier der Nachschub, geraten der Ausbau schneller Mobilfunknetze und die Vernetzung von KI-Rechenzentren ins Stocken. Vom unsichtbaren Beiprodukt hängt damit ein Kernstück der digitalen Infrastruktur ab.

Auch in Medizintechnik und Sensorik taucht das Metall auf. Radioaktiv markiertes Indium dient in der nuklearmedizinischen Diagnostik, indiumhaltige Verbindungen sitzen in Infrarotdetektoren und in Leuchtdioden. Quer durch die Hightech-Branchen zieht sich dieselbe Abhängigkeit von einem einzigen Beiprodukt.

Alltag voller Indium
Bekannte Produkte, in denen das unsichtbare Metall steckt
1
Touchscreen
Die transparente Leiterschicht registriert den Fingertipp.
2
Flachbildschirm
LCD- und OLED-Panels brauchen die leitende Beschichtung.
3
Dünnschicht-Solarmodul
CIGS-Zellen nutzen Indium für hohe Wirkungsgrade.
4
Glasfaser und KI-Laser
Indiumphosphid sendet Daten durch optische Netze.
5
Spezial-Lot
Indiumlote verbinden empfindliche Chips und Kryotechnik.
Kipp-Logik: Für Touchscreens existieren Ersatzkandidaten, doch bei Indiumphosphid für optische Chips fehlt bislang jeder gleichwertige Ersatz. Reißt hier der Nachschub, stockt der Ausbau von Mobilfunk und KI-Rechenzentren.

Wie viel vom Indiumpreis landet im Endgerät?

Anhänger mit Grafikpfeil nach oben und Text: „430 EUR“ sowie „STEIGT IMMER WEITER!“ auf Orange
Der Indiumpreis klettert steil, obwohl im fertigen Gerät nur Bruchteile eines Gramms stecken.

Im Preis eines fertigen Smartphones oder Fernsehers macht das Indium nur Bruchteile eines Euro aus, obwohl der Metallpreis sich binnen zwei Jahren fast verdoppelt hat.

Der Grund liegt in der Menge. In einem Gerät steckt oft weniger als ein Zehntel Gramm Indium, verteilt auf eine hauchdünne Schicht. Selbst bei einem Metallpreis von über 400 Euro je Kilogramm bleibt der reine Materialwert im Cent-Bereich. Die Rechnung dahinter erklärt, warum steigende Indiumpreise die Ladenpreise kaum bewegen.

Teuer wird nicht das Metall, sondern der Weg dorthin. Aus dem Rohindium entsteht zuerst ein Sputtertarget, eine präzise gefertigte Platte, von der im Vakuum nur ein Teil tatsächlich auf dem Glas landet. Ein großer Anteil des eingesetzten Metalls fällt dabei als Schrott an und muss zurückgewonnen werden.

Beim Metallpreis selbst zählt die Knappheit. Die Rotterdam-Notierung lag 2024 im Schnitt bei rund 271 Euro je Kilogramm und stieg 2025 auf etwa 332 Euro. Anfang 2026 sprang der Preis nach Marktberichten auf 436 bis 524 Euro, den höchsten Stand seit über einem Jahrzehnt.

Ein Blick auf die jüngere Preisgeschichte zeigt die Nervosität. Die US-Notierung startete 2025 bei rund 334 Euro je Kilogramm und erreichte im Juni ein Zwischenhoch von etwa 356 Euro. Innerhalb weniger Monate kippte der ruhige Nebenmarkt in eine Aufwärtsbewegung, die bis heute anhält.

Anders als Gold notiert Indium nicht an einer transparenten Leitbörse, sondern in einem engen Händlermarkt. Preisaufschläge nach Angebotslücken kommen schnell, Preissenkungen dagegen zäh. Diese Einbahnstraße kennzeichnet viele Nebenmetalle, weil wenige Anbieter den Takt vorgeben.

Wohin fließt das Indium?
Verbrauch nach Anwendung, grobe Marktschätzung
Displays und Touchscreens (Indiumzinnoxid)57 %
Sonstiges und Forschung13 %
Lote und Legierungen12 %
Verbindungshalbleiter und Photonik10 %
Dünnschichtsolar (CIGS)8 %

Wer verdient an Indium und wer zahlt drauf?

Alte Balkenwaage, links Stein, rechts Schale mit „VERBRAUCHER“, in Schieflage
Wer am Indium verdient und wer draufzahlt, hängt an der Stellung in der Lieferkette.

Am Indium verdienen vor allem die chinesischen Zinkhütten und Zwischenhändler, während Displayhersteller, Solarzulieferer und Importländer wie Deutschland die steigenden Preise schultern.

Die Gewinner sitzen dort, wo Zink raffiniert wird. Weil China die Verhüttung dominiert, fällt das Indium dort fast automatisch an und lässt sich mit Aufschlag verkaufen. Enge Händlernetze profitieren zusätzlich von den heftigen Preisausschlägen des dünnen Marktes.

Ein klassischer Ressourcenfluch greift bei Indium kaum, denn kein Land lebt vom Metall allein. Niemand baut eine Volkswirtschaft auf einem Beiprodukt auf, das in Kilogramm statt in Millionen Tonnen gehandelt wird. Die eigentliche Macht liegt nicht im Rohstoffreichtum, sondern in der Kontrolle über die Verarbeitung.

Indium ist Chinas bequemster Hebel: ein Metall ohne eigene Mine, das kaum jemand lagert und das trotzdem in fast jedem Bildschirm des Westens steckt.

— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web

Zu den Verlierern zählen die Abnehmer am Ende der Kette. Hersteller von Bildschirmen, Solarmodulen und optischen Bauteilen müssen höhere Einkaufspreise verkraften oder auf Lieferungen warten. Für importabhängige Länder wird aus einem Materialengpass schnell ein industriepolitisches Problem.

Zwischen beiden Polen sitzen Zwischenhändler und Recyclingbetriebe, die Produktionsschrott aufkaufen und zu reinem Metall aufarbeiten. Dieses Geschäft verdient an genau der Knappheit, die den Herstellern zusetzt. Japan und Südkorea haben daraus einen einträglichen Zweig gemacht.

Auch die Umwelt in den Förderregionen zahlt mit. Die Zinkverhüttung, an der das Indium hängt, gehört zu den emissionsintensiven Industrien, und schärfere Umweltauflagen in China verknappen zeitweise das Angebot zusätzlich. Sauberere Produktion und mehr Metall stehen hier im Zielkonflikt.

Kurz gemerkt

Die Wertschöpfung liegt nicht in der Lagerstätte, sondern in der Verarbeitung. Chinas Zinkhütten verdienen am Indium, die Abnehmer am Kettenende zahlen die Aufschläge.

Wie mächtig ist die Indium-Lobby?

Ein Metallstempel mit Holzgriff steht auf Papier mit dem orangenen Aufdruck KRITISCH
Ein Stempel entscheidet mit: Als kritischer Rohstoff zieht Indium Subventionen und Lobbyarbeit an.

Eine klassische Indium-Lobby existiert nicht, dafür bestimmen Kritikalitätslisten, Exportregeln und Subventionen darüber, wer das Metall sichern kann und zu welchem Preis.

Das mächtigste Werkzeug hält Peking in der Hand. Über das Handelsministerium und die Zollverwaltung steuert China, welche Mengen das Land verlassen, und macht aus einem Rohstoff ein außenpolitisches Druckmittel. Jede Genehmigung wird so zu einem Signal an die Handelspartner.

Auf der Gegenseite formieren sich die Verbraucherstaaten. Die Europäische Union führt Indium in ihrer Liste kritischer Rohstoffe und will mit dem Critical Raw Materials Act Förderung, Verarbeitung und Recycling im eigenen Raum ankurbeln. Konkrete Mengen aus europäischer Produktion bleiben bislang jedoch überschaubar.

Auch die Industrie mischt mit. Verbände der Elektronik- und Halbleiterbranche werben dafür, Indium als strategisch einzustufen, weil ein solcher Stempel Fördergeld und politische Aufmerksamkeit anzieht. Der Begriff „kritisch“ ist längst selbst zu einem Hebel im Wettbewerb um Subventionen geworden.

Bei den staatlichen Reserven klafft eine Lücke. Die USA halten laut USGS keinen strategischen Indiumvorrat, und auch Deutschland setzt eher auf Markt und Recycling als auf staatliche Lager. Zwischen Anspruch und Ausstattung liegt in Europa noch eine erhebliche Distanz.

Auch Deutschland ordnet Indium als versorgungskritisch ein. Die Deutsche Rohstoffagentur beobachtet Preise und Verfügbarkeit, doch konkrete Vorräte oder eine großangelegte Rückgewinnung fehlen bislang. Wirksame Absicherung bleibt damit vorerst Theorie.

Auf den Punkt

Statt einer Branchenlobby entscheidet die Geopolitik: Peking steuert das Angebot über Exportlizenzen, die EU antwortet mit der Liste kritischer Rohstoffe. Staatliche Reserven fehlen im Westen weitgehend.

Wie kommen wir von der Indium-Abhängigkeit los?

Grauer Pfeilkreis, Ente, Glasplatte, Zettel „Ersatz?“ auf weißem Grund
Recycling aus Produktionsschrott und neue Materialien sollen die Indiumabhängigkeit lockern.

Aus der Indium-Abhängigkeit führen drei Wege zugleich: Ersatzmaterialien für die Displaybeschichtung, konsequentes Recycling von Produktionsschrott und eine breitere Rohstoffbasis jenseits Chinas.

Bei den Bildschirmen ist der Ersatz am weitesten. Die USGS listen Antimonzinnoxid, Kohlenstoff-Nanoröhren, leitfähige Polymere sowie Silber- und Kupfernanodrähte als Kandidaten für die transparente Elektrode. Für flexible Displays und Solarzellen sind einige davon bereits im Einsatz.

Das größte stille Reservoir liegt im Recycling. Ein erheblicher Teil des raffinierten Indiums stammt heute aus dem Schrott der Sputtertargets, den vor allem Japan und Südkorea zurückgewinnen. Aus alten Bildschirmen dagegen holt bislang kaum jemand das Metall zurück, weil die Mengen je Gerät winzig sind.

Schwieriger wird die Ablösung bei den Verbindungshalbleitern. Für Indiumphosphid in optischen Chips existiert kein gleichwertiger Ersatz, und genau hier wächst die Nachfrage am schnellsten. Die Photonik bleibt damit auf absehbare Zeit an das Metall gebunden.

Eine breitere Rohstoffbasis entsteht nur langsam. Neue Indiumquellen hängen an neuen Zinkhütten mit passender Rückgewinnung, ein teurer und langwieriger Ausbau. Ähnlich wie beim Lithium für die Batteriezellen zeigt sich, dass der Engpass in der Verarbeitung liegt, nicht in der Lagerstätte.

Für Europa liegt die größte Chance genau hier. Bislang sitzt die Rückgewinnung vor allem bei asiatischen Anbietern, während eigene Aufbereitungsanlagen fehlen. Eine geschlossene Kreislaufwirtschaft könnte die Abhängigkeit von frischem Indium spürbar senken, sobald der Kontinent diese Aufbereitung selbst aufbaut.

Zum Mitnehmen

Ersatzmaterialien und Recycling aus Produktionsschrott lockern die Abhängigkeit bei Displays. Bei Indiumphosphid für die Photonik bleibt sie vorerst bestehen.

Was bedeutet die aktuelle Indium-Krise für Deutschland?

Offene Indium-Dose mit Kügelchen und kleinem Schild auf weißem Hintergrund
Deutschland hat kein eigenes Indium: Die Vorratsdose füllt sich nur über Importe.

Für Deutschland bedeutet die Indium-Krise steigende Einkaufspreise, unsichere Lieferzeiten und ein handfestes Risiko für Display-, Solar- und Telekommunikationszulieferer, die das Metall vollständig importieren müssen.

Der Auslöser wirkt bis heute nach. Seit Peking Indium im Februar 2025 unter Exportlizenz stellte, sind die Ausfuhren um rund 72 Prozent eingebrochen, und der Rotterdam-Preis kletterte auf ein Zehnjahreshoch. Zusätzlichen Druck macht die Nachfrage aus dem Ausbau der KI-Rechenzentren, die Indiumphosphid für ihre optischen Bauteile brauchen.

Für deutsche Unternehmen heißt das höhere Materialkosten und längere Planungshorizonte. Wer Sputtertargets oder fertige Beschichtungen einkauft, muss Aufschläge und Wartezeiten einkalkulieren, die noch vor zwei Jahren undenkbar waren. Besonders kleine Zulieferer ohne Lagerhaltung geraten dabei unter Druck.

Die Politik reagiert, aber langsam. Die EU will mit dem Critical Raw Materials Act eigene Verarbeitung und Recycling aufbauen, doch nennenswerte europäische Mengen liegen noch Jahre entfernt. Kurzfristig hilft vor allem, Bezugsquellen zu streuen und die Rückgewinnung aus Produktionsschrott auszubauen.

Für die kommenden Monate zeichnen sich drei Szenarien ab. Im optimistischen Fall lockert China die Genehmigungen, das Angebot normalisiert sich und die Preise geben nach. Im realistischen Fall bleiben die Kontrollen bestehen, der Markt arrangiert sich mit knappem, teurem Nachschub. Im pessimistischen Fall verschärft Peking die Ausfuhr weiter, und einzelne Fertigungslinien in Europa müssen den Takt drosseln.

Praktisch lässt sich gegensteuern. Unternehmen sichern sich über längere Verträge, mehrere Lieferanten und, wo möglich, indiumärmere oder indiumfreie Alternativen ab. Für Verbraucher bleibt der Effekt vorerst gedämpft, weil im Endgerät nur Bruchteile eines Gramms stecken und der Metallpreis kaum auf den Ladenpreis durchschlägt.

Auf den Punkt

Deutschland importiert sein Indium vollständig und trifft die Kontrollen aus China mit voller Wucht. Kurzfristig helfen gestreute Bezugsquellen und Recycling, eine europäische Eigenversorgung liegt Jahre entfernt.

Glossar: 12 wichtige Fachbegriffe zu Indium

Geöffnetes Fachbuch mit Metallstück in der Mitte und Lesezeichen auf weißem Sockel
Die wichtigsten Fachbegriffe rund um Indium kurz erklärt.

CIGS-Solarzelle

CIGS-Solarzelle bezeichnet eine Dünnschicht-Solarzelle aus Kupfer, Indium, Gallium und Selen. Sie kommt mit sehr wenig Material aus und erreicht Wirkungsgrade um zwanzig Prozent. In dieser Technik steckt ein fester Anteil der weltweiten Indiumnachfrage jenseits der Displays.

Dual-Use-Exportkontrolle

Dual-Use-Exportkontrolle meint Ausfuhrbeschränkungen für Güter mit doppeltem Verwendungszweck, also ziviler und militärischer Nutzung. China setzte Indium samt Verbindungen im Februar 2025 auf diese Kontrollliste, wodurch jede Ausfuhr eine staatliche Genehmigung braucht.

Indiumphosphid (InP)

Indiumphosphid (InP) ist ein Verbindungshalbleiter aus Indium und Phosphor. Er dient als Grundmaterial für Laser, Empfänger und Photodetektoren in Glasfasernetzen und in optischen Bauteilen von KI-Rechenzentren. Ein gleichwertiger Ersatz existiert bislang nicht.

Indiumzinnoxid (ITO)

Indiumzinnoxid (ITO) ist eine durchsichtige und zugleich elektrisch leitfähige Beschichtung. Diese seltene Kombination macht Touchscreens und Flachbildschirme möglich. Über die Hälfte des gesamten Indiums fließt weltweit in diese Schichten.

Kritische Rohstoffe

Kritische Rohstoffe sind Materialien, die für die Wirtschaft wichtig und zugleich versorgungsgefährdet sind. Die EU führt Indium auf ihrer Liste und will mit dem Critical Raw Materials Act eigene Förderung, Verarbeitung und Recycling stärken.

Nebenprodukt

Nebenprodukt nennt man einen Stoff, der bei der Gewinnung eines anderen Rohstoffs mit anfällt. Indium entsteht fast nur als Nebenprodukt der Zinkraffination. Deshalb hängt die verfügbare Menge am Zinkbedarf und nicht an der Nachfrage nach Indium selbst.

Photodetektor

Photodetektor heißt ein Bauteil, das Lichtsignale in elektrische Signale umwandelt. In schnellen Glasfaser- und Rechenzentrumsnetzen bestehen Hochgeschwindigkeits-Photodetektoren oft aus Indiumphosphid, weil das Material sehr schnell und verlustarm arbeitet.

Rotterdam-Notierung

Rotterdam-Notierung ist die wichtigste Preisreferenz für Indium im europäischen Handel. Sie beschreibt den Preis für Metall hoher Reinheit frei Lager. Weil nur wenige Akteure handeln, schlagen Angebotslücken hier schnell auf den Preis durch.

Sphalerit

Sphalerit, auch Zinkblende genannt, ist das wichtigste Zinkerz. In seinen Kristallen steckt Indium in winzigen Spuren, meist unter hundert Gramm je Tonne. Aus den Rückständen der Zinkraffination wird das Metall herausgezogen.

Sputtertarget

Sputtertarget bezeichnet eine präzise gefertigte Platte, von der im Vakuum Material auf eine Oberfläche aufgetragen wird. Für Displays besteht ein solches Target aus Indiumzinnoxid. Ein großer Teil des Metalls fällt dabei als Schrott an und muss zurückgewonnen werden.

Transparente Elektrode

Transparente Elektrode ist eine stromleitende Schicht, die zugleich durchsichtig bleibt. Sie ist die Kernfunktion von Indiumzinnoxid in Bildschirmen. Alternativen wie Silbernanodrähte oder Graphen versuchen, dieselbe Aufgabe ohne Indium zu erfüllen.

Verbindungshalbleiter

Verbindungshalbleiter bestehen anders als reines Silizium aus mehreren Elementen, etwa Indium und Phosphor. Sie eignen sich besonders für Hochfrequenztechnik, Laser und optische Datenübertragung, wo Silizium an seine Grenzen stößt.

FAQ: Indium: das Metall in jedem Touchscreen

Text „FAQ“ vor Betonsockel, darauf kleinerer Block mit oranger Wollmütze, weißer Hintergrund
Häufige Fragen zu Indium, Versorgung und Preisen im Überblick.

Wofür wird Indium verwendet?

Der größte Teil des Indiums wird zu Indiumzinnoxid verarbeitet, einer durchsichtigen und zugleich leitfähigen Schicht für Displays und Touchscreens. Weitere Anwendungen sind Speziallote, Dünnschicht-Solarzellen und Hochgeschwindigkeitshalbleiter für Glasfaser und KI-Technik.

Warum ist Indium so selten und teuer?

Indium besitzt kein eigenes Erz und fällt fast nur als Nebenprodukt der Zinkgewinnung an. Die Menge lässt sich deshalb kaum gezielt steigern. Kommen Exportkontrollen und steigende Nachfrage hinzu, springt der Preis schnell, weil der Markt sehr dünn ist.

Ist Indium giftig?

Metallisches Indium gilt als vergleichsweise wenig giftig. Kritisch sind dagegen feine Stäube von Indiumverbindungen wie Indiumzinnoxid oder Indiumphosphid: In der Produktion können sie die Lunge schädigen, ein Bild, das als Indiumlunge bekannt ist. Am fertigen Bildschirm besteht keine Gefahr.

Kann man Indium recyceln?

Ja, allerdings vor allem aus Produktionsschrott. Ein erheblicher Teil des raffinierten Indiums stammt aus den Rückständen der Beschichtung, die besonders Japan und Südkorea zurückgewinnen. Aus alten Bildschirmen wird bisher kaum Indium zurückgeholt, weil die Mengen je Gerät winzig sind.

Woher bezieht Deutschland sein Indium?

Deutschland fördert kein eigenes Indium und ist vollständig auf Importe angewiesen. Ein erheblicher Teil stammt direkt oder indirekt aus China, das rund 70 Prozent der weltweiten Raffination kontrolliert. Damit ist die deutsche Elektronik- und Solarbranche stark von einer einzigen Quelle abhängig.

Lässt sich Indium in Touchscreens ersetzen?

Für die transparente Elektrode existieren Kandidaten wie Silber- und Kupfernanodrähte, leitfähige Polymere, Kohlenstoff-Nanoröhren oder Graphen. Im Massenmaßstab erreicht bisher keiner die Kombination aus Transparenz, Leitfähigkeit und Serienreife. Bei optischen Chips aus Indiumphosphid fehlt ein Ersatz ganz.

Quellen

USGS | Mineral Commodity Summaries 2026, Indium | https://pubs.usgs.gov/periodicals/mcs2026/mcs2026-indium.pdf | besucht am 20.09.2026
Metal Tech News | China export controls expose indium risk | https://www.metaltechnews.com/story/2026/08/25/critical-minerals-alliances-2026/china-export-controls-expose-indium-risk/2901.html | besucht am 20.09.2026
Strategic Metals Invest | Indium Price Outlook 2026 | https://strategicmetalsinvest.com/indium-outlook-2026/ | besucht am 20.09.2026
Faszination Chemie (GDCh) | Indium, selten und wichtig | https://www.faszinationchemie.de/wissen-und-fakten/news/indium-selten-und-wichtig/ | besucht am 20.09.2026
Business Recorder | Fanya indium stockpile goes unsold in China auction | https://www.brecorder.com/news/557513/ | besucht am 20.09.2026
Europäische Zentralbank | Euro-Referenzkurs US-Dollar (18.09.2026) | https://www.ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/euro_reference_exchange_rates/ | besucht am 20.09.2026

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