Eine Consent Management Platform entscheidet heute darüber, ob Ihr Tracking überhaupt noch verwertbare Daten liefert oder rechtlich ins Leere läuft. Zwischen einer reinen Cloud-Lösung und einem selbst gehosteten System klafft dabei ein größerer Graben, als die Anbieterlisten vermuten lassen. Genau an dieser Bruchlinie treffen Cookiebot und CCM19 aufeinander.

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Wer eine Consent Management Platform auswählt, trifft selten eine reine Technikentscheidung. Dahinter steht die Frage, wo Ihre Einwilligungsdaten liegen, wie viel laufende Pflege der Cookie-Banner frisst und ob Ihr Google-Tracking nach der Zustimmung sauber weiterläuft. Cookiebot und CCM19 beantworten diese Frage auf gegensätzlichen Wegen, und beide haben handfeste Gründe dafür.

Das Wichtigste in Kürze

  • Cookiebot setzt als Consent Management Platform kompromisslos auf die Cloud: automatischer Monatsscan, über 13.000 klassifizierte Cookies und Google Consent Mode v2 ab Werk, eingebunden mit einem einzigen Script. Alle Details stehen auf der Produktseite von Cookiebot.
  • CCM19 kommt aus Bonn und bietet als eine der wenigen Lösungen echtes Self-Hosting bis hin zur Download-Version auf dem eigenen Server.
  • Der eigentliche Unterschied jeder Consent Management Platform liegt zwischen Cloud-Komfort mit globaler Reichweite und maximaler Datenhoheit im eigenen Rechenzentrum.
  • Den Google Consent Mode v2 und den IAB-Standard TCF v2.3 beherrschen beide Systeme, die Skalierung und die Pflegelast trennen sie.
Ein Schokoladenkeks auf einem Sockel, abgesperrt durch Ständer, Seil, Schlüssel und Schild
Shops benötigen aktive Nutzer-Zustimmung für nicht-technische Cookies und Conversion-Tracking gemäß TDDDG und Google-Anforderungen

Ohne gültige Einwilligung bleibt der moderne Web-Datenverkehr blind: Nach § 25 TDDDG darf ein Shop nicht technisch notwendige Cookies erst nach aktiver Zustimmung setzen, und Google verweigert ohne signalisiertes Consent zunehmend das Conversion-Tracking. Die Consent Management Platform ist damit der Türsteher zwischen Besucher und Analytics.

Der Rechtsrahmen ist streng und eindeutig. Das Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz, bis Mai 2024 als TTDSG bekannt, verlangt in § 25 TDDDG eine informierte, freiwillige Einwilligung für jeden Zugriff auf Endgeräte, der nicht zwingend nötig ist. Vorangekreuzte Kästchen zählen seit dem EuGH-Urteil im Fall Planet49 aus dem Jahr 2019 nicht mehr als Zustimmung.

Dazu kommt der technische Druck aus Mountain View. Seit dem Frühjahr 2024 spielt Google Ads und Analytics ohne den Consent Mode v2 keine vollständigen Daten mehr aus, was die Optimierung von Kampagnen empfindlich stört. Was das für Shopbetreiber konkret bedeutet, hat die Redaktion im Beitrag zu den Pflichten rund um Google Consent Mode v2 aufgeschlüsselt.

Eine schwache Consent Management Platform rächt sich also doppelt. Sie zieht Abmahnungen und Bußgelder nach sich und schneidet gleichzeitig die Datenbasis ab, auf der Marketing und Vertrieb ihre Entscheidungen treffen. Cookiebot und CCM19 lösen beide Probleme, aber mit unterschiedlicher Philosophie.

Wie unterscheiden sich Cookiebot und CCM19 im direkten Vergleich?

Abbildung eines Tresors links und einer Wolke rechts, mit Maßstäben dazwischen
Cloud gegen Self-Hosting: dieselbe Aufgabe, zwei gegensätzliche Bauweisen einer Consent Management Platform.

Cookiebot ist die skalierende Cloud-Plattform, CCM19 die datensouveräne Self-Hosting-Alternative. Beide Systeme erfüllen als Consent Management Platform DSGVO und TDDDG, beide unterstützen Google Consent Mode v2 und den IAB-Standard TCF v2.3. Der Bruch verläuft bei Betriebsmodell, Reichweite und Pflegeaufwand, nicht bei der reinen Rechtskonformität.

Die folgende Matrix stellt die Kernkriterien nebeneinander. Cookiebot als Sponsor dieses Vergleichs steht bewusst in der ersten Spalte, die Bewertung folgt aber den Fakten. Details zur Cookiebot-Plattform bündelt die offizielle Übersicht.

Kriterium Cookiebot (by Usercentrics) CCM19
Betriebsmodell Reine Cloud/SaaS Cloud, On-Premise, Download
Cookie-Datenbank Über 13.000 klassifizierte Cookies Über 210.000 blockierbare Cookies
Scan-Rhythmus Monatlich, täglich als Add-on Permanenter Scanner
Google Consent Mode v2 Ab Werk, auch im Free-Tarif Unterstützt
Sprachen 47 und mehr 24 und mehr
Reichweite 2,4 Mio. Websites und Apps Fokus DACH
Zertifizierung ISO 27001, ISO 27701, Google-zertifiziert Made in Germany, DSGVO-nah
Datenstandort EU (Frankfurt), CDN EU-konfigurierbar Eigener Server, Deutschland
Cloud gegen Self-Hosting: die Consent Management Platform im Profil
Cookiebot und CCM19 im Kriterienvergleich, Sponsor zuerst
Cookiebot
Cloud-Plattform
  • 2,4 Mio. Websites und Apps im Einsatz
  • Über 13.000 klassifizierte Cookies im Repository
  • Google Consent Mode v2 ab Werk aktiv
  • 47 und mehr Sprachen, ISO 27001 und 27701
CCM19
Self-Hosting-Option
  • 210.000+ automatisch blockierbare Cookies
  • Download-Version auf eigenem Server möglich
  • Datenhaltung in Deutschland, kein US-Transfer
  • 24 und mehr Sprachen, permanenter Scanner

Die Zahlen zeigen zwei unterschiedliche Reifegrade. Cookiebot bringt die Marktbreite eines global eingesetzten Standards mit, CCM19 die Tiefe eines auf Datenschutz spezialisierten deutschen Werkzeugs. Beide Ansätze sind legitim, sie zielen nur auf verschiedene Betreiber.

Wo spielt Cookiebot seine Stärken aus?

Cookiebot glänzt überall dort, wo Reichweite, Automatik und Google-Integration zusammenkommen. Die Consent Management Platform scannt monatlich selbstständig, klassifiziert gefundene Cookies gegen ein Repository von über 13.000 Einträgen und hält den Banner ohne manuelles Nachpflegen aktuell. Für Agenturen und wachsende Portfolios ist das der entscheidende Hebel.

Der stärkste Trumpf liegt im Google-Ökosystem. Der Consent Mode v2 ist bei Cookiebot ab Werk aktiv, sogar im kostenlosen Tarif, sodass Analytics 4 und Google Ads nach der Zustimmung sauber weitermessen. Diese Integration nimmt Betreibern die häufigste Fehlerquelle ab, an der selbstgebaute Lösungen scheitern.

Auch beim Vertrauensnachweis liegt Cookiebot vorn. Die Zertifizierungen nach ISO 27001 und ISO 27701 sowie der Status als Google-zertifizierter CMP-Partner sind harte Belege, die eine Rechtsabteilung schätzt. Auf 2,4 Millionen Websites eingesetzt, gehört die Consent Management Platform zu den meistgenutzten Einwilligungslösungen weltweit.

Hinter der Marke steht heute Usercentrics, ein in München gegründetes Unternehmen. Cookiebot verarbeitet die Einwilligungsdaten in der EU, der Consent-Endpunkt liegt in Frankfurt am Main, und das ausliefernde CDN lässt sich auf EU-Provider umstellen. Der oft gehörte Einwand, ein Cloud-Dienst bedeute automatisch US-Datenabfluss, greift bei dieser Konstellation zu kurz.

Für internationale Auftritte zählt die Sprachabdeckung. Mit 47 und mehr Sprachen spielt Cookiebot den Banner automatisch in der passenden Lokalisierung aus, was bei einem mehrsprachigen Shop viel Handarbeit erspart. Bei der Kalkulation stellt die Tarifstruktur von Cookiebot diese Automatik den Pflegekosten einer selbst gehosteten Lösung gegenüber.

Wie schlägt sich CCM19 beim Self-Hosting?

Aktenordner mit Kette und Schloss an Heizkörper fixiert
CCM19 setzt auf Datenhoheit: In der Download-Version verlassen die Einwilligungsdaten den eigenen Server nicht.

CCM19 ist die überzeugendste Antwort für alle, die ihre Einwilligungsdaten physisch im eigenen Haus behalten wollen. Der Anbieter aus Bonn gehört zu den wenigen am Markt, die eine echte Download-Version ihrer Consent Management Platform anbieten, die komplett auf der eigenen Infrastruktur läuft. Für datenschutzsensible Branchen ist das ein starkes Argument.

Die Datenhoheit ist der Kern des Angebots. In der On-Premise-Variante verlässt kein einziger Consent-Datensatz den eigenen Server, ein Betrieb über Docker oder Kubernetes ist vorgesehen. Behörden, Kliniken und Konzerne mit strengen internen Vorgaben erfüllen damit Anforderungen, die eine reine Cloud konstruktionsbedingt schwerer abdeckt.

Auch technisch ist CCM19 kein Leichtgewicht. Der Cookie-Scanner blockiert über 210.000 bekannte Cookies, läuft permanent statt nur monatlich und protokolliert jede Einwilligung revisionssicher nach Artikel 7 der DSGVO. Die Engine der Agenturversion ist auf mehr als zehn Millionen Seitenaufrufe pro Tag ausgelegt.

Preislich ist der Anbieter angriffslustig. Ein kostenloser Tarif deckt kleine Seiten bis 5.000 Impressionen im Monat ab, die On-Premise-Option beginnt bei rund 7,90 Euro monatlich. Google Consent Mode v2 und der IAB-Standard TCF v2.3 sind ebenfalls an Bord. CCM19 ist damit kein Strohmann, sondern ein ausgereifter Wettbewerber mit klarem Profil.

Cloud oder Self-Hosted: Was bedeutet das für Datenhoheit und DSGVO?

Waage mit Baumwolle und Schloss im Gleichgewicht, §-Fahne und Textschild unten
Komfort gegen Kontrolle: Cloud und Self-Hosting können beide voll DSGVO-konform sein.

Self-Hosting maximiert die Kontrolle, die Cloud maximiert die Entlastung, und beide können voll DSGVO-konform sein. Die Wahl der passenden Consent Management Platform hängt weniger am Gesetzestext als an der Frage, wer die Verantwortung für Updates, Serverbetrieb und rechtliche Aktualität tragen soll. Genau hier trennen sich die Wege von Cookiebot und CCM19.

Das Argument für Self-Hosting ist real und ernst zu nehmen. Liegen die Einwilligungsdaten im eigenen Rechenzentrum, umgeht der Betreiber jede Debatte über internationale Datentransfers von vornherein. Wie fragil dieses Feld ist, zeigte zuletzt ein Urteil, über das die Redaktion im Beitrag zum erschütterten EU-US-Datentransfer berichtet hat.

Die Kehrseite trägt der Betreiber allein. Ein selbst gehostetes System braucht Server, Wartungsfenster, Sicherheitsupdates und jemanden, der neue Rechtsprechung in die Konfiguration übersetzt. Fällt diese Pflege aus, kippt der vermeintliche Datenschutzvorteil schnell in ein Compliance-Risiko, weil der Banner veraltet.

Cookiebot dreht die Logik um und verlagert genau diese Last in die Cloud. Scans, Cookie-Klassifizierung und die Anpassung an neue Vorgaben laufen zentral, ohne dass der Kunde eingreift. Die Datenverarbeitung bleibt dabei in der EU, was den häufigsten Einwand gegen eine cloudbasierte Consent Management Platform entkräftet.

Interessant ist, dass die Politik das Cookie-Banner selbst gerade neu verhandelt. Der Streit um eine mögliche Abschaffung, den die Redaktion im Beitrag über Brüssels gestoppten Vorstoß nachgezeichnet hat, zeigt eines: Eine wartungsarme Lösung ist bei künftigen Regeländerungen im Vorteil, weil die Anpassung nicht am eigenen Team hängt.

Ein Rechenschieber hängt zwischen zwei Etiketten mit der Aufschrift „pro Domain“ und „pro Impression“
Zwei Preislogiken: Cookiebot rechnet pro Domain, CCM19 nach Impressionen.

Der Lizenzpreis ist nur die halbe Rechnung, die zweite Hälfte steckt im Pflegeaufwand. Beide Anbieter starten mit einem kostenlosen Tarif für kleine Auftritte, doch die Modelle dahinter folgen einer völlig anderen Logik. Ein Blick allein auf die Monatsgebühr vergleicht die falsche Zahl.

CCM19 rechnet nach Impressionen und Betriebsmodell. Der Gratistarif reicht bis 5.000 Impressionen im Monat, die On-Premise-Variante beginnt bei rund 7,90 Euro, die höheren Agentur- und Enterprise-Pakete reichen bis knapp 500 Euro im Jahr. Der Serverbetrieb und die Wartung der Download-Version kommen als interne Kosten obendrauf.

Welcher Kostenlogik folgen Sie?
Preis pro Domain gegen Preis pro Impression, plus verstecktem Pflegeaufwand
Cookiebot

Free-Tarif

50

Unterseiten auf 1 Domain kostenlos

Abrechnung pro Domain nach Unterseitenzahl. Wartung, Scan und Rechtspflege inklusive.

CCM19

On-Premise ab

7,90 €

pro Monat, Free bis 5.000 Impressionen

Abrechnung nach Impressionen. Serverbetrieb und Updates der Download-Version kommen intern hinzu.

Faustregel: Viele Domains und wenig IT-Kapazität sprechen für die Cloud von Cookiebot. Eine Domain mit hoher Datenschutzanforderung und eigener IT spricht für das Self-Hosting von CCM19.

Cookiebot berechnet den Preis dagegen pro Domain und staffelt ihn nach der Zahl der Unterseiten, nicht nach dem Traffic. Der kostenlose Tarif deckt eine einzelne Domain mit bis zu 50 Unterseiten ab, größere Auftritte wandern in die bezahlten Stufen. Im Aufpreis steckt die komplette Wartungsfreiheit dieser Consent Management Platform, was bei mehreren Kundenprojekten schnell den Ausschlag gibt. Die genaue Staffelung zeigt der Tarifrechner von Cookiebot.

Eine Consent Management Platform ist keine Software, die man einmal installiert und vergisst. Der eigentliche Gegenwert steckt nicht im Banner, sondern in der laufenden Pflege gegen jede neue Rechtsprechung. Im Cloud-Modell übernimmt sie der Anbieter, beim Self-Hosting das eigene Team.

— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web

Für wen eignet sich Cookiebot, für wen CCM19?

Zwei Türen mit Piktogrammen, Wegweiser und Gartenzwerge in einem weißen Raum
Zwei Profile, zwei Türen: Agenturen gehen einen anderen Weg als das datenschutzsensible Einzelprojekt.

Cookiebot passt zu skalierenden und international ausgerichteten Betreibern, CCM19 zu datenschutzgetriebenen Einzelprojekten mit eigener IT. Die Entscheidung für eine Consent Management Platform fällt nicht an der Konformität, sondern am Betriebsmodell und an den vorhandenen Ressourcen. Zwei Profile lassen sich klar trennen.

Für Agenturen und Unternehmen mit vielen Domains ist Cookiebot die naheliegende Wahl. Die zentrale Verwaltung, der automatische Scan und die 47-Sprachen-Automatik skalieren über Dutzende Kundenprojekte hinweg, ohne dass jedes einzeln gepflegt werden muss. Der Preis pro Domain rechnet sich, sobald die eingesparte Arbeitszeit gegengerechnet wird.

Ein datenschutzsensibles Einzelprojekt mit eigener Serverlandschaft findet dagegen in CCM19 den passenden Partner. Eine Klinik, eine Behörde oder ein Konzern mit der internen Vorgabe, keine personenbezogenen Daten an Dritte zu geben, spielt die Stärke des Self-Hostings voll aus. Hier wiegt die Datenhoheit schwerer als der Komfortgewinn.

Die Grauzone dazwischen entscheidet sich an einer einzigen Frage: Bei wem liegt die laufende Pflege? Fehlt die IT-Kapazität für Serverbetrieb und Rechts-Updates, verwandelt sich der Self-Hosting-Vorteil in eine Dauerbaustelle, und die verwaltete Cloud gewinnt.

Fazit: Warum Cookiebot für skalierende Websites vorn liegt

Für die meisten skalierenden, mehrsprachigen oder von Agenturen betreuten Auftritte ist Cookiebot aus Sicht der Redaktion die praktischere Consent Management Platform, weil sie die Pflegelast vollständig abnimmt und trotzdem die EU-Datenverarbeitung wahrt. CCM19 bleibt die richtige Wahl für den klar umrissenen Fall, in dem echtes Self-Hosting Pflicht ist. Wo kein zwingender Grund für Self-Hosting besteht, wiegen Komfort und Rechtssicherheit am Ende schwerer als die physische Datenhoheit.

Der ehrliche Anwendungsfall für Cookiebot ist der wachsende, mehrsprachige oder von einer Agentur betreute Auftritt. Automatischer Scan, Google Consent Mode v2 ab Werk, ISO-Zertifizierung und ein EU-Datenstandort ergeben ein Paket, das die häufigsten Fehlerquellen ohne eigenes Zutun schließt. Den Einstieg in diese Consent Management Platform bietet Cookiebot direkt an.

CCM19 verliert diesen Vergleich nicht wegen Schwäche, sondern wegen einer anderen Zielrichtung. Sein Self-Hosting ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal, das für die eine spezielle Anforderung unschlagbar bleibt. Nur reicht dieser Vorteil eben so weit, wie die eigene IT ihn dauerhaft absichern kann.

Ein Buch mit einer Karte, einem Suchbalken und einem Globus auf weißem Hintergrund
Die wichtigsten Begriffe rund um die Consent Management Platform kompakt erklärt.

Consent Management Platform (CMP)

Eine Consent Management Platform ist ein System, das Einwilligungen für Cookies und Tracker einholt, dokumentiert und an nachgelagerte Dienste weitergibt. Sie steuert den Cookie-Banner und stellt sicher, dass nicht notwendige Skripte erst nach Zustimmung laden. Cookiebot und CCM19 sind zwei Ausprägungen dieser Kategorie.

Datenhoheit

Datenhoheit bezeichnet die vollständige Kontrolle einer Organisation über den Speicherort und die Verarbeitung ihrer Daten. Sie ist das zentrale Verkaufsargument für Self-Hosting-Lösungen. Im Vergleich zwischen Cloud und On-Premise ist sie der schärfste Trennungspunkt.

Cookie-Scanner

Ein Cookie-Scanner durchsucht eine Website automatisch nach gesetzten Cookies und Trackern und ordnet sie Kategorien zu. Auf dieser Grundlage baut der Banner seine Auswahl auf. Cookiebot scannt monatlich, CCM19 permanent.

Consent Mode

Consent Mode ist der Oberbegriff für Googles Mechanismus, das Verhalten seiner Tags am Einwilligungsstatus auszurichten. Bei fehlender Zustimmung werden nur anonymisierte Pings gesendet. Version 2 erweiterte die Pflichtsignale um Werbeparameter.

DSGVO

Die Datenschutz-Grundverordnung ist das EU-weite Regelwerk für die Verarbeitung personenbezogener Daten. Sie verlangt für viele Tracking-Vorgänge eine freiwillige, informierte Einwilligung und schreibt deren Nachweisbarkeit vor. Für Consent-Tools ist Artikel 7 zur Einwilligung besonders relevant.

Google Consent Mode v2

Google Consent Mode v2 ist eine Schnittstelle, über die eine Website den Zustimmungsstatus an Google-Dienste wie Analytics und Ads übermittelt. Ohne dieses Signal drosselt Google seit 2024 die Datenerfassung. Beide verglichenen Systeme unterstützen den Standard.

IAB TCF v2.3

Das Transparency and Consent Framework des Branchenverbands IAB Europe ist ein standardisiertes Protokoll, mit dem Einwilligungen an Werbepartner signalisiert werden. Version 2.3 ist der aktuelle Stand. Cookiebot und CCM19 sind beide TCF-kompatibel.

On-Premise

On-Premise bezeichnet den Betrieb einer Software auf der eigenen Infrastruktur statt in der Cloud des Anbieters. Bei einer Consent Management Platform bedeutet das, dass die Einwilligungsdaten den eigenen Server nicht verlassen. CCM19 bietet dieses Modell als Download-Version an.

SaaS

Software as a Service beschreibt eine Anwendung, die zentral beim Anbieter läuft und über das Internet genutzt wird. Der Kunde spart Installation und Wartung, gibt dafür aber die physische Datenhaltung ab. Cookiebot folgt konsequent diesem Cloud-Prinzip.

TDDDG

Das Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz, bis Mai 2024 TTDSG genannt, setzt die ePrivacy-Vorgaben in deutsches Recht um. Sein § 25 verlangt eine Einwilligung für den Zugriff auf Endgeräte, sofern er nicht technisch notwendig ist. Das ist die rechtliche Basis der Banner-Pflicht.

Was ist eine Consent Management Platform?

Eine Consent Management Platform ist ein Werkzeug, das Einwilligungen für Cookies und Tracker einholt, dokumentiert und an nachgelagerte Dienste weitergibt. Sie steuert den Cookie-Banner und verhindert, dass nicht notwendige Skripte vor der Zustimmung laden. Cookiebot und CCM19 sind zwei bekannte Vertreter dieser Kategorie.

Ist Cookiebot DSGVO-konform?

Ja, Cookiebot ist auf die Anforderungen von DSGVO und TDDDG ausgelegt und verarbeitet Einwilligungsdaten in der EU. Das Produkt ist nach ISO 27001 und ISO 27701 zertifiziert und ein von Google zertifizierter CMP-Partner. Der Consent-Endpunkt liegt in Frankfurt am Main, das CDN lässt sich auf EU-Anbieter umstellen.

Was kostet Cookiebot?

Cookiebot bietet einen dauerhaft kostenlosen Tarif für eine einzelne Domain mit bis zu 50 Unterseiten. Die Abrechnung der bezahlten Tarife erfolgt pro Domain und richtet sich nach der Zahl der Unterseiten, nicht nach dem Traffic. Damit ist der Wartungsaufwand bereits eingepreist.

Braucht man mit Google Consent Mode v2 noch einen Cookie-Banner?

Ja, der Cookie-Banner bleibt Pflicht. Google Consent Mode v2 übermittelt nur den Zustimmungsstatus an Google-Dienste, ersetzt aber nicht die nach § 25 TDDDG vorgeschriebene aktive Einwilligung des Nutzers. Erst der Banner holt diese Zustimmung ein, der Consent Mode leitet sie danach weiter.

Kann man eine Consent Management Platform selbst hosten?

Ja, es gibt Consent Management Platforms mit echter Self-Hosting-Option, etwa CCM19 mit seiner Download-Version. Dabei bleiben die Einwilligungsdaten auf dem eigenen Server. Cookiebot setzt dagegen konsequent auf ein Cloud-Modell und nimmt dem Betreiber Serverbetrieb und Wartung vollständig ab.

Welche Consent-Lösung eignet sich für Agenturen?

Für Agenturen mit vielen Kundenprojekten spielt Cookiebot seine Stärken aus, weil der automatische Scan, die zentrale Verwaltung und die Unterstützung von über 47 Sprachen den Pflegeaufwand pro Domain minimieren. Eine selbst gehostete Lösung wie CCM19 lohnt sich eher bei einzelnen, datenschutzkritischen Projekten.

Quellen

  • Cookiebot (Usercentrics) | Produkt- und Funktionsübersicht Cookiebot CMP | https://www.cookiebot.com/en/ | besucht am 30.07.2026
  • Usercentrics | Unternehmens- und Datenverarbeitungsangaben | https://usercentrics.com/ | besucht am 30.07.2026
  • Bundesministerium der Justiz | § 25 TDDDG (vormals TTDSG), Einwilligung bei Endeinrichtungen | https://www.gesetze-im-internet.de/ttdsg/__25.html | besucht am 30.07.2026
  • Gerichtshof der Europäischen Union | Urteil Planet49, Rechtssache C-673/17 | https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:62017CJ0673 | besucht am 30.07.2026
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