CMS Vergleich
2026
Das sind die besten 69 Anbieter.
Hinter dem Begriff CMS stecken 2026 fünf sehr verschiedene Bauarten, vom Open-Source-Klassiker mit eigenem Frontend bis zum Headless-Dienst mit reiner Schnittstelle. Wir haben 69 Systeme geprüft und nach Bauart, Redaktionsalltag, Hosting-Standort und Kosten geordnet.
Drupal ist ein freies Open-Source-CMS auf PHP- und Symfony-Basis, das eher als Content-Framework denn als fertiges Seitenwerkzeug angelegt ist. Flexibles Entity- und Feldmodell, feingranulare Rechte und JSON:API eignen sich für große, komplexe Web-Projekte von Verwaltungen, Hochschulen und Konzernen.
Drupal wird von der gemeinnützigen Drupal Association getragen und steht unter der GPL zur freien Verfügung. Die Software ist in PHP auf Basis von Symfony geschrieben und versteht sich weniger als fertiges Seitenwerkzeug denn als Content-Framework für Digital-Experience-Plattformen. Typische Anwender sind öffentliche Verwaltungen, Universitäten, NGOs und Konzerne, die viele Sites parallel betreiben.
Kern des Systems ist ein flexibles Entity- und Feldmodell, mit dem sich beliebige Inhaltstypen und Beziehungen abbilden lassen. Ein feingranulares Rechtesystem für Rollen und Redaktionsprozesse sowie durchgängige Mehrsprachigkeit ergänzen dieses Modell. Über JSON:API lassen sich Inhalte headless an externe Frontends und weitere Kanäle ausliefern, sodass klassische Seitenausgabe und API-Nutzung nebeneinander möglich sind.
Die Software ist kostenlos und wird in der Regel selbst oder bei einem Dienstleister gehostet. Kosten entstehen durch Hosting, Umsetzung und Wartung, üblicherweise über spezialisierte Agenturen. Eine Preisliste des Projekts fehlt entsprechend. Hinter der Weiterentwicklung steht eine große Open-Source-Community, koordiniert von der Drupal Association.
WordPress ist ein freies Open-Source-CMS auf Basis von PHP und MariaDB, lizenziert unter der GPLv2. Das klassische System mit eigenem Frontend deckt vom Blog bis zur Unternehmenswebsite ein breites Spektrum ab und wird selbst gehostet. Über 43 Prozent aller Websites im Internet setzen darauf.
de.wordpress.org
WordPress ist im Jahr 2003 als Fork von b2/cafelog entstanden, erstellt von Mike Little und Matt Mullenweg. Getragen wird die Software heute von einem weltweiten Open-Source-Projekt, die Markenrechte liegen bei der gemeinnützigen WordPress Foundation in den USA. Technische Basis sind PHP und MariaDB, die Lizenz ist die GPLv2 oder neuer mit den vier Freiheiten, das Programm auszuführen, zu untersuchen, zu verändern und weiterzugeben. Über 43 Prozent aller Websites im Internet laufen mit WordPress.
Als Redaktionsoberfläche dient der Block-Editor. Inhalte und Layouts entstehen dort ohne Programmierkenntnisse und erscheinen in Echtzeit. Zum Standard gehören Entwürfe, geplante Veröffentlichung, Revisionen, Passwortschutz, Medienverwaltung sowie die Rollen Administrator, Redakteur, Autor, Mitarbeiter und Abonnent. Themes verändern die Gestaltung, Tausende Plugins ergänzen Shop, Analyse, Newsletter oder Social-Media-Anbindung. Zielgruppe sind Selbstständige, kleine und mittlere Unternehmen, Vereine, Redaktionen und Agenturen.
Die Software wird heruntergeladen und auf eigenem oder gemietetem Hosting betrieben, der Hoster ist frei wählbar. Für den WordPress-Code fallen keine Lizenzgebühren an, auch nicht bei kommerziellen Projekten. Kosten entstehen durch Hosting, kommerzielle Erweiterungen und Dienstleister. Unterstützung liefern Supportforen, Dokumentation, Learn WordPress sowie Meetups und WordCamps der Community.
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Was ist ein CMS, und brauchen Sie wirklich eines?

Ein Content-Management-System trennt Inhalt von Gestaltung: Redaktionen pflegen Texte und Bilder in einer Oberfläche, Vorlagen bestimmen das Aussehen. Eine fünfseitige Visitenkarten-Website läuft auch auf einem Baukasten. Ab regelmäßiger Pflege, mehreren Redakteuren oder zwei Sprachen zahlt sich ein CMS-System aus.
Ein CMS besteht aus zwei Hälften. Im Backend legen Sie Seiten an, laden Bilder hoch und verteilen Rechte; das Frontend zeigt dem Publikum das Ergebnis in einem Layout, das Templates vorgeben. Diese Trennung ist der eigentliche Kern der Gattung: Inhalte liegen in einer Datenbank oder in strukturierten Dateien, die Gestaltung steckt in Vorlagen. Ändert jemand das Template, wandern alle 400 Seiten mit.
Die Wikipedia führt Web-Content-Management-Systeme als Unterklasse der Content-Management-Systeme und grenzt sie gegen Enterprise-Content-Management ab. Genau diese Abgrenzung erspart Fehlkäufe. Ein WCMS pflegt Websites, ein ECM verwaltet Dokumente, Akten und Aufbewahrungsfristen im Unternehmen. Produktdaten mit Attributen, Varianten und Übersetzungen gehören dagegen in ein PIM-System, das Shop, Katalog und Marktplatz beliefert.
Wo hört der Baukasten auf? Anbieter wie Wix, Squarespace, Jimdo oder IONOS MyWebsite liefern Editor, Vorlagen und Hosting als geschlossenen Dienst. Der Start dauert Stunden statt Wochen, die Grenzen zeigen sich später: eigene Inhaltstypen, gewachsene Rechtekonzepte oder der Umzug auf eine andere Technik bleiben schwierig. Eine CMS-Software installieren Sie auf eigenem Hosting und erweitern Funktion wie Aussehen frei.
Zwei Produktgruppen bleiben in diesem Vergleich bewusst außen vor. Reine Shopsysteme wie Shopware oder Shopify zählen nicht dazu, obwohl die Erhebung von W3Techs Shopify auf Platz zwei der CMS-Rangliste führt; diese Messung zählt Shopsysteme mit, der Vergleich hier nicht. Reine DAM-, ECM- und Intranet-Portale ohne Web-CMS-Kern fehlen aus demselben Grund.
Selbst pflegen oder abgeben? Wer eine Handvoll Seiten betreibt und zweimal im Jahr etwas ändert, fährt mit einem Baukasten günstiger. Sobald mehrere Personen Inhalte einstellen, Freigaben nötig werden oder zwei Sprachen parallel laufen, kippt die Rechnung. Dann spart das System mehr Arbeitszeit, als Einrichtung und Pflege kosten.
Je mehr der sieben Punkte auf Sie zutreffen, desto klarer spricht Ihr Vorhaben für ein CMS. Ab vier Treffern lohnt der Vergleich konkreter Systeme, darunter genügt oft ein Baukasten.
- Umfang: Ihr Auftritt umfasst mehr als zehn Seiten, und die Zahl wächst mit jedem Projekt weiter.
- Redaktion: Mindestens zwei Personen pflegen Inhalte, ohne sich über einen gemeinsamen Entwurf abstimmen zu können.
- Takt: Änderungen fallen monatlich oder häufiger an, etwa Preise, Termine oder Stellenangebote.
- Reichweite: Mehrere Sprachen oder Standorte brauchen eigene Inhalte bei gleicher Gestaltung.
- Freigabe: Vor der Veröffentlichung muss jemand gegenlesen, etwa die Rechtsabteilung oder die Geschäftsführung.
- Funktion: Formulare, ein Blog, Downloads oder eine Suche gehören zum Auftritt und müssen pflegbar bleiben.
- Planung: Für die nächsten zwei Jahre stehen Wachstum, ein Shop oder eine App auf der Roadmap.
Lohnt sich der Schritt für jeden? Nein. Eine Handwerksfirma mit fünf Seiten und zwei Änderungen pro Jahr fährt mit einem Baukasten günstiger und schneller. Ein CMS rechnet sich über gesparte Arbeitszeit, und die entsteht erst bei regelmäßiger Pflege durch mehrere Personen.
Diese 7 Probleme löst ein CMS
Ein Redaktionssystem schließt sieben Lücken im Alltag: die Abhängigkeit von der Agentur bei jeder Textänderung, veraltete Inhalte ohne Zuständigkeit, fehlende Freigaben, zerfallendes Design, Sicherheitslücken in handgepflegtem HTML, unpflegbare SEO-Grundlagen und Mehrsprachigkeit als Einzelbaustelle.
Die Punkte klingen technisch, kosten aber Arbeitszeit und Reichweite. Am deutlichsten zeigt sich das an der kleinsten Änderung: Ein Preis wechselt, fünf Seiten müssen mit, und die Anfrage liegt drei Tage bei der Agentur. Eine CMS-Software verschiebt diese Arbeit dorthin, wo das Wissen über den Inhalt sitzt, nämlich in die Fachabteilung.
Die folgenden sieben Fälle beschreiben, was ohne Redaktionssystem liegen bleibt und welchen Nutzen der Wechsel bringt.
Ein neuer Preis, ein geänderter Öffnungszeitensatz, drei Tage Wartezeit und eine Rechnung über 90 Euro. Ein Redaktionssystem verlegt diese Arbeit in die Fachabteilung, wo der Inhalt entsteht.
Ohne Redaktionsrollen bleibt die Pflege an dem hängen, der zufällig Zeit hat. Rollen, Aufgaben und Erinnerungen im System machen Zuständigkeit sichtbar und überprüfbar.
Ein falscher Preis oder eine ungeprüfte Zusage erreicht sofort jeden Besucher. Ein Workflow mit Entwurf, Prüfung und Freigabe hält solche Fehler zurück, bis jemand sie bemerkt.
Handgepflegte Seiten driften auseinander, sobald zehn Leute an ihnen arbeiten. Templates erzwingen ein einheitliches Layout und ziehen jede Änderung an der Vorlage über den gesamten Auftritt.
Statische Seiten mit alten Skripten und Formularen bleiben ungepatcht, weil niemand für sie verantwortlich ist. Ein gepflegtes CMS liefert Sicherheitsaktualisierungen für Kern und Erweiterungen.
Titel, Meta-Description, sprechende URLs und eine Sitemap entstehen ohne System nur von Hand. Im CMS gehören diese Felder zur Seite und lassen sich ohne Entwicklerzugriff ändern.
Eine zweite Sprachversion als Kopie zu pflegen verdoppelt jeden Fehler. Ein CMS verknüpft Sprachvarianten, meldet fehlende Übersetzungen und liefert Formulare samt Einwilligung und Protokoll.
Welche Arten von CMS lassen sich unterscheiden?

Acht Bauarten prägen den Markt: klassisches Open-Source-CMS, Enterprise-CMS und DXP, Headless und API-first, Hybrid beziehungsweise Decoupled, SaaS-Baukasten mit CMS-Kern, Flat-File-CMS ohne Datenbank, Framework-CMS für Entwicklerteams und Spezialsysteme für Behörden oder Verlage. Die Wahl der Bauart entscheidet über Betriebsaufwand, Kosten und Gestaltungsfreiheit.
Die Größenordnungen im Markt zeigt die Erhebung von W3Techs, abgerufen am 11. September 2026: WordPress läuft auf 40,3 Prozent aller Websites, was einem CMS-Marktanteil von 58,8 Prozent entspricht. Wix folgt mit 4,2 Prozent, Squarespace mit 2,4, Joomla mit 1,1, Webflow mit 0,8 und Drupal mit 0,6 Prozent. Ganze 31,5 Prozent aller Websites nutzen überhaupt kein CMS. Die Messung gilt weltweit und beschreibt Verbreitung, nicht Eignung.
Marktanteile taugen deshalb als Orientierung, nicht als Auswahlkriterium. Ein Verlag mit 40.000 Artikeln, ein Maschinenbauer mit acht Sprachen und ein Verein mit zwölf Seiten brauchen verschiedene Bauarten. Jeder Typ unten steht darum mit seinem typischen Einsatzfall und mit dem Nachteil, den er mitbringt.
Quer durch alle acht Typen zieht sich eine Grundfrage: Bringt das System sein Frontend selbst mit, oder liefert die Plattform Inhalte nur über eine Schnittstelle aus? Die folgende Gegenüberstellung zeigt, was diese Entscheidung für Aufwand, Kanalvielfalt und Kosten bedeutet. Einen Mittelweg eröffnet der hybride Betrieb: Ein klassisches Open-Source-CMS bleibt bei seinem Frontend und gibt dieselben Inhalte zusätzlich per REST oder GraphQL heraus.
WordPress, TYPO3, Joomla, Drupal oder Contao bringen Backend, Templates und Erweiterungen mit. Passend für Unternehmensauftritte mit eigener Pflege. Der Nachteil: Updates, Hosting und Erweiterungen bleiben Ihre Verantwortung.
Adobe Experience Manager, Sitecore, CoreMedia oder FirstSpirit verbinden Content mit Personalisierung, Kampagnen und Analytics. Passend für Konzerne mit vielen Märkten. Der Nachteil: Verträge ohne Listenpreis und lange Einführungsprojekte.
Contentful, Storyblok, Hygraph, Strapi oder Sanity verwalten Inhalte und liefern sie per REST oder GraphQL aus. Passend für Website, App und Bildschirme aus einem Bestand. Der Nachteil: Das Frontend muss gebaut und gewartet werden.
Ein klassisches CMS behält sein Frontend und gibt dieselben Inhalte zusätzlich über eine Schnittstelle heraus. Passend für Auftritte, die schrittweise auf Headless umbauen. Der Nachteil: Zwei Auslieferungswege brauchen doppelte Pflege.
Wix, Squarespace, Jimdo, Webflow oder IONOS MyWebsite bündeln Editor, Vorlagen und Hosting. Passend für kleine Auftritte ohne eigene Technik. Der Nachteil: Eigene Inhaltstypen und ein späterer Umzug bleiben eng begrenzt.
Kirby, Grav oder Statamic speichern Inhalte in Dateien statt in einer Datenbank. Passend für schnelle, gut versionierbare Auftritte mittlerer Größe. Der Nachteil: Bei sehr großen Inhaltsmengen und komplexen Abfragen stößt das Modell an Grenzen.
django CMS, Wagtail, Sulu oder Payload setzen auf Django, Symfony oder Node.js auf. Passend für Fachanwendungen mit eigener Logik neben dem Content. Der Nachteil: Ohne Entwicklerteam läuft nichts, auch nicht im Betrieb.
OpenCms, Sitepark IES, SixCMS oder pirobase imperia zielen auf Behörden, Verlage und Verbände. Passend für Auftritte mit Redaktionsworkflows, Formularservern und Barrierefreiheitsauflagen. Der Nachteil: kleinere Community und engerer Dienstleistermarkt.
- Start in Tagen, weil Themes und Templates mitkommen
- Redaktion sieht die Vorschau genau so, wie die Seite erscheint
- Erweiterungen und Vorlagen stammen vom selben Anbieter
- Frontend und Backend hängen zusammen, ein Kanalwechsel wird aufwendig
- Betrieb, Updates und Sicherheitspatches liegen bei Ihnen
- Ein Inhaltsbestand bedient Website, App und Bildschirme im Laden
- Freie Technikwahl im Frontend, etwa Next.js, Astro oder Vue
- Inhalte bleiben beim Redesign unberührt, nur das Frontend wird getauscht
- Das Frontend muss entwickelt, gehostet und gewartet werden
- Redaktionen verlieren die direkte Seitenvorschau, sofern niemand sie nachbaut
2026
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Content-Management-Systeme 2026
Der Leitfaden für Entscheider führt die Auswahlkriterien vom Redaktionsalltag bis zur DSGVO durch, stellt die Bauarten von Open Source über Headless bis DXP gegenüber, beziffert die realistischen Kosten und liefert einen Fahrplan für Migration und Relaunch.
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Worauf Sie bei der Auswahl achten müssen
Acht Kriterien entscheiden über die Wahl: DSGVO und Hosting-Standort, Bedienung im Redaktionsalltag, Funktionsumfang und Erweiterbarkeit, Rollen und Freigaben, Mehrsprachigkeit, Schnittstellen zu Shop, CRM und PIM, Barrierefreiheit nach BFSG sowie Kosten und Zukunftssicherheit. Prüfen Sie alle acht, bevor Sie Budget freigeben.
Der Datenschutz steht am Anfang, weil die Nachbesserung am teuersten wird. Artikel 28 der Datenschutz-Grundverordnung verlangt für jede Auftragsverarbeitung einen Vertrag, der Gegenstand, Dauer, Art und Zweck der Verarbeitung festlegt und den Dienstleister an dokumentierte Weisungen bindet. Verstöße gegen die Verarbeitungsgrundsätze sanktioniert Artikel 83 Absatz 5 mit Geldbußen bis 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Maßgeblich ist der höhere der beiden Beträge. Klären Sie deshalb vor dem Vertragsschluss Serverstandort, Subdienstleister und den Umgang mit Drittlandtransfers.
Das zweite Pflichtthema ist die Barrierefreiheit. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz vom 16. Juli 2021, veröffentlicht im Bundesgesetzblatt I auf Seite 2970, setzt die EU-Richtlinie 2019/882 um und greift für Produkte, die nach dem 28. Juni 2025 in den Verkehr gebracht werden. Ausgenommen bleiben nach Paragraf 3 Absatz 3 Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, also Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme. Für alle übrigen gilt: Das CMS muss barrierefreie Vorlagen, sinnvolle Überschriftenebenen und pflegbare Alternativtexte zulassen, sonst scheitert die Umsetzung an der Technik.
Und wenn die Agentur ein System vorgibt? Eine Empfehlung aus der Praxis ist ein Argument, kein Urteil. Fragen Sie nach dem Grund, nach der Zahl vergleichbarer Projekte und vor allem nach dem Ausstiegsweg: Wie kommen Inhalte, Bilder und URLs wieder heraus, sobald die Zusammenarbeit endet? Eine klare Antwort auf diese Frage sagt mehr über die Zusammenarbeit als jede Funktionsliste.
Artikel 28 DSGVO verlangt für jede Auftragsverarbeitung einen Vertrag mit festgelegtem Gegenstand, Zweck und Weisungsbindung. Bei Verstößen gegen die Verarbeitungsgrundsätze reicht der Bußgeldrahmen nach Artikel 83 Absatz 5 bis 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes. Selbst gehostete Systeme lassen sich vollständig in der EU betreiben, SaaS-Dienste nicht immer.
Ein System wird täglich benutzt, nicht täglich gekauft. Prüfen Sie deshalb nicht die Funktionsliste, sondern den dritten Arbeitsschritt: eine Seite anlegen, ein Bild mit Alternativtext einsetzen, einen Textbaustein auf fünf Seiten ändern. Bleiben Redaktionen hier hängen, wandert die Arbeit zurück an die Agentur.
Ein Auftritt besteht selten nur aus Seiten. Stellenangebote, Referenzen, Standorte oder Produkte brauchen eigene Felder, damit Filter und Übersichten automatisch entstehen. Prüfen Sie, ob das System solche Inhaltstypen ohne Programmierung zulässt und wie viele Erweiterungen dafür nötig sind.
Sobald mehr als zwei Personen pflegen, braucht der Auftritt ein Rechtemodell. Sinnvoll getrennt sind Autor, Redaktion, Freigabe und Administration, zusätzlich abgestuft nach Bereich oder Sprache. Fehlt diese Trennung, arbeiten alle mit Administratorrechten, und ein einziger Fehlklick erreicht sofort die Öffentlichkeit.
Mehrsprachigkeit bedeutet mehr als eine zweite Seitenkopie. Ein brauchbares System verknüpft Sprachvarianten miteinander, zeigt fehlende Übersetzungen an und setzt hreflang-Angaben automatisch. Wer viele Standorte oder Marken betreibt, prüft zusätzlich die Mandantenfähigkeit: mehrere Auftritte aus einer Installation mit getrennten Rechten.
Newsletter, CRM, Shop, Produktdaten und Analytics hängen am Auftritt. Prüfen Sie, ob offene Schnittstellen per REST oder GraphQL bereitstehen, ob Webhooks Änderungen weitermelden und ob fertige Anbindungen für Ihre Systeme bestehen. Jede fehlende Schnittstelle wird später zu einem Individualprojekt mit eigenem Wartungsvertrag.
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz vom 16. Juli 2021 setzt die EU-Richtlinie 2019/882 um und greift für Produkte, die nach dem 28. Juni 2025 in den Verkehr gebracht werden. Kleinstunternehmen mit Dienstleistungsangebot bleiben nach Paragraf 3 Absatz 3 ausgenommen. Für alle übrigen muss das System barrierefreie Vorlagen, korrekte Überschriftenebenen und pflegbare Alternativtexte hergeben.
Neben Lizenz und Hosting zählen Wartung, Erweiterungen, Designarbeit, Migration, Schulung und interne Arbeitszeit. Für die Zukunftssicherheit prüfen Sie die Release-Frequenz, die Zahl aktiver Entwickler oder Partner und den Datenexport. Ein System ohne vollständigen Export bindet Sie fester als jede Vertragslaufzeit.
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Wie Sie ein CMS erfolgreich einführen

Die Einführung läuft in sechs Phasen: Ziele und Anforderungen, Auswahl und Test mit echten Inhalten, Konzept samt Rechtemodell, Aufbau von Templates und Schnittstellen, Inhaltsmigration mit Redirects, schließlich Livegang und Schulung. Die Dauern unten sind Erfahrungsspannen aus Projekten, keine Zusage.
Der häufigste Fehlstart liegt vor der ersten Phase: Ein System wird gekauft, bevor jemand die Anforderungen aufgeschrieben hat. Beginnen Sie darum mit einer Liste der Inhaltstypen, der beteiligten Rollen und der Sprachen. Diese Liste ist später das Prüfraster für jede Demo.
Wie testet man ein CMS unverbindlich? Drei Wege stehen offen: die offizielle Demo-Instanz des Anbieters, eine lokale Testinstallation bei Open-Source-Systemen und die kostenlose Testphase der SaaS-Dienste. Wichtig ist in allen drei Fällen derselbe Punkt: Nehmen Sie eigene Texte, eigene Bilder und eine echte Seitenstruktur, niemals Blindtext. Ein Redaktionssystem fällt oder steht mit dem dritten Arbeitsschritt, nicht mit dem ersten Klick.
Beim Relaunch entscheidet die Migration über die Sichtbarkeit. Erfassen Sie alle bestehenden URLs aus Sitemap, Logfiles und Search Console, ordnen Sie jeder Adresse ein neues Ziel zu und legen Sie die Weiterleitungen als 301 an. Inhalte ohne Zugriffe und ohne Rankings wandern in dieser Phase besser in das Archiv, statt den neuen Auftritt zu belasten.
Ziele und Anforderungen
Inhaltstypen, Rollen, Sprachen und angeschlossene Systeme werden aufgeschrieben, bevor ein Anbieter überhaupt auftaucht. Diese Liste dient später als Prüfraster für jede Demo.
Auswahl und Test mit echten Inhalten
Zwei bis drei Systeme werden mit eigenen Texten, eigenen Bildern und einer echten Seitenstruktur getestet, über Demo-Instanz, lokale Testinstallation oder kostenlose Testphase.
Konzept, Struktur und Rechte
Informationsarchitektur, Navigation, Inhaltstypen und das Rollenmodell werden festgelegt. Parallel entsteht der Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem künftigen Hoster.
Aufbau, Templates und Schnittstellen
Vorlagen, Komponenten und Anbindungen an CRM, Shop oder Newsletter entstehen. Barrierefreiheit wird hier geprüft, nicht später; Nachbesserung im fertigen Template kostet ein Vielfaches.
Inhaltsmigration und Weiterleitungen
Altinhalte werden aussortiert, übernommen oder archiviert. Jede bestehende URL erhält ein neues Ziel als 301-Weiterleitung, erfasst aus Sitemap, Logfiles und Search Console.
Livegang, Schulung und Betrieb
Nach dem Umschalten folgen Redaktionsschulung, ein Wartungsplan mit benannter Zuständigkeit und die Beobachtung von Ladezeit, Crawling-Fehlern und Positionen.
Welche Fehler passieren bei der Einführung am häufigsten?

Sieben Fehler kosten am meisten: Auswahl nach Funktionsliste statt nach Redaktionsalltag, Updates ohne Verantwortlichen, zu viele Erweiterungen, ungefiltert migrierte Altinhalte, vergessene Weiterleitungen, fehlende Schulung sowie Barrierefreiheit und Datenschutz erst nach dem Livegang.
Welches CMS ist nun das sicherste? Die Frage führt in die Irre. Kein System ist von sich aus sicher oder unsicher; entscheidend sind Update-Disziplin, eine sparsame Zahl an Erweiterungen und eine saubere Rechtevergabe. Dass WordPress in Vorfallstatistiken vorn liegt, folgt aus seinem CMS-Marktanteil von 58,8 Prozent nach der W3Techs-Messung vom 11. September 2026: Wer die größte Fläche stellt, bekommt die meisten Angriffe ab.
Die sieben Stolperfallen unten stehen jeweils mit einem Gegenmittel, das sich im Projekt durchhalten lässt.
Die längste Funktionsliste gewinnt die Präsentation und verliert den Betrieb. Zwei Jahre später nutzt die Redaktion ein Zehntel der Module und umgeht den Rest per Mail.
Solange niemand namentlich zuständig ist, bleiben Sicherheitsaktualisierungen liegen. Genau diese Lücken nutzen automatisierte Angriffe zuerst aus.
Vierzig Plugins bedeuten vierzig fremde Codebasen mit eigenem Update-Takt. Jede einzelne kann den Auftritt nach dem nächsten Kern-Update lahmlegen.
Wer 1.200 Seiten unverändert übernimmt, schleppt 800 Seiten ohne Zugriffe mit. Pflegeaufwand, Ladezeit und interne Verlinkung leiden dauerhaft darunter.
Neue URL-Struktur ohne 301-Weiterleitungen bedeutet hunderte Fehlerseiten. Positionen und Backlinks verfallen innerhalb weniger Wochen.
Ohne Einführung bleibt das neue System ungenutzt, und die Änderungswünsche landen wieder bei der Agentur. Die versprochene Ersparnis fällt damit komplett weg.
Kontraste, Überschriftenebenen und Einwilligungen im fertigen Template nachzurüsten kostet ein Vielfaches. Beim BFSG kommt das Risiko einer Beschwerde bei der Marktüberwachung hinzu.
Was kostet ein CMS wirklich?
Baukästen beginnen bei 12 Euro im Monat, Open Source mit Managed Hosting bei etwa 5 Euro, SaaS- und Headless-Dienste im Mittelstand liegen zwischen 49 und 280 Euro monatlich, Enterprise-Plattformen starten bei rund 730 Euro und werden meist individuell kalkuliert. Lizenzkostenfrei heißt nicht kostenlos.
Vier Abrechnungsmodelle haben sich etabliert. Open-Source-Systeme kosten keine Lizenz, verlagern den Aufwand aber auf Hosting und Pflege. SaaS-Dienste rechnen monatlich pro Arbeitsplatz, Projekt oder Umgebung ab. Enterprise-Anbieter verhandeln Verträge ohne öffentliche Preisliste, und Headless-Plattformen staffeln zusätzlich nach API-Anfragen, Datenmenge oder Zahl der Sprachen. Genau diese Staffelung macht Angebote schwer vergleichbar, solange die eigene Mengenplanung fehlt.
Die Beträge in den vier Stufen unten stammen aus den Preisseiten der Anbieter, abgerufen am 11. September 2026. Wo ein Hersteller keine Listenpreise veröffentlicht, bleibt die Stufe qualitativ beschrieben. Vier Posten kommen 2026 hinzu, die in älteren Kalkulationen fehlen. Gemeint sind KI-Assistenz in der Redaktion als Zusatzmodul, der Umbau vorhandener Auftritte auf Composable- und Headless-Architekturen, die Umsetzung der Barrierefreiheit nach BFSG und die Verlagerung von Hosting sowie Daten in die EU.
IONOS MyWebsite kostet regulär 12 Euro im Monat für Starter, 18 Euro für Plus und 33 Euro für Pro, jeweils mit Hosting, Domain und Vorlagen. Aktionspreise in den ersten Monaten liegen darunter. Für fünf bis zehn Seiten ohne eigene Inhaltstypen reicht diese Stufe.
Die Lizenz kostet nichts, das Hosting schon. IONOS verlangt für WordPress-Hosting regulär 5 Euro im Monat im Tarif Start, 10 Euro für Grow und 15 Euro für Boost. Bei webgo beginnt CMS-taugliches NVMe-Hosting bei 12,95 Euro. Wartung, Erweiterungen und Arbeitszeit kommen obendrauf.
Squidex kostet 19 Euro im Monat für Basic, 49 Euro für Professional und 99 Euro für Business. DatoCMS beginnt im Professional-Plan bei 149 Euro monatlich bei Jahreszahlung, Umbraco Cloud bei 45 Euro und im Tarif Standard bei 280 Euro. Kaufen statt mieten geht ebenfalls: Kirby kostet 99 Euro je Projekt, die Enterprise-Lizenz 349 Euro.
Umbraco Cloud Professional liegt bei 730 Euro im Monat, Scrivito bei 999 Euro zuzüglich 0,12 Euro je Inhaltsobjekt und 109 Euro je aktivem Redakteur. Adobe Experience Manager, Sitecore, CoreMedia und FirstSpirit veröffentlichen keine Listenpreise und verhandeln nach Umgebungen, Traffic und Modulen.
Lizenzkostenfrei heißt nicht kostenlos. Sieben Posten fehlen in fast jeder ersten Kalkulation: Hosting, Wartung und Sicherheitsaktualisierungen, kostenpflichtige Erweiterungen, Template- und Designarbeit, die Migration der Altinhalte, die Redaktionsschulung sowie die interne Arbeitszeit für Pflege und Freigaben. Über fünf Jahre gerechnet übersteigt diese Summe bei Open-Source-Systemen die Lizenzersparnis regelmäßig. Rechnen Sie zusätzlich mit dem Aufwand für die Barrierefreiheit nach BFSG, sobald der Auftritt gewerblich betrieben wird.
1 Welche zwei Ebenen trennt ein CMS? Aufklappen ↓
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2 Was bedeutet „headless“ bei einem CMS? Aufklappen ↓
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3 Welchen CMS-Marktanteil hält WordPress im September 2026 laut W3Techs? Aufklappen ↓
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4 Woran hängt die Sicherheit eines CMS vor allem? Aufklappen ↓
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5 Was heißt lizenzkostenfrei bei einem Open-Source-CMS? Aufklappen ↓
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Glossar: CMS-Begriffe kurz erklärt
Die wichtigsten Fachbegriffe rund um Content-Management-Systeme, von Backend und Template über Headless bis zur Barrierefreiheit, kompakt erklärt.
- Content-Management-System (CMS)
Ein Content-Management-System ist eine Software zum Anlegen, Ändern und Veröffentlichen von Inhalten einer Website, ohne dass Programmierkenntnisse nötig sind. Der Kern der Gattung ist die Trennung von Inhalt und Gestaltung. Wird ausschließlich eine Website verwaltet, spricht die Fachliteratur präziser von einem Web-Content-Management-System.
- Backend
Das Backend ist der geschützte Redaktionsbereich, in dem Sie Seiten anlegen, Bilder hochladen, Rechte verteilen und Einstellungen pflegen. Zugang haben nur angemeldete Personen mit passender Rolle. Wie gut das Backend bedienbar ist, entscheidet im Alltag mehr über den Erfolg als der Funktionsumfang.
- Frontend
Das Frontend ist die öffentlich sichtbare Seite, die Besucher im Browser sehen. Bei klassischen Systemen erzeugt das CMS diese Darstellung selbst aus Templates. Bei Headless-Diensten entsteht das Frontend als eigenes Projekt und holt die Inhalte über eine Schnittstelle.
- Template
Ein Template ist eine Vorlage, die festlegt, an welcher Stelle Titel, Text, Bild und Navigation erscheinen. Inhalte werden in diese Vorlage eingesetzt, nicht in die Seite geschrieben. Eine Änderung am Template wirkt deshalb sofort auf jede Seite mit dieser Vorlage.
- Theme
Ein Theme bündelt Templates, Stylesheets, Schriften und Farben zu einem vollständigen Gestaltungspaket. Fertige Themes verkürzen den Start auf Tage, binden das Design aber an fremde Vorgaben. Ein eigenes Theme kostet mehr Aufwand und macht die Marke unverwechselbar.
- Plugin und Extension
Plugins, Extensions oder Module erweitern den Funktionsumfang eines CMS um Formulare, Shops, Caching oder Suchfunktionen. Jede Erweiterung bringt fremden Code mit eigenem Update-Takt in das System. Eine sparsame Auswahl senkt sowohl den Wartungsaufwand als auch das Sicherheitsrisiko.
- Headless CMS
Ein Headless CMS verwaltet ausschließlich Inhalte und liefert sie über eine Schnittstelle aus, ohne eigenes Frontend. Derselbe Bestand bedient damit Website, App und Bildschirme. Der Preis dafür ist ein eigenständiges Frontend-Projekt samt Entwicklung und Wartung.
- Decoupled CMS
Ein Decoupled CMS trennt Redaktion und Auslieferung wie ein Headless-System, behält aber eine mitgelieferte Darstellungsschicht als Option. Redaktionen behalten dadurch ihre Seitenvorschau. Diese hybride Bauart eignet sich für Auftritte, die schrittweise auf Headless umbauen.
- API, REST und GraphQL
Eine API ist die programmierbare Schnittstelle, über die andere Systeme Inhalte abrufen oder schreiben. REST liefert feste Endpunkte je Inhaltstyp, GraphQL lässt den abfragenden Dienst die benötigten Felder selbst bestimmen. Ohne dokumentierte API bleibt jede Anbindung an Shop oder CRM ein Individualprojekt.
- DXP (Digital Experience Platform)
Eine Digital Experience Platform erweitert das Content-Management um Personalisierung, Kampagnensteuerung, Analytics und häufig Commerce. Solche Plattformen zielen auf Konzerne mit vielen Märkten und Marken. Die Einführung dauert Monate, Preise werden individuell verhandelt.
- Open Source
Open-Source-Software steht unter einer Lizenz, die Quellcode, Nutzung und Weitergabe freigibt, etwa unter der GPL oder der MIT-Lizenz. Lizenzkosten fallen nicht an, Hosting, Wartung und Erweiterungen kosten trotzdem. Die Weiterentwicklung hängt an einer Community oder einer Stiftung statt an einem Hersteller.
- Proprietäre Lizenz
Bei einer proprietären Lizenz bleibt der Quellcode beim Hersteller, und die Nutzung ist an einen Vertrag gebunden. Support, Haftung und ein verbindlicher Release-Plan sprechen für dieses Modell. Gegen das Modell spricht die Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter samt seiner Preisgestaltung.
- SaaS und On-Premises
Software as a Service läuft beim Anbieter, der Betrieb, Updates und Verfügbarkeit übernimmt und monatlich abrechnet. On-Premises bedeutet Betrieb auf eigener oder gemieteter Infrastruktur mit voller Kontrolle über Daten und Konfiguration. Für den Datenschutz ist vor allem entscheidend, wo die Daten liegen und wer Zugriff hat.
- Rollen- und Rechtekonzept
Ein Rollen- und Rechtekonzept legt fest, wer Inhalte anlegen, bearbeiten, freigeben oder löschen darf. Übliche Rollen sind Autor, Redaktion, Freigabe und Administration, abgestuft nach Bereich oder Sprache. Ohne diese Trennung arbeiten alle mit Administratorrechten, und ein Fehlklick erreicht sofort die Öffentlichkeit.
- Workflow und Freigabe
Ein Workflow beschreibt den Weg eines Inhalts von Entwurf über Prüfung bis zur Veröffentlichung. Freigabestufen halten falsche Preise, ungeprüfte Zusagen und Tippfehler zurück, bevor sie live gehen. Zusätzlich protokolliert das System, wer welche Änderung wann vorgenommen hat.
- Mehrsprachigkeit und Lokalisierung
Mehrsprachigkeit verknüpft Sprachvarianten einer Seite miteinander und meldet fehlende oder veraltete Übersetzungen. Lokalisierung geht weiter und passt Datumsformate, Währungen, Maßeinheiten und Ansprache an den Markt an. Technisch gehören dazu hreflang-Angaben und eine verlässliche Sprachumschaltung.
- Migration und Relaunch
Migration bezeichnet den Umzug bestehender Inhalte in ein neues System, ein Relaunch zusätzlich den Umbau von Struktur und Gestaltung. Über die Sichtbarkeit entscheidet dabei das Weiterleitungskonzept: Jede alte URL braucht per 301 ein neues Ziel. Inhalte ohne Zugriffe und Rankings gehören vorher ins Archiv.
- Barrierefreiheit, BFSG und WCAG
Die WCAG sind die internationalen Richtlinien für barrierefreie Webinhalte, üblicher Zielwert ist Stufe AA. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz vom 16. Juli 2021 setzt die EU-Richtlinie 2019/882 in deutsches Recht um und greift für Produkte, die nach dem 28. Juni 2025 in den Verkehr gebracht werden. Kleinstunternehmen mit Dienstleistungsangebot bleiben nach Paragraf 3 Absatz 3 ausgenommen.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um Content-Management-Systeme, Auswahl, Sicherheit und Kosten, kurz und anbieterneutral beantwortet.
Was ist der Unterschied zwischen einem CMS und einem Homepage-Baukasten?
Ein Baukasten ist ein geschlossener Dienst, bei dem Editor, Vorlagen und Hosting vom selben Anbieter kommen; ein CMS ist eine Software, die Sie auf eigenem Hosting betreiben und in Funktion wie Aussehen frei erweitern. Der Baukasten startet in Stunden und verlangt kein technisches Wissen. Das CMS kostet mehr Einrichtung, erlaubt dafür eigene Inhaltstypen, Schnittstellen und einen späteren Umzug auf andere Technik.
Welches CMS ist Marktführer?
WordPress ist Marktführer und läuft am 11. September 2026 laut W3Techs auf 40,3 Prozent aller Websites, was einem CMS-Marktanteil von 58,8 Prozent entspricht. Wix folgt mit 4,2 Prozent, Squarespace mit 2,4 und Joomla mit 1,1 Prozent. Die Erhebung misst weltweit und sagt nichts darüber, welches System zu Ihrem Projekt passt.
Welches CMS eignet sich für Anfänger?
Für Einsteiger zählt eine übersichtliche Redaktionsoberfläche mehr als der größte Funktionsumfang. Gute Kandidaten sind SaaS-Baukästen mit CMS-Kern und schlanke Open-Source-Systeme mit fertigen Themes. Prüfen Sie vor der Entscheidung in der Demo, ob Sie die Startseite ohne Handbuch ändern können.
Was ist ein Headless CMS?
Ein Headless CMS verwaltet nur die Inhalte und liefert sie über eine Schnittstelle aus; die Darstellung übernimmt ein getrennt gebautes Frontend. Derselbe Inhaltsbestand bedient damit Website, App und Bildschirme im Laden. Der Preis dafür ist ein eigenes Frontend-Projekt, das entwickelt und gewartet werden muss.
Sind kostenlose CMS verfügbar?
Ja, die großen Open-Source-Systeme wie WordPress, TYPO3, Joomla und Drupal sind lizenzkostenfrei nutzbar; für Hosting, Updates und Pflege fallen trotzdem Kosten an. Managed Hosting für ein Open-Source-CMS beginnt bei rund 5 Euro im Monat. Der größere Posten bleibt die Arbeitszeit für Updates, Erweiterungen und Schulung.
Welches CMS ist am sichersten?
Sicherheit hängt weniger vom System ab als von Update-Disziplin, sparsamer Erweiterung und sauberer Rechtevergabe. Weit verbreitete Systeme werden häufiger angegriffen, weil die Angriffsfläche größer ist, nicht weil der Kern schwächer wäre. Ein Wartungsvertrag mit klarer Zuständigkeit wirkt stärker als ein Systemwechsel.
Welches CMS ist DSGVO-konform?
DSGVO-Konformität ist kein Produktmerkmal, sondern hängt am Hosting-Standort, am Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO und daran, wie Formulare, Analytics und Schriften konfiguriert sind. Selbst gehostete Open-Source-Systeme lassen sich vollständig in der EU betreiben. Bei SaaS-Diensten klären Sie Serverstandort, Subdienstleister und Drittlandtransfer vor dem Vertragsschluss.
Wie wechsle ich das CMS, ohne Rankings zu verlieren?
Der Wechsel gelingt ohne Rankingverlust, sobald jede alte URL per 301-Weiterleitung auf ihr neues Ziel zeigt und die Inhalte vor der Migration einmal ausgemistet werden. Legen Sie vorher eine vollständige URL-Liste aus Sitemap, Logfiles und Search Console an. Nach dem Livegang beobachten Sie Crawling-Fehler und Positionen mindestens vier Wochen lang.
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