Buchhaltungssoftware für Agenturen Vergleich
2026
Das sind die besten 80 Anbieter.
Agenturen verdienen ihr Geld mit Zeit, und genau die geht am leichtesten verloren. Stunden bleiben im Kalender liegen, Freelancer-Honorare wandern nie in die Kundenrechnung, und am Monatsende fehlt der Überblick, welches Projekt tatsächlich etwas eingebracht hat. Eine Buchhaltungssoftware für Agenturen führt Projekte, Zeiterfassung, Faktura und Buchhaltung in einem Datenbestand zusammen. Dieser Ratgeber erklärt anbieterneutral, was solche Programme leisten, welche Typen zur Wahl stehen, worauf Sie bei der Auswahl achten und was 2026 realistisch dafür fällig wird.
Wir haben 80 Buchhaltungssoftware für Agenturen für Sie recherchiert. Welche passen zu Ihnen? Der Bedarfs-Check oben findet sie, und wir melden uns mit Ihrer persönlichen Empfehlung.
Abacus
Abacus ist die ERP-Software der Abacus Research AG aus Wittenbach bei St. Gallen. Für Agenturen greifen Projektverwaltung, Zeiterfassung und Spesenmanagement direkt auf die Finanz-, Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung zu. Soll-Ist-Vergleich und Nachkalkulation liefern die Sicht auf die Projektmarge.
AbaNinja
AbaNinja ist die Schweizer Cloud-Lösung der DeepCloud AG aus Wittenbach, die Fakturierung und Finanzbuchhaltung verbindet. Für Agenturen zählen der Weg von der Offerte über den Auftrag zur QR-Rechnung, die KI-gestützte Erfassung von Fremdleistungsbelegen und die enthaltene Zeiterfassung mit Verrechnung an Kunden.
Accountable
Accountable ist eine App für Buchhaltung, Rechnungen und Steuern der Accountable SA mit deutscher Niederlassung in Berlin. Für Ein-Personen-Agenturen relevant sind Angebote und Rechnungen, unbegrenzte E-Rechnungen, Belegerfassung per Texterkennung sowie Umsatzsteuervoranmeldung und EÜR direkt an das Finanzamt.
Akaunting
Akaunting ist eine quelloffene Buchhaltungssoftware der Akaunting Inc., wahlweise als Cloud-Dienst oder als eigene Installation. Angebote, Rechnungen und wiederkehrende Abrechnung bilden den Kern, die App Projects ergänzt Aufgaben, Teamarbeit und Zeiterfassung. Deutsche Pflichtthemen deckt das Programm nicht ab.
Atlanto
Atlanto ist eine Online-Plattform der Atlanto AG aus St. Gallen für kleine Schweizer Unternehmen und Selbstständige. Das Modul Verkauf und Buchhaltung führt von der Offerte bis zur Rechnung, das Modul Zeitmanagement erfasst Arbeitszeiten für Projekte mit individuellen Stundensätzen.
awork
awork ist eine Projektplattform der awork GmbH aus Hamburg für Agenturen. Kapazitätsplanung, Projektmanagement und Zeiterfassung mit Budget- und Billability-Auswertung bilden den Kern. Buchhaltung und Faktura fehlen: Erfasste Zeiten gehen über Integrationen an sevdesk, Lexware Office oder ein Agentur-ERP.
Banana Buchhaltung
Banana Buchhaltung ist die tabellenbasierte Buchhaltungssoftware der Banana.ch SA aus Viganello im Tessin. Agenturen erhalten doppelte Buchhaltung, Fremdwährungen, Offerten und Rechnungen mit QR-Code sowie eine integrierte Zeiterfassung. Einzelne Projekte und Bereiche lassen sich über Kostenstellen sowie Segmente auswerten.
bexio
bexio ist die Cloud-Business-Software der bexio AG aus Rapperswil, einem Unternehmen der Mobiliar. Agenturen in der Schweiz gehen damit den Weg vom Angebot über Projekte und Zeiterfassung mit eigenen Stundensätzen bis zur Rechnung; Buchhaltung, MWST-Abrechnung und E-Banking laufen im selben System.
Billomat
Billomat ist die Cloud-Buchhaltung der aifinyo AG aus Berlin und betreibt eine eigene Zielgruppenseite für Marketing, Werbung und PR. Agenturen schreiben Angebote und Rechnungen, rechnen Retainer über Abo-Rechnungen ab und übergeben Belege über DATEVconnect an die Kanzlei. Zeiten kommen über Add-ons.
BMD
BMD NTCS ist die integrierte Unternehmenssoftware der BMD SYSTEMHAUS GesmbH aus Steyr in Oberösterreich. Für Agenturen greifen Projektmanagement, Projektzeit- und Leistungserfassung, Fakturierung sowie Buchhaltung und Kostenrechnung in einem System ineinander. Die Preise nennt BMD nach einer Produktanfrage.
BuchhaltungsButler
BuchhaltungsButler ist eine cloudbasierte Buchhaltungssoftware der BuchhaltungsButler GmbH aus Berlin. Belege und Bankumsätze werden KI-gestützt vorkontiert, Agenturen buchen wahlweise nach EÜR oder bilanzierend, weisen Buchungen einzelnen Projekten zu und übergeben die Daten per DATEV-Export an die Kanzlei.
Candis
Candis ist die Cloud-Software der Candis GmbH aus Berlin für die Kreditorenseite: Rechnungseingang, KI-gestützte Vorkontierung, mehrstufige Freigaben und Vertragsverwaltung. Für Agenturen laufen damit Freelancer-, Media- und Toolkosten kontrolliert ein; gebucht wird danach in DATEV oder im angebundenen ERP.
CashCtrl
CashCtrl ist die Cloud-Buchhaltung der CashCtrl AG aus Münchenstein in der Schweiz. Schon die kostenlose FREE-Version bringt doppelte Buchführung, QR-Rechnungen mit Debitoren und Kreditoren sowie den Jahresabschluss. PRO ergänzt Auftragsbearbeitung von der Offerte bis zur Mahnung, Kostenstellen je Projekt und eine offene API.
Circula
Circula ist eine Cloud-Software für das Ausgabenmanagement und bündelt Reisekosten, Auslagen, Firmenkreditkarten und Eingangsrechnungen. Belege werden per KI-OCR erfasst und nach Paragraf 14 UStG geprüft, Freigaben laufen nach Projekt oder Kostenstelle, als DATEV Premium-Partner exportiert Circula direkt in die Buchhaltung.
clockodo
clockodo ist die Zeiterfassung der Clockodo GmbH aus Unna und nennt Agenturen als erste Branche. Erfasste Zeiten werden Kunden, Projekten und Leistungen samt Stundensatz zugeordnet, Budgets bleiben im Blick. Eine eigene Buchhaltung fehlt: Die Zeitdaten gehen per Klick an Lexware Office, sevdesk oder easybill.
Collmex
Collmex ist eine browserbasierte Firmensoftware der Collmex GmbH aus Saarbrücken, die Buchhaltung, Faktura und Projektabrechnung verbindet. Agenturen erfassen Arbeitsstunden je Kundenprojekt, der Abrechnungslauf erzeugt daraus Rechnung und Tätigkeitsnachweis, Retainer laufen über die periodische Rechnung.
Crésus
Crésus ist die modulare Schweizer Buchhaltungssoftware der Epsitec SA aus Yverdon-les-Bains. Für Agenturen zählen das Modul Faktura mit QR-Rechnung, eBill und Mahnwesen, die Finanzbuchhaltung mit MWST-Abrechnung sowie die Option Kostenrechnung nach Analytik-Codes für Auswertungen je Mandat.
DATEV
Die DATEV eG aus Nürnberg liefert Software für Steuerkanzleien und Unternehmen. Agenturen nutzen vor allem DATEV Unternehmen online, um Belege digital zu erfassen und laufend an die Kanzlei zu übergeben. E-Rechnung und der DATEV-Marktplatz binden vorgelagerte Systeme an, Projektabrechnung fehlt.
Diamant Software
Diamant Software aus Bielefeld liefert mit Diamant/4 eine Rechnungswesen- und Controlling-Lösung für Organisationen ab rund 50 Mitarbeitenden. Die Finanzbuchhaltung bildet den Kern, ergänzt um Faktura, Rechnungseingangsmanagement, Banking sowie eine Kosten- und Leistungsrechnung für Auswertungen je Kostenstelle.
Dolibarr
Dolibarr ist eine quelloffene ERP- und CRM-Suite der Dolibarr Association, in der Sie nur die benötigten Module aktivieren. Für Agenturen greifen Proposals, Sale Orders, Contracts und Subscriptions, Projekte mit Timesheets sowie Rechnungen, Bankabgleich und doppelte Buchführung. DATEV und E-Rechnung kommen über Add-ons.
easybill
easybill ist die cloudbasierte Rechnungssoftware der easybill GmbH aus Kaarst. Für Agenturen bündelt das Programm Angebote, E-Rechnungen und Abo-Rechnungen mit Projektverwaltung samt Zeiterfassung: Zeiteinträge, Stundensatz und Projektbudget fließen in automatische Rechnungsentwürfe, die Übergabe läuft über DATEV.
easyJOB
easyJOB ist die Agentursoftware der Because Software GmbH aus Germering bei München. Die Software verbindet Jobabwicklung, Stundenerfassung und Controlling mit der Abrechnung: Abrechnungsvorschläge entstehen aus Job- und Stammdaten, dazu kommen Teil- und Akonto-Rechnungen, Sammelfaktura und E-Rechnung.
ERPNext
ERPNext ist ein quelloffenes ERP von Frappe Technologies Pvt. Ltd. aus Mumbai mit doppelter Buchführung und eigenem Projektmodul. Agenturen bilden damit die Kette aus Projekt, Timesheet und Rechnung ab, dazu Mehrgesellschafts- und Mehrwährungsbetrieb. Die DACH-Lokalisierung liegt bei Partnern.
everbill
everbill ist eine österreichische Online-Buchhaltung der everbill GmbH aus Wien. Angebote, Rechnungen, XRechnung, Mahnungen in drei Stufen und Eingangsbelege liegen an einem Ort. Der Tarif Agentur ergänzt Projekte, Kostenstellen und Projektkalkulation, die Daten gehen per BMD-Export an die Kanzlei.
FastBill
FastBill ist eine Cloud-Lösung der FastBill GmbH aus Frankfurt am Main für Faktura und laufende Buchhaltung. Agenturen legen Projekte an, erfassen Zeiten und rechnen sie ab, versenden E-Rechnungen nach ZUGFeRD und XRechnung; Belege gehen per DATEV-Export an die Steuerkanzlei.
Finom
Finom ist ein digitales Geschäftskonto mit integrierter Rechnungsstellung. Rechnungen entstehen direkt im Konto, XRechnung und ZUGFeRD werden unterstützt, über 50 Buchhaltungstools lassen sich anbinden. Eine eigene Buchhaltung mit EÜR, Umsatzsteuervoranmeldung oder Projektabrechnung fehlt.
finway
finway ist die Finanzsoftware der finway GmbH aus München für Ausgabenmanagement und vorbereitende Buchhaltung. Eingangsrechnungen werden erfasst, geprüft, freigegeben, vorkontiert und über DATEV übergeben. Für Agenturen zählen vor allem die Budgetkontrolle je Kostenstelle sowie Firmenkarten und Spesen.
FreeFinance
FreeFinance ist eine österreichische Online-Buchhaltung der manubu gmbh aus Schwechat und seit 2010 am Markt. Einnahmen-Ausgaben-Rechnung oder doppelte Buchführung, Rechnungslegung, KI-Belegerkennung, Bankanbindung und die Meldungen an FinanzOnline sind abgedeckt. Eine projektbezogene Zeiterfassung gehört nicht dazu.
GetMyInvoices
GetMyInvoices ist das Rechnungsmanagement der fino data services GmbH aus Kassel, mit einer eigenen Branchenlösung für Agenturen. Eingangsrechnungen aus über 10.000 Online-Portalen, Postfächern und Apps landen zentral, durchlaufen Prüfung sowie Freigabe und gehen dann an Steuerberater, Buchhaltung oder ERP.
Haufe X360
Haufe X360 ist das modulare Cloud-ERP der Haufe-Lexware GmbH & Co. KG aus Freiburg mit eigener Branchenlösung für Agenturen. Projektcontrolling in Echtzeit, Zeiterfassung auf Projekte, Abrechnungslimits und meilensteinbasierte Fakturierung stehen neben Finanzbuchhaltung, CRM und Dokumentenmanagement.
helloHQ
helloHQ ist die Agentursoftware der everii Germany GmbH aus Hamburg. Angebote entstehen aus Leistungspaketen, Projektzeiten werden per Stoppuhr erfasst und über Verrechnungssätze fakturiert; Budgets, Fremdkosten und Abrechnung ergeben laufend die Projektmarge. Der DATEV-Export gibt die Belegdaten weiter.
Holvi
Das Angebot der Holvi Payment Services Oy verbindet Geschäftskonto, Karten und Rechnungsprogramm. Agenturen schreiben damit Rechnungen, auch E-Rechnungen in XRechnung und ZUGFeRD, steuern Teamausgaben und übergeben alles per DATEV-Schnittstelle an das Steuerbüro. Projektzeiten bildet Holvi nicht ab.
Infoniqa
Infoniqa entwickelt Software für Finance, Payroll und HR im DACH-Raum, an der Spitze steht die Infoniqa Holding GmbH in Wels. Der Finance-Bereich deckt Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung, E-Rechnung und Auftragsbearbeitung ab, die Projektzeiterfassung bucht Stunden direkt auf Projekte und Kunden.
Invoice Ninja
Invoice Ninja ist eine englischsprachige Rechnungssoftware der Invoice Ninja LLC, die seit 2014 entwickelt wird. Projekte, abrechenbare Zeiten und Kanban-Boards führen direkt zur Rechnung, wiederkehrende Abrechnung deckt Retainer ab. Eine deutsche Buchhaltung mit EÜR, UStVA und DATEV-Export fehlt dagegen.
Kimai
Kimai ist eine quelloffene Zeiterfassung unter AGPL 3, verantwortet von Kevin Papst in Wien, wahlweise selbst gehostet oder als Kimai Cloud. Agenturen erfassen Zeiten auf Kunden, Projekte und Tätigkeiten; daraus entstehen Rechnungen als PDF oder DOCX. Eine Finanzbuchhaltung gehört nicht dazu.
KingBill
KingBill ist das Rechnungsprogramm der KingBill GmbH aus Wien für EPU und KMU, wahlweise lokal installiert als FLEX oder cloudbasiert als ONLINE. Für Agenturen zählen Angebote, Abo-Rechnungen für laufende Pauschalen, E-Rechnung und der Steuerberater-Export; Projektzeiten erfasst das Modul TIC.
Kivitendo
Kivitendo ist ein quelloffenes Basis-ERP der kivitendo GmbH aus Bonn mit Angeboten, Rechnungen, Mahnwesen und Buchungsvorbereitung für die Finanzbuchhaltung. ZUGFeRD 2.x ist seit 2020 enthalten, dazu DATEV-Export und SKR 03/04. Eine Projektzeiterfassung führt der Leistungsumfang nicht auf.
KLARA
KLARA ist die cloudbasierte Business-Software der ePost Service AG aus Luzern. Die Buchhaltung verbucht Belege per App-Scan und gleicht Bankbewegungen in Echtzeit ab. Das Zusatzmodul KLARA Projekt erfasst Zeit und Material je Projekt; daraus entsteht direkt die Rechnung, samt Soll-Ist-Vergleich.
Kontist
Kontist ist ein Geschäftskonto der Shine Germany GmbH aus Berlin, geführt von der Partnerbank Solaris. Die App schätzt Steuern in Echtzeit, legt Rücklagen automatisch beiseite, ordnet Belege den Transaktionen zu und trennt Budgets über bis zu fünf Unterkonten. Eine Agentur-Faktura fehlt.
Lexware Office
Lexware Office ist die Cloud-Buchhaltung der Haufe-Lexware GmbH & Co. KG aus Freiburg. Angebot, Rechnung und E-Rechnung, Belegerfassung per Foto, Bankabgleich, EÜR sowie Umsatzsteuervoranmeldung laufen in einem Browser-Zugang. Projektzeiten, Nachkalkulation und Retainer-Abrechnung fehlen.
MehrData
MehrData bietet mit mds enterprise ein modulares ERP-System der MEHR Datasystems Service GmbH aus Frauental an der Lassnitz. Das Modul mds finance deckt Verbuchung, OP-Verwaltung, Mahnwesen und Zahlungsverkehr ab. Die beworbenen Branchen sind Fachhandel und Elektrohandwerk, nicht Agenturen.
mesonic WinLine
WinLine ist die ERP-Suite der mesonic datenverarbeitung gesellschaft m.b.h. aus Mauerbach bei Wien; das Unternehmen ist seit 1978 am Markt. Finanzbuchhaltung, Auftragsbearbeitung und CRM arbeiten auf einer Datenbank, sodass Angebot, Auftrag, Rechnung und Buchhaltung in einem System laufen. Vertrieb und Einführung übernehmen Partner.
Microsoft Dynamics 365 Business Central
Business Central ist das Cloud-ERP von Microsoft für kleine und mittlere Unternehmen; 55.000 Firmen setzen das System ein. Für Agenturen zählen neben der Buchhaltung Arbeitszeittabellen, erweiterte Auftragskalkulation und Projektbudgets sowie Echtzeitmetriken zu Projektstatus, Rentabilität und Ressourcennutzung.
MOCO
MOCO ist eine Agentursoftware der everii Switzerland GmbH aus Zürich. Das Programm bildet seit 2014 den Weg von Lead und Angebot über Zeiterfassung und Projektcontrolling bis zur Rechnung ab. Eine eigene Finanzbuchhaltung fehlt, die Vorerfassung geht über die DATEV-Direktanbindung an die Kanzlei.
MonKey Office
MonKey Office ist die lokal installierte Buchhaltung der ProSaldo GmbH aus Cottbus für macOS und Windows. Für Agenturen relevant sind Angebote und Rechnungen mit ZUGFeRD- und XRechnung-Export, Abobelege für Retainer, Auswertungen nach Kostenstellen sowie EÜR oder Bilanz mit ELSTER-Meldungen.
Moss
Moss ist die Ausgabenplattform der Nufin GmbH aus Berlin. Firmenkarten, Rechnungsfreigaben, Auslagen und Einkauf laufen in einem System, die KI-gestützt vorkontierten Ausgaben wandern per DATEV-Synchronisierung weiter. Für Agenturen zielt die Plattform auf Mediabudgets, Tool-Abos und Freelancer-Rechnungen.
Myfactory
Myfactory ist ein modulares Cloud-ERP der Forterro Deutschland GmbH aus München mit vollwertiger Finanzbuchhaltung. Neben FiBu, E-Rechnung und DATEV-Übergabe kommen CRM, DMS und ein Management Information System hinzu; für Dienstleister bündelt die Software Projekte, Zeiten und Abrechnung in einem System.
Norman
Norman ist eine Cloud-Lösung der Norman AI GmbH aus Berlin für Rechnungen, Buchhaltung und Steuern. Unbegrenzte E-Rechnungen, KI-Belegerfassung, Bankabgleich, EÜR oder doppelte Buchführung, UStVA und DATEV-Export sind abgedeckt. Eine Projektzeiterfassung mit Nachkalkulation der Marge fehlt.
Odoo
Odoo ist die modulare Open-Source-Suite der belgischen Odoo SA aus Grand-Rosière mit Büro in Berlin. Agenturen kombinieren die Apps Projekte, Zeiterfassung und Buchhaltung: Stunden hängen an Projekt, Aufgabe oder Verkaufsauftrag, werden validiert und abgerechnet. Die Buchhaltung bringt Kontenpläne je Land mit.
Oracle NetSuite
Oracle NetSuite ist die Cloud-ERP-Suite von Oracle mit Finanzwesen, Rechnungsstellung, Umsatzrealisierung und Konsolidierung. Als deutsche Anschrift nennt die NetSuite-Website den Garden Tower, Neue Mainzer Straße 46-50 in 60311 Frankfurt am Main. Für Agenturgruppen mit mehreren Gesellschaften ist die Suite eine Enterprise-Option.
orgaMAX
orgaMAX der deltra Business Software GmbH & Co. KG aus Detmold bündelt Angebote, Aufträge, E-Rechnungen, Mahnungen und Buchhaltung in einem System. Agenturen wählen zwischen der Cloud-Buchhaltung ab 12,95 Euro pro Monat und dem ERP-Paket ab 48,30 Euro pro Monat mit Warenwirtschaft und CRM.
Papierkram
Papierkram der odacer finanzsoftware GmbH aus Wiesbaden verbindet Buchhaltung mit Projektsteuerung. Projektbudgets in Stunden, Tagen oder Euro, projektspezifische Stundensätze und ein integrierter TimeTracker führen direkt zur Rechnung. EÜR, UStVA und BWA entstehen automatisch, ein Free-Tarif ist vorhanden.
Pleo
Pleo ist eine Ausgabenmanagement-Plattform der Pleo Technologies A/S aus Kopenhagen mit Firmenkarten für jedes Teammitglied. Belege und Eingangsrechnungen laufen automatisiert zusammen, per Klick wandern sie zu DATEV Unternehmen online. Angebote, Rechnungen und Projektzeiten deckt Pleo nicht ab.
Productive
Productive ist eine Agenturplattform mit Zeiterfassung, Ressourcenplanung, Projektbudgets, Deckungsbeitrag je Projekt und Kunde, Rechnungsstellung sowie Umsatzabgrenzung. Eine Finanzbuchhaltung nach deutschem Recht mit DATEV-Export, EÜR oder Umsatzsteuervoranmeldung ist nicht enthalten.
Proffix
Proffix Px5 ist die modulare Business Software der Forterro Schweiz Proffix AG aus Altendorf. Zum Kern gehören Finanz-, Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung. Für Dienstleister kommen Stunden- und Leistungsverwaltung, Projektüberwachung, Service-Abos und Ressourcenplanung dazu, abgerechnet pro Benutzer und Monat.
Projektron BCS
Projektron BCS ist die Projektmanagement- und ERP-Software der Projektron GmbH aus Berlin, die Agenturen als eigenes Einsatzfeld führt. Zeiterfassung auf Projekt und Aufgabe, Angebote, Rechnungen und Projektcontrolling laufen in einem System. Die Finanzbuchhaltung übernimmt ein angebundenes Programm wie DATEV.
ProSaldo.net
ProSaldo.net ist die Online-Buchhaltung der ProSaldo.net GmbH aus Wien für österreichische EPU und KMU. Angebote, Rechnungen und Mahnungen entstehen neben der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung oder der doppelten Buchhaltung, die UVA geht direkt an FinanzOnline. Eine Projektzeiterfassung bringt die Software nicht mit.
Qonto
Qonto ist ein Geschäftskonto der Qonto SA aus Paris mit deutscher Zweigniederlassung in Berlin und angedockten Finanztools. Agenturen nutzen Rechnungsstellung samt E-Rechnung, Belegerfassung, Firmenkarten fürs Team und die DATEV-Anbindung; eine doppelte Buchführung mit Jahresabschluss bietet Qonto nicht.
Run my Accounts
Run my Accounts aus Stäfa am Zürichsee verbindet eine Online-Buchhaltungssoftware mit einem ausgelagerten Buchhaltungs- und Treuhand-Service. Für Agenturen bestehen eine eigene Branchenseite, Integrationen zu Harvest und Teambox sowie digitale Freigabe-Workflows für Kreditoren durch Projektmanager.
RZL Software
Die RZL Software GmbH aus Tumeltsham entwickelt seit über 40 Jahren österreichische Rechnungswesen-Software. Für Agenturen liefert der Anbieter Finanzbuchhaltung, Einnahmen-/Ausgabenrechnung mit elektronischer UVA und digitale Belegverarbeitung. Projektabrechnung und Zeiterfassung kommen von Partnern.
Sage
Sage bietet über die deutsche Sage GmbH mehrere Produktlinien für Buchhaltung und ERP an. Sage Active bündelt Auftragsbearbeitung, Buchhaltung, Lohn und HR GoBD-konform in der Cloud, erstellt Angebote und Rechnungen, verarbeitet E-Rechnungen in ZUGFeRD sowie XRechnung und exportiert Buchungen im DATEV-Format.
SAP Business One
SAP Business One ist die ERP-Lösung für kleine und mittelständische Unternehmen, in Deutschland betreut von der SAP Deutschland SE & Co. KG in Walldorf. Buchhaltung mit Debitoren und Kreditoren, Bankabstimmung sowie Controlling mit Budgetkontrolle und Verfolgung von Projektkosten gehören zum Standard.
Scopevisio
Scopevisio ist das Cloud-ERP der Scopevisio AG aus Bonn, entwickelt und gehostet in Deutschland. Für Agenturen greifen Projekte, Aufgaben, Aufträge und Abrechnungen mit der Finanzbuchhaltung ineinander, dazu kommen Zeiterfassung, DATEV-Export und eine digitale Projektakte. Zielgruppe sind Dienstleister ab 50 Mitarbeitenden.
Scoro
Scoro ist eine Plattform für Professional Services Automation von Scoro Software mit Sitz in Tallinn. Agenturen führen darin Angebot und Budget, Zeiterfassung, Kapazitätsplanung, Fremdkosten sowie Kundenabrechnung zusammen, inklusive Retainer-Verwaltung. Eine Finanzbuchhaltung ist nicht enthalten.
SelectLine
SelectLine neo Finance ist die Rechnungswesen-Linie der SelectLine Software GmbH aus Magdeburg, kombinierbar mit neo ERP für Warenwirtschaft und CRM. Für Agenturen liefert das System Finanz- und Anlagenbuchhaltung, E-Rechnung und Bankassistent; Projektzeiten kommen über die Add-ons Zeit- und Serviceerfassung.
sevDesk
sevdesk der sevDesk GmbH aus Offenburg ist eine Cloud-Buchhaltung für Selbständige und kleine Unternehmen. Rechnungen, E-Rechnungen, KI-gestützte Belegerfassung und Banking greifen ineinander, UStVA, EUER und GuV entstehen mit. Für die Kanzlei stehen ein DATEV-Export und ein Steuerberaterportal bereit.
smallinvoice
smallinvoice ist eine Schweizer Fakturalösung der Lourens Systems GmbH aus Zürich. Agenturen führen Offerten, Projekte und Arbeitszeiten bis zur QR-Rechnung, verbuchen Fremdleistungen im Kreditoren-Modul und übergeben die Zahlen per Export an den Treuhänder. Den Abschluss erstellt smallinvoice nicht.
Step Ahead
stepsERP ist das ERP der Step Ahead GmbH aus München mit Auftrags- und Projektabwicklung, Servicemanagement und Controlling auf einer Datenbasis. E-Rechnung als XRechnung und ZUGFeRD ist Standard, die Buchhaltung übernimmt ein DATEV-Export. Eine eigene Agenturlösung fehlt.
SumUp Rechnungen
SumUp Rechnungen ist das Rechnungswerkzeug der SumUp Limited aus Dublin. E-Rechnungen in XRechnung und ZUGFeRD werden erstellt, versendet, empfangen und GoBD-konform archiviert. Kunden zahlen per Karte oder Überweisung. Eine vollwertige Buchhaltung mit Kontenrahmen und Abschluss gehört nicht dazu.
Swiss21
Swiss21 ist die Cloud-Plattform der Swiss21.org AG aus St. Gallen und bündelt Buchhaltung, Fakturierung, Lohn, CRM und Zeiterfassung. Kern ist 21.AbaNinja mit doppelter Buchführung, QR-Rechnungen und über 80 Bankanbindungen; erfasste Leistungen gehen direkt in die Verrechnung. Der Einstieg kostet nichts.
Teamleader Focus
Teamleader Focus ist die Agentursoftware der Teamleader Deutschland GmbH in Berlin, einer Tochter der belgischen Teamleader NV. Angebote, Projekte, Zeiterfassung und Rechnungen liegen in einem System. Die Buchhaltung selbst übernimmt Teamleader nicht, dafür stehen Anbindungen an DATEV und Buchhaltungstools bereit.
Topal Solutions
Topal Solutions ist eine Schweizer Finanz- und Lohnbuchhaltung aus Volketswil für KMU und Treuhandunternehmen. Agenturen nutzen Kostenstellen für Projektauswertungen, automatische Abgrenzungen für Retainer-Erträge sowie Fremdwährungen; eine eigene Projektzeiterfassung bietet Topal nicht.
Troi
Troi ist die Projekt-ERP-Lösung der Troi GmbH aus München für Agenturen und projektbasierte Dienstleister. Zeiterfassung, Projektkalkulation, Ressourcenplanung und Controlling laufen in einem System, die digitale Belegerfassung ordnet jeden Beleg dem Projekt zu und bereitet den DATEV-Export vor.
weclapp
weclapp ist ein Cloud-ERP der weclapp GmbH aus Kitzingen mit eigener Branchenlösung für Agenturen. Projektzeiten werden online gestoppt und direkt fakturiert, Freelancer mit festen Stunden- und Tagessätzen geführt. Fibu, Banking, E-Rechnung und DATEV-Anbindung liegen im selben System.
WinBiz
Winbiz ist eine Schweizer All-in-One-Verwaltungssoftware der FIDUCIAL WINBIZ SA aus Genf und seit 1992 am Markt. Buchhaltung, Verkauf, Einkauf, Löhne, Lager, Kasse sowie ein Projektmodul mit Stundenerfassung und Bruttorentabilität je Projekt gehören zum einheitlichen Abonnement pro Zugang.
WISO MeinBüro
WISO MeinBüro ist die Bürosoftware der Buhl Data Service GmbH aus Neunkirchen im Siegerland und führt eine eigene Agenturseite. Angebote, Rechnungen, E-Rechnung in XRechnung und ZUGFeRD, Zahlungsabgleich, EÜR und UStVA sind enthalten, dazu eine DATEV-Schnittstelle und ein Steuerberaterzugang.
Xentral
Xentral ist das Cloud-ERP der Xentral ERP Software GmbH aus Augsburg mit Schwerpunkt Handel und E-Commerce. Rechnungen, Mahnwesen, Kostenstellen, Bankanbindung sowie DATEV-Übermittlung laufen im selben System wie Warenwirtschaft und Lager. Projekt- und Retainer-Abrechnung für Agenturen fehlt im Funktionsumfang.
ZEP
ZEP ist die Zeiterfassungs- und Projektplattform der ZEP GmbH aus Ditzingen. Agenturen erfassen darin Projektzeiten je Kunde, steuern Budgets, Umsätze sowie Auslastung und stellen aus den Aufwänden Rechnungen; die Buchhaltung selbst läuft über den Export an DATEV, Lexware oder die Steuerberatung.
Zervant
Zervant ist ein bewusst schlankes Rechnungsprogramm für Selbstständige und sehr kleine Betriebe; den deutschen Auftritt verantwortet die Shine Germany GmbH in Berlin. Angebote, wiederkehrende Rechnungen und eine integrierte Zeiterfassung bilden eine einfache Agenturabrechnung ab, DATEV und Belegbuchhaltung fehlen.
Zoho Books
Zoho Books ist die Buchhaltung der Zoho-Suite, in Deutschland angeboten von der Zoho Corporation GmbH in Essen. Vermarktet wird das Programm als GoBD-konforme Software mit SKR 03 und SKR 04, DATEV-Export und E-Rechnung. Ab dem Plan Professional kommen Projektabrechnung, Budgetstunden und Projektrentabilität hinzu.
Was ist eine Buchhaltungssoftware für Agenturen, und brauchen Sie eine?

Eine Buchhaltungssoftware für Agenturen verbindet Projekt, Zeiterfassung und Rechnungsstellung mit der eigentlichen Buchführung. Vorgeschrieben ist die ordnungsmäßige Buchführung, nicht ein bestimmtes Programm. Ab mehreren parallelen Projekten, gemischten Abrechnungsmodellen und regelmäßiger Zusammenarbeit mit Freien lohnt sich eine spezialisierte Lösung.
Das Gabler Wirtschaftslexikon beschreibt Buchführung als die planmäßige, lückenlose Aufzeichnung aller Geschäftsvorfälle eines Betriebs. Genau diese Aufzeichnung leistet jede Buchhaltungssoftware. Der Zusatz „für Agenturen“ meint keine eigene Produktkategorie, sondern einen Funktionszuschnitt: Das Programm kennt Projekte, Stundensätze und Budgets und leitet daraus Angebote und Rechnungen ab.
Vier Produktwelten werden im Alltag gern verwechselt. Ein Rechnungsprogramm schreibt Angebot, Auftrag und Rechnung, mehr nicht. Eine Buchhaltungssoftware verbucht zusätzlich Einnahmen und Ausgaben, erstellt Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder Bilanz und übermittelt die Umsatzsteuervoranmeldung. Eine Agentursoftware setzt davor an und plant, kalkuliert und überwacht das Projekt. Kanzleisoftware schließlich richtet sich an Steuerberatung und Buchhaltungsbüros, nicht an die Agentur selbst.
Was in der Agentur hinzukommt, hängt an einem einzigen Satz: Aus einer erfassten Stunde muss eine Rechnungszeile werden. Dafür braucht das Programm den Stundensatz je Rolle, ein Budget je Projekt und eine Unterscheidung zwischen abrechenbarer und interner Zeit. Fremdleistungen wie Druck, Media, Lizenzen oder freie Mitarbeit laufen durch dasselbe Projekt und werden mit Aufschlag weiterberechnet. Ohne diesen Projektbezug bleibt jede Auswertung eine Summe ohne Aussage.
Den rechtlichen Rahmen setzen die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, kurz GoBD, zusammen mit der Abgabenordnung. § 147 Absatz 3 AO verlangt für Buchungsbelege eine Aufbewahrung von acht Jahren, für Jahresabschlüsse und die zugehörigen Buchungsunterlagen zehn Jahre, für sonstige Unterlagen sechs Jahre. Wichtig daran: Nicht die Software erfüllt diese Pflicht, sondern Ihr Verfahren. Ein Programm mit unveränderbarer Belegablage und Verfahrensdokumentation macht den Nachweis allerdings deutlich leichter.
Selbst rechnen oder kaufen? Eine Solo-Designerin mit acht Kunden im Jahr, einem Abrechnungsmodell und wenigen Belegen fährt mit einer schlanken Faktura plus Steuerbüro gut. Sobald ein Team Stunden erfasst, Retainer neben Festpreisen laufen und Fremdkosten durch die Bücher wandern, kippt die Rechnung. Dann kostet die Tabelle mehr Zeit, als die Lizenz je kosten würde.
Je mehr der sieben Punkte auf Ihre Agentur zutreffen, desto klarer spricht die Lage für eine eigene Lösung. Ab vier Treffern lohnt der Vergleich konkreter Angebote, darunter reichen Faktura und Steuerbüro meist aus.
- Projektzahl: Mehr als fünf Kundenprojekte laufen parallel, und keiner im Team kann aus dem Kopf sagen, wie weit jedes Budget aufgebraucht ist.
- Abrechnungsmodelle: Festpreis, Stundenbasis und Retainer laufen nebeneinander, teils sogar innerhalb eines einzigen Kundenvertrags.
- Freie Mitarbeit: Freelancer, Fotografinnen oder Entwickler arbeiten regelmäßig zu, und deren Honorare müssen als Fremdleistung ins Projekt und in die Rechnung.
- Zeiterfassung: Arbeitszeit wird bisher in Kalender, Notizbuch oder Tabelle festgehalten und erst am Monatsende mühsam auf Projekte verteilt.
- Auslandskunden: Kunden sitzen in anderen EU-Staaten oder in der Schweiz, sodass Reverse Charge, Zusammenfassende Meldung oder Fremdwährung ins Spiel kommen.
- Belegmenge: Tool-Abos, Firmenkarten, Reisekosten und Lizenzrechnungen ergeben Monat für Monat einen Stapel, den niemand freiwillig sortiert.
- Steuerbüro: Die Übergabe an die Steuerberatung kostet jedes Quartal Rückfragen, weil Belege, Kontenrahmen und Export nicht zusammenpassen.
Lohnt sich der Schritt für jede Agentur? Nicht zwingend. Wer solo arbeitet, nach einem einzigen Modell abrechnet und die Buchhaltung ohnehin vollständig abgibt, kommt mit einer günstigen Faktura und einem sauberen Belegexport weiter. Der Aufwand einer Einführung rechnet sich erst, wenn Projektzahl, Teamgröße und Abrechnungsvielfalt zusammenkommen.
Diese 7 Probleme löst eine Buchhaltungssoftware in der Agentur
Die typischen Baustellen einer Agentur heißen nicht Buchungssatz, sondern verlorene Stunden, nicht weiterberechnete Fremdkosten und fehlende Nachkalkulation. Eine Software mit Projektbezug macht diese Lücken sichtbar, bevor die Rechnung raus ist.
Der Klassiker beginnt harmlos. Ein Teammitglied arbeitet drei Stunden an einer Kampagne, notiert die Zeit nirgends und erinnert sich am Freitag nur noch ungenau. Bei einem Stundensatz von 110 Euro fehlen der Agentur damit 330 Euro Umsatz, und zwar dauerhaft. Hochgerechnet auf ein Team von acht Personen und ein Jahr ergibt schon eine halbe Stunde pro Tag einen fünfstelligen Betrag.
Fast ebenso teuer wird die fehlende Nachkalkulation. Ohne Gegenüberstellung von kalkulierten und tatsächlich geleisteten Stunden bleibt offen, ob ein Festpreisprojekt Gewinn gebracht oder still subventioniert wurde. Die Geschäftsführung sieht am Jahresende zwar einen Gesamtgewinn, kennt aber die Verteilung dahinter nicht. Genau deshalb wiederholen sich unrentable Projekttypen jahrelang.
Dazu kommt die Streuung der Daten. Zeiten liegen im Projekttool, Belege im Mailpostfach, Rechnungen in einer Tabelle und die Buchungen beim Steuerbüro. Jede Kennzahl muss dann von Hand zusammengesucht werden, jede Übertragung bringt neue Tippfehler. Eine gemeinsame Datenbasis ersetzt diesen Abgleich durch eine Auswertung.
Die folgenden sieben Punkte tauchen in Agenturen jeder Größe auf, vom Zweierbüro bis zur Unit mit 40 Köpfen. Sie bilden zugleich die Anforderungsliste für Ihre Auswahl.
Arbeitszeit wird im Kalender oder gar nicht notiert und lässt sich nach zwei Wochen nicht mehr rekonstruieren. Eine Zeiterfassung mit Projektbezug schreibt jede Stunde direkt auf Kunde, Projekt und Leistungsart und liefert damit die Grundlage der Rechnung.
Ohne Nachkalkulation bleibt verborgen, welches Projekt getragen und welches gezehrt hat. Der Soll-Ist-Vergleich stellt kalkulierte und geleistete Stunden gegenüber und macht die Rentabilität je Kunde, Projekt und Leistungsart ablesbar.
Festpreis, Stundenbasis und Retainer folgen unterschiedlicher Logik und passen selten in dieselbe Spalte. Eine Agentursoftware führt alle drei Modelle nebeneinander, inklusive Abschlagsrechnung und automatisch wiederkehrender Retainer-Rechnung.
Druck, Media, Lizenzen und Freelancer-Honorare werden bezahlt, aber nicht weiterberechnet. Als Fremdleistung im Projekt erfasst, erscheinen diese Beträge samt Aufschlag auf der nächsten Rechnung, statt die Marge still aufzuzehren.
Tool-Abos, Firmenkarten und Reisekosten erzeugen viele kleine Belege mit großer Wirkung auf den Vorsteuerabzug. Belegerfassung per Foto, automatische Zuordnung zum Bankumsatz und ein revisionssicheres Archiv beenden die Suche vor dem Quartalsende.
Dieselbe Zahl wandert vom Projekttool in die Tabelle und von dort ins Steuerbüro. Jede Übertragung kostet Zeit und erzeugt Abweichungen. Eine durchgehende Kette von der Zeiterfassung bis zum Buchungsexport spart diesen Weg vollständig ein.
Wer nicht weiß, welche Rechnung überfällig ist, mahnt zu spät und finanziert Kunden zinslos. Offene-Posten-Liste, automatisches Mahnwesen und der Versand als strukturierte E-Rechnung halten Liquidität und Nachweispflichten zugleich im Griff.
Welche Arten von Buchhaltungssoftware für Agenturen stehen zur Wahl?

Sieben Produkttypen kommen für Agenturen infrage, von der reinen Faktura über Cloud-Buchhaltung und Agentursoftware bis zum ERP-System. Entscheidend ist nicht der Funktionsumfang an sich, sondern die Frage, wo Ihr Schwerpunkt liegt: beim Projektcontrolling oder bei der Buchführung.
Die Marktlage wirkt auf den ersten Blick unübersichtlich, weil drei Produktwelten dieselbe Zielgruppe ansprechen. Anbieter aus der Buchhaltung ergänzen Projektfunktionen, Anbieter aus dem Projektmanagement ergänzen eine Faktura, und Ausgabenmanager mit Firmenkarte drängen von der Belegseite in denselben Markt. Der Zuschnitt verrät sich meist an der Startseite: Wer dort von Umsatzsteuervoranmeldung spricht, kommt aus der Buchhaltung, wer von Auslastung spricht, aus dem Projektgeschäft.
Für die Zuordnung hilft eine einfache Frage. Erzeugt Ihre Agentur den größeren Schaden durch schlecht kalkulierte Projekte oder durch eine unsaubere Buchführung? Im ersten Fall beginnt die Auswahl bei Agentursoftware und Zeiterfassung, im zweiten Fall bei Cloud-Buchhaltung oder ERP. Beides zusammen deckt in der Praxis kaum ein Produkt gleich gut ab.
Eine zweite Weiche betrifft den Betrieb. Cloud-Angebote laufen im Browser, aktualisieren sich selbst und rechnen pro Monat ab. Lokal installierte Programme und Open-Source-Lösungen bleiben auf Ihrer Hardware, kosten einmalig oder gar nichts und verlangen dafür eigene Pflege. Kleine Agenturen wählen fast immer die Cloud, Betriebe mit strengen Datenschutzauflagen prüfen die Alternative ernsthaft.
Die folgende Übersicht ordnet die sieben Typen samt typischer Stärke und Grenze. Danach folgt die Grundsatzfrage, an der sich jede Agentur einmal abarbeitet: eine Suite für alles oder mehrere Spezialwerkzeuge mit Schnittstellen.
Angebot, Auftragsbestätigung, Rechnung und Mahnung, dazu eine einfache Einnahmen- und Ausgabenübersicht. Der Einstieg für Solo-Selbstständige und Zweierbüros, oft schon im Free-Tarif nutzbar. Projektbudgets und Nachkalkulation fehlen in dieser Klasse fast immer.
Belegerfassung, Bankabgleich, Umsatzsteuervoranmeldung, Einnahmen-Überschuss-Rechnung und DATEV-Export im Browser. Die verbreitetste Gattung im DACH-Markt und für Agenturen bis etwa zehn Personen oft ausreichend, sofern die Projektsteuerung anderswo läuft.
Projektplanung, Kalkulation, Zeiterfassung, Auslastung und Abrechnung in einem Werkzeug, meist ergänzt um vorbereitende Buchhaltung und DATEV-Anbindung. Diese Klasse beantwortet als einzige die Frage nach der Projektmarge sauber, verlangt dafür aber gepflegte Stammdaten.
Der schlanke Weg zum Projektbezug: Zeiten auf Kunde und Projekt, Budgets mit Warnschwelle, daraus Rechnungsvorschläge. Günstig pro Kopf und schnell eingeführt. Die eigentliche Buchführung bleibt bei einer zweiten Lösung oder beim Steuerbüro.
Doppelte Buchführung, Bilanz, Kostenstellen, Einkauf und teils Lohn, dazu Projektmodule für Dienstleister. Sinnvoll ab etwa 25 Personen, bei mehreren Gesellschaften oder bei Bilanzierungspflicht. Einführung und Betreuung laufen meist über Partner und kosten entsprechend.
Firmenkarten, Reisekosten, Rechnungseingang und Freigabe-Workflows, häufig gekoppelt an ein Geschäftskonto. Diese Anbieter ergänzen die Buchhaltung an der Belegfront, ersetzen sie aber nicht. Für Agenturen mit vielen Tool-Abos und Reisen dennoch ein spürbarer Zeitgewinn.
Freie Software für Zeiterfassung, Faktura oder komplettes ERP, betrieben auf eigenem Server. Keine Lizenzgebühr, volle Datenhoheit, dafür Pflege, Updates und Datensicherung in eigener Verantwortung. Lohnt vor allem mit technischem Personal im Haus.
- Eine Datenbasis, ein Login, keine Schnittstellen zu pflegen
- Auswertungen von der Stunde bis zum Monatsabschluss ohne Bruch
- Ein Ansprechpartner bei Support, Vertrag und Datenschutz
- Einzelne Bereiche bleiben schwächer als spezialisierte Werkzeuge
- Der Wechsel später fällt schwerer, weil alles am Anbieter hängt
- Jede Disziplin bekommt das jeweils stärkste Werkzeug
- Einzelne Bausteine lassen sich tauschen, ohne alles anzufassen
- Häufig günstiger im Einstieg, weil nur Benötigtes bezahlt wird
- Schnittstellen müssen eingerichtet und dauerhaft überwacht werden
- Auswertungen über mehrere Systeme hinweg bleiben Handarbeit
2026
Whitepaper:
Buchhaltung in der Agentur 2026
Der Leitfaden für Agenturen: Auswahlkriterien vom Stundensatz bis zur DATEV-Schnittstelle, Projektabrechnung zwischen Festpreis, Stundenbasis und Retainer, E-Rechnung und GoBD im Alltag sowie Preis- und Lizenzmodelle im Überblick.
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Worauf Sie bei der Auswahl achten müssen
Acht Kriterien entscheiden über die Eignung einer Software für Agenturen: Projekt- und Zeitbezug, Abrechnungsmodelle, Buchhaltungstiefe, Schnittstellen, E-Rechnung und GoBD, Auslandsgeschäft, Datenschutz sowie Preis und Support. Die ersten beiden Punkte trennen Agentursoftware von jeder allgemeinen Lösung.
Beginnen Sie die Auswahl nicht mit einer Funktionsliste, sondern mit Ihrem Abrechnungsalltag. Notieren Sie drei reale Projekte der letzten Monate, samt Modell, beteiligten Rollen, Fremdleistungen und Rechnungsrhythmus. Jede Testinstallation muss genau diese drei Fälle abbilden können. Demo-Daten eines Anbieters beweisen nichts, Ihr eigener Retainer mit drei Abschlagsrechnungen beweist viel.
Ein Kriterium wird regelmäßig unterschätzt: die Übergabe an die Steuerberatung. Fragen Sie Ihr Steuerbüro vor der Auswahl, welches Format ankommt und welcher Kontenrahmen gilt, üblicherweise SKR 03 oder SKR 04. Eine Software, deren Export dort ohne Nacharbeit einläuft, spart jedes Quartal bare Beratungsstunden.
Beim Datenschutz zählt mehr als der Serverstandort. Sie verarbeiten Kundendaten, Honorarsätze und teils personenbezogene Zeitdaten Ihres Teams. Nötig sind deshalb ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Artikel 28 DSGVO, ein klar benannter Speicherort und ein Rollenkonzept, das nicht jedem Konto den Blick auf alle Umsätze erlaubt. Prüfen Sie außerdem, wie ein vollständiger Datenexport aussieht, bevor Sie ihn brauchen.
Die acht Kriterien im Überblick, jeweils mit der Frage, die Sie im Verkaufsgespräch stellen sollten.
Jede Stunde muss auf Kunde, Projekt und Leistungsart buchbar sein, jeder Rolle ein eigener Stundensatz zugeordnet werden können. Dazu gehören Budgets mit Warnschwelle, die Trennung von abrechenbarer und interner Zeit sowie ein Soll-Ist-Vergleich, der die Nachkalkulation ohne Zusatzarbeit liefert.
Agenturen rechnen selten nach einem einzigen Muster ab. Die Software muss Festpreis, Time and Material und wiederkehrende Retainer nebeneinander führen, dazu Abschlags-, Anzahlungs- und Teilrechnungen mit sauberer Schlussrechnung. Fehlt eine dieser Formen, wandert ein Teil der Abrechnung zurück in die Tabelle.
Klären Sie zuerst Ihre Gewinnermittlungsart. Eine Einzelagentur oder GbR ohne Bilanzierungspflicht fährt mit der Einnahmen-Überschuss-Rechnung, eine GmbH braucht doppelte Buchführung, Bilanz und teils E-Bilanz. Prüfen Sie zusätzlich Umsatzsteuervoranmeldung, Kontenrahmen, Kostenstellen und die Behandlung unfertiger Leistungen.
Eine Agentursoftware steht nie allein. Wichtig sind der Export zur Steuerberatung, die Bankanbindung für den automatischen Abgleich sowie Verbindungen zu Projekt-, CRM- und Zeiterfassungswerkzeugen. Achten Sie darauf, ob eine offene Programmierschnittstelle bereitsteht oder nur vorgefertigte Verbindungen einzelner Partner.
Seit dem 1. Januar 2025 muss jedes deutsche Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Für den Versand laufen laut den FAQ des Bundesministeriums der Finanzen Übergangsfristen bis Ende 2026, bei einem Vorjahresumsatz bis 800.000 Euro bis Ende 2027. Die Software sollte XRechnung und ZUGFeRD beherrschen und Belege unveränderbar archivieren.
Agenturleistungen an Unternehmen im EU-Ausland werden regelmäßig am Sitz des Kunden besteuert. Die Steuerschuld geht nach § 13b UStG auf den Leistungsempfänger über, die Rechnung bleibt netto und trägt beide Umsatzsteuer-Identifikationsnummern. Dazu kommt die Zusammenfassende Meldung nach § 18a UStG. Schweizer Kunden verlangen zusätzlich die QR-Rechnung.
Sie verarbeiten Kundendaten, Honorare und Zeitdaten Ihres Teams. Nötig sind ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Artikel 28 DSGVO, ein benannter Speicherort und ein Rollenkonzept mit abgestuften Rechten. Klären Sie außerdem, wie ein vollständiger Datenexport aussieht und was nach einer Kündigung mit den Daten geschieht.
Vergleichen Sie nie den Einstiegspreis, sondern die Kosten für Ihre reale Besetzung über drei Jahre. Rechnen Sie Zusatznutzer, Module, Einrichtung und Datenübernahme mit. Prüfen Sie außerdem Vertragslaufzeit, Kündigungsfrist und die Erreichbarkeit des Supports in Ihrer Arbeitszeit.
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Wie Sie die Software in der Agentur erfolgreich einführen

Eine Einführung dauert in kleinen Agenturen etwa vier bis sechs Wochen, in größeren Teams mit ERP-Anspruch mehrere Monate. Den Ausschlag gibt nicht die Technik, sondern die Qualität der Stammdaten und die Frage, ob das Team die Zeiterfassung tatsächlich täglich nutzt.
Am Anfang steht eine unbequeme Rechnung. Schätzen Sie, wie viele Stunden Ihr Team derzeit für Zeitzusammenstellung, Rechnungsschreiben und Belegsortierung aufwendet, und multiplizieren Sie den Wert mit Ihrem internen Kostensatz. Diese Zahl wird später zum Maßstab für den Erfolg und hilft zugleich, das Budget zu begründen.
Der Jahreswechsel gilt als bequemster Starttermin, weil Buchhaltungsperiode und Kontenrahmen sauber abschließen. Wer nicht warten will, wählt einen Quartalsbeginn. Wichtiger als das Datum bleibt eine Regel: Beide Systeme laufen nur so lange parallel, wie unbedingt nötig, und das Enddatum steht vorher fest.
Benennen Sie außerdem eine verantwortliche Person mit Zeitbudget, oft die Büroleitung oder die kaufmännische Leitung. Ohne diese Rolle bleibt die Einführung Nebenaufgabe der Geschäftsführung und versandet nach der dritten dringenden Kundenanfrage. Beziehen Sie die Steuerberatung früh ein, spätestens bei der Festlegung des Kontenrahmens.
Die folgenden sechs Phasen haben sich in Agenturen bewährt. Die Kennzahlen darunter zeigen, woran Sie nach einem halben Jahr ablesen, ob die Umstellung etwas gebracht hat.
Bestandsaufnahme und Ziele
Erfassen Sie den heutigen Ablauf von der Stunde bis zum Zahlungseingang samt Zeitaufwand und Schwachstellen. Daraus entstehen messbare Ziele, etwa eine schnellere Rechnungsstellung oder eine belastbare Nachkalkulation.
Auswahl und Test mit echten Projekten
Prüfen Sie zwei bis drei Programme in der Testphase, und zwar mit zwei echten Kundenprojekten statt mit Demo-Daten. Ein Festpreisprojekt und ein Retainer decken die typischen Fallstricke ab.
Stammdaten und Datenübernahme
Kunden, Projekte, Stundensätze, Leistungsarten, offene Posten und Kontenrahmen wandern ins neue System. Der Aufwand dieser Phase wird regelmäßig unterschätzt, weil alte Listen erst bereinigt werden müssen.
Schnittstellen einrichten
Bankkonto, Steuerbüro-Export, Zeiterfassung und Projektwerkzeuge werden verbunden und einmal vollständig durchgetestet. Ein Testexport an die Steuerberatung deckt Formatfehler auf, solange sie noch harmlos sind.
Team einweisen und Pilotbetrieb
Das Team erfasst Zeiten und Belege im laufenden Geschäft, zunächst parallel zum alten Weg. Kurze Einweisungen je Rolle wirken besser als eine lange Schulung für alle, und offene Fragen sammelt eine feste Ansprechperson.
Regelbetrieb mit Monatsabschluss
Der Monat endet künftig mit einem festen Ablauf: Zeiten prüfen, Fremdkosten weiterberechnen, Rechnungen stellen, offene Posten mahnen, Nachkalkulation lesen. Nach zwei bis drei Durchläufen sitzt die Routine.
Die häufigsten Fehler bei der Einführung

Die teuersten Fehler liegen nicht in der Software, sondern im Umgang damit: eine Zeiterfassung, die niemand täglich pflegt, ein nie nachgerechneter Stundensatz und eine alte Tabelle, die still weiterläuft. Alle drei lassen sich mit klaren Absprachen vermeiden.
Besonders hartnäckig hält sich der Irrtum, Zeiterfassung sei ein Kontrollinstrument. Wer sie so einführt, erntet Widerstand und ungenaue Daten. Hilfreicher wirkt die umgekehrte Erzählung: Erfasste Zeit schützt das Team vor unrealistischen Budgets, weil erst die Nachkalkulation belegt, dass ein Projekt zu knapp kalkuliert war.
Der zweite Dauerbrenner betrifft den Stundensatz. Viele Agenturen rechnen mit einem Wert, der vor Jahren einmal gesetzt wurde. Ein belastbarer Satz ergibt sich aus Vollkosten, tatsächlich abrechenbaren Stunden und Zielmarge. Steigen Gehälter, Mieten oder Toolkosten, ohne dass der Satz folgt, arbeitet die Agentur schleichend gegen sich selbst.
Die folgenden sieben Stolperfallen tauchen in Projektberichten immer wieder auf, jeweils mit der Gegenmaßnahme, die sich bewährt hat.
Stunden werden erst am Monatsende aus dem Gedächtnis nachgetragen. Die Daten wirken dann vollständig, sind aber geschätzt und taugen weder für die Rechnung noch für die Nachkalkulation.
Der Satz stammt aus der Gründungszeit und deckt heutige Gehälter, Mieten und Toolkosten nicht mehr. Jedes Angebot verkauft damit Arbeit unter Wert.
Druck, Media, Lizenzen und Freelancer-Honorare werden bezahlt und vergessen. Der Betrag mindert die Marge, taucht in keiner Rechnung auf und fällt oft erst beim Jahresabschluss auf.
Aus Bequemlichkeit bleibt die gewohnte Kalkulationsdatei in Betrieb. Zwei Wahrheiten entstehen, und niemand weiß, welche gilt.
Die Einführung läuft nebenher, Verantwortung bleibt diffus. Offene Fragen sammeln sich, die Motivation sinkt, nach drei Monaten nutzt die Hälfte des Teams das System nur halb.
Kontenrahmen, Exportformat und Belegablage werden ohne die Steuerberatung festgelegt. Die erste Übergabe endet dann in Nacharbeit und zusätzlichen Beratungsstunden.
Das günstigste Abo gewinnt, doch Projektbudgets, Rollenrechte oder Abschlagsrechnungen fehlen. Die Ersparnis verschwindet im ersten Jahr durch Handarbeit.
Was kostet Buchhaltungssoftware für Agenturen 2026?

Eine Faktura mit Buchhaltung kostet je nach Paket rund 9 bis 50 Euro pro Monat für die ganze Agentur, Agentursoftware mit Projektcontrolling etwa 15 bis 50 Euro pro Nutzer und Monat. ERP-Systeme beginnen bei rund 60 Euro monatlich und erreichen mit Einführungsprojekt schnell vierstellige Jahresbeträge.
Die drei Preiswelten unterscheiden sich nicht nur in der Höhe, sondern in der Rechenlogik. Klassische Buchhaltungsprogramme verkaufen ein Paket pro Agentur und staffeln nach Funktionsumfang, etwa nach Rechnung, Buchhaltung und Warenwirtschaft. Agentursoftware rechnet pro Kopf, weil jeder zusätzliche Nutzer Zeiten erfasst. Bei einem Team von zehn Personen und 25 Euro je Kopf stehen damit 250 Euro im Monat auf der Rechnung, während eine Cloud-Buchhaltung im selben Betrieb unter 50 Euro bleibt.
Kostenlos bedeutet in diesem Markt zweierlei. Free-Tarife einzelner Anbieter decken meist einen Nutzer und eine kleine Zahl Rechnungen pro Monat ab, was für den Start als Solo-Selbstständige reicht. Open-Source-Programme entfallen dagegen vollständig als Lizenzkosten, verlagern den Aufwand aber in Hosting, Updates und Datensicherung. Wer diese Arbeit einkauft, landet oft beim Preis eines Abos.
Ein Blick auf die Absetzbarkeit lohnt sich ebenfalls. Softwaremieten sind Betriebsausgaben und mindern den Gewinn im Jahr der Zahlung, die Vorsteuer holt sich die Agentur über die Umsatzsteuervoranmeldung zurück. Bei gekauften Lizenzen kommt je nach Betrag eine Verteilung über die Nutzungsdauer ins Spiel. Ihre Steuerberatung ordnet den Einzelfall verbindlich ein.
Für 2026 zeichnen sich drei Entwicklungen ab. Die E-Rechnung wandert vom Projekt in den Regelbetrieb, weil die allgemeine Übergangsfrist für den Versand nach den FAQ des Bundesministeriums der Finanzen am 31. Dezember 2026 endet. Bei einem Vorjahresumsatz bis 800.000 Euro bleibt ein Jahr länger Zeit. Die automatische Belegerkennung wird zur Standardausstattung statt zum Aufpreis. Und der Markt konsolidiert weiter, sodass Übernahmen und Produktbündel bei der Anbieterwahl mitgedacht werden sollten.
Mehrere Anbieter führen einen dauerhaften Free-Tarif, meist begrenzt auf einen Nutzer und eine niedrige einstellige Zahl Rechnungen pro Monat. Open-Source-Programme kosten keine Lizenz, verlangen aber eigenes Hosting, Updates und Datensicherung.
Der Einstieg mit Angebot und Rechnung beginnt bei rund 9 bis 13 Euro im Monat. Pakete mit Belegerfassung, Umsatzsteuervoranmeldung und DATEV-Export liegen bei etwa 20 bis 50 Euro, umfangreiche Stufen mit Anlagenverwaltung und Kostenstellen bis rund 90 Euro.
Projektcontrolling, Zeiterfassung und Abrechnung in einem System kosten meist 15 bis 25 Euro je Kopf, Pakete mit Buchhaltungsteil und Freigabe-Workflows bis etwa 50 Euro. Einzelne Anbieter verlangen zusätzlich eine monatliche Grundgebühr, reine Zeiterfassung startet schon bei 2 bis 12 Euro je Kopf.
Kleine Finanz- und ERP-Pakete beginnen bei rund 60 Euro im Monat. Lösungen mit Projektmodulen für Dienstleister liegen je nach Nutzerzahl im dreistelligen Bereich, einzelne Anbieter nennen Mindestbuchungsbeträge ab etwa 450 Euro. Kauflizenzen kosten mehrere hundert Euro je Nutzer plus jährliche Wartung.
Der Abopreis ist selten die ganze Rechnung. Einmalige Einrichtungs- und Onboarding-Gebühren reichen von rund 50 Euro bei kleinen Programmen bis zu 700 Euro und mehr bei Ausgabenmanagement und ERP. Jeder zusätzliche Nutzer kostet je nach Anbieter etwa 6 bis 12 Euro im Monat, einzelne Module wie Lohnabrechnung, E-Bilanz oder die DATEV-Schnittstelle werden gesondert berechnet. Dazu kommen Datenübernahme, Schulung und bei Kauflizenzen eine jährliche Wartungsgebühr. Rechnen Sie deshalb immer mit Ihrer realen Teamgröße über drei Jahre, nicht mit dem Einstiegspreis des ersten Monats.
1 Was beschreibt die Abrechenbarkeitsquote einer Agentur? Aufklappen ↓
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2 Wozu dient die Nachkalkulation? Aufklappen ↓
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3 Wer schuldet die Umsatzsteuer, wenn eine deutsche Agentur für ein Unternehmen in einem anderen EU-Staat arbeitet? Aufklappen ↓
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4 Was unterscheidet einen Retainer von einem Festpreisprojekt? Aufklappen ↓
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5 Was gilt als E-Rechnung im Sinne der gesetzlichen Pflicht? Aufklappen ↓
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Glossar: die wichtigsten Begriffe der Agentur-Buchhaltung
Von der Abrechenbarkeitsquote bis zur Künstlersozialabgabe: die Fachbegriffe rund um Projektabrechnung, Buchführung und Umsatzsteuer in der Agentur, kompakt erklärt.
- Stundensatz und Vollkostensatz
Der Stundensatz ist der Preis, den die Agentur je geleisteter Stunde berechnet. Der Vollkostensatz beziffert dagegen, was eine Stunde intern kostet, inklusive Gehältern, Miete, Software und Verwaltung. Ein tragfähiger Angebotspreis ergibt sich aus dem Vollkostensatz plus Zielmarge, nicht aus dem Marktgefühl.
- Abrechenbarkeitsquote
Die Abrechenbarkeitsquote misst, welcher Anteil der Arbeitszeit einem Kundenprojekt zugeordnet und in Rechnung gestellt wird. Interne Aufgaben wie Akquise, Organisation und Weiterbildung senken diesen Wert planmäßig. Als Kennzahl zeigt die Quote, wie viel Kapazität tatsächlich Umsatz erzeugt.
- Nachkalkulation
Die Nachkalkulation stellt nach Projektende die kalkulierten den tatsächlich geleisteten Stunden und Kosten gegenüber. Daraus ergibt sich die Marge des einzelnen Projekts. Ohne diese Auswertung bleibt unklar, welche Leistungsarten tragen und welche Verluste verursachen.
- Projektbudget
Das Projektbudget begrenzt Stunden und Kosten eines Auftrags im Voraus. Eine Software mit Projektbezug warnt beim Erreichen einer festgelegten Schwelle, etwa bei 80 Prozent Verbrauch. So bleibt Zeit, mit dem Kunden über eine Erweiterung zu sprechen, bevor die Agentur draufzahlt.
- Retainer
Ein Retainer ist eine wiederkehrende Vergütung für ein vereinbartes Leistungspaket, meist monatlich abgerechnet und oft mit Stundenkontingent. Für die Agentur glättet dieses Modell die Liquidität. Wichtig bleibt die Regel, was mit nicht genutzten Stunden am Monatsende geschieht.
- Time and Material
Time and Material bezeichnet die Abrechnung nach tatsächlichem Aufwand: geleistete Stunden zum vereinbarten Satz, dazu weiterberechnete Sachkosten. Das Modell verlagert das Aufwandsrisiko zum Kunden und verlangt im Gegenzug einen belegbaren Stundennachweis.
- Festpreisprojekt
Beim Festpreisprojekt vereinbaren Agentur und Kunde eine feste Summe für ein klar abgegrenztes Ergebnis. Mehraufwand geht zulasten der Agentur, Einsparungen erhöhen die Marge. Eine saubere Leistungsbeschreibung und eine ehrliche Vorkalkulation sind deshalb Pflicht.
- Abschlagsrechnung
Eine Abschlagsrechnung fordert während eines laufenden Projekts einen Teilbetrag für bereits erbrachte Leistungen an. Die Schlussrechnung listet anschließend die gesamte Leistung auf und zieht alle Abschläge ab. Ohne diese Funktion finanziert die Agentur lange Projekte aus eigener Kasse vor.
- Anzahlungsrechnung
Die Anzahlungsrechnung verlangt einen Betrag, bevor die Leistung erbracht wurde. Umsatzsteuerlich entsteht die Steuer bereits mit der Vereinnahmung des Geldes. In der Schlussrechnung müssen alle Anzahlungen samt ausgewiesener Steuer korrekt abgesetzt werden.
- Unfertige Leistungen
Unfertige Leistungen sind angearbeitete, aber noch nicht abgerechnete Projekte am Stichtag. Bilanzierende Agenturen aktivieren diese Arbeit zu Herstellungskosten, damit Aufwand und Ertrag in dieselbe Periode fallen. Bei der Einnahmen-Überschuss-Rechnung entfällt die Bewertung, dort gilt das Zufluss- und Abflussprinzip.
- Durchlaufende Posten
Durchlaufende Posten sind Beträge, die eine Agentur im Namen und für Rechnung des Kunden vereinnahmt und verauslagt, etwa eine Amtsgebühr. Solche Beträge gehören nicht zum Entgelt und bleiben ohne Umsatzsteuer. Selbst eingekaufte Fremdleistungen erfüllen diese Voraussetzung in aller Regel nicht.
- Fremdkosten und Weiterberechnung
Fremdkosten entstehen durch zugekaufte Leistungen wie Druck, Media, Lizenzen oder freie Mitarbeit. Die Agentur berechnet sie mit einem vereinbarten Aufschlag weiter und versteuert den Gesamtbetrag als eigenen Umsatz. Im Projekt erfasst, bleiben diese Posten bis zur Rechnung sichtbar.
- Einnahmen-Überschuss-Rechnung
Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermittelt den Gewinn als Differenz zwischen Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben. Maßgeblich ist der Zeitpunkt von Zufluss und Abfluss. Kleinere Agenturen ohne Bilanzierungspflicht rechnen so, größere Kapitalgesellschaften erstellen dagegen eine Bilanz.
- Umsatzsteuervoranmeldung
Die Umsatzsteuervoranmeldung meldet dem Finanzamt monatlich oder vierteljährlich die vereinnahmte Umsatzsteuer und die abziehbare Vorsteuer. Die Übermittlung läuft elektronisch und authentifiziert. Fast jede Buchhaltungssoftware im DACH-Markt erzeugt diese Meldung direkt aus den gebuchten Belegen.
- Kontenrahmen SKR 03 und SKR 04
Ein Kontenrahmen ordnet alle Geschäftsvorfälle festen Konten zu. SKR 03 folgt dem Geschäftsablauf, SKR 04 dem Aufbau des Jahresabschlusses. Welcher Rahmen gilt, gibt in der Praxis die Steuerberatung vor, und die Software muss ihn abbilden können.
- GoBD
GoBD steht für die Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form. Gefordert sind unter anderem Nachvollziehbarkeit, Unveränderbarkeit und eine Verfahrensdokumentation. § 147 AO bestimmt dazu die Aufbewahrungsfristen, für Buchungsbelege acht Jahre.
- E-Rechnung, XRechnung und ZUGFeRD
Eine E-Rechnung liegt nur vor, wenn die Rechnung in einem strukturierten Format nach der Norm EN 16931 ausgestellt, übermittelt und empfangen wird. XRechnung ist ein reines Datenformat, ZUGFeRD kombiniert PDF und eingebettete Daten. Ein einfaches PDF zählt seit 2025 als sonstige Rechnung.
- DATEV-Schnittstelle
Die DATEV-Schnittstelle überträgt Buchungssätze und Belege aus der Agentursoftware in die Systeme der Steuerberatung. Manche Programme liefern einen Dateiexport, andere eine direkte Anbindung samt Belegbildern. Die Wahl entscheidet darüber, wie viel Handarbeit jedes Quartal anfällt.
- Reverse Charge und Zusammenfassende Meldung
Bei Leistungen an Unternehmen im EU-Ausland geht die Steuerschuld nach § 13b UStG auf den Leistungsempfänger über. Die Rechnung bleibt netto und nennt beide Umsatzsteuer-Identifikationsnummern. Über die Zusammenfassende Meldung nach § 18a UStG meldet die Agentur diese Umsätze zusätzlich an das Bundeszentralamt für Steuern.
- Künstlersozialabgabe
Agenturen, die nicht nur gelegentlich selbstständige Künstler oder Publizisten beauftragen und deren Leistungen verwerten, zahlen die Künstlersozialabgabe. Bemessungsgrundlage sind die im Jahr gezahlten Honorare. Die Künstlersozialkasse weist für 2026 einen Abgabesatz von 4,9 Prozent aus, nach 5,0 Prozent in den drei Jahren davor.
Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um Buchhaltung, Projektabrechnung und Software in der Agentur, kurz und neutral beantwortet.
Was ist eine Buchhaltungssoftware für Agenturen?
Eine Buchhaltungssoftware für Agenturen führt Projekte, Stunden, Angebote, Rechnungen und Buchhaltung in einem gemeinsamen Datenbestand. Erfasste Arbeitszeit wandert damit ohne Zwischenschritt in die Rechnung, und dieselbe Software bereitet die Zahlen für Steuerbüro und Finanzamt auf. Der Unterschied zu einer allgemeinen Buchhaltungslösung liegt im Projektbezug: Jede Stunde, jede Fremdleistung und jede Rechnung hängt an einem Projekt mit Budget und Stundensatz. Damit lässt sich am Monatsende beantworten, welches Projekt Geld verdient hat und welches nicht.
Worin unterscheidet sich Agentursoftware von einer Buchhaltungssoftware?
Agentursoftware plant und kalkuliert Projekte und erzeugt daraus Angebote und Rechnungen, eine Buchhaltungssoftware verbucht Einnahmen und Ausgaben, erstellt Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder Bilanz und übermittelt die Umsatzsteuervoranmeldung. Beide Welten überschneiden sich bei der Faktura, gehen davor und danach aber getrennte Wege. Viele Agenturen kombinieren deshalb eine Agentursoftware für Projekt und Rechnung mit einer Buchhaltungslösung oder mit dem Steuerbüro, verbunden über einen DATEV-Export.
Wie rechnen Agenturen Projekte ab?
Agenturen rechnen nach Festpreis ab, nach Aufwand auf Stundenbasis oder als monatlichen Retainer, häufig ergänzt um Abschlags- und Anzahlungsrechnungen. Der Festpreis vergütet ein abgegrenztes Ergebnis und verlagert das Aufwandsrisiko in die Agentur. Time and Material rechnet geleistete Stunden zum vereinbarten Satz ab. Der Retainer vergütet ein wiederkehrendes Leistungspaket pro Zeitraum und glättet die Liquidität. Die Software muss alle drei Modelle nebeneinander führen können, sonst wandert ein Teil der Abrechnung zurück in die Tabelle.
Gibt es kostenlose Buchhaltungssoftware für Agenturen?
Kostenlose Angebote bestehen als Free-Tarif einzelner Anbieter und als Open-Source-Software zum Selberhosten, jeweils mit Grenzen bei Belegzahl, Nutzerzahl und Projektfunktionen. Ein Free-Tarif deckt bei mehreren Anbietern eine kleine Zahl Rechnungen pro Monat und einen einzigen Nutzer ab. Für Solo-Selbstständige mit wenigen Kunden reicht das oft. Sobald ein Team Stunden erfasst, Budgets überwacht und Fremdkosten weiterberechnet, stoßen die Gratis-Stufen an ihre Grenzen. Bei Open Source entfällt die Lizenzgebühr, Hosting, Updates und Datensicherung bleiben Ihre Aufgabe.
Ist die E-Rechnung für Agenturen Pflicht?
Empfangen müssen deutsche Agenturen E-Rechnungen bereits seit dem 1. Januar 2025, für den Versand laufen noch Übergangsfristen. Das Bundesministerium der Finanzen erlaubt in seinen FAQ zur E-Rechnung bis zum 31. Dezember 2026 weiterhin sonstige Rechnungen, also Papier oder ein PDF mit Zustimmung des Empfängers. Bei einem Vorjahresumsatz bis 800.000 Euro verlängert sich diese Frist bis zum Ablauf des Jahres 2027. Als E-Rechnung gilt seither nur ein strukturierter Datensatz nach der Norm EN 16931, etwa XRechnung oder ZUGFeRD.
Wie rechne ich Fremdkosten und Freelancer-Honorare weiter?
Erfassen Sie den Betrag als Fremdleistung im jeweiligen Projekt und berechnen Sie ihn mit dem vereinbarten Aufschlag an den Kunden weiter. Druck, Media, Lizenzen und freie Mitarbeit laufen so sichtbar durch das Projektbudget, statt in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unterzugehen. Nur echte durchlaufende Posten, die Sie im Namen und für Rechnung des Kunden vereinnahmen und verauslagen, bleiben ohne Umsatzsteuer. Alles andere ist steuerpflichtiger Umsatz der Agentur. Eine Software mit Projektbezug markiert offene Fremdkosten vor der Rechnungsstellung.
Wann zahlt eine Agentur Künstlersozialabgabe?
Abgabepflichtig wird eine Agentur, sobald sie nicht nur gelegentlich selbstständige Künstler oder Publizisten beauftragt und deren Leistungen für eigene Zwecke verwertet. Werbe- und Designagenturen zählen zu den typischen Verwertern. Bemessungsgrundlage sind die im Kalenderjahr gezahlten Netto-Honorare an selbstständige Kreative, also etwa Texterinnen, Fotografen, Illustratorinnen oder Webdesigner. Die Künstlersozialkasse weist für 2026 einen Abgabesatz von 4,9 Prozent aus, nach 5,0 Prozent in den Jahren 2023 bis 2025. Wer Honorare im Projekt sauber kennzeichnet, hat die Meldung in Minuten beisammen.
Was gilt in Österreich und in der Schweiz?
In Österreich kommt auf Werbeleistungen die Werbeabgabe von 5 Prozent hinzu, in der Schweiz gelten QR-Rechnung und Schweizer Mehrwertsteuersätze. Die Wirtschaftskammer Österreich beschreibt die Abgabe als Steuer auf das Netto-Entgelt der Werbeeinschaltung in Print, Hörfunk, Fernsehen und Außenwerbung. Kreation und Produktion bleiben frei, Onlinewerbung ebenfalls, und unter 10.000 Euro abgabepflichtiger Entgelte pro Wirtschaftsjahr greift die Bagatellgrenze. Die Eidgenössische Steuerverwaltung nennt für die Schweiz einen Normalsatz von 8,1 Prozent. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob die Software beide Länderstände abbildet.
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