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3. März 2026 3. März 2026
Reading Time: 19 minutes

Funktioniert Linkbuilding 2026 noch? Ja, aber anders als Sie denken

Michael Dobler

Michael Dobler

Autor Dr. Web

Backlinks sind tot. So lautet jedenfalls das Gerücht, das seit Jahren durch die SEO-Szene geistert. Die Realität sieht anders aus: Google Trends verzeichnet 2025 ein Allzeithoch beim Suchbegriff „Link Building“. Gleichzeitig planen über 56 Prozent der befragten SEO-Profis, ihre Budgets für Linkaufbau im kommenden Jahr aufzustocken. Was steckt hinter diesem Paradox? KI-Suche verändert die Spielregeln grundlegend. Wer heute Links aufbaut wie vor fünf Jahren, verbrennt Geld. Wer die neuen Mechanismen versteht, sichert sich Wettbewerbsvorteile, die kein Algorithmus-Update zerstört.

Das Wichtigste in Kürze

  • Backlinks machen laut FirstPageSage rund 13 Prozent des Google-Algorithmus aus und bleiben damit der drittwichtigste Rankingfaktor
  • 73,2 Prozent der SEO-Experten glauben, dass Backlinks auch die Sichtbarkeit in KI-Suchergebnissen beeinflussen
  • Brand Mentions korrelieren laut einer Ahrefs-Studie mit 75.000 Domains stärker mit KI-Sichtbarkeit (0,664) als klassische Backlinks (0,218)
  • Digital PR löst massenhaftes Gastposten als effektivste Linkbuilding-Taktik ab: 48,6 Prozent der Profis setzen darauf
  • Seiten auf Platz 1 bei Google haben durchschnittlich 3,8-mal mehr Backlinks als die Positionen 2 bis 10
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Backlinks haben sich vom reinen Zähl-Signal zum komplexen Vertrauensbeweis gewandelt. Wer die neuen Spielregeln versteht, profitiert stärker als je zuvor.

Google-Sprecher wiederholen seit Jahren ein Mantra: Links gehören nicht mehr zu den drei wichtigsten Rankingfaktoren. Die Praxis erzählt eine andere Geschichte. Jede seriöse Korrelationsstudie der letzten zwei Jahre kommt zum gleichen Ergebnis. Seiten mit starkem Backlink-Profil ranken besser. Das gilt für klassische organische Ergebnisse, für AI Overviews und sogar für ChatGPT-Erwähnungen.

Der scheinbare Widerspruch löst sich auf, sobald Sie die Perspektive wechseln. Google meint mit „weniger wichtig“ nicht, dass Links irrelevant geworden sind. Die Aussage bedeutet, dass Quantität als Signal an Gewicht verloren hat. Gleichzeitig ist die Qualität und thematische Relevanz einzelner Links wichtiger geworden als je zuvor. FirstPageSage beziffert den Anteil von Backlinks am Google-Algorithmus auf 13 Prozent. Vor einem Jahrzehnt lag dieser Wert bei über 50 Prozent. Der Rückgang klingt dramatisch. Bedenken Sie aber: 13 Prozent machen Backlinks immer noch zum drittwichtigsten Einzelfaktor hinter „Consistent Publication of Satisfying Content“ und „Niche Expertise“.

Die folgende Tabelle zeigt, wie sich die Gewichtung der wichtigsten Google-Rankingfaktoren laut FirstPageSage in den letzten Jahren verschoben hat:

RankingfaktorGewichtung 2015 (ca.)Gewichtung Q1 2025Tendenz
Konsistente Veröffentlichung hilfreicher Inhalte~15 %26 %stark steigend
Niche Expertise (thematische Autorität)~5 %13 %steigend
Backlinks>50 %13 %fallend, aber stabil auf hohem Niveau
Searcher Engagement (Nutzerverhalten)~3 %12 %steigend
Keyword in Title Tags~8 %7 %leicht fallend


94 Prozent aller Seiten im Internet haben keinen einzigen Backlink. Wer also aktiv Links aufbaut, spielt bereits in einer Liga, in der sich nur sechs Prozent aller Webseiten befinden. Diese Ausgangslage verschafft jedem Unternehmen, das strategisch vorgeht, einen enormen Vorsprung.

Die Einführung von Googles AI Overviews hat das Suchverhalten fundamental verändert. AI Overviews erscheinen mittlerweile bei über 60 Prozent aller Suchanfragen. Der organische Klickanteil sinkt bei Suchanfragen mit AI Overviews um durchschnittlich 34,5 Prozent. Für Unternehmen bedeutet das: Sichtbarkeit in den klassischen blauen Links reicht nicht mehr. Sie müssen auch in KI-generierten Antworten zitiert werden.

Hier wird es spannend für die Linkbuilding-Strategie. Eine Untersuchung von Ahrefs mit 75.000 analysierten Domains zeigt, dass Brand Mentions der stärkste Korrelationsfaktor für Sichtbarkeit in AI Overviews sind. Der Korrelationswert liegt bei 0,664. Klassische Backlink-Metriken erreichen nur 0,218.

Das klingt zunächst wie ein Argument gegen Linkbuilding. Genauer betrachtet verschiebt sich das Spielfeld: Branded Anchors, also Verlinkungen mit dem Markennamen als Ankertext, erreichen einen Korrelationswert von 0,527. Sie liegen damit deutlich über reinen Link-Metriken und knapp unter Brand Mentions.

Die Ahrefs-Daten machen den Unterschied zwischen altem und neuem Linkbuilding greifbar:

SignalKorrelation mit AI-Overview-SichtbarkeitEinordnung
Branded Web Mentions (verlinkt oder unverlinkt)0,664stärkster Faktor
Branded Anchors (Verlinkungen mit Markenname)0,527stark
Branded Search Volume0,392moderat
Domain Rating (DR)0,326moderat
Branded Traffic (organisch)0,274schwach
Anzahl Backlinks0,218schwach
Branded Ad Traffic (bezahlt)0,216schwach


Die Schlussfolgerung ist eindeutig. Linkbuilding funktioniert 2026 nicht trotz, sondern wegen der KI-Suche. Der Mechanismus hat sich verschoben: Weg vom technischen Linksignal, hin zur kontextuellen Markenerwähnung mit Verlinkung.

Jeder hochwertige Backlink auf einer themenrelevanten, autoritativen Seite ist gleichzeitig eine Brand Mention, eine kontextuelle Empfehlung und ein Trust-Signal für KI-Systeme.

The New SEO Playbook for AI Search (Top GEO Ranking Factors)
Ahrefs hat 25 Millionen KI-Suchergebnisse und 75.000 Marken analysiert, um die fünf entscheidenden Faktoren für Sichtbarkeit in AI Overviews, ChatGPT und Perplexity zu identifizieren. Dieses Video liefert die Datenbasis zu vielen Erkenntnissen aus diesem Artikel.

Welche Linkbuilding-Strategien funktionieren 2026 tatsächlich?

Eine Umfrage von Editorial.Link unter 518 SEO-Experten zeichnet ein klares Bild der wirksamen Taktiken. Digital PR führt die Liste mit 48,6 Prozent Zustimmung an. Gastbeiträge folgen mit 16 Prozent, Linkable Assets mit 12 Prozent. Diese Rangfolge hat sich im Vergleich zum Vorjahr verfestigt.

Studie 2025/26 – 518 SEO-Experten befragt
Welche Linkbuilding-Strategien
funktionieren 2026?

Digital PR hat Gastbeiträge als effektivste Taktik abgelöst. Die Daten zeigen einen klaren Trend: Qualität und Markenaufbau schlagen reinen Linkaufbau.

Die effektivsten Taktiken im Überblick

Digital PR
48,6 %
Gastbeiträge
16 %
Linkable Assets
12 %
Link-Inserts
8,2 %
Broken Link Building
5,4 %

Basis: Befragung von 518 SEO-Experten (Editorial.Link, 2025)

73,2 %

der SEO-Profis sehen Backlinks als Faktor für KI-Sichtbarkeit

3,8×

mehr Backlinks hat Platz 1 gegenüber Position 2–10

56 %

planen höhere Linkbuilding-Budgets im nächsten Jahr

Der Paradigmenwechsel

Brand Mentions korrelieren laut Ahrefs mit einem Wert von 0,664 stärker mit KI-Sichtbarkeit als klassische Backlinks (0,218). Die wirksamste Strategie kombiniert hochwertige Links mit kontextuellen Markenerwähnungen auf autoritativen Seiten.

Digital PR: Die neue Königsdisziplin

Digital PR bedeutet, datenbasierte Studien, originelle Analysen oder branchenspezifische Reports zu veröffentlichen, die Journalisten und Blogger freiwillig aufgreifen und verlinken. Original Research erhält laut Branchenauswertungen achtmal mehr Backlinks als reine Meinungsartikel. Der Grund: KI kann Texte schreiben. KI kann keine eigenen Umfragen durchführen oder proprietäre Datensätze kompilieren.

Linkable Assets: Vom Blogpost zum Referenzmaterial

Inhalte, die als Referenz taugen, ziehen Links magnetisch an. Dazu gehören interaktive Tools, Rechner, umfassende Branchenvergleiche und Infografiken. Content mit über 3.000 Wörtern generiert laut mehreren Studien 3,5-mal mehr Backlinks als Kurzbeiträge. Entscheidend ist nicht die Länge an sich, sondern die Informationstiefe.

Gastbeiträge: Noch relevant, aber mit Vorsicht

Gastbeiträge funktionieren weiterhin, allerdings unter verschärften Bedingungen. Fast 86 Prozent aller Webseiten auf Gastpost-Marktplätzen fallen unter die Kategorie niedriger Qualität: weniger als 10.000 monatliche Besucher bei einem Domain Rating unter 40. Wer Gastbeiträge als Strategie nutzt, muss die Publikationspartner akribisch prüfen. Ein minderwertiger Gastbeitrag schadet mehr als er nützt.

Checkliste: Taktik-Auswahl nach Unternehmenstyp

Eine Wissenschaftlerin in einem futuristischen Labor untersucht durch ein übergroßes Vergrößerungsglas eine einzelne, golden leuchtende Kette. Im Hintergrund liegt ein riesiger Haufen billiger, rostiger Ketten achtlos auf dem Boden. Blaues Laborlicht kontrastiert mit dem goldenen Leuchten. Sollte in dem Bild Text vorkommen, diesen in Deutsch ausgeben. Reales Foto, Format 16:9
94 Prozent aller Linkbuilder bestätigen, dass ein einziger relevanter Link mehr bewirkt als hunderte minderwertige Verweise.
  • Startups und kleine Unternehmen setzen auf Linkable Assets (Rechner, Infografiken, kostenlose Tools), weil diese ohne großes Budget organisch Links anziehen
  • Mittelständische Unternehmen profitieren von einer Kombination aus Gastbeiträgen auf Branchenportalen und datenbasierten Studien, die sich aus eigenen Kundendaten speisen
  • Etablierte Marken erzielen die besten Ergebnisse mit Digital PR, indem sie ihre Marktdaten als Branchenreports aufbereiten und über Fachmedien distribuieren
  • E-Commerce-Unternehmen nutzen Produkttests und Vergleichsartikel als natürliche Linkquellen und platzieren sich in „Best of“-Listen relevanter Publikationen
  • B2B-Dienstleister bauen Autorität durch Gastbeiträge mit Expertenpositionierung, Podcast-Auftritte und Whitepapers auf, die Branchenmedien als Quelle nutzen

Nicht jeder Link ist gleich viel wert. Die Algorithmen unterscheiden mittlerweile mit chirurgischer Präzision zwischen einer redaktionellen Empfehlung und einem gekauften Platzhalter. Fünf Kriterien entscheiden über den tatsächlichen Wert eines Backlinks:

Thematische Relevanz steht an erster Stelle. Ein Link von einem Finanzportal auf einen Finanzratgeber sendet ein starkes Signal. Derselbe Link von einem Kochblog auf denselben Finanzratgeber wirkt bestenfalls wertlos, schlimmstenfalls verdächtig.

Domain Authority der verlinkenden Seite spielt eine zentrale Rolle. 72,2 Prozent der SEO-Profis betrachten niedrige Domain-Authority-Werte als Warnsignal bei der Bewertung potenzieller Linkquellen.

Redaktionelle Einbettung macht den Unterschied. Links im Fließtext eines inhaltlich relevanten Artikels wiegen schwerer als Links in Sidebars, Footern oder Autorenboxen.

Natürlichkeit des Linkprofils der verlinkenden Seite ist entscheidend. 89 Prozent der Experten bezeichnen spammige ausgehende Links als größtes Warnsignal. Eine Seite, die auf alles verlinkt, entwertet ihre eigenen Links.

Anchor-Text-Verteilung rundet das Bild ab. Partial-Match-Anker führen mit 41,7 Prozent Bevorzugung, gefolgt von Exact-Match-Ankern mit 25,1 Prozent und Marken-Ankern mit 20,5 Prozent. Eine natürliche Mischung dieser Varianten signalisiert organisches Linkwachstum.

Red Flags: Warnsignale bei der Publisher-Bewertung

Diese Faktoren stufen SEO-Profis als größte Warnsignale ein, wenn sie eine Webseite als potenzielle Linkquelle bewerten:

  • Spammige ausgehende Links (89 %): Die Seite verlinkt wahllos auf fragwürdige Ziele und entwertet damit jeden eigenen Link
  • Minderwertiger Content (86,3 %): Dünne, KI-generierte oder offensichtlich nur für Links erstellte Inhalte signalisieren eine Linkfarm
  • Niedrige Domain Authority (72,2 %): Seiten ohne eigene Autorität können diese auch nicht weitergeben
  • Unnatürliches Linkprofil (68 %): Die Seite selbst hat überwiegend gekaufte oder manipulierte eingehende Links
  • Fehlender echter Traffic (ca. 60 %): Eine Webseite ohne reale Besucher liefert keinen Mehrwert, weder für Leser noch für Suchmaschinen

Diese Frage stellt sich jeder Entscheider irgendwann. Die kurze Antwort: Ja, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Die lange Antwort erfordert eine ehrliche Einordnung der Chancen und Risiken.

Googles Algorithmen erkennen manipulative Linkmuster immer besser. Wer hunderte billige Links aus irrelevanten Quellen kauft, riskiert im besten Fall wirkungslose Ausgaben, im schlimmsten Fall eine algorithmische Abwertung. Das Google-Update gegen Site Reputation Abuse von Mai 2024 hat gezeigt, wie ernst Google das Thema nimmt. Private Blog Networks und Linkfarmen gehören endgültig der Vergangenheit an.

Gleichzeitig zeigt die Branchenrealität ein differenzierteres Bild. 63,1 Prozent der SEO-Profis würden Links auf Seiten platzieren, die auf Linkbuilding-Marktplätzen gelistet sind, sofern die Qualität stimmt. Nur 36,9 Prozent lehnen das kategorisch ab. Der Schlüssel liegt im Wort „Qualität“.

Wer strategisch und bei verifizierten Publishern Backlinks kaufen möchte, investiert in geprüfte Platzierungen auf themenrelevanten Seiten mit echtem Traffic und echten Lesern. Der Unterschied zum massenhaften Linkkauf aus dubiosen Quellen ist fundamental: Es handelt sich um eine gezielte Investition in digitale Reputation, nicht um eine Abkürzung.

Brand Mentions korrelieren dreimal stärker mit KI-Sichtbarkeit als klassische Backlinks. Linkbuilding ist nicht tot, aber wer es nicht als Brand Building begreift, investiert in die Vergangenheit.
— Michael Dobler, Chefredakteur Dr. Web

Entscheidend ist die Link Velocity. Ein plötzlicher Anstieg von hundert Links innerhalb einer Woche wirkt auf Google unnatürlich. Ein stetiger Aufbau von fünf bis zehn hochwertigen Links pro Monat signalisiert organisches Wachstum. Professionelle Anbieter achten auf dieses natürliche Tempo und planen den Linkaufbau als langfristigen Prozess.

Wie verändert KI-Suche die Bedeutung von Brand Mentions?

Der vielleicht wichtigste Paradigmenwechsel im Linkbuilding betrifft das Zusammenspiel von Links und Markenerwähnungen. Patrick Stox von Ahrefs fasst es treffend zusammen: Wir befinden uns in der Ära der Off-Page-SEO. Der Content auf der eigenen Seite verliert gegenüber dem, was andere über eine Marke schreiben, an relativem Gewicht.

Die Daten untermauern diese Einschätzung. Marken mit vielen Web-Erwähnungen erhalten bis zu zehnmal mehr Nennungen in AI Overviews als Marken im nächstniedrigeren Quartil. Besonders wirksam sind Erwähnungen auf bestimmten Plattformtypen: Reddit-Diskussionen, Quora-Threads, YouTube-Transkripte und Bewertungsportale wie G2 liefern genau die Art von natürlichsprachlichen Mustern, die große Sprachmodelle für ihre Antworten heranziehen.

Für die Linkbuilding-Strategie ergibt sich daraus eine klare Handlungsempfehlung. Jede Linkbuilding-Maßnahme sollte gleichzeitig als Brand-Building-Maßnahme gedacht werden. Ein Gastbeitrag auf einem Branchenportal bringt nicht nur einen Backlink, sondern auch eine kontextuelle Markenerwähnung. Ein Experteninterview in einem Podcast generiert YouTube-Transkripte mit Markennennungen. Eine datenbasierte Studie wird auf Social Media diskutiert und in Foren zitiert. Die besten Linkbuilding-Strategien 2026 denken diese Multiplikatoreffekte von Anfang an mit.

Maßnahmen-Matrix: Linkbuilding trifft Brand Building

  • Gastbeitrag auf Branchenportal generiert gleichzeitig einen Backlink, eine Brand Mention im redaktionellen Kontext und potenzielle Social-Media-Reichweite
  • Podcast-Interview erzeugt einen Link in den Shownotes, YouTube-Transkripte mit Markennennungen und Audio-Content, den KI-Systeme als Quelle indexieren
  • Datenbasierte Studie zieht natürliche Backlinks von Journalisten an, wird in Fachforen diskutiert und als Referenz in KI-Antworten zitiert
  • Expertenzitat in Fachmedien platziert den Markennamen in autoritativen Kontexten und stärkt E-E-A-T-Signale ohne direkten Link
  • Bewertungsportale und Vergleichsseiten schaffen Brand Mentions auf den Plattformen, die KI-Systeme laut Ahrefs bevorzugt als Quelle heranziehen

Was passiert, wenn Sie auf Linkbuilding verzichten?

In einem zunehmend gesättigten digitalen Markt ist Stillstand gleichbedeutend mit Rückschritt. Die Entscheidung gegen strategischen Linkaufbau ist keine neutrale Position. Sie bedeutet, dass die Domain Authority stagniert, während Wettbewerber ihre digitale Autorität kontinuierlich ausbauen.

95 Prozent aller Webseiten haben keinen einzigen Backlink. Diese Seiten teilen ein gemeinsames Schicksal: Sie sind für Google praktisch unsichtbar. Ohne externe Signale, die Relevanz und Vertrauenswürdigkeit bestätigen, wird selbst exzellenter Content nicht belohnt. Die Investition in hochwertigen Content ohne begleitende Offpage-Strategie gleicht dem Bau eines Restaurants an einer Straße ohne Wegweiser.

Im Kontext der KI-Suche verschärft sich das Problem weiter. AI Overviews ziehen ihre Quellen bevorzugt aus Seiten, die bereits in den Top-Positionen der organischen Suche ranken. Ohne starkes Backlink-Profil fehlt der Zugang zu diesem neuen Sichtbarkeitskanal. 85 Prozent der in AI Overviews zitierten Inhalte wurden in den letzten zwei Jahren veröffentlicht. Das zeigt: Frische allein reicht nicht. Sie brauchen Frische plus Autorität.

Ohne LinkbuildingMit strategischem Linkbuilding
Stagnierende Domain AuthorityStetig wachsende digitale Reputation
95 % der Seiten ohne Backlinks bleiben unsichtbarSichtbarkeit in den Top-Ergebnissen für relevante Keywords
Kein Zugang zu AI Overviews als ZitationsquelleErhöhte Wahrscheinlichkeit, von KI-Systemen zitiert zu werden
Content-Investitionen verpuffen ohne ReichweiteContent-ROI steigt durch organischen Traffic und Autorität
Wettbewerber dominieren die NischeEigene Positionierung als Branchenautorität

Lesetipps:

Welche Fehler kosten beim Linkbuilding am meisten Geld?

Quantität vor Qualität

Der teuerste Fehler ist gleichzeitig der häufigste. 94 Prozent der Linkbuilder bestätigen, dass Qualität wichtiger ist als Quantität. Trotzdem setzen viele Unternehmen immer noch auf Masse. Hunderte Links von irrelevanten Verzeichnissen und Artikelschleudern kosten Geld, bringen keine Rankings und riskieren algorithmische Abstrafungen.

Fehlende thematische Strategie

66 Prozent der Teams kämpfen laut BuzzStream-Erhebung damit, die richtigen Linkbuilding-Taktiken zu identifizieren. Ohne klare thematische Ausrichtung streuen Unternehmen ihre Bemühungen auf zu viele irrelevante Quellen. Ein Finanzdienstleister braucht Links von Finanz- und Wirtschaftsportalen, nicht von Lifestyle-Blogs.

Unrealistische Zeiterwartungen

75 Prozent der Linkbuilder bekommen maximal sechs Monate Zeit, um den Wert ihrer Arbeit nachzuweisen. Passive Linkbuilding-Strategien wie die Erstellung von Referenz-Content brauchen allerdings acht bis zwölf Monate, um messbare Ergebnisse auf Domain-Ebene zu zeigen. Wer nach drei Monaten die Reißleine zieht, hat investiert, ohne die Rendite einzufahren.

Vernachlässigung der Link-Diversität

Die Google-API-Dokumentation, die im Mai 2024 geleakt wurde, bestätigte, was viele SEOs vermuteten: Link Distribution Diversity ist wichtiger als bisher angenommen. Wer alle Links von einem einzigen Domaintyp bezieht, verschenkt Potenzial. Die besten Linkprofile kombinieren redaktionelle Links, Branchenverzeichnisse, Pressemitteilungen, Podcast-Erwähnungen und Forenreferenzen.

Die häufigsten Fehler auf einen Blick

  • Massenlinks ohne Prüfung kaufen und damit Geld und Rankings riskieren, statt gezielt in geprüfte Publisher zu investieren
  • Nur eine Taktik fahren, statt verschiedene Linkquellen und Formate zu kombinieren
  • Anchor-Texte überoptimieren und damit ein unnatürliches Profil erzeugen, statt auf eine organische Mischung zu achten
  • Erfolg nur an der Linkanzahl messen, statt Qualitätsmetriken wie Domain Rating, thematische Relevanz und Traffic der Quelle zu tracken
  • Linkbuilding als Einmalaktion betrachten, statt einen kontinuierlichen, langfristigen Prozess mit natürlicher Link Velocity aufzusetzen

Wie sieht eine zukunftssichere Linkbuilding-Strategie aus?

Eine belastbare Strategie für 2026 und darüber hinaus ruht auf drei Säulen:

Säule 1: Content als Linkmagnet.

Investieren Sie in Inhalte, die andere freiwillig zitieren wollen. Originale Studien, umfassende Branchenreports, interaktive Tools und datengestützte Analysen bilden das Fundament. Diese Assets ziehen nicht nur Links an, sondern generieren gleichzeitig Brand Mentions über verschiedene Plattformen hinweg.

Säule 2: Strategischer Linkaufbau.

Ergänzen Sie organisch gewonnene Links durch gezielten Outreach. Identifizieren Sie die Publikationen, Branchenportale und Fachmedien, die Ihre Zielgruppe tatsächlich liest. Bauen Sie Beziehungen zu Redakteuren auf. Bieten Sie Expertise als Gastautor oder Interviewpartner an. Jeder platzierte Link sollte sich für den Leser der Zielseite wie eine natürliche, hilfreiche Empfehlung anfühlen.

Säule 3: Brand Visibility über alle Kanäle.

Denken Sie Linkbuilding nicht isoliert. YouTube-Auftritte, Podcast-Interviews, Reddit-Diskussionen, Beiträge auf Bewertungsplattformen und Social-Media-Aktivität erzeugen die Markenerwähnungen, die KI-Systeme als Vertrauenssignal werten. Die stärksten Korrelationen mit KI-Sichtbarkeit zeigen laut Ahrefs YouTube-Mentions und Branded Web Mentions. Integrieren Sie diese Kanäle in Ihre Gesamtstrategie.

Glossar: 12 wichtige Fachbegriffe zu Linkbuilding und KI-Suche

AI Overviews

AI Overviews (ehemals Search Generative Experience) bezeichnen die KI-generierten Zusammenfassungen, die Google oberhalb der klassischen Suchergebnisse einblendet. Sie fassen Informationen aus mehreren Webquellen zusammen und erscheinen mittlerweile bei über 60 Prozent aller Suchanfragen.

Anchor Text

Anchor Text ist der sichtbare, klickbare Text eines Hyperlinks. Suchmaschinen nutzen den Ankertext als Signal für den Inhalt der verlinkten Zielseite. Eine natürliche Verteilung verschiedener Ankertext-Typen ist ein Qualitätsmerkmal gesunder Linkprofile.

Brand Mentions

Brand Mentions sind Erwähnungen eines Markennamens auf externen Webseiten, unabhängig davon, ob eine Verlinkung erfolgt. Laut aktuellen Studien korrelieren Brand Mentions stärker mit KI-Sichtbarkeit als klassische Backlink-Metriken.

Digital PR

Digital PR verbindet klassische Pressearbeit mit SEO-Strategie. Ziel ist die Platzierung von datenbasierten Studien, Expertenaussagen und originellen Inhalten in redaktionellen Medien, die sowohl Reichweite als auch hochwertige Backlinks generieren.

Domain Authority

Domain Authority (DA) ist ein von Moz entwickelter Indexwert, der die Stärke eines gesamten Webauftritts auf einer Skala von 0 bis 100 abbildet. Ahrefs nutzt die vergleichbare Metrik Domain Rating (DR). Beide Werte dienen als Orientierung für die Bewertung potenzieller Linkquellen.

Ein Do-Follow-Link ist ein Hyperlink ohne einschränkendes rel-Attribut. Suchmaschinen folgen diesem Link und übertragen „Link Juice“ an die Zielseite. Im Gegensatz dazu signalisieren NoFollow-Links den Suchmaschinen, die Verlinkung nicht zur Bewertung heranzuziehen.

E-E-A-T

E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness. Google nutzt dieses Rahmenwerk zur Qualitätsbewertung von Webinhalten. Backlinks von Seiten mit starken E-E-A-T-Signalen sind besonders wertvoll für den Aufbau eigener Autorität.

Link Velocity beschreibt die Geschwindigkeit, mit der eine Webseite neue Backlinks aufbaut. Ein natürliches, gleichmäßiges Linkwachstum signalisiert Suchmaschinen organische Relevanz. Plötzliche Spitzen können als Manipulationsversuch gewertet werden.

Linkable Asset

Ein Linkable Asset ist ein Inhalt, der gezielt dafür konzipiert wurde, Backlinks anzuziehen. Typische Formate sind Branchenstudien, interaktive Tools, Infografiken und umfassende Ratgeber, die als Referenzmaterial dienen.

Off-Page SEO

Off-Page SEO umfasst alle Optimierungsmaßnahmen außerhalb der eigenen Webseite. Neben Linkbuilding gehören dazu Brand Mentions, Social Signals, lokale Verzeichniseinträge und die Gesamtpräsenz einer Marke im digitalen Ökosystem.

PageRank

PageRank ist der von Larry Page und Sergey Brin entwickelte Algorithmus, der die Bedeutung von Webseiten anhand eingehender Links bewertet. Das Grundprinzip existiert weiterhin, wurde aber um Qualitäts- und Relevanzfaktoren erheblich erweitert.

Zero-Click Search bezeichnet Suchanfragen, bei denen der Nutzer keine Webseite besucht, weil die Antwort direkt in den Suchergebnissen angezeigt wird. Durch AI Overviews ist der Anteil von Zero-Click Searches auf rund 69 Prozent gestiegen.

FAQ

Backlinks bleiben der drittwichtigste Rankingfaktor im Google-Algorithmus. Laut FirstPageSage machen sie rund 13 Prozent der algorithmischen Gewichtung aus. Die Bewertung hat sich verschoben: Thematische Relevanz und Autorität der verlinkenden Seite zählen deutlich mehr als die reine Anzahl der Links.

73,2 Prozent der SEO-Profis gehen davon aus. Ahrefs-Studien zeigen, dass Seiten mit starkem Backlink-Profil häufiger in AI Overviews zitiert werden. Noch stärker korrelieren allerdings Brand Mentions mit KI-Sichtbarkeit. Die wirksamste Strategie kombiniert beides: hochwertige Links mit kontextuellen Markenerwähnungen.

Was kostet professionelles Linkbuilding?

Die Kosten variieren erheblich. Laut Branchenerhebungen investieren 46,5 Prozent der Unternehmen zwischen 5.000 und 10.000 US-Dollar monatlich in Linkbuilding. Agenturen planen durchschnittlich 32,1 Prozent des gesamten SEO-Budgets für den Linkaufbau ein. Einzelne hochwertige Links kosten je nach Domain Authority und Branche zwischen 100 und mehreren tausend Euro.

Die Anzahl hängt stark von der Branche und dem Wettbewerb ab. Eine FirstPageSage-Studie beziffert den Durchschnitt auf rund 200 gewichtete Backlinks für die erste Seite und etwa 520 für die Top-3-Positionen. Entscheidender als die absolute Zahl ist die Qualität: Ein Link von einer themenrelevanten Seite mit hoher Domain Authority zählt so viel wie dutzende Links von schwachen Domains.

Was ist der Unterschied zwischen Linkbuilding und Digital PR?

Klassisches Linkbuilding zielt primär auf den Erwerb von Backlinks ab. Digital PR verfolgt einen breiteren Ansatz: Durch die Platzierung von datenbasierten Studien, Expertenaussagen und originellen Inhalten in Medien entstehen gleichzeitig Backlinks, Brand Mentions und Medienpräsenz. Digital PR gilt mit 48,6 Prozent Zustimmung als effektivste Linkbuilding-Taktik 2025.

Wie lange dauert es, bis Linkbuilding Ergebnisse zeigt?

Die meisten SEO-Teams erhalten sechs Monate oder weniger Zeit, um Resultate nachzuweisen. Realistische Zeitrahmen liegen bei drei bis sechs Monaten für erste Rankingverbesserungen durch aktiven Linkaufbau und bei acht bis zwölf Monaten für messbare Ergebnisse durch Content-getriebene Strategien wie Digital PR. Linkbuilding ist eine langfristige Investition in digitale Autorität.

Quellen

FirstPageSage – The 2025 Google Algorithm Ranking Factors – https://firstpagesage.com/seo-blog/the-google-algorithm-ranking-factors/ – besucht am 03.03.2026

Ahrefs – An Analysis of AI Overview Brand Visibility Factors (75K Brands Studied) – https://ahrefs.com/blog/ai-overview-brand-correlation/ – besucht am 03.03.2026

Editorial.Link – Link Building Statistics 2026: Insights from 518 SEO Experts – https://editorial.link/link-building-statistics/ – besucht am 03.03.2026

BuzzStream – Link Building Trends Report (2025) – https://www.buzzstream.com/blog/link-building-trends/ – besucht am 03.03.2026

BuzzStream – 70 Link Building Statistics (Based on Reports from 2025) – https://www.buzzstream.com/blog/link-building-statistics/ – besucht am 03.03.2026

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