Consent Management für WordPress entscheidet inzwischen mit darüber, ob eine Agentur ihr wachsendes Kundenportfolio sauber betreut oder in Wartungsarbeit erstickt. Beim Ausrollen rechtssicherer Cookie-Banner über viele Seiten fallen schnell zwei Namen: die Cloud-Plattform Cookiebot von Usercentrics und das selbst gehostete WordPress-Plugin Borlabs Cookie. Beide lösen dieselbe Aufgabe, doch ihr Ansatz könnte kaum unterschiedlicher sein.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenFür eine einzelne Website ist die Wahl der Consent-Management-Lösung eine Fußnote. Für eine Agentur, die zehn, fünfzig oder hundert Kundenseiten verantwortet, wird sie zur Architekturentscheidung: Jede Lösung, die pro Site einzeln gepflegt, aktualisiert und nachgescannt werden muss, multipliziert den Aufwand mit jedem neuen Mandat. Genau an dieser Skalierungsfrage im Consent Management trennen sich die beiden Werkzeuge.
Das Wichtigste in Kürze
- Cookiebot ist eine skriptbasierte Cloud-Consent-Plattform, die ein ganzes Website-Portfolio zentral verwaltet, automatisch monatlich nachscannt und plattformübergreifend arbeitet, von WordPress bis Shopify.
- Borlabs Cookie ist ein selbst gehostetes WordPress-Plugin mit sehr feiner Design-Kontrolle und günstiger Agentur-Jahreslizenz, aber pro Installation zu pflegen und auf WordPress beschränkt.
- Rechtlich verlangen § 25 TDDDG und die DSGVO eine aktive Einwilligung, bevor nicht notwendige Cookies laden. Das gilt für jede betreute Seite gleichermaßen.
- Für skalierende Agenturen liegt Cookiebot vorn, weil zentrale Verwaltung und automatische Aktualisierung den Pflegeaufwand pro Kundenseite gegen null drücken.
Warum wird Consent Management für WordPress zum Skalierungsproblem?

Zum Skalierungsproblem wird es, weil jede der betreuten Seiten einzeln rechtssicher bleiben muss, während Tracker, Plugins und eingebettete Dienste sich ständig ändern. WordPress läuft laut dem Technologie-Monitor W3Techs auf rund 43 Prozent aller Websites weltweit. Agenturen bauen darauf ganze Kundenportfolios, und jedes davon setzt in der Regel Analyse-, Marketing- oder Einbettungs-Cookies, die Consent Management verlangen.
Der rechtliche Rahmen ist eindeutig. Nach § 25 TDDDG ist das Speichern oder Auslesen von Informationen auf dem Endgerät nur mit vorheriger, informierter Einwilligung zulässig. Die DSGVO ergänzt in Artikel 7 die Bedingungen dafür. Consent Management ist damit kein Kür-Element, sondern die Eintrittskarte für jede Seite, die mehr misst als den Warenkorb.
Hinzu kommt die technische Bewegung im Feld. Seit Google für Werbetreibende im Europäischen Wirtschaftsraum den Google Consent Mode v2 verpflichtend gemacht hat, muss das Consent-Signal sauber an Google Ads und Analytics durchgereicht werden. Für eine Agentur heißt das: Nicht nur der Banner, auch die Signalkette muss auf jeder Seite stimmen. Multipliziert mit dem Portfolio wird daraus schnell eine Daueraufgabe.
Der zweite Teil des Problems ist die Haftung. Verantwortlich für die rechtssichere Einwilligung bleibt der Websitebetreiber, in der Praxis aber prüft und pflegt die Agentur die Umsetzung. Fällt bei einem Kunden ein nicht deklarierter Tracker auf, steht die Agentur in der Erklärungspflicht. Ein sauber geführtes Einwilligungsprotokoll ist deshalb kein Beiwerk, sondern die Absicherung im Streitfall. Je mehr Seiten betreut werden, desto wichtiger wird, dass dieses Protokoll überall gleich zuverlässig entsteht und nicht von der Sorgfalt der letzten manuellen Kontrolle abhängt.
Cookiebot vs. Borlabs Cookie: Wo liegt der grundsätzliche Unterschied?

Der grundsätzliche Unterschied ist die Architektur: Cookiebot ist eine zentrale Cloud-Plattform, Borlabs Cookie ein selbst gehostetes Plugin, das in jeder einzelnen WordPress-Installation lebt. Aus diesem einen Gegensatz folgt fast alles andere.
Cookiebot bindet sich als Skript ein und verwaltet Scan, Banner, Einwilligungsprotokoll und Consent-Signale in der Wolke. Ein Konto steuert beliebig viele Domains, plattformunabhängig. Borlabs Cookie dagegen sitzt tief in WordPress, nutzt dessen Datenbank und Rechenzeit und hält alles auf dem eigenen Server, was Datensouveränität schafft, aber jede Seite zu einem eigenen Wartungspunkt macht.
Praktisch bedeutet das drei Dinge. Erstens die Datenhaltung: Bei Borlabs bleiben Scan- und Einwilligungsdaten auf dem Server des Kunden, bei Cookiebot laufen sie über die Infrastruktur des Anbieters, dafür zentral auswertbar. Zweitens die Aktualisierung: Ein Plugin will auf jeder Seite einzeln aktuell gehalten werden, ein Cloud-Dienst aktualisiert sich für alle Domains auf einen Schlag. Drittens die Reichweite: Ein WordPress-Plugin endet an der Grenze von WordPress, ein Skript nicht. Keiner dieser Punkte ist für sich ein Killerargument, in der Summe zeichnen sie aber zwei verschiedene Betriebsmodelle für das Consent Management.
Die folgende Tabelle stellt die harten Fakten gegenüber, mit dem Funktionsumfang von Cookiebot in der ersten Spalte.
| Kriterium | Cookiebot | Borlabs Cookie |
|---|---|---|
| Architektur | Cloud-Plattform (SaaS) | Selbst gehostetes WP-Plugin |
| Plattformen | WordPress, Shopify, jedes CMS | Ausschließlich WordPress |
| Cookie-Scan | Automatisch, monatlich, über 13.000 Cookies in der Datenbank | Scanner je Installation |
| Google Consent Mode v2 | Auf jeder Stufe standardmäßig aktiv | Unterstützt |
| IAB TCF | Version 2.3 | Version 2.2 |
| Sprachen | Über 40 | 7 |
| Portfolio-Verwaltung | Zentrales Dashboard, Cross-Domain | Pro Site einzeln |
| Preis-Modell | Kostenlose Stufe plus Abo je Domain | Jahreslizenz bis 99 Sites |
Wo spielt Cookiebot seine Stärken beim Skalieren aus?

Cookiebot spielt seine Stärken überall dort aus, wo aus einer Seite ein Portfolio wird: zentrale Verwaltung, automatische Aktualisierung und Reichweite über WordPress hinaus. Die drei Punkte greifen ineinander und ergeben genau den Hebel, den eine wachsende Agentur braucht.
Der automatische Scan ist der Kern des Consent Managements. Cookiebot durchsucht jede angebundene Domain regelmäßig und gleicht die gefundenen Cookies gegen eine Datenbank mit über 13.000 bekannten Trackern ab, standardmäßig monatlich, auf Wunsch täglich, auch hinter Login-Bereichen. Neue Cookies, die ein aktualisiertes Theme oder ein frisch eingebautes Werbe-Skript mitbringt, tauchen so von selbst auf, statt erst bei der nächsten manuellen Kontrolle.
Dazu kommt die zentrale Steuerung des Consent Managements. Ein Dashboard verwaltet alle Domains, teilt Einwilligungen über Domaingrenzen hinweg und dokumentiert jede Zustimmung revisionssicher. Der Google Consent Mode v2 ist auf jeder Tarifstufe standardmäßig aktiv, das aktuelle IAB TCF 2.3 ebenso. Über mehr als 40 Sprachen und regionsgenaues Geo-Targeting passt sich der Banner automatisch an das Land des Besuchers an.
Der vielleicht unterschätzte Vorteil ist die Plattformbreite. Kaum eine Agentur betreut ausschließlich WordPress. Sobald ein Kunde einen Shopify-Store oder eine individuell gebaute Landingpage dazustellt, deckt die skriptbasierte Cloud von Cookiebot auch diese Seiten mit demselben Konto und derselben Logik ab. Das Consent Management bleibt so über alle Systeme hinweg einheitlich. Der Einstieg gelingt über eine dauerhaft kostenlose Stufe für eine Domain mit bis zu 50 Unterseiten, ideal, um eine Kundenseite erst einmal sauber aufzusetzen.
Für die Beweislast zählt schließlich das Reporting. Jede Zustimmung und jede Ablehnung wird revisionssicher festgehalten und lässt sich exportieren. Kommt eine Beschwerde oder eine Nachfrage der Aufsichtsbehörde, liegt der Nachweis über alle betreuten Domains an einer Stelle bereit, statt in einzelnen Plugin-Datenbanken verstreut. Für eine Agentur, die im Zweifel für ihre Kunden geradesteht, ist dieser eine Ablageort ein handfester Vorteil, der mit der Zahl der Seiten wertvoller wird.
Wie schlägt sich Borlabs Cookie im Agentur-Alltag?

Borlabs Cookie schlägt sich im reinen WordPress-Alltag ausgesprochen gut: Es bietet feine Design-Kontrolle, eine starke Content-Blocker-Funktion und eine sehr günstige Agentur-Jahreslizenz. Dieses Werkzeug abzuwerten, hieße es gründlich zu unterschätzen.
Das Plugin bringt über 300 Einstellungen und mehr als 150 Design-Optionen mit, sodass sich der Banner millimetergenau an das Theme jeder Kundenseite anpassen lässt. Der Content Blocker hält eingebettete Inhalte wie YouTube-Videos oder Karten zurück, bevor sie überhaupt eine IP-Adresse übertragen, was datenschutzrechtlich sauber ist. Eine Consent-Management-Bibliothek mit über 250 vorkonfigurierten Diensten nimmt viel Handarbeit ab, und die Architektur ist caching-kompatibel, arbeitet also mit den gängigen Performance-Plugins zusammen.
Auch beim Preis punktet Borlabs im richtigen Szenario: Die Agency-Lizenz deckt bis zu 99 Websites für 499 Euro im Jahr ab, was pro Seite ein sehr niedriger Festbetrag ist. Für eine Agentur mit einem reinen, überschaubaren WordPress-Bestand ist das ein starkes Angebot. Im Feld der selbst gehosteten Consent-Management-Plugins ist Borlabs neben Alternativen wie dem Real Cookie Banner im Praxistest eine der ausgereiftesten Optionen.
Ein weiterer echter Pluspunkt ist die Nähe zum Entwickler-Workflow. Agenturen, die WordPress ohnehin lokal aufsetzen, Staging-Umgebungen nutzen und Themes im Code pflegen, binden Borlabs mit seinem Consent Management nahtlos in diese Kette ein. Die Jahreslizenz fühlt sich für viele Agenturen angenehmer an als ein laufendes Abo, weil die Kosten planbar und einmal im Jahr abgerechnet sind. Das ist kein technisches, aber ein betriebswirtschaftliches Argument, das im Alltag zählt.
Die Grenzen liegen dort, wo das Portfolio wächst. Borlabs läuft ausschließlich auf WordPress, jede Installation will einzeln aktualisiert und nachgescannt werden, und die Oberfläche deckt sieben Sprachen ab statt mehrerer Dutzend. Ein zentrales Dashboard über alle Kundenseiten hinweg fehlt konzeptbedingt, weil jede Seite ihre eigene Kopie des Plugins betreibt. Bei fünf Seiten ist das kein Thema, bei fünfzig wird es zur Routine, die Zeit frisst.
Was kostet Consent Management für WordPress wirklich?

Der ehrliche Preis ist nicht die Lizenzgebühr, sondern die Summe aus Lizenz, Pflegezeit und Compliance-Risiko über das ganze Portfolio. Beim Consent Management für WordPress ist Borlabs auf dem Papier bei vielen reinen WordPress-Seiten günstiger, denn 499 Euro im Jahr für bis zu 99 Sites schlagen jedes monatliche Abo pro Domain.
Doch die Rechnung kippt, sobald die versteckten Posten dazukommen. Jede selbst gehostete Installation kostet Zeit: Updates einspielen, Kompatibilität mit PHP- und Theme-Versionen prüfen, den Scan pro Seite anstoßen, bei jeder neuen Einbindung nachkontrollieren. Diese Arbeit taucht in keiner Lizenzrechnung auf, landet aber auf der Stundenkarte der Agentur. Die Cloud-Verwaltung von Cookiebot verlagert genau diese Routine in einen automatischen, zentralen Prozess.
Ein Rechenbeispiel macht das greifbar. Eine Agentur mit 40 reinen WordPress-Seiten zahlt bei Borlabs eine Agency-Lizenz von 499 Euro im Jahr, also rund 12,50 Euro je Seite. Kämen bei Cookiebot 40 kleine Premium-Domains zusammen, läge die Lizenz spürbar höher. So weit gewinnt Borlabs klar. Rechnet man aber pro Seite nur eine einzige Stunde Wartung im Jahr für Updates, Kompatibilitätsprüfung und einen manuellen Nachscan, kommen bei einem Agenturstundensatz schnell mehrere tausend Euro an unsichtbarer Arbeitszeit dazu. Genau diese Stunden entfallen, wenn Scan und Aktualisierung im Consent Management zentral und automatisch laufen.
Für Agenturen entscheidet beim Consent Management vor allem, wie klein der Pflegeaufwand über das ganze Portfolio bleibt. Skalieren heißt hier, diese laufende Wartung an einer Stelle beherrschbar zu halten, bevor sie sich mit jedem neuen Mandat vervielfacht.
— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Zum Compliance-Risiko kommt ein politischer Faktor. Wie schnell sich die Regeln bewegen, zeigt der Streit um die Zukunft der Banner, den Dr. Web unter dem Titel Brüssel wollte Cookie-Banner abschaffen, doch Berlin bremst nachgezeichnet hat. Solange die Rechtslage in Bewegung bleibt, zieht eine zentral und automatisch aktualisierte Lösung Standards wie TCF und Consent Mode an einer Stelle für alle Domains nach, während der gleiche Schritt bei einzeln gepflegten Installationen auf jeder Seite von Hand ansteht.
- das Portfolio wächst oder über WordPress hinausreicht (Shopify, eigene Seiten)
- Wartungszeit knapp ist und Scans automatisch laufen sollen
- ein zentrales Dashboard über alle Kundenseiten gebraucht wird
- Standards wie TCF 2.3 und Consent Mode v2 überall aktuell bleiben müssen
- ausschließlich WordPress betreut wird, in überschaubarer Zahl
- maximale Design-Kontrolle am Banner gefragt ist
- eine feste, günstige Jahreslizenz bevorzugt wird
- Daten bewusst auf dem eigenen Server bleiben sollen
Cookiebot oder Borlabs Cookie: Für welche Agentur passt was?

Die Faustregel: Borlabs für den reinen, überschaubaren WordPress-Bestand mit hohem Design-Anspruch, Cookiebot für das wachsende, plattformgemischte Portfolio mit knapper Wartungszeit. Beide Antworten zum Consent Management sind legitim, sie beantworten nur verschiedene Fragen.
Eine kleine Boutique-Agentur, die zehn WordPress-Seiten pflegt, jede von Hand feinschleift und ihre Daten bewusst auf dem eigenen Server hält, fährt mit Borlabs Cookie günstig und kontrolliert. Der Aufwand für Updates bleibt beherrschbar, und die Design-Tiefe zahlt auf den handwerklichen Anspruch ein. Das ist ein ehrlicher Gewinnpunkt für das Plugin.
Der häufigste Fall in der Praxis ist der Mischbetrieb: eine Agentur, die überwiegend WordPress nutzt, aber einzelne Kunden auf anderen Systemen hat und deren Portfolio Jahr für Jahr wächst. Hier ist die Frage weniger, welches Werkzeug das bessere ist, sondern welches den geringeren Grenzaufwand pro neuer Seite erzeugt. Eine Lösung, bei der jede zusätzliche Seite eine weitere Installation samt Pflege bedeutet, skaliert linear mit dem Aufwand. Eine zentrale Consent-Management-Plattform bindet die neue Domain an ein bestehendes Konto an, und der Zusatzaufwand bleibt klein.
Sobald das Portfolio aber wächst, gemischte Plattformen umfasst oder die Einwilligung nach Artikel 7 DSGVO über viele Seiten hinweg lückenlos dokumentiert sein muss, verschiebt sich das Bild. Dann zählt, dass Cookiebot alle Domains zentral steuert und die laufende Aktualisierung automatisiert. Der Pflegeaufwand pro Kundenseite sinkt, statt mit jedem Mandat zu steigen.
Fazit: Warum liegt Cookiebot für skalierende WordPress-Agenturen vorn?

Cookiebot liegt für skalierende Agenturen vorn, weil es das Consent Management vom Einzel-Plugin in einen zentralen, automatischen Prozess überführt und damit den Aufwand pro Kundenseite spürbar senkt. Das ist der entscheidende Unterschied im Consent Management für alle, die mehr als eine Handvoll Seiten betreuen.
Borlabs Cookie bleibt die stärkere Wahl für den reinen, kleinen WordPress-Bestand mit hohem Gestaltungsanspruch und dem Wunsch nach eigener Datenhaltung. Doch die Skalierungsfrage aus der Überschrift beantwortet die Cloud-Architektur klarer: Automatischer Scan gegen über 13.000 Cookies, zentrale Verwaltung aller Domains, Consent Mode v2 und TCF 2.3 überall aktuell, dazu die Reichweite über WordPress hinaus. Wer ein wachsendes Portfolio rechtssicher und wartungsarm halten will, findet in Cookiebot die Lösung, die mitwächst, statt bei jedem neuen Kunden neue Handarbeit zu erzeugen.
1Was ist Cookiebot technisch?Aufklappen ↓
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2Auf welchen Systemen läuft Borlabs Cookie?Aufklappen ↓
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3Welche Norm verlangt in Deutschland die Einwilligung vor nicht notwendigen Cookies?Aufklappen ↓
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4Wie hält Cookiebot die Cookie-Liste einer Seite aktuell?Aufklappen ↓
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5Warum liegt Cookiebot für skalierende Agenturen vorn?Aufklappen ↓
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Glossar: 12 wichtige Fachbegriffe zum Consent Management

Consent Management Platform (CMP)
Eine Consent Management Platform (CMP) ist ein System, das Einwilligungen für Cookies und Tracker einholt, verwaltet und dokumentiert. Sie scannt vorhandene Cookies, blockiert sie bis zur Zustimmung und steuert nachgelagerte Signale. Cookiebot ist eine cloudbasierte CMP.
Content Blocker
Ein Content Blocker hält eingebettete Fremdinhalte wie Videos oder Karten zurück, bis der Besucher zustimmt. Gut umgesetzt verhindert er, dass schon vor der Einwilligung eine IP-Adresse an den Drittanbieter fließt. Borlabs Cookie ist für diese Funktion bekannt.
Cookie-Banner
Der Cookie-Banner ist die sichtbare Abfrage, über die ein Besucher Cookies zustimmt oder ablehnt. Er ist nur die Oberfläche eines Consent-Systems, dessen eigentliche Arbeit im Scannen, Blockieren und Protokollieren im Hintergrund liegt.
Cookie-Scan
Der Cookie-Scan durchsucht eine Website nach gesetzten Cookies und Trackern und ordnet sie Kategorien zu. Weil sich Seiten laufend ändern, muss der Scan wiederholt werden. Cookiebot führt ihn automatisch monatlich gegen eine große Referenzdatenbank aus.
Cross-Domain Consent
Cross-Domain Consent bezeichnet das Teilen einer Einwilligung über mehrere Domains desselben Betreibers hinweg. Für Agenturen mit vielen Kundenseiten spart das doppelte Abfragen und erleichtert die zentrale Verwaltung, wie sie eine Cloud-Plattform bietet.
DSGVO
Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) ist das europäische Datenschutzrecht. Artikel 7 legt fest, unter welchen Bedingungen eine Einwilligung wirksam ist. Sie bildet zusammen mit dem TDDDG die rechtliche Grundlage für Cookie-Banner in Deutschland.
Einwilligung
Die Einwilligung ist die freiwillige, informierte und aktive Zustimmung eines Nutzers zur Datenverarbeitung. Der EuGH stellte 2019 klar, dass vorangekreuzte Kästchen keine gültige Einwilligung sind. Sie muss vor dem Setzen nicht notwendiger Cookies vorliegen.
Google Consent Mode v2
Google Consent Mode v2 überträgt den Einwilligungsstatus des Nutzers an Google-Dienste wie Ads und Analytics. Seit er im Europäischen Wirtschaftsraum für Werbetreibende verpflichtend ist, muss das Consent-Signal sauber durchgereicht werden. Cookiebot aktiviert ihn standardmäßig.
IAB TCF
Das IAB Transparency and Consent Framework (TCF) ist ein Branchenstandard, der Einwilligungen für Werbepartner einheitlich signalisiert. Cookiebot unterstützt die aktuelle Version 2.3, Borlabs Cookie die Version 2.2. Die Version entscheidet über die Kompatibilität mit dem Werbe-Ökosystem.
Self-hosted
Self-hosted (selbst gehostet) bedeutet, dass eine Software auf dem eigenen Server läuft, nicht in der Cloud des Anbieters. Das schafft Datensouveränität, verlagert aber Updates, Scans und Wartung in die Verantwortung des Betreibers. Borlabs Cookie ist self-hosted.
TDDDG
Das TDDDG (Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz, vormals TTDSG) setzt in Deutschland die ePrivacy-Vorgaben um. § 25 verlangt eine vorherige, informierte Einwilligung, bevor Informationen auf dem Endgerät gespeichert oder ausgelesen werden.
Third-Party-Cookie
Ein Third-Party-Cookie stammt nicht von der besuchten Website selbst, sondern von einem Drittanbieter, etwa einem Werbe- oder Analysedienst. Solche Cookies sind fast immer einwilligungspflichtig und stehen im Zentrum jedes Consent-Scans.
FAQ: Cookiebot vs. Borlabs Cookie: Welche Datenschutzlösung skaliert für WordPress Agenturen?
Ab wann ist Consent Management für WordPress rechtlich Pflicht?
Sobald eine WordPress-Website nicht zwingend erforderliche Cookies oder Tracker setzt (Analyse, Marketing, eingebettete Videos), verlangen § 25 TDDDG und die DSGVO vorab eine aktive Einwilligung. Ohne Consent erlaubt sind allein technisch notwendige Cookies wie der Login oder der Warenkorb.
Gibt es Cookiebot kostenlos?
Ja. Cookiebot hat eine dauerhaft kostenlose Stufe für bis zu 50 Unterseiten und eine Domain, inklusive automatischem Cookie-Scan und Google Consent Mode v2. Für größere Sites und mehrere Domains greifen die kostenpflichtigen Premium-Stufen ab 7 Euro im Monat.
Funktioniert Cookiebot auch ohne WordPress?
Ja. Cookiebot ist eine skriptbasierte Cloud-Lösung und läuft auf jedem System, von WordPress über Shopify bis zur individuell programmierten Seite. Das WordPress-Plugin ist nur ein bequemer Einbauweg, keine Voraussetzung.
Was ist der Unterschied zwischen einem Cookie-Banner und einer Consent-Management-Plattform?
Der Cookie-Banner ist nur die sichtbare Abfrage. Eine Consent-Management-Plattform scannt die Cookies, blockiert sie bis zur Einwilligung, dokumentiert jede Zustimmung und steuert Signale wie Google Consent Mode. Der Banner ist die Spitze, die Plattform der Unterbau.
Wie oft muss ein Cookie-Scan wiederholt werden?
Regelmäßig, weil Themes, Plugins und eingebundene Dienste neue Cookies nachladen können. Cookiebot scannt jede Domain automatisch monatlich, auf Wunsch täglich, und meldet neue Tracker. Ein einmaliger Scan bei der Einrichtung veraltet, sobald sich die Seite ändert.
Drohen ohne korrektes Cookie-Banner Bußgelder oder Abmahnungen?
Ja. Aufsichtsbehörden können DSGVO-Bußgelder verhängen, und wettbewerbsrechtliche Abmahnungen bei fehlender oder unwirksamer Einwilligung sind real. Der EuGH hat 2019 im Fall Planet49 klargestellt, dass vorangekreuzte Kästchen keine gültige Einwilligung sind.
Quellen
- Cookiebot by Usercentrics | Pricing | https://www.cookiebot.com/en/pricing/ | besucht am 30.07.2026
- Cookiebot by Usercentrics | Cookiebot CMP und Google Consent Mode v2 | https://www.cookiebot.com/en/cookiebot-cmp-google-consent-mode/ | besucht am 30.07.2026
- W3Techs | Usage statistics of WordPress | https://w3techs.com/technologies/details/cm-wordpress | besucht am 30.07.2026
- Bundesministerium der Justiz | § 25 TDDDG (Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz) | https://www.gesetze-im-internet.de/ttdsg/__25.html | besucht am 30.07.2026
- GDPR-info.eu | Art. 7 DSGVO, Bedingungen für die Einwilligung | https://gdpr-info.eu/art-7-gdpr/ | besucht am 30.07.2026
- Landesbeauftragter für den Datenschutz Baden-Württemberg | Cookies und Cookie-Banner nach dem EuGH-Urteil Planet49 | https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/zum-einsatz-von-cookies-und-cookie-bannern-was-gilt-es-bei-einwilligungen-zu-tun-eugh-urteil-planet49/ | besucht am 30.07.2026