Eine Consent Management Platform ist 2026 kein Compliance-Beiwerk mehr, sondern der Schalter, über den bei Google Ads die Daten fließen oder versiegen. Seit März 2024 verlangt Google im EWR ein Einwilligungssignal, sonst brechen Remarketing und Zielgruppen weg. Zwei Namen fallen im DACH-Markt besonders oft, wenn Shopbetreiber diesen Schalter suchen: Cookiebot und Consentmanager.

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Für die meisten Online-Shops ist die CMP die unscheinbarste und zugleich folgenreichste Software im Stack. Sie entscheidet, wie viele Besucher dem Tracking zustimmen, ob Conversions überhaupt noch in Google Ads ankommen und ob im Impressum ein Abmahnrisiko schlummert. Die Wahl zwischen Cookiebot und Consentmanager ist deshalb keine Geschmacksfrage, sondern eine Rechen- und Rechtsfrage.

Das Wichtigste in Kürze

  • Cookiebot ist ein Google-zertifizierter CMP-Partner mit Gold-Status und aktiviert Consent Mode v2 automatisch. Der kostenlose Einstieg und der monatliche Cookie-Scan machen die Lösung für Shops besonders zugänglich.
  • Consentmanager erreicht dieselbe Google-Gold-Zertifizierung und punktet mit A/B-Tests für die Consent-Rate, verlangt aber ab dem ersten Tag ein Abo ab 23 Euro im Monat.
  • Beide Plattformen liefern Consent Mode v2 mit allen vier Signalen. Den Unterschied für Google Ads machen Einstiegshürde, Pflegeaufwand und die Frage, wie viele Besucher am Ende zustimmen.
  • Für einen schnellen, rechtssicheren Start ohne eine Zeile Code fährt Cookiebot besser. Für die programmatische Vermarktung von Werbeflächen bietet Consentmanager mehr Tiefe.
Keks mit Stempel „Einwilligung“ vor Drehkreuz, daneben Schild mit „Zutritt nur mit Zustimmung“
Consent Management Platform steuert erforderliche Einwilligungssignale für Google-Conversions und Remarketing seit März 2024; ohne validen Consent funktioniert Messung nicht

Die Consent Management Platform steuert das Einwilligungssignal, das Google seit März 2024 zwingend braucht, um Conversions zu messen und Remarketing-Listen zu füllen; ohne gültigen Consent laufen Werbebudgets im Blindflug.

Rechtlich sitzt die Einwilligung tief verankert. Der Paragraf 25 des Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetzes verlangt für jedes Speichern und Auslesen von Informationen auf dem Endgerät eine vorherige Zustimmung, sofern der Vorgang nicht technisch unbedingt erforderlich ist. Analyse- und Marketing-Cookies fallen klar unter diese Zustimmungspflicht, die Rechtsgrundlage der Verarbeitung liefert dann Artikel 6 der DSGVO.

Google hat diese Pflicht 2024 in die eigene Werbeinfrastruktur gespiegelt. Im Europäischen Wirtschaftsraum müssen Werbetreibende, die Zielgruppen- und Messfunktionen nutzen, laut Google-Ads-Hilfe die Einwilligung der Nutzer einsammeln und als Signal an Google übermitteln. Bleibt das Signal aus, nimmt Google neue EWR-Besucher nicht mehr in Remarketing- und Zielgruppenlisten auf. Der Hintergrund ist der europäische Digital Markets Act, der große Plattformen zu einer sauberen Einwilligungsbasis verpflichtet.

Genau hier wird der scheinbare Widerspruch zum Geschäftsmodell. Jede abgelehnte Einwilligung reißt ein Loch in die Messung, und ein erheblicher Teil der Besucher im Wirtschaftsraum lehnt ab. Über den Consent Mode gleicht Google einen Teil davon wieder aus: Bei fehlender Zustimmung senden die Tags nur anonyme Signale, aus denen Google die fehlenden Conversions modelliert. Dieses Conversion Modeling greift aber nur, wenn das Consent-Signal technisch korrekt übermittelt wird, und dafür sorgt die CMP. Welche Pflichten dabei konkret auf Shops zukommen, ordnet unser Beitrag zu Google Consent Mode v2 für Shops im Detail ein.

Die Banner selbst verschwinden auf absehbare Zeit nicht. Brüssel hatte einen Vereinfachungsvorstoß erwogen, ihn aber wieder eingesammelt, sodass die Zustimmungsabfrage Pflicht bleibt. Warum die Cookie-Banner trotz Brüsseler Vorstößen bleiben, haben wir separat nachgezeichnet. Für Shopbetreiber heißt das: An einer sauberen CMP führt kein Weg vorbei, die einzige Wahl ist die zwischen den Anbietern.

Cookiebot und Consentmanager im Vergleich: Woran misst sich ein CMP für Shops?

Zwei Drehkreuze mit Schildern „gratis“ und „0,00 €“ sowie Sparschweinen, dazwischen Maßband
Auf der Compliance-Achse sind beide Tore gleich, beim Einstieg trennt sie der Preis.

Ein CMP für Shops misst sich an fünf Größen: Google-Zertifizierung, Consent-Mode-v2-Umsetzung, Automatik des Cookie-Scans, Einstiegskosten und erreichte Opt-in-Rate. Auf den ersten beiden Achsen liegen Cookiebot und Consentmanager gleichauf, bei den übrigen trennen sie sich.

Beginnen wir mit dem, was gleich ist, denn das ist für die rechtliche Wirkung entscheidend. Beide Plattformen stehen auf Googles offizieller Liste zertifizierter CMP-Partner, und beide tragen dort das höchste Gold-Tier. Beide setzen Consent Mode v2 nativ um und übermitteln die vier Signale, die Google verlangt. Ein Shop erfüllt also die Google-Vorgabe mit beiden Werkzeugen sauber. Cookiebots Google-zertifizierte Consent-Mode-Integration aktiviert die Signale beim Einbau des Skripts automatisch, ohne dass jemand die vier Parameter von Hand setzen muss.

Getrennt wird das Feld bei allem, was danach kommt. Die folgende Matrix stellt die Kriterien nebeneinander, die für einen Shop mit Google Ads den Ausschlag geben. Der Sponsor dieses Vergleichs steht bewusst zuerst, die Bewertung folgt trotzdem den Fakten.

Kriterium Cookiebot Consentmanager
Google-CMP-Zertifizierung Gold-Tier Gold-Tier
Consent Mode v2 nativ, alle vier Signale, automatisch nativ, alle vier Signale
Cookie-Scan automatisch, monatlich, selbstpflegende Erklärung täglicher Crawler, 3 Mio.+ Cookies klassifiziert
Kostenloser Einstieg dauerhaft gratis (1 Domain, bis 50 Unterseiten) nur 14-Tage-Test, danach ab 23 Euro im Monat
Preislogik der Abos nach Unterseiten je Domain nach Pageviews im Monat
A/B-Test der Consent-Rate nicht im Funktionskern ja, ab Essential-Tarif (59 Euro)
Programmatic-Standards IAB TCF v2.3 IAB TCF v2.3 plus IAB GPP
Datenhaltung Standard: US-CDN (Akamai), EU-only-Variante über .eu-Domain wählbar EU-only als Standard beworben
Sprachen der Banner 47+ 30+
Gleiche Zertifizierung, ungleicher Einstieg
Cookiebot und Consentmanager im direkten Kriterienvergleich für Shops mit Google Ads
Kriterium
Cookiebot
Consentmanager
Google-Gold-Zertifizierung
Ja
Ja
Consent Mode v2 automatisch
Ja
nativ, manuelle Einrichtung
Dauerhaft kostenloser Tarif
1 Domain, 50 Unterseiten
ab 23 Euro/Monat
Cookie-Scan
automatisch, monatlich
täglicher Crawler
A/B-Test der Consent-Rate
nicht im Kern
ab 59 Euro/Monat
EU-Datenhaltung im Standard
über .eu-Variante
EU-only

Wo spielt Cookiebot seine Stärken für Shopbetreiber aus?

Kleine Metall-Maschine prägt Kekse mit Text, ein Kalenderblatt hängt am Kurbelgriff
Der automatische Scan stempelt die Cookie-Erklärung Monat für Monat neu ab, ohne Handgriff.

Cookiebot spielt seine Stärken dort aus, wo Shopbetreiber wenig Zeit für Datenschutztechnik haben: Der patentierte Scanner hält die Cookie-Erklärung monatlich automatisch aktuell, der Consent Mode v2 ist Google-Gold-zertifiziert, und der Einstieg kostet nichts.

Der Ursprung von Cookiebot liegt im automatischen Scanner, und das prägt bis heute das Produkt. Einmal eingebaut, durchsucht Cookiebot über den monatlichen Cookie-Scan die gesamte Website, erkennt neue Cookies und Tracker und schreibt die Cookie-Erklärung selbstständig fort. Für einen Shop, der laufend neue Tools anbindet, vom Newsletter-Skript bis zum Bezahldienst, ist das der praktische Kern: Die Deklaration bleibt aktuell, ohne dass jemand daran denken muss.

Hinter Cookiebot steht Usercentrics, ein in München gegründeter Anbieter und einer der größten Consent-Spezialisten Europas. Diese Größe zahlt auf die Google-Beziehung ein. Cookiebot gehört zum Gold-Tier des CMP-Partnerprogramms und lässt sich direkt in Google Ads, Google Analytics und dem Tag Manager als Consent-Quelle auswählen. Das Versprechen, rechtssichere Banner ganz ohne eigene Programmierung zu bekommen, ist damit technisch unterlegt.

Auch die Reichweite der Umsetzung überzeugt im Alltag. Cookiebot liefert Banner in über 47 Sprachen, bringt fertige Integrationen für WordPress und eine eigene Shopify-App mit und unterstützt neben Google auch den Consent Mode von Microsoft Advertising. Ein international ausgerichteter Shop deckt damit seine Zielmärkte ab, ohne Bannertexte einzeln zu pflegen. Für die eigentliche Google-Ads-Optimierung zählt am Ende, dass die Signale zuverlässig ankommen und das Conversion Modeling greift.

Wie schlägt sich Consentmanager gegen Cookiebot?

Tür A hat 1 Person, Tür B hat eine lange Schlange und ein Schild „Testsieger“ sowie „Türgriff klemmt nicht“
A/B-Tests schicken Besucher durch zwei Bannervarianten und küren die mit den meisten Zustimmungen.

Consentmanager schlägt sich stark: Die Plattform ist ebenfalls Google-Gold-zertifiziert, hält alle Daten in der EU und bringt mit A/B-Tests und maschineller Banner-Optimierung ein Werkzeug mit, das die Opt-in-Rate systematisch anhebt.

Consentmanager kleinzureden wäre unredlich, denn der Anbieter kommt aus der Publisher- und Werbevermarktungswelt und bringt genau dort Tiefe mit. Die auffälligste Stärke ist die Optimierung der Zustimmungsrate. Consentmanager testet Layout, Formulierung und Button-Platzierung der Banner gegeneinander und lenkt den Verkehr per maschinellem Lernen auf die Variante mit der höchsten Zustimmung.

Auch bei den Standards für programmatische Werbung geht Consentmanager weiter. Neben dem IAB TCF v2.3 unterstützt das CMP das Global Privacy Platform-Framework, führt über zweitausend vorkonfigurierte Vendor-Profile und liefert die Einwilligung nach eigener Angabe in unter 200 Millisekunden aus. Über hunderttausend Websites setzen die Lösung ein, ein Reifegrad, der besonders Betreibern mit eigener Anzeigenvermarktung zugutekommt.

Beim Datenschutz punktet Consentmanager mit einem Detail, das Cookiebot im Standard nicht bietet. Die Plattform wirbt mit reiner EU-Datenhaltung, während Cookiebot sie über die europäische .eu-Variante anbietet. Angesichts der wackeligen Rechtsgrundlage für den Datentransfer in die USA schätzen viele Shops diesen Vorsprung. Die Grenzen liegen woanders: Consentmanager verlangt vom ersten Tag an ein Abo ab 23 Euro im Monat, und die gefeierten A/B-Tests schaltet erst der Essential-Tarif für 59 Euro frei. Für einen kleinen Shop ist das viel Maschine für eine Aufgabe, die auch schlanker zu lösen ist.

Was kostet Cookiebot, und wann lohnt der Umstieg?

Parkautomat mit Schranke und Tariftabelle
Der kostenlose Einstieg öffnet die Schranke sofort, das Abo folgt erst mit wachsender Seitenzahl.

Cookiebot startet mit einem dauerhaft kostenlosen Tarif für eine Domain mit bis zu 50 Unterseiten; die bezahlten Stufen skalieren nach Zahl der Unterseiten, während Consentmanager erst ab 23 Euro im Monat und nach Pageviews abrechnet.

Der Kostenvergleich fällt bei den beiden CMP strukturell unterschiedlich aus, und das ist mehr als eine Preisfrage. Cookiebot bindet den Preis an die Zahl der Unterseiten je Domain, Consentmanager an die monatlichen Seitenaufrufe. Ein kleiner Shop mit wenigen Produktseiten, aber viel Traffic aus Google Ads, fährt mit dem Unterseiten-Modell oft günstiger, weil der bezahlte Verkehr die Rechnung nicht nach oben treibt.

Der eigentliche Hebel liegt aber am Anfang. Mit dem kostenlosen Einstiegstarif von Cookiebot wird ein einzelner Shop sofort rechtssicher, ohne Budget freizugeben, und wächst erst dann in einen bezahlten Tarif hinein, wenn die Seitenzahl es verlangt. Consentmanager kennt seit dem Umbau des Preismodells 2026 keinen dauerhaft kostenlosen Tarif mehr, sondern nur noch eine 14-tägige Testphase. Der Umstieg auf einen bezahlten Cookiebot-Tarif lohnt, sobald eine zweite Domain dazukommt oder die 50-Unterseiten-Grenze fällt.

Seit März 2024 entscheidet nicht mehr allein das Gebot über die Reichweite einer Google-Ads-Kampagne, sondern das Consent-Signal. Ein sauber zertifizierter Consent Mode v2 macht aus der lästigen Einwilligungspflicht einen messbaren Datenvorteil, unabhängig davon, welche Gold-zertifizierte Plattform ihn liefert.

— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Welche Stufe passt zu Ihrem Shop?
Eine Entscheidungslogik von der Gratis-Basis bis zur Vermarkter-Tiefe
Stufe 1

Ein Shop, eine Domain

Bis 50 Unterseiten reicht der kostenlose Cookiebot-Tarif. Rechtssicher ab Tag eins, ohne Budget und ohne Code.

Empfehlung: Cookiebot Free

Stufe 2

Wachsender Shop mit Google Ads

Mehr Unterseiten oder eine zweite Domain: Der bezahlte Cookiebot-Tarif skaliert nach Unterseiten, nicht nach bezahltem Traffic.

Empfehlung: Cookiebot Premium

Stufe 3

Publisher oder Agentur

Eigene Anzeigenvermarktung, viele Domains, A/B-Tests der Consent-Rate: Hier zahlt die Tiefe eines Vermarkter-CMP.

Alternative: Consentmanager Essential

Wegweiser mit „Shop“ (links, Korb) und „Publisher“ (rechts, Litfaßsäule), Badeente unten
Der Anwendungsfall weist die Richtung: Shop links, Werbevermarkter rechts.

Für den typischen Online-Shop mit Google Ads eignet sich Cookiebot; für Publisher und Agenturen, die Werbeflächen programmatisch vermarkten und viele Domains verwalten, spielt Consentmanager seine Tiefe aus.

Die ehrliche Antwort hängt am Profil, nicht am Etikett. Ein Händler, der Google Ads schaltet, Produkte verkauft und keine eigene Datenschutzabteilung hat, braucht vor allem eines: eine korrekt zertifizierte Consent Management Platform, die sich selbst pflegt und nichts kostet, bis der Shop wächst. Dieses Bedürfnis trifft Cookiebot ins Zentrum, weil der automatische Scan und der Gratis-Einstieg genau die Reibung wegnehmen, die kleine Teams ausbremst.

Ein Publisher dagegen, der Bannerflächen über Ad Exchanges verkauft, lebt von der Zustimmungsrate und von den Feinheiten des TCF- und GPP-Standards. Hier rechtfertigt sich die Investition in die A/B-Optimierung von Consentmanager, weil jeder Prozentpunkt mehr Einwilligung direkt auf den Vermarktungserlös durchschlägt. Auch Agenturen mit vielen Mandantendomains profitieren von der breiteren Standardabdeckung. Der Anwendungsfall entscheidet, nicht die Marke allein.

Fazit: Warum liegt Cookiebot für Shopbetreiber mit Google Ads vorn?

Drehkreuz mit Prämierung und Cookie-Werbung vor weißem Hintergrund
Für Shops mit Google Ads bekommt das schlanke, kostenlose Tor die Empfehlung.

Cookiebot liegt für Shopbetreiber vorn, weil es die Google-Gold-Zertifizierung mit dem geringsten Aufwand und dem niedrigsten Einstieg verbindet: automatischer Monats-Scan, kostenloser Start und ein Consent Mode v2, der aus der Einwilligungspflicht messbare Conversions macht.

Der Vergleich endet nicht mit einem k.o., sondern mit einer klaren Passung. Auf der reinen Compliance-Achse trennt die beiden CMP nichts, beide sind Google-Gold-zertifiziert und setzen Consent Mode v2 vollständig um. Consentmanager zieht bei der Optimierung der Zustimmungsrate und bei EU-Datenhaltung im Standard sogar vorbei, und für Vermarkter ist das die richtige Wahl.

Für den definierten Anwendungsfall dieses Vergleichs, den Shopbetreiber mit Google Ads, kippt die Waage trotzdem zugunsten des Sponsors. Der automatische Scanner nimmt die Dauerpflege ab, der kostenlose Tarif senkt die Einstiegshürde auf null, und die zertifizierte Signalübergabe sorgt dafür, dass das Conversion Modeling greift. Wer Cookiebot für den Shop-Einsatz wählt, tauscht Aufwand gegen messbare Werbedaten. Diesen Gegenwert braucht ein Shop mit knappem Team am dringendsten.

Bücher
Zwölf Begriffe rund um Consent Management und Google Ads, kurz erklärt.

Advanced Consent Mode

Advanced Consent Mode ist die weitergehende Variante von Googles Consent Mode. Die Tags laden bereits vor der Einwilligung mit Standardeinstellungen und senden anonyme Signale. Das erlaubt eine genauere Modellierung fehlender Conversions als der Basic-Modus, in dem Tags bis zur Zustimmung blockiert bleiben.

Consent Management Platform (CMP)

Consent Management Platform (CMP) bezeichnet die Software, die Einwilligungen einholt, speichert und als Signal an Tracking- und Werbedienste weitergibt. Cookiebot und Consentmanager sind zwei solcher Plattformen. Ohne CMP lässt sich die gesetzliche Zustimmungspflicht in einem Shop praktisch nicht sauber erfüllen.

Consent Mode v2

Consent Mode v2 ist Googles Schnittstelle, über die eine Website den Einwilligungsstatus an Google-Dienste übermittelt. Version zwei ergänzte 2024 zwei Signale für Werbedaten und Personalisierung. Ohne diese Signale schließt Google im Wirtschaftsraum Nutzer von Remarketing und Zielgruppen aus.

Conversion Modeling

Conversion Modeling beschreibt die Schätzung von Conversions, die wegen fehlender Einwilligung nicht direkt gemessen werden. Google leitet sie aus dem Verhältnis zustimmender zu ablehnenden Nutzern und anonymen Signalen ab. Für Shops schließt das Verfahren einen Teil der Messlücke, die Cookie-Ablehnungen reißen.

Cookie-Banner

Cookie-Banner ist die sichtbare Abfrage, über die Besucher dem Setzen von Cookies zustimmen oder widersprechen. Gestaltung und Button-Wahl beeinflussen die Zustimmungsrate stark. Datenschutzbehörden achten darauf, dass eine Ablehnung genauso leicht möglich ist wie eine Zustimmung.

Digital Markets Act (DMA)

Digital Markets Act (DMA) ist das EU-Gesetz, das große Plattformen als Gatekeeper reguliert. Es verlangt unter anderem eine saubere Einwilligungsbasis für die plattformübergreifende Datennutzung. Der DMA ist ein Grund, warum Google mit Consent Mode v2 auf nachweisbare Zustimmung besteht.

DSGVO

DSGVO steht für die Datenschutz-Grundverordnung der EU. Sie regelt in den Artikeln 6 und 7 die Rechtsgrundlagen der Datenverarbeitung und die Bedingungen einer wirksamen Einwilligung. Für Marketing-Cookies ist die Einwilligung meist die einzig tragfähige Grundlage.

Google Ads

Google Ads ist Googles Werbeplattform für Such-, Display- und Shopping-Anzeigen. Sie misst Conversions und bildet Remarketing-Listen, beides ist im Wirtschaftsraum an übermittelte Einwilligungssignale gebunden. Die Qualität der Consent Management Platform entscheidet damit über die Aussagekraft der Kampagnendaten.

IAB TCF

IAB TCF ist das Transparency and Consent Framework von IAB Europe, aktuell in Version 2.3. Es kodiert Einwilligungssignale einheitlich zwischen Websites, CMPs und Werbepartnern. Für Shops mit programmatischer Anzeigenvermarktung ist die TCF-Konformität der CMP ein wichtiges Kriterium.

Opt-in-Rate

Opt-in-Rate bezeichnet den Anteil der Besucher, die dem Tracking aktiv zustimmen. Je höher die Rate, desto mehr Conversions und Daten kommen direkt gemessen in Google Ads an. Bannergestaltung und A/B-Tests sind die zentralen Hebel, um die Rate zu verbessern.

Remarketing

Remarketing meint das erneute Ansprechen von Besuchern, die eine Website bereits gesehen haben. Google füllt die dafür nötigen Listen nur, wenn ein gültiges Einwilligungssignal vorliegt. Ohne Consent Mode v2 wachsen die Remarketing-Zielgruppen im Wirtschaftsraum nicht mehr.

TDDDG

TDDDG ist das Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz, bis Mai 2024 als TTDSG bekannt. Sein Paragraf 25 verlangt eine Einwilligung für das Speichern und Auslesen von Informationen auf Endgeräten. Es ist die deutsche Rechtsgrundlage für die Zustimmungspflicht bei Cookies.

FAQ: Cookiebot vs. Consentmanager: Welches CMP hilft Shopbetreibern bei der Optimierung von Google Ads?

Metallständer mit blauem „FAQ“-Schild und einem Stapel bedruckter Kekse davor auf Weiß
Die häufigsten Fragen zu Consent Management und Google Ads, kompakt beantwortet.

Was ist eine Consent Management Platform?

Eine Consent Management Platform ist eine Software, die Einwilligungen für Cookies einholt, dokumentiert und als Signal an Tracking- und Werbedienste weitergibt. Für Shops mit Google Ads übernimmt sie die rechtssichere Zustimmungsabfrage und die Übergabe an Consent Mode v2. Bekannte Anbieter sind Cookiebot und Consentmanager.

Ist Consent Mode v2 für Google Ads Pflicht?

Praktisch ja: Wer im Europäischen Wirtschaftsraum Remarketing und Conversion-Messung nutzt, muss seit März 2024 Einwilligungssignale über Consent Mode v2 an Google senden. Ohne diese Signale nimmt Google neue Nutzer nicht mehr in Zielgruppen- und Remarketing-Listen auf, die Kampagnenmessung wird lückenhaft.

Welche CMP-Anbieter sind von Google zertifiziert?

Google führt ein Partnerprogramm mit zertifizierten Consent Management Platforms; Cookiebot und Consentmanager tragen beide das höchste Gold-Tier. Die Zertifizierung bestätigt eine korrekte Umsetzung von Consent Mode v2 und die direkte Auswählbarkeit in Google Ads, Google Analytics und dem Tag Manager.

Funktioniert Google Ads ohne Cookie-Einwilligung noch?

Ja, aber eingeschränkt: Ohne Einwilligung entfallen personalisierte Zielgruppen, und ein Teil der Conversions wird nur noch modelliert statt direkt gemessen. Über Consent Mode und Conversion Modeling schätzt Google einen Teil der fehlenden Abschlüsse, ein sauberes Consent-Signal bleibt dafür Voraussetzung.

Brauchen kleine Online-Shops überhaupt ein CMP?

Ja: Sobald ein Shop Analyse- oder Marketing-Cookies setzt, greift die Einwilligungspflicht nach Paragraf 25 TDDDG, unabhängig von der Shopgröße. Ein kostenloser CMP-Tarif wie der von Cookiebot deckt den Bedarf kleiner Shops ab, ohne laufende Kosten zu verursachen.

Kann ich von Consentmanager zu Cookiebot wechseln?

Ja, ein Wechsel der Consent Management Platform ist möglich: Das alte Banner-Skript wird entfernt und das neue eingebunden, bestehende Einwilligungen verfallen dabei und werden neu eingeholt. Für Shops bedeutet der Umstieg vor allem, die Consent-Mode-Signale im Tag Manager einmal neu zu verknüpfen.

Quellen

  • Cookiebot | Google Consent Mode v2 Integration | https://www.cookiebot.com/en/google-consent-mode-v2-integration/ | besucht am 30.07.2026
  • Cookiebot | Preise und Tarife | https://www.cookiebot.com/en/pricing/ | besucht am 30.07.2026
  • Usercentrics | CMP maintains Google Gold Tier certification | https://usercentrics.com/knowledge-hub/usercentrics-cmp-maintains-google-gold-tier-cmp-partner-certification/ | besucht am 30.07.2026
  • Google | CMP-Partnerprogramm | https://cmppartnerprogram.withgoogle.com/ | besucht am 30.07.2026
  • Google Ads-Hilfe | EU-Nutzereinwilligungsrichtlinie und Consent Mode | https://support.google.com/google-ads/answer/13695607 | besucht am 30.07.2026
  • Google for Developers | Consent Mode overview | https://developers.google.com/tag-platform/security/concepts/consent-mode | besucht am 30.07.2026
  • Gesetze im Internet | TDDDG Paragraf 25 | https://www.gesetze-im-internet.de/ttdsg/__25.html | besucht am 30.07.2026
  • Europäische Kommission | Digital Markets Act | https://digital-markets-act.ec.europa.eu/index_en | besucht am 30.07.2026
  • IAB Europe | Transparency and Consent Framework | https://iabeurope.eu/transparency-consent-framework/ | besucht am 30.07.2026
  • Europäischer Datenschutzausschuss | Report of the Cookie Banner Taskforce | https://www.edpb.europa.eu/our-work-tools/our-documents/other/report-work-undertaken-cookie-banner-taskforce_en | besucht am 30.07.2026
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