Brückentage 2026: Lohnt sich Planen noch?
31. März 2026
Reading Time: 12 minutes

Brückentage berechnen 2026

Michael Dobler

Michael Dobler

Autor Dr. Web
4.3
(37)

Alle Jahre wieder wollen Arbeitnehmer ihre Brückentage berechnen. Gleich zwei bundesweite Feiertage fallen auf einen Samstag, mehrere weitere bescheren automatisch lange Wochenenden ohne jeden Planungsbedarf. Trotzdem stecken in diesem Jahr erstaunlich große Hebel, sofern Sie die richtigen Stellschrauben kennen.

Gerade für Geschäftsführer und Teamverantwortliche lohnt sich der strategische Blick auf den Kalender doppelt: Clevere Urlaubsplanung steigert die Mitarbeiterzufriedenheit und macht die Kapazitätsplanung berechenbar. Unser kostenloser Brückentagerechner zeigt für alle 16 Bundesländer und die Jahre 2026 bis 2030, wo sich Urlaubstage besonders effizient einsetzen lassen.

Das Wichtigste in Kürze

  • 2026 bietet bundesweit nur zwei klassische Brückentage (Neujahr und Christi Himmelfahrt, beide am Donnerstag), dafür aber vier automatische lange Wochenenden ohne Urlaubseinsatz.
  • Wer 30 Urlaubstage strategisch verteilt, kommt auf bis zu 62 freie Tage im Jahr.
  • In Bundesländern mit Fronleichnam und Heilige Drei Könige entstehen zusätzliche Brückentagoptionen, die den Unterschied zwischen 9 und 13 regionalen Feiertagen ausmachen.
  • Der Brückentagerechner von Dr. Web berechnet die effizientesten Kombinationen für Ihr Bundesland auf Knopfdruck.

Warum fällt 2026 als Feiertagsjahr so ungünstig aus?

Grüner Wecker mit einem kleinen grün-weiß gestreiften Sonnenschirm auf dem Zifferblatt
Die besten Brückentage sind natürlich immer heiss umkämpf. Wohl dem, der schon früh die Brückentage berechnet.

Deutschland hat neun bundesweite gesetzliche Feiertage. Davon fallen 2026 gleich zwei auf einen Samstag: der Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) und der 2. Weihnachtstag (26. Dezember). Für Beschäftigte mit einer Fünftagewoche bedeutet das zwei verschenkte freie Tage, die in anderen Jahren auf einen Wochentag gefallen wären.

Vier weitere Feiertage liegen 2026 auf einem Montag oder Freitag und erzeugen damit automatische lange Wochenenden: Karfreitag (Freitag, 3. April), Ostermontag (Montag, 6. April), Tag der Arbeit (Freitag, 1. Mai) und Pfingstmontag (Montag, 25. Mai). Das klingt zunächst gut. Aus Brückentagsicht fehlt hier aber der Hebel, weil kein zusätzlicher Urlaubstag nötig ist.

Die einzigen beiden bundesweiten Feiertage, die 2026 auf einen Donnerstag fallen und damit den klassischen Brückentag am Freitag ermöglichen, sind Neujahr (1. Januar) und Christi Himmelfahrt (14. Mai). Nur zwei echte Brückentage für ganz Deutschland. Das ist mager.

FeiertagDatumWochentagBrückentag möglich?
Neujahr1. JanuarDonnerstagJa (Freitag, 2. Januar)
Karfreitag3. AprilFreitagLanges Wochenende
Ostermontag6. AprilMontagLanges Wochenende
Tag der Arbeit1. MaiFreitagLanges Wochenende
Christi Himmelfahrt14. MaiDonnerstagJa (Freitag, 15. Mai)
Pfingstmontag25. MaiMontagLanges Wochenende
Tag der Dt. Einheit3. OktoberSamstagNein
1. Weihnachtstag25. DezemberFreitagLanges Wochenende
2. Weihnachtstag26. DezemberSamstagNein

Welche Brückentage lohnen sich 2026 bundesweit am meisten?

Die beiden Donnerstagsfeiertage liefern den besten Hebel: Ein einziger Urlaubstag am Freitag danach ergibt vier freie Tage am Stück. Das entspricht einem Effizienzfaktor von 4,0. Kein anderer Brückentag im Jahr schlägt diesen Wert.

Neujahr (Donnerstag, 1. Januar): Nehmen Sie Freitag, den 2. Januar frei, starten Sie erst am Montag, 5. Januar in das Arbeitsjahr. In Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt kommt Heilige Drei Könige am Dienstag, 6. Januar hinzu. Dort reichen zwei Urlaubstage (Freitag, 2. Januar und Montag, 5. Januar) für sechs freie Tage am Stück vom 1. bis 6. Januar.

Christi Himmelfahrt (Donnerstag, 14. Mai): Der Freitag danach ist der beliebteste Brückentag Deutschlands. Ein Urlaubstag, vier Tage frei. Allerdings rechnet praktisch jedes Team im Land mit diesem Brückentag. Führungskräfte sollten die Urlaubsanträge für den 15. Mai früh koordinieren.

Die eigentliche Stärke von 2026 liegt in den Kombinationen. Der Mai bietet eine einmalige Konstellation: Christi Himmelfahrt am 14. Mai (Donnerstag), dann nur neun Tage später Pfingstmontag am 25. Mai. Dazwischen liegen sechs reguläre Arbeitstage. Nehmen Sie alle sechs plus den Brückentag am 15. Mai als Urlaub, ergibt das neun Urlaubstage für 17 freie Tage vom 9. bis 25. Mai (inklusive der Wochenenden davor und danach).

Welche regionalen Feiertage bringen zusätzliche Brückentage?

Reisender auf grüner Brücke zwischen Kalenderstapeln
Ein einziger Urlaubstag als Brücke reicht für vier freie Tage am Stück.

Je nach Bundesland kommen zu den neun bundesweiten Feiertagen bis zu vier weitere hinzu. Einige davon fallen 2026 auf günstige Wochentage und ermöglichen zusätzliche Brückentage, die Beschäftigten in anderen Bundesländern nicht zur Verfügung stehen.

Heilige Drei Könige (Dienstag, 6. Januar) gilt in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt. Der Montag davor (5. Januar) ist der perfekte Brückentag: ein Urlaubstag, vier freie Tage. Kombiniert mit dem Neujahrs-Brückentag am 2. Januar ergeben sich sogar sechs zusammenhängende freie Tage für nur zwei Urlaubstage.

Fronleichnam (Donnerstag, 4. Juni) fällt in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland auf einen Donnerstag. Freitag, der 5. Juni wird zum Brückentag. Für Beschäftigte in diesen sechs Bundesländern entsteht damit ein dritter Donnerstags-Brückentag im Jahr.

Die schlechte Nachricht für die übrigen regionalen Feiertage: Reformationstag (31. Oktober) fällt auf einen Samstag, Allerheiligen (1. November) auf einen Sonntag, Mariä Himmelfahrt (15. August) ebenfalls auf einen Samstag. Diese Feiertage bringen 2026 keinen Planungsvorteil.

Regionaler FeiertagDatumWochentagBrückentagBundesländer
Heilige Drei Könige6. JanuarDienstagMo, 5. JanuarBW, BY, ST
Internationaler Frauentag8. MärzSonntagNeinBE, MV
Fronleichnam4. JuniDonnerstagFr, 5. JuniBW, BY, HE, NW, RP, SL
Mariä Himmelfahrt15. AugustSamstagNeinBY, SL
Weltkindertag20. SeptemberSonntagNeinTH
Reformationstag31. OktoberSamstagNein9 Bundesländer
Allerheiligen1. NovemberSonntagNeinBW, BY, NW, RP, SL
Buß und Bettag18. NovemberMittwochMo+Di oder Do+FrSN

Sachsen sticht mit dem Buß und Bettag am Mittwoch, 18. November hervor. Zwei Urlaubstage (Donnerstag und Freitag) ergeben fünf freie Tage. Alternativ lassen sich Montag und Dienstag davor freinehmen, ebenfalls für fünf Tage am Stück.

Wie machen Sie aus 30 Urlaubstagen über 60 freie Tage?

3D-Deutschlandkarte aus Holz, nach Bundesländern aufgeteilt, gefärbt, mit kleiner Deutschlandfahne
Je nach Bundesland stehen zwischen 10 und 14 gesetzliche Feiertage zur Verfügung.

Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt bei einer Fünftagewoche 20 Arbeitstage pro Jahr. Laut Stepstone verfügen Vollzeitbeschäftigte in Deutschland im Durchschnitt über 28,3 Urlaubstage, Führungskräfte sogar über 29,5. In vielen Unternehmen sind 30 Tage Standard.

Mit 30 Urlaubstagen können Sie 2026 theoretisch auf 62 freie Tage kommen. Das gelingt durch die gezielte Platzierung rund um Feiertage und Wochenenden. Die folgende Tabelle zeigt die effizientesten Blöcke:

ZeitraumFeiertage im BlockUrlaubstageFreie TageEffizienz
1.–4. Januar (Neujahr)1144,0x
28. März–12. April (Ostern)28162,0x
1.–3. Mai (Tag der Arbeit)103
9.–25. Mai (Himmelfahrt + Pfingsten)29171,9x
25.–28. Dezember (Weihnachten)104
25. Dez.–4. Jan. 2027 (Weihnachten bis Neujahr)24112,8x

Die Osterferien bieten den größten zusammenhängenden Block: Acht Urlaubstage (Montag, 30. März bis Donnerstag, 2. April und Dienstag, 7. April bis Freitag, 10. April) ergeben 16 freie Tage vom 28. März bis 12. April. Das genügt für eine ausgedehnte Fernreise.

Der Mai punktet mit Dichte: Drei Feiertage (Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag) liegen innerhalb von nur 25 Kalendertagen. Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten brauchen Sie neuen Urlaubstage, erhalten dafür 17 zusammenhängende freie Tage. Fügen Sie Fronleichnam am 4. Juni hinzu (sofern Sie in einem der sechs Bundesländer leben), verlängert sich der Zeitraum noch weiter.

Übrigens: Wer den tatsächlichen Wert eines freien Tages verstehen will, sollte seinen echten Stundenlohn kennen. Denn Pendelzeit, Arbeitskleidung und versteckte Kosten fressen am tatsächlichen Verdienst. Ein strategisch genutzter Brückentag spart nicht nur Urlaubstage, sondern schont auch das Zeitkonto, das bei vielen Beschäftigten deutlich stärker belastet ist, als die Gehaltsabrechnung vermuten lässt.

Warum gehört die Urlaubsplanung auf die Führungsagenda?

Grüner Dominostein mit Sonnensymbol stoppt eine Kette fallender weißer Dominosteine
Der Dominoeffekt: Strategisch gesetzte Urlaubstage vervielfachen die freie Zeit.

Brückentage betreffen nicht nur den einzelnen Mitarbeiter. Für Unternehmen sind sie ein Kapazitätsthema. An Brückentagen wie dem 15. Mai arbeiten erfahrungsgemäß deutlich weniger Beschäftigte als an normalen Freitagen. Projekte stocken, Kundentermine verschieben sich, Produktionslinien fahren herunter.

Unternehmen profitieren davon, die Urlaubsplanung früh und transparent zu gestalten. Drei Ansätze haben sich bewährt: gemeinsame Teamkalender, in denen Brückentage als bevorzugte Urlaubszeiträume markiert werden; ein First-come-first-served-Prinzip mit Rotationssystem, damit nicht jedes Jahr dieselben Kollegen die besten Brückentage belegen; und die Option von Betriebsferien an Brückentagen, sofern die Branche das zulässt. Unternehmen mit Desk Sharing Modell profitieren zusätzlich: An Brückentagen sinkt die Bürobelegung ohnehin drastisch, sodass sich Flächen temporär herunterfahren lassen.

„Brückentage sind kein Zufallsprodukt. Führungskräfte, die den Kalender erst im April öffnen, bekommen Engpässe im Mai. Planen Sie das Feiertagsjahr am besten im Januar durch.“ — Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web

Dass Erholung kein Luxus, sondern eine Voraussetzung für Leistung ist, belegen aktuelle Forschungsergebnisse: Laut einer MIT-Studie erzwingt das Gehirn seinen Reinigungsprozess, ob Beschäftigte das wollen oder nicht. Wer seinen Urlaubstagen keinen Raum gibt, riskiert genau den Produktivitätsverlust, den unsere Arbeitswelt so fürchtet. Apropos versteckte Kosten: Unser Meeting Rechner zeigt, wie viel Personenstunden und Euro unnötige Meetings verschlingen. An dünn besetzten Brückentagen laufen genau solche Meetings oft ins Leere, weil Schlüsselpersonen fehlen.

Laut IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) lag die Zahl der tatsächlich genommenen Urlaubstage 2023 bei 31,0 Tagen pro Arbeitnehmer. Drei Viertel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten verfügen über einen Urlaubsanspruch von mindestens 30 Tagen. Das bedeutet: Die meisten Beschäftigten haben genug Urlaubstage, um sämtliche Brückentagoptionen des Jahres auszuschöpfen. Die Frage ist nicht „Habe ich genug Tage?“, sondern „Verteile ich sie strategisch?“.

Was sagt das Bundesurlaubsgesetz zum Urlaubsanspruch?

Grüner Bürostuhl mit Kapitänsmütze vor einem Kalenderblatt für Mai
Urlaubsplanung ist Chefsache: Frühzeitige Koordination verhindert Engpässe im Team.

Das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) regelt den Mindesturlaub für alle Arbeitnehmer in Deutschland seit 1963. Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt 24 Werktage bei einer Sechstagewoche, umgerechnet 20 Arbeitstage bei einer Fünftagewoche. Das entspricht exakt vier Wochen bezahltem Erholungsurlaub pro Jahr.

Tarifverträge und individuelle Arbeitsverträge können diesen Anspruch nur nach oben abweichen, nie nach unten. In der Praxis liegen die vertraglichen Urlaubstage in Deutschland fast überall über dem gesetzlichen Minimum. Laut einer Auswertung von Stepstone auf Basis von über 230.000 Datensätzen beträgt der Durchschnitt 28,3 Tage. In Baden-Württemberg sind es sogar 28,8 Tage, in Sachsen nur 27,2.

Für die Brückentageplanung relevant: Der Arbeitgeber berücksichtigt bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs die Wünsche der Beschäftigten, sofern keine dringenden betrieblichen Belange dagegensprechen (§ 7 BUrlG). Das bedeutet in der Praxis: Wer frühzeitig seinen Antrag stellt, hat bessere Chancen auf die beliebten Brückentagfreitage.

Lohnt sich ein Brückentagerechner wirklich?

Aufgeschlagenes Buch
Das Bundesurlaubsgesetz garantiert mindestens vier Wochen bezahlten Erholungsurlaub pro Jahr.

Die Berechnung der optimalen Brückentagstrategie klingt simpel, hat aber Tücken. Die Feiertage variieren nach Bundesland: Bayern kommt auf bis zu 13 gesetzliche Feiertage, Hamburg nur auf 10. Bewegliche Feiertage wie Ostern, Christi Himmelfahrt und Pfingsten verschieben sich jedes Jahr. Fronleichnam liegt 2026 günstig auf einem Donnerstag, 2027 hingegen auf einem Freitag (langes Wochenende, aber kein Brückentag).

Unser Brückentagerechner berücksichtigt all diese Variablen automatisch. Sie wählen Bundesland, Jahr und Anzahl Ihrer Urlaubstage. Der Rechner ermittelt alle verfügbaren Brückentagoptionen, sortiert nach Effizienz (freie Tage pro eingesetztem Urlaubstag), und zeigt die Ergebnisse als farbcodierte Tagesansicht an: Grün für Feiertage, Blau für Wochenenden, Orange für die empfohlenen Brückentage.

Besonders praktisch: Der Rechner deckt die Jahre 2026 bis 2030 ab. So lässt sich auch jetzt schon erkennen, dass 2027 deutlich brückentagefreundlicher wird als 2026. Der Tag der Deutschen Einheit fällt dann auf einen Sonntag, Allerheiligen auf einen Montag, und die Weihnachtsfeiertage liegen auf Samstag und Sonntag. Vorausschauende Planung lohnt sich über den Jahreshorizont hinaus.

Glossar: 12 wichtige Fachbegriffe zur Urlaubsplanung

Grüne Lupe mit Kompass über kleinem Ringbuch-Kalender auf weißem Grund
Der Brückentagerechner findet die effizientesten Urlaubskombinationen für jedes Bundesland.

Brückentag

Brückentag bezeichnet einen regulären Arbeitstag zwischen einem gesetzlichen Feiertag und dem Wochenende. Durch einen Urlaubstag „überbrücken“ Beschäftigte die Lücke und verlängern das Wochenende auf vier oder mehr zusammenhängende freie Tage.

Bundesurlaubsgesetz (BUrlG)

Das Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) regelt seit 1963 den Mindestanspruch auf bezahlten Erholungsurlaub in Deutschland. Bei einer Sechstagewoche beträgt der Mindesturlaub 24 Werktage, bei einer Fünftagewoche umgerechnet 20 Arbeitstage.

Effizienzfaktor

Der Effizienzfaktor gibt an, wie viele freie Tage pro eingesetztem Urlaubstag entstehen. Ein Brückentag am Freitag nach einem Donnerstagsfeiertag hat den Faktor 4,0 (vier freie Tage für einen Urlaubstag).

Erholungsurlaub

Erholungsurlaub ist der im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag vereinbarte bezahlte Urlaub, der ausschließlich der Erholung dient. Während des Erholungsurlaubs dürfen Beschäftigte keine Erwerbstätigkeit ausüben, die dem Urlaubszweck widerspricht. Langfristig zahlt konsequente Erholung auf die Arbeitsfähigkeit im Alter ein. Unser Rentenrechner zeigt, wie sich Berufsjahre und Beitragszeiträume auf die spätere Rente auswirken.

Gesetzliche Feiertage

Gesetzliche Feiertage sind arbeitsfreie Tage, die per Bundes- oder Landesgesetz festgelegt werden. Deutschland hat neun bundesweite Feiertage, die in allen 16 Bundesländern gelten. Weitere Feiertage regelt jedes Bundesland eigenständig.

Grenzsteuersatz

Der Grenzsteuersatz beschreibt den Steuersatz, der auf den nächsten verdienten Euro anfällt. Für die Berechnung von Urlaubsgeld und Sonderzahlungen spielt er eine entscheidende Rolle, da er bestimmt, wie viel netto vom Brutto übrig bleibt.

Langes Wochenende

Ein langes Wochenende entsteht, sofern ein Feiertag direkt an ein Wochenende grenzt (Montag oder Freitag). Im Gegensatz zum Brückentag ist kein Urlaubstag erforderlich.

Mindesturlaub

Der Mindesturlaub ist der gesetzlich garantierte Urlaubsanspruch, der nicht unterschritten werden darf. Bei einer Fünftagewoche beträgt er 20 Arbeitstage pro Jahr, entsprechend vier vollen Wochen bezahlter Freistellung.

Osterdatum

Das Osterdatum bestimmt als beweglicher Feiertag die Lage von Karfreitag, Ostermontag, Christi Himmelfahrt (39 Tage nach Ostern), Pfingstmontag (50 Tage nach Ostern) und Fronleichnam (60 Tage nach Ostern). Ostern 2026 fällt auf den 5. April.

Tarifvertrag

Ein Tarifvertrag regelt unter anderem den Urlaubsanspruch über den gesetzlichen Mindesturlaub hinaus. In tarifgebundenen Unternehmen erhalten Beschäftigte durchschnittlich 29,8 Urlaubstage und damit fast zehn Tage mehr als das gesetzliche Minimum.

Urlaubsplanung

Urlaubsplanung beschreibt die strategische Verteilung von Urlaubstagen über das Kalenderjahr. Ziel ist die Maximierung zusammenhängender freier Zeiträume bei gleichzeitiger Sicherstellung der betrieblichen Handlungsfähigkeit.

Werktag

Werktag umfasst im Sinne des Bundesurlaubsgesetzes alle Kalendertage von Montag bis Samstag, die nicht auf einen gesetzlichen Feiertag fallen. Die Unterscheidung zwischen Werktagen und Arbeitstagen ist relevant für die korrekte Umrechnung des Urlaubsanspruchs.

Fragen über Fragen?

Wie viele Brückentage gibt es 2026 in Deutschland?

Bundesweit gibt es 2026 nur zwei klassische Brückentage: Freitag, den 2. Januar (nach Neujahr) und Freitag, den 15. Mai (nach Christi Himmelfahrt). In Bundesländern mit Fronleichnam kommt ein dritter hinzu (Freitag, 5. Juni), in Bundesländern mit Heilige Drei Könige ein vierter (Montag, 5. Januar). Sachsen hat durch den Buß- und Bettag am Mittwoch, 18. November eine Sonderoption.

Warum ist 2026 ein schlechtes Brückentagsjahr?

Zwei bundesweite Feiertage (Tag der Deutschen Einheit und 2. Weihnachtstag) fallen 2026 auf einen Samstag. Weitere Feiertage wie Reformationstag und Allerheiligen liegen ebenfalls am Wochenende. Dadurch entstehen weniger Gelegenheiten, mit einem einzelnen Urlaubstag ein langes Wochenende zu erzeugen.

Wie viele freie Tage kann ich 2026 maximal herausholen?

Bei einer Fünftagewoche und 30 Urlaubstagen sind 2026 theoretisch bis zu 62 freie Tage möglich. Das gelingt durch die gezielte Platzierung aller Urlaubstage rund um Feiertage und Wochenenden, insbesondere über Ostern (16 Tage für 8 Urlaubstage), im Mai (17 Tage für 9 Urlaubstage) und über Weihnachten/Neujahr (11 Tage für 4 Urlaubstage).

Welches Bundesland hat 2026 die meisten Feiertage?

Bayern führt mit bis zu 13 gesetzlichen Feiertagen (in überwiegend katholischen Gemeinden mit Mariä Himmelfahrt sogar 14). Baden-Württemberg kommt auf 12, das Saarland ebenfalls. Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen haben mit 10 die wenigsten Feiertage, profitieren aber seit 2017 vom Reformationstag.

Kann mein Arbeitgeber den Brückentag als Betriebsurlaub anordnen?

Ja, Arbeitgeber dürfen Betriebsferien anordnen, sofern dringende betriebliche Gründe vorliegen und der Betriebsrat (falls vorhanden) zugestimmt hat. Brückentage wie der 15. Mai sind typische Kandidaten. Die Anordnung muss rechtzeitig erfolgen, und der Betriebsurlaub darf nicht den gesamten Jahresurlaub aufbrauchen.

Wie berechnet der Dr. Web Brückentagerechner die Effizienz?

Der Rechner teilt die Anzahl der zusammenhängenden freien Tage durch die Anzahl der eingesetzten Urlaubstage. Ein Brückentag am Freitag nach einem Donnerstagsfeiertag ergibt den Effizienzfaktor 4,0 (vier freie Tage für einen Urlaubstag). Lange Wochenenden ohne Urlaubsbedarf haben rechnerisch eine unendliche Effizienz.

Quellen

Dr. Web Brückentage-Rechner

Statistisches Bundesamt (Destatis) | Genommene Urlaubstage | https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Arbeitsmarkt/Qualitaet-Arbeit/Dimension-2/genommene-Urlaubstage.html

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