51 % der B2B-Käufer starten ihre Recherche jetzt bei KI

Michael Dobler
Autor Dr. Web
2 Min. Lesezeit
51 % der B2B-Käufer starten ihre Recherche jetzt bei KI

Kommt Ihnen das bekannt vor? Ein potenzieller Kunde hat seinen Anbieter bereits in ChatGPT recherchiert, bevor er die erste Google-Suche absetzt. Laut G2-Daten vom April 2026 ist das längst keine Ausnahme mehr.

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Das Wichtigste in Kürze

  • 51 % der B2B-Softwarekäufer starten ihre Recherche inzwischen häufiger bei KI-Chatbots als bei Google.
  • 61 % nutzen KI und Google parallel – Google ist nicht tot, aber nicht mehr allein.
  • 85 % bewerten einen Softwareanbieter positiver, wenn KI ihn in einer Antwort nennt.
  • 41 % der B2B-Käufer setzen Deep-Research-Tools für strukturierte Softwarebewertungen ein.

Der Shortlist-Effekt

Ein olivgrüner Kompass und ein Papierzettel mit der Aufschrift „KI zuerst“ liegen auf Weiß
KI-Systeme wie ChatGPT erstellen Shortlists für B2B-Käufer. Nur zwei bis vier Software-Namen werden genannt, andere Anbieter fallen aus dem Entscheidungsprozess

Die G2-Studie zeigt ein klares Muster: KI baut die Shortlist. Wenn ein B2B-Käufer ChatGPT fragt, welche CRM-Software für ein 30-köpfiges Vertriebsteam passt, bekommt er keine zehn Links, sondern zwei bis vier Namen. Wer nicht genannt wird, existiert in diesem Entscheidungsmoment nicht.

Der unmittelbarste Hebel ist dabei die KI-Zitierquote, also wie oft die eigene Domain in KI-generierten Antworten als Quelle erscheint. Das Prinzip der Generative Engine Optimization adressiert genau diesen Mechanismus: Inhalte so strukturieren, dass generative Systeme sie als vertrauenswürdige Quelle erkennen und zitieren.

Parallel dazu zeigen Semrush-Daten vom April 2026, dass über 30 % des gesamten ChatGPT-Referral-Traffics auf nur 10 Domains entfallen. Die Top 30 nehmen 67 % aller Zitierungen. Konzentration ist das Merkmal dieser neuen Sichtbarkeitswelt.

Deep Research verändert den Kaufprozess

Eichhörnchen mit Brille auf Lupe, die Wort „PRODUKTRECHERCHE“ auf Box zeigt, vor weiß
41 % der B2B-Käufer nutzen Deep-Research-Funktionen für Softwarebewertungen, die automatisiert dutzende Quellen verarbeiten

Besonders auffällig ist der Anstieg bei strukturierten KI-Recherchen. 41 % der B2B-Käufer nutzen bereits Deep-Research-Funktionen für Softwarebewertungen. Das sind automatisierte Rechercheläufe, die dutzende Quellen in Minuten verarbeiten und strukturierte Vergleiche ausgeben.

B2B-Sichtbarkeit entscheidet sich 2026 nicht mehr nur in der Google-Suche. Wer nicht in KI-Antworten vorkommt, fehlt auf der Shortlist, bevor der Einkaufsprozess überhaupt beginnt. Das ist die eigentliche strategische Zäsur.

— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web

LinkedIn ist laut einer Profound-Auswertung vom März 2026 die meistzitierte Domain bei professionellen Anfragen, über AI Overviews, AI Mode, ChatGPT, Copilot und Perplexity hinweg. Für B2B-Anbieter ist die Pflege des LinkedIn-Unternehmensprofils damit zu einem direkten GEO-Signal geworden.

Was das für Ihre Sichtbarkeitsstrategie bedeutet

Marmorbüste eines bärtigen Philosophen trägt orangefarbene Over-Ear-Kopfhörer auf weißem Grund
Klare Antworten im ersten Absatz, strukturierte Daten und Präsenz auf vertrauenswürdigen Plattformen erhöhen KI-Zitierquoten am meisten

Drei Stellschrauben zeigen laut der vorliegenden Daten den größten Effekt: Inhalt mit klaren, extrahierbaren Antworten im ersten Absatz, strukturierte Daten via Schema-Markup und Präsenz auf Drittplattformen, die LLMs als vertrauenswürdig einstufen. Welche SEO-Tools dabei helfen, KI-Zitierquoten zu messen und zu verbessern, wird 2026 zur Kernfrage der Tool-Auswahl.

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Michael Dobler
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Ich bin der Herausgeber von Dr. Web. Um praxisfit zu bleiben, unterstütze ich darüber hinaus Kunden bei der digitalen Kundengewinnung und Kundenbindung. Erste eigene Gehversuche im Internet unternahm ich 1999 mit einem Kinomagazin. Nach 15 Jahren in Lohn und Brot, u.a. als Projektmanager für digitale Medien, machte ich mich schließlich Ende 2005 selbständig. Das war die beste berufliche Entscheidung meines Lebens.
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