Mit dem Satz „Zieh dir was an, sonst erkältest du dich“ lockt man heute kein Kind mehr vom Bildschirm weg. Hinter dem Bildschirm sitzt nämlich ein Berufswunsch. Gaming-Influencer steht bei vielen Jugendlichen inzwischen dort, wo früher Pilot oder Profifußballer standen.

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Wir haben uns die deutschsprachige Szene angesehen und die zwanzig Köpfe herausgesucht, die sie geprägt haben. Sortiert nicht stur nach Abonnenten, sondern nach Prägekraft. Bei jedem steht, wie viele Leute ihm auf welcher Plattform folgen, ob er überhaupt noch aktiv ist und womit er sein Geld verdient. Das Letzte ist der eigentlich spannende Teil, und er hat mit Zocken oft erstaunlich wenig zu tun.

Das Wichtigste vorab

  • Reichweite ist nicht gleich Einfluss. Eine hohe Abonnentenzahl kann ein totes Archiv aus aktiveren Jahren sein. Wer heute Wirkung hat, sendet regelmäßig und bewegt eine lebendige Community.
  • Das Geld kommt selten von der Plattform allein. Werbedeals, eigene Marken und Lizenzen tragen die erfolgreichen Karrieren, nicht die Klickvergütung.
  • Die kursierenden Vermögenszahlen sind fast immer Hochrechnungen. Niemand ruft bei den Influencern an und bekommt Auskunft. Die meisten Summen im Netz sind Schätzungen mit Eigeninteresse.
  • Der Traumberuf hat eine Kehrseite. Plattformabhängigkeit, Dauerproduktion und psychische Belastung gehören zum Geschäft. Auf jeden Paluten kommen Zehntausende, die nichts verdienen.

Die zwanzig prägenden Köpfe der Szene

Spiele-Controller mit Euro-Geldscheinen anstelle eines Kabels
Gronkh (Erik Range): YouTube 5,04 Mio., Twitch 1,79 Mio. Follower. Pionier deutscher Let’s Plays, über 1.200 Minecraft-Folgen, Synchronsprecher. Streamt heute nur noch freitags

1. Gronkh (Erik Range)
YouTube ~5,04 Mio. · Twitch ~1,79 Mio. Follower · noch aktiv, reduziertes Pensum

Der Mann, der die deutschen Let’s Plays praktisch erfunden hat. Über 1.200 Folgen hat Gronkh allein zu Minecraft gedreht, und seine Stimme kennt man auch ohne Gaming, weil er Filmfiguren synchronisiert, unter anderem im Minecraft-Kinofilm. Heute streamt der 49-Jährige seltener, meist freitags. Dass jemand seit 2010 dabei ist und noch immer in den Twitch-Top-10 auftaucht, ist in dieser schnelllebigen Szene eine kleine Sensation. Sein Steam-Account ist übrigens so alt und vollgekauft, dass er ihn gegen mehrere Konsolen eintauschen könnte.

2. Paluten (Patrick Mayer)
YouTube ~5,75 Mio. · zeitweise Twitch · im Rückzug („YouTube-Rente“ seit März 2026)

Der meistabonnierte deutschsprachige Gaming-Kanal. Über ein Jahrzehnt hat Paluten fast täglich Minecraft-Videos hochgeladen, oft mit seinem Hausschwein Edgar, das vom Spielobjekt zum Maskottchen einer ganzen Marke geworden ist. Aus der Minecraft-Serie Freedom ist eine zwölfbändige Buchreihe geworden, ein Spiegel-Bestseller und 2027 ein Animationsfilm im Kino. Im März 2026 hat er angekündigt, kürzerzutreten, frisch zum zweiten Mal Vater geworden. Paluten ist der beste Beweis, dass die wirklich Cleveren früh über die Plattform hinausdenken.

3. MontanaBlack (Marcel Eris)
Twitch ~5,76 Mio. Follower · YouTube je ~3 Mio. auf zwei Kanälen · aktiv, Schwerpunkt IRL

Lange der größte deutsche Twitch-Streamer, groß geworden über Fortnite und GTA. Heute zockt „Monte“ weniger und ist mehr im echten Leben unterwegs. Sein Gespür fürs Geschäft ist legendär. Als er nebenbei einen TikTok-Kanal gestartet hat, verriet er im Stream, in zwei Monaten 27.000 Euro brutto damit gemacht zu haben. Sein eigentlicher Schatz ist aber der Energydrink Gönrgy. Aus dem Gamer ist ein Getränkeunternehmer geworden, der nebenbei noch streamt.

4. Trymacs (Maximilian Stemmler)
YouTube ~2,86 Mio. · hohe Twitch-Reichweite · sehr aktiv

Hat mit Tutorials zum Handygame Clash Royale angefangen, heute einer der Vielseitigsten. Sein Markenzeichen sind Pokémon-Karten-Öffnungen vor Publikum. Für ein einzelnes seltenes Display hat er schon mal 40.000 Euro hingelegt. Mit seiner Pizza-Marke Happy Slice und Deals mit Adidas geht er denselben Weg wie Monte, vom Streamer zur eigenen Marke.

5. Eliasn97 (Elias Nerlich)
Twitch ~2,24 Mio. Follower · YouTube ~1,5 Mio. · sehr aktiv, Spitzenreiter Watchtime 2025

Der frühere Hertha-E-Sportler war 2025 der deutsche Streamer mit den meisten real geschauten Stunden, über 70 Millionen. Er kam über FIFA, hat mit elf Jahren Verspätung Minecraft entdeckt und mit seinem ersten chaotischen Stream prompt etablierte Veteranen überrannt. Sein zweites Standbein ist Fußball pur. Er ist Mitbetreiber der Icon League, der Influencer-Fußballliga mit Toni Kroos, und war als erster Nicht-Sportler Adidas-Markenbotschafter.

6. Papaplatte (Kevin Teller)
Twitch Spitzenreichweite, ~54 Mio. Stunden Watchtime 2025 · sehr aktiv

Hat als Schüler den Kanal SchnitzelTV gegründet, heute eines der größten Variety-Gesichter. Mischung aus Gaming, Talk und Reaktionen, getragen von Nähe zur Community. Marken wie Telekom und Red Bull buchen ihn gern. Mit Kumpel Reeze betreibt er den Podcast Edeltalk und ist im Wohnmobil auf live gestreamte Tour gegangen.

7. HandOfBlood (Maximilian Knabe)
YouTube ~3 Mio. · hohe Twitch-Reichweite, ~20 Mio. Stunden Watchtime 2025 · aktiv

Früher berühmt für aufwendig produzierte Videos, teils im Kostüm. Heute Unternehmer: Chef der Esports-Organisation INSTINCT3, hat die Knabe Kola herausgebracht und ein Metal-Label gegründet. Sein 26-Stunden-Techno-Event vor über 50.000 gleichzeitigen Zuschauern hat international für Aufsehen gesorgt. „Hänno“ zeigt, wie weit man eine Gaming-Marke vom Gaming wegtragen kann.

8. BastiGHG (Bastian)
Twitch ~2,3 Mio. Follower · großer YouTube-Kanal · täglich aktiv seit 2016

Der Minecraft-Besessene. Er streamt seit dem 14. Januar 2016 jeden Tag, Anfang 2026 hat sich das zum zehnten Mal gejährt. Eine Kuriosität: Sein Gesicht kennt niemand, im Stream sieht man nur seine Hände auf Maus und Tastatur. Hinter ihm steht ein ganzes Team aus Codern, Cuttern und Designern. Aus dem Solo-Hobby ist längst ein Betrieb geworden.

9. Rewinside (Sebastian Meyer)
YouTube ~3,44 Mio. · Twitch aktiv · aktiv

Let’s-Player der ersten Stunde aus dem Kölner Büro-Kreis um Paluten, der sich selbst „UFO“ (Ultra Fettes Office) genannt hat. Gelernter Immobilienkaufmann, bekannt für reichlich Clickbait in den Thumbnails und freundschaftliche Beschimpfungen seiner Mitspieler. Auch er ist Sprecher im Minecraft-Film.

10. GermanLetsPlay (Manuel)
YouTube ~3,75 Mio. · aktiv

Reiner YouTube-Let’s-Player aus Palutens Freundeskreis (dem „Freedom Squad“). Er spielt Minecraft und Simulatoren und zeigt seit 2021 statt seines Gesichts eine animierte 3D-Figur, die seine Mimik nachbildet. Eine Karriere fast komplett auf dem YouTube-Archivmodell.

11. Zombey (Michael)
YouTube ~2,15 Mio. · gelegentlich Twitch · aktiv

Erkennbar an lila Anzug, Zylinder und Monokel, ebenfalls Freedom Squad. Klassischer Let’s-Player mit kleinerer, aber sehr treuer Community und einem ausgeprägten Hang zu albernem Insider-Vokabular über die Jahre. Reichweite kleiner als die Spitze, Bindung dafür felsenfest.

12. Dner (Felix von der Laden)
YouTube ~3,2 Mio. · aktiv, kaum noch Gaming

Ein ehrlicher Grenzfall. Er kam aus dem Gaming, dreht heute fast nur noch Lifestyle und Autos. Nach unserer Definition zählt er kaum mehr als Gaming-Influencer. Wir führen ihn als Beispiel dafür, dass „aus dem Gaming kommen“ und „Gaming-Influencer sein“ zwei verschiedene Dinge sind.

13. ungespielt (Simon Unge)
YouTube ~3,55 Mio. · aktiv, kaum noch Gaming

Der zweite Grenzfall. Mit Gaming groß geworden, heute überwiegend Vlogs und Reallife-Content, oft aus dem Ausland. Wie Dner steht er für das verbreitete Muster, dass irgendwann die Person größer wird als das Spiel und das Spiel verschwindet.

14. PietSmiet (Team um Peter Smits)
Twitch ~855.000 Follower · großer YouTube-Kanal · täglich aktiv

„Fünf spieleverrückte Teilzeit-Bekloppte“, wie sie sich selbst nennen. Das prägende Kollektiv-Format: gemeinsam zocken, Spielshows, Kochvideos. Heute Teil des Webedia-Netzwerks und damit ein seltenes Beispiel für eine industriell organisierte Gaming-Marke. Das Team-Modell verteilt nebenbei das Risiko, das Solo-Creator allein tragen.

15. Sturmwaffel (Nils)
YouTube ~2,03 Mio. · Twitch aktiv · aktiv

Variety-Let’s-Player aus dem UFO-Kreis, bekannt für trockenen Humor. Solide, langlebige Karriere ohne Skandal-Schlagzeilen. Steht für das stabile Mittelfeld, das oft übersehen wird, weil es nicht polarisiert.

16. Standart Skill (Marcel Wenig)
Reichweite aus Primärquellen nicht sauber verifizierbar · aktiv

Der FIFA- bzw. EA-FC-Spezialist. Riesige, extrem genrespezifische Fußballspiel-Community, ein eigener Kosmos, den Außenstehende kaum kennen, der aber treu ist wie kaum ein anderer. Eine belastbare, aktuelle Followerzahl ließ sich aus den gängigen Trackern nicht eindeutig zuordnen, weshalb wir hier bewusst keine nennen.

17. Trilluxe (Christian Stenzel)
Reichweite aus Primärquellen nicht sauber verifizierbar · aktiv

Groß geworden im Counter-Strike-Umfeld, heute breiter mit Variety unterwegs. Er vertritt die Shooter- und Esports-nahe Ecke der Szene, die technischer und wettkampforientierter tickt als die Minecraft-Fraktion.

18. Maxim
Reichweite aus Primärquellen nicht sauber verifizierbar · sehr aktiv

Variety- und Just-Chatting-Streamer mit großer junger Community, eng mit dem Papaplatte-Umfeld. Steht für die neue Twitch-Generation, die weniger über ein Spiel als über pure Persönlichkeit funktioniert.

19. Reeze
Reichweite aus Primärquellen nicht sauber verifizierbar · sehr aktiv

Papaplattes Podcast- und Tour-Partner (Edeltalk, Edeltour). Ein gutes Beispiel dafür, wie Reichweite in dieser Szene durch Kollaboration entsteht. Man wächst, indem man mit den Größeren sendet.

20. Tanzverbot (Kilian Heinrichs)
Twitch ~800.000 Follower · YouTube-Nebenkanäle aktiv · seit ~Mitte 2025 nicht mehr live

Hat in Spitzen über 150.000 gleichzeitige Zuschauer erreicht, sich aber seit rund einem Jahr von seinen Hauptkanälen zurückgezogen und offen über psychische Belastungen gesprochen. Statt der großen Twitch-Einnahmen lädt er lieber kuriose Beschwerde-Videos auf Nebenkanälen hoch, etwa eine „Ansage an die Telekom“ wegen lahmen Internets. Er erinnert daran, dass hinter den Zahlen Menschen stecken.

Womit verdienen die ihr Geld?

Keramik-Sparschwein trägt ein schwarz-grünes Gaming-Headset auf weißem Hintergrund
Subs und Klickvergütung zahlen die Miete. Der Wohlstand entsteht durch Marken und Lizenzen.

Die kurze Antwort: selten mit dem, was man auf dem Bildschirm sieht. Die Klickvergütung zahlt die Miete, reich wird man anders.

EinnahmequelleWie es funktioniertWer stark darauf setzt
YouTube-WerbungVergütung pro 1.000 Aufrufe, stark schwankendreine Let’s-Player
Twitch-Subs und Bitsbezahlte Abos und Spenden, Plattform behält 30 bis 50 %Live-Streamer
WerbedealsMarke zahlt für Integration, der größte Hebelfast alle Großen
Eigene MarkenGetränke, Pizza, ModeMontanaBlack, Trymacs
Lizenzen und MedienBücher, Filme, TVPaluten
Esports und Ligeneigene Teams und WettbewerbeEliasn97, HandOfBlood

Wer es nach oben schafft, hört auf, Angestellter des Algorithmus zu sein, und wird Unternehmer. Genau das trennt die zwanzig hier von den Zehntausenden, die täglich senden und nie davon leben können.

Die Sache mit den Vermögenszahlen

Acrylaufsteller mit Fragezeichen und „Preis auf Anfrage“-Text vor weißem Hintergrund
Jede exakte Vermögensangabe zu einem Influencer ist geraten. Belegbar ist nur die Größenordnung.

Wer „Paluten Vermögen“ googelt, bekommt sofort eine exakte Summe. Drei Millionen, siebzigtausend im Monat. Das wirkt seriös, ist aber geraten. Ein privates Vermögen wird in Deutschland nicht veröffentlicht, und kein Influencer plaudert seine Kontostände aus. Niemand ruft an und bekommt Auskunft.

Die Zahlen entstehen, indem Schätzseiten sichtbare Größen wie Aufrufe mit angenommenen Werbepreisen multiplizieren. Steuern, Personal, Produktionskosten und Agenturanteile fehlen dabei komplett. Und es steckt Eigeninteresse dahinter, weil Begriffe wie „Vermögen“ viele Klicks ziehen und Klicks Werbegeld bringen. Viele dieser Artikel wollen nicht informieren, sondern vom Sog des Themas profitieren. Seriös ist nur die Größenordnung, und die ergibt sich aus belegbarer Reichweite, nicht aus dem Kontoauszug.

Traumberuf? Die Kehrseite

Ein Stapel verschiedener Game-Controller vor weißem Hintergrund
Auf jeden bekannten Namen kommen Zehntausende, die nie eine vierstellige Zuschauerzahl erreichen.

Drei Dinge erzählt kein Hochglanz-Porträt. Das Erste ist die Plattformabhängigkeit, denn wer auf YouTube oder Twitch baut, baut auf fremdem Grund, und eine geänderte Regel kann eine Existenz über Nacht entwerten. Hinzu kommt die Produktionslast, weil BastiGHG seit zehn Jahren täglich streamt und Palutens „YouTube-Rente“ sowie Tanzverbots Rückzug keine Zufälle sind. Bleibt der größte Denkfehler, der Survivorship Bias. Sichtbar sind nur die zwanzig hier, unsichtbar bleiben die Zehntausenden, die nie eine vierstellige Zuschauerzahl erreichen. Wer den Traum ernst nimmt, behandelt ihn wie jede riskante Selbstständigkeit, mit einem Plan B.

Wer seinem Kind den Berufswunsch Gaming-Influencer ausreden will, hat schon verloren. Wer ihm beibringt, dass hinter Gönrgy und Happy Slice ein Unternehmen mit Steuern und Plattformrisiko steckt, hat etwas fürs Leben gewonnen.

— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web

Glossar

Isometrische Ansicht eines weißen Joysticks mit blauem Knopf und blauer Spitze vor weißem Grund
Let’s Plays, Streamer und Follower sind Kernelemente der Gaming-Content-Kultur. Let’s Plays sind kommentierte Videospiel-Durchläufe als Serie, Streamer senden live auf Plattformen wie Twitch, Follower bilden kostenlose dauerhafte Kanalverbindungen

Let’s Play — Ein kommentiertes Durchspielen eines Videospiels, oft als fortlaufende Serie. Die Urform des deutschen Gaming-Contents.

Streamer — Eine Person, die live sendet, meist auf Twitch. Im Unterschied zum YouTuber lebt das Format vom Moment der Übertragung.

Follower — Eine kostenlose, dauerhafte Verbindung zu einem Kanal. Der Wert sammelt sich an und sagt wenig über aktuelle Aktivität aus.

Sub (Subscription) — Ein bezahltes Abonnement auf Twitch, monatlich kündbar. Die ehrlichere Kennzahl für ein laufendes Geschäft.

Bits — Eine virtuelle Twitch-Währung, mit der Zuschauer Streamer direkt unterstützen.

CPM — Der Tausender-Kontaktpreis, also der Betrag, den Werbung pro 1.000 Aufrufe einbringt. Der Wert schwankt stark nach Thema und Jahreszeit.

AdSense — Googles Werbevergütung, über die YouTube-Aufrufe zu Geld werden.

Affiliate — Ein Provisionsmodell, bei dem der Creator Produkte verlinkt und einen Anteil am Verkauf erhält.

Brand Deal — Eine bezahlte Markenkooperation, der mit Abstand größte Einnahmehebel der Spitze.

IRL-Stream — Die Abkürzung steht für „In Real Life“, also einen Stream außerhalb von Spielen, etwa unterwegs oder im Alltag.

Variety-Streaming — Kein festes Spiel, sondern ein bunter Wechsel, oft mit hohem Talk-Anteil.

Watchtime — Die Summe der real geschauten Stunden, die belastbarste Kennzahl für echte Aktivität.

Parasoziale Beziehung — Das einseitige Nähegefühl von Zuschauern zu einem Creator, das die Bindung trägt.

Survivorship Bias — Der Denkfehler, nur die Erfolgreichen zu sehen und die vielen Gescheiterten zu übersehen.

Diversifizierung — Die Verteilung der Einnahmen auf mehrere Standbeine, um das Plattformrisiko zu senken.

Häufige Fragen

Ein goldfarbener Joystick mit Papierflieger, auf dem Text steht, vor weißem Hintergrund
Gaming-Influencer sind Creator, deren regelmäßiger Hauptinhalt Games sind, nicht nur gelegentliche Nebenprojekte

Ab wann ist man Gaming-Influencer?

Wenn Games der regelmäßige Hauptinhalt sind und nicht ein seltener Nebenschauplatz. Reichweite allein genügt nicht. Ein Promi mit einem Minecraft-Video im Jahr fällt nicht darunter, ein täglich sendender Minecraft-Streamer schon.

Wie viel verdient ein Gaming-Influencer wirklich?

Seriös lässt sich nur die Größenordnung schätzen. Die kursierenden exakten Summen sind Hochrechnungen ohne Einblick in Kosten und Steuern. Verlässlich ist, dass das große Geld aus Werbedeals und eigenen Marken kommt und nicht aus der Plattformvergütung.

Warum sagt die Followerzahl so wenig aus?

Weil sie ein Archivwert ist, der sich über Jahre ansammelt und kaum schrumpft. Aktivität misst man über Watchtime und gleichzeitige Zuschauer, bezahltes Engagement über Subs, nicht über die Gesamtzahl der Follower.

Ist Gaming-Influencer ein realistischer Berufswunsch?

Möglich, aber riskant. Auf jeden bekannten Namen kommen Zehntausende, die nichts verdienen. Wer es versucht, behandelt es am besten wie eine Selbstständigkeit, mit Plan B, betriebswirtschaftlichem Denken und dem Bewusstsein für die Plattformabhängigkeit.

Zählt MrBeast als Gaming-Influencer?

Nach reiner Reichweite stünde er an der Spitze, nach unserer Definition nicht. Sein Gaming-Kanal liegt weitgehend brach. Er ist ein Reichweiten-Phänomen, das auch mal zockt, kein Gaming-Influencer.

Quellen

Schwarzer Controller, orangefarbenes
Die größten deutschen Twitch-Streamer 2025 nach Live-Zuschauerzahlen und Abonnenten auf Twitch und YouTube
  • Comicschau: „Die größten Twitch-Streamer aus Deutschland 2025″ (Datenbasis SullyGnome), https://www.comicschau.de/news/groesste-twitch-streamer-deutschland-2025-rekorde-704068/
  • SocialCounts: Live-Abonnentenzahlen Paluten, https://socialcounts.org/youtube-live-subscriber-count/UCOzqhzAIw4JTJIMkDTfLnkg
  • Social Blade: YouTube-Statistik Gronkh, https://socialblade.com/youtube/handle/gronkh
  • TwitchTracker: Kanalstatistik Gronkh, https://twitchtracker.com/gronkh/statistics
  • StreamsCharts: Kanalstatistik MontanaBlack88, https://streamscharts.com/channels/montanablack88
  • CraftControl: Steckbrief Eliasn97, https://craftcontrol.de/influencer/steckbrief/eliasn97-vom-e-sportler-zum-1-deutschen-twitch-streamer/
  • Kolsquare: „Die Top 14 deutschen Streamer auf YouTube“, https://www.kolsquare.com/de/top-influencers/die-top-14-deutschen-streamer-auf-youtube
  • mein-mmo.de: Berichterstattung zu Tanzverbot, https://mein-mmo.de/en/tanzverbot-forgoes-the-big-money-on-twitch-withdraws-to-youtube-excites-fans,1568438/
  • en.wikipedia.org: MrBeast (500-Mio.-Meilenstein, Stand Juni 2026), https://en.wikipedia.org/wiki/MrBeast
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