Kennen Sie das? Sie öffnen eine Website und fühlen sich schlagartig in die Neunziger zurückversetzt. Blinkende Banner, Regenbogenfarben und Navigationskonzepte, bei denen unterstrichene Wörter plötzlich keine Links mehr sind.

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Was Sie hier sehen, ist ein Kuriositätenkabinett mit Augenzwinkern. Eine Zeitreise zu zehn kommerziellen Websites, die irgendwann zwischen Netscape Navigator und dem ersten iPhone entstanden sein müssen. Sie haben einen gewissen musealen Wert und reihen sich ein in die lange Liste der Dinge, über die das Internet von morgen schmunzeln wird.

Die gute Nachricht: Unter diesem historischen Ranking finden Sie einen Ratgeber, der dafür sorgt, dass Ihre Website niemals in einer solchen Liste landet. Mit aktuellen Zahlen, konkreten Tipps und der nötigen Prise Selbstironie.

Das Wichtigste in Kürze

  • Diese Top-10-Liste zeigt historische Negativ-Beispiele aus der Frühzeit des kommerziellen Internets
  • Die Websites demonstrieren klassische Fehler wie überladenes Design, fehlende mobile Optimierung und verwirrende Navigation
  • Im anschließenden Ratgeber lernen Sie, wie Sie diese Fehler bei Ihrer eigenen Website garantiert vermeiden
  • Aktuelle Studien zeigen: 47% der Besucher verlassen eine Website, wenn sie länger als zwei Sekunden lädt
Zwischen Nostalgie und Schrecken: Was in den Neunzigern als innovativ galt, ist heute ein Mahnmal für Webdesign-Todsünden.
Zwischen Nostalgie und Schrecken: Was in den Neunzigern als innovativ galt, ist heute ein Mahnmal für Webdesign-Todsünden.

Platz: Dinghyinsurance.com

Konservative Zurückhaltung in Sachen Layout ist auf der Website der W. H. Insurance Consultants Trumpf. Den Unterschied macht jedoch das revolutionäre Navigationskonzept: Ein Alleinstellungsmerkmal wird nämlich dadurch geschaffen, dass unterstrichene Wörter hier einmal keine Links sind. Sie müssen schon auf die gelb-schwarzen Buttons klicken. Allein deshalb hat dinghyinsurance.com einen Platz in dieser Liste redlich verdient.

Screenshot von Dinghyinsurance.com

Platz: Stexps.com

„Back to the Roots“ heißt es auch auf der Website des Sarasota-Tampa-Express. Doch nicht der (fast) konsequent durchgezogene Retro-Stil, nicht die Inverted-L-Navigation mit den gleichen Links im vertikalen und im horizontalen Menü, nicht der animierter Cursor, der eine wogende Schlange roter Buchstaben in einer anderen Schriftart hinter sich herzieht, nicht die in spacigen Regenbogenfarben blinkenden NEW-Elemente haben uns überzeugt, sondern das unübertrefflich hektische FlightView-Widget rechts, das Sie sich gerne auch als Bildschirmschoner herunterladen können.

www.stexps.com

Platz: CWOL.com

Wenn Websites aussehen wie das Faltblatt des 1-Euro-Marktes am Ende der Fußgängerzone, das man im Briefkasten findet, schlagen Designer-Herzen naturgemäß höher. Zudem sorgt der Web-Auftritt der Technikfachleute von CWOL dafür, dass nicht nur die Preise den Nutzer in erhöhte Alarmbereitschaft versetzen, sondern auch das Farbkonzept.

Platz: 5safepoints.com

Screenshot von 5safepoints.com

Zwar pfeifen die Leute der 5 Points Driving School unter anderem auf ein homogenes Bild- und Typografiekonzept, dafür berücksichtigen sie zwei andere interessante Usability- und Design-Erkenntnisse: 1) Heute haben User kein Problem mehr damit, nach unten zu scrollen. 2) Weißraum sorgt für Ruhe. Das nimmt man sich zu Herzen und verbindet dieses Wissen kongenial – lassen Sie sich überraschen! 

Platz: Videosoniclab.com

Eine Zeitreise in die Gründerzeit des Internets erwartet den Nutzer auf der Website von Videosonic, wobei gemütlichem Schwarz tatsächlich eine zentrale Bedeutung zukommt. Auch interessant: Die Buttons im linken Bereich sind zwar nicht anklickbar, sorgen aber beim genaueren Betrachten für Kopfschmerzen. Einen Blick wert ist zudem der Online-Shop.

videosoniclab.com

Platz: Webking.com

Zum Dienstleistungsumfang der Web King Internet Services LLC gehören nicht nur Online-Marketing, E-Commerce-Expertise und Hosting, sondern auch Web-Design. Hier muss die eigene Website natürlich als Referenz herhalten. Ein Klick auf den entsprechenden Menüpunkt hat den schönen Nebeneffekt, dass man seinen künftigen Dienstleister gleich einmal persönlich kennenlernt – eine wichtige vertrauensbildende Maßnahme und Grundlage für eine enge, fruchtbare Zusammenarbeit.

webking.com

Platz: Lingscars.com

An Ideen mangelt es nicht: Zunächst klettert uns Autohändlerin Ling vom Header entgegen. Und was es nicht noch alles zu entdecken gibt. Live-Chat, Twitter-Integration, Office-TV, ein Quiz, ein ominöses Game namens „Hang Me“, es blinkt und flackert an allen Ecken und Enden … Man könnte sich wahrscheinlich stundenlang auf dieser Website amüsieren. Das ist alles so cool und offensichtlich gutgemeint, dass wir lingscars.com nur sehr schweren Herzens in diese Liste aufnehmen und das leise Gefühl haben, dieser ambitionierten Dame unrecht zu tun.

lingscars.com

Platz: Yvettesbridalformal.com

Man muss sich schon etwas Zeit nehmen, um herauszufinden, was Yvette nun genau verkauft. Nach einigen (von zentralasiatischen Klängen begleiteten) Klicks findet man immerhin heraus, dass Yvette nicht nur einen Shop betreibt, sondern offenbar auch Plätzchen liebt. Irgendwo gibt es eine Seite mit Rezepten (die leider nach fünfminütiger Suche nicht wiederzufinden ist und deshalb hier nicht verlinkt werden kann). Ohne diese Anleitungen eingehender studiert zu haben, drängt sich angesichts der Website der Verdacht auf, dass sich unter den Zutaten für die Kekse auch die eine oder andere … sagen wir bewusstseinserweiternde Substanz befindet. Wie dem auch sei, unser dritter Platz geht an yvettesformalbridal.com.

yvettesbridalformal.com

Platz: Arngren.net

Nur haarscharf am ersten Platz schrammt arngren.net vorbei. Beim Aufrufen der Seite stellt sich nur eine einzige Frage: Meinen die das ernst oder ist das ein Scherz? Ja, die meinen das ernst.

Screenshot Arngren Homepage.

Platz: Havenworks.com

havenworks.com

Sicherlich ist Content nach wie vor King. Doch wie teasert man das gesamte politische Wissen der Welt auf einer einzigen Web-Page an? Diese Frage beantwortet unser Sieger havenworks.com. Nehmen Sie sich gefühlte fünf Minuten Zeit für den Ladeprozess – auch Ihnen werden anschließend wahrscheinlich die Worte fehlen 😉

Kennen Sie weitere Beispiele?

Dies sind zehn eindrucksvolle Beispiele dafür, wie blauäugig auch heute noch manche Unternehmen im Web zugange sind und wie man Potenziale und Geld mit vollen Händen zum Fenster hinauswerfen kann. Wir wollen gewiss nicht hämisch sein oder hochnäsig wirken – manchmal verschlägt es einem aber eben schier die Sprache, wenn man durchs Web surft …

Oder sind manche dieser Seiten vielleicht sogar schon wieder so strange, dass sie innovativ sind? Kennen Sie andere kuriose Beispiele, die unter Mottos wie „… hat sich bemüht …“ oder auch „… ist dieser Zeit voraus …“ stehen? Wir freuen uns auf Ihre inspirierenden Hinweise.

Ratgeber: So landet Ihre Website niemals in einer solchen Liste

Sie haben gerade zehn Websites gesehen, die aussehen, als hätte jemand einen Farbtopf in einen Computer geworfen und gehofft, dass dabei Kunst entsteht. Die gute Nachricht: Mit den folgenden Tipps wird Ihre Website garantiert nicht zum Mahnmal schlechten Webdesigns.

Die schlechte Nachricht: Falls Sie gerade eine dieser Websites betreiben, lesen Sie besonders aufmerksam.

Ladezeit vs. Absprungrate

Jede Sekunde zählt: So schnell verlieren Sie Ihre Besucher

Absprungrate nach Ladezeit
1s 32%
Absprungrate
3s 53%
Absprungrate
5s 90%
Absprungrate
10s 123%
Absprungrate

⚠️ Bei 10 Sekunden Ladezeit verlieren Sie 123% mehr Besucher als bei 1 Sekunde

-17%
Conversion pro Sekunde
8,6s
Ø Ladezeit Mobil
47%
springen bei >2s ab

💡 Die goldene Regel

Ihre Website sollte in unter 3 Sekunden vollständig laden. Alles darüber kostet Sie bares Geld – mit jeder Sekunde mehr sinkt Ihre Conversion-Rate um 17%.

Warum ist eine gute Website heute wichtiger denn je?

In den Neunzigern konnte man mit einer blinkenden Website noch durchkommen. Heute nicht mehr. Aktuelle Studien belegen: 79% der Nutzer, die mit der Usability einer Website unzufrieden sind, suchen sofort bei einem Konkurrenten nach der gewünschten Information. Das ist kein Wettbewerb, den Sie verlieren wollen.

Noch dramatischer: 88% der Nutzer kehren nie wieder zurück, wenn sie auf einer Website Schwierigkeiten haben, die gewünschten Informationen zu finden. Ihre Website ist also nicht nur Ihr digitales Aushängeschild. Sie ist Ihr fleißigster Mitarbeiter, der rund um die Uhr Kunden empfängt.

Oder eben vergrault.

FaktorAuswirkung
Ladezeit über 3 Sekunden53% der Besucher springen ab
Fehlende Mobile-Optimierung70% der Nutzer meiden die Website
Unübersichtliche NavigationBis zu 90% höhere Absprungrate
Schlechtes Design48% der Nutzer zweifeln an der Produktqualität

Welche Todsünden sollten Sie bei der Ladezeit vermeiden?

Kennen Sie das? Sie klicken auf einen Link und warten. Und warten. Und fragen sich, ob das Internet vielleicht gerade eine Kaffeepause macht. Genau so fühlen sich Ihre Besucher, wenn Ihre Website zu langsam lädt.

Die magische Grenze liegt bei drei Sekunden. Jede zusätzliche Sekunde Ladezeit erhöht die Absprungwahrscheinlichkeit um satte 90%. Bei zehn Sekunden haben Sie bereits 123% mehr Absprünge als bei einer Sekunde. Das klingt mathematisch unmöglich, ist aber die bittere Realität mobiler Websites.

So beschleunigen Sie Ihre Website

Bilder sind oft der größte Übeltäter. Ein einzelnes nicht optimiertes Foto kann mehrere Megabyte wiegen und Ihre Ladezeit in die Steinzeit katapultieren. Komprimieren Sie Bilder vor dem Upload, nutzen Sie moderne Formate wie WebP und fragen Sie sich bei jedem Bild: Brauche ich das wirklich in dieser Auflösung?

JavaScript und CSS sollten minimiert und zusammengefasst werden. Jede externe Datei bedeutet eine zusätzliche Serveranfrage. Weniger Anfragen, schnellere Website. So einfach ist das.

Caching ist Ihr Freund. Wenn ein Besucher zum zweiten Mal kommt, muss er nicht alles neu laden. Aktivieren Sie Browser-Caching und nutzen Sie ein Content Delivery Network, wenn Ihre Besucher aus verschiedenen Regionen kommen.

Wie gestalten Sie eine Navigation, in der sich niemand verirrt?

Stellen Sie sich vor, Sie betreten einen Supermarkt, in dem die Regale willkürlich beschriftet sind. Brot finden Sie unter „Kosmische Energie", Milch unter „Flüssige Träume". Genau so fühlt sich eine schlechte Navigation an.

Eine intuitive Navigation ist kein Luxus. Sie ist die Grundlage jeder erfolgreichen Website. Reduzieren Sie die Anzahl der Menüpunkte auf das Wesentliche. Verwenden Sie klare, beschreibende Begriffe, die Ihre Besucher verstehen. „Produkte" ist besser als „Unsere magischen Angebote".

Die wichtigsten Navigationsregeln

Der Drei-Klick-Regel zufolge sollte jede Information auf Ihrer Website innerhalb von drei Klicks erreichbar sein. Das ist keine starre Vorgabe, aber ein guter Richtwert. Wenn Ihre Besucher fünf Ebenen tief navigieren müssen, um die Telefonnummer zu finden, stimmt etwas nicht.

Breadcrumbs helfen bei der Orientierung. Diese kleinen Pfadangaben zeigen Besuchern immer, wo sie sich gerade befinden und wie sie zurückkommen. Besonders wichtig bei umfangreichen Websites mit vielen Unterseiten.

Eine Suchfunktion ist Pflicht, sobald Ihre Website mehr als zehn Seiten hat. Aber bitte eine, die auch funktioniert. Nichts frustriert mehr als eine Suche, die keine relevanten Ergebnisse liefert.

Warum ist Mobile-First keine Option, sondern Pflicht?

Mobile-First ist Pflicht

Warum Ihre Website auf dem Smartphone funktionieren muss

Mobil
68,2%
aller Website-Besuche
✓ Dominiert
Desktop
29,5%
aller Website-Besuche
↓ Rückläufig
70%
wählen nur mobile-freundliche Sites
56,8%
Ø Absprungrate auf Mobil
44px
Mindestgröße für Touch-Buttons
60%
kaufen lieber mobil ein
Was passiert ohne Mobile-Optimierung?
  • Google rankt Sie schlechter – Mobile-First-Indexierung seit 2019 Standard
  • 70% der Nutzer meiden Ihre Website – Sie verlieren zwei Drittel potenzieller Kunden
  • Buttons werden zu Frustquellen – Zu kleine Touch-Ziele führen zu Fehlklicks
  • Ihre Konkurrenz überholt Sie – Responsive Websites haben 30% bessere Performance

📱 Mobile-First bedeutet nicht Mobile-Only

Gestalten Sie zuerst für den kleinsten Bildschirm, dann skalieren Sie nach oben. Dieser Ansatz zwingt Sie, auf das Wesentliche zu fokussieren – und davon profitiert auch die Desktop-Version.

Über 68% aller Website-Besuche erfolgen heute über Mobilgeräte. Wenn Ihre Website auf einem Smartphone aussieht wie ein zusammengeknüllter Zeitungsausschnitt, haben Sie ein Problem. Ein großes Problem.

Google bewertet Websites seit Jahren nach dem Mobile-First-Prinzip. Das bedeutet: Die mobile Version Ihrer Website bestimmt Ihr Suchmaschinenranking. Eine Desktop-Perle mit miserabler mobiler Darstellung landet in den Suchergebnissen weit hinten.

Mobile-Optimierung in der Praxis

Responsive Design ist das Minimum. Ihre Website muss sich automatisch an verschiedene Bildschirmgrößen anpassen. Buttons sollten mindestens 44 Pixel groß sein, damit man sie mit dem Finger treffen kann. Schriften müssen lesbar bleiben, ohne dass Besucher zoomen müssen.

Testen Sie Ihre Website regelmäßig auf echten Geräten. Emulatoren und Browser-Tools sind hilfreich, ersetzen aber nicht den Test auf einem realen Smartphone. Sie werden überrascht sein, wie anders sich manche Elemente anfühlen, wenn man sie tatsächlich mit dem Finger bedient.

Achten Sie auf Touch-Ziele. Links, die auf dem Desktop problemlos anklickbar sind, können auf dem Smartphone zur Fingerakrobatik werden. Genügend Abstand zwischen klickbaren Elementen ist keine Designfrage, sondern eine Usability-Notwendigkeit.

Was macht ein Design professionell und vertrauenswürdig?

Hier kommt die unbequeme Wahrheit: Menschen beurteilen Ihre Kompetenz innerhalb von Millisekunden anhand Ihres Designs. Schlechtes Design signalisiert schlechtes Business. Das ist unfair, aber es ist Realität.

48% der Nutzer geben an, dass sie bei einer schlecht gestalteten Website automatisch annehmen, dass auch die Produkte oder Dienstleistungen minderwertig sind. Ihr Design ist also nicht nur Dekoration. Es ist Ihr erster Verkäufer. Was genau in den ersten 10 bis 20 Sekunden im Kopf eines Nutzers passiert und wie Designentscheidungen Vertrauen systematisch aufbauen oder zerstören, haben wir in einem eigenen Fachartikel „Vertrauen aufbauen: Ihr Webdesign hat nur 10 Sekunden“ analysiert:

Die Grundregeln professionellen Designs

Weniger ist mehr. Die erfolgreichsten Websites sind visuell fokussiert. Jedes Element hat einen Zweck und einen Platz. Wenn Sie nicht erklären können, warum ein bestimmtes Element auf Ihrer Seite ist, gehört es wahrscheinlich nicht dorthin.

Konsistenz schafft Vertrauen. Verwenden Sie durchgehend die gleichen Schriftarten, Farben und Abstände. Ein harmonisches Erscheinungsbild signalisiert Professionalität. Ein Stilmix aus fünf verschiedenen Schriften schreit nach Chaos.

Weißraum ist kein verschwendeter Platz. Er gibt Inhalten Raum zum Atmen und lenkt den Blick auf das Wesentliche. Websites, die jeden Pixel mit Informationen vollstopfen, überfordern Besucher und erreichen genau das Gegenteil dessen, was sie wollen.

Wie formulieren Sie Handlungsaufforderungen, die funktionieren?

Ein fehlender oder unauffälliger Call-to-Action ist wie ein Verkäufer, der Kunden begrüßt, aber nie fragt, ob er helfen kann. Ihre Besucher wissen nicht automatisch, was sie auf Ihrer Website tun sollen. Sie müssen es ihnen sagen.

CTAs sollten sich farblich vom Rest der Seite abheben. Verwenden Sie aktive Verben und kommunizieren Sie den Nutzen. „Jetzt kostenloses Erstgespräch sichern" ist besser als „Hier klicken". Der Besucher weiß sofort, was er bekommt.

Die häufigsten CTA-Fehler

Zu viele CTAs verwirren. Wenn auf einer Seite zehn verschiedene Buttons um Aufmerksamkeit kämpfen, klickt der Besucher auf keinen. Priorisieren Sie. Was ist die wichtigste Aktion, die ein Besucher auf dieser Seite ausführen soll?

Platzierung ist entscheidend. CTAs gehören an Stellen, wo der Besucher sie erwartet. Nach einer überzeugenden Beschreibung, am Ende eines Abschnitts, oberhalb des Faltpunkts. Nicht versteckt in der Fußzeile.

Vermeiden Sie Slider im Header. Studien belegen, dass nur sehr wenige User sich die Zeit nehmen, Slider durchzuklicken. Verstecken Sie keine wichtigen Informationen in einem Karussell, das niemand benutzt.

Welche Rolle spielen Vertrauenssignale?

Vertrauen ist die Währung des Internets. Ohne Vertrauen keine Conversions. Und Vertrauen entsteht nicht durch Behauptungen, sondern durch Beweise.

Kundenbewertungen, Testimonials, Gütesiegel und Zertifikate sind keine Dekoration. Sie sind der Beweis, dass andere Menschen gute Erfahrungen mit Ihnen gemacht haben. Zeigen Sie diese Signale prominent. Nicht versteckt auf einer Unterseite, die niemand findet.

Vertrauenssignale richtig einsetzen

Echte Bilder schlagen Stockfotos. Authentische Fotos Ihres Teams, Ihrer Räumlichkeiten oder Ihrer Produkte schaffen Nähe. Generische Stockfotos von lächelnden Menschen in Anzügen wirken austauschbar und unglaubwürdig.

Eine transparente „Über uns"-Seite ist Gold wert. Menschen kaufen von Menschen. Zeigen Sie, wer hinter dem Unternehmen steht. Erzählen Sie Ihre Geschichte. Seien Sie authentisch.

Kontaktmöglichkeiten müssen sichtbar sein. Eine gut erreichbare Telefonnummer oder E-Mail-Adresse signalisiert: Hier stecken echte Menschen dahinter, die erreichbar sind. Versteckte Kontaktdaten wecken Misstrauen.

Wie vermeiden Sie die typischen Content-Fehler?

In das Design wird oft viel Zeit und Geld investiert. In den Content leider zu wenig. Dabei wirkt die Qualität des Contents direkt auf SEO und die Conversion.

Wenn Besucher nicht sofort verstehen, was Sie anbieten, sind sie weg. Das einzigartige Leistungsversprechen Ihres Unternehmens muss auf den ersten Blick erkennbar sein. Was können Sie, was andere nicht können? Warum sollte jemand bei Ihnen kaufen?

Content, der konvertiert

Vermeiden Sie Textwüsten. Strukturieren Sie Inhalte mit Zwischenüberschriften, Aufzählungen und Absätzen. Scanbarkeit ist wichtig. Die meisten Besucher lesen nicht jedes Wort. Sie überfliegen Seiten auf der Suche nach relevanten Informationen.

Sprechen Sie die Sprache Ihrer Zielgruppe. Fachbegriffe ohne Erklärung schrecken ab. Zu simplifizierte Texte wirken unprofessionell. Finden Sie die richtige Balance für Ihre Besucher.

Aktualisieren Sie regelmäßig. Veraltete Inhalte, abgelaufene Angebote oder News von 2019 signalisieren: Hier kümmert sich niemand. Ihre Website ist lebendig oder sie ist tot.

Die ultimative Checkliste: Ist Ihre Website auf der sicheren Seite?

Bevor Sie diese Seite verlassen, prüfen Sie Ihre eigene Website anhand dieser Checkliste. Jedes „Nein" ist ein potenzielles Problem, das Sie Kunden kostet.

KriteriumJa/Nein
Lädt die Website in unter 3 Sekunden?
Funktioniert die Navigation intuitiv?
Ist die Website auf Smartphones gut nutzbar?
Sind alle CTAs klar und sichtbar?
Gibt es sichtbare Vertrauenssignale?
Ist sofort erkennbar, was Sie anbieten?
Sind alle Links und Buttons funktionsfähig?
Wurden die Inhalte in den letzten 12 Monaten aktualisiert?

Falls Sie mehr als zwei Punkte mit „Nein" beantwortet haben, ist es Zeit für eine Überarbeitung. Die gute Nachricht: Die meisten dieser Probleme lassen sich mit überschaubarem Aufwand beheben.


Glossar: 12 wichtige Fachbegriffe zu Webdesign und Usability

Absprungrate

Die Absprungrate (englisch: Bounce Rate) gibt an, welcher Prozentsatz der Besucher eine Website nach dem Aufruf einer einzigen Seite wieder verlässt. Eine hohe Absprungrate deutet auf Probleme mit der Usability, dem Content oder der Ladezeit hin und kann das Suchmaschinenranking negativ beeinflussen.

Call-to-Action

Ein Call-to-Action (CTA) ist eine Handlungsaufforderung auf einer Website, die Besucher zu einer bestimmten Aktion motivieren soll. Typische Beispiele sind Buttons mit Texten wie „Jetzt kaufen", „Kostenlos testen" oder „Newsletter abonnieren".

Conversion-Rate

Die Conversion-Rate misst den Anteil der Website-Besucher, die eine gewünschte Aktion ausführen. Diese Aktion kann ein Kauf, eine Anmeldung oder eine Kontaktanfrage sein. Eine höhere Conversion-Rate bedeutet mehr Geschäftserfolg bei gleichbleibendem Traffic.

Core Web Vitals

Die Core Web Vitals sind von Google definierte Kennzahlen, die die Nutzererfahrung einer Website messen. Sie umfassen Ladezeit, Interaktivität und visuelle Stabilität. Seit 2021 sind sie ein offizieller Rankingfaktor für die Google-Suche.

Mobile-First

Mobile-First beschreibt einen Designansatz, bei dem zuerst die mobile Version einer Website entwickelt wird und dann die Desktop-Version. Google bewertet Websites seit Jahren nach diesem Prinzip und priorisiert die mobile Darstellung beim Ranking.

Page Speed

Der Page Speed bezeichnet die Ladegeschwindigkeit einer Website. Er wird durch Faktoren wie Bildgrößen, Serverantwortzeit und Code-Effizienz beeinflusst. Schnelle Ladezeiten verbessern sowohl die Nutzererfahrung als auch das Suchmaschinenranking.

Responsive Design

Responsive Design ermöglicht es einer Website, sich automatisch an verschiedene Bildschirmgrößen anzupassen. Layout, Bilder und Schriften skalieren je nach Gerät, sodass die Website auf Desktop, Tablet und Smartphone gleichermaßen gut nutzbar ist.

Trust Signals

Trust Signals sind Vertrauenssignale auf einer Website, die Besuchern Sicherheit und Glaubwürdigkeit vermitteln. Dazu gehören Kundenbewertungen, Gütesiegel, Zertifikate, Referenzen und transparente Kontaktinformationen.

Usability

Usability bezeichnet die Benutzerfreundlichkeit einer Website. Sie umfasst Aspekte wie Navigation, Lesbarkeit, Zugänglichkeit und intuitive Bedienbarkeit. Eine gute Usability führt zu höherer Zufriedenheit und besseren Conversion-Raten.

User Experience

Die User Experience (UX) beschreibt das gesamte Erlebnis eines Nutzers bei der Interaktion mit einer Website. Sie geht über reine Usability hinaus und umfasst auch emotionale Aspekte wie Design, Ästhetik und das Gefühl bei der Nutzung.

Viewport

Der Viewport ist der sichtbare Bereich einer Website im Browserfenster. Bei responsivem Design passt sich der Inhalt an die Viewport-Größe an. Mobile Geräte haben kleinere Viewports als Desktop-Monitore.

Weißraum

Weißraum (englisch: White Space) bezeichnet die ungenutzten Bereiche zwischen Designelementen auf einer Website. Er ist nicht zwingend weiß, sondern einfach leer. Weißraum verbessert die Lesbarkeit und lenkt den Blick auf wichtige Inhalte.

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