Online-Sicherheit im Marketing ist ein zunehmend wichtiges Thema

Anja Bauer-Nguyen
Autor Dr. Web
Aktualisiert:
4 Min. Lesezeit
Online-Sicherheit im Marketing. Eine Frau sitz am Computer-Bildschirm.

Online-Marketing ist mittlerweile ein riesiger Industriezweig und wird von praktisch allen Unternehmen eingesetzt. Dementsprechend viele Menschen beschäftigen sich heute Vollzeit damit, Produkte und Dienstleistungen im Internet zu vermarkten. Das geht jedoch mit einigen Risiken einher, da Kriminelle es zunehmend auf wertvolle Kunden- und Kontaktdaten von Werbetreibenden abgesehen haben.

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Dieser Artikel stellt alle Hintergründe vor und erklärt, wie man sich im Bereich Online-Marketing vor Angreifern schützen kann. Dann steht einer erfolgreichen Karriere als Marketing-Spezialist nichts mehr im Weg.

Hacker möchten an sensible Kundendaten gelangen

Noch vor einigen Jahren waren eigentlich eher Mitarbeiter aus der Finanzabteilung das beliebtere Ziel, da sie Zugriff auf Bankkonten haben und Zahlungen veranlassen können. Doch die Sicherheitsstrukturen wurden deutlich verbessert, sodass in diesem Bereich nicht mehr so einfach Geld erbeutet werden kann.

Deswegen nehmen Kriminelle zunehmend Mitarbeiter ins Visier, die Zugriff auf wertvolle Daten von Kunden haben. Im Online-Marketing ist genau das der Fall: Moderne CRM-Systeme für Kunden speichern nämlich Kontaktdaten wie E-Mails und Telefonnummern sowie getätigte Einkäufe und den kompletten Kommunikationsverlauf.

Ein Angreifer kann diese Informationen entweder weiterverkaufen oder selbst ausnutzen, indem er sich als Mitarbeiter des betroffenen Unternehmens ausgibt. Er kann beispielsweise den Kunden anrufen und dazu überreden, weitere Zahlungen für Produkte und Dienstleistungen zu leisten, die das Opfer natürlich niemals erhält.

Auch eine Manipulation von Webseiten ist möglich

Aber das Missbrauchspotenzial geht noch weiter, denn Online-Marketing umfasst oft auch das Verwalten von Webseiten. Das bedeutet, Vermarkter haben die Rechte, Änderungen auf einer Seite durchzuführen und zu veröffentlichen. Wenn ein Angreifer also Zugang zum Account eines Vermarkters erlangt, kann er alle möglichen Botschaften über die Webseite verbreiten.

Hacker veröffentlichen dann beispielsweise Links, die auf nachgebaute oder schädliche Seiten führen (so wie man es vom Phishing kennt) oder begehen Krypto-Betrug. Das ist für das betroffene Unternehmen besonders schädlich, da hierbei das Vertrauen der eigenen Kunden gezielt ausgenutzt wird – ein riesiger Imageschaden ist die Folge.

Wie kann man sich im Online-Marketing schützen?

Mit ein paar einfachen Maßnahmen ist jedoch guter Schutz möglich. Achten Sie dabei vor allem auf die drei folgenden Tipps.

1. Moderne Systeme und Sicherheitsupdates

Häufig gelangen Angreifer über bekannte Sicherheitslücken von veralteten Systemen ins Netzwerk einer Firma oder in den Account eines Mitarbeiters. Deswegen ist es ausgesprochen wichtig, Betriebssysteme und Programme auf aktuellem Stand zu halten. Das umfasst prinzipiell alle Geräte: Computer, Tablets oder Handys.

Regelmäßige Sicherheitsupdates gehören ebenfalls dazu. Dadurch schließen Softwarehersteller bekannte Lücken, was Kriminellen deutlich weniger Angriffsfläche bietet. Moderne Betriebssysteme und Mobilgeräte bieten hierfür meistens eine automatische Updatefunktion an. In größeren Konzernen erledigt das hingegen die IT-Abteilung.

2. Starke und einzigartige Passwörter

Ein beliebtes Einfallstor für Kriminelle sind schwache Passwörter, die vergleichsweise einfach zu knacken sind. Spezielle Programme probieren alle beliebten Kombinationen durch, bis Benutzerkonto und Passwort übereinstimmen. Schwache Passwörter zeichnen sich durch beliebte Fehler aus: Sie sind kurz, nutzen Zahlenfolgen und gängige Begriffe.

Starke Passwörter sind hingegen mindestens 10 bis 12 Zeichen lang und binden Zahlen sowie Sonderzeichen mit ein. Moderne Passwort-Manager sind hierbei besonders hilfreich und erstellen auf Knopfdruck komplexe und zufällige Passwörter. Anschließend werden diese im sicheren Tresor aufbewahrt, sodass man sich nicht jedes Passwort merken muss.

3. Informationsveranstaltungen und Schulungen

Aufklärung ist eine weitere große Säule der Sicherheit im Online-Marketing. Obwohl sich die Anzahl an Cyberangriffen derzeit auf einem Höchststand bewegt, gehen Menschen zunehmend sorglos mit dem Thema Online-Sicherheit um. Momentan verbreitet sind beispielsweise Ransomware und Betrugsversuche durch Social Engineering.  

Einzelpersonen sollten sich deshalb im Internet über alle gängigen Betrugsmaschen und Hacks informieren. Unternehmen sind besser beraten, regelmäßige und verpflichtende Schulungen für ihre Mitarbeiter anzubieten. Denn Fehlverhalten durch Nutzer ist nach wie vor eines der größten Risiken. Wer sich auf dem Laufenden hält, kann dieses Risiko deutlich senken.

Fazit: Im Online-Marketing sicher bleiben ist nicht schwer

Marketing-Abteilungen und Personal haben Zugriff auf wertvolle Kundendaten, was sie zu einem beliebten Ziel von Angreifern macht. Deswegen ist heutzutage guter Schutz praktisch Pflicht. Mit modernen Systemen, starken Passwörtern und regelmäßigen Schulungen können die meisten Bedrohungen frühzeitig abgewandt werden.

Anschließend kann man gefahrlos allen Aktivitäten im Online-Marketing nachgehen.

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Anja Bauer-Nguyen
Autor
Anja Bauer-Nguyen berät Unternehmen bei der Optimierung von Geschäftsprozessen mit Hilfe von Automation und Software. An der Uni Mannheim hat sie Wirtschaftsinformatik studiert mit Schwerpunkt Business Intelligence und Datenanalyse. Sie schreibt regelmäßig für mehrere Online Magazine über Themen wie Software für Unternehmen, Automatisierung und Datenanalyse.
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