
Lizenzfreie Musik 2026: 17 Anbieter für Unternehmen
Michael Dobler
Autor Dr. WebLizenzfreie Musik klingt wie ein einfaches Versprechen: einmal bezahlen, dauerhaft nutzen, keine GEMA-Sorgen. Die Wahrheit für Unternehmen ist komplizierter, denn „lizenzfrei“ meint nicht „kostenfrei“ und schon gar nicht „GEMA-frei“. Ein übersehener Unterschied kostet im Schadensfall zwischen 300 und 10.000 Euro pro Track. Dieser Artikel erklärt die Begriffe, benennt die Risiken und listet die relevanten Anbieter alphabetisch auf.
Das Wichtigste in Kürze
- Lizenzfreie Musik und GEMA-freie Musik sind rechtlich zwei verschiedene Konzepte, die Unternehmen regelmäßig verwechseln.
- Abmahnungen für unlizenzierte Musik bewegen sich in Deutschland zwischen 300 und 10.000 Euro pro Titel.
- Acht kostenlose Quellen und neun Premium-Anbieter decken gemeinsam fast jeden betrieblichen Anwendungsfall ab.
- Die GEMA-Klage gegen Suno AI läuft seit Januar 2025, die Hauptverhandlung begann im März 2026.
Ist lizenzfreie Musik dasselbe wie GEMA-frei?

Drei Begriffe geraten in der Praxis durcheinander: lizenzfrei, GEMA-frei und Creative Commons. Sie beschreiben unterschiedliche Sachverhalte, und die Verwechslung kostet Unternehmen regelmäßig Geld.
Lizenzfrei oder „royalty-free“ bedeutet, dass Sie nach einer einmaligen Zahlung keine laufenden Lizenzgebühren pro Abspielung mehr entrichten. Der Anbieter räumt Ihnen eine dauerhafte Nutzungslizenz ein. Der Urheber bleibt davon unberührt und kann trotzdem GEMA-Mitglied sein.
GEMA-frei heißt, dass der Komponist nicht bei der GEMA organisiert ist. Bei öffentlicher Aufführung oder kommerzieller Verbreitung fallen dann keine GEMA-Gebühren an. Die Musik kann trotzdem lizenzpflichtig sein, weil die Nutzungsrechte beim Rechteinhaber erworben werden müssen.
Creative Commons (CC) ist ein Lizenzsystem mit mehreren Abstufungen. CC0 entspricht faktisch einer Gemeinfreiheit. CC BY verlangt Namensnennung. CC BY-SA verlangt zusätzlich, dass Ableitungen unter derselben Lizenz stehen. CC BY-NC verbietet kommerzielle Nutzung.
Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, warum das so knifflig ist: Moby stellt auf mobygratis.com seine Musik kostenlos für Filmemacher bereit. Moby ist aber GEMA-Mitglied. Für eine öffentliche Aufführung oder die Einbindung in eine Werbekampagne fallen also GEMA-Gebühren an, obwohl die Musik kostenfrei bereitgestellt wurde.
| Begriff | Zahlung | GEMA-Pflicht möglich | Typische Anbieter |
|---|---|---|---|
| Lizenzfrei / Royalty-free | Einmalig oder Abo | Ja | Epidemic Sound, Artlist |
| GEMA-frei | Je nach Anbieter | Nein | Musicfox, Audiocrowd |
| CC0 | Keine | Nein | Pixabay Musik, Musopen (Teil) |
| CC BY | Keine | Meist nein | Free Music Archive, Incompetech |
In Deutschland gilt zusätzlich die GEMA-Vermutung. Im Streitfall muss der Nutzer beweisen, dass ein Musikwerk nicht GEMA-pflichtig ist. Das betrifft vor allem ausländische Anbieter, die GEMA-Freiheit zwar behaupten, aber nicht vertraglich belegen.
Was kostet eine falsche Lizenz im Ernstfall?

Die rechtlichen Risiken bei unlizenzierter Musik verteilen sich auf drei Ebenen: Abmahnung, Plattformsanktion, strafrechtliche Konsequenzen.
Abmahnungen treffen Unternehmen am häufigsten. Rechtsanwälte fordern im Auftrag der Rechteinhaber Unterlassung und Schadensersatz. Die Beträge bewegen sich zwischen 300 und 10.000 Euro pro Musikstück. Im Wiederholungsfall oder bei nachweislichem Vorsatz steigen die Forderungen deutlich.
Plattformsanktionen greifen automatisiert. YouTube Content ID erkennt geschützte Musik, blockiert Videos, entzieht die Monetarisierung oder leitet die Werbeeinnahmen an den Rechteinhaber um. Nach drei Strikes sperrt YouTube den Kanal dauerhaft.
Strafrechtliche Folgen drohen bei vorsätzlicher Urheberrechtsverletzung nach § 106 UrhG mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. Für Unternehmen greift meist die zivilrechtliche Haftung, die sich aber auf Geschäftsführer persönlich erstrecken kann.
Ein Rechenbeispiel: Angenommen, ein mittelständisches Unternehmen veröffentlicht über zwei Jahre 15 Instagram-Reels mit einem unlizenzierten Popsong. Bei einer Abmahnung mit 2.000 Euro Schadensersatz pro Nutzung wären das 30.000 Euro. Ein Commercial-Abo bei Epidemic Sound für denselben Zeitraum hätte rund 550 Euro gekostet.
Die gleiche Lizenz-Logik gilt auch für andere Medientypen. Wer Ihre Website-Fotos, Produktbilder oder Werbevideos einbindet, steht vor denselben rechtlichen Fragen. Dr. Web hat die Anbieterlandschaften beider Kategorien ebenfalls aufgearbeitet: in den Ratgebern zu lizenzfreien Bildern und zu lizenzfreien Videos.
Welche kostenlosen Quellen für lizenzfreie Musik gibt es?

Die folgende Liste ist alphabetisch sortiert und nicht wertend. Die kostenlosen Quellen haben unterschiedliche Bedingungen: Manche verlangen Namensnennung, andere limitieren die Downloadzahl, wieder andere erlauben keine kommerzielle Nutzung. Die konkreten Lizenzbedingungen prüfen Sie vor jedem Einsatz auf der jeweiligen Anbieterseite. Welche Quelle zu Ihrem Projekt passt, zeigt die Entscheidungsmatrix am Ende des Artikels.
| Anbieter | Umfang | Lizenz | Namensnennung |
|---|---|---|---|
| Bensound | 300+ kostenlose Tracks | Bensound Free License | Ja |
| ccMixter | Community-Katalog | Verschiedene CC-Lizenzen | Je nach Track |
| Free Music Archive | 100.000+ Tracks | Verschiedene CC-Lizenzen | Je nach Track |
| Incompetech | 2.000+ Tracks | CC BY 4.0 | Ja |
| Musopen | 10.000+ Klassikwerke | Teils CC0, teils eigene | Je nach Werk |
| Pixabay Musik | ca. 40.000 Tracks | Pixabay Content License | Nein |
| Uppbeat Free | 30 % der Bibliothek | Uppbeat Free License | Ja |
| YouTube Audio Library | 150.000+ Tracks | YouTube-eigene Lizenz | Meist nein |
Bensound
Französisches Ein-Mann-Projekt des Komponisten Benjamin Tissot mit rund 300 kostenlosen Tracks. Nutzung auf YouTube, Facebook und Instagram erlaubt mit Namensnennung im Abspann. Für Podcasts, Hörbücher und kommerzielle Werbespots ist eine kostenpflichtige Lizenz nötig.
ccMixter
Eine der ältesten Community-Plattformen für Creative-Commons-Musik. Nutzer laden eigene Werke hoch, remixen Stücke anderer und verschlagworten nach Verwendungszweck. Genre-Spektrum von Ambient über Hip-Hop bis Electronica, Lizenzbedingung ist meist die Namensnennung.
Free Music Archive (FMA)
Vom US-Radiosender WFMU 2009 gegründet, heute über 100.000 Tracks. Lizenzen reichen von CC0 bis CC BY-NC, teilweise auf nicht-kommerzielle Nutzung beschränkt. Ein Lizenzfilter erlaubt die gezielte Suche nach kommerziell einsetzbaren Tracks.
Incompetech
Das Lebenswerk des US-Komponisten Kevin MacLeod mit über 2.000 eigenen Tracks unter CC BY 4.0. Kommerzielle Nutzung erlaubt mit Namensnennung. Genre-Palette von Filmmusik über Jazz bis Videospiel-Sounds.
Musopen
Spezialisiert auf klassische Musik mit Aufnahmen, Notenblättern und Lehrmaterialien. Ein Teil des Repertoires steht unter CC0 oder in der Public Domain. Beethoven, Bach und Mozart sind ohnehin gemeinfrei, die konkrete Einspielung kann dagegen rechtlich geschützt sein.
Pixabay Musik
Kostenlose Musikbibliothek mit rund 40.000 Tracks unter der Pixabay Content License. Kommerzielle Nutzung ohne Namensnennung, ohne Anmeldung, ohne Kosten.
Uppbeat Free
Freemium-Modell mit rund 30 Prozent des Katalogs im kostenlosen Plan und drei Downloads pro Monat. Alle Tracks sind Content-ID-frei. Die Premium-Stufe ab 6,99 USD pro Monat schaltet den vollen Zugang frei.
YouTube Audio Library
Über 150.000 Tracks und rund 700 Soundeffekte, kostenlos für alle YouTube-Videos. Zugang ausschließlich über das YouTube Studio des eigenen Kanals. Einige Tracks ausschließlich auf YouTube nutzbar, nicht auf Instagram oder Facebook.
Welche Premium-Anbieter für lizenzfreie Musik gibt es?

Die folgende Liste ist alphabetisch sortiert und nicht wertend. Die Preise und Bibliotheksgrößen sind Stand April 2026 und können sich jederzeit ändern. Welcher Anbieter zu Ihrem Projekt passt, zeigt die Entscheidungsmatrix am Ende des Artikels.
| Anbieter | Preis (ab) | Bibliothek | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Artlist | ca. 9 USD/Monat | 35.000+ Tracks | Stockvideo im Max-Plan |
| Audiocrowd | projektabhängig | kuratiert | GEMA-frei, deutsch |
| Beatloop | ab 19 € einmalig | 5.000+ Tracks | Einmalkauf, deutsch |
| Epidemic Sound | ca. 10 €/Monat | 50.000+ Tracks | Stems, Content-ID-Clearance |
| Jamendo Licensing | ab 49 € pro Track | 250.000+ Tracks | Indie-Fokus |
| Musicbed | ab 19,99 USD/Monat | kuratiert | Premium Cinematic |
| Musicfox | projektabhängig | umfangreich | GEMA-frei, deutsch |
| PremiumBeat | ab 9,99 USD/Monat oder 49 USD pro Track | 40.000+ Tracks | Shutterstock-Konzern |
| Soundstripe | ab 11,99 USD/Monat | 9.000+ Tracks | KI-Suche |
Artlist
Plattform aus Tel Aviv, die Musik, Soundeffekte, Stockvideo, Templates und KI-Tools in einem Abo bündelt. Seit März 2026 integriert Artlist das Google-KI-Musikmodell Lyria 3 Pro. Music-and-SFX-Abo ab rund 9 USD pro Monat im Jahresabo. Downloads aus der aktiven Abolaufzeit behalten ihre Lizenz lebenslang.
Audiocrowd
Europäische Plattform für rechtssicher lizenzierbare GEMA-freie Musik. Zielgruppe: Unternehmen, Agenturen und Creator für Geschäftsräume, Telefonwarteschleifen, Kurse und Events. Lizenzmodelle nach Einsatzbereich gegliedert, Preise individuell kalkuliert.
Beatloop
Deutscher Anbieter mit Einmalkauf-Modell. Einmalige Zahlung zwischen 19 und 99 Euro für lebenslangen Zugriff auf die erworbenen Tracks. Bibliothek mit über 5.000 Tracks, 1.000 Soundeffekten und 400 Voiceovers. Lizenz gilt weltweit und zeitlich unbegrenzt für alle Plattformen. Zahlung über Stripe nach europäischen Datenschutzstandards.
Epidemic Sound
Anbieter aus Stockholm mit über 50.000 Tracks und 200.000 Soundeffekten unter eigenem Master- und Verlagsrecht. Personal-Plan ab rund 10 Euro pro Monat im Jahresabo, Commercial-Plan ab rund 23 Euro. YouTube-Content-ID-Freistellung und Stems inklusive.
Jamendo Licensing
Luxemburger Plattform für unabhängige Musiker mit über 600.000 Songs von 40.000 Künstlern in der Gesamtbibliothek. Lizenzkatalog Jamendo Licensing umfasst 250.000 Titel von 65.000 Artists. Zwei Pakete: Jamendo In-Store für Geschäftsräume per Monatsabo, Jamendo Pro für Einzelnutzungen in Videos, Werbespots und Games. Einzeltrack-Lizenzen ab 49 Euro.
Musicbed
Richtet sich an Filmemacher und Werbeproduktionen mit kuratiertem Premium-Sound. Individual-Plan ab 19,99 USD pro Monat, Business-Plan ab 99,99 USD pro Monat, Einzeltrack-Lizenzen ab 49,99 USD. Bibliothek enthält Tracks bekannter Indie-Künstler.
Musicfox
Seit über 15 Jahren deutscher Anbieter für GEMA-freie Musik. Katalog deckt Trance, Rock, Klassik, Intro-Musik und Hintergrundmusik für Telefonwarteschleifen ab. Lizenzmodelle von Einzeltrack-Kauf bis Flatrate. Zu jedem Track eine GEMA-Freiheitserklärung als schriftlicher Beweis bei Rückfragen der GEMA.
PremiumBeat
Gehört zum Shutterstock-Konzern. Zwei Modelle parallel: Einzeltrack-Lizenzierung ab 49 USD und Jahresabos ab 9,99 USD pro Monat. Bibliothek mit über 40.000 Tracks und 14.000 Soundeffekten. Einzeltrack-Kauf beinhaltet Stems, Kurzversionen und Loops.
Soundstripe
Plattform aus Nashville mit Creator-Plan ab 11,99 USD pro Monat und Pro-Plan mit zusätzlichen Stems und Whitelisting-Funktionen. KI-Suche findet passende Tracks innerhalb von Sekunden anhand von Stimmung und Genre. Im Paket enthalten: Videomaterial und Sound-Effekte.
Videoplatzhalter: Epidemic Sound Artlist Vergleich Unternehmen. Bevorzugte Quellen: Tobias Huber, Filmmaker-Fachkanäle, t3n.
Royalty-free bedeutet nicht GEMA-frei, und wer diesen Unterschied ignoriert, finanziert am Ende die Abmahnanwälte.
— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Taugt KI-generierte Musik wie Suno und Udio für Ihr Unternehmen?

Seit 2024 mischen KI-Musikgeneratoren wie Suno, Udio und Google Lyria den Markt auf. Die Qualität ist inzwischen so hoch, dass generierte Tracks kaum von menschlich produzierten zu unterscheiden sind. Für Unternehmen stellt sich aber eine andere Frage: Dürfen Sie diese Musik rechtssicher einsetzen?
Suno AI
Suno AI wurde im Dezember 2023 veröffentlicht und zählt heute zu den bekanntesten KI-Musikgeneratoren. Die Unternehmensbewertung liegt bei rund 2,45 Milliarden USD. Der kostenfreie Plan erlaubt täglich zehn Songs, ausschließlich zur privaten Nutzung. Der Pro-Plan kostet 10 USD pro Monat und enthält kommerzielle Nutzungsrechte. Die Rechte gelten allerdings nur für Tracks, die während eines aktiven Abos erstellt wurden, nicht rückwirkend. Im Januar 2025 reichte die GEMA Klage gegen Suno ein, die Hauptverhandlung begann am 9. März 2026 am Landgericht München.
Udio
Udio war lange der liberalere Gegenpart zu Suno und erlaubte kommerzielle Nutzung auch im kostenlosen Plan. Seit Oktober 2025 hat Udio eine Partnerschaft mit Universal Music Group und unterbindet Downloads sowie kommerzielle Nutzung in den aktualisierten AGB. Für Unternehmen ist Udio derzeit nur eingeschränkt nutzbar, weil die rechtliche Lage nach dem Universal-Deal unklar bleibt.
Google Lyria 3
Google hat Lyria 3 und Lyria 3 Pro im März 2026 veröffentlicht. Artlist integriert die Modelle direkt in seine Plattform, sodass Tracks bis drei Minuten Länge aus Texteingaben oder bis zu zehn Bildern generierbar sind. Die kommerzielle Nutzung ist über Artlist klar geregelt, über die Google-eigene Free-Variante von Gemini bleibt sie juristisch unscharf.
Fazit für KI-Musik im Unternehmenseinsatz: Für interne Kommunikation, Prototypen und nicht öffentliche Projekte funktioniert KI-Musik zuverlässig. Für öffentliche Werbung, Kampagnen und langfristige Markennutzungen ist die Rechtslage zu unsicher. Die GEMA hat bereits öffentlich nachgewiesen, dass Suno-Outputs identifizierbare Ähnlichkeiten zu „Daddy Cool“ von Boney M. aufweisen. Im Zweifel bleibt eine klassische Lizenz aus der oben genannten Anbieterliste die saubere Lösung.
Videoplatzhalter: Suno GEMA Klage Rechtslage 2026. Bevorzugte Quellen: GEMA-Kanal, Kanzlei Wilde Beuger Solmecke, t3n.
Welche Quelle passt zu welchem Projekt?

Die folgende Entscheidungsmatrix ordnet die häufigsten Anwendungsfälle den passenden Anbietern zu. Die Empfehlungen sind redaktionell begründet, nicht kommerziell motiviert.
| Projekttyp | Erste Wahl | Alternative |
|---|---|---|
| YouTube-Video (privat) | YouTube Audio Library | Pixabay Musik |
| Firmen-Imagefilm | Epidemic Sound Commercial | Beatloop |
| Podcast Intro und Outro | Beatloop | Incompetech |
| Instagram-Reel (privat) | Pixabay Musik | Uppbeat Free |
| Instagram-Reel (Werbung) | Artlist Max | Epidemic Sound Commercial |
| Hochzeitsvideo (privat) | Bensound | YouTube Audio Library |
| Klassik für Dokumentation | Musopen | Free Music Archive |
| Telefonwarteschleife | Musicfox | Audiocrowd |
| In-Store-Musik im Ladengeschäft | Jamendo In-Store | Audiocrowd |
| E-Learning-Video | Beatloop | Uppbeat Premium |
| Cinematic-Werbespot | Musicbed | PremiumBeat |
| Horror- oder Grusel-Content | Free Music Archive | Incompetech |
| Rock-Intro | Epidemic Sound | Incompetech |
| Meditation und Entspannung | Musopen | Bensound |
Glossar: 14 wichtige Fachbegriffe zu lizenzfreier Musik

Attribution
Attribution bezeichnet die Pflicht zur Namensnennung des Urhebers bei Nutzung des Werks. Bei CC-BY-Lizenzen und ähnlichen Modellen muss der Komponist im Abspann, in der Videobeschreibung oder in den Credits genannt werden. Fehlt die Attribution, verfällt die Lizenz.
CC BY
Creative Commons Attribution (CC BY) erlaubt die freie Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung eines Werks, einschließlich kommerzieller Zwecke, unter der Bedingung der Namensnennung. Besonders häufig bei Incompetech und im Free Music Archive.
CC0
Creative Commons Zero (CC0) verzichtet vollständig auf Urheberrechte und gleicht faktisch einer Freigabe an die Öffentlichkeit. CC0-Werke lassen sich ohne Auflagen nutzen, ohne Namensnennung, ohne Einschränkungen. Pixabay Musik setzt überwiegend auf CC0.
Content ID
Content ID ist das automatisierte Erkennungssystem von YouTube, das geschützte Musik in hochgeladenen Videos identifiziert. Content ID kann Videos blockieren, Werbeeinnahmen an den Rechteinhaber umleiten oder den Kanal mit einem Strike belegen.
GEMA
Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte ist die deutsche Verwertungsgesellschaft für Musikurheberrechte. Die GEMA zieht Gebühren für öffentliche Aufführungen und Vervielfältigungen ein und verteilt sie an Komponisten, Texter und Verleger.
GEMA-Vermutung
Die GEMA-Vermutung ist ein rechtlicher Grundsatz im deutschen Urheberrecht, wonach ein Musikwerk im Zweifel als GEMA-pflichtig gilt. Der Nutzer muss aktiv nachweisen, dass ein Werk nicht unter GEMA-Kontrolle steht.
Lizenzgebühr
Die Lizenzgebühr ist das Entgelt für die Nutzung eines urheberrechtlich geschützten Werks. Bei royalty-free Modellen wird die Gebühr einmalig gezahlt, bei klassischen Lizenzen pro Nutzung oder pro Zeitraum.
Loop
Ein Loop ist ein nahtlos wiederholbarer Musikabschnitt, der für Hintergrundmusik, Videospiele oder Telefonwarteschleifen verwendet wird. Loops sparen Produktionsaufwand, weil eine kurze Sequenz beliebig oft wiederholt werden kann.
Masterrecht
Das Masterrecht ist das Recht an der konkreten Tonaufnahme eines Werks. Das Masterrecht liegt typischerweise beim Label oder Produzenten und ist vom Urheberrecht am Werk selbst zu unterscheiden.
Public Domain
Public Domain beschreibt gemeinfreie Werke, deren Urheberrechte erloschen sind. In Deutschland und der EU gilt die 70-Jahres-Regel: 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers wird ein Werk gemeinfrei. Bach, Beethoven und Mozart sind Standardbeispiele.
Royalty-free
Royalty-free bezeichnet Lizenzmodelle, bei denen nach einer einmaligen Zahlung oder im Rahmen eines Abos keine wiederkehrenden Lizenzgebühren pro Nutzung anfallen. Der Begriff sagt nichts über GEMA-Freiheit aus.
Stem
Ein Stem ist eine einzelne Tonspur innerhalb eines fertigen Tracks. Stems ermöglichen es, einzelne Elemente (Schlagzeug, Gesang, Bass) separat zu bearbeiten. Epidemic Sound und PremiumBeat liefern Stems standardmäßig mit.
Verlagsrecht
Das Verlagsrecht bezieht sich auf Komposition und Text eines Musikstücks, im Unterschied zum Masterrecht an der Aufnahme. Bei lizenzfreier Musik liegen beide Rechte typischerweise in einer Hand, bei klassischer Lizenzmusik müssen sie separat geklärt werden.
Verwertungsgesellschaft
Eine Verwertungsgesellschaft ist eine Organisation, die die Rechte ihrer Mitglieder kollektiv verwaltet. Neben der GEMA in Deutschland existieren ASCAP und BMI in den USA, SACEM in Frankreich, PRS in Großbritannien und AKM in Österreich.
FAQ: Gibt es lizenzfreie Musik für Unternehmen überhaupt?

Darf ich Musik aus Spotify in meinem YouTube-Video verwenden?
Nein. Die Spotify-Lizenz deckt ausschließlich private Wiedergabe ab. Für YouTube, Instagram oder kommerzielle Projekte brauchen Sie separat eine Lizenz von einem der oben genannten Anbieter. Ein Verstoß führt zu Content-ID-Claims, Monetarisierungssperren oder Abmahnungen.
Was ist der Unterschied zwischen GEMA-frei und lizenzfrei?
GEMA-frei bedeutet, dass der Komponist kein GEMA-Mitglied ist und bei öffentlicher Aufführung keine GEMA-Gebühren anfallen. Lizenzfrei (royalty-free) bedeutet, dass Sie nach einmaliger Zahlung keine laufenden Lizenzgebühren pro Nutzung haben. Royalty-free Musik kann trotzdem GEMA-pflichtig sein, sofern der Komponist GEMA-Mitglied ist.
Kann ich mit dem kostenlosen Suno-Plan kommerziell arbeiten?
Nein. Der kostenlose Suno-Plan erlaubt ausschließlich private Nutzung. Für kommerzielle Verwendung brauchen Sie den Pro-Plan für rund 10 USD pro Monat. Die kommerziellen Rechte gelten außerdem nur für Tracks, die während eines aktiven Abos erstellt wurden, nicht rückwirkend nach einem Upgrade.
Wie hoch ist eine Abmahnung wegen unlizenzierter Musik?
In Deutschland bewegen sich Abmahnungen zwischen 300 und 10.000 Euro pro Musikstück. Die Höhe hängt ab von der Art der Nutzung, der Verbreitung, der Dauer und der wirtschaftlichen Bedeutung. Im Wiederholungsfall oder bei vorsätzlicher Verletzung können die Forderungen deutlich höher ausfallen.
Ist die YouTube Audio Library auch für Facebook und Instagram erlaubt?
Teilweise. Einige Tracks der YouTube Audio Library sind ausschließlich für YouTube-Videos freigegeben, andere auch für weitere Plattformen. Die genaue Lizenz steht bei jedem Track. Im Zweifel prüfen Sie vor der Verwendung auf Instagram oder Facebook die Einzellizenz.
Welche Lizenz brauche ich für Hintergrundmusik in meinem Ladengeschäft?
Für öffentliche Wiedergabe in Ladengeschäften brauchen Sie entweder eine GEMA-Anmeldung oder explizit GEMA-freie Musik mit einer Lizenz für öffentliche Aufführung. Anbieter wie Jamendo In-Store, Musicfox und Audiocrowd bieten solche Lizenzen an, meist als monatliche Pauschale.
Quellen
GEMA | KI-Klage gegen Suno und OpenAI | gema.de/de/aktuelles/ki-und-musik/ki-klage | besucht am 20.04.2026
Beatloop | Lizenzfreie Musik 2026 | beatloop.de/lizenzfreie-musik | besucht am 20.04.2026
Disruptive München | Musik-KI und Recht | disruptive-muenchen.de/blog/musik-ki-und-nutzungsrechte | besucht am 20.04.2026
Epidemic Sound | Artlist vs. Epidemic Sound | epidemicsound.com/blog/artlist-vs-epidemic-sound | besucht am 20.04.2026
Music Business Worldwide | Artlist integriert Google Lyria 3 Pro | musicbusinessworldwide.com | besucht am 20.04.2026
Jamendo Licensing | Katalog | licensing.jamendo.com/de | besucht am 20.04.2026
PremiumBeat | Musiklizenz kaufen | premiumbeat.com/de/royalty-free/buy-music-license | besucht am 20.04.2026
Musicbed | Pricing | musicbed.com/pricing | besucht am 20.04.2026
CCHound | PremiumBeat Pricing | cchound.com/premiumbeat-discount | besucht am 20.04.2026
Änderungshistorie
- 21. April 2026: Umbau auf Telefonbuch-Logik durch Markus Seyfferth. Anbieter werden in alphabetischer Reihenfolge und neutral gelistet, die redaktionelle Einordnung erfolgt ausschließlich über die projektbezogene Entscheidungsmatrix am Ende des Artikels.
- Frühjahr 2013: Erstveröffentlichung durch Michael Dobler mit einer kuratierten Auswahl damals bekannter Quellen für gemafreie und lizenzfreie Musik.
18 Kommentare zu „Lizenzfreie Musik 2026: 17 Anbieter für Unternehmen“
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Super Artikel, danke für die vielen Beispiele. Habe gerade ein Hobby Video erstellt und bin nun auf der Suche nach passender Hintergrundmusik die Lizenz frei ist. Hier werde ich sicher fündig. Beste Grüße
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ich hatte für ein Werbevideo auch eine Hintergrundmusik benötigt. Deshalb habe ich mich um das rechtliche in Bezug auf die Nutzung der Musik schlau gemacht. Bin dann schnell dahinter gekommen das nur gemafreie Werke in Frage kommen. Es gibt natürlich diverse Anbieter dafür, mit auch teilweise krassen Preisen. Bin zum Schluss dann bei gemafreie-music.de fündig geworden.Das Angebot ist überschaubar, aber der Preis hat gepasst und mein Projekt konnte ich abschließen …
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Hier eine kleine Sammlung von freier Musik für nichtkommerzielle Zwecke, garantiert GEMA-frei:
http://www.blogusto.de/sound-soundtrack-musik-hintergundmusik-begleitmusik-fuer-video/ -
Hier gibt es bezahlbare Gemafreie Musik von Klassik bis Pop direkt vom Komponisten für 2 Lizenztypen :
1) Privatlizenz zur nichtkommerziellen Vertonung
2) Gewerbliche Lizenz
Alles mit Freigabezertifikat vom Komponisten. Weitere Infos : http://www.sf4.de
Auch kostenlose Musik erhältlich : http://kostenlos.sf4.de -
Hier eine tolle neue Quelle für lizenzfreie Musik:
https://www.evermusic.de/lizenzfreie-musik-kostenlos-downloaden.html
Schöne Auswahl an toll produzierter Musik – für private, nicht-kommerzielle Nutzungen absolut kostenlos (und natürlich GEMA-frei). -
Eine weitere Empfehlung für das kleine Budget:
https://de.audiocrowd.net
In meinem Shop gibt es regelmäßig handverlesene kostenlose Titel zum Download. Das Beste daran: Man darf diese kostenlosen Titel auch für kommerzielle Projekte einsetzen. Es wird beim Download eine entsprechende Projekt-Lizenz ausgestellt. Die Musik ist natürlich GEMA-frei. -
Auch wenn man sich etwas diplomatischer hätte ausdrücken können, hat Daniel völlig recht. Ob royalty free, CC oder … Musik. Das alles sagt nichts darüber aus, ob man an die GEMA zahlen muss oder nicht. Die einzige Gewissheit bringt GEMA-freie Musik. Aber auch da gibt es einen Haken.
Wenn man kein Schreiben des Künstlers bzw. des Urhebers hat, das dir die Gemafreiheit bescheinigt, kann die GEMA dank der Gema-Vermutung auch Geld für gemafreie Musik verlangen, bis DU nachweist, dass sie das nicht darf 😉
Bei seriösen Anbietern aus Deutschland, dürfte das kein Problem darstellen, aber was macht man bei ausländischen Anbietern mit hunderten Künstlern? Wer garantiert mir da die Gemafreiheit? Und kennen sich diese Leute mit den deutschen Gesetzen aus? Das Deutschland eine Sonderrolle bei dem ganzen Thema spielt, sieht man am Beispiel YouTube.
LG -
Für super hochwertige Musik von Auftragskomponisten geht nichts hieran vorbei: https://www.sonicliberty.com/
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Hab noch eine zusätzliche kostenlose GEMA-freie Quelle (aber auch nur für nicht-kommerzielle Nutzung kostenlos): http://www.terrasound.de/gemafreie-musik-kostenlos-downloaden/
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Hallo!
Soweit ok… nur leider: Moby`s Musik kann ich zwar für nicht-kommerzielle Projekte kostenfrei einsetzen aber eine Präsentation des zum Bsp. tollen Schul-Hörspiel-Projekts im Netz oder Aufführung ist nur bei GEMA-Zahlung rechtlich einwandfrei, denn Moby`s Musik ist eben nicht GEMA-frei 🙁-
Die beste Übersicht gibts hier: http://www.medienpaedagogik-praxis.de/kostenlose-medien/freie-musik/
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Unfug ist die Liste so oder so nicht, da man ja tatsächlich sehr hochwertige, freie Musik entdecken kann und die Ausnahme Moby soll da nicht stören. Bei diesem habe ich allerdings vor lauter Freude, dass er seinen ganzen Katalog frei zur Verfügung stellt nicht bedacht, dass er bei der Gema Mitglied ist (vermutlich ohne es zu wissen…).
Bleibt wie immer die Warnung, wie auch bei kostenlosen Fotos, Fonts und anderen Webfunden: trotzdem mitdenken, nachfragen und absichern. Danke für deinen wichtigen Hinweis!-
sorry, falls ich pedantisch scheine, aber wenn ein „fachjournalist“ folgendes auf seiner seite veröffentlicht:
„Lizenzfreie Musik sorgt für Ruhe vor der Gema und anderen Verwaltern von Nutzungsrechten. Hier finden Sie genügend Songs für die Vertonung Ihrer Videos. Und auch für den Audio-Podcast gibt es viel Material zu entdecken. Qualitativ hochwertige Stücke aus den Bereichen Rock, Pop, Jazz, Blues und zahlreichen anderen Genres, die so gar nichts mit fürchterlichen Midi-Gedudel zu tun haben.“
sollte ich doch davon ausgehen, dass er auch recherchiert hat und dieses gründlich. jedenfalls nach diesen hochtrabenden worten in der einleitung. auch sollte vielleicht drauf hingewiesen werden, das das in amerika verbreitet „royalty free“ in deutschland nicht GEMA-frei sein muss. auch fände ich es angebracht, auch wirklich nur die aufzuführen, die tatsächlich „frei“ sind. Denn der Grad zwischen „kommerziell“ und „nicht-kommerziell“ ist ein sehr enger.
Aber egal.-
Hi Daniel, danke für Deine Aufklärung.
Ich finde es auch absolut NICHT(!!!) egal … dass solche -irreführenden- Info’s – sicher in bester Absicht- verbreitet werden. –
Ansonsten finde ich die Gesamtdarstellung der Seite sehr schön und übersichtlich. Es sind sehr gute Basisinfo’s dort zu finden.
Allerdings wäre ich- ohne Deinen Kommentar- möglicherweise dumm auf die Nase gefallen.
Ich suche etwas für den Bereich Entspannung, Meditation, Theta Ebene, Yoga…, -als Hintergrund Sound verschiedener Entspannungssequenzen. Diese will ich- kommerziell als download- anbieten. Vlt. hast Du da noch einen Tipp. Danke!
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sorry, für die harten worte, aber die liste ist unfug!!! vielleicht erst einmal über die strukturen der gema informieren, bevor man hier groß ankündigt, dass man nichts von der gema zu befürchten hat. gerade bei den mobystücken wird die unkenntnis des verfassers gnadenlos aufgedeckt. denn gerade diese stücke müssen zu 100 % bei der gema vergolten werden, da moby ein mitglied dieser ist. wie es bei den anderen portalen aussieht, kann ich nicht sagen.
aber wieso muss in den zeiten der blogs immer die unkenntnis groß rausgeschrieen werden? -
Auch zu empfehlen: http://www.linorise.com/
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Für Liebhaber elektronischer Musik (Goa, Trance, Ambient, etc. pp.) kann ich http://www.ektoplazm.com/ sehr empfehlen.
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Gute Auflistung, sind sogar ein paar dabei die ich noch nicht kannte.
Ich erlaube mir mal auf meinen Artikel hinzuweisen, den ich vor einem Jahr zu 10 Jahre CC-Musik geschrieben habe:
http://blog.rebellen.info/2012/12/07/0-jahre-creative-commons-10-webseiten/
Cheers aus Kreuzberg, p.
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