HP baut Drucker, die im Laden fast verschenkt werden und verdient danach jahrelang an jeder Patrone mit. Hinter dem freundlichen Preisschild steckt eine der ältesten Rechnungen der Technikbranche, und diese Rechnung geht bis heute auf.

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HP meldete am 27. Mai 2026 einen Quartalsumsatz von 12,5 Milliarden Euro und ein Plus von 9 Prozent, doch die eigentliche Nachricht stand nicht in der Umsatzzeile. Im selben Zeitraum fiel der weltweite PC-Absatz laut dem Marktforscher IDC um 4,9 Prozent, und eine Speicherpreiskrise treibt seit Monaten die Kosten für jedes Notebook nach oben. Der einst größte Drucker- und PC-Konzern der Welt steht damit gleich an mehreren Fronten unter Druck.

HP steht exemplarisch für ein Geschäftsmodell, das die halbe Branche kopiert hat und kaum jemand offen erklärt. Der Konzern aus Palo Alto gibt die Hardware beinahe zum Selbstkostenpreis ab und holt das Geld über den Nachschub zurück, über Tinte, Toner und Abonnements. Genau dieser Mechanismus, der aus einer billigen Maschine einen jahrelangen Zahlungsstrom macht, gehört auf den Seziertisch.

Das Wichtigste in Kürze

  • HP setzte im Geschäftsjahr 2025 rund 48,2 Milliarden Euro um, verdiente daran aber nur 2,2 Milliarden Euro netto.
  • Die PC-Sparte bringt fast 70 Prozent des Umsatzes, das Druckgeschäft nur gut 30 Prozent, dennoch liefern die Drucker rund 60 Prozent des Betriebsgewinns.
  • Tinte und Toner allein stehen für 9,5 Milliarden Euro und damit für zwei Drittel des Druckumsatzes, bei einer Betriebsmarge von 18,7 Prozent.
  • Mit der Firmware Dynamic Security sperrte HP Fremdpatronen aus und handelte sich Sammelklagen sowie einen Vergleich von 2024 ein.
  • Eine Speicherpreiskrise, das papierlose Büro und günstige Nachfüllanbieter greifen 2026 an mehreren Fronten die Gewinnbasis an.
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Wissenstest
Der HP-Kassensturz in fünf Fragen
5 Fragen aus dem Artikel. Wählen Sie Ihre Antwort, dann decken Sie die Lösung auf.
1Welchen Anteil am Konzernumsatz steuerte HPs Druckgeschäft im Geschäftsjahr 2025 bei?Aufklappen ↓
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Richtig: A. Das Druckgeschäft brachte 14,6 Milliarden Euro und damit 30,2 Prozent des Umsatzes. Die Personal-Systems-Sparte mit den PCs steht für fast 70 Prozent. Nachzulesen im Erlösmodell-Kapitel.
2Welche Betriebsmarge erzielte das Druckgeschäft 2025, welche die PC-Sparte?Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: B. Das Druckgeschäft kam auf 18,7 Prozent Betriebsmarge, die PC-Sparte nur auf 5,3 Prozent. Die dünne Hardware finanziert sich über die margenstarke Tinte. Details im Margen-Abschnitt.
3Wie viel des Druckumsatzes entfiel 2025 allein auf Supplies, also Tinte und Toner?Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: C. Supplies brachten 9,5 Milliarden Euro und damit 65,4 Prozent des Druckumsatzes. Der Verbrauchsstoff ist der eigentliche Gewinnmotor, nicht das Gerät. Siehe Abschnitt zu den versteckten Erlösströmen.
4Was warf HP mit der Firmware-Funktion Dynamic Security Klagen ein?Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: A. Dynamic Security sperrte per Firmware-Update Patronen anderer Hersteller. Ein US-Vergleich von 2024, bestätigt 2025, erlaubt bei 21 Modellen das Ablehnen solcher Updates. Mehr im Kapitel zu Recht und Politik.
5Wie stark fiel der weltweite PC-Absatz im zweiten Quartal 2026 laut IDC?Aufklappen ↓
Auflösung aufdecken ↓
Richtig: C. Der Markt schrumpfte auf 68,2 Millionen Geräte, ein Minus von 4,9 Prozent. Die Speicherpreiskrise bremste die Nachfrage. Nachzulesen im Kapitel zur Marktmacht.

Wer steckt hinter HP und wie fing alles an?

HP begann 1939 in einer angemieteten Garage in Palo Alto, gegründet von den Stanford-Freunden Bill Hewlett und Dave Packard mit geringem Startkapital. Aus der kleinen Werkstatt für Messgeräte wurde über Jahrzehnte der weltgrößte Drucker- und PC-Konzern.

Die Firmengeschichte beginnt mit einem Münzwurf über die Reihenfolge der beiden Namen, den Hewlett gewann und der die Marke Hewlett-Packard begründete. Die beiden Ingenieure mieteten eine Garage in der Addison Avenue, und ihr erstes Produkt war ein Tongenerator, das Modell 200A. Walt Disneys Tonstudio kaufte acht Geräte der Nachfolgeversion für die Arbeit am Zeichentrickfilm Fantasia. Jene Garage gilt heute als Geburtsstätte des Silicon Valley und steht unter Denkmalschutz.

Aus der Messtechnik wuchs ein Konzern, der Taschenrechner, Minicomputer und schließlich Drucker baute. In den achtziger Jahren traf HP die folgenreichste Weichenstellung der Firmengeschichte, den Einstieg in den Tintenstrahl- und Laserdruck. Der erste LaserJet von 1984 und die DeskJet-Reihe machten das Drucken massentauglich und legten zugleich das Fundament für das heutige Erlösmodell. Von diesem Moment an verkaufte der Konzern nicht mehr nur Geräte, sondern einen dauerhaften Bedarf.

Die Marke, die Leser heute kennen, entstand allerdings erst spät. Am 1. November 2015 spaltete sich der alte Hewlett-Packard-Konzern in zwei börsennotierte Unternehmen auf. HP Inc. übernahm Drucker und PCs, die Schwesterfirma Hewlett Packard Enterprise das Geschäft mit Servern und Diensten für Großkunden. Die Trennung sollte beiden Hälften mehr Fokus geben, und der neue Konzern für Endgeräte firmiert seither an der Börse unter dem Kürzel HPQ.

Für deutsche Kunden blieb HP über all die Jahre der vertraute Name am Bürodrucker. Der Konzern führte hierzulande früh eigene Vertriebsstrukturen ein und verankerte die Tintenpatrone als Selbstverständlichkeit im Büroalltag. Aus dieser frühen Verankerung zieht der Hersteller bis heute seine Bindungskraft, denn wer sich einmal an ein Druckerökosystem gewöhnt hat, bleibt oft über mehrere Gerätegenerationen dabei.

Die Gründerkultur prägte den Konzern lange, das sogenannte HP Way galt als Vorbild für offene Führung im Silicon Valley. Von dieser Aura zehrt die Marke bis heute, während der Wettbewerb längst härter geworden ist und der Preis über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Der Blick zurück erklärt, warum HP als Ingenieursfirma startete und heute vor allem am Verbrauchsmaterial verdient. Die Werkbank von einst ist zur Kasse für Nachschub geworden.

Der frühe Erfolg fußte auf Präzisionsmessgeräten für Ingenieure und Labore, einem Geschäft mit treuer Kundschaft und stabilen Preisen. Aus dieser Wurzel übernahm HP die Gewohnheit, an wiederkehrendem Bedarf zu verdienen statt am einzelnen Verkauf. Die Messtechnik lieferte die Blaupause, der Druckermarkt machte daraus später eine Geldmaschine für Millionen von Haushalten.

Wie wurde aus der Garagenfirma ein Weltkonzern?

Lagerraum mit grauem Holztor, Kopierer, orangefarbenes Papier und Schild „1939“
Aus einer Garage in Palo Alto wurde über Jahrzehnte der weltgrößte Drucker- und PC-Konzern.

HP wuchs über zwei Hebel zur Weltspitze, den Massenmarkt für PCs und die Vormacht beim Drucken. Die Übernahme von Compaq 2002 machte den Konzern zeitweise zum größten PC-Hersteller der Welt, während LaserJet und DeskJet den Bürodruck zum Standard erhoben.

Der entscheidende Sprung gelang mit dem Tintenstrahldrucker für den Hausgebrauch. HP verkaufte die Geräte günstig und verdiente am Nachschub, ein Muster, das der Konzern über Jahrzehnte perfektionierte. Millionen Haushalte gewöhnten sich an die HP-Patrone, lange bevor der Begriff Plattformökonomie in Mode kam. Der Drucker im Arbeitszimmer wurde zum ersten Abomodell vieler Familien, nur ohne diesen Namen.

Im PC-Geschäft setzte der Konzern auf schiere Größe. Mit der milliardenschweren Compaq-Übernahme von 2002 verschmolz HP mit dem damals wichtigsten Konkurrenten und stieg zur Nummer eins im weltweiten PC-Absatz auf. Der Zusammenschluss war intern hoch umstritten und brachte die Familie Hewlett gegen das Management auf. Am Ende setzte sich die Wachstumslogik durch, Größe wurde zum Markenzeichen und Marge zur Dauerbaustelle.

Denn Volumen brachte dünne Erträge. Ein PC unterscheidet sich technisch kaum vom nächsten, der Preis entscheidet, und der Wettbewerb aus Taiwan und China drückte die Gewinne über Jahre nach unten. Ausgerechnet das margenschwache Volumengeschäft machte HP nach außen groß, während das Drucken im Hintergrund still das Geld verdiente. Die Öffentlichkeit sah den PC-Riesen, die Bilanz zeigte den Tintenkonzern.

Der Konzern kaufte zu, verkaufte ab und probierte Strategien mit wechselndem Erfolg. Der teure Ausflug in die Softwarewelt mit der Übernahme von Autonomy 2011 endete in Milliardenabschreibungen und einem der größten Bilanzskandale der Branche. Danach besann sich HP auf die zwei Kerngeschäfte, die bis heute den Umsatz ausmachen, und ließ die Träume vom großen Softwarehaus fallen.

Heute zählt HP zu den größten Technikkonzernen der Welt und setzte 2025 gut 48 Milliarden Euro um. Der Weg dorthin war keine gerade Linie, sondern eine Folge kühner Zukäufe, teurer Fehltritte und einer einzigen verlässlichen Konstante. Diese Konstante hieß immer Tinte, und genau darauf ruht bis heute das Fundament der Bilanz.

Der Sprung über die Heimatmärkte gelang HP früh. Schon in den sechziger und siebziger Jahren baute der Konzern Vertrieb und Fertigung in Europa und Asien auf und wurde zu einer der ersten wirklich globalen Technikmarken. Diese Reichweite verschaffte HP später den entscheidenden Vorteil im Massengeschäft mit Druckern, das nur über hohe Stückzahlen funktioniert.

Seit 2022 hält ein Sparprogramm namens Future Ready den Konzern auf Kurs. Bis 2025 brachte das Programm nach eigener Rechnung mehr als 1,2 Milliarden Euro an Einsparungen, vor allem durch schlankere Strukturen und weniger Personal. Der Umbau zeigt, wie eng die Grenzen im Hardwaregeschäft geworden sind, denn Wachstum allein trägt die dünne PC-Marge nicht mehr.

Parallel baute HP das Servicegeschäft aus, etwa mit dem industriellen 3D-Druck und Verträgen für ganze Firmenflotten. Diese Bereiche wachsen langsam, sollen die Abhängigkeit von der klassischen Tinte aber verringern. Noch trägt der Verbrauchsstoff die Bilanz, doch der Konzern sucht sichtbar nach einem zweiten Standbein für die Zeit nach dem Papier.

Wie verdient HP tatsächlich sein Geld?

Vom Laptop in einen Füllfederhalter fliegende Geldmünzen und ein Schild mit Aufschrift
Rund 30 Prozent Umsatz, aber 60 Prozent Betriebsgewinn: Das Druckgeschäft ist HPs eigentlicher Motor.

HP verdient sein Geld doppelt, verschleiert aber, wo die Marge sitzt. Die PCs bringen fast 70 Prozent des Umsatzes bei mageren 5,3 Prozent Marge, während Tinte und Toner mit 18,7 Prozent Marge den eigentlichen Gewinn erzeugen. Der Drucker ist der Köder, die Patrone der Haken.

Wer bringt welchen Umsatz?

Der Geschäftsbericht 2025 teilt HP in zwei große Sparten. Personal Systems, also Notebooks und Desktops, brachte 33,6 Milliarden Euro, das Druckgeschäft 14,6 Milliarden Euro. Auf den ersten Blick wirkt der Konzern damit wie ein PC-Hersteller mit angehängter Druckerabteilung, und genau dieses Bild pflegt HP in der öffentlichen Wahrnehmung gern. Der Umsatz spricht scheinbar eine klare Sprache.

Der zweite Blick dreht das Bild um. Die 14,6 Milliarden Euro aus dem Drucken lieferten 2,72 Milliarden Euro Betriebsgewinn, die 33,6 Milliarden Euro aus dem PC-Geschäft nur 1,79 Milliarden Euro. Rund 60 Prozent des operativen Gewinns stammen also aus der kleineren Sparte. Die Zahlen aus dem eigenen Geschäftsbericht widerlegen damit den Eindruck, den der reine Umsatz erweckt.

Wo HPs Milliarden herkommen
Konzernumsatz Geschäftsjahr 2025, umgerechnet in Euro
Personal Systems (PCs)
33,6 Mrd. €
69,7 Prozent des Umsatzes, aber nur 5,3 Prozent Betriebsmarge.
Druckgeschäft gesamt
14,6 Mrd. €
30,2 Prozent des Umsatzes, dafür 18,7 Prozent Betriebsmarge.
davon Supplies (Tinte, Toner)
9,5 Mrd. €
65,4 Prozent des Druckumsatzes und der eigentliche Gewinnmotor.

Der versteckte Gewinnmotor

Innerhalb des Druckgeschäfts steckt der eigentliche Schatz in einer einzigen Zeile, den Supplies. Tinte und Toner brachten 2025 rund 9,5 Milliarden Euro und damit 65,4 Prozent des gesamten Druckumsatzes. Das Gerät selbst ist fast Nebensache, der Verbrauchsstoff finanziert den Konzern. Gemessen am Gesamtumsatz steht dieser eine Posten für knapp ein Fünftel aller Einnahmen, und zwar mit Abstand der profitabelste.

Neben dem Patronenverkauf baut HP ein zweites, leiseres Standbein aus, das Abonnement. Über den Dienst Instant Ink liefert der Konzern Tinte nach Seitenkontingent und bucht monatlich ab, unabhängig davon, ob der Haushalt gerade viel oder wenig druckt. Aus einem einmaligen Kauf wird ein planbarer, wiederkehrender Zahlungsstrom, den Anleger besonders schätzen, weil er die schwankende Hardware ausgleicht.

Das Abo funktioniert nach Seiten, nicht nach Patronen. Ungenutzte Seiten lassen sich in den Folgemonat übertragen, und wer sein Kontingent überzieht, kauft automatisch weitere Seitenpakete nach. Nach der Preisrunde vom April 2025 reichen die Tarife in den USA von rund 1,70 Euro für zehn Seiten bis rund 28 Euro für 700 Seiten im Monat. Diese Staffelung bindet jede Nutzergruppe passgenau ein, vom Wenigdrucker bis zum Vielschreiber.

Datenspur und Margen-Asymmetrie

Das Abo liefert HP nebenbei die Druckdaten der Kundschaft, also Seitenzahl, Frequenz und Füllstand jeder Patrone. Diese Nutzungsdaten steuern den automatischen Nachschub und binden den Haushalt fester an das System. Ein großer Datenhandel wie bei Werbekonzernen entsteht daraus nicht, wohl aber eine sehr genaue Kenntnis des Verbrauchs, mit der HP Nachschub und Preise fein austarieren kann.

Die Margen-Asymmetrie bildet den Kern des Modells. Ein Wert von 18,7 Prozent gegenüber 5,3 Prozent bedeutet, dass HP an einem Euro Tintenumsatz mehr als das Dreifache verdient wie an einem Euro PC-Umsatz. Fachleute nennen dieses Prinzip das Rasierer-Klingen-Modell, benannt nach den billigen Rasierern und den teuren Klingen von Gillette. Der Vergleich trifft den Kern, denn der Gewinn liegt nie im Gerät, sondern immer im Verbrauch danach.

Das Rasierer-Klingen-Modell in zwei Balken
Betriebsmarge je Segment, Geschäftsjahr 2025
Druckgeschäft18,7 %
Personal Systems (PCs)5,3 %

Betriebsgewinn statt Umsatz

Druckgeschäft
2,72 Mrd. €
Rund 60 Prozent des operativen Segmentgewinns aus 30 Prozent des Umsatzes.
Personal Systems
1,79 Mrd. €
Rund 40 Prozent des Gewinns aus dem größten Umsatzbrocken.

Quersubventionierung mit System

Die günstige Hardware ist kein Zufall, sondern Kalkül. HP subventioniert Einstiegsdrucker so weit, dass der Kaufpreis kaum die Herstellung deckt, und holt die Differenz über Jahre aus der Patrone zurück. Der niedrige Regalpreis ist die Investition, der Tintennachschub die Rendite. Manche Einsteigergeräte verkauft der Konzern mit Verlust, weil die eingebaute Startpatrone schon halb leer ist und der Nachkauf so schneller kommt.

Genau darin liegt eine klare Haltung dieses Artikels: Der Drucker wird zum trojanischen Pferd im Arbeitszimmer, freundlich im Anschaffungspreis, teuer im Unterhalt. Für die Redaktion ist dieses Muster kein Betriebsunfall, sondern der bewusst gebaute Kern des Geschäfts. Der Kunde bezahlt die Bequemlichkeit des billigen Kaufs mit jeder späteren Seite, oft ohne die Rechnung je zusammenzuzählen.

Skalen und die Verschiebung der letzten Jahre

Der Gewinn skaliert, weil Tinte ein Massenprodukt mit hoher Wiederholrate ist. Einmal installiert, verlangt ein Drucker über seine Lebensdauer ein Vielfaches seines Kaufpreises an Nachschub. Über hunderte Millionen Geräte summiert sich dieser Strom zu einer der verlässlichsten Einnahmequellen der Branche. Jede zusätzliche Patrone kostet in der Herstellung wenig und trägt fast vollständig zum Gewinn bei.

In den vergangenen fünf Jahren verschob HP das Modell klar in Richtung Bindung. Der Konzern drängt Kundschaft stärker ins Abo, verkauft Drucker teils nur noch mit Original-Tinten-Zwang und baut mit den KI-PCs ein neues Verkaufsargument für das dünne Hardwaregeschäft auf. Gleichzeitig kürzt das Future-Ready-Programm die Kosten, um die magere PC-Marge zu stützen, während die Tintenmaschine im Hintergrund unverändert läuft.

Der Trend zum Abo folgt einer einfachen Rechnung. Ein monatlicher Betrag wirkt kleiner als der Schock an der Ladenkasse, bindet den Haushalt aber dauerhaft. HP verwandelt damit den launischen Patronenkauf in eine stetige Rente, die auch dann fließt, wenn der Drucker wochenlang stillsteht. Für den Konzern ist genau diese Planbarkeit mehr wert als der einzelne Verkauf.

Ein weiterer Baustein sind Dienstleistungen rund ums Drucken, von Sicherheitslösungen bis zur zentralen Geräteverwaltung. Diese Erlöse fallen kleiner aus, sind aber margenstark und wiederkehrend, und ergänzen den Tintenstrom um planbare Vertragsumsätze. Der Serviceanteil wächst gezielt, weil er die Bindung vertieft, ohne allein vom sinkenden Papierverbrauch abzuhängen.

Die größte Wette der Gegenwart heißt KI-PC. HP bewirbt Notebooks mit eigener Recheneinheit für künstliche Intelligenz und hofft, damit einen neuen Kaufgrund und höhere Preise durchzusetzen. Ob der KI-Aufpreis die dünne Hardware-Marge spürbar hebt, bleibt offen, denn bislang zahlen nur wenige Käufer freiwillig mehr für Funktionen, die im Alltag kaum auffallen.

Die Verschiebung ins Abo zeigt sich auch in der Bilanzsprache. Vorausbezahlte, noch nicht verdiente Umsätze aus Instant Ink erscheinen als abgegrenzte Erlöse und glätten den Ausweis über die Quartale. Dieser Puffer macht HPs Zahlen berechenbarer und erklärt, warum Anleger die Abo-Erlöse höher bewerten als denselben Betrag aus einem einmaligen Gerätekauf.

Wie groß ist HPs Marktmacht wirklich?

Drucker auf Podest. Rechts Platz 1 mit Schild
Im weltweiten PC-Markt hält HP hinter Lenovo stabil den zweiten Platz.

HP ist im PC-Markt die klare Nummer zwei und im Bürodruck einer der drei Großen, doch die Macht bröckelt. Im zweiten Quartal 2026 hielt HP laut IDC 19,1 Prozent des weltweiten PC-Absatzes, hinter Lenovo mit 24,4 Prozent. Der Gesamtmarkt schrumpfte um 4,9 Prozent.

Der PC-Markt ist ein Verdrängungsgeschäft mit fünf großen Namen. Lenovo führt, HP und Dell folgen, Apple und Asus teilen sich den Rest. Weil die Geräte technisch austauschbar sind, entscheidet der Preis, und jeder Anteilspunkt wird hart erkämpft. Der Gesamtmarkt fiel im Frühjahr 2026 auf 68,2 Millionen Geräte, und HPs Absatz sank dabei um rund 9 Prozent, stärker als der Durchschnitt.

Der PC-Markt schrumpft, HP hält Platz zwei
Weltweite PC-Auslieferungen zweites Quartal 2026, Anteile laut IDC
Lenovo24,4 %
HP19,1 %
Dell13,6 %
Apple9,9 %
Asus7,4 %

Gesamtmarkt 68,2 Millionen Geräte, minus 4,9 Prozent. HPs Absatz fiel um rund 9 Prozent, Apple legte als Einziger zu.

Die dünnen Hardware-Margen teilt HP mit anderen Riesen der Rechnerwelt, etwa mit dem strauchelnden Chip-Pionier Intel, dessen Geschäftsmodell wir gesondert seziert haben. Beide leben davon, dass ihre Geräte in fast jedem Büro stehen, und beide spüren, wie schnell diese Vormacht an Wert verliert, sobald ein Wettbewerber technisch aufholt oder der Markt insgesamt schrumpft.

Im Druckgeschäft ist die Marktmacht stabiler, aber anders begründet. Besitzt ein Haushalt einen HP-Drucker, kauft er mit hoher Wahrscheinlichkeit HP-Tinte, weil Bauform und Firmware auf die Originalpatrone zugeschnitten sind. Dieser Lock-in wirkt stärker als jeder Markenname, denn die Entscheidung fällt nicht beim Gerätekauf, sondern jeden Monat aufs Neue an der Patronenkasse.

Die Wechselkosten für Kunden sind niedrig und hoch zugleich. Ein anderer Drucker kostet wenig, doch der Umstieg bedeutet neue Patronen, neue Treiber und neue Gewohnheiten. Genau diese Trägheit hält die installierte Basis zusammen und sichert HP den Nachschubmarkt. Die eigentliche Hürde liegt nicht im Preis des nächsten Geräts, sondern im Aufwand, ein eingespieltes System zu verlassen.

Kartellrechtlich steht vor allem die Tintensperre im Fokus. In den USA warfen Sammelklagen HP vor, mit Firmware-Updates einen Monopolgewinn bei Patronen abzusichern und Wettbewerber gezielt auszuschließen. Die Marktmacht endet damit nicht am Gerät, sondern reicht tief in den Verbrauchsmarkt hinein, wo HP über die Firmware bestimmt, welche Patrone überhaupt akzeptiert wird.

Im PC-Markt verschiebt sich das Kräfteverhältnis zugunsten Apples, das im zweiten Quartal 2026 als einziger großer Hersteller zulegte, um gut zehn Prozent. HP verteidigt Platz zwei, spürt aber den Druck von oben durch Lenovo und von der Seite durch einen wachsenden Apple-Anteil. Der Wettbewerb frisst genau die Marge, die im PC-Geschäft ohnehin knapp bemessen ist.

Marktanteil allein sagt beim PC wenig über den Gewinn. Ein Punkt mehr im Absatz bringt kaum zusätzliche Marge, solange die Geräte über den Preis verkauft werden. HP kämpft deshalb weniger um Ruhm in der Rangliste als um jedes Zehntel Prozent Betriebsmarge, das im Volumengeschäft über Erfolg oder Verlust entscheidet.

Wer ist bei HP eigentlich das Produkt?

Angelhaken mit Tintenpatrone, Etikett und mobilem Drucker an Leine vor weißem Hintergrund
Der Drucker ist der Köder, die Patrone der Haken: Der Kunde zahlt in Raten aus Tinte.

Bei HP ist der Druckerbesitzer das eigentliche Produkt, genauer sein künftiger Tintenbedarf. Der Kaufpreis des Geräts ist nur der Eintritt, die Rendite entsteht über Jahre aus jeder gedruckten Seite. Der Kunde zahlt nicht einmal, sondern in Raten aus Patronen.

Die Wertschöpfung dreht sich beim Drucken um, sobald das Gerät im Haus steht. Ab diesem Moment ist der Haushalt ein Abnehmer für hochmargigen Nachschub, den nur HP in der passenden Bauform liefert. Der eigentliche Umsatz beginnt nach dem Kauf, nicht davor. Aus Sicht der Bilanz ist der Drucker kein verkauftes Produkt, sondern ein installierter Kanal für künftige Tintenumsätze.

Das erklärt, warum HP Drucker fast zum Selbstkostenpreis abgibt. Der Konzern gewinnt keine Marge am Gerät, sondern eine Kundenbeziehung mit langer Laufzeit. In dieser Beziehung ist die Kundschaft weniger Käufer als vielmehr die verlässliche Quelle wiederkehrender Zahlungen. Der niedrige Gerätepreis ist der Preis, den HP für den Zugang zu diesem Strom bezahlt, und er rechnet sich über die Jahre vielfach.

In dieser Logik reiht sich HP in eine Familie von Geschäftsmodellen ein, die man aus anderen Branchen kennt. Der Kaffeevollautomat, der nur die hauseigenen Kapseln akzeptiert, die Spielkonsole, die am Spiel verdient, das Prinzip bleibt gleich. Das gedruckte Blatt Papier ist bei HP die Kapsel, und der Drucker die Maschine, die ohne den passenden Nachschub nutzlos bleibt.

Für Geschäftskunden verschärft sich die Rolle noch. Managed Print Services binden ganze Unternehmen über Wartungs- und Nachschubverträge an HP, abgerechnet pro Seite und oft über mehrere Jahre. Der Kunde least faktisch das Drucken und liefert dem Konzern dafür einen kalkulierbaren Dauerumsatz, während HP Geräte, Toner und Service aus einer Hand stellt und die Kontrolle über die Kostenstruktur behält.

Am Ende trägt der Vielnutzer die Last des Modells. Je mehr eine Familie oder ein Büro druckt, desto höher fällt die Tintenrechnung aus, und desto besser rechnet sich der billige Gerätekauf für HP. Der sparsame Gelegenheitsdrucker zahlt wenig und ist für den Konzern kaum lukrativ, der Vielschreiber dagegen finanziert das Modell und subventioniert nebenbei die günstige Hardware aller anderen.

Diese Umverteilung ist der stille Kern des Modells. Der Konzern verlangt für das Gerät von allen wenig und holt sich das Geld von jenen zurück, die am intensivsten drucken. Der Vielnutzer ist damit zugleich bester Kunde und größter Zahlmeister, während die Gruppe der Wenigdrucker das System kaum belastet und kaum mitträgt.

Was kostet das Drucken wirklich, und wer trägt die Kosten?

Druckerpatrone und Champagnerflasche auf einer Balkenwaage, die im Gleichgewicht steht
Manche Originaltinte kostet pro Milliliter mehr als das Siebenfache von edlem Champagner.

Das Drucken kostet am Gerät wenig und an der Tinte viel. Manche HP-Originaltinte kostet laut der Verbraucherorganisation Which? pro Milliliter mehr als das Siebenfache von Dom-Pérignon-Champagner. Der niedrige Anschaffungspreis verschiebt die Last vollständig auf den laufenden Verbrauch.

Der Blick auf die Zahlen je Seite entlarvt das Muster. Ein Farbausdruck im Tintenstrahler kostet je nach Modell 8 bis 17 Cent, ein Schwarz-Weiß-Ausdruck im Laserdrucker nur 4 bis 7 Cent. Über tausende Seiten summiert sich diese Differenz zu einem Vielfachen des Gerätepreises. Der scheinbar günstige Tintenstrahler entpuppt sich für Vielnutzer schnell als das teuerste Angebot im Regal.

Der Grund liegt in der geringen Füllmenge der Patronen. Eine Standardpatrone enthält oft nur rund elf Milliliter Tinte und reicht für etwa 220 Seiten, eine XL-Version mit sechzehn Millilitern für rund 350 Seiten. Ein Toner dagegen schafft mehrere tausend Seiten. Diese Reichweite erklärt, warum der Laserdruck je Seite so viel günstiger ausfällt, obwohl das Gerät in der Anschaffung mehr kostet.

Was einen Milliliter kostet
Preis je Milliliter im Vergleich, gerundete Richtwerte in Euro
HP-Originaltinte
4 bis 7 €
Je nach Patrone. Laut Which? pro Milliliter mehr als das Siebenfache von Dom-Pérignon-Champagner.
Dom-Pérignon-Champagner
~0,25 €
Eine Flasche zu 0,75 Litern kostet rund 190 Euro.
Herstellung der Tinte
wenige Cent
Der Rest des Patronenpreises ist Marge, Vertrieb und Forschung.

Kosten je gedruckter Seite

Farb-Tintenstrahl
8 bis 17 ct
Kleine Patronen, niedrige Reichweite.
Schwarz-Weiß-Laser
4 bis 7 ct
Höherer Gerätepreis, deutlich günstiger je Seite.
KostenbestandteilRichtwertWer trägt die Kosten
Einstiegsdrucker, Anschaffung40 bis 80 €HP subventioniert
Farb-Tintenstrahl, je Seite8 bis 17 ctKunde
Schwarz-Weiß-Laser, je Seite4 bis 7 ctKunde
HP-Originaltinte, je Milliliter4 bis 7 €Kunde
Herstellung der Tinte, je Patronewenige CentHP
Instant-Ink-Abo, je Monatrund 1,70 bis 28 €Kunde

Die Rechnung geht für den Konzern auf, weil die Folgekosten lange unsichtbar bleiben. Am Regal sieht der Käufer nur den niedrigen Gerätepreis, die Tintenrechnung kommt Monate später und in kleinen Dosen. Diese zeitliche Streckung verdeckt, wie teuer das Drucken über die Jahre wird, und genau darauf baut das Modell. Kaum jemand addiert die Patronenkäufe eines Druckerlebens zu einer einzigen Summe.

Besonders deutlich wird die Asymmetrie bei den Preisbewegungen. Nach oben passt HP die Patronenpreise zügig an, wie zuletzt bei der Instant-Ink-Runde im April 2025, nach unten bewegt sich der Ladenpreis kaum. Die Last dieser Einbahnstraße trägt am Ende der Haushalt, der bei jeder Verteuerung mitzieht, weil ein Wechsel des ganzen Systems mehr Mühe macht als der nächste Patronenkauf.

Ein Rechenbeispiel zeigt die Dimension. Angenommen, ein Haushalt druckt im Jahr 1.000 Farbseiten, dann kämen bei zwölf Cent je Seite rund 120 Euro Tintenkosten zusammen, ein Vielfaches des Gerätepreises. Über die typische Lebensdauer eines Druckers summierte sich der Nachschub leicht auf mehrere hundert Euro, während das Gerät im Regal oft kaum die Hälfte davon kostet.

Wer profitiert und wer zahlt drauf?

Waage im Gleichgewicht: links Euro-Münzen, rechts Druckerpatrone und Karton vor weißem Grund
Aktionäre gewinnen, Vieldrucker, Nachfüller und Belegschaft zahlen drauf.

Vom HP-Modell profitieren Aktionäre und Management, draufzahlen die Vieldrucker, die Nachfüllbranche und die Belegschaft. Der Konzern gab 2025 rund 1,66 Milliarden Euro an die Anteilseigner zurück, während der Sparkurs tausende Stellen kostet.

Auf der Gewinnerseite stehen zuerst die Aktionäre. Dividenden und Aktienrückkäufe von zusammen rund 1,66 Milliarden Euro flossen 2025 an die Anteilseigner zurück, gedeckt vor allem aus dem stabilen Tintenstrom. Das Management verdient an dieser Verlässlichkeit über kursabhängige Vergütung mit, denn planbare Erlöse gelten an der Börse mehr als schwankende Rekordumsätze.

Zu den Profiteuren zählen auch jene Konzerne, die dasselbe Muster kopiert haben. Den Umbau vom reinen Gerätehersteller zum Anbieter wiederkehrender Umsätze hat etwa IBM mit seinem Schwenk ins Abo- und Servicegeschäft vorgemacht. Das Prinzip planbarer Nachschuberlöse gilt heute als Goldstandard der Branche und prägt weit über den Druckermarkt hinaus, wie Technikkonzerne ihre Bilanzen aufstellen.

GruppeRolle im ModellBilanz
Aktionäre und Managementbeziehen Dividenden und RückkäufeGewinner
Gelegenheitsdruckerdrucken wenig, zahlen wenig Tinteneutral
Vieldrucker ohne Abozahlen die volle OriginaltinteVerlierer
Nachfüll- und Kompatibelanbieterwerden per Firmware ausgesperrtVerlierer
Belegschaftträgt den Sparkurs Future ReadyVerlierer
UmweltWegwerfpatronen und GerätetauschVerlierer

Auf der Verliererseite steht auch die eigene Belegschaft. Das Programm Future Ready sieht bis 2028 den Abbau von 4.000 bis 6.000 Stellen vor, rund ein Zehntel der Belegschaft, und begründet den Schritt mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz. Der Umbau kostet HP etwa 566 Millionen Euro und soll bis 2028 jährlich rund 872 Millionen Euro einsparen. Den Preis für die dünne PC-Marge zahlen damit auch die Mitarbeiter.

Am härtesten trifft das Modell die Nachfüllbranche. Kleine Anbieter von Kompatibelpatronen leben von der Preislücke zur Originaltinte, doch Firmware-Sperren wie Dynamic Security schneiden ihnen zeitweise den Zugang zum Gerät ab. Der Plattform-Fluch trifft hier nicht den Nutzer, sondern den Wettbewerber im Nachschubmarkt, der sein Produkt oft nicht einmal mehr in fremde Drucker bekommt.

Auch die Umwelt steht auf der Verliererseite. Das Wegwerfmodell aus billigem Drucker und ständigem Patronentausch erzeugt Elektroschrott und Plastikmüll im großen Stil. Sammel- und Recyclingprogramme mildern das, heben den Grundwiderspruch des Modells aber nicht auf, denn ein System, das den häufigen Nachkauf belohnt, kann kaum zugleich auf Langlebigkeit setzen.

HP verdient an einer einzigen Tintenpatrone prozentual mehr als an einem kompletten Notebook. Das Druckgeschäft steht für nur 30 Prozent des Umsatzes, liefert aber 60 Prozent des Betriebsgewinns, und diese Asymmetrie hält den ganzen Konzern zusammen.

— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web

Wie politisch ist HP?

Richterhammer und Patrone mit Schlosssymbol und Text zu Zugriff verweigert und Dynamic Security
Die Tintensperre Dynamic Security brachte HP Sammelklagen und 2024 einen Vergleich ein.

HP ist vor allem dort politisch, wo Verbraucherschutz und Recht auf Reparatur an das Tintenmonopol rühren. Die Firmware-Funktion Dynamic Security brachte dem Konzern in den USA Sammelklagen und 2024 einen Vergleich ein, der bei 21 Druckermodellen das Ablehnen sperrender Updates erlaubt.

Der schärfste Konflikt entzündet sich an der Tintensperre. Ende 2022 und Anfang 2023 verteilte HP Firmware-Updates, die Drucker beim Einsatz von Fremdpatronen lahmlegten und mit einer Fehlermeldung abwiesen. Betroffene Kundschaft klagte, unter anderem vertreten durch die Kanzlei Joseph Saveri, wegen unzulässiger Wettbewerbsbeschränkung und warf HP vor, per Software ein Monopol am eigenen Nachschub zu erzwingen.

Der Vergleich von 2024 fiel für die breite Masse mager aus. Ein Bundesgericht bestätigte ihn im März 2025, drei Musterkläger erhielten je rund 4.360 Euro, die übrige Klasse ging leer aus. HP räumte kein Fehlverhalten ein und behielt die Firmware im Grundsatz bei, gestand den Besitzern von 21 Modellen aber zu, sperrende Updates künftig abzulehnen oder rückgängig zu machen.

In Europa dreht sich die Regulierung stärker um das Recht auf Reparatur. Neue EU-Vorgaben verlangen längere Verfügbarkeit von Ersatzteilen und erschweren künstliche Nutzungssperren. Genau solche Regeln zielen auf Mechanismen wie Dynamic Security und bedrohen die Bindungskraft des Modells, weil solche Vorgaben dem Kunden mehr Freiheit bei Reparatur und Verbrauchsmaterial garantieren sollen.

Bei Steuern und Standort agiert HP wie viele US-Konzerne. Der Hersteller verlagert Fertigung und Lieferketten dorthin, wo Zölle und Kosten am günstigsten liegen, zuletzt verstärkt weg aus China. Zölle und Handelspolitik werden damit zu einem direkten Faktor in HPs Preiskalkulation, und im Frühjahr 2026 zogen manche Geschäftskunden Käufe sogar vor, um erwarteten Preiserhöhungen zuvorzukommen.

Im öffentlichen Auftritt gibt sich HP betont nachhaltig und wirbt mit Recyclingprogrammen und wiederverwerteten Kunststoffen in den Geräten. Diese Erzählung steht in Spannung zum Kern des Modells, das den häufigen Nachkauf von Patronen belohnt. Kritiker sehen darin vor allem das Bemühen um ein grünes Image, während der Grundwiderspruch aus billigem Gerät und teurem Wegwerfnachschub bestehen bleibt.

Was könnte HPs Geschäftsmodell zu Fall bringen?

Eine Pyramide aus Druckerpatronen mit Hinweisschildern auf Deutsch vor hellem Hintergrund
Papierloses Büro, Nachfüller und teure Speicherchips wackeln am Fundament des Modells.

HPs Modell steht an mehreren Fronten unter Druck, vom papierlosen Büro über Nachfüllanbieter bis zur Speicherpreiskrise. Sinkt das Druckvolumen dauerhaft, versiegt der margenstarke Tintenstrom, und die dünne PC-Marge kann diesen Ausfall nicht auffangen.

Die erste Gefahr ist struktureller Natur. Je mehr Dokumente digital bleiben, desto weniger Seiten wandern durch den Drucker, und jede eingesparte Seite fehlt im Tintenumsatz. Das papierlose Büro nagt langsam, aber stetig am Fundament des Modells, denn der gesamte theoretisch erreichbare Druckmarkt schrumpft von Jahr zu Jahr, ganz unabhängig von HPs Marktanteil darin.

Die zweite Gefahr kommt von den Nachfüllanbietern. Kompatibelpatronen und wiederbefüllte Kartuschen kosten einen Bruchteil der Originaltinte, und jede Firmware-Sperre lädt neue Klagen und Regulierung ein. Der Preisabstand ist so groß, dass der Druck auf die Marge nicht verschwindet, sondern mit jeder gesetzlichen Öffnung des Marktes eher noch wächst.

Was das Modell ins Wanken bringt
Fünf strukturelle Risiken für HPs Gewinnmotor
Risiko 1
Nachfüll- und Kompatibelanbieter
Fremdpatronen kosten einen Bruchteil und greifen die Supplies-Marge direkt an.
Risiko 2
Papierloses Büro
Jede eingesparte Seite senkt den Tintenverbrauch, das Fundament des Gewinns.
Risiko 3
Recht auf Reparatur
Neue EU-Vorgaben erschweren Firmware-Sperren wie Dynamic Security.
Risiko 4
Speicherpreise
DRAM verteuerte sich 2025 um rund 170 Prozent und drückt die ohnehin dünne PC-Marge.
Risiko 5
Führungslücke
Seit Februar 2026 führt ein Interims-Chef, die Suche nach einer dauerhaften Spitze läuft.

Die dritte Gefahr trifft das PC-Geschäft direkt. Speicherchips verteuerten sich 2025 laut TrendForce um rund 170 Prozent, weil die KI-Rechenzentren die Produktion aufsaugen. Speicher macht 15 bis 18 Prozent der Kosten eines PCs aus, und diese Verteuerung frisst die ohnehin magere Hardware-Marge weiter auf. Wettbewerber wie Dell und Lenovo kündigten Preisaufschläge von 15 bis 20 Prozent an, und HP muss nachziehen oder die Ausstattung kürzen.

Hinzu kommt eine Führungslücke an der Spitze. Seit Februar 2026 leitet mit Bruce Broussard ein Interims-Chef den Konzern, die Suche nach einer dauerhaften Vorstandsspitze läuft. In einer Phase, die klare strategische Weichen verlangt, wiegt diese Unsicherheit besonders schwer, denn ein Übergangschef trifft selten die großen Richtungsentscheidungen, die HP gerade bräuchte.

Auch der Handelskonflikt bleibt ein Risiko. Zölle auf in Asien gefertigte Geräte verteuern HPs Produkte in wichtigen Märkten, und jede Verlagerung der Lieferkette kostet Zeit und Geld. Diese Unwägbarkeit trifft ein Volumengeschäft mit dünner Marge besonders hart, weil dort schon kleine Kostensprünge den ganzen Gewinn eines Quartals auffressen können.

Ein unwahrscheinliches, aber teures Szenario wäre der Durchbruch einer völlig neuen Drucktechnik oder eines offenen Patronenstandards. Fiele die technische Bindung an die Originaltinte weg, verlöre HP über Nacht seinen wichtigsten Hebel. Ein solcher Bruch gilt heute als fern, doch das Rasierer-Klingen-Modell lebt genau von der Annahme, dass niemand die Klinge frei nachbauen darf.

Drei Szenarien zeichnen sich für die nächsten fünf Jahre ab. Im günstigsten Fall trüge das Abo die Tintenerlöse trotz sinkender Seitenzahlen, im mittleren stagnierte das Druckgeschäft, im ungünstigsten brächen Volumen und Marge zugleich weg. Keines der drei Szenarien führte zurück zur alten Bequemlichkeit, in der die Tinte allein den Konzern trug und niemand nach Alternativen fragte.

Was bedeutet HP für deutsche Unternehmer und Verbraucher?

Auf einer Deutschlandkarte liegen ein Drucker, ein Kompass und ein Tintenfass mit Preishinweisen
Für deutsche Käufer zählt 2026 die Gesamtrechnung aus Gerät und Tinte, nicht der Kaufpreis.

Für deutsche Unternehmer und Verbraucher bedeutet HP 2026 vor allem eines, wachsende Druckkosten und teurere PCs. Die Speicherpreiskrise treibt die Notebookpreise um 15 bis 20 Prozent nach oben, und die Originaltinte bleibt einer der teuersten Alltagsstoffe im Büro.

Für Verbraucher lohnt der genaue Blick auf die Gesamtkosten. Ein günstiger Drucker rechnet sich selten, sobald viel gedruckt wird, denn die Tinte holt den Sparpreis über die Jahre zurück. Wer viel druckt, fährt mit einem Laserdrucker oder einem Nachfüllsystem meist deutlich günstiger und spart über die Lebensdauer eines Geräts leicht mehrere hundert Euro.

Deutsche Hardwarehersteller zeigen, dass Geräte auch ohne Tintenfalle Geld verdienen. Wie ein Mittelständler sein Modell gegen den globalen Preisdruck absichert, führt der Sensorspezialist SICK vor, der auf Spezialtechnik statt auf Verbrauchsmaterial setzt. Für den deutschen Mittelstand ist HP damit weniger Vorbild als Warnung, wie schnell ein reines Volumengeschäft in die Margenfalle gerät.

Für Unternehmen mit großem Druckaufkommen zählt die Vertragsgestaltung. Managed-Print-Verträge wirken bequem, binden aber über Jahre an HPs Seitenpreise und Nachschub. Ein nüchterner Vergleich mit Laserflotten und Fremdtoner senkt im Zweifel die Druckkosten deutlich, gerade dort, wo täglich hunderte Seiten anfallen und jeder Cent je Seite am Jahresende ins Gewicht fällt.

Für die Beschaffung ergibt sich ein klarer Handlungsrahmen. Beim PC-Kauf lohnt 2026 wegen der Speicherpreise eher der zeitnahe Abschluss als das Warten, beim Drucken der Wechsel zu sparsameren Systemen. HP bleibt ein verlässlicher Lieferant, aber ein teurer, sobald die Tinte ins Spiel kommt, und ein wacher Einkauf prüft deshalb Gerät und Folgekosten immer im Paket.

Für kleine Betriebe lohnt der Blick auf Nachfüllsysteme mit großen Tintentanks, die HP unter dem Namen Smart Tank selbst anbietet. Solche Geräte kosten in der Anschaffung mehr, senken die Kosten je Seite aber drastisch und lösen sich vom klassischen Patronenzwang. Für Vielnutzer ist dieser Systemwechsel oft die wirksamste Ersparnis überhaupt.

Unterm Strich bleibt HP für den deutschen Markt ein zweischneidiges Angebot. Die Geräte sind zuverlässig und überall verfügbar, die Folgekosten aber hoch und die Preise 2026 im Aufwind. Ein informierter Käufer trennt den Anschaffungspreis vom Betrieb und rechnet beide Posten über mehrere Jahre zusammen, bevor er sich für ein System entscheidet.

Das Geschäftsmodell von HP ist damit kein Auslaufmodell, aber ein angezähltes. Solange Millionen Haushalte und Büros ihre Originalpatrone nachkaufen, sprudelt der Gewinn, doch das papierlose Büro, die Nachfüllbranche und die Speicherkrise ziehen zugleich am Fundament. Der Konzern aus Palo Alto muss sich neu erfinden, bevor der Tintenstrom versiegt, und die Zeit dafür wird von Quartal zu Quartal knapper.

Glossar: 14 wichtige Fachbegriffe zu HPs Geschäftsmodell

Ein offenes Buch mit Lupe, Stift, Lesezeichen und Wegweiser vor weißem Hintergrund
Die wichtigsten Fachbegriffe rund um HPs Geschäftsmodell kurz erklärt.

Aftermarket

Aftermarket bezeichnet den Markt für Verbrauchsmaterial und Zubehör, der nach dem Gerätekauf entsteht. Bei HP ist der Aftermarket für Tinte und Toner der eigentliche Gewinnbringer, weil hier über Jahre wiederkehrende Umsätze mit hoher Marge anfallen.

Commoditisierung

Commoditisierung beschreibt den Prozess, in dem ein Produkt austauschbar und allein über den Preis vergleichbar wird. PCs sind stark commoditisiert, weshalb HP dort nur magere Margen erzielt und den Gewinn in margenstärkere Bereiche verlagert.

Cost-per-Page

Cost-per-Page steht für die Kosten je gedruckter Seite, also Tinte oder Toner geteilt durch die Reichweite der Patrone. Die Kennzahl macht sichtbar, dass Tintenstrahldruck pro Seite oft teurer ausfällt als Laserdruck, trotz niedrigerem Gerätepreis.

Deferred Revenue

Deferred Revenue meint im Voraus erhaltene, aber noch nicht verdiente Umsätze, etwa aus Abonnements. Bei Instant Ink bucht HP monatlich ab und weist Teile davon erst später als Erlös aus, was den Umsatzstrom besonders planbar macht.

Dynamic Security

Dynamic Security ist eine Firmware-Funktion von HP, die den Einsatz von Fremdpatronen erkennen und blockieren kann. Sie brachte dem Konzern Sammelklagen und einen Vergleich ein und steht sinnbildlich für den Streit um das Tintenmonopol.

EBIT-Marge

EBIT-Marge bezeichnet den Betriebsgewinn im Verhältnis zum Umsatz, vor Zinsen und Steuern. Bei HP klaffen die Segmente weit auseinander, das Druckgeschäft erreichte 2025 rund 18,7 Prozent, die PC-Sparte nur 5,3 Prozent.

Instant Ink

Instant Ink ist HPs seitenbasiertes Tintenabo, das Patronen automatisch nach Verbrauch liefert und monatlich abrechnet. Das Modell wandelt den einmaligen Patronenkauf in einen wiederkehrenden Zahlungsstrom und bindet die Kundschaft enger an den Konzern.

Lock-in

Lock-in beschreibt die Bindung von Kunden an einen Anbieter durch technische oder wirtschaftliche Wechselhürden. Bei HP entsteht der Lock-in dadurch, dass Drucker auf die Originalpatrone zugeschnitten sind und ein Wechsel Aufwand und Umgewöhnung bedeutet.

Managed Print Services

Managed Print Services sind Rundum-Verträge für Geschäftskunden, bei denen HP Geräte, Wartung und Nachschub gegen einen Seitenpreis stellt. Das Unternehmen least faktisch das Drucken und liefert HP dafür planbare Dauerumsätze.

OEM

OEM steht für Original Equipment Manufacturer, also den ursprünglichen Gerätehersteller. HP ist der OEM seiner Drucker und nutzt diese Stellung, um über Firmware und Bauform den Markt für passende Verbrauchsmaterialien zu kontrollieren.

Rasierer-Klingen-Modell

Rasierer-Klingen-Modell nennt man die Strategie, ein Grundgerät günstig zu verkaufen und am teuren Nachschub zu verdienen. Der Name stammt von Gillette. Bei HP ist der Drucker der billige Rasierer, die Patrone die teure Klinge.

Recht auf Reparatur

Recht auf Reparatur bündelt gesetzliche Vorgaben, die Reparaturen und Ersatzteile erleichtern und künstliche Nutzungssperren erschweren. In der EU zielt das Prinzip auch auf Firmware-Bremsen und bedroht damit die Bindungskraft von HPs Druckern.

Supplies

Supplies fasst bei HP die Verbrauchsmaterialien Tinte und Toner zusammen. Die Sparte brachte 2025 rund 9,5 Milliarden Euro und damit knapp zwei Drittel des Druckumsatzes, bei hoher Marge, und gilt als der eigentliche Gewinnmotor des Konzerns.

Total Addressable Market

Total Addressable Market beschreibt den gesamten theoretisch erreichbaren Markt für ein Produkt. Für HP schrumpft dieser Markt im Druck durch die Digitalisierung, weshalb der Konzern verstärkt auf Abonnements und margenstarke Nischen setzt.

FAQ: HP: Warum kostet die Tinte mehr als der Drucker?

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Häufige Fragen zu HP, Tinte und Druckkosten kompakt beantwortet.

Warum ist Original-Druckertinte so teuer?

Original-Druckertinte ist so teuer, weil HP den Drucker günstig verkauft und den Gewinn über den Nachschub erzielt. Der Patronenpreis enthält kaum Materialkosten, dafür Marge, Vertrieb und Forschung. Laut Which? kostet manche Tinte pro Milliliter mehr als das Siebenfache von Dom-Pérignon-Champagner.

Lohnt sich HP Instant Ink?

HP Instant Ink lohnt sich vor allem bei gleichmäßigem, mittlerem Druckaufkommen, weil der Seitenpreis dann oft unter dem Einzelkauf liegt. Bei sehr wenig oder sehr viel Druck kann ein Nachfüllsystem oder ein Laserdrucker günstiger sein. Ein Vergleich der Jahreskosten schafft Klarheit.

Darf ich in meinem HP-Drucker Fremdpatronen benutzen?

Fremdpatronen sind grundsätzlich erlaubt, doch die HP-Firmware kann sie über Dynamic Security blockieren. Nach einem US-Vergleich von 2024 lässt sich bei 21 Modellen das sperrende Update ablehnen oder rückgängig machen. Vor dem Kauf einer Kompatibelpatrone sollten Sie die Modellliste prüfen.

Ist ein Laserdrucker günstiger als ein Tintenstrahldrucker?

Bei hohem Druckaufkommen ist ein Laserdrucker meist günstiger, weil die Kosten je Seite niedriger liegen und ein Toner deutlich mehr Seiten schafft als eine Tintenpatrone. Der höhere Anschaffungspreis rechnet sich über die Menge. Für Farbfotos bleibt der Tintenstrahler die bessere Wahl.

Wem gehört HP nach der Aufspaltung von 2015?

HP Inc. ist seit dem 1. November 2015 ein eigenständiger, börsennotierter Konzern für Drucker und PCs, dessen Anteile überwiegend bei institutionellen Investoren liegen. Die Schwesterfirma Hewlett Packard Enterprise ging denselben Weg und betreut das Geschäft mit Servern und IT-Diensten.

Warum werden PCs 2026 teurer?

PCs werden 2026 teurer, weil Speicherchips durch die Nachfrage der KI-Rechenzentren stark im Preis gestiegen sind. Speicher macht 15 bis 18 Prozent der Kosten eines PCs aus, weshalb Hersteller wie HP, Dell und Lenovo Aufschläge von 15 bis 20 Prozent ankündigten oder die Ausstattung kürzen.

Quellen

  • HP Inc. | Reports Fiscal 2025 Full Year and Fourth Quarter Results | https://www.hp.com/us-en/newsroom/press-releases/2025/hp-inc-reports-fiscal-2025-full-year-and-fourth-quarter-results.html | besucht am 31.07.2026
  • HP Inc. | Reports Fiscal 2026 Second Quarter Results | https://www.globenewswire.com/news-release/2026/05/27/3302394/0/en/HP-Inc-Reports-Fiscal-2026-Second-Quarter-Results.html | besucht am 31.07.2026
  • U.S. Securities and Exchange Commission | HP Inc. Form 8-K, Exhibit 99.1, Q4 GJ2025 | https://www.sec.gov/Archives/edgar/data/47217/000004721725000068/hp103125exhibit991q425.htm | besucht am 31.07.2026
  • IDC | Worldwide PC Shipments fell 4.9% in Q2 2026 to 68.2 million units | https://www.thetechoutlook.com/current-affairs/business/worldwide-pc-shipments-fell-4-9-yoy-in-q2-2026-to-68-2-million-units-idc/ | besucht am 31.07.2026
  • TrendForce | Memory Crunch Hits PCs: Dell Hikes Prices, Lenovo Follows | https://www.trendforce.com/news/2025/12/05/exclusive-memory-crunch-hits-pcs-dell-hikes-prices-15-20-mid-december-lenovo-from-january-2026/ | besucht am 31.07.2026
  • The Register | HP Inc settles printer toner lockout lawsuit | https://www.theregister.com/2025/03/19/hp_printer_lawsuit_settled/ | besucht am 31.07.2026
  • Which? / TechRadar | Some printer ink is more expensive than champagne | https://www.techradar.com/news/heres-why-you-should-probably-never-buy-official-printer-ink-again | besucht am 31.07.2026
  • Europäische Zentralbank | Euro foreign exchange reference rates | https://www.ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/euro_reference_exchange_rates/html/index.en.html | besucht am 31.07.2026
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