2.876.900 junge Menschen studieren derzeit in Deutschland. Nur 461.800 haben sich 2025 für eine duale Ausbildung entschieden. Ausgerechnet der akademische Weg gerät durch KI zunehmend unter Druck, während in Werkstätten, Pflegeheimen und auf Baustellen die Hände fehlen. Wir stellen die Methodik vor, mit der Dr. Web ab sofort jeden Ausbildungsberuf auf seine KI-Resilienz prüft.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenDie Berufswahl war nie eine rein rationale Entscheidung. Neigung, Vorbild, Zufall und das, was gerade sicher wirkt, spielen immer mit. Genau der letzte Punkt kippt gerade. Was 2015 als sicherer Bürojob galt, taugt 2026 nicht mehr automatisch als Empfehlung. Was früher als Verlegenheitslösung durchging, etwa eine Ausbildung im Handwerk, entpuppt sich zunehmend als kluge Wahl.
Dr. Web startet daher die Serie KI-Resilienz-Check. Ziel: für die wichtigsten Ausbildungsberufe eine nachvollziehbare, kriteriengestützte Einschätzung liefern, wie stark künstliche Intelligenz und Automatisierung die jeweilige Tätigkeit in den kommenden Jahren verändern. Dieser Artikel liefert die Grundlage. Er erklärt die Methodik, benennt, warum das Thema gerade jetzt drängt, und wirft einen ersten, unbewerteten Blick auf 30 Berufe, die in den folgenden Wochen einzeln vertieft werden.
Das Wichtigste in Kürze:
- Deutschland zählt aktuell 2,88 Millionen Studierende, aber nur 461.800 neue Ausbildungsverträge im Jahr 2025, ein Rückgang um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr
- Das Weltwirtschaftsforum rechnet damit, dass bis 2030 rund 39 Prozent aller heutigen Kernkompetenzen überarbeitet oder ersetzt werden
- Dr. Web führt dafür eine Schulnotenskala von 1 bis 6 ein, gestützt auf ein Sechs-Kriterien-Raster
- Dieser Artikel vergibt noch keine Einzelnoten. Die 30 vorgestellten Berufe folgen als eigene Tiefenartikel
Warum die Berufswahl 2026 kein Bauchgefühl mehr verträgt

Der deutsche Ausbildungsmarkt zeigt seit Jahren eine gegenläufige Bewegung. Die Zahl der Studierenden ist im Wintersemester 2025/2026 auf 2.876.900 gestiegen, ein Plus von 12.800 Personen gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt meldet. Gleichzeitig sind 2025 nur 461.800 neue Ausbildungsverträge unterschrieben worden, 13.300 weniger als 2024. Zwei Kurven, die seit Jahrzehnten auseinanderlaufen.
Diese Schere wäre an sich schon ein Politikum. Die eigentliche Zäsur betrifft aber beide Wege gleichzeitig. Künstliche Intelligenz verändert nicht nur Fließbandarbeit, sondern zunehmend auch Tätigkeiten, für die junge Menschen jahrelang ein Studium absolvieren. Das Weltwirtschaftsforum geht in seinem Future of Jobs Report 2025 davon aus, dass bis 2030 rund 39 Prozent aller heute gefragten Kernkompetenzen überarbeitet oder komplett ersetzt werden. Wer heute mit 18 eine Fachrichtung wählt, entscheidet damit über eine Tätigkeit, die es in ihrer jetzigen Form am Ende des Studiums vielleicht gar nicht mehr gibt.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) beobachtet diese Entwicklung genau. Ausbildungsberufe gelten dort als grundsätzlich technikoffen: Ein Betrieb darf Auszubildende in jeder Technologie schulen, die er für sinnvoll hält, unabhängig von starren Lehrplänen. Diese Flexibilität unterscheidet die duale Ausbildung von vielen Studiengängen, deren Curricula oft Jahre benötigen, bis neue Technologien überhaupt in der Prüfungsordnung ankommen.
Zusätzlich wirkt der demografische Faktor. In der Altenpflege fehlen laut einer Prognose der Bertelsmann-Stiftung bis 2030 mehr als 300.000 zusätzliche Fachkräfte, obwohl die Zahl der Pflegekräfte parallel wächst. Der Bedarf wächst schlicht schneller als das Angebot. Ähnliche Engpässe zeigen sich im Bau- und Elektrohandwerk, wo körperliche Präsenz und situative Problemlösung bislang keine Maschine ersetzt.
Genau an dieser Stelle setzt eine ehrliche Berufsberatung an. Nicht jeder Beruf mit Fachkräftemangel bleibt automatisch krisensicher, und nicht jeder akademische Titel schützt vor Verdrängung. Entscheidend ist der Anteil an Tätigkeiten, die sich in Regeln, Muster und Daten zerlegen lassen. Je höher dieser Anteil, desto größer der Druck durch KI. Genau diesen Zusammenhang macht die neue Dr.-Web-Schulnote sichtbar. Mehr zum aktuellen Gehaltsvergleich zwischen Engpassberufen und akademischen Einstiegspositionen liefert unser Artikel zu KI-resistenten Berufen 2026.
Die Dr.-Web-Schulnotenskala: Wie wir KI-Resilienz messen
Statt vager Warnungen oder pauschaler Entwarnung braucht die Berufswahl 2026 eine Skala, die sich nachvollziehen lässt. Dr. Web orientiert sich dafür bewusst am deutschen Schulnotensystem. Jeder Beruf erhält künftig eine Note zwischen 1 und 6, wobei niedrige Werte für hohe Resilienz stehen und hohe Werte für akute Verdrängungsgefahr.
| Note | Bezeichnung | Bedeutung | Automatisierungsgrad der Kernaufgaben |
|---|---|---|---|
| 1 | Sehr gut | Kerntätigkeit praktisch nicht ersetzbar, physische Präsenz und Haftung dominieren | unter 10 % |
| 2 | Gut | Deutlich resilient, nur Randaufgaben werden KI-unterstützt | 10 bis 25 % |
| 3 | Befriedigend | Ausgewogen, spürbarer Routineanteil automatisiert, Kernkompetenz bleibt menschlich | 25 bis 45 % |
| 4 | Ausreichend | Deutliche Verschiebung, über die Hälfte der Tagesarbeit KI-gestützt | 45 bis 65 % |
| 5 | Mangelhaft | Starke Bedrohung, Beruf schrumpft in Kopfzahl deutlich | 65 bis 85 % |
| 6 | Ungenügend | Akute Auslöschungsgefahr, Kerntätigkeit ist im Wesentlichen Informationsverarbeitung | über 85 % |
Die Skala funktioniert damit umgekehrt zur landläufigen Angst vor Automatisierung. Ein hoher Automatisierungsgrad bedeutet nicht zwingend, dass ein Beruf verschwindet, aber er bedeutet fast immer, dass sich Tagesgeschäft, Gehaltsstruktur und benötigte Kopfzahl verändern. Die Note beschreibt also eine Richtung, kein Ablaufdatum.
Das Sechs-Kriterien-Raster hinter jeder Note

Eine Note ohne nachvollziehbares Raster wäre reine Meinung. Dr. Web bewertet deshalb jeden Beruf anhand von sechs Einzelkriterien, jeweils auf einer Skala von 1 bis 6, bevor daraus eine gewichtete Gesamtnote entsteht.
Physische Präsenz. Lässt sich die Aufgabe nur vor Ort mit Körpereinsatz erledigen, oder reicht ein Bildschirm?
Empathie und Vertrauen. Braucht die Leistung echtes zwischenmenschliches Vertrauen, etwa in Pflege, Beratung oder Erziehung?
Urteilskraft und Haftung. Muss eine Person persönlich für eine Entscheidung geradestehen, rechtlich oder moralisch?
Regulatorische Hürde. Ist der Beruf gesetzlich geschützt oder an eine Zulassung gebunden, die sich nicht einfach umgehen lässt?
Routineanteil. Wie hoch liegt der Anteil wiederkehrender, regelbasierter Tätigkeiten am Arbeitstag?
Digitalisierungsgrad. Wie viel der Kernarbeit findet ohnehin schon am Bildschirm statt, unabhängig von KI?
Die ersten vier Kriterien zählen bei der Gesamtnote doppelt, weil sie harte Resilienzfaktoren abbilden. Die letzten beiden zählen einfach, weil sie eher den Automatisierungsdruck treiben. Aus dem gewichteten Durchschnitt entsteht die Gesamtnote, gerundet auf halbe Werte, damit auch feinere Unterschiede sichtbar bleiben.
Eine Schulnote für Berufe klingt zunächst nach Schema F. Aber genau das brauchen wir gerade: eine Kennzahl, die ein Sechzehnjähriger genauso versteht wie ein Personalchef, ohne dass beide erst eine Studie wälzen müssen.
— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
30 Ausbildungsberufe im ersten Kurzcheck

Die folgenden 30 Berufe bilden den Start der Serie. Jeder bekommt hier nur einen kurzen Steckbrief und eine vorsichtige Tendenz, keine Note. Die vollständige Bewertung nach dem Sechs-Kriterien-Raster folgt in eigenen Artikeln.
Handwerk: Wo Hände weiterhin unschlagbar bleiben
Elektroniker/-in Energie- und Gebäudetechnik. Planung, Installation und Wartung elektrischer Anlagen in Gebäuden. Die Fehlersuche vor Ort und die Arbeit unter Spannung lassen sich kaum in Software packen. Dürfte in der Tiefenanalyse zu den stabileren Kandidaten zählen.
Anlagenmechaniker/-in SHK. Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik in Bestandsgebäuden, oft unter beengten und unvorhersehbaren Bedingungen. Die Wärmewende sorgt zusätzlich für Auftragsdruck. Ein Beruf mit spürbarem Rückenwind statt Gegenwind.
Kfz-Mechatroniker/-in. Diagnose und Reparatur an Fahrzeugen, zunehmend mit Hochvolttechnik und Softwarediagnose kombiniert. Die Diagnosesoftware wird klüger, der Schraubenschlüssel bleibt trotzdem gefragt. Eher Verschiebung der Aufgaben als Verdrängung.
Tischler/-in. Fertigung und Montage von Möbeln, Innenausbau, Sonderanfertigungen nach Maß. Serienmöbel automatisieren sich längst, das individuelle Maßstück nicht. Zwei Geschwindigkeiten im selben Berufsbild.
Maler/-in und Lackierer/-in. Beschichtung, Gestaltung und Sanierung von Oberflächen innen wie außen. Roboterlackierung existiert in der Industrie, nicht aber im Altbau mit schiefen Wänden. Bleibt in der Breite ein handwerklich geprägter Beruf.
Dachdecker/-in. Arbeit in großer Höhe, mit Wetterabhängigkeit und hohem Sicherheitsanspruch. Photovoltaik auf dem Dach verlangt zusätzliche Qualifikation, aber genau das schafft neue Nachfrage. Ein Beruf, der sich eher erweitert als schrumpft.
Friseur/-in. Schnitt, Farbe und Beratung im direkten Körperkontakt mit Kundschaft. Online-Tutorials ersetzen keine geübte Hand am Kopf einer echten Person. Bleibt strukturell an den physischen Ort gebunden.
Bäcker/-in. Herstellung von Backwaren, zunehmend zwischen industrieller Großproduktion und handwerklichem Aufbackshop gespalten. Die Handwerksvariante mit eigener Rezeptur bleibt schwer automatisierbar, die Massenware ist es längst. Zwei sehr unterschiedliche Zukünfte unter einer Berufsbezeichnung.
Fleischer/-in. Zerlegung, Verarbeitung und Veredelung von Fleisch, oft im eigenen Familienbetrieb. Automatisierung dringt in Großschlachtereien vor, im Handwerksbetrieb bleibt die Feinarbeit menschlich. Der Fachkräftemangel wirkt hier fast wie eine Jobgarantie.
Zimmerer/Zimmerin. Holzbau, Dachstühle, zunehmend auch vorgefertigte Holzmodule für den seriellen Wohnungsbau. Die Vorfertigung in der Werkhalle wächst, die Montage auf der Baustelle bleibt Handarbeit. Ein Beruf im Wandel, nicht auf dem Rückzug.
Gesundheit, Pflege und Soziales: Empathie als Berufsschutz
Pflegefachmann/-frau. Grundpflege, Medikamentengabe und Betreuung in Kliniken, Heimen und ambulanten Diensten. Der Personalbedarf wächst laut Bertelsmann-Stiftung bis 2030 um mehr als 300.000 Stellen allein in der Altenpflege. Einer der resilientesten Berufe überhaupt in dieser Liste.
Medizinische/-r Fachangestellte/-r. Organisation, Assistenz und Patientenkontakt in Arztpraxen. Verwaltungsaufgaben lassen sich zunehmend digitalisieren, die direkte Betreuung am Behandlungsstuhl nicht. Ein Beruf mit gemischtem, aber grundsätzlich stabilem Profil.
Zahnmedizinische/-r Fachangestellte/-r. Assistenz bei Behandlungen, Prophylaxe, Praxisorganisation. Ähnlich wie bei der MFA verschiebt sich die Verwaltung Richtung Software, die Stuhlassistenz bleibt Handarbeit am Menschen. Stabil mit moderatem Wandel.
Erzieher/-in. Betreuung, Förderung und Bildung von Kindern in Kitas und Horten. Der Fachkräftemangel bleibt laut Prognosen selbst bei wachsender Beschäftigtenzahl bestehen. Einer der am stärksten nachgefragten Berufe der kommenden Dekade.
Physiotherapeut/-in. Behandlung von Bewegungseinschränkungen, oft in eigener Praxis nach der Ausbildung. Telemedizin ergänzt die Beratung, ersetzt aber keine manuelle Behandlung am Körper. Demografischer Wandel wirkt hier klar als Rückenwind.
Rettungssanitäter/-in. Erstversorgung und Transport in medizinischen Notfällen unter Zeitdruck. Situative Entscheidungen unter Stress bleiben eine zutiefst menschliche Domäne. Gehört zu den Berufen mit dem geringsten absehbaren Automatisierungsdruck.
Büro, Verwaltung und Kaufmännisches: Wo der Wandel am schnellsten läuft
Kaufmann/-frau für Büromanagement. Organisation, Korrespondenz und Verwaltungsprozesse in Unternehmen jeder Größe. Genau diese Routineprozesse gehören zu den ersten Zielen von KI-Textwerkzeugen. Einer der Berufe mit dem spürbarsten Veränderungsdruck in dieser Liste.
Steuerfachangestellte/-r. Buchführung, Steuererklärungen und Mandantenbetreuung in Kanzleien. KI-Tools übernehmen bereits Belegerfassung und Vorprüfung zuverlässig. Die Beratung bei komplexen Fällen bleibt vorerst menschlich, die Routine schrumpft.
Bankkaufmann/-frau. Beratung zu Konten, Krediten und Geldanlage im Privat- und Firmenkundengeschäft. Standardberatung wandert zunehmend in Apps und Chatbots. Komplexe Finanzierungsfälle und Vertrauensarbeit bleiben vorerst eine Nische für Menschen.
Versicherungskaufmann/-frau. Vertragsberatung, Schadensbearbeitung und Kundenbetreuung. Standardschäden lassen sich algorithmisch bereits gut einschätzen. Komplexe Streitfälle und Vertrauensaufbau bleiben die verbleibende menschliche Domäne.
Industriekaufmann/-frau. Einkauf, Vertrieb und Controlling in Industriebetrieben. Datenauswertung und Reporting gehören zu den am leichtesten automatisierbaren Teilen des Berufsbilds. Eine deutliche Verschiebung Richtung Analyse- und Schnittstellenkompetenz zeichnet sich ab.
Rechtsanwaltsfachangestellte/-r. Fristenkontrolle, Aktenführung und Mandantenkorrespondenz in Kanzleien. KI-gestützte Dokumentenanalyse verändert die Routinearbeit bereits spürbar. Die persönliche Mandantenbetreuung bleibt vorerst der stabilere Teil des Berufs.
IT und technische Berufe: Automatisierung, die den eigenen Beruf verändert
Fachinformatiker/-in Anwendungsentwicklung. Programmierung und Wartung von Software nach Kundenanforderung. KI-Codeassistenten beschleunigen die Arbeit bereits massiv und verändern, was ein Junior-Entwickler künftig selbst tippen muss. Wachstumsberuf mit gleichzeitig hohem internen Umbruch.
Fachinformatiker/-in Systemintegration. Aufbau, Konfiguration und Betrieb von IT-Infrastruktur in Unternehmen. Cloud-Automatisierung übernimmt zunehmend Routinekonfigurationen. Sicherheitsrelevante Entscheidungen bleiben menschliche Verantwortung.
IT-Systemelektroniker/-in. Installation und Wartung von Hardware, Netzwerken und eingebetteten Systemen. Die physische Komponente vor Ort schützt diesen Beruf stärker als reine Software-Rollen. Bleibt ein Beruf mit Hands-on-Kern.
Handel und Logistik: Digitalisierung trifft auf reale Ware
Kaufmann/-frau im Einzelhandel. Verkauf, Beratung und Warenpräsentation im stationären Geschäft. Kassiervorgänge und Standardberatung automatisieren sich seit Jahren spürbar. Der Beruf verschiebt sich Richtung Erlebnis und Fachberatung, wo diese noch gefragt bleibt.
Fachkraft für Lagerlogistik. Wareneingang, Kommissionierung und Versand in Lagerhallen. Automatisierte Lagersysteme und Roboter übernehmen bereits große Teile der Kommissionierung. Einer der Berufe mit dem höchsten absehbaren Veränderungsdruck in dieser Liste.
Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung. Disposition, Zollabwicklung und Tourenplanung im Gütertransport. Software plant Routen inzwischen effizienter als jede manuelle Planung. Reine Ausnahmefälle und Kundenverhandlung bleiben vorerst der menschliche Rest.
Dienstleistung und Gastgewerbe: Zwischen Erlebnis und Standardisierung
Koch/Köchin. Zubereitung von Speisen in Restaurants, Kantinen und Hotels. Standardisierte Systemgastronomie automatisiert sich zunehmend, die kreative Küche mit eigener Handschrift nicht. Zwei sehr unterschiedliche Zukünfte innerhalb derselben Ausbildung.
Hotelfachmann/-frau. Empfang, Reservierung und Gästebetreuung in Beherbergungsbetrieben. Check-in-Automaten und Buchungssoftware übernehmen bereits viel Routine. Echte Gastfreundschaft am Empfangstresen bleibt vorerst ein menschliches Alleinstellungsmerkmal.
Wie es weitergeht: Der Fahrplan der Serie

Dieser Artikel bildet die Basis, nicht das Ergebnis. In den kommenden Wochen erhält jeder der 30 vorgestellten Berufe einen eigenen Tiefenartikel mit vollständiger Anwendung des Sechs-Kriterien-Rasters, konkreter Schulnote und einer Einordnung, welche Teilaufgaben zuerst wegfallen und welche bleiben. Wer als Erstes eine konkrete Einzelbewertung lesen möchte, findet mit dem Artikel zur KI-Resilienz von Webdesignern bereits ein Beispiel dafür, wie das fertige Format aussieht.
Wer selbst vor der Entscheidung zwischen Ausbildung und Studium steht, sollte diese Note als Orientierung lesen, nicht als Urteil. Eine niedrige Resilienz-Note bedeutet nicht automatisch das Ende eines Berufs, sondern häufig nur, dass sich der Alltag darin schneller ändert als in anderen Feldern. Wer bereit ist, sich in genau diesem Wandel zu spezialisieren, findet oft mehr Chancen als Risiko.
Die nächsten Artikel der Serie erscheinen in loser Folge, beginnend mit den Berufen, die aktuell die größte öffentliche Aufmerksamkeit erhalten. Passend dazu zeigt auch unser Bericht über Metas Handwerker-Akademie, wie sich Wertschöpfung bereits heute von der Tastatur auf die Baustelle verschiebt. Dr. Web verlinkt jede neue Bewertung von dieser Übersicht aus, damit die gesamte Serie an zentraler Stelle nachvollziehbar bleibt.
Quellen
- Statistisches Bundesamt: Wintersemester 2025/2026, 0,4 % mehr Studierende – destatis.de
- Statistisches Bundesamt: Duale Berufsausbildung, 2,8 % weniger Neuverträge 2025 – destatis.de
- Statistisches Bundesamt: 1,9 Millionen Bildungsanfänger 2025 – destatis.de
- Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB): KI und berufliche Bildung – bibb.de
- Stuzubi (unter Berufung auf IAB/BIBB): Studien- und Berufswahl in Zeiten von KI – stuzubi.de
- Bundesagentur für Arbeit: Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt – arbeitsagentur.de
- Weltwirtschaftsforum: Future of Jobs Report 2025 – weforum.org
- Profiling-Institut (unter Berufung auf Bertelsmann-Stiftung): Berufe mit Zukunft 2026 – profiling-institut.de