Kurz vor Feierabend wartet nach dem letzten Kundengespräch noch die Nacharbeit: die Follow-up-Mail von Hand tippen, den langen Gesprächsverlauf zusammenfassen, die nächste Aufgabe anlegen. Diese Routine frisst jede Woche Stunden, die im Vertrieb an anderer Stelle fehlen. Genau diese Textarbeit nimmt der Breeze-Assistent von HubSpot ab: Die KI sitzt direkt im CRM, entwirft Mails im passenden Ton, fasst Verläufe zusammen und bereitet Meetings vor, ohne Aufpreis in jedem Tarif. Dieser Beitrag zeigt, was die KI-Suite rund um den Assistenten heute leistet und für wen sich der Einstieg rechnet.
drweb.de als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügenQualitätsgeprüfte Inhalte direkt in Google News & DiscoverJetzt hinzufügenBeim ersten Öffnen von HubSpot AI treffen Sie auf eine ganze Werkzeugfamilie statt auf einen einzelnen Chatbot. Der Sprung von der reinen Vorschlags-KI zur handelnden KI verändert, wie viel Arbeit am Bildschirm hängen bleibt. Dieser Ratgeber ordnet die Bausteine, die Preise und die Grenzen nüchtern ein.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Breeze-Assistent steckt ohne Aufpreis in jedem Tarif der Plattform, auch im kostenlosen CRM.
- Die eigentlichen KI-Agenten im Agent Hub laufen als Beta und kosten pro Aktion Guthaben, etwa 0,50 € je gelöstem Servicefall.
- Die Datenanreicherung ergänzt fehlende Firmen- und Kontaktangaben automatisch aus den Geschäftsdaten von HubSpot; bestimmte Anreicherungen verbrauchen Guthaben.
- Der Einstieg gelingt kostenlos, den vollen Nutzen bringt die Suite ab der Professional-Stufe.
Dieser Ratgeber entsteht in Zusammenarbeit mit unserem Partner HubSpot und enthält Affiliate-Links. Schließen Sie über einen dieser Links ein kostenpflichtiges Abo ab, erhalten wir dafür eine Provision.
Warum entscheidet KI heute mit über Ihren nächsten Auftrag?
Künstliche Intelligenz sortiert längst mit, welcher Anbieter für einen Auftrag überhaupt sichtbar wird. Ihre Kundschaft recherchiert mit KI-Werkzeugen, Ihr Vertrieb konkurriert mit automatisierten Antworten. Ohne eigene KI-Ausstattung verlieren Sie Tempo an besser gerüstete Mitbewerber.
Die Zahlen zeigen einen klaren Trend. Nach der aktuellen KI-Studie des Digitalverbands Bitkom setzen 41 % der Unternehmen ab 20 Beschäftigten künstliche Intelligenz ein, nach 17 % im Vorjahr. Das Statistische Bundesamt zählt konservativer und kommt für 2024 auf jedes fünfte Unternehmen, am häufigsten im Marketing und Vertrieb.
Wie ungleich sich dieser Wandel auf Beschäftigung und Wettbewerb verteilt, hat die Redaktion an anderer Stelle anhand der ehrlichen Bitkom-Zahlen aufgeschlüsselt. Für Sie als Entscheider zählt weniger die Statistik als die Rechnung dahinter. Ein Vertrieb, der Anfragen schneller beantwortet und keine Kaufsignale übersieht, gewinnt mehr Abschlüsse aus demselben Anfragevolumen.
Ein Beispiel aus dem Alltag macht den Druck greifbar. Ein Interessent tippt seine Frage nicht mehr in eine Suchmaschine, sondern in einen KI-Chat und erhält dort gleich drei Anbieter mit Namen. Ihr Vertrieb wiederum bearbeitet dieselben Standardanfragen jeden Tag von Hand, während der Posteingang weiter vollläuft. Beide Seiten dieser Schere lassen sich mit KI im CRM schließen, die eine durch mehr Sichtbarkeit, die andere durch weniger Handarbeit.
Der Anteil der Firmen mit künstlicher Intelligenz wächst rasant, am stärksten in Marketing und Vertrieb.
ab 20 Beschäftigten, nach 17 % im Vorjahr (Bitkom 2026).
jedes fünfte Unternehmen 2024, plus 8 Prozentpunkte (Destatis).
häufigstes Einsatzfeld generativer KI in Unternehmen (Destatis).
Der Breeze-Assistent ist in jedem Tarif enthalten.
Was ist HubSpot AI und was steckt hinter Breeze?

Die KI-Werkzeuge von HubSpot sind über die gesamte Kundenplattform hinweg integriert und helfen Teams, Aufgaben zu automatisieren, mit Kundendaten zu arbeiten und produktiver zu werden. Zu den zentralen Funktionen zählen der Breeze-Assistent, die KI-Agenten im Agent Hub, der Agent-Designer und die Datenanreicherung von HubSpot.
HubSpot hat außerdem die Produktnamen seiner KI überarbeitet. Aus Breeze Copilot wurde der Breeze-Assistent, die KI-Agenten stehen im Agent Hub bereit, und der Agent-Designer liefert die Werkzeuge, um eigene Agenten zu bauen und anzupassen. Funktionen, die früher zu Breeze Intelligence gehörten, sind heute als Datenanreicherung und Kaufsignal-Werkzeuge in die HubSpot-Plattform integriert.
Der Umbau bedeutet mehr als ein neues Etikett. Die Plattform bündelt die KI nicht in einem Zusatzprodukt, sondern verteilt sie über das gesamte CRM, vom ersten Kontakt bis zum Servicefall. Einen Überblick über den aktuellen Stand hält die Produktseite zur neuen KI-Suite bereit.
Praktisch heißt das eine klare Arbeitsteilung. Der Assistent unterstützt einzelne Mitarbeiter bei Text und Recherche, die Agenten übernehmen ganze Abläufe, und die Datenanreicherung hält die Datenbasis im Hintergrund sauber. Bei der Bewertung der Suite lohnt sich deshalb der Blick auf jede Ebene für sich, nicht auf das Etikett darüber.
Zu den KI-Werkzeugen von HubSpot zählen der Breeze-Assistent, die KI-Agenten im Agent Hub, der Agent-Designer und die Datenanreicherung. Der Name Breeze steht heute gezielt für den Breeze-Assistenten, nicht mehr für das gesamte KI-Angebot von HubSpot.
Was unterscheidet die KI-Suite von einem Chatbot?

Die KI von HubSpot arbeitet direkt auf Ihren CRM-Daten und führt Aufgaben aus, statt nur Texte zu formulieren. Ein frei zugänglicher Chatbot kennt Ihre Kontakte, Deals und Tickets nicht. Der Unterschied liegt zwischen einem Ratschlag und einer erledigten Aufgabe.
Ein allgemeiner Chatbot formuliert eine höfliche Antwort-Mail, kennt aber weder den letzten Kaufabschluss noch das offene Ticket. Der Breeze-Assistent zieht genau diese Angaben aus dem Datensatz und schlägt den nächsten Schritt passend zum Verlauf vor.
Der zweite Unterschied betrifft das Handeln. Die CRM-Branche verschiebt sich 2026 vom bloßen Vorschlag zur eigenständigen Ausführung, vom Copiloten zum Agenten. Ein Agent im Agent Hub qualifiziert einen Lead oder löst einen Servicefall, ohne dass eine Person jeden Schritt anstößt.
Ein Beispiel zeigt diesen Sprung. Trifft eine Serviceanfrage per E-Mail ein, liest der Kundenservice-Agent das Anliegen, sucht die passende Antwort in der Wissensdatenbank und schlägt eine Lösung vor oder verschickt sie direkt. Genau die Anbindung an den Datenbestand macht aus einer netten Spielerei ein belastbares Werkzeug.
Der Unterschied zu einem freien Chatbot liegt in den Daten und im Handeln. HubSpot AI kennt Ihr CRM und führt Aufgaben eigenständig aus.
Was kann HubSpot AI im Arbeitsalltag wirklich?

Im Alltag deckt HubSpot AI drei Ebenen ab: einen Assistenten für die tägliche Textarbeit, autonome Agenten für wiederkehrende Aufgaben und eine Datenanreicherung im Hintergrund. Der Assistent steht allen offen, die Agenten und die Datenanreicherung werden über das Guthaben abgerechnet, die Agenten laufen dabei noch als Beta.
Die drei Ebenen greifen ineinander, richten sich aber an unterschiedliche Aufgaben. Ein kurzer Überblick ordnet die Ebenen ein, bevor der Blick in die Details geht.
Ein Assistent für alle, dazu Agenten und Datenanreicherung über Guthaben.
Konversations-KI im CRM. Formuliert E-Mails, fasst Verläufe zusammen, plant Kampagnen mit. Ohne Aufpreis, auch im kostenlosen CRM.
Autonome Agenten für Service, Vertrieb und Daten. Jeder Agent erledigt eine Aufgabe und wird über das Guthaben abgerechnet.
Ergänzt fehlende Firmen- und Kontaktangaben und erkennt Kaufsignale. Läuft über Guthaben.
Der Breeze-Assistent: die tägliche Textarbeit
Der Breeze-Assistent ist die Ebene, die Sie am schnellsten erreichen. Als konversationelle KI sitzt er direkt im CRM und greift auf Ihre Kontakt- und Dealdaten zu. Von dort entwirft er E-Mails, fasst lange Verläufe zusammen, bereitet Meetings vor und plant Kampagnen mit. Ohne Aufpreis steckt die Funktion in jedem Abo, auch im kostenlosen CRM.
Anbindungen an Google Workspace, Microsoft 365 und Slack holen den Assistenten dorthin, wo Ihr Team ohnehin arbeitet. Ein persistentes Gedächtnis merkt sich frühere Anfragen über Sitzungen hinweg. Die Funktionsdetails führt die Seite zum Breeze-Assistenten auf.
Ein typischer Tag zeigt den Nutzen im Kleinen. Nach einem Kundengespräch fasst der Assistent die Notizen zusammen, entwirft die Follow-up-Mail im passenden Ton und legt die nächste Aufgabe im CRM an. Vor einem Termin liefert die Funktion in Sekunden eine Übersicht zum Kontakt, samt letzter Bestellung und offenen Punkten. Was sonst zwanzig Minuten Nacharbeit kostet, schrumpft so auf einen kurzen Kontrollblick.
Der Agent Hub: Aufgaben, die von allein laufen
Der Agent Hub bündelt die eigentlichen KI-Agenten und steht als Beta bereit. Jeder Agent übernimmt eine abgegrenzte Aufgabe und wird über das Guthaben abgerechnet, verfügbar ab der Professional-Stufe.
Der Kundenservice-Agent beantwortet Anfragen über mehrere Kanäle und qualifiziert Leads, abgerechnet mit 0,50 € je gelöstem Fall. Der Prospecting-Agent beobachtet Kaufsignale und stößt personalisierte Kontaktaufnahmen an, zu 1,00 € je empfohlenem Lead. Der Daten-Agent liefert Antworten aus CRM, Anrufen und Dokumenten für 0,10 € je Antwort.
Dazu kommen der Content-Agent für Landingpages und Blogtexte, eine Dealprogression mit Empfehlungen für die Pipeline und der Agent-Designer für eigene Agenten. Einen Sonderfall bildet HubSpot AEO, ein Agent für die Sichtbarkeit Ihrer Marke in KI-Antworten. Was dieser Baustein leistet, hat die Redaktion in ihrem Beitrag zu diesem AEO-Tool ausführlich beschrieben.
Die Agenten lassen sich einzeln oder im Zusammenspiel nutzen. Ein Prospecting-Agent findet und priorisiert Kontakte, der Kundenservice-Agent hält im nächsten Schritt die Antwortzeiten kurz, und der Daten-Agent liefert dem Vertrieb auf Zuruf die passende Auswertung. So entsteht nach und nach eine Kette automatisierter Schritte, die Sie je nach Bedarf enger oder lockerer knüpfen.
Datenanreicherung und Kaufsignale
Die Datenanreicherung von HubSpot hilft, CRM-Datensätze vollständig und aktuell zu halten, indem sie verfügbare Informationen zu Firmen- und Kontaktdatensätzen ergänzt, etwa Branche, Unternehmensgröße und weitere Geschäftsdaten. Angereicherte Daten senken zudem den Aufwand, Angaben von Hand zu erfassen, und halten die Datenbasis vollständiger.
Die Kaufsignal-Werkzeuge von HubSpot helfen Teams, anhand von Website-Aktivität und definierten Kriterien Unternehmen mit Interesse zu erkennen. Aus diesen Signalen lassen sich Accounts priorisieren und mögliche Anlässe für die Ansprache ableiten. Buyer Intent und andere guthabenbasierte Funktionen können je nach Aktion und Tarif HubSpot-Guthaben verbrauchen.
Der eigentliche Gewinn liegt in besserer Datenqualität und mehr Kontext. Vollständigere CRM-Datensätze unterstützen Segmentierung, Lead-Priorisierung, Reporting, Personalisierung und weitere nachgelagerte Abläufe und senken zugleich den Aufwand, Informationen von Hand zu recherchieren und einzutragen.
| Baustein | Haupteinsatz | Verfügbarkeit | Abrechnung |
|---|---|---|---|
| Breeze-Assistent | E-Mails, Zusammenfassungen, Planung | alle Tarife inkl. Free | ohne Aufpreis |
| Kundenservice-Agent | Anfragen lösen, Leads qualifizieren | Professional, Beta | 0,50 € je gelöstem Fall |
| Prospecting-Agent | Kaufsignale, Kontaktaufnahme | Professional, Beta | 1,00 € je Lead |
| Daten-Agent | Antworten aus CRM und Dokumenten | Professional, Beta | 0,10 € je Antwort |
| Datenanreicherung | Kontakt- und Firmendaten anreichern | Professional | über Guthaben |
Die spannende Frage ist nicht, ob eine KI Texte schreibt, sondern ob sie Ihnen Arbeit abnimmt. Genau daran entscheidet sich, ob so eine Suite ihr Geld wert ist.
— Michael Dobler, Herausgeber Dr. Web
Was kostet HubSpot AI und wann zahlt sich der Einstieg aus?

Der Breeze-Assistent ist kostenlos, die eigentlichen Agenten und die Datenanreicherung werden über das Guthaben abgerechnet, und die passende Plattform beginnt bei 20 € pro Lizenz und Monat. Für Neukunden sinkt der Einstiegspreis im ersten Jahr noch einmal deutlich.
Der Assistent steckt zwar schon im kostenlosen CRM, die Agenten und die Datenanreicherung setzen aber die Professional-Stufe voraus. Die Starter-Plattform als Einstieg kostet regulär 20 € pro Lizenz und Monat. Für Neukunden weist die Preisseite im ersten Jahr 7 € pro Monat bei jährlicher Zahlung aus, was bis zu 65 % Rabatt entspricht, oder 10 € bei monatlicher Abrechnung. Die aktuellen Konditionen führt die Starter-Übersicht auf.
Vor der Kalkulation lohnt der Blick auf die Stufen. Das kostenlose CRM bringt den Assistenten und ein kleines Guthaben mit, reicht aber nicht für die Agenten. Die Starter-Plattform öffnet den Einstieg mit EU-Server und mehr Guthaben, die eigentlichen Agenten und die Datenanreicherung schaltet erst die Professional-Stufe frei. Für Ihre Rechnung heißt das: Der Sprung auf Professional ist die eigentliche Investition, das Guthaben darüber nur der laufende Verbrauch.
Über den Tarif hinaus werden die Agenten über das Guthaben abgerechnet, das plattformweite Kontingent an Einheiten. Jeder Tarif enthält ein monatliches Freikontingent, etwa 500 Einheiten in der Starter-Stufe, 3.000 in Professional und 5.000 in Enterprise. Reicht das nicht, kostet ein Paket mit 1.000 Einheiten 10 €, alternativ liegt der Preis pro Einheit bei 0,010 €.
Ein fiktives Rechenbeispiel macht die Größenordnung greifbar. Angenommen, ein B2B-Dienstleister ließe den Prospecting-Agenten pro Monat 100 empfohlene Leads liefern, zu je 1,00 €. Bei rund 1.200 € Guthabenkosten im Jahr und nur einer zusätzlich gewonnenen Anfrage pro Quartal, die bei 8.000 € Auftragswert und 50 % Abschlussquote 4.000 € einbrächte, stünde dem Aufwand ein klar höherer Ertrag gegenüber.
| Leistung | Verfügbarkeit | Preis |
|---|---|---|
| Breeze-Assistent | alle Tarife inkl. Free | 0 € |
| Starter-Plattform | Einstieg, EU-Server | 20 € regulär, ab 7 € im 1. Jahr |
| Guthaben-Freikontingent | je Tarif pro Monat | 500 bis 5.000 Einheiten |
| Zusatzguthaben | nach Bedarf | 10 € je 1.000 Einheiten |
| Kundenservice-Agent | Professional, Beta | 0,50 € je gelöstem Fall |
Der Assistent ist gratis, die Agenten kosten pro Aktion. Rechnen Sie mit dem Nutzen je gelöstem Fall, nicht mit einer Pauschale.
Für welche Unternehmen lohnt sich die KI-Suite?
HubSpot AI lohnt sich vor allem für Unternehmen mit planbarem Anfrage- und Serviceaufkommen, die schon im CRM arbeiten oder den Umstieg planen. Für sehr kleine Betriebe ohne wiederkehrende Routine bleibt der Nutzen begrenzt. Die Betastufe verlangt zudem Bereitschaft zum Ausprobieren.
Den größten Hebel finden Unternehmen mit vielen gleichartigen Vorgängen. Ein Vertrieb mit stetigem Lead-Zufluss, ein Service mit wiederkehrenden Anfragen, ein Marketing mit laufendem Content-Bedarf: Überall dort nehmen die Agenten spürbar Arbeit ab. Für den deutschen Mittelstand, der Vertrieb und Support oft mit knappem Personal stemmt, wiegt diese Entlastung besonders schwer.
Ein Beispiel aus dem Mittelstand ordnet das ein. Ein Maschinenbauer mit kleinem Innendienst erhält pro Woche Dutzende gleichartiger Anfragen zu Ersatzteilen und Lieferzeiten. Ein Agent beantwortet die Standardfälle und reicht nur die kniffligen an einen Menschen weiter. Der Innendienst gewinnt so Zeit für die beratungsintensiven Aufträge, ohne dass zusätzliche Stellen nötig werden.
Welche CRM-Grundlage dafür zu einem B2B-Vertrieb passt, hat die Redaktion im Vergleich der Sales-CRM für B2B-Teams geprüft. Dass die Richtung stimmt, stützt eine nicht repräsentative Bitkom-Befragung unter 180 Digitalunternehmen, nach der 84 % KI als wichtigsten Einflussfaktor der kommenden Jahre im Marketing sehen.
Ehrlich bleibt aber auch die Gegenseite. Ein kleiner Betrieb mit wenigen, sehr individuellen Aufträgen holt aus autonomen Agenten kaum genug heraus, um das Guthaben zu rechtfertigen. Weil zentrale Bausteine als Beta laufen, gehört eine gewisse Fehlertoleranz dazu. Auch die Einrichtung fordert zu Beginn Zeit, denn jeder Agent braucht klare Regeln und gepflegte Daten, um verlässlich zu arbeiten.
Für Betriebe mit wiederkehrenden Vorgängen lohnt sich die Suite schnell. Bei wenigen Spezialaufträgen bleibt der Nutzen überschaubar.
Welchen Support und Datenstandort bietet die Plattform?

Die Plattform koppelt die KI an die eigene Infrastruktur: ab der Starter-Stufe laufen die Daten auf Servern in Deutschland, der Support reicht vom kostenlosen Forum bis zu Chat und Telefon. Für den Einstieg stehen kostenlose Lernkurse bereit. Der Datenschutz bleibt dabei eine Randnotiz der Tarifwahl, kein Zusatzprodukt.
Beim Datenstandort trennt die Plattform die Stufen. Das kostenlose CRM liegt auf US-Servern, ab der Starter-Stufe verarbeitet das Unternehmen die Daten in einem Rechenzentrum in Deutschland. Für Verträge nach europäischem Recht schafft dieser EU-Standort die nötige Grundlage.
Beim Support gilt eine Staffelung nach Tarif. Das Community-Forum steht allen offen, ab der Starter-Stufe kommen Hilfe per E-Mail und Chat hinzu, in den höheren Stufen zusätzlich der telefonische Kontakt. Für die ersten Schritte hält die HubSpot Academy kostenlose Kurse zu jeder Funktion bereit.
Beim Umstieg hält sich der Aufwand in Grenzen. Bestehende Kontakte lassen sich per Import oder über mehr als 2.000 Integrationen aus vorhandenen Systemen übernehmen, von der Buchhaltung bis zum Newsletter-Tool. Die geführten Einrichtungsassistenten nehmen Ihr Team Schritt für Schritt mit, die Academy liefert dazu kurze Videokurse. Ein eigenes IT-Projekt braucht der Start in aller Regel nicht.
Ab der Starter-Stufe liegen Ihre Daten in Deutschland, der Support wächst mit dem Tarif. Die Academy bringt Ihr Team kostenlos in die Funktionen.
Wie starten Sie mit der neuen KI-Suite?
Der Einstieg gelingt ohne Risiko: Sie richten den kostenlosen Breeze-Assistenten ein, testen die Agenten mit dem Freikontingent an Guthaben und weiten die Nutzung erst aus, sobald der Nutzen feststeht. Vier Schritte genügen für den Anfang.
- Konto einrichten: Starten Sie mit dem kostenlosen CRM und aktivieren Sie den Breeze-Assistenten für die tägliche Textarbeit.
- Aufgabe festlegen: Wählen Sie einen wiederkehrenden Vorgang aus Service oder Vertrieb, der sich für einen Agenten eignet.
- Mit Freikontingent testen: Lassen Sie den passenden Agenten im Rahmen des monatlichen Guthabens laufen und messen Sie das Ergebnis.
- Nutzen prüfen und ausweiten: Vergleichen Sie eingesparte Zeit und gewonnene Abschlüsse mit den Guthabenkosten, bevor Sie zusätzliches Guthaben buchen.
Wichtig bleibt die schrittweise Ausweitung. Weil die Agenten pro Aktion abgerechnet werden, behalten Sie die Kosten am besten über das Guthaben-Dashboard im Blick und schalten weitere Agenten erst frei, sobald der erste Nutzen belegt ist.
Den Erfolg messen Sie am besten an einer einzigen Zahl. Legen Sie vor dem Start fest, was ein gelöster Servicefall oder ein qualifizierter Lead in Ihrem Geschäft wert ist, und stellen Sie diesen Wert den Guthabenkosten gegenüber. Fällt der Vergleich über zwei, drei Monate klar positiv aus, spricht wenig gegen eine breitere Nutzung.
Eine kurze Checkliste plus die Kosten auf einen Blick. Der Breeze-Assistent selbst ist kostenlos.
Ja, wenn auf Sie zutrifft …
- ✓ Ihr Vertrieb bearbeitet stetig neue Leads und Anfragen.
- ✓ Ihr Service beantwortet viele gleichartige Fragen.
- ✓ Sie arbeiten bereits im CRM oder planen den Umstieg.
- ✓ Sie wollen Routinearbeit messbar an KI abgeben.
Eher nicht, wenn …
- ✗ Ihr Betrieb bearbeitet wenige, sehr individuelle Aufträge.
- ✗ Wiederkehrende Vorgänge spielen bei Ihnen kaum eine Rolle.
- ✗ Sie brauchen ausgereifte Software ohne Beta-Bausteine.
- ✗ Tipp: Der Assistent ist gratis und zeigt den Nutzen ohne Risiko.
Fazit: Für wen lohnt sich der Einstieg?
HubSpot AI ist 2026 vom Versprechen zur nutzbaren Werkzeugfamilie gereift, auch wenn zentrale Agenten noch die Beta durchlaufen. Der Breeze-Assistent nimmt schon heute ohne Aufpreis Textarbeit ab, der Agent Hub und die Datenanreicherung verschieben ganze Vorgänge vom Menschen zur Maschine, bezahlt nach tatsächlicher Nutzung. Für Unternehmen mit planbarem Anfrage- und Serviceaufkommen rechnet sich der Einstieg meist schnell, für sehr kleine Spezialbetriebe seltener. Wer den Nutzen selbst prüfen möchte, findet in der neuen KI-Suite einen kostenlosen Startpunkt, ehe zusätzliches Guthaben ins Spiel kommt.
Glossar: 15 wichtige Begriffe rund um die KI-Suite
Agent Hub
Der Bereich der Suite, der die autonomen KI-Agenten bündelt, früher als Breeze Agents bezeichnet. Der Agent Hub läuft als Beta und wird über das Guthaben abgerechnet.
Agentische KI
Künstliche Intelligenz, die Aufgaben eigenständig ausführt, statt nur Vorschläge zu liefern. Der Übergang vom Copiloten zur agentischen KI prägt die CRM-Branche 2026.
Answer Engine Optimization (AEO)
Die Optimierung von Inhalten für KI-Antwortmaschinen wie ChatGPT oder Gemini. Ziel ist die Nennung der eigenen Marke in generierten Antworten.
Breeze
Die frühere Markenbezeichnung für die KI-Funktionen der Plattform. Der Name steht heute vor allem für den Breeze-Assistenten.
Breeze-Assistent
Die konversationelle KI der Plattform, früher Breeze Copilot. Der Assistent formuliert Texte, fasst Verläufe zusammen und steckt ohne Aufpreis in jedem Tarif.
Buyer Intent (Kaufabsicht)
Signale, die auf ein konkretes Kaufinteresse hindeuten, etwa wiederholte Website-Besuche. Die Suite nutzt solche Signale für die Priorisierung von Leads.
CRM
Customer-Relationship-Management, die Software für die Verwaltung von Kundendaten und Vertriebsprozessen. Die Suite arbeitet direkt auf diesen Daten.
Datenanreicherung
Das automatische Ergänzen fehlender Angaben in einem Datensatz, etwa Branche oder Unternehmensgröße. In HubSpot halten die Datenanreicherungswerkzeuge CRM-Datensätze vollständiger und aktueller.
Guthaben (Credits)
Das verbrauchsbasierte Kontingent, mit dem die Plattform KI-Aktionen abrechnet. Jeder Tarif enthält ein monatliches Freikontingent, Zusatzguthaben kostet 10 € je 1.000 Einheiten.
Halluzination
Eine erfundene, aber plausibel klingende Antwort eines KI-Modells. Gepflegte CRM-Daten und präzise Prompts senken das Risiko solcher Fehler spürbar.
Large Language Model (LLM)
Ein großes Sprachmodell, das Texte versteht und erzeugt. Solche Modelle bilden die technische Grundlage für den Breeze-Assistenten und die Agenten.
Lead Scoring
Die Bewertung von Kontakten nach ihrer Abschlusswahrscheinlichkeit. Die Suite stützt diese Bewertung auf CRM-Daten und Kaufsignale.
Marketing-Automation
Das automatisierte Steuern von Marketingabläufen wie E-Mail-Strecken. Die Plattform verknüpft die Automation mit den KI-Funktionen der Suite.
Prompt
Die Eingabe, mit der Sie einer KI eine Aufgabe stellen. Ein präziser Prompt verbessert das Ergebnis des Breeze-Assistenten spürbar.
Workflow
Eine festgelegte Abfolge automatisierter Schritte im CRM. Agenten aus dem Agent Hub lassen sich in solche Abläufe einbinden.
FAQ: Häufige Fragen zur neuen KI-Suite
Was ist Breeze bei der neuen KI-Suite?
Breeze ist der frühere Markenname für die KI-Funktionen der Plattform. Heute läuft vieles unter neuem Namen: Aus Breeze Copilot wurde der Breeze-Assistent, aus den Breeze Agents der Agent Hub. Der Name Breeze steht heute vor allem für den Breeze-Assistenten.
Ist die neue KI-Suite kostenlos?
Der Breeze-Assistent ist in jedem Tarif der Plattform ohne Aufpreis enthalten, auch im kostenlosen CRM. Die autonomen Agenten im Agent Hub und die Datenanreicherung werden dagegen über das Guthaben abgerechnet und setzen die Professional-Stufe voraus. Ein monatliches Freikontingent an Guthaben ist je Tarif inbegriffen.
Welche KI-Agenten bietet der Agent Hub?
Zum Agent Hub gehören unter anderem der Kundenservice-Agent, der Prospecting-Agent und der Daten-Agent, dazu ein Content-Agent, eine Dealprogression und der Agent-Designer für eigene Agenten. Einen Sonderfall bildet der AEO-Agent für die Sichtbarkeit in KI-Antworten. Alle Agenten laufen aktuell als Beta.
Was sind Guthaben-Credits und wie viel brauchen Sie?
Guthaben ist das verbrauchsbasierte Kontingent, mit dem die Plattform KI-Aktionen abrechnet. Jeder Tarif enthält ein Freikontingent, etwa 500 Einheiten in Starter, 3.000 in Professional und 5.000 in Enterprise. Reicht das nicht, kostet ein Paket mit 1.000 Einheiten 10 Euro. Wie viel Sie brauchen, hängt davon ab, wie oft die Agenten laufen.
Ist die neue KI-Suite DSGVO-konform und wo liegen Ihre Daten?
Ab der Starter-Stufe verarbeitet die Plattform die Daten in einem Rechenzentrum in Deutschland, das kostenlose CRM liegt auf US-Servern. Der EU-Standort schafft die Grundlage für die Verarbeitung nach europäischem Recht. Für die konkrete Ausgestaltung gelten die Auftragsverarbeitungsverträge des Anbieters.
Lohnt sich die KI-Suite für kleine Unternehmen?
Das hängt vom Aufkommen ab. Sobald ein kleines Unternehmen regelmäßig Anfragen, Leads oder Servicefälle bearbeitet, zahlt sich die Automatisierung durch die Agenten aus. Bei wenigen, sehr individuellen Aufträgen bleibt der Nutzen begrenzt. Der kostenlose Breeze-Assistent zeigt ohne Risiko, wo Sie stehen.
Quellen
- HubSpot | Künstliche Intelligenz (Agent Hub) | https://www.hubspot.de/products/artificial-intelligence | besucht am 11.08.2026
- HubSpot | Breeze-Assistent | https://www.hubspot.de/products/artificial-intelligence/breeze-ai-assistant | besucht am 11.08.2026
- HubSpot | Grundlagen zu Breeze Intelligence | https://knowledge.hubspot.com/de/ai-tools/get-started-using-breeze-intelligence | besucht am 11.08.2026
- HubSpot | CRM Starter, Preise | https://www.hubspot.de/products/crm/starter | besucht am 11.08.2026
- HubSpot | Produkt- und Dienstleistungskatalog, Guthaben | https://legal.hubspot.com/de/hubspot-product-and-services-catalog | besucht am 11.08.2026
- Bitkom | Digitalisierung der Wirtschaft, KI-Studie 2026 | https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalisierung-der-Wirtschaft-Unternehmen-beschaeftigen-sich-mit-KI | besucht am 11.08.2026
- Statistisches Bundesamt | Jedes fünfte Unternehmen nutzte 2024 KI | https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/11/PD24_444_52911.html | besucht am 11.08.2026
- Bitkom | Marketing im digitalen Wandel 2026 | https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Marketing-im-digitalen-Wandel-2026 | besucht am 11.08.2026