Hafer wächst in Deutschland auf 189.900 Hektar, mehr als im Vorjahr. Die deutschen Schälmühlen kaufen trotzdem in Skandinavien zu. Kanada, Herkunftsland von 63 Prozent aller Haferausfuhren weltweit, hat die Anbaufläche 2026 um 15,1 Prozent gekürzt.

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Für Einkäufer in der Lebensmittelindustrie entscheidet sich in diesen Wochen, zu welchem Preis die Mühlen im Winter mahlen. Der Deutsche Raiffeisenverband beziffert die Hitzeschäden der Ernte 2026 auf mehr als 600 Millionen Euro. Betroffen ist ausgerechnet das Sommergetreide, zu dem der Hafer zählt.

Das Wichtigste in Kürze

  • 189.900 Hektar: Auf dieser Fläche bauten deutsche Betriebe im Erntejahr 2026 Hafer an, 1,5 Prozent mehr als 2025. Die Sommergerste verlor im selben Zeitraum 8,2 Prozent.
  • 15,1 Prozent weniger: So stark schrumpfte die kanadische Haferfläche 2026 auf 2,5 Millionen Acre. Kanada liefert 63 Prozent des weltweit gehandelten Hafers.
  • 1,8 Cent: So viel Rohstoffwert steckt im Haferanteil eines Liters Haferdrink für 2,59 Euro. Der Staat kassiert an derselben Packung 49 Cent Mehrwertsteuer.
  • 700.000 Tonnen: So viel Hafer verarbeiteten die deutschen Schälmühlen 2024 zu Lebensmitteln, 140 Prozent mehr als 2008.

Angeberwissen in fünf Fragen

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Wissenstest Hafer
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1 Wie kam der Hafer auf die europäischen Äcker? Aufklappen ↓
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Richtig: B. Das Gras reiste als Beikraut im Saatgut von Gerste und Weizen aus Vorderasien mit. Erst gegen Ende der Bronzezeit, als das Klima kühler und nasser wurde, bauten Kelten und Germanen den Hafer gezielt an. Das Kapitel zur Frühgeschichte erzählt den Verlauf.
2 Welches Land liefert den größten Teil des weltweit gehandelten Hafers? Aufklappen ↓
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Richtig: C. Kanada stellte von Januar bis Oktober 2025 mit 1,282 Millionen Tonnen rund 63 Prozent der Weltausfuhren. Russland erntet zwar mehr, verfüttert die Menge aber fast vollständig im eigenen Land. Mehr dazu im Geopolitik-Kapitel.
3 Wie viel Hafer steckt in einem handelsüblichen Liter Haferdrink? Aufklappen ↓
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Richtig: A. Marktübliche Rezepturen liegen zwischen fünf und zwölf Prozent, üblich sind rund zehn Prozent. Ein Kilogramm Haferkorn ergibt acht bis zehn Liter Getränk. Das Preiskapitel rechnet die Kalkulation komplett durch.
4 Warum heißt das Getränk im Kühlregal Haferdrink und nicht Hafermilch? Aufklappen ↓
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Richtig: B. Der Europäische Gerichtshof entschied am 14. Juni 2017 im Verfahren C-422/16, dass die Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 den Begriff Milch tierischen Erzeugnissen vorbehält. Selbst ein klarstellender Zusatz hilft nicht. Das Lobby-Kapitel ordnet die Entscheidung ein.
5 Welchen Steuersatz zahlt der Verbraucher auf Haferdrink? Aufklappen ↓
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Richtig: C. Pflanzliche Drinks fallen unter den vollen Satz von 19 Prozent, Kuhmilch unter den ermäßigten von 7 Prozent. Bei 2,59 Euro je Liter macht die Steuer 49 Cent aus, deutlich mehr als der gesamte Rohstoff- und Verpackungsanteil.

Was ist Hafer und wie entsteht das Korn?

Hafer ist ein einjähriges Süßgras der Gattung Avena, botanisch jünger als Weizen und Gerste. Vom Auflaufen bis zur Reife vergehen rund vier Monate. Das Korn verlangt kühles, feuchtes Wetter, verzeiht dafür magere Böden und wächst noch dort, wo andere Getreidearten aufgeben.

Die Pflanze trägt keine Ähre, sondern eine locker verzweigte Rispe. An jedem Ästchen hängen ein bis drei Körner, geschützt von einer festen Hülle. Diese Schale macht den Hafer widerstandsfähig gegen Pilzbefall, kostet die Mühle aber Substanz: Bis zu einem Viertel des angelieferten Gewichts landet als Spelze im Nebenprodukt.

Auf dem Acker gilt das Korn als genügsamer Gast. Der Wasserbedarf liegt hoch, der Anspruch an den Boden niedrig. Landwirte schätzen den Hafer außerdem als Gesundungsfrucht, weil die Fußkrankheiten der Weizen- und Gerstenfruchtfolge an dieser Art abprallen. Ein Haferjahr unterbricht die Krankheitskette im Boden.

Für die Schälmühle zählt weniger die Menge als die Kornqualität. Gefordert sind ein Hektolitergewicht über 54 Kilogramm, ein Spelzenanteil unter 26 Prozent und Körner, die sich sauber entspelzen lassen. Mindestens 90 Prozent einer Partie müssen die Fraktion über 2,0 Millimeter erreichen, mindestens die Hälfte die Fraktion über 2,5 Millimeter. Eine Partie unterhalb dieser Werte geht als Futterhafer in den Trog.

Im Mittel der vergangenen fünf Jahre erntete Deutschland 42,2 Dezitonnen Hafer je Hektar. Der Sommer 2026 unterbot diesen Wert klar. Über alle Getreidearten hinweg fiel der Hektarertrag nach Berechnung des Statistischen Bundesamtes von 73,2 auf 69,4 Dezitonnen. Sommergetreide reagiert auf Junihitze empfindlicher als Wintergetreide, weil die Kornfüllung genau in die heißeste Phase fällt.

Den wirtschaftlichen Wert des Korns bestimmt heute ein löslicher Ballaststoff. Hafer-Beta-Glucan bindet Gallensäuren im Darm und senkt dadurch den Cholesterinspiegel im Blut. Die Europäische Kommission hat diesen Zusammenhang in der Verordnung (EU) Nr. 432/2012 als zulässige gesundheitsbezogene Angabe freigegeben, ab einem Gramm je Portion. Dieser Ballaststoff trennt den Hafer vom Rest des Getreideregals.

Auf den Punkt
  • Vier Monate von der Saat bis zur Reife, mit dem höchsten Wasserbedarf aller heimischen Getreidearten.
  • Ein Viertel des Anliefergewichts geht in der Mühle als Spelze ab, bevor das erste Haferflockenkorn entsteht.
  • 54 Kilogramm je Hektoliter trennen den Schälhafer für das Müsli vom Futterhafer für den Trog.

Wer entdeckte Hafer und wie begann der Aufstieg?

Lederbeutel „1755“ am Haken, daneben eine Schale Porridge mit Aufschrift „2026“
Samuel Johnson spottete 1755 über das Pferdefutter der Schotten und traf damit die halbe Wahrheit.

Einen Entdecker hat der Hafer nie gehabt. Das Gras reiste als Beikraut im Saatgut von Gerste und Weizen aus Vorderasien nach Mitteleuropa. Erst gegen Ende der Bronzezeit, als das Klima kühler und nasser wurde, rückte die widerstandsfähige Art von selbst in die Fruchtfolge.

Archäobotaniker finden die ersten Körner nur vereinzelt und stets anderen Getreiden beigemischt. Aus der vorrömischen Eisenzeit zwischen 800 vor Christus und dem ersten nachchristlichen Jahrhundert werden die Funde zahlreich genug, um von eigenständigem Anbau auszugehen. Kelten und Germanen kultivierten das Korn dort, wo Weizen an Nässe und Kälte scheiterte.

Im Mittelmeerraum blieb die Verachtung. Römische Autoren führten das Getreide als Viehfutter und als Merkmal nördlicher Barbaren. Diese Geringschätzung überdauerte fast zwei Jahrtausende: Samuel Johnson definierte 1755 in seinem englischen Wörterbuch den Hafer als Korn, das in England den Pferden vorgeworfen werde und in Schottland die Menschen ernähre. Der Schotte James Boswell konterte, deshalb habe England so gute Pferde und Schottland so gute Männer.

Johnsons Spott traf eine ökonomische Wahrheit. Bis zur Motorisierung war der Hafer der wichtigste Energieträger der Landwirtschaft, des Transportwesens und der Armeen. Ein Arbeitspferd fraß täglich mehrere Kilogramm. Jede Fuhre Ziegel, jede Postkutsche und jede Kanone lief auf dieser Ration. Getreide war Treibstoff, lange bevor jemand Öl aus dem Boden holte.

Die industrielle Verarbeitung begann in Norddeutschland. Hans Hinrich Kölln erwarb 1795 in Elmshorn eine pferdegetriebene Grützmühle, sein Sohn Peter Kölln ließ sich am 10. November 1820 im Hamburg-Altonaer Handelsregister als Getreideverarbeiter eintragen. Aus dem Einmannbetrieb wurde der deutsche Marktführer für Haferflocken, heute mit rund 380 Beschäftigten und etwa 125 Millionen Euro Umsatz.

Die Flocke selbst war die eigentliche Erfindung. Erst das Dämpfen und Quetschen des geschälten Kerns machte aus einem zähen Brei ein Frühstück, das in Minuten fertig wird. Diese Technik verwandelte ein Arme-Leute-Getreide in ein Markenprodukt und legte die Grundlage für alles, was heute im Müsliregal steht.

Auf den Punkt
  • Als Unkraut gestartet: Der Hafer kam ungefragt im Saatgut von Gerste und Weizen nach Mitteleuropa.
  • 1755 spottete Samuel Johnson über das Pferdefutter der Schotten und beschrieb damit die halbe Wahrheit.
  • 1820 ließ sich Peter Kölln in Elmshorn eintragen, aus der Grützmühle wurde der deutsche Flockenmarktführer.

Wie hat Hafer die Weltkarte verändert?

Getreide füllt aus einem Holztrichter eine Metallrinne, daneben stehen leere Jutesäcke
Kanada liefert 63 Prozent des weltweit gehandelten Hafers, ein zweiter Lieferant dieser Größe fehlt.

Kein Rohstoff hat mehr Kriege versorgt und weniger ausgelöst. Bis 1945 war der Hafer die Logistik jeder Armee, weil Millionen Pferde Nachschub, Artillerie und Kavallerie bewegten. Mit dem Traktor verschwand der größte Absatzmarkt der Agrargeschichte binnen zweier Jahrzehnte.

Die Zahlen des Ersten Weltkriegs zeigen die Dimension. Allein das Deutsche Reich zog rund eine Million Pferde für die Truppe ein, was die landwirtschaftliche Produktion daheim einbrechen ließ. Die eiserne Reserve eines Armeepferdes bestand aus fünf Kilogramm Hafer. Im Mai 1918 warnten Militärstellen offen, die Operationen im Westen seien gefährdet, sofern kein Hartfutter mehr heranzuschaffen sei.

Nach 1950 kippte die Nachfrage. Traktoren und Lastwagen ersetzten das Zugtier. Die Haferfläche Europas schrumpfte daraufhin über Jahrzehnte. Der Rohstoff, der Feldzüge getragen hatte, verlor seinen Zweck. Die heutige Renaissance beruht auf einer völlig anderen Nachfrage: Frühstück, Riegel und Haferdrink haben den Trog als Leitmarkt abgelöst.

Geopolitisch macht den Hafermarkt eine Besonderheit verletzlich. Der größte Erzeuger und der größte Exporteur sind zwei verschiedene Länder. Das russische Statistikamt Rosstat weist für 2025 eine Ernte von 3,8 Millionen Tonnen aus, verfüttert wird die Menge fast vollständig im Inland. Kanada erntet weniger, liefert aber 63 Prozent des Welthandels.

Der Kontrast zu Öl oder Kupfer könnte kaum größer sein. Um dieses Getreide hat nie ein Staat einen Krieg begonnen, weil das Gras fast überall in gemäßigten Breiten wächst und niemand ein Monopol darauf halten kann. Die Machtfrage stellte sich immer über den Zugang zum Futter, nie über die Lagerstätte.

Genau deshalb blieb Europa bei diesem Korn eigenständig, während andere Rohstoffe dieser Reihe längst in asiatischer Hand liegen. Polen, Finnland und Schweden decken zusammen mehr als die Hälfte der EU-Ernte. Die nordische Konzentration bringt allerdings ein eigenes Risiko mit sich: Ein schlechter Sommer in Skandinavien trifft den europäischen Mühlenmarkt unmittelbar.

StufeWer dominiertKennzahlRisiko
ErzeugungRussland3,8 Mio. t (2025)kaum handelbar, Binnenmarkt
ExportKanada1,282 Mio. t (Jan. bis Okt. 2025), 63 Prozent WeltanteilFläche 2026 um 15,1 Prozent gekürzt
AbnahmeUSA81 Prozent der kanadischen Ausfuhr, 96 Prozent Marktanteil dortein einziger Korridor
Verarbeitung EUPolen, Finnland, Schweden2,27 / 1,27 / 0,66 Mio. t (2024)Qualität schwankt mit dem Sommer
NachfragereserveChinarund 400.000 t Einfuhr im Jahrfür kanadische Ware faktisch verschlossen
Erzeugung, Handel und Verarbeitung liegen beim Hafer in verschiedenen Händen.

Diese Arbeitsteilung erzeugt einen dünnen, politisch exponierten Markt. Kanadas Haferausfuhr hängt zu vier Fünfteln an einem einzigen Nachbarn. Als Washington am 20. Juli 2026 zusätzliche Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren verkündete, mit Wirkung zum 19. August, stand das Getreide nicht auf der Liste. Betroffen sind Milcherzeugnisse, Alkohol und eine lange Reihe von Industriegütern, ausgenommen bleiben Energie, Kalidünger und Fisch. Der Haferkorridor überstand diese Runde also unbeschadet.

Sicherheit bedeutet das nicht. Selbst Waren mit Ursprungsnachweis nach dem nordamerikanischen Freihandelsabkommen schützt der Vertrag inzwischen nicht mehr zuverlässig vor neuen Abgaben. Der einzige nennenswerte Ausweichmarkt bleibt zugleich versperrt. China führt jährlich rund 400.000 Tonnen ein, hat kanadische Agrargüter aber seit dem Zollstreit von 2025 mit Gegenmaßnahmen belegt. Die Teilentlastung vom 1. März 2026 betraf Raps, Erbsen und Meeresfrüchte, den Hafer dagegen nicht.

Die Haferkarte der Welt
Wer erntet, wer liefert und wo der Handel an einem Faden hängt

Ernte ausgewählter Länder

Russland3,80 Mio. t
Polen2,27 Mio. t
Finnland1,27 Mio. t
Deutschland0,94 Mio. t
Schweden0,66 Mio. t

Drei Bruchstellen der Versorgung

63 %
Anteil Kanadas am weltweit gehandelten Hafer. Die Anbaufläche dort sank 2026 um 15,1 Prozent auf 2,5 Millionen Acre
81 %
der kanadischen Haferausfuhr gehen in die USA, wo das Land 96 Prozent des Marktes hält. Ein einziger Korridor trägt den Welthandel
400.000 t
führt China jährlich ein, der drittgrößte Abnehmer weltweit. Für kanadische Agrarware bleibt der Markt seit dem Zollstreit weitgehend verschlossen
Der Hafermarkt trennt Erzeugung und Handel sauber voneinander. Russland erntet am meisten und exportiert kaum, Kanada erntet weniger und beliefert die halbe Welt. Fällt die kanadische Fläche weiter, fehlt ein zweiter Lieferant dieser Größenordnung.

Warum ist Hafer für die Weltwirtschaft so wichtig?

Offener Jutesack mit Getreidekörnern neben braunem Koffer mit Anhänger WELTHANDEL
Von 23 Millionen Tonnen Welternte überschreiten nur rund zwei Millionen Tonnen eine Grenze.

Gemessen an Weizen bleibt der Hafer eine Nische. Rund 23 Millionen Tonnen erntet die Welt im Jahr, kaum drei Prozent der Weizenmenge. Wirtschaftlich zählt das Korn trotzdem, weil der gehandelte Anteil winzig ist und eine wachsende Lebensmittelindustrie daran hängt.

Vom Welterntevolumen wandern nur etwa zwei Millionen Tonnen über Grenzen. Der Rest bleibt dort, wo er wächst, meist im Futtertrog. Dieser dünne Handelsstrom erklärt die Nervosität des Marktes: Eine schlechte Ernte in Kanada verschiebt prozentual mehr als eine Missernte in einer der großen Weizenregionen, über die wir in der Stoffgeschichte zum Weizen geschrieben haben.

Europa ist beim Hafer stärker aufgestellt als bei den meisten anderen Rohstoffen dieser Reihe. Die EU erntete 2024 nach Eurostat-Zahlen 7,8 Millionen Tonnen, nach 5,9 Millionen im Jahr zuvor. Polen führt mit 2,27 Millionen Tonnen, Finnland folgt mit 1,27 Millionen, Schweden mit 0,66 Millionen. Der europäische Selbstversorgungsgrad liegt damit rechnerisch über hundert Prozent.

Die Rechnung stimmt nur in Tonnen. Deutschland erntete 2025 insgesamt 938.200 Tonnen, deutlich mehr als die 699.700 Tonnen des Vorjahres. Die heimischen Schälmühlen verarbeiteten 2024 knapp 700.000 Tonnen zu Lebensmitteln. Weil nur ein Teil jeder Ernte die Schälqualität erreicht, kaufen Mühlen wie Peter Kölln in Skandinavien zu und begründen das offen mit dem Rohstoffbedarf, den der deutsche Anbau allein nicht deckt.

Anders als Weizen oder Mais besitzt der Hafer in Europa keinen eigenen Terminmarkt. Preise entstehen in bilateralen Verträgen zwischen Landwirt, Landhandel und Mühle. Im Juli 2026 zahlte der deutsche Handel rund 125,80 Euro je Tonne für Futterhafer und 130,50 Euro für Qualitätsware. Ökohafer erreichte im Juni nach AMI-Notierung 33,58 Euro je Dezitonne, das Doppelte der konventionellen Ware.

Der Abstand zwischen beiden Qualitäten ist die eigentliche ökonomische Pointe. Ein Aufschlag von rund fünf Euro je Tonne, also gut vier Prozent, soll den Landwirt für Sortenwahl, Sortierung und Lagertrennung entschädigen. Bei diesem Anreiz entscheidet sich am Feldrand, ob eine Partie überhaupt als Lebensmittel angeboten wird.

Auf den Punkt
  • 23 Millionen Tonnen Welternte, davon überschreiten nur rund zwei Millionen eine Grenze.
  • 7,8 Millionen Tonnen erntete die EU 2024, angeführt von Polen, Finnland und Schweden.
  • Kein Terminmarkt in Europa: Der Haferpreis entsteht im Vertrag, nicht an der Börse.

In welchen Produkten steckt Hafer und was fällt ohne das Korn weg?

Porridge-Schüssel mit Obst, Nüssen und Textschild neben weißer Getränkeverpackung
Flocken und Haferdrink hängen an derselben schmalen Qualitätsfraktion der Ernte.

Hafer steckt im Müsli, im Riegel, im Brot, im Kühlregal und im Pferdestall. Der auffälligste Zuwachs kommt aus dem Getränkeregal: Der Pflanzendrink führt die pflanzlichen Milchalternativen in Deutschland mit rund 70 Prozent Marktanteil an und hat Soja und Mandel klar hinter sich gelassen.

Die Rezeptur überrascht viele Käufer. In einem Liter stecken je nach Hersteller fünf bis zwölf Prozent Korn, üblich sind rund zehn Prozent. Ein Kilogramm Hafer ergibt acht bis zehn Liter Getränk. Den Rest besorgen Wasser, Enzyme und ein Anteil Öl, der dem Produkt die Sämigkeit gibt.

ProduktgruppeKonkretes BeispielHaferbasisErsatz vorhanden?
GetränkeHaferdrink, Barista-Variantenrund 100 g Kern je Literja, aber importiert (Soja, Mandel, Reis)
FrühstückFlocken, Müsli, Porridgegedämpfter, gequetschter Kernnein, das Produkt ist der Rohstoff
Riegel und CerealienMüsliriegel, CrunchyFlocken und Kleie als Binderteilweise, mit Textur- und Preisverlust
BackwarenHaferbrot, Kekse, CrackersMehl, Kleie, Flockenja, über Weizen und Roggen
HautpflegeCremes mit Haferextraktkolloidal vermahlener Kernbegrenzt
TierfutterPferde-, Rinder-, Geflügelfutterganzes Korn samt Spelzeja, über Gerste und Mais
Vom Kühlregal bis zum Trog: Der Hafer bedient sechs sehr unterschiedliche Märkte.

Der gesundheitliche Aufhänger liefert das Beta-Glucan. Vier Esslöffel Haferkleie, also rund 40 Gramm, enthalten 3,2 Gramm des Ballaststoffs und erreichen damit die Tagesmenge, die die EU-Regeln für die Cholesterin-Auslobung verlangen. Diese Zahl ist der Grund, warum das Korn in Ernährungsberatungen einen festen Platz hat und der Absatz seit Jahren wächst.

Ein Blick auf die Mengen ordnet die Euphorie ein. Von den knapp 700.000 Tonnen, die deutsche Schälmühlen 2024 verarbeiteten, geht der größte Teil noch immer in Flocken und Müsli. Der Getränkebereich wächst am schnellsten, bleibt aber der jüngste Kanal. Peter Kölln allein verarbeitet rund 60.000 Tonnen im Jahr und beliefert daraus mehrere Produktlinien.

Der Pferdestall bleibt der stille Dauerabnehmer. Ganzes Korn samt Hülle gilt dort als Standardfutter, und diese Verwendung stellt keine Ansprüche an Sortierung oder Kernanteil. Zwischen Trog und Frühstückstisch entscheidet damit kein Marktpreis, sondern ein Messwert in der Annahmestelle der Mühle.

Die Kipp-Logik des Hafers verläuft anders als bei Metallen. Ein Lieferausfall im klassischen Sinn droht kaum, denn irgendein Korn wächst immer. Knapp wird die Qualität. Eine Hitzeernte wie 2026 bringt zu leichte, zu stark bespelzte Partien. Ein Futterhafer lässt sich nicht nachträglich in eine Schälmühle umleiten.

Zuerst trifft die Verknappung damit die Produkte, die den Kern brauchen. Flocken, Müsli und Drink hängen an derselben schmalen Qualitätsfraktion. Backwaren weichen auf Weizen aus, der Pferdestall nimmt Gerste. Das Frühstück fällt also früher aus als der Trog, was die übliche Erzählung vom Nahrungsmittel gegen Futtermittel umkehrt.

Alltag voller Hafer
Wo das Korn steckt und was bei knapper Schälware zuerst fehlt

Wo das Korn wirklich landet

5 bis 12 %
Haferanteil in marktüblichen Haferdrinks. Ein Kilogramm Korn ergibt acht bis zehn Liter Getränk
700.000 t
verarbeiteten deutsche Schälmühlen 2024 zu Flocken, Müsli, Riegeln, Cerealien und Drinks, 140 Prozent mehr als 2008
3 g
Hafer-Beta-Glucan täglich erlaubt die Auslobung der Cholesterinwirkung. Vier Esslöffel Haferkleie liefern 3,2 Gramm
60.000 t
verarbeitet allein die Mühle Peter Kölln in Elmshorn im Jahr. Der deutsche Anbau deckt diesen Bedarf nicht allein
26 %
Spelzenanteil trennt Lebensmittel von Futter. Was die Sortierung verfehlt, geht in den Trog statt in die Flocke
70 %
Marktanteil hält Hafer unter den pflanzlichen Milchalternativen in Deutschland und führt die Kategorie deutlich an

Was bei knapper Schälware zuerst kippt

Haferdrink und Cerealiensofort
Flocken und Müslisofort
Backwaren mit Haferanteilverzögert
Pferde- und Nutztierfutterkaum
Die Kipp-Logik des Hafers läuft nicht über die Menge, sondern über die Qualität. Eine Hitzeernte bringt oft genug Tonnen, aber zu leichte und zu stark bespelzte Körner. Futterhafer lässt sich nicht in eine Schälmühle umleiten, deshalb fehlt zuerst das Frühstück und zuletzt der Trog.

Wie setzt sich der Preis eines Liters Haferdrink zusammen?

Weiße Kartonstücke als Tortendiagramm mit Hafermilch-Karton und 1,8 Cent-Zettel
Vom Literpreis 2,59 Euro entfallen 1,04 Euro auf Marge, Marketing und Logistik.

Ein Liter Haferdrink für 2,59 Euro besteht rechnerisch aus 1,04 Euro Marge, Marketing und Logistik, 0,67 Euro Herstellung, 0,49 Euro Mehrwertsteuer sowie 0,39 Euro für Rohstoff und Verpackung. Der Hafer selbst kostet darin weniger als zwei Cent.

Diese Zerlegung stammt aus einer Analyse der WirtschaftsWoche und deckt sich mit den Rohstoffkosten, die aus dem Erzeugerpreis folgen. Ein Liter enthält rund 100 Gramm Kern. Wegen der Spelze braucht die Mühle dafür etwa 135 Gramm Rohware. Bei 130,50 Euro je Tonne ergibt das rund 1,8 Cent.

PositionBetrag je LiterAnteilEmpfänger
Marge, Marketing, Logistik1,04 €40,2 %Marke und Handel
Herstellung0,67 €25,9 %Mühle und Abfüller
Mehrwertsteuer0,49 €18,9 %Staat
Rohstoff und Verpackung0,39 €15,1 %Landwirt, Kartonhersteller
davon Haferrund 0,018 €0,7 %Landwirt
Der Rohstoff ist die kleinste Position, die Steuer das 27-Fache davon.

Der Steuersatz erklärt einen guten Teil des Preisabstands zur Kuhmilch. Pflanzliche Drinks fallen unter den vollen Satz von 19 Prozent, Milch tierischen Ursprungs unter den ermäßigten von 7 Prozent. Zwei Produkte aus demselben Kühlregal werden also unterschiedlich besteuert, obwohl beide denselben Zweck im Milchkaffee erfüllen. Zwölf Prozentpunkte Steuerdifferenz übersteigen jede denkbare Rohstoffbewegung.

Die Asymmetrie zeigt sich auch bei Preisbewegungen. Steigt der Erzeugerpreis um die Hälfte, verteuert sich der Liter rechnerisch um weniger als einen Cent. Fällt der Erzeugerpreis, kommt davon im Regal nichts an. Der Rohstoff ist schlicht zu klein, um den Endpreis zu bewegen.

Auch der Vergleich mit dem Frühstück lohnt. Ein Kilogramm Haferflocken kostet im Handel je nach Marke deutlich weniger als zwei Liter Fertiggetränk, enthält aber die zehnfache Kornmenge. Je weiter ein Haferprodukt vom rohen Korn entfernt liegt, desto kleiner wird der Anteil des Landwirts an der Wertschöpfung.

Für Einkäufer folgt daraus eine unbequeme Einsicht. Wer beim Haferdrink über den Rohstoffpreis verhandelt, verhandelt über 0,7 Prozent der Kalkulation. Die relevanten Hebel liegen bei Verpackung, Abfüllkapazität und Logistik, also genau dort, wo die Energiekosten durchschlagen.

Ein Liter Haferdrink für 2,59 Euro
Wer welchen Anteil am Regalpreis bekommt

Aufteilung des Verkaufspreises

Marge, Marketing, Logistik1,04 €
Herstellung0,67 €
Mehrwertsteuer (19 %)0,49 €
Rohstoff und Verpackung0,39 €

Die Rechnung dahinter

1,8 Cent
Wert des Hafers selbst: rund 100 Gramm Kern je Liter, dafür etwa 135 Gramm Rohware bei 130,50 Euro je Tonne
0,7 %
Anteil des Landwirts am Regalpreis. Der Staat kassiert an derselben Packung das 27-Fache
19 zu 7
Steuersätze im Vergleich: voller Satz auf den Pflanzendrink, ermäßigter Satz auf Kuhmilch aus demselben Kühlregal
Der Rohstoff ist im Haferdrink die kleinste Position der Kalkulation. Gut vier von zehn Cent des Regalpreises fließen in Marge, Marketing und Logistik, ein weiteres Fünftel an den Fiskus. Steigt der Haferpreis um die Hälfte, verteuert sich der Liter rechnerisch um weniger als einen Cent.

Wer verdient an Hafer und wer zahlt drauf?

Großes und kleines Sparschwein auf Weiß, das kleine mit Mütze und Schild „Landwirt“
Der Erzeuger erhält rund 0,7 Prozent des Regalpreises, den ein Liter Haferdrink erlöst.

Am Hafer verdienen die Marken, der Handel und der Fiskus. Der Landwirt bekommt bei 130,50 Euro je Tonne rund 0,7 Prozent des Regalpreises eines Haferdrinks. Der klassische Ressourcenfluch fehlt hier, weil niemand um ein Getreide kämpft, das überall wächst.

Die Gewinnerseite lässt sich am schwedischen Anbieter Oatly ablesen. Der Umsatz kletterte seit 2014 von 33,6 auf 710,8 Millionen Euro, im Schlussquartal 2025 legte die Marke um 9,1 Prozent auf 201,7 Millionen Euro zu und erreichte erstmals in einem vollen Jahr ein positives bereinigtes Betriebsergebnis. Zehn Verlustjahre gingen voraus. Die Aktie verlor in dieser Zeit mehr als 96 Prozent ihres Werts.

BeteiligterPosition im WertstromGrößenordnungBilanz
LandwirtErzeugung125,80 bis 130,50 € je TonneVerlierer, Aufschlag für Schälqualität nur gut vier Prozent
SchälmühleVerarbeitungKölln rund 125 Mio. € Umsatz, 380 Beschäftigtestabil, Kapazitätsausbau geplant
MarkeRezeptur und VertriebOatly 710,8 Mio. € UmsatzGewinner nach zehn Verlustjahren
HandelRegalplatzTeil der 1,04 € je LiterGewinner ohne Rohstoffrisiko
StaatUmsatzsteuer0,49 € je LiterGewinner, 19 statt 7 Prozent
VerbraucherKasse2,59 € je Literzahlt den vollen Satz für ein Getränk aus 90 Prozent Wasser
Die Wertschöpfung des Hafers liegt fast vollständig hinter dem Hoftor.

Der Vergleich zweier Länder zeigt, wie unterschiedlich sich dieselbe Pflanze auszahlt. Finnland erntet auf einem Bruchteil der deutschen Bevölkerungsgröße 1,27 Millionen Tonnen und hat um das Korn eine Exportindustrie gebaut. Deutschland erntet weniger, verarbeitet fast so viel und importiert die Differenz aus Skandinavien.

Ein Ressourcenfluch im Lehrbuchsinn entsteht daraus nicht. Wohl aber eine leise Umkehrung: Ausgerechnet das Getreide mit dem besten Ruf in der Ernährungsberatung wirft für den Erzeuger am wenigsten ab. Wir halten das für den eigentlichen Skandal dieser Stoffgeschichte. In keinem Geschäftsbericht taucht er auf.

Die lokale Bevölkerung in den Anbauregionen bleibt beim Hafer anders als bei Kobalt oder Zinn unbeschadet. Weder Kinderarbeit noch Bergbaukonflikte hängen an diesem Rohstoff, und die Umweltbilanz fällt gegenüber Mandel oder Reis günstig aus. Diese saubere Herkunft verkauft sich in der Werbung gut. Im Erzeugerpreis taucht der Vorteil nicht auf.

Auf der Verliererseite steht außerdem der Verbraucher mit dem vollen Steuersatz. 49 Cent Umsatzsteuer je Liter summieren sich bei wöchentlichem Kauf auf rund 25 Euro im Jahr, allein aus der Differenz zwischen sieben und neunzehn Prozent bleiben davon gut 16 Euro. Ein Haushalt, der auf Kuhmilch umsteigt, spart diese Differenz sofort und verliert dabei kein einziges Gramm Kalzium.

Beim Hafer feiert Europa eine Erfolgsgeschichte, die am Feldrand nicht ankommt. Ein Landwirt bekommt 1,8 Cent von einem Liter, der im Regal 2,59 Euro kostet. Dafür soll er Sortenwahl, Sortierung und getrennte Lagerung liefern.

— Markus Seyfferth, Chefredakteur Dr. Web
Auf den Punkt
  • 0,7 Prozent des Regalpreises eines Haferdrinks landen beim Erzeuger des Rohstoffs.
  • Zehn Verlustjahre brauchte Oatly bis zum ersten positiven bereinigten Betriebsergebnis 2025.
  • Finnland baute um dieselbe Pflanze eine Exportindustrie, Deutschland importiert die Qualitätslücke.

Wie mächtig ist die Hafer-Lobby?

Milchkanne mit grüner Kuh, Milchkarton auf Mauer, Schild:
Der Europäische Gerichtshof behielt 2017 die Bezeichnung Milch tierischen Erzeugnissen vor.

Eine Hafer-Lobby im klassischen Sinn fehlt. Stattdessen finanzieren acht Mühlen im Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft seit Ende 2008 eine gemeinsame Kommunikationskampagne, die unter dem Namen Hafer die Alleskörner auftritt und Ernährungsfachkräfte mit Material versorgt.

Die Konstruktion ist geschickt. Was wie eine neutrale Ernährungsinitiative aussieht, ist eine Marketingplattform der verarbeitenden Industrie. Der Verband stellt Broschüren, Rezepte, Fortbildungen und Anbauberatung bereit, betreibt also Nachfrage- und Angebotspolitik aus einer Hand. Ein Etat wird dafür nicht öffentlich ausgewiesen.

Die eigentliche Machtfrage entscheidet sich woanders, nämlich im EU-Recht. Die Verordnung (EU) Nr. 432/2012 erlaubt die Aussage zur Cholesterinsenkung ab einem Gramm Hafer-Beta-Glucan je Portion, verlangt aber den Hinweis auf drei Gramm täglich. Diese Zulassung ist der wertvollste Besitz der Branche, weil kein Marketingbudget eine amtlich geprüfte Gesundheitsaussage ersetzt.

Auf der Gegenseite steht eine ältere und stärkere Interessengruppe. Die Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 behält in Anhang VII Teil III die Bezeichnung Milch tierischen Erzeugnissen vor. Der Europäische Gerichtshof bestätigte diese Sperre am 14. Juni 2017 im Verfahren C-422/16 gegen den Hersteller TofuTown und stellte klar, dass auch ein erklärender Zusatz nichts ändert.

Seither heißt das Produkt Drink statt Milch. Die Umbenennung wirkt kosmetisch, kostet aber Wiedererkennung im Regal und zwingt jede Marke zu erklärender Werbung. Die Molkereiwirtschaft hat damit eine Sprachgrenze durchgesetzt, die kein Werbeetat einreißt.

Handfester wirkt der Steuersatz. Kuhmilch fällt unter die ermäßigten sieben Prozent, der pflanzliche Drink unter volle neunzehn. Zwölf Prozentpunkte Unterschied auf ein Produkt derselben Verwendung sind der größte einzelne Wettbewerbsvorteil der Milchbranche. An dieser Stellschraube hat sich seit Jahren nichts bewegt.

Auf den Punkt
  • Acht Mühlen finanzieren seit 2008 die Kampagne, die als Ernährungsinitiative auftritt.
  • 432/2012: Die zugelassene Cholesterin-Aussage ist das wertvollste Gut der Haferbranche.
  • Zwölf Punkte Steuerdifferenz trennen Kuhmilch vom Haferdrink im selben Kühlregal.

Wie kommt Europa vom Importhafer los?

Zwei Tontöpfe: einer mit Haferpflanze, einer leer mit Schild
Winterformen weichen der Junihitze aus, brauchen aber Frosthärte und mehrere Züchtungsrunden.

Europa muss nicht vom Hafer weg, sondern von der Importlücke bei Schälqualität. Drei Hebel wirken: hitzefestere Sorten und Winterformen, ein höherer Aufschlag für Mühlenware sowie eine bessere Nutzung der Spelze, die heute ein Viertel jeder Anlieferung ausmacht.

Der Züchtungshebel wirkt am langsamsten und am gründlichsten. Sommerhafer reift genau dann, wenn die Junihitze zuschlägt. Kornfüllung und Sortierung leiden darunter zuerst. Winterformen weichen dieser Phase aus, stellen aber höhere Ansprüche an die Frosthärte. Landessortenversuche prüfen deshalb seit Jahren, welche Sorten Ertrag und Schäleignung zugleich halten.

Der Preishebel wirkt sofort. Gut vier Prozent Aufschlag für Qualitätsware decken den Mehraufwand aus Sortenwahl, getrennter Lagerung und Sortierung kaum. Solange die Differenz so schmal bleibt, liefert ein Landwirt im Zweifel in den Trog, weil der Trog keine Sortierprüfung verlangt.

Der dritte Hebel liegt im Nebenprodukt. Bis zu einem Viertel jeder Partie fällt als Spelze an, ein Material mit geringem Futterwert und hohem Brennwert. Mühlen nutzen die Fraktion energetisch und stofflich, womit ein Teil der Verarbeitungskosten wieder hereinkommt.

Bei den Alternativen zum Korn selbst wird die Rechnung unbequem. Soja, Mandel und Reis ersetzen den Haferdrink technisch, kommen aber überwiegend aus Übersee. Ein Tausch des heimischen Rohstoffs gegen Importware ersetzt lediglich das Qualitätsproblem durch ein Lieferkettenproblem. Beim Beta-Glucan bietet allein die Gerste eine gleichwertige, ebenfalls zugelassene Alternative.

Realistisch bleibt der Zeithorizont mittelfristig. Anbaufläche und Verarbeitungskapazität wachsen in Deutschland bereits, Peter Kölln plant für Elmshorn ein Plus von bis zu 80 Prozent. Die Qualitätslücke schließt sich damit nicht in einer Saison, wohl aber über mehrere Erntejahre.

Auf den Punkt
  • Winterformen weichen der Junihitze aus, brauchen aber Frosthärte und mehrere Züchtungsrunden.
  • Vier Prozent Qualitätsaufschlag reichen nicht, um Sortierung und getrennte Lagerung zu bezahlen.
  • Bis zu 80 Prozent mehr Kapazität plant die größte deutsche Hafermühle in Elmshorn.

Was bedeutet die knappe Haferernte für Deutschland?

Sack mit Getreide, Thermometer, geschmolzenes Eis auf rissiger Erde. Anhänger: „Ernte 2026“
Der Raiffeisenverband beziffert die Hitzeschäden der Ernte 2026 auf über 600 Millionen Euro.

Deutschland erntet 2026 auf 189.900 Hektar Hafer, 1,5 Prozent mehr Fläche als im Vorjahr. Die Hitze frisst diesen Zuwachs auf. Gleichzeitig kürzt Kanada, Herkunft von 63 Prozent des Welthandels, die eigene Fläche um 15,1 Prozent. Beide Bewegungen treffen dieselbe Qualitätsfraktion.

Der Deutsche Raiffeisenverband legte am 13. August 2026 die Abschlussschätzung vor und kommt auf 40,6 Millionen Tonnen Getreide, über zehn Prozent unter den 45 Millionen des Vorjahres und klar unter dem Fünfjahresmittel von 42,5 Millionen. Rund drei Millionen Tonnen Getreide und Raps gingen seit Mitte Juni verloren, ein Erlösverlust von mehr als 600 Millionen Euro oder rechnerisch zehn Millionen Euro je Tag.

Getreidemarktexperte Guido Seedler fasste den Sommer so zusammen: „2026 wird als Hitzejahr in die Geschichtsbücher eingehen.“ Das Statistische Bundesamt kam in seiner ersten Schätzung vom 3. August auf 37,5 Millionen Tonnen und einen Hektarertrag von 69,4 Dezitonnen nach 73,2 im Vorjahr. Beide Häuser messen unterschiedlich, zeigen aber dieselbe Richtung.

Für Verbraucher bleibt der Schaden im Regal überschaubar. Weil der Rohstoff nur 0,7 Prozent des Literpreises ausmacht, schlägt selbst eine kräftige Verteuerung des Korns kaum durch. Bei Flocken und Müsli liegt der Rohstoffanteil höher, dort sind Aufschläge im niedrigen einstelligen Prozentbereich plausibel. Der Raiffeisenverband erwartet für Brot und Backwaren ausdrücklich keine erntebedingten Preissprünge.

Für Unternehmen liegt das Risiko in der Verfügbarkeit, nicht im Preis. Verarbeiter von Schälhafer schließen ihre Kontrakte für die Saison 2026/27 besser früher als üblich, trennen die Qualitätsstufen im Einkauf sauber und beobachten den kanadischen Korridor. Die US-Zölle vom 19. August 2026 erfassen Getreide zwar nicht, doch ein Markt mit einem einzigen Großlieferanten reagiert auf jede politische Störung.

Drei Szenarien zeichnen sich für die kommenden Monate ab. Alle drei hängen an derselben Frage: Wie groß fällt der Anteil an Mühlenqualität in der skandinavischen und der polnischen Ernte aus? Der Futtermarkt bleibt in jedem Fall versorgt.

SzenarioAuslöserPreis MühlenhaferFolge für Verarbeiter
OptimistischSkandinavien liefert überdurchschnittliche Schälqualitätunter 140 € je TonneKontrakte wie üblich, keine Umstellung
RealistischQualitätsanteil normal, Menge europaweit knapperrund 145 bis 150 € je TonneAufschlag von zehn bis fünfzehn Prozent einplanen
PessimistischKanada kürzt 2027 erneut, EU-Ernte erneut hitzegeschädigtüber 160 € je TonneMengensicherung vor Preisverhandlung
Nicht der Preis entscheidet über die Szenarien, sondern der Anteil an Schälqualität.

Für den Haushalt bleibt der praktische Rat unspektakulär. Flocken und Haferkleie liefern Beta-Glucan zu einem Bruchteil der Kosten eines fertigen Getränks, ein Kilogramm Flocken kostet im Handel weniger als zwei Liter Haferdrink. Ein selbst angesetzter Drink aus 100 Gramm Korn ersetzt einen Liter Fertigware, spart die 19 Prozent Steuer auf die Verarbeitungsleistung und liefert dieselben Ballaststoffe.

Für Unternehmen zählt eine zweite Einsicht. Der deutsche Anbau wächst, die Verarbeitungskapazität wächst schneller, und die Lücke schließt kein Einkäufer über den Spotmarkt. Mehrjährige Anbauverträge mit klarer Qualitätsprämie binden Fläche früher als jede Preisrunde im Herbst. Genau daran arbeiten die Mühlen mit ihren regionalen Haferforen.

Auf den Punkt
  • 40,6 Millionen Tonnen Getreide erwartet der Raiffeisenverband für 2026, über zehn Prozent weniger als 2025.
  • 600 Millionen Euro Erlösverlust rechnet der Verband der Hitze zu, rund zehn Millionen je Tag.
  • Kontrakte früher schließen: Beim Hafer entscheidet 2026/27 die Verfügbarkeit der Schälqualität, nicht der Preis.

Glossar: 17 wichtige Fachbegriffe rund um Hafer

Notizbuch mit Spelze, daneben Haferkerne mit einem „Ritter“-Schilder
Die Spelze macht bis zu ein Viertel des Anliefergewichts aus und trennt Lebensmittel von Futter.

AMI

Agrarmarkt Informations-Gesellschaft, die deutsche Marktbeobachtungsstelle für Agrarpreise. Die AMI-Notierungen liefern die Referenzwerte für Öko- und Futterhafer, an denen sich Landhandel und Mühlen orientieren.

Avena sativa

Botanischer Name des Saathafers, der einzigen kultivierten Art der Gattung Avena mit wirtschaftlicher Bedeutung in Europa. Der Saathafer bildet eine Rispe statt einer Ähre und stammt aus Wildformen Vorderasiens.

Beta-Glucan

Löslicher Ballaststoff in der Zellwand des Haferkorns. Beta-Glucan bindet Gallensäuren im Darm und senkt so den Cholesterinspiegel. Die EU erlaubt die Auslobung ab einem Gramm je Portion bei einer empfohlenen Tagesmenge von drei Gramm.

Dezitonne

Einheit der Agrarstatistik, abgekürzt dt, entspricht 100 Kilogramm. Hektarerträge und Erzeugerpreise für Hafer werden in Deutschland üblicherweise in Dezitonnen je Hektar beziehungsweise Euro je Dezitonne angegeben.

DRV

Deutscher Raiffeisenverband, Spitzenverband der genossenschaftlichen Agrarwirtschaft. Der DRV veröffentlicht mehrmals im Jahr eine Ernteschätzung, die neben den Zahlen des Statistischen Bundesamtes als zweite Referenz für den Getreidemarkt gilt.

Entspelzen

Erster Verarbeitungsschritt in der Schälmühle, bei dem die feste Hülle vom Haferkern getrennt wird. Sortenwahl und Kornform entscheiden darüber, wie sauber dieser Schritt gelingt und wie viel Bruch entsteht.

Futterhafer

Haferpartie, die die Anforderungen der Schälmühle an Hektolitergewicht, Spelzenanteil oder Sortierung verfehlt. Futterhafer geht ungeschält in Misch- und Pferdefutter und erzielt einen niedrigeren Preis als Mühlenware.

Gesundungsfrucht

Kultur, die Fußkrankheiten der Getreidefruchtfolge unterbricht. Hafer gilt als klassische Gesundungsfrucht, weil die Erreger von Weizen und Gerste an dieser Art nicht anwachsen und der Krankheitsdruck im Boden sinkt.

Haferdrink

Pflanzliches Getränk aus enzymatisch aufgeschlossenem Hafer und Wasser, marktüblich mit fünf bis zwölf Prozent Kornanteil. Die Bezeichnung Hafermilch ist im EU-Recht nicht zulässig, weil der Milchbegriff tierischen Erzeugnissen vorbehalten bleibt.

Haferkleie

Ballaststoffreiche Randschicht des Haferkorns, die beim Mahlen anfällt. Vier Esslöffel Haferkleie, rund 40 Gramm, enthalten etwa 3,2 Gramm Beta-Glucan und erreichen damit die von der EU genannte Tagesmenge.

Health Claim

Gesundheitsbezogene Angabe auf einem Lebensmittel, geregelt in der Verordnung (EU) Nr. 432/2012. Für Hafer-Beta-Glucan sind Aussagen zur Senkung des Cholesterinspiegels zugelassen, jeweils gekoppelt an eine Mindestmenge je Portion.

Hektolitergewicht

Gewicht von 100 Litern Schüttgut in Kilogramm, das wichtigste Qualitätsmaß für Hafer. Schälmühlen verlangen Werte über 54 Kilogramm je Hektoliter, weil ein hoher Wert auf gut gefüllte Körner und einen hohen Kernanteil hindeutet.

Rispe

Locker verzweigter Blütenstand des Hafers, an dessen Ästchen die Körner einzeln hängen. Die Rispe unterscheidet den Hafer auf den ersten Blick von Weizen, Gerste und Roggen, die alle eine kompakte Ähre bilden.

Schälhafer

Auch Mühlenhafer genannt: eine Partie, die alle Qualitätsanforderungen der Lebensmittelverarbeitung erfüllt. Schälhafer erzielt einen Aufschlag von rund vier Prozent gegenüber Futterhafer und landet in Flocken, Müsli, Riegeln und Getränken.

Sortierung

Anteil der Körner in definierten Größenfraktionen. Für Schälhafer werden mindestens 90 Prozent über 2,0 Millimeter und mindestens 50 Prozent über 2,5 Millimeter gefordert, weil kleine Körner in der Mühle Ausbeute kosten.

Spelze

Feste Hülle um den Haferkern, die bis zu einem Viertel des Anliefergewichts ausmacht. Die Spelze schützt das Korn auf dem Feld, muss in der Mühle abgetrennt werden und dient danach als Brennstoff oder Rohstoff.

VGMS

Verband der Getreide-, Mühlen- und Stärkewirtschaft. Acht Hafermühlen im VGMS finanzieren seit Ende 2008 die Kampagne Hafer die Alleskörner, die Ernährungsfachkräfte und Landwirte zugleich adressiert.

FAQ: Wie wurde Hafer vom Pferdefutter zum Trendrohstoff?

Haferbrei-Schüssel mit Fragezeichen-Schildchen und Löffel auf weißem Grund
Sechs Fragen zu Gluten, Preis, Bezeichnung und Versorgungslage rund um das Korn.

Ist Hafer glutenfrei?

Hafer enthält von Natur aus kein Gluten im engeren Sinn, wohl aber das verwandte Speicherprotein Avenin, das die meisten Menschen mit Zöliakie vertragen. Das Problem liegt in der Verunreinigung: Auf dem Feld, im Transport und in der Mühle kommt Hafer regelmäßig mit Weizen und Gerste in Kontakt. Nur ausdrücklich als glutenfrei ausgelobte Ware durchläuft eine getrennte Kette.

Warum steht Haferdrink auf der Packung und nicht Hafermilch?

Die Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 behält die Bezeichnung Milch in Anhang VII Teil III Erzeugnissen tierischen Ursprungs vor. Der Europäische Gerichtshof bestätigte diese Regel am 14. Juni 2017 im Verfahren C-422/16 und stellte klar, dass auch ein klarstellender Zusatz wie pflanzlich daran nichts ändert. Deshalb steht auf jeder Packung Drink.

Wie viel Hafer steckt in einem Liter Haferdrink?

Marktübliche Rezepturen enthalten fünf bis zwölf Prozent Hafer, üblich sind rund zehn Prozent, also etwa 100 Gramm Kern je Liter. Ein Kilogramm Hafer reicht damit für acht bis zehn Liter. Der Rohstoffwert liegt bei rund 1,8 Cent je Liter, ein Bruchteil der Mehrwertsteuer von 49 Cent auf eine Packung für 2,59 Euro.

Warum ist Haferdrink teurer als Kuhmilch?

Drei Gründe wirken zusammen. Der Steuersatz liegt bei 19 statt 7 Prozent, die Verarbeitung ist aufwendiger als das Abfüllen von Rohmilch und rund 40 Prozent des Regalpreises fließen in Marge, Marketing und Logistik. Am Rohstoff liegt der Preisunterschied nicht, denn der Hafer selbst kostet weniger als zwei Cent je Liter.

Reicht die deutsche Ernte für die deutschen Hafermühlen?

In Tonnen ja, in Qualität nicht. Deutschland erntete 2025 rund 938.200 Tonnen, die Schälmühlen verarbeiteten 2024 knapp 700.000 Tonnen. Nur ein Teil jeder Ernte erreicht jedoch die geforderten Werte bei Hektolitergewicht, Spelzenanteil und Sortierung. Deshalb kaufen Mühlen wie Peter Kölln regelmäßig in Skandinavien zu.

Was macht Kanada für den Hafermarkt so wichtig?

Kanada lieferte von Januar bis Oktober 2025 rund 1,282 Millionen Tonnen und damit 63 Prozent des weltweit gehandelten Hafers. Russland erntet zwar mehr, verfüttert die Menge aber im Inland. Für 2026 meldete Statistics Canada eine um 15,1 Prozent kleinere Haferfläche von 2,5 Millionen Acre, was den ohnehin dünnen Welthandel weiter verengt.

Quellen

Statistisches Bundesamt | Pressemitteilung Nr. 168 vom Mai 2026, Getreideanbaufläche 2026 einschließlich Haferfläche | https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/05/PD26_168_412.html | besucht am 18.08.2026

Statistisches Bundesamt | Erste Schätzung der Getreideernte 2026 vom 3. August 2026 | https://www.destatis.de/DE/Themen/Branchen-Unternehmen/Landwirtschaft-Forstwirtschaft-Fischerei/Feldfruechte-Gruenland/aktuell-erste-schaetzung-getreide.html | besucht am 18.08.2026

Deutscher Raiffeisenverband | Ernte 2026: Hitze kostet Landwirtschaft mehr als 600 Millionen Euro, 13. August 2026 | https://www.raiffeisen.de/ernte-2026-hitze-kostet-landwirtschaft-mehr-als-600-millionen-euro | besucht am 18.08.2026

Statistics Canada | The Daily, Principal field crop areas, June 2026 | https://www150.statcan.gc.ca/n1/daily-quotidien/260630/dq260630b-eng.htm | besucht am 18.08.2026

Hafer die Alleskörner (VGMS) | Daten zu Haferanbau und Haferernte in Deutschland | https://www.hafer-die-alleskoerner.de/landwirtschaft/haferanbau-wissen/daten-zum-haferanbau | besucht am 18.08.2026

Hafer die Alleskörner (VGMS) | Rohstoffqualität für die Schälmühle, Anforderungen an Hektolitergewicht, Spelzenanteil und Sortierung | https://www.hafer-die-alleskoerner.de/landwirtschaft/haferanbau-wissen/rohstoffqualitaet-fuer-die-schaelmuehle | besucht am 18.08.2026

Hafer die Alleskörner (VGMS) | Die Wirkung von Beta-Glucan | https://www.hafer-die-alleskoerner.de/ernaehrungsberatung/hafer-wissen/beta-glucan | besucht am 18.08.2026

Europäische Union | Verordnung (EU) Nr. 432/2012 über zulässige gesundheitsbezogene Angaben, konsolidierte Fassung | https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:02012R0432-20140513 | besucht am 18.08.2026

Gerichtshof der Europäischen Union | Urteil vom 14. Juni 2017 in der Rechtssache C-422/16, TofuTown.com | https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=CELEX:62016CJ0422 | besucht am 18.08.2026

Gerichtshof der Europäischen Union | Pressemitteilung Nr. 63/17 zum Urteil C-422/16 | https://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2017-06/cp170063de.pdf | besucht am 18.08.2026

WirtschaftsWoche | Preisfrage: Die Ökonomie der Haferdrinks | https://www.wiwo.de/unternehmen/preisfrage-die-oekonomie-der-haferdrinks/29796308.html | besucht am 18.08.2026

Lebensmittelklarheit (Verbraucherzentrale) | Haferdrink mit nur 8,7 Prozent Hafer | https://www.lebensmittelklarheit.de/fragen-antworten/haferdrink-mit-nur-87-prozent-hafer | besucht am 18.08.2026

Lebensmittel Zeitung | Hafer-Produkte: Peter Kölln strebt ins Plant-Based-Geschäft, Kapazität Elmshorn | https://www.lebensmittelzeitung.net/industrie/nachrichten/hafer-produkte-peter-koelln-strebt-ins-plant-based-geschaeft-171246 | besucht am 18.08.2026

agrarheute | Erzeugerpreise Marktfrüchte, Notierungen für Futter- und Qualitätshafer | https://markt.agrarheute.com/marktfruechte/ | besucht am 18.08.2026

Eurostat | Agricultural production, crops: Erntemengen Hafer und Sommergetreidemischungen in der EU | https://ec.europa.eu/eurostat/statistics-explained/index.php?title=Agricultural_production_-_crops | besucht am 18.08.2026

Europäische Zentralbank | Euro-Referenzkurse vom 17. August 2026 | https://www.ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/euro_reference_exchange_rates/html/index.en.html | besucht am 18.08.2026

Das Weiße Haus | Fact Sheet, zusätzliche Zölle auf kanadische Waren nach Section 338, 20. Juli 2026 | https://www.whitehouse.gov/fact-sheets/2026/07/fact-sheet-president-donald-j-trump-imposes-additional-tariffs-on-canada/ | besucht am 18.08.2026

Wiley Rein LLP | President Trump Imposes New 50 Percent Tariffs on Certain Canadian Imports, Warenliste und Ausnahmen | https://www.wiley.law/alert-President-Trump-Imposes-New-50-Tariffs-on-Certain-Canadian-Imports | besucht am 18.08.2026

Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft | Leitlinie zur effizienten und umweltverträglichen Erzeugung von Hafer | https://www.tll.de/www/daten/publikationen/leitlinien/ll_hafer.pdf | besucht am 18.08.2026

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen | Landessortenversuche Sommerhafer, Qualitäts- und Ertragsparameter | https://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/ackerbau/getreide/sommergetreide/sommerhafer-sv-2022.htm | besucht am 18.08.2026

Universität Hamburg, Botanischer Garten | Hafer (Avena sativa L.), Herkunft und Kulturgeschichte | https://www-archiv.fdm.uni-hamburg.de/b-online/schaugarten/AvenasativaL/Hafer.html | besucht am 18.08.2026

Deutsches Historisches Museum, LeMO | Erster Weltkrieg, Lebensmittelversorgung und Pferdeaushebung | https://www.dhm.de/lemo/kapitel/erster-weltkrieg/alltagsleben/lebensmittelversorgung | besucht am 18.08.2026

British Library | Johnson’s Dictionary, Eintrag Oats | http://vll-minos.bl.uk/learning/langlit/dic/johnson/oats/oats.html | besucht am 18.08.2026

Nordische Esskultur | 200 Jahre Kölln Flocken, Firmengeschichte Peter Kölln in Elmshorn | https://www.nordische-esskultur.de/200-jahre-koelln-flocken/ | besucht am 18.08.2026

Handelsblatt | Pflanzendrinks: Wie Oatly nach zehn Verlustjahren 2025 profitabel werden will | https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/pflanzendrinks-wie-oatly-nach-zehn-verlustjahren-2025-profitabel-werden-will/100162262.html | besucht am 18.08.2026

vegconomist | Oatly Finanzergebnisse, Quartals- und Jahreszahlen 2025 | https://vegconomist.de/unternehmen/geschaeftszahlen/oatly-finanzergebnisse/ | besucht am 18.08.2026

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