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Dirk Metzmacher 16. August 2010

Zusammenspiel von Excel und Illustrator – Diagramme aufpeppen

Microsofts Excel ist das wohl wichtigste Tabellenkalkulationsprogramm und Adobes Illustrator die Vektor-Software schlechthin. Da Illustrator zahlreiche Werkzeuge zur Generierung unterschiedlichster Diagrammformen mitbringt und sich diese leicht grafisch aufpeppen lassen, wäre ein Zusammenspiel dieser zwei Profis wünschenswert. Es gibt nur einen Haken: Illustrator kann keine Excel-Dateien lesen.

Export

Allerdings ist es über einen kleinen Umweg möglich, die Daten aus Excel in Illustrator anzuwenden. Die Grundlage dazu bildet eine tabulatorgetrennte Textdatei, die man leicht über Excel exportieren kann. Man öffnet einfach die gewünschte Excel-Datei in der Software und klickt im Menü auf Datei > Speichern unter.

Statt die Daten allerdings wieder in einem der Excel-Formate wie etwa .xls zu speichern, wählt man unter Format Tabstoppgetrennter Text (.txt) aus. Die so erstellte Datei kann Illustrator lesen, wenn man den Weg für den Import kennt.

Import

Ohne Daten kann Illustrator keine Diagramme zeichnen. Deren Eingabe erfolgt immer über das Diagrammdatenfenster. Wird ein Diagramm-Werkzeug wie etwa das Flächendiagramm angewendet, so verlangt Illustrator automatisch über dieses Dialogfenster nach den passenden Informationen.

Die Spalten und Reihen, die einzelne Zellen bilden, sehen wie ein typisches Tabellenblatt von Excel aus. Durch Anklicken und Ziehen kann deren Breite verändert werden, was allerdings keinen Einfluss auf die Gestaltung der Diagramme hat, sondern nur eine erleichterte Sicht auf die Angaben ermöglicht, die vielleicht verdeckt sind.

Dass Diagrammdatenfenster kann jederzeit wieder geöffnet und darüber die Inhalte bearbeitet werden. Wurde das Diagramm markiert, so klickt man dazu auf Objekt > Diagramm > Daten. Neben der manuellen Eingabe gibt es in diesem Dialog auch die Möglichkeit, Daten zu importieren. Oben rechts im Fenster sind sechs Symbole aufgereiht. Schon das erste Icon steht für den Datenimport.

Es öffnet sich ein Systemfenster, in dem man den Pfad zur gewünschten Datei angibt. Leider ist es an dieser Stelle nicht möglich, Excel-Dateien direkt aufzurufen. Der Import ist auf die schon angesprochenen tabulatorgetrennten Textdateien beschränkt.

Das schöne Diagramm

Um diese Daten und auch jede Änderung zu übernehmen, muss man leider jedes Mal auf das letzte Symbol in der Reihe klicken, welches den Namen Anwenden trägt. Diese Werte könnte man jetzt noch verändern oder ergänzen, aber im Grundaufbau ist das Diagramm nun fertig gestellt.

Damit ist schon viel gewonnen, da die trockenen Daten nun ansprechend präsentiert werden. Schön ist dabei, dass man jederzeit die Diagrammart austauschen kann. Dazu schließt man das Diagrammdatenfenster und klickt im Menü auf Objekt > Diagramm > Art. Nach dem Wechsel, etwa von einem vertikalen Balkendiagramm auf ein Liniendiagramm, wird diese Änderung mit der Bestätigung durch OK übernommen. Im gleichen Fenster sind übrigens auch weitere Optionen für die jeweilige Diagrammart einstellbar.

Sehr leicht kann man nun die Farben innerhalb eines Diagramms verändern. Man wählt dazu einfach mit dem Gruppenauswahl-Werkzeug beliebige Bereiche aus und ändert die Farbe und die Kontur in den Optionen ab. Das Ergebnis wirkt schon weitaus ansprechender, als die schwarz-weiße Variante.

Eine Steigerung ist mit einem selbsterstellten Diagrammdesign möglich. Man erstellt eine beliebige Grafik oder auch nur ein Muster, das sich zur Füllung einer Diagrammform eignet, und wählt dieses Element aus. Nach einem Klick auf Objekt > Diagramm > Designs klickt man im Fenster „Diagrammdesign“ auf den Button Neues Design, ändert den Namen über den Button Umbenennen ab und bestätigt den Vorgang mit OK.

Um das soeben erstellte Design auf das ganze Diagramm oder auch nur Bereiche daraus anzuwenden wählt man diese aus und klickt im Menü auf Objekt > Diagramm > Balken (oder „Punkte“, bei einem Linien- oder Streudiagramm). Unter Design wählen wird das so eben erstellte Layout aktiviert, unter Balken eine Art ausgewählt und diese Auswahl mit OK bestätigt.

Die hier verwendete 3D-Form wurde über ein einfaches Rechteck und den Effekt > 3D > Extrudieren und abgeflachte Kante gestaltet. Weitere Informationen zu diesem Effekt und auch zum Erstellen eigener Designs für Illustrator-Diagramme finden Sie im Artikel Illustrator-Techniken für Zwischendurch: Hintergründe, 3D-Text und -Diagramme.

Diagrammdaten aktualisieren

Wird die Excel-Datei aktualisiert, so müssen ein weiteres mal die Daten als Tabstopp-getrennte Textdatei exportiert werden. Es folgt der erneute Import in Illustrator und die Aktualisierung über das Symbol Anwenden im Diagrammdatenfenster. So wird auch die Illustrator-Grafik aktuell gehalten. Und auch das Design bleibt dabei erhalten.

Von der Pflicht zur Kür – die Infografik

Schöner wird ein Diagramm nur, wenn man es in eine Infografik verwandelt. Dabei werden weitere zum Thema passende Illustrationen zum Diagramm erstellt und darin integriert. Ein schönes Beispiel ist das Ergebnis des Tutorials Create Cool Infographics oder auch des Workshops Creating Omspace 3D cylinder graphic in Illustrator. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

(mm),(tm)

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials seit über 12 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, DigitalPhoto, Dr.Web, Print24, PSD-Tutorials oder Noupe von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Facebookseite.

Ein Kommentar

  1. Gibt es eine Möglichkeit in der Diagrammfunktion von Illustrator die Werte als Zahl innnerhalb des Diagramms generieren zu lassen? Also nicht von Hand nachträglich einzusetzen, was bei einer größeren Menge von Diagrammen zu mühsam ist und zu Fehler führen kann.

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