Redaktion Dr. Web 7. Dezember 2018

Die Zukunft von Social Media – So profitieren Unternehmen richtig

Der Trend in den sozialen Netzwerken ist schon lange klar erkennbar: Content is King. Und dabei geht es aufgrund der vielen Sponsored Posts und dem hohen Anteil an Brand-Written Content weniger um die Quantität als vielmehr um eine herausragende Qualität, die dem Nutzer einen einmaligen Mehrwert bietet. Auch der Einsatz neuer Technologien, wie beispielsweise AR, VR und Chatbots sie bieten, wird immer wichtiger, um weiterhin nah an den Bedürfnissen und Anforderungen der Kunden zu arbeiten.

Dadurch, dass das bildbasierte Netzwerk Instagram in den Mittelpunkt rückt, ergeben sich neue Social Media-Strategien: Micro-Influencer, Live-Videos und temporäre Inhalte erhöhen das Engagement innerhalb der Zielgruppe in kurzer Zeit. In einem zunehmend automatisierten und perfektionierten Social Semantic Web werden echte Geschichten, die User auf einer emotionalen Ebene berühren, immer wichtiger, um die Identifikation mit einer Marke und den Kauf eines Produkts zu begünstigen.

Influencer kann man nicht immer leicht identifizieren. (Foto:Depositphotos)

Für die Zukunft von Social Media gilt: Nur wer die Trends in den sozialen Netzwerken kennt, kann diese erfolgreich und nachhaltig für sich umsetzen.

Einmaliger Content, einzigartige Botschafter

Die Relevanz von Bloggern und Influencern nimmt immer weiter zu. Influencer zeichnen sich dabei durch den einzigartigen Content und die besondere Nähe zur Zielgruppe aus. Diese Kombination macht die Zusammenarbeit mit Influencern – beispielsweise um den Absatz zu stärken, einzelne Produkte zu promoten oder für einen Imagetransfer auf die Marke – so erfolgreich.

Für die Zukunft gilt allerdings, dass Unternehmen nicht mehr nur auf reichweitenstarke und bekannte Blogger, sondern vielmehr auf sogenannte Micro-Influencer setzen sollten: Statt sein Gesicht für viele unterschiedliche Unternehmen in die Kamera zu halten und jeden Tag neue Produkte zu promoten, setzen Micro-Influencer auf einige wenige Unternehmen, mit denen sie und ihre Zielgruppe sich wirklich identifizieren können und deren Anforderungen auf den Influencer zugeschnitten sind. Dadurch steigen auch bei geringer Reichweite die Authentizität und Glaubwürdigkeit. Zudem können – bei der Konzentration auf die richtigen Micro-Influencer – enorme Kosten eingespart werden.

Auch im Rahmen des Advocacy Marketings finden Unternehmen neue Markenbotschafter: Immer häufiger werden Mitarbeiter und zufriedene Kunden zu wichtigen Influencern. User Generated Content wird gegenüber Brand-Written-Content immer entscheidender, um als Unternehmen authentisch und glaubwürdig zu bleiben.

Instagram läuft den anderen Netzwerken davon. (Foto: Depositphotos)

Videos – Must-Have in der digitalen Kommunikation

Auch die Relevanz von Videos und Live-Formaten nimmt immer weiter zu, denn sie machen Marken und Produkte für Nutzer erlebbar. Und auch hier gilt: Die Nutzer wollen einzigartiges Storytelling, innovativen Content und einen eindeutigen Mehrwert. Dabei fällt und steigt die Relevanz eines Videos mit der Interaktionsrate. Live-Videos versprechen zudem zurzeit die beste Reichweite.

Darüber hinaus setzen Nutzer, Influencer und Unternehmen immer mehr auf temporäre Inhalte. Content, der nach dem Ansehen oder nach spätestens 24 Stunden wieder verschwindet, erfreut sich steigender Popularität in den sozialen Netzwerken. Besonders die Generation Z, die Kunden von morgen, setzen auf die sogenannten Storys und machen Video-Formate zur wichtigsten Content-Form.

Auch für Unternehmen bietet die Arbeit mit der Story-Funktion innerhalb von Instagram und Facebook viele Vorteile: Storys werden im Feed sehr prominent platziert und auch wegen ihrer Kurzlebigkeit oft geklickt. Außerdem wirken Storys für Nutzer oftmals authentischer als herkömmliche Postings oder Sponsored Posts. Mithilfe von authentischem Real-Time-Content können Unternehmen in kurzer Zeit das Engagement innerhalb der Zielgruppe anregen.

Instagram ist das beliebteste soziale Netzwerk

Experten sind sich einig: Facebook bleibt zwar weiterhin ein wichtiger Social-Media-Kanal, aber Unternehmen sollten sich in der Zukunft auch auf Instagram konzentrieren. Egal ob zur Generierung von Leads, zur Steigerung der Conversionrate oder im Rahmen des Brandings: Das bildbasierte Netzwerk bietet unzählige Möglichkeiten für Unternehmen.

Facebook hingegen wird sich in der Art der Nutzung verändern: Das Community-Building rückt immer mehr in den Fokus.

AR und VR als Unternehmen richtig nutzen

Das Internet und damit auch soziale Netzwerke werden immer mehr zum Erlebnisraum. Nutzer wollen nicht nur reagieren, sondern interagieren. Das zeigen auch die Entwicklungen von Augmented Reality und Virtual Reality, die eine Vielzahl an neuen Möglichkeit für die digitale Kommunikation bieten. Entwicklungen wie Google Home oder Amazon Echo geben Grund zu der Annahme, dass auch die sozialen Netzwerke der Zukunft nicht mehr über das Display, sondern mit der Stimme gesteuert werden.

Augmented Reality: Nützliche Elemente werden über das reale Bild geblendet. (Illustration: Depositphotos)

Für Unternehmen bedeutet das, dass AR- und VR-Brillen in der Zukunft das Smartphone ablösen. Soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook und Snapchat haben mit unterschiedlichen Erweiterungen bereits auf diesen Trend reagiert. Auch der Ansatz der Gamification wird in der Zukunft immer wichtiger werden und zu innovativen Hybrid-Netzwerken führen.

Emotionen als Schlüsselfaktor

Das Ansprechen bestimmter Emotionen ist und bleibt ein erfolgversprechender Faktor in der Unternehmenskommunikation. Gekonnt eingesetztes emotionales sowie authentisches Storytelling ist im automatisierten und perfektionierten Kontext sozialer Netzwerke entscheidend. Dabei geht es nicht darum, ob eine Geschichte traurig, fröhlich oder witzig ist – Mut und Originalität zählen.

Dabei ist die emotionale Ansprache von Nutzern vor allem mithilfe von Bewegtbild möglich: Große Konzerne wie IKEA oder Edeka machen es mit ihren erfolgreichen Kampagnen vor. Innerhalb dieser Videos tritt der Verkaufsgedanke immer weiter in den Hintergrund: Nutzer wollen begeistert und unterhalten werden.

Chatbots – Mehr als automatisierter Kundenservice

Um den steigenden Erwartungen potenzieller Kunden in Hinblick auf die Reaktionsgeschwindigkeit entsprechen zu können, setzen immer mehr Unternehmen im Rahmen des Customer Relationship Management auf sogenannte Chatbots.

Chatbots ermöglichen es auch Unternehmen mit unzähligen Followern, auf jeden einzelnen Kunden einzugehen und ihm in einem Eins-zu-Eins-Gespräch einen individuellen Service zu bieten. Chatbots suggerieren dabei vor allem Nähe und ein persönliches Verhältnis. Mithilfe von Social Bots können darüber hinaus auch personalisierte Inhalte automatisch an bestimmte Nutzer ausgespielt oder Fragen zu Produkten, Services und Bestellungen beantwortet werden.

Die Bots können sowohl innerhalb sozialer Netzwerke als auch auf der unternehmenseigenen Webseite eingesetzt werden. Neben dem Sammeln zusätzlicher Nutzerdaten erleichtern Chatbots auch die Kundenanalyse.

Je mehr Daten als Input zur Verfügung stehen, desto genauer können Strategien zielen. (Illustration: Depositphotos

Data-Driven Marketing als zentrale Social Media-Strategie

Nicht nur in Bezug auf personalisiertes Storytelling und den Einsatz von Chatbots wird das Sammeln unzähliger Nutzerdaten immer wichtiger. Wer weiß, was seine (potenziellen) Kunden bewegt und was sie denken, kann seine Kampagnen optimal aussteuern und den Anforderungen und Bedürfnissen der Nutzer anpassen. Auch die Möglichkeiten zur Schaltung von Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken werden weiter zunehmen und Unternehmen neue Wege zur effektiven Ansprache der relevanten Zielgruppe bieten.

Wer auf datengetriebenes Marketing setzt, sollte dabei eines nicht vergessen: In Zeiten des sogenannten gläsernen Nutzers sorgen sich immer mehr User um die Sicherheit ihrer Daten. Wer also Nutzerdaten für das Marketing heranzieht, sollte darauf achten wie er sie einsetzt, um die Privatsphäre der Nutzer nicht zu verletzen.

Über den Autor

Marian Wurm ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Löwenstark Online-Marketing GmbH. Online-Marketing ist für Marian Wurm und seine 150 Mitarbeiter nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung. Seit der Gründung im Jahr 2001 wurden von der Internetagentur bereits über 2.500 Kundenprojekte erfolgreich realisiert.

An inzwischen 10 Standorten im gesamten D-A-CH-Gebiet werden sowohl SEO-, SEA-, Affiliate-Marketing-, E-Mail-Marketing- als auch Social Media-Strategien für Kunden aller Branchen von der Löwenstark Online-Marketing GmbH entwickelt und betreut.

(Artikelbild: Depositphotos)

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Unter der Bezeichnung "Redaktion Dr. Web" findest du Beiträge, die von mehreren Autorinnen und Autoren kollaborativ erstellt wurden. Auch Beiträge von Gastautoren sind hier zu finden. Beachte dann bitte die zusätzlichen Informationen zum Autor oder zur Autorin im Beitrag selbst.
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