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Redaktion Dr. Web 5. Juni 2019

Zahlungsmöglichkeiten im Internet: Was heute als Standard gilt

Ob eigener Onlineshop oder angebotene Dienstleistungen: Zahlungsmöglichkeiten im Internet sind für Selbstständige grundsätzlich wichtig. Oftmals bewerten Kunden sogar anhand der Optionen einen Shop und entscheiden sich für oder gegen diesen. Doch welche Zahlungsoptionen sind wichtig? Welche Möglichkeiten sollte den eigenen Kunden zur Verfügung gestellt werden, damit mehr möglich ist, als die Zahlung per Banküberweisung? Dieser Artikel schaut sich einige Optionen an.

Im E-Commerce existieren mittlerweile viele verschiedene Zahlungswege.

Kauf auf Rechnung: Bei Webworkern noch Standard

Es werden Texte geschrieben, Cover oder Plakate erstellt, Webseiten gestaltet oder auch ein Buch Korrektur gelesen. Unter Webworkern gilt eine Zahlungsmethode durchweg als gängig: der Kauf auf Rechnung.

Dieser Weg hat freilich seine Vorteile, doch auch Nachteile sind üblich:

Die Vorteile:

  • Einfach – das Schwierigste an dieser Methode ist die Erstellung einer Rechnung. Wer den Kniff jedoch einmal gelernt hat und weiß, worauf es ankommt, oder auch ein Rechnungsprogramm nutzt, der ist gut dabei. Und die Rechnungserstellung ist ohnehin bei allen Zahlungsoptionen notwendig, damit der Verkauf oder das Angebot der Dienstleistung konform mit dem Finanzamt ist.
  • Keine Einbindung – es müssen keine Zahlungsdienstleister eingebunden werden, somit fallen auch keine Provisionen an.
  • Gleichheit – egal, ob die Kunden über das Internet, per Telefon oder beim gewöhnlichen Treffen einen Auftrag vergeben: Die Zahlmethode ist bei allen gleich.

Die Nachteile:

  • Kontrolle – Unternehmer müssen den Rechnungsausgleich selbst kontrollieren.
  • Der Kunde – beim Rechnungskauf, gerade zwischen Unternehmern, müssen gewisse Angaben in der Rechnung stehen. Der Ersteller muss also die Steuernummer und die korrekten Daten nicht nur erhalten, sondern an und für sich überprüfen.

Der Kauf oder die Dienstleistung auf Rechnung heißt zudem, dass die Rechnung erst nach Auftragsbeendigung erstellt wird. Sämtliche anderen Absprachen müssen vorher verhandelt werden. Zusätzlich trägt der Dienstleister das Risiko, dass ein Kunde später eventuell nicht zahlt oder aufgrund von Insolvenz nicht mehr zahlen kann.

Im Bereich B2C ist der Rechnungskauf tatsächlich ebenfalls noch die meistgenutzte Zahlart – es ist einfach und bequem. Auch Amazon hat die Verfügbarkeit noch einmal ausgeweitet, was zu einem erneuten Anstieg führen könnte. Unter Rechnungkauf.com lassen sich viele Shops finden, die auch heute noch den Rechnungskauf anbieten.

Produktpakete: Bezahlung per PayPal nimmt an Beliebtheit zu

Viele kennen PayPal vom eigenen Kaufverhalten. Die Zahlungsmethode ist einfach, unkompliziert und bietet eine gewisse Sicherheit, da der Käuferschutz in Erscheinung tritt. Aber auch Selbstständige können diese Option für sich nutzen. Besonders gut gelingt dies natürlich mit einem Onlineshop, aber auch bei der Anbietung von Produktpaketen kann PayPal genutzt werden:

  • Geschäftskonto – für die geschäftliche Nutzung ist ein Geschäftskonto bei PayPal notwendig. Diese Option steht übrigens auch Freiberuflern zu.
  • Verifizierung – bis das Konto verifiziert ist, können bis zu 2.500 Euro empfangen werden. Danach ist der Empfang unbeschränkt.
  • Geld anfordern – das ist per Link möglich, selbst wenn der Auftraggeber kein PayPal nutzt. Zusätzlich steht auch ein Button für die Homepage zur Verfügung.
  • Rechnung – die Rechnung wird per E-Mail oder per PayPal.Me erstellt und versandt. Die vorhandenen Rechnungsunterlagen von PayPal können auf das eigene Unternehmen angepasst werden.

Natürlich kann der Button auch auf der Homepage eingearbeitet werden. Dasselbe gilt freilich für Besitzer von Onlineshops. Doch auch andere Online-Zahlungsanbieter sind für Unternehmer durchaus interessant und bieten sehr ähnliche Pakete oder Lösungen. Google- und Apple-Pay sind hier nur zwei Anbieter. Zu beachten sind immer die Gebühren und Voraussetzungen, um mit den Anbietern zusammenzuarbeiten.

Es kommt immer auf die Zielgruppe an

Generell nützt die komfortabelste Zahlungsmethode Unternehmern nichts, wenn sie von Kunden nicht genutzt wird. Die Zielgruppe entscheidet also schon. Hier kann es auch zu den üblichen Methoden kommen:

  • Lastschrift – Gewerbetreibende können das Lastschriftverfahren, also den Bankeinzug, generell nutzen. Gerade ältere Käufer ziehen diese Methode dem Rechnungskauf oder den Online-Methoden vor. Das Verfahren kann für Shop-Betreiber jedoch zum Nachteil werden, da Lastschriften ohne Mühe etliche Wochen lang zurückgeholt werden können.
  • Kreditkarte – sie bleibt weiterhin beliebt. Um jedoch auch jüngere Kunden mit einzubeziehen, sollten gerade Shop-Betreiber gezielt darauf achten, auch Prepaid-Kreditkarten zu erlauben.
  • Sofortüberweisung – sie ist praktisch, einfach und wird von einem großen Anteil der Zielgruppe bei vertrauenswürdigen Anbietern verwendet.
  • Onlinezahlungen – sie sind eigentlich für alle Altersgruppen interessant, wobei natürlich insbesondere die junge Generation PayPal und Onlinedienste nutzt.

Letztendlich ist es jedoch so, dass möglichst mehrere Zahlungsoptionen gemeinsam angeboten werden sollten. Erstkunden ziehen oft den Kauf auf Rechnung vor, denn so haben sie selbst die Sicherheit, ein Produkt eines ihnen bislang unbekannten Verkäufers zu erhalten und wenigstens vor der Zahlung in den eigenen Händen zu halten. Im späteren Verlauf zahlen diese Kunden auch gerne per Online-Dienstleister oder per Lastschrift. Rund um die Zahlungsmöglichkeiten gibt es noch weitere Grundsätze:

  • Kundenherkunft – woher kommen die Kunden eigentlich? Gerade bei Auslandskunden bietet sich PayPal gegenüber anderen Zahlungsoptionen an. Diese Möglichkeit ist also ein Muss.
  • Versprechen einhalten – es gibt nichts Abschreckenderes, als einen Onlineshop, der auf der Startseite den Kauf auf Rechnung anbietet und im Bestellvorgang mitteilt, dass dieser nur angemeldeten Kunden oder Stammkunden zur Verfügung steht. Wer also bestimmte oder mehrere Zahlungsmethoden anzeigt, der muss diese auch allen Kunden zur Verfügung stellen. Alternativ muss direkt deutlich werden, dass Methode X nur Kunden mit bestimmten Voraussetzungen zur Verfügung steht.

Der Selbstständige muss natürlich auch für sich überlegen, was sinnvoll ist. PayPal und Co. berechnen Gebühren, die unbedingt mit einzubeziehen sind. Zudem kann der Käuferschutz mancher Dienste durchaus zu den eigenen Ungunsten ausfallen, da das Geld zuerst eingefroren wird, bis die Prüfung abgeschlossen wurde. Es ist wichtig, sich mit Käuferschutz und seinen Bedingungen vertraut zu machen.

Allerdings hat praktisch jede Zahlungsmethode Vor- und Nachteile. Beim Rechnungskauf muss ein gewisser Vertrauensvorschuss geleistet werden, denn wird die Rechnung nicht bezahlt, bleibt nur das Mahnverfahren. Lastschriften können zurückgefordert werden, Kreditkartenzahlungen können angefochten werden. Ein Risiko besteht praktisch immer.

Im Geschäftsleben und auch bei Webworkern wird nach einer Vereinbarung nicht selten der Kauf auf Rechnung vereinbart. Je nach Branche arbeitet man jedoch auch mit Vorschüssen.

Fazit – aus dem Vollen schöpfen

Selbstständige sind gut beraten, möglichst viele – zu ihnen passende – Zahlungsoptionen anzubieten. Sicher ist der Kauf auf Rechnung stets die einfachste Variante, da hier keine anderen Zahlungsanbieter eingebunden werden müssen. Er ist jedoch auch recht kompliziert, denn der Kunde muss selbst tätig werden und die Zahlungsdaten eingeben.

PayPal erweist sich gerade bei ausländischen Kunden als praktisch, bietet aber auch den Käuferschutz, der durchaus einmal zu Ärger führen kann. Dennoch sollte stets ein Online-Zahlungsanbieter mit im Boot sein, denn viele Kunden zahlen gezielt auf diesem Wege.

Beitragsbild: Mohamed Hassan / Pixabay

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Unter der Bezeichnung "Redaktion Dr. Web" findest du Beiträge, die von mehreren Autorinnen und Autoren kollaborativ erstellt wurden. Auch Beiträge von Gastautoren sind hier zu finden. Beachte dann bitte die zusätzlichen Informationen zum Autor oder zur Autorin im Beitrag selbst.

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