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Redaktion Dr. Web 2. Juli 2015

So zahlt Deutschland im Internet [Infografik]

Kundenfreundliche Zahlungsverfahren einzusetzen, gehört zu den wesentlichen Erfolgsfaktoren eines Online-Shops. Das Vorhandensein der bevorzugten Zahlungsmethode zählt daher zu den wichtigsten Anforderungen, die ein Konsument an einen Online-Shop stellt. Ungefähr jeder fünfte potentielle Kunde bricht den Kaufvorgang ab, weil seine bevorzugte Zahlungsmethode nicht angeboten wird. Weitere 67 Prozent ziehen einen Kaufabbruch in Abhängigkeit der Alternativen in Erwägung. Wenn man sich diese Zahlen vor Augen führt, wird sofort klar, dass die breite Unterstützung verschiedener Zahlungsarten eines der mächtigsten Instrumente einer erfolgreichen Konversion darstellt. Bietet man die „richtige“ Zahlungsmöglichkeit an, steigt die Attraktivität des Shops für den Kunden. Das sich daraus potenziell ergebende Umsatzplus erfordert ansonsten keine weitere Mühe.

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Folgend stellen wir Ihnen eine gut gemachte und sehr informative Infografik vor, welche die wichtigsten Zahlarten und ihre Akzeptanz hervorhebt.

Zahlen und Fakten

Der deutsche Online-Handel wächst ungebremst von Jahr zu Jahr. Allein im Jahr 2014 wurden 43 Milliarden Euro erwirtschaftet. Diese Summe ist schon sehr hoch, besonders vor dem Hintergrund, dass sie bereits 10% (!) des gesamten deutschen Handels darstellt. Ein Ende ist hier noch nicht abzusehen. Der Onlinehandel wächst um weitere 20% pro Jahr. Der durchschnittliche Einkauf pro Kunde liegt derzeit bei 100 €.

Die beliebtesten Zahlmethoden im Internet

Online-Shopping

Nicht alle Bezahlmethoden sind in Deutschland gleich beliebt, es gibt zum Teil große Unterschiede. An erster Stelle mit 24% liegt Paypal, gleichauf mit dem Kauf auf Rechnung. Danach folgen mit 22% Lastschriftverfahren und mit 17% die Zahlung per Kreditkarte. Nur 4% aller Käufer im Internet bevorzugen  Vorkasse, die restlichen Bezahlverfahren teilen sich die verbleibenden 9% auf der Beliebtheitsskala:

  • Paypal: 24%
  • Kauf auf Rechnung: 24%
  • Lastschrift: 22%
  • Kreditkarte: 17%
  • Vorkasse: 4%
  • Restliche: 9%

Die Vorteile der einzelnen Zahlungsarten

Paypal: Zahlungen mit Paypal sind schnell und einfach. Zudem bietet Paypal eine einfache Möglichkeit des Bezahlens per Smartphone. Gerade auf mobilen Geräten ist bekanntlich das Eingeben von Zahldaten schon sehr mühsam. Paypal erleichtert dieses Szenario sehr. Paypal bietet für den Käufer und den Verkäufer durch den Käufer- und Verkäuferschutz gleichermaßen Vorteile.

Kauf auf Rechnung: Ein Einkauf auf Rechnung ist für den Kunden besonders dann praktisch, wenn eine Retoure sehr wahrscheinlich ist, zum Beispiel bei einer Kleiderbestellung in verschiedenen Größen. Für den Händler birgt diese Zahlmethode allerdings auch die größten Risiken für Zahlungsausfälle.

Zahlung per Lastschrift: Diese Zahlart ist gleichermaßen beliebt bei Kunde und Händler. Der Kunde empfindet diese Bezahlart als sehr praktisch und für den Händler ist es eine der sichersten Alternativen, da bei jeder Transaktion eine Echtzeit-Risikoanalyse erfolgt.

Kauf auf Kreditkarte: Ein Kaufabschluss mittels einer Kreditkarte ist für den Kunden und den Händler eine schnelle und einfache Art der Bezahlung. Zudem bietet die Zahlart den Vorteil, dass man auch im Ausland – zum Beispiel in den USA – Einkäufe tätigen kann. Allerdings sollten Kunden auf eine PCI-Zertifizierung und 3D Secure bei dem Online-Shop ihrer Wahl achten, damit die sensiblen Daten der Kreditkarte gut geschützt sind. Der Verkäufer muss die fällig werdenden Transaktionsgebühren kalkulatorisch verkraften können.

Vorkasse bietet nur Vorteile für den Händler, da es keinen Zahlungsausfall geben kann. Der Kunde trägt allerdings das ganze Risiko.

Die Wahl der Bezahlmethoden ist ein Balanceakt

Online-Händler haben es nicht leicht bei der richtigen Auswahl der Zahlungsarten. Viele Dinge müssen beachtet werden.

Hoher Komfort und Akzeptanz durch Usability: Eine einfache Integration der Bezahlart ist für den Händler wichtig, doch ein hoher Komfort und ein schneller Abschluss der Zahlung ist für Kunde und Händler gleichermaßen wichtig. Natürlich werden die Zahlarten von Kunde und Händler favorisiert, die eine möglichst geringe Abbruchquote beim Zahlprozess zeigen.

Hohe Sicherheit: Eine hohe Sicherheit beim Einkaufen im Internet ist eklatant wichtig. Die sensiblen Kundendaten müssen geschützt werden, aber der Händler muss schnell und sicher an sein Geld kommen.

Niedrige Kosten: Optimale Bezahlarten sollten für den Händler auch inklusive indirekter Kosten so günstig wie nur möglich sein. Denn nur dann wird der Händler eine bestimmte Zahlart angesichts unter Druck geratener Margen einsetzen wollen. Auch für den Kunden ist es wichtig, das eine Bezahlart nicht noch Zusatzkosten verursacht, wie es zum Beispiel bei der Nachnahme der Fall ist.

Zudem wird ein Händler gerne die Zahlungsmethoden einsetzen wollen, mit denen er so schnell wie möglich an sein Geld kommt. Hier variieren die einzelnen Arten der Bezahlung sehr stark. So lang dauert es im Schnitt, bis der Händler sein Geld hat:

  • Vorkasse, Paypal, Sofortüberweisung, Giropay: 3 Tage
  • Lastschrift: 6 Tage
  • Nachnahme: 10 Tage
  • Rechnung: 15 Tage

Die Ausfälle pro Bezahlverfahren

Zahlungsausfälle sind leider an der Tagesordnung für Online-Händler und kosten den Unternehmer im Auftretensfalle durchschnittlich 65,75 €. Die prozentual ausfallreichsten Zahlungsarten im Schnitt sind:

  • Kauf auf Rechnung: 4,6%
  • Vorkasse per Überweisung: 3,9%
  • Nachnahme: 3,6%
  • Lastschrift: 2,8%
  • Kreditkarte: 2,2%
  • Paypal: 0,8%
  • SOFORT-Überweisung: 0,1%

Die Infografik: Wie zahlt Deutschland im Internet

Bitte die Vorschau-Grafik für die komplette Grafik anklicken.
Infografik: Wie zahlt Deutschland im Internet

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(dpe)

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Unter der Bezeichnung "Redaktion Dr. Web" findest du Beiträge, die von mehreren Autorinnen und Autoren kollaborativ erstellt wurden. Auch Beiträge von Gastautoren sind hier zu finden. Beachte dann bitte die zusätzlichen Informationen zum Autor oder zur Autorin im Beitrag selbst.

Ein Kommentar

  1. Vorkasse tatsächlich so niedrig, klar ging es um die bevorzugten Zahlungsmethoden. Ob sie am Ende doch per Vorkasse zahlen, ist wieder etwas anderes. Es kommt wohl auch auf das Auftreten an und wie man sich und seinen Shop präsentiert.
    Als Händler wüsste ich gerne meine Rechte mit der Zahlung auf Rechnung. Wie komme ich an mein Geld, wenn der Kunde nicht zahlt.

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