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Andreas Hecht 7. September 2018

WordPress: Diese Funktionen kennst du noch nicht!

Natürlich kennst du dich mit WordPress gut aus. Vielleicht nutzt du es bereits genau­so lang wie ich. Auch ich wer­de ab und an über­rascht, mit welch coo­len Funktionen WordPress mitt­ler­wei­le daher­kommt.

Doch es sind nicht nur die Features, die zu über­ra­schen wis­sen. Unser Lieblings-CMS lässt sich auch sehr gut mit Tastatur-Shortcuts steu­ern. Das spart kräf­tig Zeit. Manche Dinge lie­gen ver­steckt unter der Oberfläche, ande­re hin­ge­gen sind nur für einen klei­ne­ren Personenkreis inter­es­sant. Wie zum Beispiel der Zugänglichkeitsmodus der Widgets.

1 – Der Zugänglichkeitsmodus der Widgets

Für die meis­ten von uns ist es kein Problem, die Widgets mit­tels Drag und Drop in die rich­ti­gen Widget-Bereiche zu ver­schie­ben. Für eini­ge User hin­ge­gen ist das eine ech­te Herausforderung. Das ist der Grund, war­um es den Zugänglichkeitsmodus gibt. Aktiviere ihn über Design => Widgets => Ansicht anpas­sen.

Der zugänglichkeitsmodus der Widgets

Einmal akti­viert, bekommst du zusätz­li­che Buttons, um die Widgets aus­zu­wäh­len. Das Drag und Drop wird somit voll­stän­dig umgan­gen.

zugaenglichkeitsmodus-aktivieren

2 – Die Theme-Vorschau ohne Aktivierung

Eine der prak­tischs­ten Funktionen ist die neue Theme-Vorschau. Du kannst dir jedes Theme mit dei­nen Inhalten anse­hen und schau­en, ob es dir gefällt und dei­nen Content schick dar­stellt. Ich per­sön­lich kann dir nur emp­feh­len, die­ses Feature vor jedem Theme-Wechsel zu nut­zen. Dann blei­ben dir unschö­ne Überraschungen erspart.

Die Theme-Vorschau

3 – Teile lange Beiträge mit Bordmitteln auf

Es kann sehr vor­teil­haft sein, wirk­lich lan­ge Beiträge von weit über 1.000 Wörtern auf meh­re­re Seiten auf­zu­tei­len. Viele User wür­den für die­se Aufgabe auf ein Plugin zurück­grei­fen. Dabei hat WordPress die benö­tig­te Funktion bereits seri­en­mä­ßig an Bord.

Lange Beiträge aufteilen

Lange Beiträge auf­tei­len mit Bordmitteln.

Für die Aufteilung ver­ant­wort­lich ist der WordPress-Tag <!--nextpage--> den du dort ein­gibst, wo du die Teilung wünschst.

Leider gibt es kei­nen Button im Editor für die­sen Tag, doch du kannst einen Tastatur-Shortcode nut­zen. Als Windows-User drückst du Alt + Shift + P. Mac-User nut­zen Control + Alt + P.

4 – Mal eben kräftig ausmisten

Wenn du eini­ge Plugins aktiv hast, dann kennst du das Debakel. Viele Plugins set­zen unge­fragt ihre Boxen mit viel­leicht nicht so oft genutz­ten Features in den »Beiträge ver­fas­sen« Tab dei­nes WordPress. Das kann schnell ver­wir­rend oder ner­vig sein, wenn es zu viel wird.

Als ich die­sen Artikel schrieb, waren auf der Seite 18 Boxen zu fin­den. Ich ver­mu­te ganz stark, dass drei Viertel davon nicht in stän­di­ger Nutzung sind.

Du musst das nicht hin­neh­men. Man kann die Dinger her­vor­ra­gend deak­ti­vie­ren. Lass nur das akti­viert, was du auch wirk­lich nutzt. Scrolle ganz nach oben und gehe auf Ansicht anpas­sen. Dort kannst du die unge­nutz­ten Boxen deak­ti­vie­ren.

Ungenutzte Boxen deaktivieren

So ein­fach räumst Du die Schreib-Editor-Seite auf.

5 – Wirklich alle Einstellungen von WordPress anzeigen

WordPress kommt bereits seri­en­mä­ßig mit einer Einstellungsseite daher, die wirk­lich alles anzeigt. Doch da man mit ihr auch viel zer­stö­ren kann, ist sie nicht öffent­lich zugäng­lich. Sie anzu­zei­gen ist ganz ein­fach, du benö­tigst kein Plugin und auch kei­nen Code für die functions.php dafür.

Gib ein­fach http://deinewebsite.de/wp-admin/options.php in die Adresszeile dei­nes Browsers ein. Schon wird dir die Seite ange­zeigt.

Alle Einstellungen anzeigen

Alle Einstellungen anzei­gen las­sen.

6 – Weg mit ungenutzten Dashboard Widgets

Dein Dashboard ist eine unheim­lich wich­ti­ge Seite. Dort kannst du genau die Informationen anzei­gen las­sen, die wirk­lich wich­tig für dich sind. Ich zei­ge auf mei­ner Website zum Beispiel die Google Analytics Zahlen mit einem Widget an.

Gleich dane­ben habe ich die Aktivitäten sor­tiert. So habe ich alles Wichtige im Blick. Alles ande­re habe ich vom Dashboard wegen Nutzlosigkeit gelöscht. Das kannst du auch:

Ungenutzte Dashboar-Widgets entfernen, den Rest optimal sortieren.

Ungenutzte Dashboar-Widgets ent­fer­nen, den Rest opti­mal sor­tie­ren.

7 – Dein TinyMCE-Editor kann auch Markdown

Die meis­ten WordPress-User ver­brin­gen sehr viel Zeit mit dem Schreiben von Artikeln. Aus die­sem Grund inves­tie­ren die Entwickler unse­rer Lieblingssoftware eine Menge Zeit in die Weiterentwicklung. Damit das Schreiben von Beiträgen schnel­ler geht, akzep­tiert der Schreibeditor jetzt auch etwas Markdown.

Markdown ist eine Sprache zum Formatieren von Texten, die das Schreiben schnel­ler machen soll. Leider geht nicht alles, doch wich­ti­ge Elemente funk­tio­nie­ren.

Gib fol­gen­des ein:

>Zitat
## Überschrift 2
### Überschrift 3
#### Überschrift 4
##### Überschrift 5
###### Überschrift 6
--- Horizontale Linie
*Aufzählung
-Aufzählung	
1.Nummerierte Liste
1)Nummerierte Liste

Die Formatierung erfolgt zumeist nach dem Drücken der Enter-Taste.

Mehr Informationen zu Markdown

8 – Alles geht schneller mit Tastatur-Shortcuts

Die Standard-Shortcuts.

Windows-User nut­zen Ctrl + Zeichen. Mac-User nut­zen Cmd + Zeichen.

ZeichenAktionZeichenAktion
uUnterstreichenbFett
iKursivxAusschneiden
cKopierenvEinfügen
aAlle aus­wäh­lenzRückgängig
yWiederholenkLink einfügen/ändern

Zusätzliche Shortcuts:

Strg + Alt + Zeichen für Windows, Ctrl + Alt + Zeichen für den Mac

ZeichenAktionZeichenAktion
1Überschrift 12Überschrift 2
3Überschrift 34Überschrift 4
5Überschrift 56Überschrift 6
7AbsatzqZitat
dDurchgestrichenxCode
cZentrierenrRechtsbündig
lLinksbündigjBlocksatz
uAufzählungoNummerierte Liste
mBild einfügen/ändernsLink ent­fer­nen
zWerkzeugleiste umschal­tentWeiterlesen-Tag ein­fü­gen
pTag für Seitenumbruch ein­fü­genwModus für ablen­kungs­frei­es Schreiben
hTastaturkürzel

WordPress Codex: Keyboard Shortcuts

Fazit:

Manche Funktion wirst du viel­leicht schon gekannt haben, mit einem ande­ren Feature habe ich dich bestimmt über­rascht. Wichtig für uns alle dürf­ten die Markdown-Befehle sein. Auch die Tastatur-Shortcuts sind eine wirk­li­che Arbeitserleichterung.

(Beitragsbild mit Material von Depositphotos)

Andreas Hecht

Andreas Hecht

entwickelt WordPress-Websites und bietet dir einen Website Sicherheit Service und einen Performance Service für deine Website. Außerdem ist er Spezialist für Onpage SEO und bringt Deine Website in die Top-Suchergebnisse von Google. Auf seinem Blog schreibt er über WordPress, SEO und Content SEO.

12 Kommentare

  1. Hallo Andreas,
    vie­len Dank für den tol­len Beitrag. Ganz rich­tig, bei WordPress soll­te man viel auf­räu­men und alles, was man wirk­lich nicht braucht, auch löschen.
    Beste Grüße
    Mirzet

  2. Es gibt doch immer wie­der neue Erkenntnisse.
    Punkte 3 und 7 waren mir noch nicht so bekannt. Leider sind die Markdown-Möglichkeiten wirk­lich etwas dünn.

  3. Hallo Andreas,

    inter­es­san­ter Artikel, lei­der nicht viel neu­es wenn man sich damit täg­lich befasst, Allerdings war der Punkt 7 jetzt doch neu für mich :). Gerne mehr davon.

  4. Wow, DAS war wirk­lich hilf­reich – vie­les davon kann­te ich tat­säch­lich noch nicht! Danke für den Beitrag!

  5. Hallo Andreas,
    dan­ke für die Tipps – 3, 6 und 7 hat­te ich gar nicht auf dem Schirm. Weiter so! :)

  6. Danke für die­sen tol­len Artikel! Gerade bei den Shortcuts muss­te ich sehr oft “manu­ell” ein­grei­fen. Hätte ich gewusst, dass man es auch mit der Tastatur steu­ern kann, hät­te es mir eini­ges an Zeit erspart. Aber zumin­dest macht es mir jetzt in Zukunft das Leben etwas leich­ter :-)

  7. Hey,
    super Artikel!

    In der Tat kann­te ich das ein oder ande­re noch nicht. Mir war zwar zum Beispiel das mit den Shortcuts bekannt, fürs z.B unter­strei­chen, fett­dru­cken usw … Aber das es dann doch so vie­le gibt, wuss­te ich noch nicht. :)

    LG
    Brian

  8. Hallo Anna,

    da muss nichts in die function.php ein­ge­tra­gen wer­den, da es eine WordPress-Funktion ist. Wenn es nicht funk­tio­niert, ist Dein Theme unsau­ber pro­gram­miert wor­den. Dann fehlt die­ser Bereich in der single.php.

  9. Vielen Dank für die Übersicht. Einige kann­te ich wirk­lich noch nicht. Gerade die options.php ist ja wirk­lich sehr inter­es­sant :-)

    Ich bin immer wie­der über­rascht, dass in der Funktion “Ansicht anpas­sen” sich doch so man­che inter­es­san­te und nütz­li­che Felder ein-/aus­blen­den las­sen. Gerade den Auszug für Blog-Posts habe ich schon paar mal gesucht :-)

  10. dan­ke
    echt ein super arti­kel!
    konn­te mein wis­sen erwei­tern und habe es auch gleich mal aus­pro­bier­te!

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