Dieter Petereit 26. Januar 2018

wpDataTables macht Tabellen in WordPress zu einem Kinderspiel

Tabellen in WordPress-Beiträgen sind in vielen modernen Themes bereits vorgesehen. Über die reine Optik gehen diese Lösungen jedoch nicht hinaus. wpDataTables hingegen erlaubt euch das Erstellen und Verwalten von Tabellen und deren Daten, wie kein anderes.

Unsere Tabellen-Tool-Wunschliste

Natürlich könnt ihr hergehen und mit gutem alten HTML eine Tabelle in euren Beitrag klöppeln. Das ist nicht weiter schwierig und mit CSS auch nach Belieben zu gestalten. Für einfache Bedarfe, etwa das strukturierte Impressum oder eine Preistabelle mit einem Dutzend Einträgen reicht das vollkommen aus.

Wenn ihr aber Tabellen tatsächlich als Datencontainer braucht, weil ihr eine Tool-Übersicht oder eine komplexe Feature-Übersicht oder einfach sonstige, größere Mengen an strukturierten Daten aufbereitet zeigen wollt, benötigt ihr was anderes. Schließlich soll sich die Ansicht automatisch aktualisieren, wenn neue Inhalte in der Datenbank oder Datentabelle, nennen wir es generisch Datenquelle, vorliegen. Natürlich soll der Betrachter die Tabelle nach seinen eigenen Erfordernissen sortieren können und farbliche Hervorhebungen, je nach definierten Konditionen, wären wirklich prima. Wenn jetzt noch Filterfunktionen für größere Datentabellen zur Verfügung stünden, was bliebe da zu wünschen übrig?

Zellhervorhebung nach definierten Bedingungen, das sogenannte Conditional Formatting (Screenshot: Dr. Web)

Gut, responsiv sollten sie sich verhalten, die Tabellen. Und wenn wir sie sogar zur Daten-Eingabe seitens des Besuchers nutzen könnten, hätten wir einen ordentlichen Zusatznutzen. Dazu müsste das Tool Frontend-Editing beherrschen, was ja ganz allgemein ein fantastisches Feature wäre. Bisweilen wollen wir unsere Daten zusätzlich als Charts zeigen, weil sich einfach Marktanteile oder andere kompetitive Daten angenehmer grafisch, denn als reine Zahlenliste visualisieren lassen. Außerdem wollen wir natürlich nicht hand-coden müssen, um zum Ziel zu gelangen. So, damit sollte unsere Wunschliste lang genug geworden sein.

wpDataTables erfüllt all unsere Wünsche

wpDataTables ist das Premium-WordPress-Plugin, das alle der genannten Wünsche erfüllt. Es stammt aus der Belgrader Software-Schmiede TMS, die sich mit immerhin 12 Teammitgliedern um die spezifischen Bedürfnisse ihrer Kunden kümmert. wpDataTables ist nicht die einzige Beschäftigung der Damen und Herren von TMS. Vielmehr erstellen sie ebenso Software-Lösungen für sensible Branchen, darunter die aufstrebende FinTech-Branche, ebenso wie für wissenschaftliche Einrichtungen. Ihre Kundschaft ist international. Dies sei nicht etwa vorausgeschickt, um TMS über den Klee zu loben, sondern ist lediglich als Qualifikationsnachweis zu sehen. wpDataTables ist eine professionelle Lösung eines professionellen Teams.

Mit der weiter oben geschriebenen Wunschliste haben wir denn auch tatsächlich die Feature-Liste des Plugins zur Hand. Dabei ist die Funktionalität aber weitaus anspruchsvoller, als unsere kleine Wunschliste verdeutlichen könnte. Schon die Einbindung einer Tabelle ist ja kein abschließend definiertes Feature. Was versteht wpDataTables darunter?

Der Assistent von wpDataTables hilft euch bei der Erstellung einer neuen Tabelle. (Screenshot: Dr. Web)

Zum einen können wir eine Tabelle ganz klassisch manuell erstellen und einbinden. Dabei erstellen wir zunächst die Tabelle mit ihren Datenspalten und befüllen sie anschließend händisch mit den entsprechenden Dateninhalten. Dabei stellt uns wpDataTables mehrere Wege des Editierens der Daten zur Verfügung.

Der Standard Editor erlaubt uns das dialoggesteuerte Befüllen der Tabelle. Hier erhalten wir ein Formular, in welches wir die gewünschten Inhalte eintragen. Diese klassische Form der Datenerfassung spricht Nutzer an, die nur wenige Datenfelder mit Inhalten füllen müssen und Wert auf eine gewisse Steuerung seitens des Verfahrens legen.

Der Excel-like Editor hingegen zeigt uns die Daten in der Form einer Tabelle und erlaubt es, Daten direkt in die einzelnen Tabellenzellen zu schreiben. Diese Form der Datenerfassung eignet sich für Nutzer, die schnell große Mengen an Daten manuell erfassen müssen, fix den Inhalt einer einzelnen Zelle korrigieren wollen oder per Copy-and-Paste Daten aus einer vorhandenen Tabelle einpflegen wollen.

Der Excel-like Editor gibt euch Zugriff auf die Daten wie in einem Excel-Sheet. (Screenshot: Dr. Web)

Wenn wir indes Daten ohnehin als Tabelle und diese wiederum als Excel, CSV, Google Tabelle, MySQL-Query, XML, JSON oder als PHP-Array vorliegen haben, müssen wir diesen Weg gar nicht gehen. In dem Falle machen wir es uns einfacher und wählen zwischen zwei Alternativen. Entweder linken wir die Datenquelle ein, was dafür sorgt, dass die Datenquelle bei jedem Aufruf der Tabelle mit der externen Quelle synchronisiert wird. Oder – wenn wir Excel, CSV oder Google Tabellen als Quelle haben – wir importieren die Quelle einmalig in unsere MySQL-Datenbank. Danach sind die Daten voll editierbar, während das bei der Sync-Lösung nur mit MySQL-Queries geht.

Die dritte große Möglichkeit, eine Tabelle in wpDataTables anzulegen, besteht darin, direkt ein MySQL-Query auf die WordPress-Datenbank oder sogar eine beliebige externe Datenbank abzusetzen und die Rückmeldung zu tabellisieren. Auch hierzu ist es nicht etwa erforderlich, dass ihr SQL sprecht. Die Abfragen werden mit einem grafischen Helferlein erstellt. Das kann im Grunde jeder. Änderungen an den verbundenen Daten, werden in der Urspungsdatenbank gespeichert, so dass ihr euer WordPress hier tatsächlich als Datenbankmanager verwenden könnt. Dabei bleibt die Schwerarbeit dem jeweiligen SQL-Server überlassen. wpDataTables holt sich lediglich per Ajax die Ergebnisse oder schickt die Änderungen zurück.

Einmal angelegte Tabellen oder Charts fügt ihr ganz simpel per Klick auf eines der Icons im Tiny MCE, dem Standard-Texteditor eures WordPress an gewünschter Stelle ein. Natürlich könnt ihr die entsprechenden Shortcodes auch manuell integrieren.

Integration in den Tiny MCE. (Screenshot: Dr. Web)

Die Entwickler versprechen übrigens, dass das Plugin auch bei Millionen Datenreihen nicht ins Schwitzen kommt und immer noch performant abliefert. Sämtliche Tabellen verhalten sich auf mobilen Geräten voll responsiv. Dabei ist es egal, welches Theme ihr verwendet, solange es sich selber responsiv verhält, natürlich.

wpDataTables an die Arbeit zu bekommen ist ebenso einfach

Da wpDataTables ein Plugin für WordPress ist, stellt euch die Installation nicht vor Probleme. Nach dem Erwerb des Plugins steht es euch als Zip-Archiv zur Verfügung. Dieses installiert ihr im Backend eurer WordPress-Installation unter Plugins > Installieren > Plugin hochladen. Nach der folgenden Aktivierung steht euch wpDataTables mit einem eigenen Menüpunkt im linksseitig angeordneten Navigationsmenü des Backend zur Verfügung.

wpDataTables arbeitet out-of-the-box und bedarf grundsätzlich keiner weiteren Konfiguration im Vorfeld. Dennoch ist das Plugin hochanpassbar, wie dieser Screenshot erahnen lässt:

Das Menü geht davon aus, dass ihr entweder auf vorhandene Tabellen zugreifen oder eine neue Tabelle erstellen wollt. Oder, dass ihr auf ein vorhandenes Visualisierungs-Chart zugreifen oder ein neues erstellen wollt. Damit dürfte euch die Bedienung nicht vor Schwierigkeiten stellen. Von der Übersicht der Tabellen und der der Charts aus, ist es ebenso möglich, neue Elemente zu erstellen. Alle Wege führen also nach Rom.

Datenvisualisierung mit verschiedenen Renderern. (Screenshot: Dr. Web)

Die Auswahl verschiedener Darstellungsoptionen lässt keinen Bedarf ungedeckt, ist aber abhängig von der Wahl des Renderers:

Verschiedene Darstellungsoptionen im Chart-Modul. (Screenshot: TMS)

Über verschiedene Addons bedient der Hersteller speziellere Bedarfe, die nicht in jedem Szenario vorkommen. Diese Addons sind jeweils kostenpflichtig. Wenn ihr wpDataTables für die Darstellung wirklich großer Datenmengen nutzt, wird euch womöglich das Addon Powerful Filters interessieren.

Dieses erlaubt euch, kaskadierende Filter auf eure Datentabellen loszulassen, also solche, die aufeinander aufbauen, um die angezeigte Datenmenge immer weiter einzuschränken. So könntet ihr etwa aus einem Tinder-Datenbestand erst einmal alle Frauen filtern, danach alle Blonden, danach alle mindestens 1,60 Meter großen – Ihr versteht das Prinzip. Powerful Filters kostet separate 33 US-Dollar – in Deutschland zuzüglich Mehrwertsteuer. Bislang gibt es vier separate Addons. TMS kündigt allerdings weitere an.

Die vier Addons, mit denen du die Leistungsfähigkeit von wpDataTables nochmal erweitern kannst. (Screenshot: Dr. Web)

wpDataTables erfreut sich einer ausgezeichneten Dokumentation, die durch viele Video-Tutorials ergänzt wird. Wenn du des Englischen mächtig bist, wird dich die Einarbeitung in wpDataTables nicht in Schweiß ausbrechen lassen. Hier gilt es, zudem zu betonen, dass wpDataTables sogar ohne die extensive Dokumentation sehr leicht zu erlernen ist.

Bei einem Preis von 44 US-Dollar zuzüglich Mehrwertsteuer (in Deutschland), müsst ihr aktuell rund 43 Euro für das Plugin auf den Tisch des Hauses zählen. Meine Bestellung bei Pizza Joe’s gestern Abend war teurer. Der Preis ist aber nicht nur im Vergleich zu Pizza günstig, sondern vor allem in Anbetracht dessen, was dafür geleistet wird, als ausgesprochen preiswert zu bezeichnen.

Zusammenfassung für Eilige

wpDataTables ist ein Premium-Plugin für WordPress, das sich mit 44 US-Dollar auf dem Envato-Market eines für den Funktionsumfang niedrigen Preises und einer, mit über 14.000 Verkäufen nicht nur großen, sondern, belegt durch Durchschnittsbewertungen mit 4,65 von 5 Sternen, auch einer durchaus begeisterten Nutzerschaft erfreut. Der Preis ist übrigens ein Verkaufspreis, kein Abo oder sonstige Subskription. Ihr erhaltet nach dem einmaligen Kauf alle zukünftigen Versionen kostenlos.

wpDataTables sorgt für das reibungslose Rendering auch sehr großer Tabellen und Charts. Millionen von Datenzeilen stellen das Plugin nicht vor Probleme. Sämtliche Funktionalität erfordert keine Coding-Kenntnisse, alle Features können grafisch verwendet werden. Dabei ist das Plugin kompatibel zu einer ganzen Reihe möglicher Input-Quellen, darunter Excel, CSV, JSON, Google Tabellen, MySQL und andere.

wpDataTables ist das Tool der Wahl für jeden, der eine WordPress-Site betreibt, auf der Daten tabellarisch oder als Grafik aufbereitet, gezeigt werden sollen. Ebenso ist es möglich, die Nutzer mit den Daten interagieren zu lassen. Mit optional erhältlichen Addons lässt sich das Featureset des Plugins bedarfsgerecht erweitern.

Wenn ihr euch jetzt direkt selbst ein Bild von der Leistungsfähigkeit machen wollt, so habt ihr zwei Möglichkeiten. Zum einen steht eine Online-Sandbox als Demo mit allen Features für euch bereit. Zum anderen könnt ihr eine abgespeckte Version des Plugins aus dem Plugin-Repository installieren und auf eurer Seite verwenden. In der Lite-Version nicht verfügbare Features sind dennoch sichtbar vorhanden, aber eben als nur in der Vollversion verfügbar gekennzeichnet.

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.
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