Bilder verwalten mit der WordPress Real Media Library (2020-Update)

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Möchten Sie ihr Geld in der WordPress-Welt verdienen? Dann bietet sich anstatt eines HTML-Editors der Einsatz eines Page Builders wie Elementor an. Mit diesem Tool werden Sie das Ziel professionelle Websites zu erstellen wesentlich schneller erreichen.

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WordPress-Nutzer kennen das Problem. Die Medienverwaltung von WordPress erlaubt keine ordentliche Sortierung in Ordnern. Ab etwa einhundert Bildern verlierst du den Überblick. WordPress Real Media Library beseitigt diese und andere Schwierigkeiten und ist deshalb ein Muss für jeden WordPresser.

Das Problem: haufenweise Bilder

Hier auf Dr. Web beherbergen wir mittlerweile über 20.000 Bilder. Du kannst dir vorstellen, dass keiner von uns mehr den Überblick darüber hat, was wo liegt und sich gegebenenfalls sogar immer noch für die Illustration des einen oder anderen Beitrags eignen würde. Inzwischen habe ich mir angewöhnt, selbst Bilder, von denen ich weiß, dass sie definitiv da sind, neu hochzuladen, weil mir der Suchvorgang zu lange dauert und trotzdem oft genug nicht zum Ergebnis führt.

Da kam mir ein Leser-Hinweis auf WordPress Real Media Library (Danke, Stefan) gerade recht. Anders als andere Bildverwaltungs-Addons ersetzt WordPress Real Media Library die Medienverwaltung nicht, sondern setzt darauf auf. Dadurch musst du nicht die schwerwiegende Entscheidung treffen, dich für immer an ein Drittplugin zu binden, von dem du nicht weißt, ob es in drei Jahren noch existiert. Sollte Real Media Library dereinst nicht mehr fortentwickelt werden oder du dich anders entscheiden, passiert deinen Bildern nichts. Sie bleiben alle an Ort und Stelle. Aber, gehen wir die Sache strukturiert an.

WordPress Real Media Library: nicht kostenlos, aber preiswert

Real Media Library stammt aus der kleinen Entwicklerschmiede devowl.io (früher MatthiasWeb) der deutschen Entwickler Matthias Günter und Jan Karres und liegt inzwischen in der vierten Hauptversion vor. Das Plugin ist sowohl in englischer als auch deutschen Sprache, als auch 7 weiteren Sprachen, verfügbar und richtet ihre Ausgaben nach der eingestellten Systemsprache.

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Real Media Library ist nicht vollständig kostenlos, sondern ein sogenanntes Freemium-Plugin. Es gibt eine kostenlose Version auf wordpress.org, welche zwar die meisten Features des Pluins bietet, aber max. 10 Ordner anlegen lässt. Für kleinere Websites oder zum Ausprobieren ist das optimal. Der Preis für die PRO-Version ist allerdings für den hohen Nutzen, den die Lösung bietet, vergleichsweise gering. Lediglich 39 Dollar kostet Real Media Library. Es wird exklusiv über Envatos Codecanyon vertrieben.

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WordPress Real Media Library auf Codecanyon

Im Kaufpreis enthalten sind alle künftigen Updates, sowie Support für den Zeitraum von sechs Monaten. Nochmal zum Mitschreiben: Du erhältst, zeitlich unbegrenzt, alle Updates des Plugins, nur der Support ist auf sechs Monate begrenzt. Für 12,75 Dollar mehr, kannst du den Supportanspruch auf 12 Monate erweitern. Völlig zu Recht haben sich bereits fast 15.000 WordPress-Nutzer zum Kauf des Plugins entschieden.

WordPress Real Media Library: einfach installiert, einfacher zu nutzen

Nach dem Kauf lädst du das Plugin als Zip-Datei auf die heimische Festplatte. In deinem WordPress-Backend gehst du dann auf Plugins > Installieren und klickst dort den Button Plugin hochladen. Im sich nach einem weiteren Klick, diesmal auf Datei auswählen öffnenden Dateidialog bewegst du dich zum Download-Ordner und wählst das Zip-Archiv mit dem Plugin aus. Nach dem erfolgreichen Upload bietet dir WordPress an, das Plugin direkt zu aktivieren, was du bestätigst. Das war es. WordPress Real Media Library ist installiert.

Wenn du nun linksseitig irgendwo einen Menüpunkt suchst, über den du die das Plugin nutzen kannst, so wirst du nicht fündig werden. WordPress Real Media Library klinkt sich nämlich direkt in die WordPress-interne Medienverwaltung ein. Nach einem Klick auf Medien öffnet sich – wie gewohnt – deine Mediathek. Die verfügt nun jedoch über eine weitere Funktionsleiste, rechts von der Backend-Navigation und links von der eigentlichen Medienübersicht.

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Direkt nach der Aktivierung des Plugins siehst du lediglich ein paar Icons, mit deren Hilfe du später die Real Media Library bearbeiten wirst, sowie zwei „Ordner“ mit Inhalten. In Alle Dateien und Unorganisiert befinden sich derzeit noch alle deine hochgeladenen Dateien. Insofern ist es logisch, dass beide Zähler das gleiche Ergebnis zeigen. Jetzt liegt es an dir, Ordnung in deine Mediathek zu bringen.

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WordPress Real Media Library: Erste Sortierungen greifen

WordPress Real Media Library: die verschiedenen Ordnertypen und deren Struktur

Links oben neben dem Wörtchen Ordner findest du zwei Buttons, mit deren Hilfe du erste Strukturen bauen wirst. Es gibt die Möglichkeiten, einen neuen Ordner oder eine neue Sammlung zu erstellen. Der Unterschied ist schnell erklärt.

Ein neuer Ordner kann jede Art von Medieninhalt beherbergen, auch Bilder. Er kann jedoch keine Galerien beinhalten, weshalb es für Bildinhalte besser ist, mit Sammlungen zu arbeiten. Sammlungen selber können keine Dateien enthalten. Sie dienen nur als übergeordnetes Ordnungskriterium für untergeordnete Galerien. Lass mich das mal konkretisieren:

Ich habe einen Ordner „Dokumente“ angelegt und darin einen weiteren Ordner namens „PDF“ erzeugt. In diesen Ordner „PDF“ ziehe ich nun per Drag-and-Drop etwaige PDFs, die sich in meiner Mediathek befinden. So habe ich sie griffbereit an einem Ort. Dieser Ordner ist schlicht ein Ordner, keine Sammlung.

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Für Bildinhalte, die ich immer wieder verwenden will, erstellte ich eine Sammlung namens „Standard-Bildmaterial“. Da Sammlungen keine Dateien enthalten können, legte ich vorerst zwei Galerie-Dateien-Ordner an. Den einen nannte ich „Geräte“, den anderen „Characters“. Aus meiner Mediathek zog ich mit der Maus passende Bilder auf die jeweiligen Ordner, was dafür sorgt, dass unverzüglich eine Zuordnung erfolgt.

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WordPress Real Media Library klinkt sich in den visuellen Editor ein

Diese Galerie-Dateien-Ordner lassen sich, wenn du willst, aus dem visuellen Editor von WordPress ansprechen. Per Dialogfenster baust du einen solchen Ordner ruckzuck als Galerie in deinen Beitrag ein. Das funktioniert auch im Gutenberg Editor oder per Shortcode in allen gängigen Page Buildern. Das ist allerdings nicht mein Anwendungsfall. Ich möchte lediglich eine sauber strukturierte Ordnung schaffen, um endlich nicht mehr ewig suchen oder beständig identische Bilder hochladen zu müssen. Dafür bietet Real Media Library auch eine Lösung: Verknüpfungen. Einmal hochgeladene Bilder können in mehreren Ordnern abgelegt werden, wobei sie nur einmal in dem Webspace existieren. Dazu muss man das Bild per Drag-and-Drop ziehen und gleichzeitig die „Umschalten“ Taste drücken. Lässt man nun das Bild in einem anderen Ordner „fallen“, so wird dieses nicht verschoben, sondern eine Verknüpfung wird erstellt. Dies wird auch bereits während des Verschiebens durch einen kleinen Text erklärt.

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WordPress Real Media Library: flexible Einbindung aus dem visuellen Editor heraus

Die gesamte Ordnerstruktur ist variabel. Du kannst untergeordnete Ordner zu übergeordneten machen und umgekehrt. Das geht alles ganz simpel per Drag-and-Drop. Ebenso veränderst du bei Bedarf die Reihenfolge der Ordner. Selbst innerhalb der Galerie-Dateien-Ordner veränderst du auf die gleiche Weise die Reihenfolge der Bilder, falls erforderlich. Ansonsten erfolgt die Sortierung automatisch, was nicht in jedem Falle das gewünschte Ergebnis sein wird.

Keine Entscheidung für die Ewigkeit: Real Media Library ist nur ein Aufsatz

Wichtig zu wissen, ist, dass sich sämtliche Einstellungen und Zuordnungen nicht auf die Dateien selber auswirken. Wenn du also beispielsweise einen Ordner löscht, so löscht du nicht etwa die darin enthaltenen Dateien. Vielmehr löscht du lediglich die Zuordnung der enthaltenen Bilder zu diesem Ordner – quasi eine virtuelle Ordner Struktur. Wenn du eine Lösung für die physikalische Dateiverwaltung suchst, bietet das Add-on Real Physical Media von denselben Entwicklern die Lösung. Das Add-on ordnet die Dateien in dem wp-content/uploads/ Verzeichnis genau so um, wie du es in der Medienbibliothek in dessen virtueller Ordnerstruktur ordnest. Möchtest du einzelne Bilder wiederum anderen Ordnern zuordnen, so erledigst du das entweder in der Übersicht per Drag-and-Drop oder in der Detailansicht des einzelnen Bildes rechts unten. Dort findet sich ein Button, mit dem du Zugriff auf alle existierenden Ordner erhältst und entsprechend Änderung vornehmen kannst.

Sehr schön ist auch der verbesserte Uploadanzeiger, den Real Media Library bietet. Anders als der diffuse Ladebalken des Standard-WordPress, zeigt dir Real Media Library in zeitgemäßer Weise den Fortschritt des Uploads an. Übrigens, alle Ansichten funktionieren als Liste oder als Grid in gleicher Weise.

Real Media Library bindet sich an allen relevanten Stellen ein, nämlich überall da, wo die Mediathek ins Spiel kommt. So findest du die Ordner auch im Dialog Medien hinzufügen, den du aus dem Editor regelmäßig aufrufst, um Bilder oder andere Dateien in den Beitrag einzufügen. Mach dir selbst ein Bild und rufe auf der Codecanyon-Produktseite die Test Drive (Demo-Installation nur für dich) auf. Darin kannst du ein vorkonfiguriertes Backend mit Bildern und anderen Dateien bestücken und mit den Strukturen spielen. Das wird dich überzeugen!

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Auch im Einfügen-Dialog steht die RML bereit.

Da Real Media Library lediglich als Aufsatz zur bestehenden Mediathek einbindet, gibt es keinerlei Probleme bei der Darstellung im Frontend. Das Plugin ist voll kompatibel zu allen von uns damit ausprobierten Themes, wie auch zu WooCommerce und anderen Plugins unseres Magazins.

Mein Urteil: volle Empfehlung

Nach kurzer Zeit der Nutzung frage ich mich jetzt schon, wie ich bislang ohne die Real Media Library ausgekommen bin. Die Ideen für den Einsatz unterschiedlicher Ordnerstrukturen sprießen nur so. Das wird mich zwar sicherlich einige Tage beschäftigen, aber danach werde ich über eine bestens strukturierte Mediathek verfügen, in der ich jedes einzelne Element mit Leichtigkeit wiederfinden und dementsprechend auch wieder vernünftig einsetzen können werde.

Den Preis von 39 Dollar empfinde ich angesichts des Nutzens als waschechten No-Brainer. Da habe ich letzte Woche bei Pizza Luigi ums Eck für meine Frau und mich ja schon mehr gezahlt. Und der liefert mir keine Updates umsonst.

13 Antworten

  1. Eine interessante Erweiterung der Standard-Mediathek. Gerade wenn man als Fotograf WordPress nutzt oder es für Kunden freigibt, dann ist das sicher ein gutes Plugin. Und der Preis der Extended License ist auch absolut ok… wenn ich es für Kunden nutze, habe ich das ja bald wieder drinnen.

  2. Hey Dieter,
    danke für deinen Artikel. Ich werde mir das RML Plugin beim nächsten bildlastigen WordPress Projekt auf jeden Fall installieren und ausprobieren.
    Hast du RML bei drweb auch installiert und hast du ggf. Erfahrung ob RML mit WPML kompatibel ist?

  3. Mein Tip: Enhanced Media Library PRO (https://www.wpuxsolutions.com/plugins/enhanced-media-library/)
    Arbeitet mit Kategorien statt Ordnern. Das hat für mich den Vorteil, dass ich eine Mediendatei verschiedenen Kategorien zuordnen kann, statt nur einem (1) Ordner.
    So habe ich z.B. eine Kategorie mit Unterkategorien für verschiedene ‚Quellen‘. Damit unterscheide ich eigenes Bildmaterial, Stockfotos, Lesereinsendungen usw.
    Desweiteren habe ich noch Kategorien für bestimmte Objekte auf den Fotos um z.B. alle Bilder mit einem blauen Auto heraus zu filtern.
    Mit einer weiteren Kategorie differenziere ich bei Produktfotos zwischen verschiedenen herstellern.
    Weiteres Plus des Plugins in der Pro-Version:
    – einmalige Kosten
    – unbefristet Updates
    – auf beliebig vielen Sites einsetzbar

    1. Von der Website: »Compatible up to: 4.9.8«

      Die »Enhanced Media Library« hat leider den Sprung auf WordPress 5 nicht gemacht, wartet seit Jahren auf ein Update und ist von daher leider nicht mehr zu empfehlen.

  4. Ich habe die Erweiterung vor einiger Zeit auch ausprobiert und mich hat zum Beispiel gestört, dass man nicht direkt in die „Ordner“ hochladen kann. Wenn ich mich in einem Unterordner befinde, dort Dateien hochlade, sind sie danach nicht zugeordnet und ich muss das wieder für alle Dateien durchführen.

  5. Vielen Dank für den Tipp. Habe es auf meinem sehr bildlastigen Blog installiert und finde es wirklich hilfreich! Lief technisch auch bisher alles reibungslos.

  6. Gibt es denn einen (negativen) Einfluss auf Performance (Laden von Bilder, Abruf der WP-Seiten) wenn die Anzahl der Bilder in die Tausende geht, wie bei Dir 20.000 oder so?! Immerhin wurde die Datenbank erweitert und es gibt mehr Abrufe …

    1. Hallo Claus, unser WordPress-Backend ist flink wie ein Wiesel, trotz der immensen Menge an Bildern. Man kann mit einer großen Datenbank eine schnelle Seite haben oder mit wenigen Bilder eine langsame Seite. Beides schon gesehen. 😉

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