Dieter Petereit 13. Juli 2018

Die wichtigsten WordPress-Plugins hinter Dr. Web (DSGVO-Edition)

Dr. Web macht sich nackig: Unsere wichtigsten WordPress-Plugins

Plugins sind ein wichtiges Thema für jeden WordPress-User. Bisher haben wir hier bei Dr. Web ab und an neue Plugins vorgestellt. Noch nie haben wir dir jedoch gezeigt, womit unsere eigene Installation läuft. Das wollen wir heute nachholen. Im folgenden Beitrag findest du die wichtigsten Plugins hinter Dr. Web.

Auch das älteste Webworker-Magazin Deutschlands kommt nicht ohne Plugins aus. Ganz im Gegenteil, wer viel und guten Content produzieren muss, benötigt eine gewisse Grundausstattung an nützlichen Helferlein für seinen Job.

So begann unser Beitrag im März 2018, in dem wir dir die wichtigsten Plugins hinter Dr. Web vorgestellt haben. Im Zuge der Einführung und Umsetzung der DSGVO mussten wir teilweise umdenken und lieb gewonnene Helfer ersetzen. Und wo wir schon mal dabei waren, haben wir gleich sämtliche Prozesse in Frage gestellt und uns neu aufgestellt.

Was dabei herausgekommen ist, wollen wir dir in unserer aktuellen Übersicht der wichtigsten WordPress-Plugins auf Dr. Web im DSGVO-Zeitalter zeigen.

Vermeidung von Spam im Kommentarbereich

Akismet ist praktisch, keine Frage. Aber du kannst einen Dienst, der jeden einzelnen Kommentar durch das Netz in die Staaten schickt, ihn dort nach allen Regeln der Kunst validiert und zu dir zurückschickt, nicht mehr verwenden. Genau genommen, konntest du das schon bisher nicht. Jedenfalls nicht guten Gewissens.

Antispam Bee, übersichtlich zu konfigurieren. (Screenshot: D. Petereit)

Wir setzen daher auf das deutsche Plugin Antispam Bee aus dem Hause Pluginkollektiv. Die fleißige Biene arbeitet fast vollständig lokal. Die wenigen Funktionen, für die es auf externe Dienste zugreift, haben wir per Optionsschalter ausgeknipst (siehe Screenshot). Somit ist Antispam Bee eine absolut DSGVO-konforme und zugleich vollkommen (Achtung) wirkungsgleiche Lösung im Vergleich zu Akismet.

Plugins, die nur der DSGVO-Compliance dienen

Verschiedene Plugins waren bislang schlicht weg nicht erforderlich, sind aber durch die Inkraftsetzung der DSGVO unabdingbar geworden. Verschiedene Funktionen hätten wir durch direkte Änderungen der functions.php einbauen können. MIt Plugins fühlen wir uns insofern wohler, als es damit nicht auf den Dokumentationswillen des gerade zuständigen Entwicklers ankommt.

Speichern der Kommentierenden-IP verhindern

Die Kommentare in WordPress beinhalten im Normalfalle die IP-Adresse des Kommentierenden. Da es sich hierbei um personenbezogene Daten handelt, die du zudem für die Abwicklung der Kommentar-Administration nicht unbedingt benötigst, solltest du schlichtweg auf die Speicherung verzichten.

Dieser Verzicht ist mit dem Plugin „Remove IP” relativ einfach erledigt. Du installierst und aktivierst es in gewohnter Weise über das Backend. Weitere Einstellungen sind weder erforderlich, noch möglich. Fortan speichert WordPress die IP-Adressen deiner Kommentierenden nicht mehr, sondern setzt die Kommentierenden-IP für alle auf die einheitliche 127.0.0.1, den localhost.

Einholen von ausdrücklichen Einwilligungen zur Datenverarbeitung bei Formularen

In Zeiten der DSGVO musst du deine Besucher an allen Stellen, an denen sie Daten eingeben können, darauf hinweisen, dass du diese Daten speichern und verarbeiten wirst. Das ist zwar eigentlich logisch, denn ansonsten bräuchtest du die Daten ja gar nicht erst zu erfassen, aber die DSGVO will es halt so. Deine Besucher müssen dieser Verarbeitung in jedem Einzelfall ausdrücklich zustimmen.

Zu diesem Zweck verwenden wir das kostenlose Plugin WP GDPR Compliance. WP GDPR Compliance unterstützt neben den Kommentaren auch noch WooCommerce, Contact Form 7 und Gravity Forms. Es setzt jeweils ein Kontrollkästchen, dessen Text du frei gestalten kannst, damit es nicht nur zur DSGVO, sondern auch zu deiner Website passt.

Das Setzen des Hakens wird dann für Nutzende zur Pflichtaufgabe. Tun sie das nicht, können sie keinen Kommentar absetzen, ihre WooCommerce-Bestellung nicht zu Ende bringen, sowie keine Formulare aus CF7 oder Gravity Forms absenden.

Bei uns sehen die Einstellungen so aus:

Entfernen des WordPress-Codes zu Emojis und Emoticons

Die grafischen Entsprechungen gängiger Tastenbildchen kann WordPress seit gut vier Jahren automatisiert umsetzen. Dazu greift es über ein Javascript auf ein Automattic CDN zu. Es findet also ein Datentransfer statt, den du nicht sauber kontrollieren kannst und den es sich wegen einer solchen Lappalie auch nicht sauber zu dokumentieren lohnt. Schmeißen wir den Risikofaktor für unsere DSGVO-Compliance deshalb einfach raus.

In den Schreiben-Einstellungen des WordPress-Backend findest du ganz oben unter dem Punkt „Formatierung” die Möglichkeit, gängige Emoticons, wie :-), in Grafiken umwandeln zu lassen. Die Umwandlung verursacht einen Zugriff auf einen externen Server, was wir unter Datenschutzgesichtspunkten für so eine Nichtigkeit wie ein Emoticon nicht riskieren wollen.

Wir nehmen den Haken also zum einen aus dem entsprechenden Kontrollkästchen:

(Screenshot: D. Petereit)

Um zum anderen den ganzen Script-Overhead auch noch aus deiner Seite zu entfernen, installieren wir einfach Ryan Hellyers Plugin „Disable Emoji” .

Steuern von Cookies und Nachladen von Inhalten

Seit Ende Mai 2018 setzen wir das kostenpflichtige WordPress-Plugin Borlabs Cookie ein. Damit kannst du den Einsatz von Cookies unter Einwilligungsvorbehalt stellen und dabei noch zwischen First-Party und Third-Party unterscheiden. Ebenso erlaubt Borlabs Cookie den Einbau eines Opt-Out für das Tracking mit Google Analytics, sowie die Änderung der Zustimmung über ein Auswahlmenü (bei uns in den Datenschutzhinweisen realisiert).

(Screenshot: D. Petereit)

Mit Borlabs Cookie kannst du zudem die automatische Herstellung einer Verbindung zu externen Diensten wie etwa YouTube mit der damit einhergehenden Datenübertragung verhindern. Willst du auf das Einbinden von Videos, Kartenmaterial, Anzeigen und ähnlichen Drittinhalten verzichten, dann kannst du das natürlich tun und brauchst entsprechend keine diesbezüglichen Datenschutzhinweise abzusetzen.

Das indes wollten wir nicht, weshalb du in unseren Datenschutzhinweisen einen ganzen Strauß an Nennungen externer Dienstleister findest. Soweit sie aus den USA kommen, was in der Regel der Fall ist, weisen wir stets auf die Zertifizierung nach EU-US Privacy Shield und einen bestehenden Auftragsverarbeitungsvertrag hin. Das ist die eine, die formale Seite.

Damit unsere NutzerInnen tatsächlich eine Verbesserung des Datenschutzes spüren, verwenden wir das Borlabs Cookie-Plugin, um das automatische Laden externer Inhalte beim Seitenaufruf zu unterbinden. Wieso soll etwa YouTube deine Daten erhalten, wenn du dir das Video in unserem Beitrag gar nicht ansehen willst?

Mit Borlabs Cookie wird ein Zwischenschritt eingezogen. Externe Inhalte werden erst nachgeladen, und damit die Verbindung zum externen Server hergestellt, wenn du diese Verbindung per Klick autorisierst. So sieht das aus:

(Screenshot: D. Petereit)

Präsentation von Code-Schnipseln in Beiträgen

Ohne ein anständiges Code-Highlighting ist die Vorstellung von Code-Snippets in Beiträgen nicht professionell. Wir haben uns für das Plugin AH Code Highlighter von Andreas Hecht entschieden, weil es sehr einfach zu nutzen ist, sieben Themes beinhaltet und kaum Gewicht auf die Waage bringt.

ah-code-highlighter

Im Artikel »Diese Plugins musst du einfach haben« haben wir es etwas ausführlicher vorgestellt.

Performance #1: Optimierung der Ladezeiten

Performance ist ein immer wichtiger werdendes Thema. Hier brauchst du Plugins, die hervorragend kooperieren und sich im besten Falle gegenseitig ergänzen. Die Auswahl ist nicht sehr groß, denn viele Kombinationen funktionieren nicht gut. Wir haben uns für Autoptimize und Cache Enabler entschieden, weil beide zusammen das beste Ergebnis zeitigen.

Autoptimize

Cache Enabler

Social Media #1: Publizieren von Beiträgen in den Netzwerken

Wer publiziert, muss auch die sozialen Medien nutzen, um Reichweite zu generieren. Zudem will kaum jemand die Beiträge per Hand in die jeweiligen Medien einpflegen. Daher muss es eine automatisierte und gut anpassbare Lösung für die Postings geben. Wir vertrauen auf die Blog2Social Lösung von Adenion in der Pro-Variante. Ab 69 Euro jährlich geht es für eine Lizenz los.

Blog2Social

Hier hatten wir das Plugin bereits etwas näher vorgestellt.

Social Media #2: Teilen von Beiträgen in den Netzwerken

Der Effekt der sogenannten Share-Buttons, also Teilen-Knöpfe, auf die Reichweite eines Artikels ist nicht eindeutig als positiv zu klassifizieren. Es gibt Publikationen, vornehmlich solche, die sich viel mit Social-Media-Themen beschäftigen, die Share-Buttons als Garant für einen Traffic-Boost sehen, andere sind verhaltener in der Einschätzung.

Auch bei uns ist es eher so, dass die Share-Buttons unter diesem Aspekt wohl verzichtbar wären. Unsere Zielgruppe gehört sicherlich ohnehin eher zu den Social-Media-Skeptikern alsd zu den überschwänglichen Befürwortern. Insofern überrascht uns das weder, noch beunruhigt es uns. Dennoch sehen wir die bunten Knöpfe als Komfort-Feature, das wir unseren LeserInnen nicht vorenthalten wollen.

Diese Netzwerke nutzen unsere LeserInnen hauptsächlich. (Screenshot: D. Petereit)

Gleichzeitig sind gerade die Social-Media-Buttons ein potenzielles Datenschutz-Desaster, besonders, wenn wir auf Facebooks Lösung schauen.

MashShare ist das leistungsstarke Plugin, das wir für die Anbindung an Social Media bislang genutzt haben. In die Funktionsvielfalt kann man sich verlieben. Mir indes ist es so nie gegangen. Ich fand die Optionen für ein Plugin, das eigentlich nur das Teilen von Inhalten auf sozialen Medien möglich machen soll, schon immer abschreckend – unser Techniker nicht…

Im Rahmen meines DSGVO-Checks stellte ich nun fest, dass MashShare drei Facebook-Tracker (Connect, Social Plugins und Social Graph) direkt beim Aufruf eines jeden Beitrags triggert, die sich nur abschalten lassen, wenn Facebook als Ganzes in MashShare abgeschaltet wird. Das würde bedeuten, LeserInnen können nicht mehr über Facebook teilen – keine Lösung.

Da ich jedoch der Auffassung bin, dass Facebook ohnehin schon viel zu viel Datenmaterial hat, will ich den Dienst nicht auch noch füttern, selbst wenn die Datensammelei im Hintergrund vielleicht über einen Eintrag in unseren Datenschutzhinweisen zu legitimieren gewesen wäre. Bekanntlich geht Facebook selber ja ganz nonchalant mit der DSGVO um…

Schon seit Jahren gilt das vom Heise-Verlag entwickelte Shariff als Vorzeigelösung für die Kombination aus Social Media und Datenschutz. Und mit dem Shariff-Wrapper liegt ein frisch geupdatetes WordPress-Plugin vor, das alles tut, was ein Teilen-Button-Konglomerat tun soll und dabei Facebook an der kurzen Leine hält.

Mit einem unterstützten Angebot von 32 Diensten bietet es für unsere Zwecke das Achtfache dessen, was wir tatsächlich anbieten wollen. Eingebaut, schnell mit Ghostery gecheckt: Facebook still.

Social Media #3: Statistiken der sozialen Netzwerke erhalten

Wenn du professionell schreibst, solltest du ab und an eine Erfolgskontrolle durchführen. Welche Beiträge wurden wie oft in welchem Netzwerk geteilt? Wo gab es die meisten Kommentare? Das sind wichtige Fragen, auf die du eine Antwort brauchst, um den Erfolg deiner Artikel einordnen zu können. Für diesen Job setzen wir den Social Metrics Tracker ein.

Social Metrics Tracker

Social Metrics Tracker - Die Ergebnisse

Hier ein Ausschnitt der Ergebnisse des Social Metrics Tracker.

Die Informationen helfen dir, aus deinem Content-Fundus den Evergreen-Content zu identifizieren oder in einigen Themenbereichen noch tiefer ins Detail zu gehen.

In Sachen DSGVO musst du dir hier keine Sorgen machen, denn das Plugin überträgt nur den Permalink des Beitrags an die öffentliche API der Netzwerke. Das ist ausreichend, um den Share-Count zu erhalten.

Suchmaschinenoptimierung

Hier erwartest du wahrscheinlich eine Erwähnung des Yoast SEO Plugins. Hingegen haben wir uns nach reiflicher Überlegung für DELUCKS SEO von Severin Lucks entschieden, weil es gerade in der Premium-Variante viele nützliche Vorteile bietet.

Zum Beispiel kannst du einen Artikel nicht nur optimieren, sondern auch gleich deine Konkurrenz für den betreffenden Beitrag analysieren. Das bieten die Mitbewerber so nicht. Die Premium-Version kostet 60 USD und kann auf codecanyon.net (Envato) erworben werden.

DELUCKS SEO

Auch dieses Plugin haben wir bereits näher vorgestellt.

Performance #2: Bildgrößern verringern

Bilder sind ein heikles Thema, denn sie sind einer der größten Flaschenhälse, wenn es um Performance geht. Wenn es dir um schnelle Ladezeiten deiner Website geht, solltest du als erstes die Optimierung deiner Bilder in den Blick nehmen. Wir haben uns für die zurzeit beste Lösung entschieden, das Optimus HQ Plugin von KeyCDN.

Optimus HQ

Optimus HQ ist eine Premium-Lösung, die für nur 29€ jährlich auch WebP-Grafiken erzeugen kann, welche wesentlich weniger Dateigröße als normale Formate erzeugen.

Um nun zu einer automatisierten Lösung zu kommen, bringen wir noch das weiter oben bereits erwähnte Caching-Plugin Cache-Enabler ins Spiel. Cache-Enabler lässt sich nämlich so konfigurieren, dass es die erzeugten Webp-Formate mitcacht und entsprechend befähigten Browsern ausliefert.

Cache-Enabler: Hier ist ebenfalls ein Haken zu setzen. (Screenshot: Dr. Web)

Dazu ist keine weitere Parametrisierung erforderlich. Direkt nach der Installation der beiden Plugins und Aktivierung der Webp-Unterstützung sieht der Aufruf der verwendeten Dateien im Chrome so aus:

Chrome-Nutzer bekommen automatisch WebP geliefert. (Screenshot: Dr. Web)

Die Auslieferung anderer Formate an andere Browser erfolgt ebenfalls automatisch. Es erhalten also Browser, die WebP darstellen können, WebP und alle anderen erhalten JPG oder PNG, je nachdem, was du eingebunden hast. Komfortabler kann es nicht werden.

Optimus haben wir an dieser Stelle ausführlicher vorgestellt.

Eigene Shortcodes komfortabel nutzen

Vieles kann ein Shortcode sein. Ein Beispiel wäre das HTML-Element <code>, wenn du mal eben eine einzige Zeile Code hervorheben möchtest. Im Editor ist es nicht zu finden, also musst du normalerweise in die Text-Ansicht, um das Element einzugeben. Die Lösung für derlei Probleme bietet das Plugin Post Snippets, mit dessen Hilfe du eigene Shortcodes nicht nur erstellen, sondern mittels Generator auch sehr bequem nutzen kannst.

Post Snippets

In diesem Dr. Web-Beitrag findest du weitere Informationen zum Plugin.

Beiträge auf Vollständigkeit checken

Wem ist es nicht schon mal passiert. Ein falscher Klick und ein Beitrags-Entwurf ist online gegangen. Damit das nicht geschieht, verwenden wir die Pre-Publish Post Checklist. Erst wenn eine von dir erstellte Liste mit den nötigen Voraussetzungen abgehakt wurde, kann ein Beitrag veröffentlicht werden.

Pre-Publish-Post-Checklist

Das Plugin wurde übrigens zuletzt vor drei Jahren aktualisiert, funktioniert jedoch mit der neuesten Version von WordPress ohne Probleme.

Kontaktformulare mit WPForms

Nach langen Jahren der Nutzung von Contact Form 7, haben wir zwischenzeitlich ein unseren Bedürfnissen besser entsprechendes Plugin für diesen Job gefunden. Es ist modular, einfach mittels Drag-and-Drop zu konfigurieren und bietet den unschlagbaren Vorteil, dass es seine CSS- und JavaScript-Dateien nur dort einbindet, wo sie auch benötigt werden. Die Rede ist vom WPForms Lite Plugin.

Contact Form by WPForms – Drag & Drop Form Builder for WordPress

Formulare total einfach erstellen mit dem Generator von WPForms Lite.

Nähere Informationen zum Plugin findest du in diesem Artikel.

WPForms bietet in der neuen Version eine Checkbox, mit deren Hilfe du das Plugin vollständig DSGVO-konform betreiben kannst, ohne noch sonderlich Hand anlegen zu müssen. Ein Klick auf „GDPR Enhancements” reicht fast schon.

(Screenshot: D. Petereit)

In der Lite-Version unterbindet das Setzen des Häkchens das Generieren eines Cookies, dessen Inhalt eine zufällig erstellte UUID, also eine Identifikationsnummer, ist. In der Bezahlversion könntest du mit diesem Cookie etwa Geolocation oder Methoden der Behandlung nicht vollständig ausgefüllter Formulare betreiben. In der Lite-Version besteht lediglich die Möglichkeit, weitere Einträge desselben Formular-Ausfüllers anzeigen zu lassen, was im Verwendensfall als Kontaktformular reichlich nutzlos ist.

Damit ist unser Kontaktformular im Prinzip DSGVO-sicher. Natürlich musst du stets auch den Inhalt des Formulars betrachten. Wenn du da nach personenbezogenen Daten fragst, muss diese Abfrage in sich ebenfalls wieder rechtskonform sein.

Hier geht es daher zunächst nur um die DSGVO-Konformität der technischen Lösung an sich. Die Macher von WPForms beschreiben die Details an dieser Stellenochmal ausführlicher und befassen sich auch mit den Besonderheiten der Bezahlversion.

Um dir nun die Speicherung personenbezogener Daten über ein WPForms-Formular absegnen zu lassen, benötigst du wieder ein Kontrollkästchen mit entsprechendem Text. Teil der GDPR Enhancements ist, dass dir genau ein solches Kontrollkästchen nebst (englischem) Vorschlagstext im Form-Editor bereitgestellt wird. Den Text kannst du frei anpassen und auch nähere Erläuterungen finden im zugehörigen Beschreibungsfeld Platz.

So sieht das aus:

(Screenshot: D. Petereit)

WPForms erklärt es dir in diesem Beitrag im Detail.

Performance #3: Die Datenbank bereinigen

Die alte Dame Dr. Web hat mittlerweile eine Datenbankgröße von 2,5 GB. Vor noch nicht allzu langer Zeit war das noch unvorstellbar. Damit die Datenbank nicht ins Unermessliche ansteigt, sind ab und an einige Wartungsarbeiten nötig. Dazu verwenden wir das Plugin WP-Sweep. WP-Sweep macht laut seinem Erschaffer folgendes:

WP-Sweep ermöglicht es dir unbenutzte, verwaiste und doppelte Daten in WordPress zu bereinigen. Es bereinigt Revisionen, automatische Entwürfe, nicht genehmigte Kommentare, Spam-Kommentare, Kommentare im Papierkorb, verwaiste Beitrags-Metadaten, verwaiste Kommentar-Metadaten, verwaiste Benutzer-Metadaten, verwaiste Begriffsbezugsdaten, unbenutzte Begriffe, doppelte Beitrags-Metadaten, doppelte Kommentar-Metadaten, doppelte Benutzer-Metadaten und transiente Optionen. Es optimiert auch deine Datenbanktabellen.

WP-Sweep

Online-Shop: WooCommerce & Co.

Unser Shop wird von WooCommerce angetrieben. Für die deutsche Rechtssicherheit sorgt bei uns – nach erheblichen Problemen mit German Market – das richtig gute Plugin WooCommerce Germanized mit der wichtigen Ergänzung WooCommerce Germanized Pro. Eine Lizenz kostet 69,95€ pro Jahr.

WooCommerce Germanized

Nutzer von WooCommerce Germanized Pro profitieren von vielen weiterführenden Features z.B. PDF-Rechnungen, Mustertexte-Generator für AGB und Widerrufsbelehrung, einer mehrstufigen Kasse, Premium Support und vielem mehr!

In unserem Shop vertreiben wir vornehmlich eBooks. Da niemand gern die sprichwörtliche Katze im Sack kauft, bieten wir Leseproben für die Bücher an. Dazu erstellen wir abgespeckte PDF-Varianten und stellen sie mit dem PDF-Embedder für die LeserInnen bereit. Für unsere Zweck reicht die kostenlose Variante. Unter DSGVO-Gesichtspunkten ist das Plugin unkritisch, da keine Dritt-Services im Spiel sind.

Datenvisualisierung  mit Tortendiagrammen und anderen optischen Spielereien

Ab und an muss man mal Daten schick aufbereitet darstellen. Interaktive Diagramme und Grafiken sehen einfach besser aus, als wenn du einfach nur die betreffenden Fakten aneinander reihst. Zudem lassen sich die Daten dann leichter erfassen. Visualizer Charts and Graphs Lite ist das Plugin unseres Vertrauens. Damit haben wir beispielsweise diese Umfrage grafisch ausgewertet.

Auch hier gilt: Unter DSGVO-Gesichtspunkten ist das Plugin unkritisch, da keine Dritt-Services im Spiel sind.

charts-and-graphs-lite

Kanntest du alle Vorstellungen? Welche nutzt du selber und warum oder warum nicht? Lass es uns wissen.

(Der Artikel wurde im Original von Andreas Hecht geschrieben und erschien am 21. März 2018. Er unterliegt redaktioneller Pflege und wurde zuletzt am 13. Juli 2018 aktualisiert.)

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.
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23 Kommentare

  1. Super Beitrag vielen Dank! Kann es sein, dass im aktuellen WordPress die „Emoj deaktivieren“ Sache nicht mehr in den Einstellungen ist? Habe das nirgends mehr gefunden.

  2. Hallo! Danke für den hilfreichen Beitrag. Ich bin selbst auch von Contact Form 7 auf WPForms umgestiegen und ich muss sagen ich bin zufrieden – Perfomance wie auch kostentechnisch :)

    Liebe Grüße,
    Mathias

  3. tolle Übersicht und auch interessant, was die Profis wirklich nutzen..!
    kann jedem auch das Performance Handbuch von drweb ans Herz legen!
    Toll geschrieben und vor allem hilfreich!

  4. Danke für diesen Artikel. Habt ihr bereits geprüft, ob alle vorgestellten Plugins DSGVO konform arbeiten und man diese auch ab Mai 2018 unbesorgt nutzen kann?

  5. Oh, da finden sich wirklich einige interessante Plugins

  6. Wirklich toller Artikel und super erklärt! Danke!

  7. Sorry, aber für mich gibt es nur ein ultimatives Cache-Plugin und das ist WP Rocket.

  8. Ich habe eine Frage zu WP-SWEEP: ich habe eine Webseite deren Datenbank ca. 4 MB beträgt. Macht es Sinn, dieses Plugin zu installieren, dieses dann einmal durchlaufen zu lassen und dann wieder zu entfernen (aus Gründen der Performance)?

  9. Hammer Beitrag – den Tipp mit Cache Enabler hab ich vor kurzem anderswo bekommen, aber DeLucks kannte ich nicht – und ich such schon seit Ewigkeiten eine WDF/IDF Analysemöglichkeit. Danke!

  10. Wirklich eine super übersicht mit guten Tools.

  11. Interessante Plugins dabei, vielen Dank!

  12. Autoptimize und Cache Enabler arbeiten wirklich sehr gut zusammen. Zusätzlich habe ich die htaccess angepasst. Für mehr Infos dazu habe ich einen Link.
    Auf WPForms bin ich vor kurzem auch gestoßen und finde es ebenfalls deutlich besser, als Contact 7. Die anderen, von Euch vorgestellten Plug-ins, werde ich mir mal näher ansehen und auf einige bin ich besonders gespannt. Vielen Dank dafür!

  13. Autoptimize und Cache Enabler, 2 Cache Plugins? Kommen die sich nicht in die Quere, wenn sie zeitgleich installiert und aktiv sind?
    Ich nutze Autooptimize schon seit längerem, ist das Cache Enabler eine Ergänzung?

  14. Cache Enabler kannte ich noch nicht. Habe es gerade mal getestet. Dadurch hat meine Seite einen enormen Performance Boost bekommen. Vielen Dank für diesen tollen Tipp.

  15. Informativ und interessant: danke für den Blick unter die „Kühlerhaube„, Andreas!

  16. Danke für die tolle Übersicht.

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