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Dieter Petereit 28. Juli 2017

Berechtigungen verwalten mit dem WordPress-Plugin Members in neuer Version

Das kos­ten­lo­se WordPress-Plugin Members hat es nach acht Jahren Entwicklungszeit die­ser Tage zur Version 2.0 geschafft. Es könn­te gut mög­lich sein, dass Members der neue Standard für Mitglieder-Websites wird.

Members 2.0: Kein echtes Mitgliederverwaltungssystem

Members stammt aus der digi­ta­len Feder des WordPress-Promis Justin Tadlock und hat schon acht Jahre auf dem Buckel. Lange küm­mer­te sich Tadlock kaum um Members, behob im Wesentlichen nur Fehler. Nun aber setzt er zur Offensive an.

In Version 2 sei­nes Plugins zur Berechtigungsverwaltung baut er Members zu einer Art Framework für den Aufbau einer Mitglieder-Website um. Bislang konn­te Members kaum mehr, als den Standard-Benutzerrollen aus WordPress eini­ge wei­te­re hin­zu­fü­gen. So wur­de der Zugriff auf die Inhalte genau­er, näm­lich bis auf die Ebene des ein­zel­nen Beitrags, kon­trol­lier­bar.

Auch in der aktu­el­len Version ist Members nicht mit ech­ten Mitgliederverwaltungs-Plugins, wie etwa MemberPress, zu ver­wech­seln. Boliden wie MemberPress leis­ten weit mehr als die Benutzersteuerung. So wickeln sie etwa auch die Bezahlung kos­ten­pflich­ti­ger Mitgliederfunktionen ab.

Members 2.0 als Framework

Mit Version 2.0 öff­net sich Members für Add-Ons von Drittanbietern. So ist es künf­tig mög­lich, ein­zel­ne Features für spe­zi­el­le Bedarfe, dar­un­ter zum Beispiel spe­zi­fi­sche Payment-Funktionen, von drit­ter Seite kos­ten­frei oder kos­ten­pflich­tig anzu­bie­ten. Verfügbare Add-Ons wer­den direkt im Backend ange­zeigt.

Tadlock sel­ber will mit zusätz­li­chen Add-Ons zum Wachstum des Angebots bei­tra­gen. Zudem ist das Anbieten von Add-Ons sei­ne Monetarisierungsstrategie. Members wird also dau­er­haft kos­ten­frei unter der GPL ange­bo­ten. Lediglich eini­ge Zusatzfeatures kön­nen kos­ten­pflich­tig wer­den. Die Kernfunktionalität wird dadurch nicht beein­träch­tigt.

Les- und übersetzbare Berechtigungen

Für den Admin hat Tadlock den Umgang mit Members ver­ein­facht. So kön­nen jetzt etwa alle Systemberechtigungen in eine von Menschen les­ba­re Form gebracht wer­den. Aus edit_posts könn­te so etwa Beiträge bearbeiten wer­den. Denn ein Nebenprodukt die­ser Änderung ist, dass Berechtigungen nun inter­na­tio­na­li­sier­bar, sprich über­setz­bar wer­den. Soweit Drittplugins eige­ne Berechtigungsanforderungen stel­len, kön­nen sie die­se jetzt direkt mit Members regis­trie­ren und auf die­se Weise von der Übersetzbarkeit pro­fi­tie­ren.

Auf Inhaltsebene kön­nen nun Fehlermeldungen oder ande­re Texthinweise mit dem WordPress-Editor ver­fasst und ent­spre­chend anspre­chend for­ma­tiert wer­den. So erfährt der unbe­rech­tig­te Leser auf ange­neh­me Art, dass er sich zum Beispiel zunächst regis­trie­ren muss.

Voll integriert in WordPress

Wie bis­her schon, ach­tet Tadlock sehr dar­auf, Members voll in WordPress inte­griert zu hal­ten. So begibst du dich nicht in eine mehr oder weni­ger aus­ge­präg­te Abhängigkeit. Das hin­ge­gen kann dir bei dedi­zier­ten Membership-Systemen ganz schnell pas­sie­ren.

Wenn du eine Membership-Website planst, soll­test du auf jeden Fall zunächst Members tes­ten und schau­en, wie weit es dich brin­gen kann. MemberPress ist immer noch schnell gekauft, soll­te Members nicht rei­chen.

Members kannst du im WordPress-Repository fin­den. Gepflegt wird es über Github.

Members
Members
Entwickler: Justin Tadlock
Preis: Kostenlos
Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

2 Kommentare

  1. Danke Herr Petereit. Der rich­ti­ge Tipp zur rich­ti­gen Zeit. :)

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