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Dieter Petereit 18. Februar 2019

WordPress und das Beitragsbild: So vermeidest du Probleme

Das Beitragsbild in WordPress kann sich – je nach Theme – massiv auf dein Design auswirken. Vor allem dann, wenn du es vergisst oder andere Probleme auftreten.

Das Beitragsbild an sich

Wenn du den Begriff Beitragsbild nicht kennst, weil du ihn in deinem WordPress-Backend rechts neben dem Texteditor nicht findest, dann unterstützt dein Theme vermutlich das Feature „Beitragsbild“ oder (in englischer Sprache) „Featured Image“ nicht. In dem Fall bekommst du mit Sicherheit irgendwann eines der weiter unten benannten Probleme. Nämlich dann, wenn du auf ein Theme wechselst, das mit Beitragsbildern arbeitet.

Beitragsbilder, neben der Bezeichnung „Featured Image“ auch manchmal als „Post Thumbnail“ bezeichnet, sind Bilder, die den jeweiligen Beitrag oder die jeweilige Seite bildlich repräsentieren sollen. Wo und wie sie angezeigt werden, entscheidet das eingesetzte Theme allein. Genau dieser Umstand ist die Ursache für eines der anderen weiter unten beschriebenen Probleme.

Beitragsbilder setzen sich grundsätzlich nicht von alleine. Selbst wenn du alle Bilder, die du in einem Beitrag verwenden willst, hochgeladen hast, musst du eines davon oder ein zusätzliches explizit zum Beitragsbild erklären. Dieser erforderliche Verfahrensschritt ist für manche Zeitgenossen nicht leicht zu verinnerlichen.

Meine leidigen Erfahrungen mit Beitragsbildern

Kennst du das? Du hast einen Beitrag veröffentlicht und wieder einmal das Beitragsbild vergessen. Auf Social Media hat dein Post nun praktisch keine Chance. Mir passierte das wesentlich öfter als mir lieb sein konnte. Daher machte ich mich auf die Suche nach einer vernünftigen Lösung für dieses Problem.

Kennst du das? Du hast dein Theme gewechselt und das neue Theme arbeitet mit anderen Beitragsbildgrößen. Jetzt sehen deine bisherigen Bilder verzerrt aus. Auch dieses Problem begegnete mir vor nicht allzu langer Zeit. Entsprechend machte ich mich auf die Suche nach einer vernünftigen Lösung.

Kennst du das? Du hast dein Theme gewechselt. Dein neues Theme arbeitet mit Beitragsbildern, du hast aber bislang keine verwendet. So sehen deine bisherigen 500 Posts ziemlich eindruckslos aus. Du kannst es dir schon denken. Auch dieses Problem musste ich vor kurzem einer Lösung zuführen.

Es gibt eine weniger flexible und eine sehr flexible Lösung für die skizzierten Probleme. Nehmen wir zunächst die weniger flexible ins Visier.

Die WordPress-Bordlösung für das Problem

Mit zwei Codeschnipseln können wir dafür sorgen, dass dein WordPress stets das erste im Beitrag verwendete Bild zum Beitragsbild erklärt und entsprechend verwendet. Das ist sicherlich besser als gar nichts, je nach Design jedoch nicht immer die beste Wahl.

Zeigt dein Theme etwa das Beitragsbild auch in der Einzelansicht des Beitrags nochmal in voller Pracht über dem eigentlichen Text an, so ergibt es keinen Sinn, das erste Bild im Beitrag, welches ja dann zusätzlich zum Beitragsbild erkoren wurde, aber natürlich trotzdem weiterhin im Beitrag vorhanden ist, quasi doppelt anzuzeigen.

Nutzt dein Theme indes die Beitragsbilder nur in der Funktion des „Post Thumbnails“, etwa als Preview zum Teaser auf der Startseite, dann ist die Schnipsellösung eine, die für dich sogar die bessere sein kann.

Du schreibst also folgenden Code in deine functions.php:

//macht das erste Inhaltsbild zum Beitragsbild
function main_image() {
$files = get_children('post_parent='.get_the_ID().'&post_type=attachment
&post_mime_type=image&order=desc');
if($files) :
$keys = array_reverse(array_keys($files));
$j=0;
$num = $keys[$j];
$image=wp_get_attachment_image($num, 'large', true);
$imagepieces = explode('"', $image);
$imagepath = $imagepieces[1];
$main=wp_get_attachment_url($num);
$template=get_template_directory();
$the_title=get_the_title();
print "<img class="frame" src="$main" alt="$the_title" />";
endif;
}

In deinem Theme (oder Child-Theme) ergänzt du dann noch den folgenden Code:

<?php if (  (function_exists('has_post_thumbnail')) && (has_post_thumbnail())  ) {
  echo get_the_post_thumbnail($post->ID);
} else {
   echo main_image();
} ?>

Die Änderungen nimmst du natürlich immer lokal mit einem Text-Editor deiner Wahl vor und lädst die Dateien hernach per FTP wieder auf deinen Webspace hoch. Verwende nicht die Online-Codeeditoren im Backend. Nachdem du die zu ändernden Dateien heruntergeladen hast, machst du eine Kopie davon, damit du ein Backup hast, falsch irgendwas schief gehen sollte.

So. Nachdem du die Änderung online hast, wird nun stets das erste Bild im Beitrag auch als Beitragsbild verwendet. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Flexiblere Lösung per Plugin (oder Theme)

Mit der eben vorgestellten Lösung haben wir es geschafft, ohne weiteres Zutun automatisch zu einem Beitragsbild zu kommen. Dafür mussten wir allerdings im Code rumfuhrwerken und wir haben nur eine generalisierte Lösung. Stets wird das erste Bild im Beitrag auch als Beitragsbild verwendet. Was, wenn du das gar nicht willst oder dich davor scheust, im Code zu arbeiten?

Dann nimmst du einfach das Plugin „Quick Featured Images“ von Martin Stehle.

[appbox wordpress quick-featured-images]

Martin Stehles Plugin ist so etwas wie das Schweizer Taschenmesser für WordPress Beitragsbilder. Das Plugin ist in der Basis-Version kostenlos. Für unsere hier beschriebenen Probleme brauchst du die kostenpflichtige Version.

Diese kostenpflichtige Pro-Version, die über noch einen ganzen Haufen weiterer Features verfügt, kannst du für 75 (eine Site) oder 195 Euro (unbegrenzte Anzahl an Sites) käuflich erwerben. Die Beträge beinhalten das Plugin und Updates für ein Jahr. Nach Ablaiuf des Jahres entscheidest du dich für eine Weiterzahlung, um auch die folgenden Updates zu bekommen oder setzt das Plugin in der letzten aktuellen Version weiter ein.

Hast du die Pro-Version installiert, bedarf etwa des Setzen des ersten Inhaltsbildes als Beitragsbild keiner Code-Frickelei, sondern lediglich des Setzens eines Hakens:

Das allerdings ist nur die leichteste Übung für Stehles Plugin. Für meine Probleme des vergessenen und der nicht vorhandenen Beitragsbilder war das indes vollkommen ausreichend und kostete mich keine fünf Minuten.

Nach der Installation und Aktivierung findest du in der linksseitigen Navigation den Punkt „Beitragsbilder“, wie du dem obigen Screenshot entnehmen kannst. Das Setzen des ersten Inhaltsbildes als Beitragsbild erledigst du übrigens im Untermenü „Vorgegebene Bilder“.

Informationen zu den übrigen kostenpflichtigen Features des Plugins „Quick Featured Images“ findest du auf dieser Seite. So kann das Plugin etwa das erste Inhaltsbild nicht nur zum Beitragsbild machen, sondern zusätzlich direkt aus dem Inhalt entfernen, damit es nicht zur weiter oben beschriebenen doppelten Anzeige kommt.

Ist Stehles Plugin für dich funktionsmäßig der Overkill oder willst du kein Geld ausgeben, dann solltest du dir „Easy Add Thumbnail” von Samuel Aguilera ansehen. Dieses überaus schlanke Stückchen Code tut wirklich nichts anderes als das erste Bild eines Beitrags zum Beitragsbild, also zum Featured Image zu machen.

Entsprechend funktioniert es natürlich auch nur in den Fällen, in denen du zum Beitrag mindestens ein Bild mit den Standardmethoden hochgeladen hast. Das Plugin kümmert sich dabei stets um alle deine Beiträge, funktioniert demnach nicht nur für neue Veröffentlichungen. Hat ein Beitrag bereits ein Featured Image, rührt das Plugin dieses nicht an. Aguileras Lösung ist komplett kostenfrei und kann auch über das Backend installiert werden.

[appbox wordpress easy-add-thumbnail]

Im Repository finden sich noch eine Handvoll weiterer Alternativen, die jedoch sämtlich seit langer Zeit nicht mehr gepflegt werden und denen im Review-Bereich jeweils bescheinigt wird, dass sie nicht mehr funktionieren.

Willst du kein separates Plugin verwenden, solltest du beim nächsten Theme-Wechsel darauf achten, dass das Designgerüst deiner Wahl eine entsprechende Funktionalität mitbringt. Das gilt beispielsweise für Divi von ElegantThemes. Hier schaltest du in den Optionen einfach das Feature „Erstes Bild aus Beitrag verwenden“ an.

Divi ist insgesamt keine schlechte Wahl. Nicht zu Unrecht brüsten sich die Entwickler damit, mit Divi das populärste Premium-Theme für WordPress erschaffen zu haben. Kaufen kannst du es indes nur über eine Mitgliedschaft im Theme-Club von ElegantThemes. Die kostet dich pro Jahr 89 USD (oder einmalig 249 USD) und erlaubt dir die Verwendung aller 87 Themes, die die Schmiede derzeit im Portfolio hat.

Kommen wir abschließend zum Problem der unproportionalen Bildanzeige beim Themewechsel. Hier müssen schlichtweg die Beitragsbilder neu generiert werden, damit sie zu den Abmessungen passen, die das jeweilige Theme registriert.

Für diesen Zweck eignet sich das Plugin „Regenerate Thumbnails“ von Alex Mills.

[appbox wordpress regenerate-thumbnails]

„Regenerate Thumbnails“ ist ebenfalls ein kostenloses Plugin und kann bequem vie Backend installiert und aktiviert werden. Auf die Funktionalität greifst du auf verschiedene Weise zu.

Unter Werkzeuge > Vorschaubilder regen. findest du einen einzelnen Button mit der Aufschrift Regeneriere alle Vorschaubilder, der genau das tut. Dabei verwendet das Plugin die Werte, die unter Einstellungen > Medien eingetragen sind und die Werte, die das jeweilige Theme festlegt. Wenn du selektiver vorgehen willst, findest du die Möglichkeit, die Vorschaubilder neu zu generieren auch in Medien > Medienübersicht an jedem einzelnen Bild:

Fazit: Nimm die Plugins oder achte aufs richtige Theme

Mit zwei Plugins hast du die besprochene Thematik der Beitragsbilder gut im Griff und bist auch für zukünftige Themewechsel gerüstet. Alternativ achtest du beim Themewechsel direkt darauf, dass das Theme deines Herzens die Problematik behandelt. Die genannten Plugins und erst recht das Divi-Theme werden zudem ordentlich gepflegt, so dass ich hier eine volle Empfehlung aussprechen kann.

(Der Beitrag erschien erstmals im August 2017 und wurde seitdem mehrfach auf den aktuellen Stand gebracht. Das letzte Update erfolgte am 14. Februar 2019.)

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

Ein Kommentar

  1. Hallo!

    > … Beitragsbild vergessen. Auf Social Media hat dein Post nun praktisch keine Chance.
    Stimmt,

    Nur, selbst wenn man sich von vornherein ein Theme mit Beitragsbildern nimmt, auch wenn alles funktioniert, wenn man nichts vergisst:
    FB mag die Site nicht und jedes 2.te Bild bleibt meist eine graue Fläche!

    Toll, wenn FB dann auch noch meckert: „Füge Bilder hinzu“ oder beim bewerben das Bild vermisst. Das ist eine Frechheit, die seit der DSGVO noch schlimmer wurde.

    Scheinbar ist das Teilen von Beiträgen externer Sites ein hochkomplexes Gebiet geworden. Hab 100 Anleitungen zu „og“ Metatags, FB-ID´s, API-Keys, Apps, FB-Debugger, FB Crawler uvam. studiert, aber es bleibt immer das Gleiche:
    Die (externen) Bilder werden nicht in FB Profilen und Seiten gezeigt …

    Früher hat man einfach den Link in einen FB-Beitrag kopiert, fertig, er erschien samt Bild.
    Heute braucht man ein Informatikstudium?

    Ansonsten, toller Artikel, kann va den Satz im Fazit unterstrichen:
    > „Alternativ achtest du beim Themewechsel direkt darauf, dass das Theme deines Herzens die Problematik behandelt.“
    + Wichtig: Bildbeschreibung/Beschriftung sollte nativ angezeigt werden – va. wg. Copyright!

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