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Dieter Petereit 18. September 2012

WordPress auf dem Weg zum Monopol [Infografik]

Ist noch jemand überrascht, wenn er hört, dass diese und jene Website von WordPress angetrieben wird? Nein? Der Grund ist eindeutig. Fast jeder benutzt es. WordPress ist auf dem Weg zum Monopol im Markt der Content Management Systeme. Diese These unterlegt die Infografik gleichen Namens aus dem Hause Expedient Digital Media, die in der beliebten grafischen Darreichungsform die wesentlichen statistischen Daten zur Verbreitung der WP-Plattform zusammenfasst.

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WordPress: Mehr als 12 Millionen Downloads der Version 3.3

Schon im Frühjahr des Jahres konnte WordPress von sich behaupten, der Motor hinter mehr als 72 Millionen Websites zu sein. Schätzungen folgend waren in 2011 bis zu einem Viertel aller neu erstellten Websites von WordPress angetrieben. Nahezu jeder zweite der reichweitenstärksten Blogs setzt auf das System aus dem Hause Automattic, das bislang in 98 Versionen vorgelegt wurde.

Insbesondere die Version 3.3 leitete mit bislang 12 Millionen Downloads einen regelrechten Siegeszug ein. Mehr als ein Viertel aller WP-Sites werden unter 3.3 betrieben. Dagegen ist die Bereitschaft, das Update auf die Folgeversion 3.4 zu vollziehen, mit 15% aller Verwender eher zurückhaltend. Je nachdem, welches Land man sich anschaut, liegt WordPress mehr oder weniger drastisch, aber stets weit vor seinen stärksten Mitbewerbern Joomla und Drupal. In den USA liegt WordPress mit 53,8% Marktanteil nicht nur vor Drupal und Joomla mit zusammen rund 16%, sondern auch vor allen anderen, die insgesamt einen Anteil von 30,3% auf sich vereinigen können.

Das WordPress-Ökosystem: Plugins, Hostingplattform, Designer, Developer

Der große Erfolg von WordPress liegt zumindest zum Teil an der hohen Zahl verfügbarer Plugins, die das CMS um Funktionen erweitern, die es von Haus aus nicht mitbringt. Über 19.000 dieser Erweiterungen existieren, die insgesamt über 285 Millionen Mal heruntergeladen wurden. Betrachtet man die Einzelkategorien, so gehören SEO-Plugins zu den mit Abstand meist genutzten Erweiterungen. Mit weitem Abstand folgen Statistik-Erweiterungen, gefolgt von Plugins zur Spam-Bekämpfung und zur Verwaltung/Bearbeitung von Bildern.

Die Hosting-Plattform WordPress.com kann sich ebenfalls sehen lassen. Zwar hat sie den größten Wettbewerber, Googles Blogger noch nicht erreicht, jedoch ist die Veröffentlichung von durchschnittlich einer halben Million Beiträgen pro Tag schon mal eine Hausnummer. In Indonesien, dem Land mit den aktivsten Teilnehmern, belegt WordPress.com Rang 8 der meistbesuchten Websites.

Auch für Entwickler ist WordPress nicht uninteressant. Einer Umfrage unter 18.000 Entwicklern zufolge, wird bei einem WordPress-Projekt ein durchschnittlicher Satz von 50 USD pro Stunde realisiert. Das klingt für deutsche Ohren spontan etwas dürftig. Dafür ist die Zielgruppe groß, das potenzielle Auftraggeberspektrum ist breiter und WordPress ist nicht so aufwändig in der Umsetzung, wie etwa ein Typo3. Zudem kenne ich etliche Entwickler, die schon froh wären, wenn sie diese Größenordnung erreichen könnten.

Die Infografik “WordPress – The Emerging Monopoly in CMS” wurde von Expedient Digital Media für die Website WPTemplate geschaffen. Wir veröffentlichen sie hier mit ausdrücklicher Genehmigung. Ein Klick auf die folgende Grafik öffnet eine größere Version:

(via WPTemplate)

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

17 Kommentare

  1. Echt lustig, dass es immer noch Leute geben, die meine WordPress wäre nur etwas für Blogs :)

    naja, mir egal. Ich habe mit WordPress noch keine einzigen Blog aufgesetzt und nur als CMS benutzt. Alles läuft prima, die Kunden können die Texte tatsächlich selber einpflegen und warum man nicht größerer Seite damit umsetzen kann, ist mit ein Rätsel …

    Aber ist wahrscheinlich (gilt auch für mich): Hat man sich erstmal auf ein CMS eingeschlossen, bleibt man dabei …

    Naja, die Diskussionen sind ja auch ganz lustig. Ist so wie iOS, Anrdroid oder Windows ….

  2. Teilweise fehlen mir da Quellenangaben. Wo kommen die Zahlen her? Auch auf der Ursprungsseite gibt es darüber keine Angaben. Wer z.B. hat Ende 2011 geschätzt, dass 20-25 aller neuen Webseiten auf WordPress geschaltet wurden?

    Dass eine Webseite, die WordPress Themes verkauft, solche positiven Bilanzen verkündet, erstaunt nicht. Man will ja schließlich den Absatz fördern.

    Andererseits: welcher Hobbyblogger will sich schon auf komplizierte Technik konzentrieren? Da hat WordPress meiner Meinung nach die Nase vorn. Insofern stimmen die Zahlen vermutlich.

  3. @David: Na schnuppe ist das nicht. Meine Kunden (und ich) finden das schon hilfreich, wenn man die Dateien kategorisieren und in entsprechenden eigenen Ordnern (z. B. Fotos, Dokumente, Grafiken usw.) ablegen kann. Wenn man mal 100+ Medien hat, schätzt man das. Warum ist das so ein Riesenproblem für WP?

    Und vielleicht kannst Du mir erklären (konnte bisher noch keiner) warum man in WP absolute Pfade statt relative verwenden muss. Der „technische“ Vorteil interessiert mich. Lokal entwickeln (z. B. mit MAMP) und dann mal eben auf den Live-Server umziehen macht so keinen Spaß.

    Viele Grüße

    Mario

  4. Ich stimme Jonathan 100% zu und habe selber etliche profesionelle Projekte und sogar Shops mit WordPress umgesetzt. Entwicklern macht natürlich WordPress Angst, da man nicht wie in einem Typo3-Projekt eine Herrschar Programmierer braucht. Auch der übliche Drupal-Vodoo von wenig Wissenden und die damit verbundenden Kosten und Zeitproblemen entfallen.

    Passt ein kommerzielles Theme, ist es für eine halbwegs talentierte Person (ohne größere Coding-Kenntnisse) möglich ein WP-Projekt durchzuziehen. Und zwar mit überraschenden Ergebnissen. Bei kleinen Projekten kann oft sogar auf den Web-Designer verzichtet werden, wenn die Kosten drücken.

    Bis heute war mir übrigens noch niemand überzeugend in der Lage die herausragenden SEO-Fähigkeiten von WordPress in Typo3 und Drupal umzusetzen. Und zwar genauso schnell und leistungsfähig wie es mit wpSEO und Co. möglich ist. Für die mobile Fähigkeiten einer Webseite sieht es ähnlich auch. Weiterhin kommen keine der bekannte CMS-Systeme, mit der Geschwindigkeit der WP-Entwickler und PlugIn-Entwickler nur annähernd nach, weil WordPress verfügt über eine sehr agile Entwicklercommunity.

    Wir entwickeln auch mit Typo3 und Megento und wenn es sein muss auch schon mal mit Drupal, aber WordPress wird immer häufiger, lieber und effektiver eingesetzt.

  5. WordPress und echtes Contentmanagement in einen Hut zu stecken ist das gleiche wie Äpfel mit Birnen vergleichen.

    WordPress ist ein wirklich gutes Blog-System und teilweise hat es CMS Ansätze. Bei großen Seiten allerdings gerät man relativ schnell ins Schwitzen, da dann die Inhaltsverwaltung unübersichtlich und komplex ausartet.

    Die Architektur ist auch nicht die Architektur eines CMS – auch dann nicht, wenn man es mit Plugins aufbohrt.

    Keinesfalls möchte ich hier die übliche „welches CMS ist das beste“ Diskussion anheizen. Meine Devise ist hier „The right tool for the job“. Ich würde WordPress für nahezu jedes Blog-Projekt, nicht aber für die meisten professionellen CMS Projekte empfehlen. Schon gar nicht dann, wenn es um Einhaltung von Standards geht.

    Eines darf man aber auch nicht aus den Augen verlieren: WordPress bietet sehr viel, wenn es um Onpage-Optimierung geht. Es stehen umfangreiche Plugin-Sammlungen für den Zweck zur Verfügung.

    Im Endeffekt hat alles Vor- und Nachteile und ein Projekt will gut analysiert werden, bevor man eine Entscheidung für das eine oder andere System trifft.

  6. Hi zusammen, ich finde ja diese „mein-CMS-is-Besser“-Debatte derart langweilig. Dr WEb läuft auf WordPress, t3n läuft darauf und einige Blogs mit – wenn nicht alle – Blogs mit sehr hohen Besucherzahlen. WP hat im Vergleich die beste Medienverwaltung, Drupal hat gleich mal gar keine an Bord. Mir scheint, da haben sich einige Leute bei WP 2.x ihre Meinung gebildet und beharren dann darauf. MODx finde ich übrigens auch spannend, wär schön, hier mal einen Artikel dazu zu lesen. Greets moritz

    • Meinst Du mit „beste Medienverwaltung“, dass man Fotos und Grafiken entweder alle zusammen in einen Ordner klatscht oder als Alternative nach Monat/Jahr einsortieren kann? Das ist unterste Schublade. Oder habe ich da was übersehen?

      Viele Grüße

      Mario

  7. Na das ist doch mal erfreulich. Ich bin nicht alleine mit der Meinung WP ist für professionelle Einsätze weniger geeignet.
    @Jonathan Wenn du viel mit Joomla gearbeitet hast, dann ist WP in der Tat deutlich besser. Jedoch … Fährt jemand jahrelang mit einem Skoda Fabia und wechselt zum A3, ist der A3 gefühlt sicherlich besser, aber längst nicht Maß aller Dinge ;-)
    Und noch etwas zur Verbreitung. Die reine Verbreitung sagt nicht viel. Vielleicht sogar das Gegenteil. Viele unerfahrene und Hobby-Developer nutzen WP, weil man es ohne Fachkenntnisse bedienen kann. Profis greifen zu anderen Werkzeugen. Bild druckt auch mehr Ausgaben als die Sueddeutsche. Und ist Bild deshalb die besser Zeitung?

    Happy Development :-D

  8. Anwender, die behaupten, dass WordPress gerade gut genug für Blogs sei, ansonsten einen Schrotthaufen gleiche, sind solche, die sich nicht richtig auf das Spiel einlassen. Die Popularität von WordPress ist meiner Ansicht nach absolut verständlich; aus Sicht der Kunden als auch aus Sicht der Entwickler.

    Im Laufe verschiedenster Webprojekte habe ich mich exzessiv mit Joomla, Drupal und WordPress auseinandergesetzt. Irgendwann habe ich meinen Fokus auf WordPress gerichtet. Angetrieben durch das Motto “No Idea Limit” lässt sich mit WordPress schon längst mehr als nur ein gutes Blog umsetzen. WordPress ist weitaus mehr – es ist ein Tool, das mir dabei hilft uneingeschränkte Ideen umzusetzen. Das dies auch mit Drupal, TYPO3 und Co. bestens funktioniert, stellt niemand in Frage. CMS haben ihre Berechtigung – Foren bsp.-weise werde ich weiterhin mit Drupal umsetzen (Wobei das in Hinblick der Projektkomplexität auch wieder anders aussehen kann).

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch komplexere Projekte in der Summe mit WordPress schneller umgesetzt als auch komfortabler gepflegt werden können.

    Lieben Gruß, Jonathan

    • Ich gebe Jonathan absolut recht.

      Wer immer noch der Meinung ist das WordPress kein vollwertiges CMS System ist hat sich mit WordPress zu wenig auseinandergesetzt. Jedes CMS hat seine Vor- und Nachteile aber WordPress hat extrem viele Vorteile. Entscheidend ist wie gut der Programmierer ist und sein CMS zu einem mächtigen Werkzeug macht. Ich möchte auf keinen Fall sagen Joomla oder Drupal etc. sind schlechte Systeme aber WordPress ist das am meist verbreitet System mit Abstand und wächst immer weiter und das nicht umsonst.

      Nicht nachvollziehen kann ich den Kommentar von Jens Wolff (Jens nimm mir das nicht übel ich meine es nicht böse): „WordPress ist super – wenn man einen Blog betreiben will. Dafür ist es ja auch ursprünglich gedacht gewesen. Aber für mich als professionellen Webentwickler ist WordPress ein Graus, wenn es darum geht sehr spezielle Kundenwünsche oder ein umfangreiches Individual-Konzept umzusetzen.“

      Man kann mit WordPress so gut wie alles umsetzten und das sehr schnell und ohne Probleme und somit auch für den Kunden zu einem guten Preis und somit profitieren alle dabei. Klar ist das man Webseiten ala ebay, Amazon oder Facebook etc. nicht mit WordPress umsetzt ;) Aber auch für große und komplizierte Projekte ist WordPress absolut sehr gut geeignet.

      Grüße an alle

  9. Also „dass diese und jene Website“ sollte wohl eher Blog heißen oder? Also wirklich individuelle Profiseiten bekommt man mit z.B. Typo3 wesentlich besser hin. WordPress ist für nen Blog oder ne Privatseite ganz schön, aber nichts für größere Projekte.

  10. Aber nur, wenn man das Theme vernünftig entwickelt! 90% aller Themes sind aber semantisch kaputt, siehe: http://bit.ly/wordpress-theme-seo-fail

    • Richtig! Ich stimme zu 100% zu. Deshalb sind Themes in jedem professionellen Projekt auch individuell, gemäß gültiger Standards, korrekt umzusetzen. Das gilt natürlich nicht nur für WP. Das vorgefertigte Zeug taugt m.E. lediglich für den privaten Einsatz.

  11. Ändert aber nichts daran, dass WordPress ein totaler Schrotthaufen ist und bleibt, vor allem für Entwickler. Das API (sofern man das überhaupt so nennen kann) und die Architektur ist einfach nur grottenschlecht. Das ist schlimmste PHP-Frickelei.

    • WordPress ist super – wenn man einen Blog betreiben will.. Dafür ist es ja auch ursprünglich gedacht gewesen. Aber für mich als professionellen Webentwickler ist WordPress ein Graus, wenn es darum geht sehr spezielle Kundenwünsche oder ein umfangreiches Individual-Konzept umzusetzen.

      Deutlich besser eignet sich hierfür das extrem flexible und mächtige CMS/CMF (Content Management Framework) MODx.

      Es ist sowohl für den Kunden als auch für den Entwickler eine perfekte Alternative zu WordPress, Typo3, Joomla & Co, da es sehr einfach in der Bedienung ist, sich sehr flexibel setzen und einfach erweitern lässt.

      @Dr. Web-Team: Vielleicht könntet ihr ja mal einen Bericht über dieses in Deutschland (zu Unrecht) noch relativ unbekannte CMS bringen.. Denn es lohnt sich für professionelle Entwickler, da sich mit MODx komplexeste Websites in kürzester Zeit sauber und unkompliziert umsetzen lassen.

      Bei Fragen/Anregungen oder einen Gastartikel stehe ich jederzeit gern zur Verfügung.. Einfach anmailen ;-)

  12. Na bestimmt. Das glaube ich jetzt aufs Wort xD

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