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WordPress 2017: Immer mehr Sites setzen auf das beliebte CMS

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren...

WordPress ist populär, wird aber auch gerne mal totgeschrieben. Dass das CMS lebendiger denn je ist, zeigen verschiedene aktuelle Statistiken.

Inc. 5.000: WordPress ist nicht nur was für Arme

Das Team von Nelio Software aus dem spanischen Barcelona untersucht seit nunmehr drei Jahren den Stand der Verbreitung von WordPress als Motor der Websites der 5.000 am schnellsten wachsenden Unternehmen des Jahres. Grundlage ist die Liste Inc 5000 von Inc.com.

Schon in 2015 konnte WordPress einen Marktanteil von über 42 Prozent unter den Top 100 der Inc. 5000 erzielen. In 2016 stieg der Wert auf über 60 Prozent, um sich in 2017 auf ein etwas niedrigeres Niveau von 54 Prozent einzupendeln. Der Verbreitungsgrad unter den Top 100 der Inc. 5000 ist besonders deshalb interessant, weil es sich hier eben um Schwergewichte handelt, bei denen die Kosten der Website nur eine untergeordnete Rolle spielen.

WordPress ist natürlich besonders interessant für „Arme“

Diesen Effekt kannst du auch sehr schön sehen, wenn du dir auf Built With die allgemeineren CMS-Nutzungsstatistiken ansiehst. Unter den Top 10.000 Websites erreicht WordPress einen beeindruckenden Anteil von 38 Prozent. Unter den Top 100.000 beträgt der Anteil schon 43 Prozent und bei der Top Million sogar 51 Prozent.

Built With: Aktuelle Statistik. (Screenshot: Dr. Web)

Es wird recht deutlich, dass mit sinkender Bedeutung und steigender Kostenrelevanz die Tendenz zur Nutzung von WordPress steigt. Übrigens kommt WordPress auf 42 Prozent aller DE-Domains zum Einsatz und lässt damit Joomla mit neun und Typo3 mit acht Prozent weit hinter sich.

Für kleine und mittlere Websites ist WordPress fast schon die logische Wahl. Zehntausende Plugins und nicht minder viele Themes lassen kaum einen Bedarf ungedeckt. Es gibt kaum etwas, das mit WordPress nicht (fast immer kostenlos) machbar ist.

Die REST-API wird der nächste Wachstumstreiber für WordPress

Für die Zukunft steht zu erwarten, dass sich WordPress noch stärker an der Spitze etablieren wird. Denn mit der REST-API sind unter dem Stichwort Headless CMS Anwendungen denkbar, die bislang mit dem System nicht zu erstellen waren.

Die REST-API erlaubt es, WordPress quasi nur noch als Datenbackend zu verwenden, während die Frontend-Anwendung völlig unabhängig erstellt werden kann und außer dem API-Zugriff nichts mit WordPress zu tun haben muss. So versteht sich auch der Begriff Headless, also kopflos. WordPress wird seines sichtbaren Teils beraubt und läuft nur noch als Motor unter einer ganz anderen Haube.

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Für den kleinen und mittleren Web-Auftritt wird diese Fähigkeit eher keine Rolle spielen. Hier erwarte ich die größeren Änderungen eher im Zusammenhang mit dem neuen Gutenberg-Editor, der nun wohl endgültig im April 2018 mit WordPress 5 Einzug halten wird.

Traue keiner Statistik, die du nicht…

Lass mich abschließend noch was zum Zahlenspiel sagen. Nach Built With haben wir also einen Anteil 38 Prozent WordPress unter den Top 10.000 in 2017 mit steigender Tendenz je weiter wir den Kreis der Top-Liste ziehen. Die Crawler von W3Techs erkennen in der Top 10 Mio. einen WordPress-Marktanteil von 59,9 Prozent. Dahinter stecken dann lediglich 29 Prozent der Websites aus der Top-Liste, denn der Marktanteil bezieht sich nur auf diejenigen Sites, die auf einem CMS laufen. Laut W3Techs unterliegt allerdings der Mehrzahl der Web-Präsenzen, nämlich 51,4 Prozent, keinerlei CMS.

Wie immer sollten wir also im Umgang mit Zahlen vorsichtig sein. Fakt ist allerdings, dass wir es drehen und wenden können, wie wir wollen. Die steigende Marktmacht von WordPress lässt sich nicht weg diskutieren. Dass sich Automattic dabei immer mehr in Richtung SaaS-Provider entwickelt, muss einen in dem Zusammenhang nicht unbedingt beruhigen…

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.

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1 Kommentar auf "WordPress 2017: Immer mehr Sites setzen auf das beliebte CMS"

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mantau
Gast

WordPress ist nicht umsonst das meist verwendete CMS, wir nutzen es auch sehr gerne da es für die meisten Projektanforderungen eine solide und professionelle Grundlage darstellt mit Möglichkeiten bei Bedarf auch individuelle Webentwicklungen zu realisieren. Auch die riesige Entwickler-Community wird künftig für viele nützliche Neuerungen sorgen und dem System weiterhin Vorteile verschaffen. Die Rest-API ist sehr interessant, aber natürlich spielt der relativ geringe Kostenaufwand für eine professionelle Umsetzung auch eine entscheidene Rolle. Wahrscheinlich wird der Marktanteil auch im nächsten Jahr weiter zunehmen.

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