Spaces. Smartes Cloud Hosting für anspruchsvolle Webprojekte. Loslegen und Spaces testen. Von Mittwald.
Michael Sahm 5. Januar 2010

Wissen zum Mitnehmen: Von der Karteikarte zum PIM – Software zur Verwaltung von Informationen

Möchte man wich­ti­ge Daten gesam­melt an einer Stelle stän­dig ver­füg­bar haben, kann man das mit einem Wiki erle­di­gen. Wem das zu auf­wän­dig oder zu kom­plex ist, dem kann alter­na­tiv mit elek­tro­ni­schen Organizern, so genann­ten “Personal-Information-Managern” oder “Outlinern”, gehol­fen wer­den. Karteikarten & Co. – eine Übersicht.

Anforderungen an einen elektronischen Karteikasten

Autoren, Designer, Programmierer, Marketeers: Sie alle sam­meln und ver­ar­bei­ten Informationen für ihre Projekte. Ob nun Texte, Links, Code-Schnippsel, Statistiken, Grafiken, Ideen oder Kundenanforderungen: Alles soll direkt zur Verfügung ste­hen, wenn man es benö­tigt; mög­lichst auch dann, wenn man nicht zu Hause oder in der Firma am eige­nen Rechner sitzt. Das Internet hält dafür Unmengen an Werkzeugen bereit, mit denen man mehr oder weni­ger umfang­reich Informationen sam­meln, sor­tie­ren, ver­knüp­fen und aus­wer­ten kann.

Wie bereits bei den por­ta­blen Wikis sol­len des­halb eini­ge Randbedingungen den Kreis der mög­li­chen Programme etwas ein­schrän­ken:

  • Es muss sich um eine por­ta­ble Version han­deln, also ohne Installation auf einem USB-Stick zu star­ten sein. Falls die Software über eine Installationsroutine ver­fügt, muss sie selbst dann aus­führ­bar sein, wenn sie nur auf den USB-Stick ent­packt wird (zum Beispiel mit dem Universal Extractor).
  • Zum Betrieb sind kei­ne zusätz­li­chen Laufzeitumgebungen wie bei­spiels­wei­se .NET auf dem Gastrechner not­wen­dig.
  • Die Bedienung soll­te unkom­pli­ziert und schnell zu erfas­sen sein.
  • Alle anfal­len­den Informationen müs­sen leicht ein­zu­bin­den und mög­lichst nicht pro­prie­tär gespei­chert sein.
  • Ein Email-Client ist nicht erfor­der­lich. Viele Personal-Information-Manager (PIM) wol­len nicht nur Daten ver­wal­ten, son­dern gleich­zei­tig Kernstück der gesam­ten Korrespondenz sein. Kein PIM-Email-Client kommt jedoch dem Funktionsumfang eines rei­nen Email-Clients nahe (ich las­se mich in den Kommentaren ger­ne eines Besseren beleh­ren).
  • Kalender und Adressbuch sind optio­nal, da ver­mut­lich die meis­ten Anwender ihre Kontakte und Termine mit Email-Client und Mobiltelefon ver­wal­ten. Wenn vor­han­den, soll­ten die­se Daten bes­ten­falls mit­ein­an­der syn­chro­ni­siert wer­den kön­nen.

Sicherlich sind Lösungen mit MS Outlook oder Lotus Notes mög­lich, prak­ti­ka­bel und teil­wei­se kaum zu umge­hen, doch kön­nen auch mone­tä­re, ideo­lo­gi­sche und orga­ni­sa­to­ri­sche Gründe dage­gen spre­chen. Dieser Artikel stellt eini­ge Anwendungen und alter­na­ti­ve Konzepte vor. Wem die Auswahl nicht genügt, der mag die Suchmaschine sei­nes Vertrauens mit den Begriffen “Outliner” und “Personal Information Manager” füt­tern.

Desktop-Wiki (WikidPad, Pepys, Notebook)

Die Auswahl an Desktop-Wikis (Wikis, die kei­nen Server zum Betrieb benö­ti­gen) ist doch sehr über­sicht­lich. Neben dem hier vor­ge­stell­ten WikidPad exis­tie­ren zum Beispiel Pepys von Innovateer Limited oder Notebook von Will Duquette. Die bei­den Letztgenannten lie­gen bezüg­lich Funktionsumfang und aktu­el­ler Entwicklung weit hin­ter WikidPad zurück. Wem jedoch WikidPad zu kom­plex ist, der fin­det viel­leicht an die­sen bei­den Programmen sei­nen Gefallen.

WikidPad von Jason Horman und Michael Butscher basiert auf Python und bringt sei­ne Python-Laufzeitumgebung sowie eine Datenbankengine bereits mit. Es ver­fügt über vie­le Vorteile eines Wikis (unter ande­rem eine umfang­rei­che und ein­präg­sa­me Wiki-Markup, ein­fa­che Navigation, effi­zi­en­te Eintragsverwaltung). Da Python für alle gän­gi­gen Betriebssysteme ver­füg­bar ist, beschränkt der Einsatz von WikidPad sich nicht auf Windows-Maschinen. Mit eini­gen Vorbereitungen und Änderungen an sei­ner Konfiguration kann WikidPad eben­falls unter Linux und MacOS X betrie­ben wer­den. Hilfe dazu hält die WikidPad-Webseite im Abschnitt “Installation” bereit.

Mit ein wenig Handarbeit lässt sich WikidPad auf einem USB-Stick instal­lie­ren, ohne dass es beim Start auf dem Gastrechner Datenspuren hin­ter­lässt. Leider spei­chert WikidPad unter Windows stan­dard­mä­ßig sei­ne Konfigurationsdateien im Anwender-Ordner auf Laufwerk C:. Die ent­hal­te­ne, sehr umfang­rei­che Hilfe erläu­tert auf der Seite “WikidPadOnUSB”, wel­che Änderungen Sie dafür vor­neh­men müs­sen.


Abbildung: Startbildschirm WikidPad, Hilfeseiten

Um einen ers­ten Eindruck zu bekom­men, soll­ten Sie sich zunächst die Hilfeseiten anzei­gen las­sen. Die Hilfe stellt ein eigen­stän­di­ges Wiki dar, so dass alle Erklärungen anhand von Beispielen direkt nach­voll­zieh­bar sind. Die Suchfunktion ist infor­ma­tiv und wäh­rend der ers­ten Schritte über­aus nütz­lich.

Sie kön­nen bei Neuanlage eines Wikis bestim­men, ob die Einträge als Textdatei (Original Gadfly), als Textdatei mit Datenbank-Indizierung (Original Sqlite) oder rein daten­bank­ba­siert (Compact Sqlite) abge­spei­chert wer­den. Die höchs­te Portabilität errei­chen Sie mit “Gadfly”, mit “Compact Sqlite” läuft es am schnells­ten.

Etwas gewöh­nungs­be­dürf­tig ist die Umschaltung zwi­schen Bearbeitungs- und Ansichtsmodus, die Einbindung von Bildern erfolgt umständ­lich als Verlinkung.

WikidPad ist Open-Source und im per­sön­li­chen Informationsmanagement weit ver­brei­tet. Entsprechend viel Unterstützung erfährt man in Foren und auf Anwenderseiten.

Freeform (Zettelkasten 3, NotesBrowser)

Freeform-Outliner spei­chern Informationen auf ein­zel­nen Seiten, die wie­der­um in von­ein­an­der unab­hän­gi­ge Datenfelder unter­teilt sind. Somit kön­nen unter­schied­li­che Merkmale und Inhalte einer Information über­sicht­li­cher dar­ge­stellt wer­den.

Hauptsächlich an Autoren, Journalisten und sons­ti­ge, eher schrei­ben­de Zeitgenossen rich­tet sich der Zettelkasten 3 von Daniel Lüdecke (Freeware für pri­va­te und beruf­li­che Nutzung).


Abbildung: Startbildschirm Zettelkasten 3

Seit der Version 3 basiert der Zettelkasten auf Java und ist somit auf jeder Plattform lauf­fä­hig, die eine aktu­el­le Java-Umgebung ent­hält (ab Java 6). Eine Installationsroutine ist nicht vor­han­den. Entpacken Sie ein­fach die Datei Zettelkasten.exe in ein Verzeichnis und star­ten Sie sie. Entsprechend läuft der Betrieb auf einem USB-Stick pro­blem­frei. Für die not­wen­di­ge por­ta­ble Java-Umgebung sei hier Java Portable von PortableApps.com emp­foh­len. Leider spei­chert der Zettelkasten beim Start, zumin­dest unter Windows, sei­ne Programmeinstellungen im loka­len Benutzerverzeichnis unter “C:\Dokumente und Einstellungen\<User>\.Zettelkasten”. Entsprechend hin­ter­lässt der Betrieb auf einem Gastrechner eini­ge Spuren.

Der Zettelkasten war­tet mit durch­dach­ten Funktionen auf: Jeder Eintrag (“Zettel”) umfasst Inhalt, Quelle, Schlagwörter und sons­ti­ge Vermerke. Zettel kön­nen unter­ein­an­der ver­linkt, the­ma­tisch gebün­delt, nach Schlagworten (und deren Synonymen) sor­tiert und in eine Vielzahl von Formaten (CSV, PDF, RTF, XML, HTML, Text oder LaTex) expor­tiert wer­den. Eine BibTex-Schnittstelle schlägt die Brücke zu pro­fes­sio­nel­len Literaturverwaltungsprogrammen wie Zotero. Die Suchfunktion durch­sucht alles, was inner­halb des Zettelkastens geschrie­ben ist, fin­det also auch Schlagworte, deren zuge­hö­ri­ge Einträge, Verknüpfungen und Synonyme. Über die Schreibtisch-Funktion las­sen sich gespei­cher­te Zettel in ver­schie­de­ne Gliederungsebenen ein­sor­tie­ren, dazu Notizen ver­fas­sen und als gesam­tes Text-Projekt expor­tie­ren.

Die Zettel-Inhalte wer­den in ver­schie­de­nen XML-Dateien gespei­chert, die wie­der­um in einer ein­zi­gen zkn3-Datei (zip-Format) zusam­men­ge­fasst sind. Entsprechend ist das nach­träg­li­che Ändern von Inhalten über einen Texteditor mög­lich, aber umständ­lich.

Daniel Lüdecke ent­wi­ckelt eif­rig, die Dokumentation ist aus­rei­chend, doch nicht erschöp­fend. Über eine Yahoo-Group kön­nen sich Anwender unter­ein­an­der aus­tau­schen.

Als weni­ger text­las­ti­ge Alternative kommt der NotesBrowser von den Wave Digital Studios daher. In der Freeware-Version im Funktionsumfang leicht ein­ge­schränkt, bie­tet die Shareware-Version im Vergleich zum Zettelkasten etwas mehr Flexibilität im Umgang mit gesam­mel­ten Informationen.


Abbildung: Startbildschirm NotesBrowser, Beispiel-Tutorial

Zunächst ste­hen bis zu 60 Kategorien zur Verfügung, die Sie über Schaltflächen am rech­ten Fensterrand aus­wäh­len kön­nen. Jede Kategorie kann bis zu 50 Seiten auf­neh­men, die als Reiter unter­halb des Fensters anzu­kli­cken sind. Und jede Seite wie­der­um kann aus bis zu 64 ein­zel­nen Feldern bestehen, wobei Position und Größe der Felder für jede Seite ein­zeln fest­ge­legt wer­den kann.

Dieses Konzept hat Vor- wie Nachteile: Durch die­ses Gerüst von Kategorien, Seiten und Feldern ist jede gespei­cher­te Information mit nur weni­gen Mausklicks erreich­bar. Andererseits las­sen sich kom­ple­xe­re Verknüpfungen und sehr gro­ße Datenbestände nur schwer ver­wal­ten. Im Bekanntenkreis nutzt bei­spiels­wei­se ein Webentwickler den NotesBrowser erfolg­reich zum Verwalten sei­ner Kunden und deren Webprojekte (Projektdokumentation, Adressen, Kennworte, Korrespondenzprotokolle, To-Do-Listen).

Die Shareware-Version lässt sich 60 Tage tes­ten. Bei Gefallen (und ent­spre­chen­dem Nutzungsbedarf) sind knapp 29 Euro zu inves­tie­ren. Die Freeware-Version ist abge­speckt (20 Kategorien, 6 Seiten, ein­ge­schränk­te Felderverwaltung).

Klassische Outliner (ScribblePapers, CUEcards, KeepNote)

Outliner spei­chern Informationen auf je einer Seite, die beim Speichern in einer Explorer-ähn­li­chen Ordnerstruktur abge­legt wird. Die Kategorisierung der Einträge erfolgt meist über die Ordner, teil­wei­se ist eine Verschlagwortung der Einträge mög­lich.


Abbildung: Startbildschirm ScribblePapers, Willkommensbildschirm

Die Windows-Freeware ScribblePapers von Jens Hötger dürf­te mitt­ler­wei­le um die zehn Jahre alt wer­den und hat in die­ser Zeit eine ent­spre­chend gro­ße Fangemeinde um sich ver­sam­melt. Mit ScribblePapers kön­nen Sie Informationen aller Art ver­wal­ten: Texte, Links, Bilder, gan­ze Dokumente oder nur die Verweise dar­auf (OLE-Unterstützung). Die Daten wer­den auf ein­zel­nen Seiten gespei­chert und kön­nen, typisch für Outliner, in einer Ordnerstruktur fast unbe­grenz­ter Gliederungstiefe ein­sor­tiert wer­den. Die Kategorisierung erfolgt ent­we­der über Schlagworte, über den Status eines Eintrages oder über den Ordnernamen. Der Betrieb auf einem USB-Stick ist pro­blem­frei, aller­dings soll­ten sich alle ver­link­ten Dokumente eben­falls auf dem Stick befin­den.

Die Bedienung von ScribblePapers ist mitt­ler­wei­le leicht ange­staubt und könn­te etwas gefäl­li­ger wer­den. Doch ist es eines der weni­gen Werkzeuge, mit denen über­haupt eine Verschlagwortung der Einträge mög­lich ist. Darüber hin­aus ist es “Donationware” und wirbt beim Anwender sehr enga­giert um ein Spende für das Myelin-Projekt.

Weitere erwäh­nens­wer­te Outliner-Vertreter sind CUEcards von Marcus Humann (Windows, als Freeware oder Shareware) sowie KeepNote von Matt Rasmussen (Windows, mit Anpassungen auch für Linux und MacOS X, Open Source).

Die Funktionen unter­schei­den sich nur gering­fü­gig, so dass letzt­end­lich der eige­ne Anspruch an Design und Umsetzung die Wahl ent­schei­den dürf­te.

MindMapping (FreeMind, PersonalBrain)

Kreative Geister, denen Kategorien, Seiten und Ordner nur hin­der­li­che Gerüste sind, kön­nen sich wahr­schein­lich eher mit der MindMapping-Technik anfreun­den. Dabei wer­den alle Informationen frei schwe­bend als gra­fi­sches Netzwerk ver­knüpft. Unschlagbarer Vorteil: Kommt eine neue, unge­wöhn­li­che Information hin­zu, die zwar the­ma­tisch zuge­hö­rig, doch nir­gends rich­tig ein­zu­ord­nen ist, so erhält sie einen neu­en Netzwerkfaden nebst gra­fi­scher Verknüpfung zu vor­han­de­nen Einträgen.


Abbildung: Startbildschirm FreeMind, ein­fa­che Mindmap

Die Open-Source-Anwendung FreeMind hat sich mitt­ler­wei­le im Privatbereich als MindMapping-Werkzeug und Ersatz für den kom­mer­zi­el­len MindManager eta­bliert. Zum Betrieb wird eine Java Runtime Environment ab 1.4 benö­tigt. Somit ist FreeMind auf allen Systemen lauf­fä­hig, für die die­se JRE ver­füg­bar ist. Eine Installation ist (trotz Windows Installer) nicht not­wen­dig: Laden Sie sich die aktu­el­le Version her­un­ter und ent­pa­cken Sie die Daten auf einen USB-Stick. Standardmäßig spei­chert FreeMind die Benutzereinstellung im Anwender-Ordner unter C:\. Vor dem ers­ten Start soll­ten Sie in der freemind.bat/freemind.sh die Java-Option “-Duser.home=.” ein­fü­gen. Erst dann star­ten Sie FreeMind durch einen Klick auf die Batch-/Shell-Datei.

Die MindMaps wer­den als XML-Dateien gespei­chert. Darüber hin­aus kön­nen sie in diver­se (X)HTML- und Grafik-Formate, in eine PDF-Datei oder ins OpenOfficeWriter-Format expor­tiert wer­den.

Die Dokumentation ist aus­rei­chend, wobei FreeMind im Großen und Ganzen selbst­er­klä­rend ist. Die Unterstützung durch die Entwickler und Anwender ist zeit­nah und gut.

TheBrain Technologies hat mit PersonalBrain das MindMapping-Prinzip erheb­lich erwei­tert und auf­ge­hübscht. Die Informationsknoten sind ani­miert und erhal­ten dadurch ver­meint­lich eine drit­te Dimension.


Abbildung: Startbildschirm PersonalBrain, ein­fa­che Mindmap

Um PersonalBrain mobil zu nut­zen, kön­nen Sie ent­we­der den Installer anwei­sen, die Anwendung auf einem ein­ge­steck­ten USB-Stick zu instal­lie­ren, oder Sie ver­wen­den die Installer-freie Version und ent­pa­cken die­se direkt auf den Stick. Zum Betrieb benö­ti­gen Sie außer­dem eine Java-Umgebung (Java 6).

Die Einarbeitung ist wegen des Umfangs etwas auf­wän­di­ger. Darüber hin­aus sind die gespei­cher­ten Informationen nur über PersonalBrain greif­bar. Die Exportfunktion (nur in der Pro-Variante mög­lich) beschränkt sich auf HTML- bezie­hungs­wei­se PersonalBrain-eige­ne XML-Formate.

PersonalBrain läuft unter Windows, MacOS X ab 10.4 und Linux. Für 30 Tage ste­hen in der Testversion alle Funktionen zur Verfügung. Danach kön­nen Sie PersonalBrain nur noch in ein­ge­schränk­tem Umfang nut­zen. Mit 150$ für die die Core- und 250$ für die Pro-Version soll­te der Nutzwert aller­dings schon weit über dem von FreeMind lie­gen. Die Dokumentation ist ergie­big und der Support durch Entwickler und Anwender im Forum zeit­nah und hilf­reich.

Einen Blick wert ist PersonalBrain wegen sei­ner umfas­sen­den Möglichkeiten und trotz des hohen Preises alle­mal.

Fazit

Welches Werkzeug sich letzt­end­lich am bes­ten zur Informationsverwaltung eig­net, das muss jeder selbst aus­pro­bie­ren. Schließlich muss sich das Tool dem Arbeitsablauf anpas­sen, nicht umge­kehrt.

Wer bis­her zufrie­den und erfolg­reich eine Anwendung zur Informationsverwaltung ein­setzt, die in die­sem Artikel nicht ange­spro­chen wird, der möge in den Kommentaren dazu bit­te ein paar Worte schrei­ben. Vielen Dank.

(sl)

Michael Sahm

Michael Sahm ist technischer Autor für Soft- und Hardwaredokumentation sowie engagierter Blogautor für viele aktuelle und wissenswerte Themen.

15 Kommentare

  1. Ich den­ke, beim Wissen-Management spie­len neben dem rein fach­li­chen Anforderungsprofil auch per­sön­li­che Vorlieben, Eigenarten und Fähigkeiten eine wesent­li­che Rolle. Struktur ist dem Einen dien­lich; dem Anderen hin­der­lich.
    Daher scheint mir wich­tig zu sein, dass die ange­bo­te­nen Systeme wert­neu­tral vor­ge­stellt wer­den. Die deut­sche Wikipedia tut sich hier etwas schwer; ganz anders die eng­li­sche, die sich nicht scheut, Ross und Reiter zu nen­nen. Z.B. bei einem Vergleich der Wiki-Software:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Comparison_of_wiki_software

  2. Ich kom­me her­vor­ra­gend aus mit:

    Evernote (u.a. iPhone Unterstützung, OS-unab­hän­gig)
    und
    XMIND (schlägt freemind mei­len­weit)

    :)

  3. Ich habe mich in letz­ter Zeit auch viel mit die­sem Thema beschäf­tigt. Daraus haben sich zwei Tools erge­ben, die mir den Umgang mit Informationen ver­ein­fa­chen.

    Für flüch­ti­ge Notizen und das Festhalten von Ideen ver­wen­de ich Evernote (www.evernote.com) im Web, am Mac und am iPhone.

    Für dau­er­haf­tes habe ich mir auf mei­nem Webspace ein pass­wort­ge­schütz­tes Wiki instal­liert (www.dokuwiki.org). Hier tra­ge ich Projektdokumentationen, Checklisten, tech­ni­sche Infos, u.v.m. ein. Es ist für mich eine per­sön­li­che Knowledgebase, die ste­tig wächst.

  4. Mich wun­dert (@luix ;-) war­um ist denn TiddlyWiki – http://www.tiddlywiki.com/ – nicht dabei? Nein, es ist nicht mei­ne App, ich nut­ze es für nahe­zu alle PIM-(Desktop-Wiki-nahen)-Aktivitäten.
    Es besteht aus einer HTML-Datei (und ist zumin­dest pro­blem­los mit IE und Firefox lokal zu nut­zen; ser­ver­sei­tig gibt es versch. Möglichkeiten).
    Das Schöne dar­an (ich muss nur eine ein­zi­ge Datei “mit­neh­men”). Ich kann Einträge tag­gen, suchen und wenn ich will kann ich mei­ne Adressen damit ver­wal­ten (http://www.tiddly-twab.com/), GTD machen (sagt man das so?) und über versch. Plugins kann man z.B. die Einträge hier­ar­chisch struk­tu­rie­ren, Kalendar hin­zu­fü­gen …
    Und das Beste ist, ich muss nichts instal­lie­ren.
    Bei ande­ren Tools (z.B. Wikipad oder Notebook) habe ich mehr mit dem Tool selbst gekämpft.

    Viele Grüße
    Stefan

  5. ubun­tu one kann auch ein­ges

  6. CueCards habe ich frü­her häu­fi­ger ein­ge­setzt. Mittlerweile bin ich aber bei EssentialPIM gelan­det. Gibt es por­ta­bel und im Gegensatz zur kos­ten­pflich­ti­gen Pro-Version ist die Gratis-Basisversion nicht all­zu sehr ein­ge­schränkt. Integriert ist sogar ein IMAP-fähi­ger E-Mail-Client (den ich aller­dings momen­tan nicht nut­ze). Ansonsten bie­tet die­ses klei­ne Programm alles Funktionen (Kalender, Adressbuch, umfang­rei­che Notizverwaltung) und wird ste­tig wei­ter­ent­wi­ckelt.

  7. Mein ers­ter Gedanke war auch: Wo ist One Note?
    Dann woll­te ich im Kommentar dar­auf hin­wei­sen und da war wie­der einer schnel­ler. Mist.

  8. Ich habe den Artikel vor allem gele­sen, weil ich, wenn es nicht erwähnt wor­den wäre, auf das her­vor­ra­gen­de Scribble Papers hin­ge­wie­sen hät­te.

    Extrem unkom­pli­ziert und doch sehr funk­ti­ons­reich.

  9. Hinweis in eige­ner Sache: zu PersonalBrain gibt’s auch eine eige­ne deut­sche Site (mit Forum und Support etc): http://www.pbrain.de :)

  10. ich habe in der rich­tung viel getes­tet und kann wirk­lich nur ever­no­te und key­note emp­feh­len

  11. Ich samm­le alles erst­mal mit ver­schie­de­nen Tools.
    deli­cious (http://delicious.com/) für Webseiten
    ScribblePapers, Evernote für aus­führ­li­che­re Notizen (http://www.evernote.com)
    klas­si­sches Notizbuch
    (Was ich noch aus­pro­biert habe ist Lexican http://www.lexican.de/)

    Redaktionell von mir auf­be­rei­tet kommt dann alles in den Zettelkasten. Aber nur Wissensschnipsel mit Schlagwörtern, Literaturangaben und Verweisen.

    Aber man soll­te sich kei­ne Eierlegende Wollmilchsau suchen, manch­mal sind Code-Schnipsel noch gut in der Entwicklungsumgebung auf­gebo­ben, Bilder kann man mit Bilderdatenbanken ver­wal­ten (z.B. Picassa) und Excel-Tabellen, gut sor­tiert im Dateisystem, sind auch nicht zu unter­schät­zen.

    Und wer sich inten­si­ver mit dem Thema Wissens- und Informationsmanagement aus­ein­an­der set­zen will, dem ist fol­gen­de Seite zu emp­feh­len:
    http://www.brunnbauer.ch/wissensmanagement/index.php?title=Hauptseite
    ins­be­son­de­re über “Persönliches Wissensmanagement”:
    http://www.brunnbauer.ch/wissensmanagement/index.php?title=Tools_zum_pers%C3%B6nlichen_Wissensmanagement

  12. meckern kön­nen die dr web user wie die welt­meis­ter.

    dan­ke für den bei­trag – ich selbst benut­ze das air tool snip­pet mana­ger, aber ich ver­wal­te nur code­bau­stei­ne und klei­ne­re wp plugin dar­in. für das wis­sens­ma­nag­ment kommt ein online wiki mit pass­wort­schutz zum ein­satz.

  13. @luix:

    War das jetzt so offen­sicht­lich? Mist. Dabei habe ich mir sol­che Mühe gege­ben.

    Der nächs­te Beitrag han­delt dann vom Zusammenspiel zwi­schen
    – GoogleTutor (auto­ma­ti­sche Beschreibung gefun­de­ner Tools),
    – CheckIt (auto­ma­ti­sche Auswahl, Installation und Problembeschreibung der gefun­de­nen Tools nach Vorgabe und Erzeugung der Screenshots),
    – dem Webdienst “CheckR”, der das alles allei­ne und kos­ten­los erle­digt sowie
    – dem WP-Plugin “wssegdg” (Wozu sel­ber schrei­ben, es gibt doch Google).

    Trotzdem dan­ke, dass Sie den Artikel bis zum Schluss gele­sen und sich die Zeit für einen Kommentar genom­men haben.

  14. Der Beitrag scheint mir eine cle­ve­re Art zu sein, eine Marktübersicht zu erhal­ten, ohne selbst recher­chie­ren zu müs­sen. Bravo.

    Man neh­me eine Handvoll Apps, die einem so gera­de ein­fal­len, schrei­be etwas Unaufwändiges dazu und war­te ab, bis die Kommentatoren sich mel­den mit »Weshalb ist mei­ne App nicht dabei. Ich ver­wen­de XYZ«.

    Wenn alles gut läuft, gibt’s am Ende eine schö­ne Übersicht mit Häufigkeitsverteilung.

  15. Gibt noch OneNote von Microsoft: http://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft_OneNote

    Und ich selbst lie­be MindMeister (http://mindmeister.com)

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