Wetterfee: Sommer und Winter mit Photoshop simulieren

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen...

Mit Photoshop bestimmen Sie das Wetter. Sei es der schönste Sonnenschein im Sommer oder starker Schneefall im Winter: Photoshop ist die Wetterfee, die alle Regler in den Händen hält. Dabei bestimmt gerade die Farbstimmung, wie wir ein Foto wahrnehmen. Und natürlich der simulierte Schnee oder die mit nur einem Filter erzeugte Sonne.

Hier: //Wetterfee: Frühling und Herbst mit Photoshop simulieren//

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Das Ausgangsfoto

Die folgende Aufnahme dient uns zur Umwandlung in verschiedenste Jahreszeiten. Eine neutrale Grundlage für die weitere Bildbearbeitung. Hier gibt es keine störenden Menschen (in für die Jahreszeit unpassender Kleidung), was die Bearbeitung doch erleichtert.

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Sommer ─ Starke Farben und Sonnenschein

Wetter-Manipulationstrick #1: Mehr Farbe und Licht

Der Sommer bringt uns frische Farben und starke Kontraste. Wir gehen also (nach Strg+J zum Kopieren der Ebene) im Hauptmenü auf Bild > Korrekturen > Dynamik und erhöhen da die Dynamik sehr stark und auch die Sättigung etwas, um die Farben im Bild generell zu verstärken.

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Drücken Sie Strg+J, um die Ebene zu kopieren, ändern Sie den Mischmodus (Füllmethode) der Ebene im Ebenenbedienfeld von Normal auf Negativ multiplizieren ab. Reduzieren Sie die Ebenendeckkraft stark (etwa auf 20% bis 30%) und gehen Sie im Menü auf Ebene > Ebenenmaske > Alle ausblenden. Aktivieren Sie den Pinsel und malen Sie mit weißer Vordergrundfarbe gezielt Licht in das Bild.

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Möchten Sie Farben punktgenau anpassen, so erstellen Sie eine neue Ebene (Umschalt+Strg+N) und ändern da den Mischmodus (Füllmethode) auf Farbe ab. Reduzieren Sie die Deckkraft auf etwa 25% und malen Sie mit dem Pinsel und der gewünschten Farbe über das Bild. Hier wurde so etwa das Blau des Wassers verstärkt.

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Wetter-Manipulationstrick #2: Sonnenstrahlen

Drücken Sie Umschalt+Strg+N auf der Tastatur und stellen Sie den Modus auf Ineinanderkopieren ein. Aktivieren Sie da auch Mit neutraler Farbe füllen (50% Grau). Es folgt der Filter > Renderfilter > Blendenflecke mit Helligkeit: 100% und Objektivart: 105 mm. Durch Anklicken und Ziehen in der kleinen Vorschau können Sie die Position der “Sonne” genau bestimmen.

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Wetter-Manipulationstrick #3: Farbstimmung

Für die sommerliche Farbstimmung könnten Sie noch im Menü auf Ebene > Neue Einstellungsebene > Fotofilter klicken, um einen der Warmfilter zu aktivieren. Über die Dichte wird die Stärke der Umsetzung kontrolliert.

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Winter ─ Eiseskälte und Schneefall

Wetter-Manipulationstrick #1: Eisfläche

Erstaunlich leicht kann ein See gefroren werden. Sie benötigen dazu nur eine Eistextur, die darüber gelegt wird. Gehen Sie auf Ebene > Ebenenmaske > Alle einblenden und malen Sie mit dem Pinsel und weißer Vordergrundfarbe die Eisfläche passend ein.

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Wetter-Manipulationstrick #2: Schnee

Soll es schneien, dann muss auch der Himmel eine passende Textur zeigen. Hier habe ich eine Wolkentextur eingefügt und in einer Maske bestimmt, wo diese sichtbar sein soll. Auf einer weiteren Ebene folgte mit dem Pinsel und hellgrauer Farbe eine Nebelschicht über den Wolken, um diese etwas dezenter zu gestalten. Die Deckkraft dieser Ebene wurde noch etwas reduziert.

Der Schnee wurde mit weißer Farbe und dem Pinsel auf eigenen Ebenen eingezeichnet. Damit dieser nicht so langweilig flächig wirkt, folgte noch eine Schattierung mit einem Grauton. Der Schnee muss nicht perfekt wirken, da die fallenden Schneeflocken diesen großzügig verdecken werden.

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Wetter-Manipulationstrick #3: Fallender Schnee

Die fallenden Schneeflocken bestehen aus mehreren Ebenen, die Schicht für Schicht zunächst sehr kleine, dann immer größer werdende Schneeflocken zeigen. So entsteht eine gewisse Tiefenwirkung, die weitaus realistischer wirkt. Die großen Schneeflocken habe ich wie den liegenden Schnee mit dem Pinsel eingezeichnet.

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Für den feinen Schnee möchte ich Ihnen einen kleinen Trick vorstellen: Eine neue Ebene wird komplett mit weißer Farbe gefüllt, etwa über Umschalt+F5. Der Mischmodus wird auf Sprenkeln, die Ebenendeckkraft auf 5% bis 10% eingestellt. Erstellen Sie eine leere Ebene, unterhalb dieser Ebene, und wählen Sie beide Ebenen mit gedrückter Strg-Taste aus.

Das Tastenkürzel Strg+E reduziert die Ebenen auf eine Ebene. Jetzt kann der Schneefall noch etwas weichgezeichnet werden, etwa über Filter > Weichzeichnungsfilter > Gaußscher Weichzeichner. Reduzieren Sie die Ebenendeckkraft.

Wetter-Manipulationstrick #4: Kühle Temperaturen

Für die winterliche Farbstimmung gehen Sie auf Ebene > Neue Einstellungsebene > Farbton/Sättigung. Über die Auswahl der Farbbereiche (statt Standard) können Sie gezielt Farben abschwächen. So habe ich hier die Rottöne aufgerufen, um das Rot der Holzhäuser abzuschwächen.

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Es folgte eine Ebene > Einstellungsebene > Color Lookup mit der 3DLUT-Datei Crisp_Winter (die Deckkraft steht bei 30%) und die 3DLUT_Datei FallColors, ebenso mit 30% Deckkraft. Alternativ können Sie auch einen Fotofilter mit einem der Kaltfilter aktivieren.

(dpe)

Dirk Metzmacher

Dirk Metzmacher ist der Herausgegeber des Photoshop-Weblogs, sowie Fachjournalist und Photoshop-Profi, dessen Tutorials seit über 12 Jahren Leser von Fachpublikationen wie Galileo Press, DigitalPhoto, Dr.Web, Print24, PSD-Tutorials oder Noupe von den Grundlagen zum Thema Photoshop bis hin zu professionellen Arbeitsweisen begleitet haben. Sein Twitter-Account und seine Facebookseite.

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8 Kommentare auf "Wetterfee: Sommer und Winter mit Photoshop simulieren"

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[…] Wetterfee: Sommer und Winter mit Photoshop simulieren […]

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[…] zum Thema Wetteränderungen im Extrem in Photoshop vorgestellt. Den Anfang macht der Beitrag Wetterfee: Sommer und Winter mit Photoshop simulieren. Im Sommer ist es warm, was durch kräftige Farben und einem simulierten Sonnenschein umgesetzt […]

Richard
Gast

Sorry, sieht doch total billig aus. Mit Fotografie hat das nichts mehr zu tun. Haben Eure sogenannten Experten nicht mehr drauf? Peinlich.

Dirk Metzmacher
Gast

Da hat ja auch keiner gesagt, dass es hier um Fotografie geht. Es geht um die Bildbearbeitung im Extrem. Wenn Ihnen das keinen Spaß bringt (und darum geht es nur, wie ums Lernen und Trainieren der vorgestellten Photoshop-Funktionen), dann war das einfach mal der falsche Artikel für Sie, nicht aber für andere Leser…

ingo
Gast

Hallo Herr Metzmacher,

wie schon geschrieben, genauso wie Sie sehe ich das auch. Ich finde das Tutorial super und freue mich immer über gute Tipps.

Von meiner Seite aus – danke für den Artikel

ingo
Gast

Hallo Richard,
Fotografie ist das nicht mehr. Es ist aber eine gute Lösung um eine andere Stimmung als in dem Ausgangsfoto zu erzeugen.

Das Bild vom Winter gefällt mir sehr gut. Ich bin der gleichen Meinung wie Elke, nach der Bearbeitung hat es den Charakter eines Gemäldes.

Elke
Gast

Schön gemacht, auch wenn für mein Gefühl das fertige Winterbild eher einem Gemälde als einem echten Winterfoto ähnlich sieht. Aber trotzdem: mir gefällt es gut.
LG – Elke

Dirk Metzmacher
Gast

Danke sehr! Das freut doch!!

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