Dieter Petereit 11. September 2016

Sonntags-Thema: Welcher Pantone-Wert entspricht Donald Trumps Hautfarbe?

Ich muss immer wieder lachen. Also nehmt es mir nicht übel, wenn ich sprachlich etwas ins Zittern gerate. Aber das, was Fastcodesign jetzt veröffentlicht hat, ist wirklich zu lustig. Sie brachten tatsächlich Pantone-Managerin Laurie Pressman dazu, die Haut- und Haarfarbe des Präsidentschaftskandidaten Donald Trump den richtigen Pantone-Farbwerten zuzuordnen.

Fastcodesign stellt beherzt die wichtigste Frage im US-Wahlkampf. (Screenshot: Dr. Web)

Fastcodesign stellt beherzt die wichtigste Frage im US-Wahlkampf. (Screenshot: Dr. Web)

Donald Trump: Irgendwas mit Orange

Kommt er etwa direkt aus Loompaland, fragte man sich bei Fastcodesign. In der Tat haben die orangehäutigen Oompa-Loompas aus dem legendären Film „Charlie und die Schokoladenfabrik“ eine geradezu beängstigende Ähnlichkeit mit dem US-Präsidentschaftskandidaten. Das betrifft nicht nur die Gesichtsfarbe, sondern mindestens auch noch die Frisur, wenn nicht gar das gesamte Erscheinungsbild…

Willy Wonka und die Oompa-Loompas. (Foto: Fastcodesign)

Willy Wonka und die Oompa-Loompas. (Foto: Fastcodesign)

Die Wahrscheinlichkeit der Annahme ist allerdings sehr begrenzt, weshalb man sich in der Redaktion mit alternativen Erklärungsansätzen befasste. Handelt es sich womöglich um die Überdosierung von Karotten im Ernährungsmix oder schlicht Beta Carotin als Nahrungsergänzungsmittel? Steht er übermäßig lange in einer Spraydusche mit Bräunungsmitteln? Sind letztere zu billig? Braucht seine Sonnenbank neue Röhren?

Manch einer ging sogar so weit, mal zu photoshoppen, wie Trump wohl ohne seine ungewöhnliche Gesichtsfarbe aussähe. Junge, das ist wirklich kaum zu ertragen.

Nachdem offensichtlich wurde, dass die Herkunft der Gesichtsfarbe des Herrn Trump nicht zweifelsfrei zu klären sein wird, beschränkten sich die Redakteure in der Folge darauf, wenigstens den exakten Farbton festzustellen. Zu diesem Zwecke wandten sie sich an Pantone, die Farbinstanz unserer Tage, und schafften es, deren Managerin Laurie Pressman für die anstehende Analyse zu gewinnen.

Pantone fördert es zu Tage: Trumps Hautfarbe ist Burnt Orange oder Gold Flame

Fastcodesign legte Frau Pressman einige Fotos des Präsidentschaftskandidaten vor, wohlwissend, dass Fotos schlussendlich nicht die ultimative Methode sind, Farben mit hoher Sicherheit festzustellen. Allerdings erschien die Alternative, nämlich mit Farbkärtchen Herrn Trump aufzusuchen und im hellen Tageslicht Haut mit Karte zu vergleichen, eher nicht im Bereich des Möglichen liegend. Insofern mussten die Fotos reichen.

Das passt doch wie die Faust aufs Auge: Burnt Orange, also verbranntes Orange. (Screenshot: Dr. Web)

Das passt doch wie die Faust aufs Auge: Burnt Orange, also verbranntes Orange. (Screenshot: Dr. Web)

Ebenso war zu beachten, dass Haut und Haare niemals nur aus einem Farbton bestehen. Es handelt sich vielmehr um eine Reihe unterschiedlicher Farbtöne, denen man letztlich einen dominierenden Farbton zuordnen kann. Pressman fand einen Farbverlaufsbereich von Burnt Orange, Desert Sun, Golden Orange, Autumn Blaze, Orange Rust und Burnt Ochre vor.

Überrascht stellte sie fest: „Was mich wirklich erstaunt ist, dass manche Bereiche des Haares von Herrn Trump und manche Bereiche seiner Haut ein und dieselbe Farbe aufweisen.“ Pressman assoziierte allerdings vor allem „Leuchtkraft, Robustheit, Geselligkeit und Stärke“ mit der dominierenden Farbe, die nach ihrer Auffassung am ehesten Pantones Gold Flame ist, wobei sich Burnt Orange auch wirklich nicht von der Hand weisen lässt.

Ungeachtet aller Fachanalysen kam der Fastcodesign-Redakteur zum Schluss doch zu der Überzeugung, dass er, sollte er Trump farblich charakterisieren müssen, am ehesten zu Pantone 448C tendieren würde – der hässlichsten Farbe der Welt.

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design. Man findet ihn auch auf Twitter und Google+.
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3 Kommentare

  1. Hihi, ich hoffe man nimmt es mir nicht übel, dass meine eigene Hautfarbe bei Trumps Anblick immer ein leichtes Grasgrün annimmt :)

  2. Herr Pereit, ich hoffe, Sie nehmen es mir nicht „üblich“, wenn ich auf einen Fehler in der Einleitung hinweise. Sieht nach Autokorrektur aus. ;)

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