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Dieter Petereit 2. Dezember 2014

Das sieht man Ihnen gar nicht an! 8 Websites erstellt mit: Webydo, der code-freien Plattform für Designer

Wir verstehen uns bekanntlich als Magazin für Seitenbetreiber und beschränken uns von Beginn an nicht auf Themen, die lediglich Front-End-Entwickler und Designer interessieren. Seit vielen Jahren schon haben wir die Entwicklung der diversen Homepage-Baukästen, Website-Builder, Online Design-Suiten oder wie die Hersteller ihre Software auch zu nennen beliebe, im Auge. Eins ist klar. Die Angebote werden immer leistungsfähiger. In einer kleinen Serie wollen wir uns ab heute mal ansehen, wie denn damit erstellte, real existierende Websites wirklich aussehen und was sie an Features mitbringen. Den Anfang macht Webydo, die Online Design-Software für professionelle Designer.

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Webydo ist viel mehr als eine Online-Webdesign-Software oder ein schlichter Homepage-Baukasten

Was Webydo alles zu leisten in der Lage ist, habe ich vor ein paar Tagen erst sehr ausführlich bei den Kollegen von PSD Tutorials dargestellt. Im Kern ist das System eine Designlösung im SaaS-Modell. Besonderen Wert legen die Macher darauf, dass sich Webydo nicht primär an den Heimwerker des Web, sondern an professionelle Designer wendet, die schlicht nicht coden wollen oder können.

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Neben einer pixelgenauen Designoberfläche bietet Webydo eine komplette Abrechnungslösung, ist mithin ein zentrales Tool für Designer, die damit auch Ihre Agentur verwalten können. Damit soll es aber an dieser Stelle auch genug sein. Für sehr detaillierte Informationen besuchen Sie einfach den eben genannten Link zu PSD Tutorials. Oder machen Sie sich selbst ein Bild direkt bei Webydo…

Noch ein wichtiger Hinweis vorab: Alle folgenden Beispiele wurden von professionellen Designern für den jeweiligen Kunden erstellt. Sie finden im folgenden Beitrag keine von den Endkunden selbst geklöppelten Websites. Vielmehr beauftragten alle hier vorgestellten Seitenbetreiber klassisch einen oder mehrere Designer. Was die Seitenbetreiner allerdings leisten, ist die Pflege der Websites, was dynamische Inhalte betrifft. Das geht mit Webydos CMS tatsächlich so einfach, dass es jedermann innerhalb einer Stunde erlernen kann.

01 Hosana Frossard (Brasilien)

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Hosana Frossard ist ein brasilianisches Unternehmen, das sich mit Braut- und Veranstaltungsmode im Allgemeinen befasst. Maßschneiderei wird ebenso angeboten wie Konfektionsware oder Roben zum Mieten. Gerade das Thema "Hochzeit", das Hosana Frossard auf ihrer Website deutlich in den Vordergrund rücken, ist emotional sehr stark aufgeladen. Die Stimmung dieses einen "Tag fürs Leben" muss sich idealerweise im Webdesign widerspiegeln. Das ist außerordentlich gut gelungen.

Neben äußerst professionellen Fotografien in der Form von Headern, Galerien, Slidern und Hero-Bildern, die allesamt sehr seriös und dem Anlass angemessen rüberkommen, setzt die Website auf sehr viel Whitespace und dezente, pastellige Farben. Die Slider sind so konzipiert, dass sie nie das komplette Bild im Viewport austauschen, sondern lediglich einzelne Elemente daraus, was einen sehr ruhigen, eleganten Eindruck macht.

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Am besten gefällt mir jedoch der Einsatz des recht neuen Code-free Parallax Scrollling Animators, den wir unseren Leserinnen und Lesern im Mai diesen Jahres vorstellten. Wie es sich gehört, setzt Hosana Frossard das parallaxe Scrolling nicht als Selbstzweck und im Übermaß ein, sondern begrenzt den Einsatz auf den Header der Startseite und einige Akzente beim Scrollen zum Seitenende.

Wie aus dem Lehrbuch ist die Website umfassend in die sozialen Medien eingebunden und als solches Teil der Strategie. Instagram spielt dabei eine zentrale Rolle als aktueller Bildstream, aber auch auf der Website selber gibt es eine große Vielfalt diverser Galerien. Bräute in spe werden die Seite mutmaßlich lieben.

Vom Design- und Marketingstandpunkt aus kann ich keine Kritik finden. Sogar der fast schon obligatorische Blog ist vorhanden und wird tatsächlich mit, für die Zielgruppe nutzwertigen Informationen bestückt. Man sieht Hosana Frossard beim besten Willen nicht an, dass die Site mit einem Online-Dienst erstellt und verwaltet wird.

02 Café Angola (Brasilien)/

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Café Angola aus Brasilien bietet Premium-Kaffeesorten in traditioneller Röstung. Daran bleibt schon beim ersten Besuch der Seite kein Zweifel. Insofern ist das allererste Ziel einer Webpräsenz hier schon mal klar erreicht. Mit äußerst professioneller Fotografie und einer ebensolchen Bildbearbeitung wird ein Vintage-Look kreiert, der den traditionellen Aspekt des Designs deutlich hervorhebt. Makroaufnahmen der gerösteten und ungerösteten Kaffeebohnen füllen Hintergründe dezent und stören den nur sparsam eingestreuten Textfluss nicht.

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Auch Café Angola bindet die sozialen Kanäle prominent ein. Anstelle eines Blog- oder Newsbereiches bietet die Website Rezepte rund um Kaffee. Darunter finden sich nicht nur die naheliegenden Rezepte zur Kreation von etwa Café Cremoso, sondern auch eher Unkonventionelles wie verschiedene Bratensoßen auf Kaffee-Basis.

Auch bei der Rezeptdarstellung bleibt Café Angola seinem Designkonzept treu. Wenig Text, gute Typografie und große Bilder, sowie eine Farbgestaltung, die von jenen inspiriert ist, die man sieht, wenn man sich mit Kaffee beschäftigt.

03 Betty Zhang Art

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Betty Zhang ist eine Grafikdesignerin mit asiatischen Wurzeln, die ihre aktuelle Heimat allerdings über drei Kontinente erstreckt. Betty ist die Art Designerin, für die Webydo geschaffen wurde. Sie arbeitet offenbar hauptsächlich in der analogen Welt mit mehr oder weniger ausschweifenden Ausflügen ins Digitale.

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Bettys Website ist minimalistisch und mit viel Whitespace unterlegt. In mehreren Galerien zeigt Betty einige ihrer Werke; ein Blog ist vorhanden, aber unter den kanadischen Variante von Googles Blogger angelegt. Inwieweit Betty Zhangs Website jetzt den persönlichen Ansprüchen des Einzelnen an eine gelungene Portfolio-Präsentation genügen kann, überlasse ich dem Betrachter.

In jedem Falle sehen wir hier eine durchaus moderne, klar gestaltete und trendgemäß umgesetzte Portfolio-Seite.

04 Stones Throw (USA)

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Stones Throw ist ein Restaurant in San Francisco, dass sich zum Thema "Back to the Basics" bekennt. Dort will man nicht superhip und obertrendy sein, sondern ehrliche Gastfreundschaft und gutes Essen offerieren. Von daher bietet sich der nostalgische Vintage-Look der entsprechenden Website förmlich an.

Ein vollflächiger Hintergrund aus Leinen mit einer Art Platzdeckchen mit Rotweinfleck am oberen Rand wird verknüpft mit einer Wild-West-Typografie, einfache Skizzen führen durch die verschiedenen Seitenbereiche. Ich persönlich hätte an mancher Stelle etwas mehr Liebe ins Detail der einzelnen Skizzen gesteckt. Die wirken doch arg einfach. Außerdem hätte ich deutlich mehr Fotos auf die Website eingebracht, immerhin sieht das Lokal, nach allem was man auf Instagram so sehen kann, ziemlich gut aus.

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Generell ist die Website von Stones Throw jedoch zumindest auf einem sehr guten Weg und kann mit nur wenig Aufwand perfektioniert werden. Wenn ich mal in San Francisco bin, werde ich auf jeden Fall mal dort vorbeischauen.

Auch Stones Throw bindet die Social Media-Kanäle prominent ein, einen Blog oder sonstige News-Sektion gibt es allerdings nicht. Stones Throw setzt in Sachen News und Interaktion voll auf Facebook, Instagram und Twitter.

05 ThirtyNineZero|Citrus (UK)

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ThirtyNineZero|Citrus ist eine dieser klassischen Design-Agenturen, die Webydo als Kernzielgruppe betrachtet. Die Designer aus dem Vereinigten Königreich sind zweifellos sehr kreativ, wie man an dem umfangreichen Portfolio erkennen kann, als welches die Website konzipiert ist.

ThirtyNineZero|Citrus ist hauptsächlich analog aktiv. Man findet Bücher, Broschüre, großformatige Poster, Geschäftsunterlagen und vieles mehr. Der FC Chelsea darf zum Kundenkreis gezählt werden.

Die Website ist im Masonry-Stil gestaltet, die Vorstellung der Referenzen nimmt den mit Abstand breitesten Raum ein. Jede Referenz wird mit kurzer Beschreibung und Bild erläutert. Im "About Us" stellt sich die Agentur ganz klar als Print-Agentur dar.

Ich würde fast wetten, dass sie dennoch in Zukunft mehr in Sachen Web machen werden. Dass sie es können, beweisen Sie mit ihrer eigenen Website. Es ist wie überall. Am Anfang steht die kreative Idee. Ohne die kann selbst der beste Designer nichts erschaffen. Und Ideen haben die Jungs und Mädels von ThirtyNineZero|Citrus zweifellos. Dann braucht man noch ein passendes Werkzeug. Dieses haben sie offenbar in Webydo gefunden.

06 Big Blue Roo Design Studio (Australien)

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Jody Faux, Gründerin des Freelance-Design-Studios Big Blue Roo aus Adelaide in Australien, ist ein weiteres Beispiel für die Zielgruppendefinition Webydos. Jody ist seit 16 Jahren in Sachen Design unterwegs, davon aber erst seit fünf Jahren auch im Webdesign. Vor kurzem hat sie sich selbständig gemacht und bietet auf ihrer SEO-optimierten Seite nun ihre Dienste feil.

Mit Webydo will sich Jody nun voll und ganz auf Webdesign konzentrieren. Die vorhandenen Referenzen sind durchaus in sich selbst aussagefähig und auch, wenn ich den omnipräsenten Panda nicht einzuordnen vermag, macht Jodys Portfolio einen insgesamt professionellen Eindruck.

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Jody setzt vielfach auf Comic-Elemente, offenbar zeichnet sie gern. Aber auch Designs im Vintage-Look gehören zu ihren Spezialitäten. Letztlich wäre allein ihr Portfolio einen eigenen Beitrag zur Flexibilität des Webydo-Systems wert.

07 Smakerij (Niederlande)

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Die Smakerij aus den Niederlanden ist eine Design-Agentur, die sich auf den Lebensmittelsektor spezialisiert hat und dort munter in allen Bereichen wildert, die damit auch nur entfernt zu tun haben. Vom Design einzelner Produkte, zum Design von Lebensmittel-Kombinationen hin zu Fotografie und Webdesign wagen sich die beiden Inhaberinnen Larisse Blok und Berber Galema an alles, was in ihrem Bereich nicht niet- und nagelfest ist.

Ihre Website kombiniert rautiertes Zeichenpapier als Hintergrund mit Navigationspunkten, die auf Tellern hübsch und weniger hübsch angerichtet dargestellt sind. Jedenfalls ist der Gesamteindruck außergewöhnlich außergewöhnlich. Die Zielgruppe der Smakerij erhält so den direkten Beweis, dass Blok und Galema ganz sicher nicht konventionell zu beschreiben sind. Das dürfte für Kunden, die auf der Suche nach etwas außerhalb der Konventionen sind, genau die richtige Strategie sein.

Die Smakerij ist ein vollkommen untypisches Beispiel dessen, was man erwarten würde, wenn einem einer sagt, er würde nun ein mit einem Online-Website-Designtool erstelltes Beispiel zeigen. Für mich zeigt das, wie flexibel diese Tools inzwischen geworden sind. Ich sollte doch mal das nächste Projekt…

08 Idealistai (Litauen)

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Idealistai aus Litauen, zu deutsch, wie zu erwarten war "die Idealisten" oder auch "die Träumer" sind ebenfalls eine Design-Agentur. Allerdings eine, die sich schon jetzt nicht hauptsächlich in der analogen Wert bewegt, sondern digitale Medien, wie Texte, Videos und Webseiten erschafft. Einen Schwerpunkt stellen zugegebenermaßen derzeit durchaus Videoproduktionen dar.

Idealistai bezeichnet sich selbst als Werbeagentur und so sind die Kunden auch vornehmlich im kommerziell-werblichen Bereich angesiedelt. Die eigene Website kommt ebenfalls im Pinterest-Stil daher. Farblich setzen die Idealisten auf Rot als einzige Farbe, alle anderen Elemente werden zunächst in Graustufen gezeigt und on Hover mit einem transparenten Rot überzogen. Erst wenn man ein Element tatsächlich anklickt, wird es voll-farbig präsentiert.

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Auch wenn mir persönlich die Gestaltung der Idealistai-Website weniger zusagt, muss man konstatieren, dass das Konzept aussagefähig und funktional ist. Zudem hebt es sich deutlich von der Masse ab und das ist ja für Designer ebenfalls ein wichtiger Punkt. Soziale Kanäle fehlen allerdings, hier gibt es noch Nachholbedarf.

Von Webydo-Seite aus betrachtet, ist die Website der Idealistai ein weiteres aussagefähiges Beispiel für die Flexibilität des Design-Werkzeugs. Wer noch Geocities oder NetObjects Fusion kennt, weiß, wovon ich rede.

Fazit: Man sieht es wirklich nicht

Anhand der teils deutlich unterschiedlichen Beispiele dieses Artikels ist die Leistungsfähigkeit der Online-Design-Software von Webydo nicht zu leugnen. Sicherlich hätte der erfahrene Coder an der ein oder anderen Stelle eine puristischere Lösung gefunden haben mögen, funktional sind jedoch alle hier vorgestellten Websites auch ohne ideologischen Overhead.

Wer also einfach eine professionelle Website ohne viel Anwendungslogik erstellen soll, der kann sich auch an diese Aufgabe wagen, wenn er ein solider Designer mit hoher Kreativität, aber wenig Codekenntnissen ist.

Ist das eine schlechte Nachricht für klassische Webdesigner und Developer? Ich denke nicht. Die Branche entwickelt sich weiter. Es gilt, Schritt zu halten. Es würde mich nicht wundern, wenn mittelfristig auch eingeschworene Coder die Vorteile einer code-free Online-Webdesign-Software erkennen und zu ihrem zeitlichen und finanziellen Nutzen einsetzen würden. Designer aus dem Print und dem übrigen digitalen Spektrum sollten nicht lange überlegen. Mit Webydo schneiden Sie sich ein Stück vom Webdesign-Kuchen ab. Warum sollten Sie darauf verzichten?

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

6 Kommentare

  1. Link Nr.6 (Big Blue Roo) ist nicht richtig (…trendquarter statt …bigblueroo). Interessantes Artikel.

  2. In der Übersicht hier sehen die Beispiele überraschend gut und individuell aus. Allerdings glaube ich nicht, dass Webdesigner je ganz auf diese Software zurückgreifen werden.

  3. Naja, wer solch einen Service nutzt, hat i.d.R. nicht die technische Affinität, wie einzelne Elemente im Web wirken und funktionieren. Und das sieht man hier unterm Strich dann doch.

    Für die o.g. Zielgruppe sind solche Services zwar eine gutes Werkzeug, da muss ich dem Autor Recht geben. Die Beispiele aber als „professionelle Webseiten“ zu bezeichnen, ist schon sehr hoch gegriffen.

  4. Also ich muss sagen, was hilft ein hübsches Aussehen wenn die Ladegeschwindigkeit unzureichend ist und bei „PageSpeed Insights“ nichtmal 80 Punkte schafft. Liegen alle um die 65 herum.

    Sowas würde ich einem Kunden nicht anbieten wollen. Es braucht halt schon techn. Sachverstand wie z. B. Komprimierung von JavaScript (diese sollten auch nicht im Head Bereich eingebunden werden). Browser Caching fehlt z. B. komplett.

    Steht noch closed beta, aber da ist noch Luft nach oben.

  5. Nett, aber mehr wohl nicht!

    Nicht dass Webydo kein responsives Design unterstützt (heute eigentlich ein absolutes no-go) es kommt bei kleineres Screens auch noch zu Fehldarstellungen.

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