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  • CMS
Dieter Petereit 20. März 2009

WebEdition 6 – Profi-CMS kostenlos?

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WebEdition ist ein etabliertes Produkt im Markt der Content Management Systeme. Als es noch kostenpflichtig war, haben sich Kunden in fünfstelliger Zahl dafür gefunden. Manche Agentur spezialisierte sich gar darauf und verdiente hübsche Sümmchen mit der Implementierung kleiner bis großer Websites. Seit November 2008 ist WebEdition Open Source, ob sich das lohnt?

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Dazu muss man wissen, dass es 2001, als WebEdition das Licht der Welt erblickte, deutlich weniger Alternativen als heutzutage gab. Große und teure CM-Systeme dominierten den vergleichsweise kleinen Markt. So konnte WebEdition mit seinen überschaubaren Konditionen schnell einen nicht unbeachtlichen Marktanteil erringen. In der Folgezeit änderten sich die Märkte radikal, was vermutlich auch die Begründung dafür ist, dass WebEdition seit November 2008, nicht unbedingt zur großen und ungeteilten Freude der bisherigen Agenturpartner zu Open Source erklärt wurde. So kann also nun ein jeder interessierte Homepage-Bastler ein früheres Kaufsystem ohne finanziellen Aufwand installieren und betreiben. Nur, sollte er das auch tun?

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Einfach und modern – die Installation

WebEdition (WE) kann auf zwei verschiedene Weisen installiert werden. Entweder auf die herkömmliche, die darin besteht, das Gesamtpaket von den Sourcefourge-Servern herunter und dann auf den eigenen Webspace wieder hoch zu laden oder auf die zeitgemäßere, die lediglich darin besteht, die Datei „OnlineInstaller.php“ auf den eigenen Server zu laden, entsprechende Rechte (777) zu vergeben und die PHP-Datei von dort zu starten. Während die herkömmliche Variante den Upload von über 4.000 Dateien mit einem Gesamtvolumen von fast 35 MB bedingt und dementsprechend schon der FTP-Part langsam vonstatten geht, verlangt die modernere Variante lediglich ein Uploadvolumen von rund 500 K. Die restlichen Dateien zieht sich der Online-Installer während des Setups per FTP von den WE-Servern. Da der eigene Webspace in aller Regel deutlich schneller angebunden ist als der eigene Rechner, stellt der Online-Installer sicherlich die mit Abstand schnellste Installationsmöglichkeit dar.

So manches CMS bietet heutzutage selber oder über Fremdsoftware ein Webinstall an, jedoch taugen nicht alle etwas. Ich entscheide mich trotz Skepsis dennoch, vor allem wegen der 35 MB starken 5000-Dateien-Alternative, für diese Variante und bin durchaus überrascht. In ansprechender Optik und sehr gut strukturiert führt der Onlineinstaller zum Ziel. An keiner Stelle ist das Skript unklar. Immer sind die zu entscheidenden Optionen deutlich verständlich. Ich mag grundsätzlich dieses „Don´t Make Me Think“. WE kann von jedermann, der schon einmal eine lokale Softwareinstallation erledigt hat, aufgesetzt werden. Nicht einmal die Installation der Datenbank birgt Schwierigkeiten über das alltägliche Maß hinaus. Sind alle Optionen gesetzt, beginnt WE mit dem Download der Daten. An dieser Stelle bewahrheitet sich die Annahme, dass ein FTP-Transfer zwischen zwei Servern zügiger abläuft als mit zwischengeschaltetem Desktop-Rechner.

Galerie der Installationsbildschirme:

Weder einfach, noch modern – das Backend

Der einfache Einstieg findet ein abruptes Ende, sobald man sich zum ersten Mal mit den während der Installation selbst vergebenen Benutzerdaten anmeldet. Eine nahezu leere Oberfläche begrüßt einen eher kühl und bietet dem Auge, wie auch dem Geist nur wenig Orientierung. Was nun? Ich klicke auf den Punkt Einstellungen, der sich relativ prominent in einem ziemlich bunten Feld findet und werde mit einer – sagen wir – beachtlich großen Zahl Karteireitern konfrontiert. Ein wenig Klickerei ergibt, dass sich hier die grundlegenden Einstellungen der Website finden, soweit es um den Mail-Versand, die Sprache, etwaige Zusatzmodule, Validierung und etliches mehr geht. Für den Einstieg wäre vielleicht eine Demosite nicht ganz verkehrt gewesen. Mit Erstaunen lese ich im etwas später gefundenen First-Steps-Wizard, dass Demoseiten nicht mehr vorinstalliert werden, damit man mit dem System sofort produktiv loslegen kann und sich nicht erst mit der Entsorgung vorhandenen Datenmateriales plagen muss. Klingt plausibel, allerdings nur für WE-Profis. Der Einsteiger hätte sich wohlmöglich ganz gern damit aufgehalten, etwaigen Datenmüll irgendwann späterhin entsorgen zu müssen. Ich jedenfalls. Irgendwie passt diese Vorgehensweise auch nicht so recht zum totsicheren Online-Installer.

Ich beschließe, über den „First Step Wizard“ ein Basislayout zu installieren, um überhaupt drei/vier Schritte im System machen zu können. Der Wizard hält mäßig originelle Layouts für die Bereiche Gastronomie, Anwälte, Steuerberater, Architekten und Vereine bereit, was im Grunde erneut die Ausrichtung auf den eher nicht so professionellen Selbermacher unterstreicht. Leider gelingt es auch nach mehrfachen Versuchen nicht, eines der Layouts fehlerfrei zu downloaden und zu aktivieren. Erst der Weg über den Download von reichlich älteren Demoseiten als WE-Backup auf der eigens dafür eingerichteten Website bei WebEdition führt zum Erfolg. Bis zu diesem Zeitpunkt musste ich allerdings schon eine ganze Menge Konzeptionelles zur Kenntnis genommen und verstanden haben, denn die Vorgehensweise, Sites als Backup abzulegen und dann aus dem Backend wieder einzuspielen ist nicht unbedingt eine sich selbsterklärende Angelegenheit.

Nach der etwas hakeligen, letztlich aber erfolgreichen Restore-Aktion bietet sich mir im Backend ein schöner Verzeichnisbaum, den ich auch auf den ersten Blick zu verstehen glaube. Einige Klicks später und in Anbetracht der Tatsache, dass ich im Frontend nur ein „Permission Denied“ erhalte, beschließe ich, das prominent verlinkte Tutorial aufzurufen. Ich gebe zu, dass es mich nicht eben mit Zuversicht erfüllt, erkennen zu müssen, dass das Tutorial aus dem Jahre 2006 datiert und die Version 4 (aktuell ist 6) beschreibt. Überhaupt ist die Dokumentation nicht eben als homogen zu bezeichnen. An anderer Stelle klickte ich bereits auf einen Link, der mir den Installationsguide als PDF lieferte, aber zur Version 5. Immerhin fand ich darin einen vermeintlich entscheidenden Hinweis zur Notwendigkeit eines Rebuild der gesamten Website nach dem Restore eines Backup. Leider führte auch dieser Schritt nicht dazu, dass ich im Frontend etwas anderes als Permission Denied zu Gesicht bekam.

Letztlich fand ich im Forum Hinweise darauf, dass es an meiner Installation unter einer Subdomain liegen könnte. Erstaunlicherweise funktioniert das gesamte Backend, aber vorne ist nichts zu sehen. Vermutlich war dieser Bug von Beginn an ein Feature. Durch die Notwendigkeit, WE in den Documentroot zu installieren, ist auf einfache Weise sichergestellt, dass unter einer Domain nicht mehrere Parallelinstallationen des CMS laufen können. Dazu passt, dass auch das CMS selbst nicht in der Lage ist, mit einer Installation mehrere Sites zu verwalten. Es handelt sich hierbei mutmaßlich um ein existenzielles DRM-Feature der vormaligen Kaufversion. Allerdings hätte man sich durchaus vorstellen können, dass diese Beschränkung mit dem Going Open Source fallen würde. Jedenfalls entschied ich an dieser Stelle, nicht weiter zu versuchen, das Frontend sichtbar zu machen.

Ein paar Eindrücke aus dem Backend:

Barock trifft Moderne – die Technologie-Mixtur

Von der Komplexizität der Bedienung her würde ich Web-Edition am ehesten mit dem noch komplexeren, aber dennoch in sich moderneren Typo3 vergleichen. Beide Systeme sind nicht unter der Prämisse intuitiver Verwendbarkeit geschrieben worden. WebEdition scheint mir zudem unter der schon recht langen Entwicklungszeit insofern zu leiden, als es den Anschein hat, dass die Entwickler während der letzten Jahre stets neue Funktionen angeflanscht haben, die auch für sich betrachtet, dem jeweiligen Stand der Technik entsprachen. Anders ist es mir nicht erklärlich, warum sich in WE nahezu altertümliche Technologien wie Java-Applets als Navigation mit modernen Ansätzen wie der Verwendung der YUI-Library vermischen. Auch das ständige Aufpoppen neuer Browserfenster für die verschiedensten Zwecke ist nicht unbedingt ein Ausdruck zeitgemäßer technischer Ausführung. Dabei erschließt sich umso weniger, warum WebEdition PHP ab der Version 5.2 voraussetzt. Es mag die eine oder andere dies begründende Funktionalität geben. Insgesamt, sollte ich schätzen sollen, würde ich eher sagen, dass ein altes 4er PHP locker in der Lage sein müsste, dem CMS technisch sogar noch voraus zu sein.

Der Vollständigkeit halber sei denen, die immer noch Interesse an WebEdition haben, gesagt, dass es für WE eine Dreamweaver-Extension gibt, die allerdings im Wesentlichen nichts anderes tut, als die sog. WE-Tags, die die Zusteuerung des Content regeln, in das Layout zu setzen. Ähnliches gibt, respektive gab es auch für WordPress. Dort fand ich persönlich es nutzlos, die WE-Extension habe ich nicht getestet.

Wer bis hierhin gelesen hat und auf der Suche nach einem CMS ist, sollte sich lieber gleich modernere Systeme wie etwa Typolight oder Silverstripe ansehen. Da fehlt vielleicht an der ein oder anderen Stelle noch eine Funktionalität, jedoch machen diese homogenen technischen Plattformen einen deutlich zukunftsfähigeren Eindruck als der alte, möglicherweise in Ehren ergraute, aber eben doch ergraute Bolide Web-Edition. ™

Dieter Petereit

Dieter Petereit

ist seit 1994 im Netz unterwegs, aber bereits seit über 30 Jahren in der IT daheim. Seit Anfang des neuen Jahrtausends schreibt er für diverse Medien, hauptsächlich zu den Themenfeldern Technik und Design.

37 Kommentare

  1. Ich habe mich als Hobbyanwender sowohl mit WebEdition als auch mit dem viel mehr gefeierten Drupal 7 beschäftigt und Webseiten darin umgesetzt.

    WebEdition bietet mehr Übersicht, Möglichkeiten und Kontrolle. Das ist mein fazit. Natürlich muss man sich darin zurecht finden. Dafür versteht man danach aber auch alles.

    Während es in Drupal für alles ein Modul gibt muss ich in WebEdition noch viel selbst umsetzen (wofür mir einfachere Mittel zur Verfügung gestellt werden) – DAFÜR verstehe ich im Nachhinein aber auch alles. Bei Drupal hingegen bin ich immer auf Hilfe von außen angewiesen, wenn ein Modul nicht kann was ich will, weil jedes Modul eine Wissenschaft für sich ist.

  2. Hallo Herrr Petereit,

    ich geb ja zu, dass mein letzter Kommentar sehr emotional, zu fortgeschrittener Stunde geschriebenen, war, aber dass Sie ein so geiles CMS nur aufgrund der Installation (die nie ein Problem war) in den Keller schreiben, kann ja wohl nicht wahr sein.

    Ich fordere Sie hiermit dazu auf, diesen bescheuerten Beitrag von drweb.de komlett zu löschen.

    • Eigentlich fand ich den vorletzten Kommentar ganz in Ordnung. Der letzte geht gar nicht. Selbstverständlich bleibt der 2009er Beitrag zu WebEditition online. Wir sind hier doch nicht bei Carmen Nebel…

      • Das will ich hoffen! Diese Forderung ist ja schlichtweg absurd.

        Bin heute zum ersten Mal in Kontakt mit WebEdition gekommen. Die Bedingungen die Herr Petereit 2009 vorgefunden hat, waren wohl noch traumhaft im Vergleich zu heute. Dieser Wizard scheint nun gänzlich verschwunden zu sein, jegliche Hilfe verweist nur auf die Startseite von Webedition und und ein „Starter-Guide“ sucht man vergeblich. Das Webedition hier überhaupt in einem Atemzug mit Typo3 und Konsorten genannt wird, gleicht schon ein Ritterschlag für WE.

        Köstlich amüsieren müsste ich mich übrigens über folgendes Kommentar:
        […]Wir benutzen Webedition in der Firma als Internetagentur,
        mittlerweile hat sich herausgestellt, daß das CMS für unsere Agentur nicht taugt, da es einfach Spezial-Wissen erfortdert.[…]

  3. Da jetzt (Ende Juli 2012) dieser Artikel von Herrn Petereit aus dem Jahre 2009 es in Google auf die erste Seite geschafft hat, muss ich hier mal einschreiten.

    Wir haben heute (Ende Juli 2012) webEdtion 6.3+ und da hat sich eine Menge getan !!!

    Herr Petereit hat 2009 viel Zeit und Mühe investiert, die webEdition Installation in Screenshots zu fassen und zu beschreiben. Da ist vieles richtig, aber die Screenshots kann ich als webEdition-Anwender seit 2007 (wE-Version 5) teilweise nicht ganz nachvollziehen.

    Seit 2007 habe ich bis heute knapp 100 Websites mit webEdition realisiert. Nicht immer schmerzfrei und problemlos, aber ich bin noch nie komplett gescheitert, oder positiv formuliert: 99,9% meiner Kunden sind extrem zufrieden und pflegeleicht (bis auf wenige Ausnahmen). Insbesondere bei der Installation hatte ich selten Probleme, außer bei besonders dämlichen Providern oder im extrem-billig-Hosting. Vermutlich ist auch Herr Petereit über einen 1,29-€ Provider gestolpert. Aber 1&1 oder sogar Strato kann das nicht gewesen sein, denn selbst bei solchen Providern lässt sich webEdition ohne Probleme installieren und (erstaunlich performant!) betreiben.

    Herr Petereit hat sich vermutlich diverse CMS’s auf dem Level von Jimdo bzw. 1&1 (ist ja nahezu identisch :) angeschaut und hat die für modern gehalten. Ich habe mir natürlich auch immer Typo3, Joomla, Redaxo und Drupal u.a. installiert, und ich kenne auch diverse Typo3-Entwickler. Ich habe über die Jahre zeitweise völlig verzweifelte Typo3-ler kennengelernt, insbesondere nach Updates und TypoLight. Ich habe viele entnervte (und durch Typo3-Schulungen abgezockte) Kunden gewonnen. Und ich bewundere die Leute, die es schaffen, Websites mit Joomla aufzubauen.

    So, genug geärgert über einen alten Artikel, der jetzt plötzlich in Google aufpoppt.

    Ich bin nur webEdition Anwender, seit 5 Jahren, und bekomme keinen Cent dafür, irgendein CMS zu beurteilen (bin kein Journalist).
    Ich schaue immer wieder gerne über meinen Tellerrand hinaus, und betrachte das Bessere stets als den natürlichen „Feind“ des „Guten“.

    Ich bekomme (leider) auch von webEdition keinen Cent, und es ist nicht perfekt und nicht frei von Fehlern. Aber die Fehler sind beherrschbar, und aufgrund der Freiheiten, die wE für Webdesigner bereit hält (praktische und schlaue we:Tags, eigenes PHP, Javascript und „dummer“ Text in ein und derselben Vorlage beliebig mischbar !!!) für mich immer wieder erste Wahl.

    Ich bin der Herr des CMS und nicht umgekehrt. Das gilt insbesondere für meine Kunden. Ich schicke sie nicht in eine 3-Tage-Schulung, wo sie lernen, einen Dino wie Typo3 Gassi zu führen. Ich weise 14 bis 40-jährige für eine halbe Stunde in webEdition ein, beantworte dann ein paar Rückfragen und das war es dann auch.

    Und ja, der Herr Petereit war nach der webEdition Installation verständlicherweise überfordert, denn wE ist danach komplett leer. Das ist kein Bug, sondern ein Feature.

    Und ein weiteres Feature ist der neue LazyJo:webBaukasten. Für „SimpleMinds“ ungeeignet, aber für Agenturen und Webdesigner extrem zeitsparend und hilfreich.

  4. Da muss ich Kaufklueger zustimmen.

  5. Es geht nichts über Drupal und WordPress. Damit lässt sich alles realisieren. Typo 3 ist ein reines Argentur CMS, weil der Kunde einfach nicht viel damit anfangen kann, deshalb sind auch weiterhin Kosten bei einer Argentur damit verbunden, was natürlich im Sinne der Argentur ist.

  6. @Stefan: Keine Ahnung was bei deiner Installation schief ging, aber bei mir ist das Passwort natürlich auch verschlüsselt in der Db hinterlegt. (dein Kommentar hat mich jetzt so irritiert, dass ich extra nochmal per mysql-shell nachgeschaut habe).

    Ansonsten kann ich beide Seiten verstehen. webEdition ist nicht ganz zeitgemäß was Bedienung und auch Design (keine funkelnde Web 2.0 Oberfläche) und Technik (Java-Applet statt vollwertiges AJAX-Backend im Browser ohne Java-Plugin, gerade auf Netbooks störend!). Auf der anderen Seite schätze ich durchaus die Freiheit, die ich als Entwickler bzw. Web-Designer über den HTML-Quelltext habe. Die we-Tags sind sehr hilfreich und ersparen einem einiges an Programmierarbeit wenn man 1-2h zum Lernen investiert hat. Trotz der alten Technik, etc sehe ich in webEdition nach wie vor ein gutes CMS mit viel Potential, das ich allemal Typo3 etc. vorziehe. Ich habe mir einige andere CMS angeschaut und keines erschien mir als Alternative für mich derzeit was den Einarbeitungsaufwand eines CMS-Wechsels rechtfertigen würde. Für kleine Seiten kommen nun neuerdings http://www.cushycms.com oder http://unify.unitinteractive.com in Anbetracht, aber für mittlere bis große Projekte werde ich wohl weiterhin auf webEdition setzen.

    Aber eins ist klar: Der Kunde ist König und wenn dieser das CMS xy verlangt bzw. benötigt, dann bekommt er es auch! Der Rest ist eh nur Geschmackssache und zu nem guten Stück auch einfach nur Gewohnheit…

  7. Ich habe weder gelogen, noch war ich bekifft, das pwd stand dort im klartext, außer ich kann plötzlich „mecury puzzle“ like codes auslesen, das wäre ja goldwert.

  8. jetzt hast du aber gelogen, lieber stefan.
    oder warst du zu bekifft?

    das passwort ist natürlich verschlüsselt in der db.

  9. Ja, ich bin wohl dann einer dieser WE-Neulingen, der es nur dank diesem Artikel dazu gebracht hat dieses First Step Wizard zu finden. Nachdem WE auf die geniale Idee kam schon während der Installation die Config File für die DB-Verbindung zu zerschießen. Trotz meiner bisherigen Kenntnisse in Typo3, Liferay, Drupal und Joomla war es mir bisher auch nicht möglich auch nur eine Seite sichtbar zu machen, außer natürlich den Login, der bei mir standardmäßig als index angezeigt wird.

    Nach der ersten Installation festzustellen, dass ich den Adminlogin nicht besitze, war schon etwas ungewohnt. Aber hey, ich hab mir dann gedacht, gucken wir doch mal in der Datenbank, gesagt, getan. Auch wenn mir schon bewusst war, dass ich dort warscheinlich nur den Loginnamen erfahre, war es dennoch einen Blick wert, denn, ich wurde eines besseren belehrt, Loginname und Passwort des Administrators im Klartext… Das lässt jedes Programmiererherz höher schlagen.

  10. Wir arbeiten nun seit fünf Jaren mit webEdition und können nur gutes berichten. Seit November 08 entwickeln wir sogar webEdition-Lösungen die wir für alle webEdition-User anbieten.

  11. 35 MB für ein CMS? Das soll wohl ein Witz sein…

  12. Ich denke ebenfalls, dass webEdition als ein „Framework“ zu verstehen ist, welches mir als Entwickler absolut freie Hand lässt. Damit muss man erstmal zurecht kommen.
    Darüber hinaus ersparen die we-Tags einiges an Codezeilen, welche übrigens erweiterbar sind.
    Für die meisten ungeübten User kommt dazu entgegen, dass wE-Templates im Backend wie im Frontend aussehen, lediglich die Outputs als Inputs definiert sind. So hat auch der einsteigende Redakteur es sehr leicht sich das Endergebnis vorzustellen. Zusätzlich kann er die Vorschau nutzen und und und..
    Nicht zu vergessen ist das gut implementierte tabbed arbeiten bei gleichzeitig mehreren geöffneten Dokumenten.
    Ich kann das Urteil aus dem Artikel schlicht nicht nachvollziehen.

    Die veröffentlichung von wE 6 als Open-Source ist die richtige Entscheidung, was auch für PageLogger gilt.

  13. @Professor Web:
    Der Vergleich ist nicht sehr realitätsnah :-)
    Ich arbeite schon sehr lange mit Weblication und sehe mir ständig neue
    CMS an (wie z.B. hier im Artikel genannte) und muss deutlich sagen:
    Weblication ist nach wie vor eines der besten CMS mit einem super
    Preis- Leistungsverhältnis. WebEdition fand ich schon immer etwas
    „altbacken“.

  14. 777 gilt doch nur für das Installation-Skript, welches man nachher löscht. Was sollen die denn sonst empfehlen? 777 funktioniert überall, aber ander Vorschläge können schon mal scheitern, je nach Provider. Wer’s besser weiß, macht es besser, wer nicht ist froh, dass es sofort funktioniert.

  15. 777 bedeutet nicht (nur), „jemandem schreibrechte zu geben“, sondern bedeutet vielmehr „wir hebeln das Rechtesystem des Filesystems aus und fertig“. Schreibrechte kann man jemandem auch mit anderen, weniger globalen Bitmasken geben. Aber das zu erklären, dauert halt etwas, deswegen spart man sich das meistens leider. Mit der Konsequenz, dass die Sicherheit eines Systems unterminiert werden kann.

    ehrlich gesagt hätte ich auch keine lust, einem Dummi erstmal zu erklären, wie und warum man datei- und verzeichisrechte überhaupt korrekt setzen sollte. Aber dann sollte man es lieber „RTFM“ sagen als „mache ein 777“, das ist ehrlicher.

  16. Zeige mir einer ein System, dass im Filesystem arbeiten muss und dabei keine Schreibrechte braucht.

    • Contenido :-) http://www.contenido.org/de/
      Man braucht nicht 777 um schreiben zu dürfen sondern die richtigen Besitzrechte.

      Ich schlag mich gerade mit einer WebEdition Installation herum und es ist ein Chaos und durch und durch Virenverseucht. Ich zweifle inzwischen daran, dass man das dicht bekommt. Hoffentlich klappt das Update und läuft noch was, nachdem ich alle 777 rausgeworfen habe.
      Aber vielleicht braucht es am Ende ein anderes CMS, mal sehen.

  17. Wer ernsthaft empfiehlt, etwas auf einem Webserver mit den Rechten 777 zu versehen, outet sich automatisch als ahnungslos oder wenigstens gleichgültig, was die Sicherheit angeht. ist beides nicht gut. leider liest man das häufig, oft sogar in Anleitungen.

    So nach dem Motto „schließen sie ihre haustür nicht ab, es kommt sowieso kein einbrecher und das ewige schlüssel-reinstecken-und-umdrehen ist doch nervig…

  18. Ich setze WebEdition bei einigen Kundenprojekten ein.
    Mich hat das Konzept überzeugt, selbst Herr über den HTML-Code zu sein. Dafür sind die erwähnten WE-Tags super und sehr flexibel einsetzbar. WeEdition gewährleistet von der Template-Erstellung bis zur Redakteursebene barrierearme Websites!
    Die Integration eigener Templates scheint mir da bei Joomla wesentlich komplexer.
    Für den HTML-Coder ist WebEdition das System der Wahl zwischen Joomla und Typo3. PHP-Kenntnisse sind für Basisanwendungen ebenfalls nicht nötig. Der private Homepagebastler ist jedoch mit dem System eventuell überfordert.
    Elegant finde ich das eingebaute Backup/Restore! Damit kann man ein Projekt auf einem lokalen Server entwickeln und später auf den Kundenserver hochladen. Funktioniert bei mir einwandfrei! Auch der Kunde kann per Knopfdruck ein Backup anlegen.
    Sicher, auch ich habe da noch Wünsche an das System… ;-)
    Aber vielleicht tut sich da künftig was durch die Open-Source-Philosophie…

  19. Ich find’s ja irgendwie noch total lieb, die Empfehlung für ein chmod 777 plus Skriptausführung in einem „Profi-CMS“ als „modern“ zu interpretieren. Während sich der Rest der Menschheit noch mit einem einfachen wget / svn co / pear install / apt-get install / etc. pp. abquälen muss, trifft dieses dieses Tool ja direkt von hinten durch die Brust ins Auge. Und den Level-777-Security-Bonus gibt’s auch noch gratis dazu. Yay!

  20. interessanter und schön ausführlicher artikel…
    wir nutzen webedition auch bereits seit 2002 – es ist wie bei allen systemen: wenn man sich erstmal an die macken (die jede software hat) gewöhnt hat, muss schon einiges negatives passieren bis man sich als agentur entscheidet auf ein anderes system umzusteigen. der aufwand ist immens und der vergleich der systeme ist endlos aufwendig.

    wie immer zählt letztendlich nur eines: der kunde muss damit umgehen können ohne einen knoten im kopf zu bekommen. der rest ist technik-spielkram.
    das war auch für uns das entscheidende kriterium webedition für unsere kundenprojekte zu nutzen.

  21. Was will man als kleiner CMS-Hersteller auch machen? Bei der kostenlosen Konkurrenz muss man selber eben auch kostenlos werden. Ging mir mit eforia nicht anders.
    Da ists aber so, dass der Webinstaller eher bemängelt wird. Also die Kunden wünschen sich eher ein Archiv, was sie dann einfach auf den Server „pumpen“. Und das liegt mit Sicherheit nicht an der Qualität des Installers. Der ist deutlich schicker und einfacher als der oben gezeigte.

  22. Hey, der Bericht erinnert mich an das CMS „Weblication“. Vor allem die altertümlich anmutenden Backend Elemente :)

  23. CMS, die mit Click&Go, also ohne Einarbeitung und Doku funktionieren, sind in der Regel unflexibel, oder erfordern eben wieder umfangreiches Einarbeiten, um den vollen Umfang zu nutzen. Insofern gibt es m.E. kein CMS, was nach der Installation quasi produktiv arbeiten kann.

    Webedition war ursprünglich gedacht für Anwender, die eben kein fertig gestricktes System wollen, sondern durchaus selbst Hand anlegen möchten und individueller vorgehen wollen. Hat also ein wenig Framework-Charakter.

    Muss jeder für sich entscheiden, was ihm lieber ist: Ein CMS mit vielen fertigen Themes und Funktionsbausteinen, bei denen man dann bestimmte Frontend-Darstellungen „as is“ nehmen muss, oder ein weitgehend anpassbares leeres System, bei dem man eben nach gewisser Einarbeitung relativ frei arbeiten kann.

    @5. Horst: modx ist NICHT beta, es hat nur eine Versionsnummer kleiner 1 (aktuell 0.9.6.3). Diese ist aber final. Die Abspaltung Revolution ist im alpha-Stadium. Die aktuelle Version ist aber durchaus stabil für Produktiveinsatz zu empfehlen. Ich nutze sie selbst für einige Sites, die damit wunderbar rennen.

  24. Schließe mich Oliver voll und ganz an. Wenn man sich mal nur ein bisschen der Doku anvertraut hat, dann ist das Ganze 100 mal schneller verstanden als Systeme wie bspw. Typo3.

    Wir arbeiten mittlerweile seit rund 8 Jahren mit webEdition und es gab bislang nichts was damit nicht lösbar war und das für wenig Aufwand und mit schneller Umsetzungs- und Einarbeitungszeit.

    Klar ist dennoch, das sehe ich ein, dass eine Modernisierung fällig wäre. Deshalb würde ich in Zukunft auch auf andere Systeme setzen. Auch die Relikte an Non-Funktionalitäten bzw. Einschränkungen aus der ehemaligen Kaufversion hätten schon längst entfernt werden müssen (Multidomainfähigkeit-Unterstützung, usw.)

  25. Es gibt ja auch vom Konkurrenz-Produkt zu uns „web2date“ (wir sind der Hersteller von „zeta producer Desktop“) eine neue Version.

    Scheinbar gehen jetzt die anderen auch den Weg der freien Versionen zum „Anfixen“.

  26. Das schlechte Urteil kann ich nicht nachvollziehen. Vermutlich kommt der Autor des Artikels schlicht nicht damit klar, dass webEdition keine 2000 Module und Extensions für Basisfunktionalitäten hat, sondern über we-Tags und generische Template-Funktionen gesteuert wird, mit denen man ALLES umsetzen kann, die man aber auch erst einmal zu verwenden wissen muss. Damit ähnelt es eher den größeren teuren Systemen wie RedDot oder Fiona. Ebenfalls gibt es keine Themes, sondern für jeden Seitentyp ein eigenständiges Template. Das passt natürlich gar nicht zu den gedanklichen Konstrukten, die vielen anderen CMSen oder Blog-System zugrunde liegen, sorgt aber für einen schnellen Einstieg (HTML-Seite reinwerfen, we-Tags an den gewünschten Ausgabeorten reinschreiben, fertig).

    Ich selber komme dagegen mit Systemen wie Typo3 oder Joomla nicht klar. Es leuchtet mir schlicht nicht ein, warum ich für einen Downloadbereich und einen Newsbereich zwei Extensions installieren muss, wenn beides doch nur simple Listen sind. Die oben genannten CMSe bieten deshalb Listen an – die ich nach Belieben verwenden kann.

    Die Dokumentation empfand ich ebenfalls als absolut vorbildlich. Ebenso den kleinen Template-Wizard mit der Tag-Übersicht und die Dreamweaver-Integration.

    Als alternative und moderne Systeme würde ich auch eher auf Drupal oder MODx setzen, wenn es denn Open Source sein soll.

  27. Ich kenne WebEdition schon seit der 2er Version (ca. 2002), konnte damit mehrere Projekte umsetzen. Die aktuelle Version habe ich mir noch nicht angesehen, da fehlt mir einfach die Zeit.
    Die Screenshots zeigen, das sich aber nicht soo viel verändert hat. Doch ich muß sagen, das ich mich im Backend („damals“) nie unwohl gefühlt habe, nach einer kurzen Einarbeitungszeit war alles klar. Das erlernen der we:tags dauert natürlich. Trotzdem WebEdition mein erstes CMS war, habe ich die meisten Tags nach einer Woche drauf gehabt. Durch probieren hat man natürlich auch viel gelernt.
    Sehr gut fand ich die umfangreiche Dokumentation und das Forum, wo auch viele Tips standen.
    Die Redakteure fanden das Backend auch ok, zumindest kamen in der Richtung nie Klagen, die Vorschau im Backend wurde sehr gut angenommen.

    Fazit: mit ein wenig Einarbeit ein sehr gutes System, das Vergleiche nicht scheuen muß.
    Und: ich würde auch WebEdition Joomla und Typo3 vorziehen :)

    Gruß

  28. Wir benutzen Webedition in der Firma als Internetagentur,
    mittlerweile hat sich herausgestellt, daß das CMS für unsere Agentur nicht taugt, da es einfach Spezial-Wissen erfortdert.

    Meine Erfahrung erstreckt sich über Typo3, Joomla, OpenCMS und iRacer. Und ich muss sagen, dass das intuitivste und von seiner Skalierbarkeit her beste CMS modx ist.

    Es ist zwar noch Beta, jedoch gelang es mir ohne großes Spezialwissen innerhalb kürzester Zeit Websites mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen zu realisieren.

  29. Ich nutze das System webEdition jetzt bereits seit über 2 Jahren. Wenn man mit diesem System täglich arbeitet, ist es ein professionelles und leistungsstarkes CM-System. Wir haben bereits große Projekte umgesetzt.
    Ich kann allerdings sehr gut nachvolziehen, dass es als WE-Neuling ein „bisschen“ Einarbeitung braucht.
    Dennoch würde ich aus meiner Sicht webEditon immer den System Typo3 vorziehen. Zum einen wegen der Installation, aber vor allen wegen dem meiner Meinung nach sehr unübersichtlichen Aufbau in Typo3 und dessen Typoscript. Ich denke hier bedarf es weitaus mehr Einarbeitungszeit. Ich habe selbst mal eine Seite in Typo3 programmiert.
    Wer Kenntnisse in HTML hat, ist auch schnell in den Prinzip von webEdition drin. Über die Funktionsweisen einiger WE-Tags muss man sich allerdings informieren. Dazu empfehle ich die Dokumentation von webEdition, bzw das WE-Forum (forum.webedition.de).

  30. ich habe früher einige Projekte mit WebEdition realisiert und auch die Installation gab da nie Probleme. Persönlich muss ich sagen das das System selber nicht zu meinen Lieblingen gehört. Man kann aber eine Menge damit umsetzen und recht gut an seine Bedürfnisse anpassen (nach entsprechender Einarbeitung).
    Ich weiß nicht, ob sich das mit dem Open Source geändert hat, aber wenn man (ist aber schon 4 Jahre her) ein Problem hatte oder einen Bug entdeckte war meist sehr schnell ein Entwickler beim beheben des ganzen. Das war auch damals die Rechtfertigung, warum man sich für ein bezahltes Produkt entscheiden hat. Ich befürchte einmal das sich dies auch geändert haben könnte. Für lau kann man keinen 24/7 erwarten. Selber gebe ich Joomla den Vorzug, aber verschiedene Geschmäcker gibt es halt auch bei CMS.

  31. Interessanter Beitrag! Vor allem angesichts der Tatsache, dass ich gestern eher zufällig auf concrete5 (http://www.concrete5.org/) gestoßen bin. Das steht wohl in krassem Gegensatz zu WebEdition. Um zu sagen ob concrete5 produktiv wirklich zu gebrauchen ist, hab ichs zu wenig getestet. Beim Frontend-Editing hatte ich aber Freudentränen in den Augen – da können sich TYPO3 und Konsorten einiges abschauen!

  32. Hö? Was soll eine Aussage wie […]dass ein altes 4er PHP locker in der Lage sein müsste, dem CMS technisch sogar noch voraus zu sein.[…]? Es ist immer toll, Äpfel und Birnen zu vergleichen. Warum die Implementierungssrache mit der Anwendung vergleichen? Ach… egal.

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