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Sven Lennartz 17. März 2008

Webdesign Trend: Grunge Design

Kein Beitragsbild

Glatt und sauber war gestern. Denn so ist die Welt nicht- auch nicht die virtuelle. Immer mehr Designer versuchen sich am Gegenteil. Dazu gehören Flecken, zerrissene Rahmen, beschädigte Icons, geknickte und gerissene Zettel und was einem noch dazu einfallen mag. Schmutzige Texturen werden wieder benötigt und dienen als Hintergründe für Seiten, Fotos und andere Elemente.

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Das passt prima zum Handschriftlichen und ist so ziemlich das gerade Gegenteil des klinisch sauberen, stets glanzvollen Web 2.0 Designs. Beispiele haben wir bereits gezeigt und Sie mit Material versorgt. Vertiefen wir diese Gedanken noch etwas:

Keineswegs muss eine Website komplett solchen veränderten Geschmäckern folgen, es kann durchaus genügen nur einige wenige Gestaltungselemente einzubeziehen. In Shops und Unternehmensauftritten ist es auch kaum anders möglich. Hier machen Details die Stimmung und beeinflussen so die Wahrnehmung des Nutzers.

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Dieser Look is unregelmässig schmutzig und roh; wirkt benutzt, getragen, vergilbt und gebraucht. Dazu reicht es mitunter einen passende Textur in das Design einzubauen und fertig ist der Grunge-Look. Genau das hat Jeremy Zevin gemacht. Seine Website würde ansonsten wohl auch als Web 2.0 Design durchgehen können.

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Handschriftliche Elemente sind wichtig, da sie gleich das passende Aussehen mitbringen. Wer wirklich etwas gegen das rechtwinklige, oft viel zu gerade Web unternehmen will, der muss sich seine Website selbst zeichnen – oder Teile davon. Gelegentlich wird das auch versucht. Vielleicht sogar häufiger als man denkt. Zwischen Schmiererei und Persönlichkeit ist alles dabei. Egal ob Blog, Shop, Werbung, private Seite, Portfolio oder Aktion – Flash oder (X)HTML.

Leuchtkräftfige Tupfer und Elemente in kontrastierenden Farben machen sich gut in diesem Umfeld. Siehe die Beispiele von Shop Moss oder wie hier im Bild von David Hellmann.

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Designelemente, die häufig vorkommen

Wichtig sind Hintergrund- und/oder Headerbilder bzw. schmutzige Texturen, die schon einmal kräftig ausfallen dürfen.

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nregelmässige Linien und Rahmen

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vergilbtes Tesafilm

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Heft- und Fotoklammern, Büroklammern, Nadeln und Pins aller Art

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Kaffeeränder, verschüttete Flüssigkeiten, Flecken

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Risse (Papier), Brüche, schmutzige Kanten

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Eselsohren

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Handschrift

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    EXP.TYPO ist eher Collage denn Webdesign

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    Ein weitaus typischeres Beispiel stellt Joe Grishams Website. Hier kommen gleich mehrere der genannten Elemente vor:

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    David Hellmann – verwendet einen schwarz getünchte Bretterzaun als Hintergrundtextur

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    Team Green

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    red9ine

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    Shop Moss

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    Pain is Good – nicht wörtlich zu nehmen, hierbei handelt es sich um Werbung

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    Olly Hite

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    Webdesigner Ro

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    Burn the Fields – Musiker, keine Frage hier passt der Look perfekt.

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    Scouting for Girls machen ebenfalls Musik

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    Adventure Trekking

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    dtamas

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    grantmx/designs

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    Shaker Designs

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    Design Sponge

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    Extrem-Designer Thomas Schostok aus Germany

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    Darklight

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    nYq

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    Liquidesign

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    loworks – made with Flash

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    DesignBStudios

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    CSS Rockstars

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    a j miles

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    Sven Lennartz

    Sven Lennartz

    Ex Webdesigner, Gründer von Dr. Web und Smashing Magazine. Heute ist Sven als Schriftsteller und Blogger unterwegs. Schau was er jetzt macht…

    4 Kommentare

    1. Hallo Sven,

      Danke für diesen Artikel und den schönen Anregungen.
      Werde mal ein paar Ideen ausprobieren. Passendes Material ist mein alter grauer Lappen (Führerschein) der schon 30 Jahre in meinem Portmonee rumgetragen wird. Ansonsten werde ich die Augen offen halten für schöne alte Sachen.

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