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Oliver Jensen 5. Januar 2009

Was ist…Lexikon: Holzmedien

Holzmedien ist keine offizielle Bezeichnung. Es handelt sich stattdessen um einen verächtlichen Begriff, mit dem alle Arten von gedruckten Medien (so genannte Printmedien), sprich: Bücher, Zeitschriften, Zeitungen etc. gemeint sind. Dass diese Medien als Holzmedien bezeichnet werden, ist damit zu begründen, dass für die Papierherstellung Holz benötigt wird.

Dieser inoffizielle Begriff stammt aus den Internet-Kreisen, in denen die Printmedien als überholt angesehen werden, da das Internet mittlerweile eine umfangreichere und aktuellere Informationsquelle darstellt, als es Zeitungen und Bücher jemals sein könnten.

Die meisten Verlage sind sowohl im Bereich der „Holzmedien“ als auch im Online-Bereich tätig. Die gedruckten Ausgaben stellen weiterhin die hauptsächliche Einnahmequelle dar, und die Internetauftritte werden zu Werbezwecken genutzt, indem Auszüge aus den gedruckten Artikeln veröffentlicht werden.

Oliver Jensen

arbeitet als freiberuflicher Texter und Journalist und ist für Zeitschriften, Redaktionen und verschiedene Firmen tätig. Bevor er diesen Werdegang einschlug, konzentrierte er sich auf die dramaturgischen Aufgaben, wobei er ein Theaterstück und Drehbücher für Kurzfilme und Showreels schrieb.

4 Kommentare

  1. @Hadmar von Wieser: Ich glaube nicht das jemand meint, gedruckte Zeitungen würden komplett aussterben. Wie Du schon richtig argumentierst verschwindet eigentlich nichts absolut und für immer. Nischen wirds immer geben, teilweise aus Notwendigkeit, teilweise aus nostalischen Gründen. Nur müssen sich die Medenkonzerne eben anpassen und von Holzmedien auf elektronische Medien umstellen. Das gelingt mal gut, mal weniger gut.

  2. Naja, ich weiß nicht. Ich schätze auch, dass die Printmedien ein paar Krisen vor sich haben.
    Aber die Geschichte lehrt mich, das totgesagte Technologien erstaunlich zäh sein können:
    Segelschiffe fahren heute noch immer, während Dampfschiffe fast ebenso ausgestorben sind. Das Fernsehen hat zwar wie vorhergesagt die großen Lichtspielpaläste umgebracht; aber ein typischer Cineplex hat heute wieder 2.000 Plätze, nur kann man statt 1 gleich 10 Filme sehen. Schach wird noch immer gespielt, während der Rubik’s Cube außer Tetris keine bleibende Wirkung hinterlassen hat. Kein Mensch weiß heute mehr, wie man einen Streitwagen lenkt, während der Marathonlauf als Volkssport heute lebendiger als je zuvor ist.
    Ausgestorben sind hingegen Berufe wie der Fassbinder und der Spucknapfputzer, von denen Zeitgenossen sagten, sie werden wohl immer gebraucht werden, oder Medien wie der Minnesang und die Kriegshymne, die einmal als Inbegriff von krisenfest galten.

    Ich glaube, wir werden in 30 Jahren alle staunen …

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