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Dr. Web Team 19. Mai 2007

Was ist Spam?

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Jeder der einen Email Account besitzt, hat sich sicherlich schon häufig über den zermürbenden Werbenonsens aufgeregt, mit dem wir täglich regelrecht bombardiert werden. Zahlreiche Methoden, Programme, Filter und Mechanismen wurden bereits entwickelt, um den genervten Benutzer vor den unerwünschten Werbebotschaften zu schützen – scheinbar ohne durchschlagenden Erfolg. Denn die Absender der Botschaften sind ungemein kreativ, wenn es darum geht ihre unerwünschten Botschaften an den Mann zu bringen. Doch was genau ist SPAM eigentlich?

Das Wort „SPAM“, auch bekannt als „Junk“ oder „Müll“, steht ganz allgemein für die Verteilung und den unerwünschten Empfang von Werbebotschaften. Es entstand ursprünglich aus einer Verbindung der Worte „spiced porc and ham“ zu „SPAM“.

SPAM bezeichnete ursprünglich den Markennamen eines Dosenfleischs, das in einem Sketch von Monty Python – dem so genannten SPAM-Sketch – aufgegriffen wurde. Innerhalb des Sketches wurde der Begriff SPAM übertriebenem Maße genannt und eingesetzt. So gehörte zur Kulisse beispielsweise eine Speisekarte in der zahlreiche Gerichte mehrfach hintereinander den Anhang SPAM besaßen. Auch für die aneren, innerhalb der Kulisse verwendeten Produkte wurde vielfach der Begriff SPAM benutzt. Der für den Zuschauer übertrieben häufige Gebrauch des Begriffs SPAM innerhalb des Sketchs, ließ sich zwar beinahe 1:1 auf die heute alltägliche, übermäßige Überflutung von Email-Accounts mit ungewollten Werbebotschaften übertragen, war jedoch noch nicht der eigentliche Grund für den Gebrauch des Wortes SPAM in Bezug auf unerwünschte Emails.

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Screenshot
Typischer Spam im E-Mail-Programm

Der Begriff im heutigen Wortsinn ist eigentlich schon etwas älter, als die Botschaften, die heute als SPAM bezeichnet werden. Er stammt noch aus Zeiten der ersten virtuellen Chaträume, die zum Ende der 80er Jahre in Form von Textchats etablierten. SPAM bezeichnete in diesem Zusammen von Hackern programmierte und in den Chat eingesspeiste Programme, die die Textchats automatisch mit unwichtigen Messages in hundertfacher Ausführung überfluteten und den Chatraum so gewollt lahmlegten.

Heutzutage hat sich SPAM vorrangig in Form von Emails etabliert. Neben den kommerziellen Emails, die an bestimmte Empfängergruppen aus Datenbanken adressiert sind, wird in zunehmenden Maße illegaler SPAM in Umlauf gebracht, der ein hohes Sicherheitsrisiko birgt und schon so manches Firmennetzwerk lahmgelegt hat. Dabei handelt es sich oft um Virenmails, die einmal geöffnet unerwünschte Programme auf dem Rechner ausführen oder schlimmstenfalls über den firmeneigenen Adressserver selbst SPAM produzieren, indem sie sich vervielfältigen und sich automatisch an alles Adressen aus dem firmeninternen Adressbuch schicken.

Hauptverursacher von E-Mail-SPAM sind so genannte Partnerprogramme (Affiliate Programms) über die Medikamente, Software, Lotterien etc. angeboten werden. Die eigentlichen Nutznießer halten sich so schadlos und bleiben unerkannt im Hintergrund. Dazu kommen andere Betrugsversuche wie der berühmte Nigeria Scum.

Als einzig wirksamer Schutz gegen SPAM haben sich bisher jedoch nur lernfähige, individuell konfigurierbare Filter durchgesetzt – der Kampf gegen den täglichen Müll ist jedoch noch lange nicht beendet.

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